DE956695C - Schaltungsanordnung zur Pegelregelung entsprechend einem Steuersignal bei einer Fernmeldeanlage zur UEbertragung von Signalen ueber ein koaxiales Kabel - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Pegelregelung entsprechend einem Steuersignal bei einer Fernmeldeanlage zur UEbertragung von Signalen ueber ein koaxiales KabelInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
AUSGEGEBEN AM 24. JANUAR 1957
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21a2 GRUPPE 36i4 INTERNAT. KLASSE H04m
N9223 Villa/2ia2
Lodovicus Franciscus Dert und Rainer Ananda Schraivogel,
Hüversum (Niederlande)
sind als Erfinder genannt worden
.N. V. Philips' Gloeilampenfabrieken, Eindhoven (Niederlande)
Schaltungsanordnung zur Pegelregelung
entsprechend einem Steuersignal bei einer Fernmeldeanlage zur Übertragung von Signalen über ein koaxiales Kabel
Patentiert im Gelbiet der Bundesrepublik Deutschland vom 21. Juli 1954 an
Patentanmeldung bekanntgemacht am 26. Juli 19S6 Patenterteilung befcanntgemacht am 3. Januar 1957
Die Priorität der Anmeldung in den Niederlanden vom 24. Juli 1953 ist in Anspruch genommen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zur Pegelregelung entsprechend einem
Steuersignal bei einer mit einem Koaxialkabel verbundenen Signalübertragungsanlage, z. B. einer
Trägerfrequenzfernsprechapparatur, einem Fernsehübertragungssystem od. dgl.
In der Praxis besteht bei derartigen, Einrichtungen, die zur Übertragung eines breiten Frequenzbandes,
z. B. von einigen MHz, eingerichtet sind,
ein Bedürfnis nach einer Pegelnegeleinrichtung, um Pegeländerungen in den Übertragungssignalen auszugleichen,
die im wesentlichen durch Dämpfumgsänderungen des Koaxialkabels, z. B. auf Grund
von Witterungseinflüssen, Temperaturänderungen od. dgl., entstehen. Hierbei haben die Dämpfungsänderungen einen stark frequenzabhängigen
Charakter; es wurde z. B. gemessen, daß bei einer Kabellänge von 18 km und einer Temperaturände-
rung von 230C bei 60 kHz bzw. 4000 kHz Dämpfungsänderungen
von 0,56 bzw. 3,9 db auftreten.
Um den Frequenzgang eines Verstärkers zu beeinflussen,
ist es bekannt, ein Entzerrungsnetzwerk anzuwenden, das aus einer einstellbaren T-Schaltung
besteht. Weiterhin ist es in Trägerfrequenzfernsprechanlagen bekannt, die' Dämpfungsänderungen
der Übertragungsleitung mittels eines mit einem Pegelregelmotor verbundenen Pegelreglers
auszugleichen, wobei der Pegelregelmotor durch einen Pilotton gesteuert wird.
Die Erfindung betrifft eine besonders vorteilhafte Pegelregeleinrichtung bei einer mit einem
Koaxialkabel verbundenen Signalubertragungsanlage.
Die Schaltungsanordnung nach der Erfindung weist das Merkmal auf, daß die Pegelregeleinrichtung
mit einer Kabelnachbildungsimpedanz versehen ist, die eine Anzahl parallel zum koaxialen
Kabel geschalteter Dämpfunigszweige enthält, die aus je einem Reihenwiderstand und einem veränderlichen
Reihenkondensator mit voneinander verschiedenen Zeitkonstanten bestehen, wähnend' die
Rotoren dieser Reihenkondensatoren auf einer gemeinsamen Welle angeordnet sind, die mit einem
entsprechend dem Steuersignal gesteuerte« Antriebsmechanismus gekuppelt ist, so daß beim Antreiben
der gemeinsamen Welle die Größe der Reihenkondensatoren gleichsinnig geändert wird.
Durch Anwendung der erfindungsgemäßen Maßnahme wird über das ganze Übertragungsgebiet
und über das ganze Regelgebiet ein überraschend guter Ausgleich der Dämpfungsänderungen des
koaxialen Kabels erzielt, während der Aufbau der Pegelregeleinrichtung besonders einfach ist. Hierbei
können die einstellbaren Reihenkondensatoren aus einem Mehrfachkondensator von üblicher Bauart
bestehen.
