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DE943874C - Naehmaschine zum Zusammennaehen von Wirk- und Strickwaren mit festen Raendern - Google Patents

Naehmaschine zum Zusammennaehen von Wirk- und Strickwaren mit festen Raendern

Info

Publication number
DE943874C
DE943874C DEB995D DEB0000995D DE943874C DE 943874 C DE943874 C DE 943874C DE B995 D DEB995 D DE B995D DE B0000995 D DEB0000995 D DE B0000995D DE 943874 C DE943874 C DE 943874C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sewing
needle
sewing machine
edge
fabric
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB995D
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Puchert
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
LOUIS BAHNER FA
Original Assignee
LOUIS BAHNER FA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to BE456188D priority Critical patent/BE456188A/xx
Application filed by LOUIS BAHNER FA filed Critical LOUIS BAHNER FA
Priority to DEB995D priority patent/DE943874C/de
Priority to FR906660D priority patent/FR906660A/fr
Application granted granted Critical
Publication of DE943874C publication Critical patent/DE943874C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B27/00Work-feeding means
    • D05B27/10Work-feeding means with rotary circular feed members
    • D05B27/18Feed cups

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Nähmaschine zum Zusammennähen von Wirk- und Strickwaren mit festen Rändern mittels einer Naht, bei der durch jede Stoffkante je ein Nähfaden geführt ist und die Schleifen dieser beiden Fäden untereinander vermascht sind.
Eine derartige Naht zum Vereinigen von regulär gearbeiteten Wirk- und Strickwaren ist an sich bekannt (Patent 370815). Sie vereinigt die Vorteile der Handnaht mit der Maschinennaht und scheidet deren Nachteile aus.
Sie hat gegenüber der bekannten Überwendlichnaht den Vorteil, daß sie nicht wie diese eine durch die platt aneinanderstehenden Stoffkanten gebildete in einer
Nahtwulst hat, sondern diese Kanten
Ebene liegend aneinanderstoßen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Warenkanten dadurch miteinander zu verbinden, daß von zwei Nähnadeln die eine ihren Nähfaden von der einen Seite durch die eine Stoffkante, die andere ihren Nähfaden von der anderen Seite durch die andere Stoffkante hindurdhführt und die Fadenschleifen der beiden Nadeln miteinander vermascht werden.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß Mittel vorgesehen sind, die die beiden Stoffkanten platt aneinander liegend der Nähstelle zuführen, die aus zwei Nähnadeln mit
sich kreuzenden Bewegungsbahnen besteht, von denen eine ihren Nähfaden von der einen Seite durch die eine Stoffkante und die andere ihren Nähfaden von der anderen Seite durch die andere Stoffkante hindurchführt und die Schleifen der beiden Nähfaden .entweder unmittelbar oder mittels eines Greifers miteinander vermascht werden.
Die Erfindung betrifft ferner die besondere Gestaltung einer solchen Nähmaschine, derart, daß ίο die Vorschubkessel, die dem Transport der Ware zur Nähstelle dienen, aus unten und oben offenen Hohlkörpern bestehen und durch jeden Hohlkörper eine an je einer Nadelstange festgemachte gerade ■ Nähnadel auf zwei so im Winkel zueinander liegenden Geraden gegeneinander so hin und her bewegt werden, daß der Kreuzungspunkt der Nadelwege knapp oberhalb der Stelle liegt, an der sich die Kessel berühren.
Eine solche Nähmaschine eignet sich insbeson*- dere zum Zusammennähen von schlauchförmigen Bekleidungsstücken, z. B. Strümpfen, Hosen und Ärmeln.
In der Zeichnung sind die Naht sowie Vorrichtungen zur Herstellung'derselben beispielsweise dargestellt. Es zeigt
Abb. ι die Naht von oben auf die in eine Ebene flach ausgebreiteten, von ihr verbundenen beiden Warenstücke gesehen,-
Abb. 2 die Nahit im Querschnitt gesehen, Abb. 3 die bekannte Überwendlichnaht im Querschnitt gesehen,
Abb. 4 bis 8 verschiedene Stufen des Nähvorgangs,
Abb. 9. eine Seitenansicht einer erfmdungs^ gemäßen, teilweise längs geschnittenen' Nähmaschine mit Vorschubkesseln zur Durchführung des Nähvorgangs gemäß dem in den Abb. 4 bis 8 dargestellten Arbeitsvorgang,
Abb. .10 einen Querschnitt durch die Nähmaschine längs XIII-XIII in· Abb. 9,
Abb. 11 einen weiteren Querschnitt durch die Nähmaschine längs XIV-XIV in Abb. 9, ' .
