DE955601C - Verfahren zur Regelung der Abkuehlungsgeschwindigkeit beim Haerten - Google Patents
Verfahren zur Regelung der Abkuehlungsgeschwindigkeit beim HaertenInfo
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Description
- Verfahren zur Regelung der Abkühlungsgeschwindigkeit beim Härten Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Regelung der von flüssigen Abschreckmitteln bewirkten Abkühlungsgeschwindigkeiten beim Härten.
- Bei der Wärmebehandlung ist es für das Ergebnis einer durch Abschrecken bezweckten Härtung von ausschlaggebender Bedeutung, daß mit den Abkühlungsgeschwindigkeiten, welche das Abschreckmittel an und in dem zu behandelnden Gut bewirkt, den Bedürfnissen bestmöglich entsprochen wird, die sich aus den Gegebenheiten, vorzüglich dem Umwandlungsverhalten, des Gutes ergehen. Als ein Beispiel dazu werden die Zeit-Temperatur-Umwandlungsschaubilder, wie sie für 'Stähle gebräuchlich sind, angeführt.
- Der 'Stand- der Technik ist dadurch gekennzeichnet, daß man sich noch immer damit begnügt, daß das Abschreckverhalten, welches das Abschreckvermög:en der flüssigen Abschrecknittel bestimmt, so, wie @es sich bei der gewählten Abschreokbadtemperatur und unter üblichen Druckverhältnissen während des Abschreckvorganges ergibt, ohne weiteres hingenommen wird.
- Nun haben aber alle gebräuchlichen flüssigen Abschrecaanittel den großen Nachbeil, daß die Abkühlungsgeschwindigkeiten, die sie im Laufe des Abschreckvorganges in dem ihnen unterworfenen Gute bewirken, den jeweils bestehenden Bedürfnissen meistens nur sehr unvollkommen entsprechen.
- Dies liegt darin begründet, daß die von flüssigen Abschreckmitteln bewirkten Abkühlungsgeschwindigkeiten in hohem Maße abhängen von dem Zustand bzw. den Zustandsänderungen, worin das Abschreckmittel bzw. die Grenzschicht des Abschreckmittels sich gerade befindet, ob beispielsweise, mehr oder weniger ausgeprägt, Konvektions-Strömung, Kochen, Sieden, Blasenverdampfung, Zersetzen, Kondensieren, Filmverdampfung und/oder eine Veränderung des Benetzungsvermögens mit im Spiele sind.
- Es isst noch kein Fall bekanntgeworden, in dem versucht worden wäre, die von flüssigen Abschreckmitteln bewirkten Abkühlungsgeschwindigkeiten beim Härten zu verändern, insbesondere sie durch Regelung der Abschreekmitteldrücke zu beeinflussen.
- Es ist zwar bereits bekannt, beim Ablöschen von erhitzten Werkstücken aus Eisen und 'Stahl in geschlossenen Behältern eine Hippursäure enthaltende Ablöschflüssigkeit unter bestimmten Druck zu setzen und sie bewußt vom flüssigen in den dampf- oder gasförmigen Zustand übergehen zu lassen. jedoch dient dies bekannte Verfahren der Herstellung besonders sehnigen Stahles, und eine Veränderung des angewendeten Druckes während des Ablös,chvorgang@es wie auch die Zustandsänderungen des Ablöschmittels erfolgen lediglich durch die mit dem Behandlungsgut in den geschlossenen Behältereingebrachte Wärme und sind daher nicht beliebig. regelbar.
- Das Verfahren zur Regelung der Abkühlungsgeschwindigkeiten gemäß der Erfindung besteht darin, den Druck, unter dem die Abschreckflüssigkeit im geschlossenen Abschreckbehälter steht und der zunächst so hoch bemessen wurde, daß das in das Abschrecknittel gelangende Gut eine Filmverdampfung nicht mehr zustandezubringen vermag, wohl aber Blasenverdampfung bewirkt und begünstigt, mit dem 'Sinken der Temperatur solchermaßen, gegebenenfalls auch ins Unterdruckgebiet, zu regeln, daß die Zustandsänderungen des Abschreckmittels, vorzüglich die Blasenverdampfung, nach Wunsch geleitet bzw. ganz unterdrückt werden.
- Das Verfahren gemäß der Erfindung stellt einen wesentlichen Fortschritt auf dem Gebiet der Wärmeb6handlung der Metalle dar. Es ermöglicht vor allem, die flüssigen Abschreckmittel weitgehend von den ihnen anhaftenden Mängeln, die bekanntlich leicht zu ungenügender Härteannahme, unzureichender Zähigkeit, Härterissen, übermäßigem Verzug, Weichfleckigkeit u. dgl. führen, zu befreien. Es ermöglicht ferner, den Eignungsbereich der einzelnen Abschreckmittel wesentlich auszuweiten und dadurch die Anzahl der erforderlichen Abschreckmittel wesentlich zu verringern. Insbesondere aber eröffnet es auch die Möglichkeit, das Abschreckverhalten und Abschreckvermögen der flüssigen Abschreckmittel feinfühlig den speziellen Bedürfnissen des zu behandelnden Gutes anzupassen und dadurch den notwendigen Aufwand an Legierungs- bzw. Härtemetallen sowie die Zahl der notwendigen Metall- bzw. Stahlarten beträchtlich zu verringern.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Regelung der von flüssigen AbschTeckmitteln beim Abschreckhärten von Metallen, vorzüglich Stählen, bewirkten Abkühlungsgeschwindigkeiten, dadurch gekennzeichnet, daß die Zustandsänderungen der Abschreckmittel und ihrer Bestandteile während des Härtens, vorzüglich während des Abschreckens, durch Regelung der Abschreckmitteldrücke nach Wunsch geleitet bzw. ganz unterdrückt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE955601C true DE955601C (de) | 1957-01-03 |
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| DEB17692D Expired DE955601C (de) | 1937-09-25 | 1937-09-25 | Verfahren zur Regelung der Abkuehlungsgeschwindigkeit beim Haerten |
Country Status (1)
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1937
- 1937-09-25 DE DEB17692D patent/DE955601C/de not_active Expired
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