Die Erfindung und ihre Vorzüge werden an Hand zweier in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele
näher erläutert.
Fig. ι zeigt eine Verstärkerstation für den Trägerfrequenzfernsprechverkehr über ein koaxiales
Kabel, das mit einer Pegelregeleinrichtung gemäß der Erfindung ausgestattet ist.
Fig. 2 zeigt eine Verstärkerstation für Fernsehübertragung
über ein koaxiales Kabel mit einer Pegelregeleinrichtung, die eine Abwandlung der in
Fig. ι dargestellten Regeleinrichtung darstellt. In Fig. 3 sind Frequenzdämpfungscharakteristiken
zur Erläuterung der in den Fig. 1 und. 2 dargestellten
Pegelregeleinrichtung gemäß der Erfindung wiedergegeben.
Die in Fig. 1 dargestellte Verstärkerstation bildet
einen Teil einer Trägerfrequenzfernsprecihanlage, die über ein koaxiales Kabel 1, 1' z. B.
960 Sprechkanäle im Frequenzband von 60 kHz bis 5 MHz überträgt.
Die empfangenen, vom koaxialen Kabel 1 statnmenden Trägerfrequenzfernsprechsignale werden
über einen Entzerrer 2 dem Eingangstransformator 3 eines Leitungsverstärkers 4 zugeführt, dessen
Ausgangskreis an das koaxiale Ausgangskabel 1' angeschlossen ist. Um Pegeländerungen auszugleichen,
die durch Dämpfungsänderungen im Übertragungsweg herbeigeführt werden, ist in der Verstärkerstation
zwischen dem Entzerrer 2 und dem Eingangstransformator 3 des Leitungsverstärkers 4
eine Pegelregeleinrichtung 5 angeordnet, die von einem mitsamt den Sprechsignalen über das koaxiale
Kabel 1 gesandten Steuersignal mit einer Frequenz von z. B. 4 MHz gesteuert wird. Das mitgesandte
Steuersignal von 4 MHz wird nach Verstärkung im Leitungsverstärker 4 einem an den
Leitungsverstärkerausgang angeschlossenen Steuerempfänger 6 zugeführt, der aus der Kaskadenschaltung
eines auf die S teuer frequenz abgestimmten Kreises 7, eines Steuerverstärkers 8 und
einer Gleichrichterschaltung 9 besteht. Dem Ausgangskreis dieser Gleichrichterschaltung wird dabei
eine zur Pegelregelung dienende Regelgleichspannung entnommen.
Die Pegelregeleinrichtung 5 ist gemäß der Erfindung mit einer Kabelnachbildungsimpedanz ausgestattet,
die aus drei parallel geschalteten Dämpfungszweigen 11, 12, 13 mit je einem Reihenwiderstand
14, 15, 16 und einem veränderlichen Reihenkondensator
17, 18, 19 besteht; die Rotoren dieser
Reihenkondensatoren sind, wie in der Figur schematisch dargestellt ist, auf einer gemeinsamen
Welle angeordnet, die mit einem entsprechend dem Steuersignal gesteuerten Antriebsmechanismus 20
verbunden ist.
Die Dämpfungszweige 11, 12, 13 haben unterschiedliche
Zeitkonstanten, und die Dämpfungszweige
mit ihren der Größe nach- aufeinanderfolgenden Zeitkonstanten tragen im wesentlichen
in anschließenden Frequenzteilbändern zur Neigung der Dämpfungscharakteristik bei; bei maximaler
Kapazität der Regelkondensatoren 17, 18, 19
betragen diese Zeitkonstanten z. B. 3 · io~8 bzw.
26 ■ io~8 bzw. 245 · ro—8 Sekunden. Es zeigt sich
hierbei, daß die Gesamtdämpfungscharakteristik der drei. Dämpfungszweige über das ganze zu übertragende
Frequenzband von 60 kHz bis 4 MHz genau dem frequenzabhängigen Verlauf einer
Dämpfungsänderung im Übertragungsweg entspricht.
