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DE955315C - Verfahren zur unterirdischen Verbrennung in einer oelfuehrenden Formation - Google Patents

Verfahren zur unterirdischen Verbrennung in einer oelfuehrenden Formation

Info

Publication number
DE955315C
DE955315C DEN11191A DEN0011191A DE955315C DE 955315 C DE955315 C DE 955315C DE N11191 A DEN11191 A DE N11191A DE N0011191 A DEN0011191 A DE N0011191A DE 955315 C DE955315 C DE 955315C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oil
combustion
formation
pressure
underground
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEN11191A
Other languages
English (en)
Inventor
Frederik Louis Baron Va Gerard
Dirk Cornelus Kets
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Original Assignee
Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bataafsche Petroleum Maatschappij NV filed Critical Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Application granted granted Critical
Publication of DE955315C publication Critical patent/DE955315C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B43/00Methods or apparatus for obtaining oil, gas, water, soluble or meltable materials or a slurry of minerals from wells
    • E21B43/16Enhanced recovery methods for obtaining hydrocarbons
    • E21B43/24Enhanced recovery methods for obtaining hydrocarbons using heat, e.g. steam injection
    • E21B43/243Combustion in situ

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)

Description

  • Verfahren zur unterirdischen Verbrennung in einer ölführenden Formation Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Durchführung einer unterirdischen Verbrennung in einer ölführenden Formation zum Zweck der Gewinnung von Erdöl, bei der ein Teil des ursprünglich in der Formation vorhandenen., aus 01, Ölrückstand, Teerstoffen usw. bestehenden Brennstoffes verbrannt wird.
  • Es ist schon vor langer Zeit vorgeschlagen worden, Öl mittels unterirdischer Verbrennung zu gewinnen. Die großen Schwierigkeiten dieses Gewinnungsverfahrens betreffen in erster Linie das Aufrechterhalten eines regelmüßigen Fortschreitens der Verbrennungsfront, das Anlassen der Verbrennung und das Wiederanzünder des Öls @in der Formation, wenn die Verbrennung aufgehört hat oder aus irgendeinem Grund abgebrochen wurde.
  • Ein bekanntes Verfahren, das Fortschreiten der Verbrennungsfront zu beeinflussen, besteht darin, daß man den Sauerstoffgehalt des Gemisches aus Luft und .inerten Gasen, das in die Formation eingeleitet wird, reguliert. Dieses Verfahren weist Nachteile auf, da der Einleitungsdruck der Gase nicht konstant ist, wodurch es immer wieder notwendig wird, den Sauerstoffgehalt des Gasgemisches zu korrigieren.
  • Ein Anzünden des Öls in der Formation um ein Bohrloch wird häufig m-it Hilfe von heilten Gasen vorgenommen. Es kann dann geschehen, und zwar gewöhnlich, wenn die Formation verhältnismäßig leichtes 01 führt, daß das Öl in der Nachbarschaft des Bohrloches vollkommen verschwindet, z. B. infolge Vergasung. Zuweilen ist es so schwierig, dass übrigibleilbeade, aus Rückstand und Koks bestehende Material zu verbrennen, daß die Temperatur an Ort und Stelle nicht auf den hohen, für die Verbrennung erforderlichen Grad ansteigt und es deshalb unmöglich ist, die erforderliche Verbrennung zu bewirken.
  • Schwierigkeiten dieser Art treten, auf, wenn. die Verbrennung aufhört oder abgebrochen wird und später wieder in Gang gebracht werden muß. Für diesen Fall ist vorgeschlagen worden, eine Flüssigkeit oder einen gasförmigen Brennstoff durch das Injektionsbohrloch in die Formation einzupressen. Dieses Verfahren ist nicht besonders anziehend, insbesondere, wenn sich die Verbrennungsfront nicht mehr nahe an dem Injektionsbohrloch befindet.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren umgeht die angedeuteten Schwierigkeiten, und mit ihm kann man in der Praxis die Verbrennung einfach und leicht regulieren. Mit Hilfe dieses Verfahrens ist es nicht nur möglich, eine gleichmäßige Verschiebung der Verbrennungsfront zu erreichen, sondern die Verbrennung kann auch mit seiner Hilfe erstmalig oder nach Verlöschen wieder in Gang gebracht werden.
