DE957848C - Brennschachtloser stehender Mehrzonenwmderhitzer insbesondere fur Hochofen - Google Patents
Brennschachtloser stehender Mehrzonenwmderhitzer insbesondere fur HochofenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21B—MANUFACTURE OF IRON OR STEEL
- C21B9/00—Stoves for heating the blast in blast furnaces
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Description
Nach dem gegenwärtigen Stand der Technik, wie er z. B. durch das Patent 746 187 sowie den
Bericht des .Hochofenausschusses des VDEh Nr. 247 »Die wissenschaftlichen Grundlagen des
Winderhitzerbaues und die praktischen Folgerungen« von A. Schack (St. u. E. 71 [1951],
S. 773 bis 776) dargestellt ist, ist es vorteilhaft, bei Hochofenwinderhitzern im heißen Teil dicke Steine
und enge Kanäle zu verwenden. Das bedeutet aber eine Verengung des freien Querschnitts und damit
eine Begrenzung der durchzubringenden Gasmengen.
.Wenn man nun einen brennschachtlosen Winderhitzer baut, so ist der verfügbare Querschnitt
erheblich größer, so daß es sogar möglich wird, mit den bestehenden Manteldurchmessern von
7 m Gitterungen auszuführen, die einen »Zweicowperbetrieb«
für Hochöfen mit 1000 t Tagesleistung ermöglichen.
ao Brennschachtlose .Hochofenwinderhitzer haben ■gegenüber den'Hoohofenwinderhitzern mit Brennschacht
auch noch den Vorteil, daß kein Kurzschluß der Gase durch Risse im Brennschachtmauerwerk
eintreten kann und die Spannungen in der Ausmauerung und dem Gitterwerk viel kleiner
werden. .
Trotz dieser Vorteile konnte sich der brennschachtlose
Winderhitzer bis heute nicht einführen, weil auch erhebliche Nachteile auftraten. Da im
allgemeinen nur ein sehr kurzer Weg für die Entwicklung der Flamme zur Verfügung steht, besteht
die Gefahr der unvollkommenen Mischung und Verbrennung beim Eintritt der Gase in das Gitterwerk.
Dadurch aber entsteht ungleichmäßige Temperatur und örtliche Überhitzung des Gitterwerks.
Ferner entsteht durch die ungleichmäßige von oben, nach unten turbulent in das Gitterwerk strömenden
Gasmassen eine ungleichmäßige Beaufschlagung der einzelnen Kanäle, was Spannungen im Gitter-·
werk und eine Verschlechterung des Wirkungsgrades hervorruft.
Darüber hinaus wurden bislang die Brenner bei brennschachtlosen Winderhitzern dicht über dem
Gitterwerk angebracht. So ist ein brennschachtloser Winderhitzer bekannt, bei welchem einerseits zwar
ein verhältnismäßig langer Weg zur Entwicklung der Flamme zur Verfügung steht, bei welchem andererseits
aber die Brenner etwa in der Höhe des oberen Gitterwerkrandes entweder im Gitterwerk
selbst oder zwischen Gitterwerk und Kuppel vertikal angeordnet sind. Bei einer derartigen Anordnung
der Brenner dicht über dem Gitterwerk entsteht aber, wie bei eigenen Versuchen neuerdings
gefunden wurde, durch die Saugwirkung des austretenden Flammenstrahls — wie bei einer Wasserstrahlpumpe
— in der Nähe der Brenner ein Unterdruck und über denjenigen Teilen des Gitterwerks;
über denen die aufeinanderprallenden Gasmassen abgebremst werden, ein Überdruck. Diese Druckverhältnisse
führen dazu, daß die Kanäle in der Mitte des Gitterwerks eine große Gasmasse erhalten,
während die Kanäle in der Nähe der Brenner überhaupt kein Gas erhalten oder in ihnen
sogar noch Gas in umgekehrter Richtung strömt. Dadurch wird aber nicht nur die Heizfläche des
Gitterwerks schlecht ausgenutzt, sondern es entstehen auch Spannungen, die das Gitterwerk auf
die Dauer nicht aushält.
Auf diese Erscheinungen, die bei den bisher ausgeführten und nicht zum Erfolg gekommenen
brennschachtlosen Winderhitzern nicht berücksichtigt worden sind, ist es wohl zurückzuführen, daß
sich brennschachtlose Winderhitzer bisher nicht durchsetzen konnten.
Zur Beseitigung aller dieser Nachteile wird erfindungsgemäß ein brennschachtloser stehender
Mehrzonenwinderhitzer, insbesondere für Hochöfen, vorgeschlagen, bei welchem die Brenner tangential
in einen waagerechten Ringkanal zwischen Gitterwerk und Kuppel münden. Bei einem derartigen
brennschachtlosen Winderhitzer wird eine Beeinflussung der Strömung im Gitterwerk durch
den in der Nähe der Austrittsöffnungen der Brenner auftretenden Sog vermieden und gleichzeitig
eine Verkürzung der Flamme durch Verwirbelung und dauernde Berührung mit dem Mauerwerk erzielt.
In den Zeichnungen ist als Ausführungsbeispiel ein brennschachtloser Winderhitzer gemäß der Er
findung schematisch dargestellt, und zwar in g0
Fig. ι im Längsschnitt und in
Fig. 2 im Querschnitt.
In den Figuren bezeichnet 1 die Kuppel, 2 den Brennraum, 3 das Gitterwerk und 4 die Brenner,
die tangential in einen waagerechten Ringkanal 5 zwischen Kuppel 1 und Gitterwerk 3 münden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Brennschachtloser stehender Mehrzonenwinderhitzer, insbesondere für Hochöfen, dadurch gekennzeichnet, daß die Brenner tangential in einen waagerechten Ringkanal zwischen Gitterwerk und Kuppel münden. ■ ·
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE957848C true DE957848C (de) | 1957-01-17 |
Family
ID=582335
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT957848D Expired DE957848C (de) | Brennschachtloser stehender Mehrzonenwmderhitzer insbesondere fur Hochofen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE957848C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1526029B1 (de) * | 1966-05-13 | 1971-04-22 | Martin & Pagenstecher Ag | Brennereinrichtung fuer brennschachtlose von oben beheizte winderhitzer |
-
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- DE DENDAT957848D patent/DE957848C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1526029B1 (de) * | 1966-05-13 | 1971-04-22 | Martin & Pagenstecher Ag | Brennereinrichtung fuer brennschachtlose von oben beheizte winderhitzer |
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