Bei der dargestellten Schaltungsanordnung sind die eine kleinere Zeitkonstante als der Zweig 13
aufweisenden Zweige 11, 12 über einen Kopplungstransformator 2i an die koaxiale Leitung 1 angeschaltet;
der Reihenkondensator 19 des Dämpfungszweiges 13 mit der größten Zeitkonstante liegt
zwischen den Enden der Sekundärwicklung eines Kopplungstransformators 22, dessen Primärwicklung
über den Reihenwiderstand 16 mit der koaxialen Leitung 1 verbunden ist. Der transformatorische
Anschluß der Kondensatoren 17, 18, 19 an
das koaxiale Kabel 1 hat zur Folge, daß bei geeigneten Übersetzungsverhältnissen der Transformatoren
21 und 22 Kondensatoren kleiner Kapazität verwendbar sind, was den wichtigen Vorteil
hat, daß die Pegelregeleinrichtung in einem kleinen
Raum untergebracht werden kann; z. B. ist in der Praxis die Pegelregeleinrichtung als Baueinheit in
einem rechteckigen Behälter von 4,5-10-8 cm3 angeordnet.
Außerdem erlaubt diese Maßnahme die Verwendung von im wesentlichen gleichbemessenen
Kondensatoren.
Der Transformator 21 zum Anschluß der Zweige 11 und 12, die nur bei den hohen Frequenzteilbändern
wirksam sind, ist als Spartransformator ausgebildet, um die Streuinduktivität auf das Geringstmaß
herabzusetzen. Gerade die Streuinduktivität verursacht nämlich bei den höheren Signal·-
frequenzen eine unerwünschte Beeinflussung der DämpfungischarakteTistikem. Der Transformator 22
zum Anschluß des Dämpf ungszweiges 13 mit der
größten Zeitkonstante besitzt voneinander kapazitiv abgeschirmte Wicklungen, um eine Beeinflussung
der Dämpfung'scharakteriistik bei den niedrigeren Signalfrequenzen durch unerwünschte Transformatorkapazitäten
auf ein Minimum herabzusetzen. Bei der Einstellung der gemeinsamen Rotorwelle
der Regelkondensatoren werden die Verhältnisse der Zeitkonstanten der Dämpfungszweige 11,12,13
unverändert beibehalten, und es wird im wesentlichen· nur die Kurve der Dämpfung als Funktion
der Frequenz geändert. Der unerwünschte Einfluß unerwünschter Impedanzen auf die durch den
Dämpfungszweig 13 bestimmte Dämpfungscharakteristik, die sich insbesondere bei geringen Werten
des Regelkondensators 19 bemerkbar macht, ist in der dargestellten Schaltungsanordnung dadurch
weitgehend herabgesetzt, daß parallel zur Primärwicklung des Transformators 22 eine Korrektions-.
impedanz in Form' eines gedämpften Reihenkreises 23 mit einer Abstimmfrequenz z.B. von 400kHz
geschaltet ist.
Fig. 3 zeigt einige Dämpfungscharakteristiken zur Erläuterung der geschilderten Pegelregeleinrichtung.
In dieser Figur stellen die Kurven a, b und c
Dämpfungscharakteristiken der Pegelregeleinrichtung dar, bei der die Dämpfung über dem Logarithmus
der Frequenz bei verschiedenen Lagen der gemeinsamen Rotorwelle der Regelkondensatoren
17, 18, 19 aufgetragen ist. Hierbei stellen die Kurven
α bzw. c die Dämpfungscharakteristiken bei der Maximal- bzw. Minimalkapazität der Kondensatoren
17, 18 und 19 dar; die Kurve b zeigt den
. Dämpfungsverlauf bei einem Zwischenwert.
In der Figur zeigt die punktierte Kurve d eine
gemessene Dämpfungsänderung des. koaxialen Kabels 1, die der Dämpfungscharakteristik α der
Pegelregeleinrichtung entspricht. Es zeigt sich, daß die Kurve d, deren Verlauf in großer Annäherung
der Wurzel aus der Frequenz proportional ist, genau der Dämpfungskurve α der Pegelregeleinrichtung
entspricht; z. B. sind die gegenseitigen Abweichungen dieser beiden Däm'pfungscharakteristiken
α und b über das ganze zu übertragende Frequenzband kleiner als ο, ι db.