  • Erfindungsgemäß übt man bei dem Verbrennungsprozeß ein oder mehrere Male eine solche äußere Kraft auf das Öl in der Formation aus, daß das Druckgefälle -in dem Öl während der Verbrennung seine Richtung umkehrt, so da.ß das Öl oder zumindestens ein Teil desselben zeitweise eine Bewegung ausführen kann, die der Richtung, in welcher sich die Verbrennung normalerweise fortpflanzen sollte, entgegengesetzt. oder nahezu entgegengesetzt verläuft.
  • In dem Maße, in dem die Verbrennungszone fortschreitet, wird das Öl gegen den Teil der-Formation gedrängt, der noch nicht erhitzt ist. Infolge dieses Zusammendrängens des Öls kann es sich als notwendig erweisen, in steigendem Maße höhere Drücke anzuwenden, insbesondere, wenn die Formation verhältnismäßig schweres 01 enthält, um die für die Verbrennung erforderlichen, Sauerstoff abgebenden Gase (wobei es sich gewöhnlich um Sauerstoff, Luft oder ein Gemisch von Luft, Sauerstoff und anderen Gasen handelt) durch die Formation zu presse, wonach die Verbrennung schließlich zurr Stillstand kommen kann.
  • Es wurde nun festgestellt, daß man das erfindungsgemäße Verfahren vorteilhaft anwenden kann, wenn ein solches Zusammendrängen unmittelbar bevorsteht. Wenn deshalb in der Formation der Druckabfall, den man z. B. durch den Druckunterschied zwischen dem Injektionsbohrloch und dem Gewinnungsbohrloch mißt, beständig ansteigt und insbesondere, wenn der Druckabfall anomal hoch ist, kann man den Druck auf das Injektionsbohrloch einfach zeitweilig vermindern (gegebenenfalls auf Atmosphärendruck oder sogar darunter) und/oder den Druck auf das Gewinnungsbohrloch erhöhen, so daß auf das in der Fo -mation befindli:che Öl ein resultierender Druck ausgeübt wird, der gegen oder annähernd gegen die Richtung erfolgt, in der die Verbrennung normalerweise fortschreitet. Da der Druck in dem Geiwinnnrngsbohrloch jetzt höher ist als in dem Einleitungsbohr'loch, kann das Öl @zurückfließen. Nach einliger Zeit kann man den früheren Zustand wiederherstellen, indem man in üblicher Weise Luft in das Einleitungsbohrloch preßt. Modelluntersuchungen haben ergeben, daß man auf diese Weise eine bedeutende Verbesserung erzielen kann, so daß in der Formation wieder für einen ziemlich langen Zeitraum eine regelmäßige Verbrennung, des Öls sichergestellt war. Zuweilen ist es notwendig, das Verfahren ein oder mehrere Male ,zu wiederholen, um die obererwähnten unerwünschten Folgen beim Zusammendrängen des 151s zu verhindern.
  • Häufig jedoch braucht man bei dem erfindungsgemäßen Verfahren diese Notwendigkeit nicht zu berücksichtigen, da durch die Druckumkehrung in der Formation die Verbrennung an Ort und Stelle günstig beeinflußt wird und gleichmäßiger verläuft, während zusätzlich die durdi Verdampfen und/oder Cracker des Öls entstandenen leichten Kohlenwasserstofffraktionen, die sich mit den Verbrennungsgasen vereinigt haben, mit dem zu gewinnenden Öl in innigere Berührung kommen und dadurch seine Viskosität vermindern. Dies erleichtert die Fortbewegung des Öls, so daß die Ölgewinnung ansteigt.
  • Das vorliegende Verfahren kann man ferner mit Erfolg verwenden, wenn bei der Entzündung und insbesondere bei der Wiederentzündung des Öls in der Formation Schwierigkeiten entstehen. Das in der Formation in einigem Abstand von dem Bohrloch oder der Verbrennungszone vorliegende Öl kann in die Nachbarschaft des Injektionsbohrloches bzw. in die Verbrennungszone durch Umkehrung der Druckrichtung zurückfließen. Es hat sich herausgestellt, daß man das Öl gewöhnlich durch einfaches Einleiten von Luft wieder entzünden kann, wobei es sich als wünschenswert erwies, in dem Injektionsbohrloch einen Überdruck zu erzeugen, so daß die geringstmögliche Menge sauerstofffreier Verbrennungsgase in dem Teil zwischen dem Injektionsbohrloch und der Verbrennungszone verbleibt.