Abb. 12 einen Längsschnitt durch einen Vorschubkessel,
Abb. 13 einen Querschnitt durch diesen Vorschubkessel längs XVI-XVI in Abb. 12,
Abb. 14 die vergrößerte Nahtbildungsstelle im Längsschnitt.
Bei der bekannten Naht sind die beiden Warenstücke ι und 2 von je einem Faden 80 und 81 durchstochen (Abb. 1 und 21). Die Schleifen der beiden Fäden sind untereinander verknüpft und stellen die handnahtgleiche längs und quer elastische Verbindung der Stoffkanten 5 und 6 her, ohne daß die Schleifen nach der Art der überwendlichen Naht (Abb. 3) um die Kanten 5, 6 herumgeführt werden. Wenn die Warenstücke nach dem Nähen flach in eine Ebene ausgebreitet werden (Abb. 2), stoßen die Kanten 5 und 6 der Warenstücke, flach in einer Ebene liegend, aneinander. Bei der überwendlichen Naht liegen die Kanten 5 und 6 platt aneinandlerliegend nach oben gebogen aneinander und bilden mit den umschlingenden Fadenschleifen den bei Uberwendlichnähten bekannten Wulst, der bei der Naht gemäße Abb. 1 und 2 nicht vorhanden ist.
Die beiden Vorschubkessel 7 und 8 sind) zweckdienlich geformte Hohlkörper, die unten und oben offen sind (Abb. 9). Ihre Lagerung umfaßt teilweise den Mantel, wie Abb. 12 besonders deutlich zeigt. Jeder Kessel hat nicht durchgehende Zyliriderform, sondern setzt sich zusammen aus einem unteren zylindrischen Teil, einem nach oben weiter werdenden kegeligen Teil und einem anschließenden oberen zylindrischen Teil. Der untere zylindrische Teil ist am unteren Ende außen schräg verzahnt. Die Verzahnung ist mit 9 bezeichnet. Der unmittelbar über der Verzahnung 9 liegende enge zylindrische Teil und ein Teil des sich anschließenden kegeligen Teiles sind zu Lagerstellen des Vorschubkessels ausgebildet. Diese Lagerstellen sind von je zwei· Lagerschalen 10 und 11 umfaßt, die im Innendurchmesser dem Lagersitz entsprechend so toleriert sind, daß ein leichtes, spielfreies Drehen der Kessel, angetrieben am Zahnkranz 9, möglich ist. Axial sind die Kessel in den Lager schalen 10, 11 gegen Verschiebung nach oben durch den Zahnkranz 9 und nach unten durch ihren kegeligen Teil in entsprechender Ausbohrung der Lagerschalen begrenzt. Damit das notwendige Längsspiel kein den Nähgang störendes Aufundabbewegen der Kessel zuläßt, ist die Verzahnung so schräg geordnet, daß die axiale Zahndruckkomponente von Oben· nach unten gerichtet' ist. Dadurch wird der Kessel immer mit seinem kegeligen Teil nach unten gegen den entsprechenden Teil der Lagerschalenbohrung gedrückt. Die Kessel 7 und 8 mit den sie umfassenden Lager schalen 10 und 11 sind von oben in den Lagerkopf 12 bzw. 13 des Nähmaschinengehäuses 14 bzw. des Vorderkesselhalters 15 gesteckt (Abb. 9). Jede Lager- schale 10 und 11 ist durch eine Schraube 16 und 17 im Lagerkopf 12 bzw. 13 befestigt. Der obere zylindrische Teil der KeSS1Cl 7 und 8 ist außen geriffelt, wie es bei den gewöhnlichen Nähmaschinenvorschubkesseln zur Sicherung des Warenvorschubs bekannt ist. Am oberen Rand ist jeder Kessel innen konisch angeschrägt. Diese Schräge (Abb. 12) ist so gerichtet wie die Nähnadel.