Um einen weiten Regelbereich zu erhalten, werden Kondensatoren mit einem großen Verhältnis
zwischen der maximalen und der minimalen Kapazität, insbesondere einem solchen größer
als 10, verwendet; der Regelbereich der dargestellten Pegelregeleinrichtung ist nämlich im wesentlichen
durch das Verhältnis zwischen der Maximal- und der Minimalkapazität der Kondensatoren 17,
18, 19 bedingt.
Zur Erläuterung der geschilderten Pegelregeleinrichtung werden nachstehend einige Daten einer
in der Praxis bewährten Apparatur gegeben.'
Übersetzungsverhältnis des Transformators 21 1:2
Streuselbstinduktion des Transformators 21 0,13 ^H
Widerstand 14 650 Ω
Kondensator 17 400 pF
Widerstand 15 150 Ω
Kondensator 18 200 pF
Übersetzungsverhältnis des Transforma-
tors 22 1:6
Widerstand 16 - 290 Ω
Kondensator 19 234 pF
Verhältnis zwischen der Maximal- und Minimalkapazität der Kondensatoren
17, 18, 19 etwa 36
Die hier beschriebene Pegelregeleinrichtung dient zum Ausgleich von Pegeländerungen in einem koaxialen Kabel von 18 km Länge mit einer Dämp-
fung von 4,8 db/km bei 4 MHz und 250 C.
Die Pegelregelung-erfolgt bei der dargestellten
Schaltungsanordnung mittels des Regelmotors 20, der über parallel geschaltete Zweige 24, 25 an den
Klemmen 26 einer nicht dargestellten Stromquelle liegt. In jedem Zweig 24, 25 befindet sich ein
Arbeitskontakt 27, 28 .eines verzögert abfallenden Maximal- bzw. Minimalrelais, deren Erregerwicklungen
29 bzw. 30 im Ausgangskreis der Gleichrichterschaltung 9 liegen. ioo
Sinkt der Pegel des Steuersignals unter einen gewissen Grenzwert ab, so spricht das -verzögert
abfallende Minimalrelais 28, 30 an, wodurch der Regelmotor 20 in den Stand gesetzt wird, die
Pegelregeleinrichtung 5 auf Minimaldämpfung einzustellen. Im umgekehrten Fall spricht das
Maximalrelaiis an, und die Pegelregeleinrichtung wird auf Maximaldämpfung eingestellt. Während
des Regelvorgangs ändert sich der Pegel über das ganze Frequenzband sehr allmählich, was eine besonders
ruhige Pegelregelung ergibt.
Die Pegelregelung kann auch derart erfolgen, daß die Ausgangsspannung der Gleichrichterschaltung
nach Verstärkung in einem Leistungsverstärker dem Regelmotor 20 als Betriebsspanniumg
zugeführt wind. Bei einer solchen' Pegelregelungxist
erreichbar, daß die Summe der Kabeldämpfung und der Dämpfung der Pegelregeleinrichtung
im wesentlichen konstant gehalten wird, d. h., daß die Dämpfungsänderungen des Kabels 12»
hier praktisch völlig ausgeglichen werden.
Auch besteht die Möglichkeit, eine· sogenannte Programmregelung zu verwenden, bei der die
Pegelregeleinrichtung 5 unmittelbar aus einer Endstation mittels einer z. B. -über ein besonderes
Kabel· geschickten Steuerfrequenz gesteuert wird.
Um eine ruhige Regelung, insbesondere für eine
ungestörte Telegraphieübertragung, zu erreichen..
soll die Regelgesohwindigkeit bei der dargestellten
Schaltungsanordnung gering, z.B.etwa0,1 db/Sek.,
gewählt werden.
Bei der dargestellten Schaltungsanordnung ist die Pegelregeleinrichtung 5 als ein Zweipolnetzwerk
ausgebildet, bei dem eine sehr genaue Anpassung der Kabelimpedanz an die Pegelregeleinrichtung
nicht ohne weiteres durchführbar ist. Im allgemeinen werden durch Anpassungsfehler herbeigeführte
Reflexionen für den Telegraphic- und Fernsprechverkehr nicht hinderlich sein; diese
können in beträchtlichem Maße noch dadurch herabgesetzt werden, daß die Pegelregeleinrichtung 5
auf die in der Figur dargestallte Weise über das Entzerrernetzwerk 2 an das koaxiale Kabel angeschlossen
wird/ Bei einer Fernsehübertragung aber sollen Anpassungsfehler weitgehend vermieden
werden, was auf die in Fig. 2 dargestellte Weise erfolgen kann.