  • Wenn in einem besonderen Fall die Temperatur des Öls in der Formation so weit abgefallen ist, daß es nicht mehr durch Lufteinleiter wieder entzündet werden kann, kann man z. B. zuerst heiße Verbrennungsgase einblasen und dann das erfindungsgemäße Verfahren durchführen.
  • Bei Durchführung einer unterirdischen Verbrennung zeigt es sich häufig, daß das Öl, dessen Viskosität durch das Erhitzen niedrig geworden ist, vor der Front der Verbrennungszone zurückweicht, so daß die Verbrennung durch den Mangel an Brennmaterial aufzuhören droht. Die Abnahme der Verbrennungsintensität kann man durch Analyse der entstehenden Verbrennungsgase erkennen, wobei man den C 02 und den C O-Gehalt und das Spektrum des gecrackten Gases untersucht. Wenn diese Analyse einen kontinuierlichen Abfall der Verbrennungsintensität erkennen läßt, insbesondere, wenn diese Intensität einen sehr niedrigen Wert erreicht, kann- man das erfindungsgemäße Verfahren vorteilhaft anwenden.
  • Um eine Umkehrung der Druckrichtung in der Formation hervorzurufen, kann man z. B. das oder die Gewinnungsbohrlöcher unter Druck oder unter einen höheren Druck, als schon im Bohrloch herrschte, setzen. Dies kann man gewöhnlich mit Luft erreichen. Manchmal ist es jedoch vorteilhaft, ein inertes Gas zu verwenden, z. B. ein Kohlenwasserstoffgas, da in diesem Fall eine Oxydation des Öls verhindert wird.
  • Wenn man die Druckrichtung umkehrt, hört die Verbrennung gewöhnlich zeitweilig auf. Nur wenn man Gase, die Sauerstoff abgeben, genügend lang einbläst, kann die Verbrennung auch während des Zeitabschnittes, bei dem die Druckrichtung umgekehrt ist, wieder stattfinden.
  • Die Dauer der Umkehrung sollte nicht zu ausgedehnt werden, so daß das Öl nicht in zu großer Menge und zu weit zurückgedrängt wird.
  • Es ist häufig wünschenswert, den Druck in der umgekehrten Richtung größer zu halten, als der Druck während der normalen Verbrennung ist.
  • Die unterirdische Verbrennung findet gewöhnlich mit Hilfe eines oder mehrerer Injektionsbohrlöcher und eines oder mehrerer Gewinnungsbohrlöcher statt, die in einigem Abstand voneinander in eine ölhaltige Formation führen. Es ist jedoch auch möglich, ein einziges Bohrloch zu verwenden, bei dem die Injektion und die Gewinnung in verschiedenen Höhen der ölführenden Formation stattfinden.
  • Wenn zwei oder mehrere Gewinnungsbohrlöcher vorliegen, kann man das Verfahren so durchführen, daß man ein Bohrloch für die tatsächliche Gewinnung reserviert und das andere dazu verwendet, um eine äußere Kraft auf. das Öl in entgegengesetzter Richtung auszuüben, wobei das erste Bohrloch' geschlossen bleibt. In diesem Falle findet die rückläufige Bewegung des Öls häufig nicht genau in der entgegengesetzten Richtung statt, in der die Verbrennungsfront gewöhnlich verdrängt wird, sondern weicht etwas von ihr ab.
  • In der Praxis führt man das Verfahren häufig so durch, daß man die unterirdische Verbrennung nur in einem Teil des Feldes stattfinden läßt, um an Ort und Stelle Hitze zu entwickeln, wonach man Wasser einleitet. Der so entstandene Dampf und möglicherweise das nachfolgende heiße Wasser verdrängen das Öl von einem anderen Teil des Feldes und fördern so seine Gewinnung. Man kann das erfindungsgemäße Verfahren natürlich auch vorteilhaft bei diesem Durchführungsbeispiel für die Verbrennung anwenden.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren wird durch zwei Modellversuche weiter erläutert. Die beiden Versuche wurden in einem vertikalen Eisenrohr von z m Länge und 8 cm Durchmesser vorgenommen. Das Rohr war gegen io Atm. Druck beständig und auch gegen Wärmeverlust isoliert.
