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Füllvorrichtung zum Füllen von im wesentlichen langgestreckten Behältern
mit Schüttgut
Die Erfindung bezieht sich auf eine Füllvorrichtung zum Füllen von
im wesentlichen langgestreckten Behältern, die zur Verpackung von Setz-I ngen, wie
Pfropfreben od. dgl., dienen', mit einem Schüttgut, wie Erde.
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In gärtnerischen Züchtungsbetrieben, wie beispiellsweuise in Pfropfenirebe,nbetr.ileben,
werden die Setzlinge, beispielsweise Pfropfreben, in Kartonagen verpackt und versandt.
Dabei werden die Setzlinge in die Kartonagen hineingesteckt und die Kartonagen mit
Erde gefüllt. Bei der bisherigen Arbeitsweise wurden die Kartonagen mit der Hand
oder mit einer kleinen Handschaufel gefüllt. Dieses Verfahren ist jedoch sehr zeitraubend.
Beim Füllvorgang die Kartonagen selbst als Schaufel zu verwenden, ist deshallb nicht
ratsam, weil dabei die Kartonagen beschädigt werden können.
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Es ist bereits bekannt, einen langgestreckten Behälter aus Karton
in eine Blechumhüllung zu geben und mit Hilfe eines schaufelförmigen Ansatzes an
dieser Blechumhüllung die Kartonagen zu füllen.
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Jedoch tritt bei diesem Verfahren der Nachteil auf, daß der Füllvorgang
sehr unrationell ist, da zum Füllen einer einzigen Verpackung jedesmal eine dieser
Verpackungen in die Umhüllung eingelegt und aus dieser Umhüllung wieder entnommen
werden muB. Darüber hinaus kann durch den beim Füllen auftretenden Erddruck der
Behälter aus
der Umhüllung derart herausgeschoben werden, daß keine
Füllung stattfindet.
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Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Füllvorrichtung
zu schaffen, die sowohl rationell arbeitet als auch die oben beschriebenen Nachteile
zu verhindern in der Lage ist. Gemäß der Erfindung ist eine Füllvorrichtung zum
Füllen von im wesentlichen langgestreckten Behältern, die zur Verpackung von Setzlingen
dienen, mit einem Schüttgut, wie Erde, vorgesehen, die einen mit einem schaufelförmigen
Ansatz versehenen Kasten, Rahmen od. dgl. mit einer Auflagefläche für mehrere nebeneinander
zu lagernde Behälter und eine Klappe od. dgl. zum Festhalten der Behälter aufweist.
Durch diese Vorrichtung ist es in vorteilhafter Weise möglich, mehrere Behälter
gleichzeitig zu füllen. Darüber hinaus bietet die vorgesehene Klappe zum Festhalten
der Behälter den Vorteil, daß die Behälter gegen einen eventuell auftretenden Erddruck
gehalten und gefüllt werden können.
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Die Füllvorrichtung kann beispielsweise wie im folgenden beschrieben
verwendet werden. Die Kartonagen werden in die Füllvorrichtung eingelegt.
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Dann wird diese in die Hand genommen, und die Kartonagen werden mit
Hilfe des schaufelförmigen Ansatzes an einem aufgeschütteten Haufen Erde mit etwas
Erde gefüllt. Danach werden in die nicht vollständig gefüllten Kartonagen die Setzlinge
hineingesteckt, und der Füllvorgang wird nochmals zur endgültigen Füllung der Kartonagen
wiederholt.
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Die Füllvorrichtung kann vorteilhafterweise auf der Aufiagefläche
angeordnete Rippen aufweisen.
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Die zu füllenden langgestreckten Behälter werden zwischen diese Rippen
gelegt, und diese Stege verhindern ein Verschieben gegeneinander und erleichtern
somit den gesamten Füllvorgang. Dabei kann die zur Halterung vorgesehene Klappe
ebenfalls mit einem Schaufelansatz versehen sein. Dur.ch diese Anordnung wird mit
Vorteil während des Füllvorganges das vom schaufelförmigen Ansatz erfaßte Füllgut,
wie Erde od. dgl., einer größeren Eintrittsöfinung zugeleitet. Der schaufelförmige
Ansatz an der Klappe und der schaufelförmige Ansatz an dem Kasten, Rahmen od. dgl.
wirken wie ein Trichter.
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Mit besonderem Vorteil kann die Klappe in der Mitte des Kastens,
Rahmens od. dgl. schnvenkbar angeordnet sein. Auf diese Weise wird auf einfachste
Art das Verr.iegelungsiprolKem gelost, da beim Erfassen der Fülulvorrichtu,nig Ibeim
Füllen die Klappe durch die Daumen des Arbeiters in ihrer Lage festgehalten wird.
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Die Anzahl der Behälter, die während eines Arbeitsganges gefüllt
werden, und damit die Abmessung der gesamten Füllvorrichtung ist von der menschlichen
Arbeitskraft abhängig. So kann es beispielsweise zweckmäßig sein, zur Füllung von
Kartonagen, wie sie in Pfropfrebenbetrieben verwendet werden, die Vorrichtung derart
auszubilden, daß etwa seehs Behälter gleichzeifig gefüllt werden können. Es kann
aber auch bei anderen Setzlingen erforderlich sein, die Vorrichtung derart atiszubilden,
daß die Anzahl der aufzunehmengen Behälter geringer ist, beispielsweise zwei oder
drei. Die Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung kann überall dprt verwendet
werden, wo Setzlinge in einem mit Erde gefüllten Behälter versandt werden.
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Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung wird durch die
Zeichnung schematisch dargestellt.
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Fig. I stellt einen Querschnitt durch eine Füllvorrichtung dar, während
Fig. 2 einen Grundriß einer solchen Füllvorrichtung zeigt.
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In Fig. I ist an einem kastenförmigen Teil I ein schaufelförmiger
Ansatz 2 angebracht. Gegenüber diesem schaufelförmigen Ansatz 2 befindet sich ein
Wandungsteil 3, welcher mit einem geschwungenen Bord 4 versehen ilst. Zur Verriegelung
dient die Verriegelungsklappe 5, die in 6 drehbar mit dem Kasten verbunden ist.
Die Verriegelungsklappe 5 weist einen schaufelförmigen Ansatz 7 auf, welcher den
schaufelförmigen Ansatz 2 des Kastens zu einem trichterförmigen Gebilde erweitert.
Im aufgeklappten Zustand nimmt die Verriegelungsklappe die Stellung 8 ein. Ein Behälter
g aus Karton od. dgl. kann bei dieser Klappenstellung eingelegt werden. Hierbei
ist besonders die Wirkung des Bordes 4 2u erkennen. Im Behälter g befindet sich
ein Setzling, beispielsweise eine Pfropfrebe.
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In Fig. 2 ist der Teil 1 dargestellt, der nur einen Steg IO als Bodenteil
aufweist. Dieser Steg IO besitzt Rippen, Blenden od. dgl. II, welche den Behälter
9 zwischen sich aufnehmen. Die Verriegelungsklappe 5 ist heruntergeklappt und schließt
den Rahmen mittels eines Steges 12 am mit dem schaufelförmigen Ansatz 2 versehenen
Ende nach oben ab.
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Die Erfindung hat auch noch Bedeutung für andere Füllvorgänge, bei
denen handliche Behälter, die mit menschlicher Kraft gefüllt werden können, aus
einem aufgeschütteten Vorrat gefüllt werden sollen.