-
Laufrollenglied für ein Gliederförderband mit seitlichen Doppelkettenlasdien
Es
sind Laufrollenglieder für Gliederförderbänder mit seitlichen Doppelkettenlaschen
und (im Ober trum betrachtet) über diesen angeordneten kurzen Laufrollenachsstummeln
bekannt, die paarweise durch einen Lagerkörper mit einem Querträger biegungssteif
verbunden sind und mit diesem zusammen eine gekröpfte Laufrollen achse bilden.
-
Bei einer bekanten Ausführiungsform eines solchen Laufrollengliedes
war die Laufrollenachse durch eine Einkerbung der auf der Innenseite des Bandes
befindlichen Kettenlasche hindurchgeführt, und mit dieser an der Durchtrittsstelle
verschweißt.
-
Dieses Einkerben der Kettenlaschen und Vefschweißen mit der Laufrollenachse
verursachte jedoch eine unerwünschte Schwächung der Kettenlaschen und damit der
gesamten Kette Hinzu kommt noch, daß infolge der Verschweißung der Kettenlaschen
mit der Laufrollenachse ein Schaden an den Ketterlaschen des Laufrollengliedes das
Auswechseln des gesamten Laufrollengliedes erforderlich macht und damit eine Verteuerung
der Reparaturarbeiten und eine längere Dauer der Unterbrechung des Bandbetriebes
mit sich bringt.
-
Die Erfindung geht aus von einem Laufrollenglied für ein Gliederförderband
mit seitlichen Doppelkettenlaschen und, im Ober trum betrachtet, über diesen angeor
dreten kurzen Lau frollenachs -stummeln, die paarweise durch einen Lagerkörper
mit
einem Querträger biegungssteif verbunden sind und mit diesem zusammen eine gekröpfte
1 aufrollen achse bilden. ErfindungsgemäB sind die beiden Laschen jeder Doppelkettenlasche
lösbar und seitlich abziehbar auf dem Lagerkörper augeordnet und weist die auf der
Innenseite des Bandes befindliche Kettenlasche im Bereich des mit einem angeschmiedeten
Arm versehenen Lagerkörpers eine Ausnehmung auf, die ohne Schwächung des Kettenlascbenquerschnittes
durch seitliches Auskröpfen der Kettenlasche hergestellt ist.
-
Bei dem erfindungsgemäßen Laufrollenglied ist das Auswechseln seiner
Doppelkettenlaschen trotz des Vorhandenseins einer gekröpften Achse möglich. Bei
ihm bleibt ferner die auf der Innenseite des Bandes befindliche Kettenlasche trotz
der Notwendigkeit, den gekröpften Lagerkörper durch sie hindurchzuführen, unges
chwächt, weil sie ohne Änderung des Kettenlaschenquerschnittes lediglich durch seitliches
Auskröpfen hergestellt worden ist.
-
Da außerdem Schweiß- und Nietverbindungen zwischen den die Bandiiugkräfte
aufnehmenden Kettenlaschen und derLaufrollenachse nichtvorhanden sind, ergeben sich
auch bei der Massenfertigung des erfindungsgemäßen Laufrollengliedes keine von diesen
Verbindungen herrührenden Fahlermöglichkeiten.
-
Es empfielht sich, das erfindungsgemäße Laufrollenglied so auszubilden,
daß seine Doppelkettenlaschen Innenlaschen sind, weil diese dann nach Entfernung
der sie an die beiden benachbarten Außenlaschen anschließenden Kettenbolzen (natürlich
nach dem vorangegangenen Herausschwenken dieser Außenlaschen aus dem Bereich der
Innenlaschen) gemeinsam und ohne Lösen der sie verbindenden Kettenbüchse durch seitliches
Abziehen von dem Lagerkörper entfernt werden können.
-
Die Doppelkettenlaschen des erfindungsgemäßen Laufrollengliedes weisen
zweckmäßig in an sich bekannter Weise den Lagerkörper teilweise über greifende Ansätze
auf, mittels deren sie auf dem Lagerkörper aufgehängt sind.