  • Der untere Teil war mit einer -mit Ventil versehenen Luftzufuhrleitung ausgestattet, der obere Teil mit einer Leitung zum Abziehen der Verbrennungsgase. Die gasförmigen und flüssigen Produkte wurden in einem Gefäß, das mit dieser Leitung in Verbindung stand, gesammelt. Die flüssigen Produkte wurden am unteren Teil dieses Gefäßes -abgezogen und die gasförmigen am oberen Teil mittels mit Ventilen versehener Leitungen. Das Rohr'wurde mit einem Gemisch von Silbersand *und Rohöl angefüllt. Die Verbrennung des Öls im Sand wurde mittels eines elektrischen Heizelements in Gang gebracht, das im unteren Teil des Rohrs angeordnet war. Die Temperatur im Rohr wuirde mit Hilfe von. Thermoelementen gemessen.
  • A. Silbersand mit einer Durchlässigkeit von etwa 3o darcys wurde mit Tia Juana,-Rehöl von einer Viskosität von 65oo centistokes bei z5° vermischt. Das Rohr wurde mit dem so erhaltenen Ölsand gefüllt. Die Porosität des Ölsands betrug 37 %, d. h. 63 °% bestanden aus Sand. Der Sättigungsgrad betrug 4204, d. h. 4211/o des ursprünglichen leeren Raumes zwilschen den SandteäIchein waren mit Öl gefüllt und 58%, mit Gas.
  • Die Durchflußgeschwindigkeit der Luft bei io Atm. betrug 65o 1 je Stunde, gemessen bei Normalbedingungen. Nach Ausbildung der Verbrennungsfront bei etwa 6oo° bildete sieh zuergt ein Druckabfall von i Atm. über das Rohr hin. Der Gegendruck an der Auslaßseite betrug deshalb am Anfang g Atm. Der Druckabfall über das Rohr hin stieg in 75 Minuten bei konstantem Luftdurchfluß auf etwa io Atm. an, wobei die Gasgeschwindigkeit abzufallen begann. ' ' Der Abzug am oberen Teil des Rohrs wurde daraufhin geschlossen, worauf der Druck an dieser Stelle auf etwa 5 Atm. anstieg. Der Druck an der Einlaßseite wurde dann bis auf Atmosphärendruck verringert. Dies verursachte eine Umkehrung des Druckgefälles im Ölsand. Dieser Zustand wurde 5 Minuten aufrechterhalten.
  • Der Injektionsdruck der Luft wurde danach wieder auf io Atm. gebracht, und es war wiederum .möglich, den Gasstrom an der Seite des Auslasses durch Regulierung des Ventils auf 650 1 je Stunde zu bringen. Das Druckgefälle über r-das-ganze Rohr betrug jetzt nur 4,5 Atm.
  • Die Zunahme des Druckgefälles über das Rohr auf io Atm. wurde offensichtlich dadurch bewirkt, daß das sehr viskose Ö1 gegen den oberen Teil des Rohrs gedrängt wurde. - Durch Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens konnte man dieses Druckgefälle auf einen viel kleineren Wert verringern, so daß die Verbrennung des Öls wieder in Gang gesetzt werden konnte. Nach etwa i Stunde war das Druckgefälle wieder auf io Atm. gestiegen. Das obige Verfahren wurde dann wiederholt, wobei jedoch der umgekehrte Druckverlauf 15 Minuten lang aufrechterhalten wurde. Infolgedessen wurde das Druckgefälle im Rohr auf 1/2 Atm. vermindert.
  • Im weiteren Verlauf des Versuches wurde das Verfahren noch einmal wiederholt. Auf diese Weise war es möglich, eine im wesentlichen konstante Verbrennung des Öls im Rohr aufrechtzuerhalten. Insgesamt wurden 56°/o des in der Sandschicht vorhandenen Öls gewonnen.