Fig. 2 zeigt eine Verstärkerstation für Fernseh-. übertragung mit z. B. einem Frequenzband von
30Q kHz bis 6 MHz über ein koaxiales Kabel, deren Aufbau im wesentlichen der bereits an Hand
von Fig. ι beschriebenen Apparatur entspricht. Entsprechende Teile sind mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
Bei dieser Ausbildung ist die Pegelregeleinrichtung 5 als Vierpolnetzwerk ausgebildet; hierbei
bildet nämlich der Dämpfungszweig 31 mit dem Reihenwiderstand 32 und dem veränderlichen
Reihenkondensator 33 den Querzweig eines überbrückten T-Filters, dessen aus Widerständen 34, 35
bestehende Reihenimpedanzen durch die Parallelschaltung eines festen Widerstandes 36 und einer
veränderlichen Selbstinduktion 37 mit einem Einstellorgan überbrückt sind, das auf der gemeinsamen
Antriebswelle der Kondensatoren 33, 18, 19 angeordnet ist. Der Dämpfungszweig 31 und der
Längszweig mit dem Parallelwiderstand 36 und der Parallelselbstinduktionen 37 bilden dabei reziproke
Impedanzen.
Es ist festgestellt worden, daß durch die Verwendung des erwähnten Vierpolnetzwerkes Reflexionserscheinungen
weitgehend vermieden werden. Der Einfluß eines unrichtigen Abschlusses des überbrückten T-Filters durch die Dämpfungszweige 12, 13 kann noch beträchtlich dadurch herabgemindert
werden, daß in Reihe mit dem Widerstand 34 eine Korrektionsimpedanz 38 angeordnet
wird. Diese besteht z. B. aus einem Widerstand,
Um restliche Reflexions er scheinungen zu verringern, kann ein zweiter Dämpfungszweig in ein
überbrücktes T-Filter aufgenommen werden. Bei einer besonders günstigen Ausbildung eines solchen
Netzwerkes bilden die beiden Dämpfungszweige die Ouerzweige eines überbrückten T-Filters-; und
der Längszweig besteht aus der Reihenschaltung zweier Netzwerke, die je aus der Parallelschaltung
eines Widerstandes und einer Selbstinduktion aufgebaut sind. i
Es hat sich in der Praxis gezeigt, daß eine solche Pegelregeleinrichtung eine ausgezeichnete Fern-Sehübertragung
ermöglicht.
Claims (14)
1. Schaltungsanordnung zur Pegelregelung entsprechend einem Steuersignal bei einer Fernmeldeanlage
zur Übertragung von Signalen über ein koaxiales Kabel, dadurch gekennzeichnet, daß die Pegelregeleinrichtung mit
einer Kabelnachbildungsimpedanz versehen ist, die eine Anzahl parallel zum koaxialen Kabel
geschalteter Dämpfungszweige enthält, die aus je einem Reihenwiderstand und einem veränderlichen
Reihenkondensator mit voneinander verschiedenen Zeitkonstanten bestehen, während
die Rotoren dieser Reihenkondensatoren auf einer gemeinsamen Welle angeordnet sind, die
mit einem entsprechend dem Steuersignal gesteuerten Antriebsmechanismus gekuppelt ist,
so daß beim Antreiben der gemeinsamen Welle die Größe der Reihenkondensatoren gleichsinnig
geändert wird.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens drei
Dämpfumgszweige mit voneinander verschiedenen Zeitkonstanten vorgesehen sind und daß
die Dämpfungszweige mit der Größe nach aufeinanderfolgenden Zeitkonstanten hauptsächlich
in zusammenliegenden Frequenzteilbändern zur Neigung der Dämpfungscharakteristik beitragen.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens
der Regelkondensator eines der Dämpfungszweige über einen Transformator gekoppelt ist.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß von Dämpfungszweigen mit verschiedenen Zeitkonstanten der
Dämpfungszweig mit der· kleinsten Zeitkonstante über einen Autotransformator an das
koaxiale Kabel angeschlossen ist und von dem Dämpfungszweig mit der größten Zeitkonstante
der Regelkondensator über einen Transformator gekoppelt ist, der mit einer kapazitiven Abschirmung versehen ist, so daß die uner-
wünschten Kapazitäten auf ein Minimum herabgesetzt sind.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 2, 3
oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zur Primärwicklung des Kopplungstransformators
für den Regelkondensator des Dämpfungszweiges mit der größten Zeitkonstante ein gedämpfter
Reihenkreis geschaltet ist.
6. Schaltungsanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verhältnis zwischen Maximal- und Minimalkapazität der veränderlichen Reihenkondensatoren
einen großen Wert, insbesondere größer als 10, aufweist.
7. Schaltungsanopdnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens einer der Dämpfungszweige den
Querzweig eines überbrückten T-Filters bildet.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsimpedanzen
des überbrückten T-Filters durch die Parallelschaltung eines Widerstandes und einer veränderlichen
Selbstinduktion überbrückt sind, deren Einstellorgan mit der gemeinsamen Rotorwelle der Regelkondensatoren gekuppelt ist.
9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Querzweig
-des überbrückten T-Filters und die Parallelschaltung des Widerstandes· und der Regelselbstinduktion
reziproke Impedanzen darstellen.
10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß hinter das
überbrückte T-Filter die übrigen Dämpfungszweige geschaltet sind und daß in dem von
diesen Dämpfungszweigen abgewandten Längszweig des überbrückten T-Filters eine Korrektionsimpedanz
zur Impedanzanpassung an die erwähnten Dämpfungszweige geschaltet ist.
11. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7,8,9
oder 10, bei der zwei Dämpfungszweige in ein überbrücktes T-Filter aufgenommen sind, dadurch
gekennzeichnet, daß die beiden Dämpfungsziweiigie
den Querzweig des überbrückten T-Filters bilden und der Längszweig sich aus
der Reihenschaltung zweier Netzwerke zusammensetzt, die je aus einer von einem Widerstand
überbrückten Selbstinduktion bestehen.
12. Schaltungsanordnung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelgeschwindigkeit der Pegelregeleinrichtung
kleiner als 0,4 db/Sek. ist.
13. Schaltungsanordnung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Pegelregeleinrichtung über einen Entzerrer
an das koaxiale Kabel angeschlossen ist.
14. Schaltungsanordnung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Pegelregeleinrichtung durch den Antriebsmechanismus
beim Absinken des Steuersignals unter einen bestimmten Grenzwert bzw. beim Übersteigen eines anderen Grenzwertes
auf Minimal- bzw. Maximaldämpfung eingestellt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 899 372;
W.Klein : »Trägerfrequenztechnik«, 1949, S.68.
Deutsche Patentschrift Nr. 899 372;
W.Klein : »Trägerfrequenztechnik«, 1949, S.68.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609576/3*1 T. (609 773 1.57)
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL759568X | 1953-07-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE956695C true DE956695C (de) | 1957-01-24 |
Family
ID=19825383
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN9223A Expired DE956695C (de) | 1953-07-24 | 1954-07-21 | Schaltungsanordnung zur Pegelregelung entsprechend einem Steuersignal bei einer Fernmeldeanlage zur UEbertragung von Signalen ueber ein koaxiales Kabel |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE530593A (de) |
| DE (1) | DE956695C (de) |
| FR (1) | FR1109298A (de) |
| GB (1) | GB759568A (de) |
| NL (2) | NL97462C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2211325A1 (de) * | 1971-03-27 | 1972-10-12 | Philips Nv | Leitungsverstarker |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE899372C (de) * | 1941-05-15 | 1953-12-10 | Siemens Ag | Verstaerker mit Laengsentzerrer |
-
0
- NL NLAANVRAGE7304728,A patent/NL180125B/xx unknown
- NL NL97462D patent/NL97462C/xx active
- BE BE530593D patent/BE530593A/xx unknown
-
1954
- 1954-07-21 DE DEN9223A patent/DE956695C/de not_active Expired
- 1954-07-23 FR FR1109298D patent/FR1109298A/fr not_active Expired
- 1954-07-26 GB GB21821/54A patent/GB759568A/en not_active Expired
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL180125B (nl) | |
| GB759568A (en) | 1956-10-17 |
| BE530593A (de) | |
| FR1109298A (fr) | 1956-01-24 |
| NL97462C (de) |
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