-
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
schematisch dargestellt, und zwar zeigt Fig. I einen unterbrochenen Querschnitt
durch ein Laufrollenglied, Fig. 2 die dazugehörige Draufsicht hunter Fortlassung
der Tragplatten des Gliederförderbandes, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III
in Fig. 1 und Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. I.
-
An den beiden seitlichen Doppellaschenketten I (dargestellt ist lediglich
die linksseiitige) des Gliederförderbandes mit den einander schuppenartig überdeckenden
Muldenblechen 2 sind in gleichmäßigen Abständen Laufrollen 3 angeordnet, die auf
Laufschienen 4 des nicht dargestellten Bandtraggestells geführt sind. Die kurzen
Achsstummel 5 der zu beiden Seiten des Bandes befindlichen, über den mit den Gelenkbolzen
und -büchsen 7 versehenen Doppelkettenlaschen augeordneten Laufrollen sind in nachstehend
geschilderter Weise gelagert und durch Querträger 6 paarweise biegungssteif miteinander
verbunden. Die Achsstummel 5 sind mittels einer Lagerpfanne 8 in Ausnehmungen 9
und 10 der Kettenlaschen 11 bzw.
-
12 eingesetzt und durch den schellenartigen Druckkörper 13 mittels
der beiden Schrauben 14 festgestellt. Die Lagerpfanne 8 Weist einen gekröpften Arm
I5 auf, der durch Schweißung mit dem aus einem U-Eisen bestehenden Querträger 6
verbuxiden ist, welcher die gezeichnete linksseitige Lagerpfanne 8 mit der nicht
dargestellten rechtsseitigen Lagerpfanne biegungssteif verbindet. Die Ausnehmund
9 in der auf der Außenseite des Bandes befindlichen, angenähert trapezförmigen Kettenlasche
11 ist, der Form des Lagerpfannenquerschnittes an dieser Stelle entsprechend, etwa
rechteckig (s. Fig. 3). Da sie in dem Bereich oberhalb des Profils des normalen
Laschenquerschnittes (also in dem nach oben zulaufenden Teil der trapezförmigen
Lasche) liegt, bedeutet sie keine Schwächung des Querschnittes der Lasche. Die Ausnehmung
io in der auf der Innenseite des Bandes angeordneten Kettenlasche 12 hingegen greift,
dem Querschnitt des Lagerpfannenarmes 15 entsprechend, verhältnismäßig tief in das
normale (rechteckige) Querschnittsprofeil der Lasche ein (s. Fig. 4). Um trotzdem
einen ungeschwächten Querschnitt auch an dieser Stelle zu erhalten, ist die Kettenlasche
I2 in ihrem oberen Teil I6 seitlich ausgekröpft (s. Fig. 1). Die Kettenlaschen 11
und I2 sind ferner mit Ansätzen I7 versehen, die die Lagerpfanne 8 teilweise übergreifen.
Mittels dieser Ansätze I7 hängen also die beiden Kettenlaschen des Laufrollengliedes
an der Iaagerpfanne. Sie können daher nach Lösung der sie mit den benachbarten Kettenlaschen
verbindenden Bolzen und Büchsen durch seitliches Abziehen ausgebaut und somit im
Fall eines Bruches in einfacher Weise ausgewechselt werden. Es empfiehlt sich, dem
Laufrollenglied, wie in dem gezeichneten Beispiel, innere Kettenlaschen zuzuordnen,
einmal, weil diese dann gemeinsam mit der sie verbindenden Büchse abgezogen werden
können, zum anderen aber auch, weil die Kettenlaschen dann durch die benachbarten
äußeren Laschen von außen umfaßt und dadurch gestützt werden. Die Verwendung von
U-Eisen als Querträger ermöglicht es, den gekröpften Lagerpfanienarm I5 in die U-Eisen
einzusetzen und mit ihnen auf drei Seiten durch Schweißungen zu verbinden; dadurch
entsteht eine besonders widerstandsfähige Verbindung.