  • B. Eine bestimmte Menge Cabimas-Rohöl mit einer Viskosität von 28o centistokes bei a5° wurde mit Silbersand mit einer Durchlässigkeit von etwa 3o darcys vermischt, so daß man einen Ölsand mit einem Sättigungsgrad von 40"/o erhielt.
  • Nachdem man den Ölsand im Rohr durch elektrische Heizung auf die Entzündungstemperatur von 300° gebracht hatte, wurde Luft mit einem Druck von io Atm. mit einer Geschwindigkeit von 650 1 je Stunde, gemessen unter Normalbedingungen, eingeführt. Infolge der Ölverbrennung stieg die Temperatur auf 55o°. Anfangs wurde beobachtet, daß die Verbrennung gleichmäßig fortschritt.
  • Nach einiger Zeit jedoch begann der C 02 Gehalt des entwickelten Gases, der ursprünglich 8% betrug, langsam auf etwa i o/o abzufallen. Gleichzeitig fiel die Temperatur in der Verbrennungszone auf unter q.00° ab, was ein Anzeichen dafür war, daß an Ort und Stelle nicht mehr hinreichend Öl vorlag, um die Verbrennung aufrechtzuerhalten.
  • Dann wurde erfindungsgemäß der obere Teil des Rohrs geschlossen, so daß an dieser Stelle der Druck auf 6,5 Atm. anstieg, während der Druck im unteren Teil des Rohrs auf Atmosphärendruck vermindert wurde. Dieser Zustand wurde io Minuten aufrechterhalten.
  • Der Druck im unteren Teil wurde dann wieder auf io Atm. gebracht, und die Temperatur stieg um etwa ioo° und der C02 Gehalt auf 14% an. Dies zeigt, daß das Öl in die Verbrennungszone zurückgeführt wurde und daß die Verbrennung wieder in Gang gebracht worden war.
  • Nach i1/2 Stunden, während welcher Zeit die Verbrennung 35 cm fortgeschritten war, zeigte sich, daß die Temperatur der Verbrennungsfront wieder unter 4oo° gesunken war. Ebenso war der C 02-Gehalt zurückgegangen. Das ; rfindungsg°mäße Verfahren wurde nun wiederholt. Danach schritt die Verbrennung weiterhin regelmäßig fort. Die gesamte Ölausbeute betrug 73'10.
  • Während des ganzen Versuchs betrug das Druckgefälle über das ganze Rohr hinweg nicht mehr als einige Atmosphären, so daß eine Verstopfung durch Ölansammlung ausgeschlossen war.
  • Für einen allgemeinen Vergleich mit den Bedingungen der Praxis mag hinzugefügt werden, daß die Zeitdauer von i Minute in dem Modellversuch einer Zeitdauer von einigen Wochen oder Monaten bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens in der Praxis entspricht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Durchführung einer unterirdischen Verbrennung in einer ölführenden Formation zum Zwecke der Gewinnung von Erdöl daraus unter Abbrennen eines Teiles des ursprünglich in der Formation vorhandenen Brennstoffes, dadurch gekennzeichnet, daß man bei dem Verbrennungsprozeß ein oder mehrere Male auf das 01 in der Formation von außen her eine Kraft ausübt, derart, daß das in dem Öl während der Verbrennung vorliegende Druckgefälle seine Richtung umkehrt, so daß das Öl oder ein Teil desselben zeitweise eine Bewegung in der entgegengesetzten oder annäherndentgegengesetzten Richtung, in der die Verbrennung normalerweise fortschreiten sollte, ausführen kann. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die äußere Kraft anwendet, wenn das Druckgefälle ih der Formation eine kontinuierliche Neigung zum Ansteigen zeigt, insbesondere, wenn das Druckgefälle abnorm hoch zu werden droht. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die äußere Kraft ausübt, wenn eine Analyse der gewonnenen Verbrennungsgase anzeigt, daß die Verbrennungsintensität dazu neigt, kontinuierlich abzufallen, insbesondere, wenn diese -Intensität einen sehr niedrigen Wert annimmt.
DEN11191A 1954-09-17 1955-09-16 Verfahren zur unterirdischen Verbrennung in einer oelfuehrenden Formation Expired DE955315C (de)

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