Es sind zwei Nähnadeln vorhanden. Eine Vordere Nähnadel 19 im Vorderkessel 8 und eine n0 hintere Nähnadel 20 im Hinter.kessel7. Jede Nähnadel 19 und 20 ist an einer Nadelstange 21 bzw. 22 befestigt, die sich in Lagern 23 bzw. 24 hin und her bewegt. Am oberen Ende jedes Nadelstangenlagers 23 und 24 sitzt der Kessellagerkopf 13 bzw. 12. n5 Nadelstangenlager 23 und 24 sind zur Achse der Kessel in solcher Lage und in solchem Winkel angeordnet, daß die Nähnadeln 19 und 20 sich mit ihrer Bewegungsbahn über der Berührungsstelle der Kessel, im zweckmäßigen Winkel kreuzend, vor bzw. hinter der Berührungsstelle der Kessel knapp über der schrägen Kante 18 ihres Kessels 8 bzw. 7 Mn und her, besser gesagt, auf und ab bewegen. Das Lager 24 der hinteren Nadelstange ist am Nähmaschinengehäuse 14 befestigt. Es ist zugleich die Verbindung des hinteren Kessellagerkopfes 12
mit dem Maschinengehäuse 14. Das vordere Nadelstangenlager 23 verbindet den Vorderkesselhalter 15 mit dem vorderen Kessellagerkopf 13.
Der Vorderkesselhalter 15 ist zum Gehäuse 14 S so schwenkbar angeordnet, daß der Vorderkessel 8 vom Hinterkessel 7, so wie es bei Überwendlichnähmaschinen mit Vorschubkesseln bekannt ist, weggerückt werden kann, um ein neues Warenstück einzuführen. Dieser Schwenkpunkt liegt unter den ίο Kesseln 7 und 8S und zwar auf einer Geraden, die eine Verlängerung der sich berührenden beiden Kesselmantellinien ist. Der Vorderkesselhalter 15 ist auf einer Welle 2^ drehbar gelagert, die ihrerseits im Gehäuse 14 drehbar gelagert ist.
Das zeigt neben Abb. 9 in Seitenansicht besonders deutlich dlie Querschnittsdarstellung in Abb. 10. Die beiden Lagerstellen der Welle 25 im Gehäuse 14 sind die seitlichen Naben 26 und 27. Die Lagerung des Vorderkesselhalters 15 auf der Welle 25 sind
ao die beiden Naben 28 und 2g, die in Armen 30 und 31 nach oben auslaufend mit dem Teil des Vorderkesselhalters verbunden sind, der die öffnung im Unterkasten 32 des Gehäuses 14 nach oben abschließt, durch die der Vorderkesselhalter in seine
a5 zweckmäßige Lage eingesetzt ist. In dieser öffnung kann der Vorderkesselhalter 15 um die Welle 25 geschwenkt werden. An der Lagernabe 29 des Vorderkesselhalters 15 ist ein zweiter im Unterkasten 32 des Gehäuses 14 nach vorn ragender Arm 33 befestigt, der von einer Schraubenfeder 34 nach oben gezogen wird und damit den Vorderkessel 8 gegen den Hinterkessel 7 drückt. Dieser Druck ist in an sich bekannter Weise durch die nicht dargestellte Verstellmöglichkeit der Schraubenfeder 34 regelbar.
Auf der Welle 25 lagert ein dreiarmiger Nadelhebel mit zwei Armen 35, 36 und 38 an der auf der Welle 25 drehbar sitzenden Nabe 37. Der Hebelarm 38 und mit -ihm die Hebelarme 35 und 36 werden in schwingende Bewegung versetzt, von denen der Hebel 35 über den Lenker 39 mit der hinteren Nadelstange 22 und der Hebel 36 über den Lenker 40 mit der vorderen Nadelstange 21 verbunden ist. Die schwingende Bewegung der Hebel 35 und 36 wird in hin und her gehende Bewegungen der Nadelstangen 22 und 21 übersetzt, und zwar so, daß die Nadeln 20 und 19 sich entgegengesetzt bewegen. Der Antrieb der Vorschubkessel 7 und 8 erfolgt von der Welle 25 aus, die bei jedem Stich eine der Stichlänge entsprechende Teildrehung ausführt. Die unterbrochene Drehbewegung der Welle 25 wird von einem Kegelrad 41, das fest auf der Welle 25 sitzt, auf ein Kegelrad 42 einer Welle 43- übertragen, die im Lager 44 des Vorderkesselhalters 15 gelagert ist. Ein schräg verzahntes Stirnrad 45 am oberen Ende der Welle 43 steht im Eingriff mit dem schräg verzahnten Zahnkranz 9 des Vorderkessels 8. Am unteren Ende des Lagers 44, so dicht wie möglich
«o am Kegelrad 42, sitzt auf der Welle 43 ein zweites Kegelrad 46, das ein Kegelrad 47 treibt, welches auf einer Welle 48 sitzt, die im Lager 49 am Gehäuse 14 gelagert ist. Am oberen Ende der Welle 48 sitzt ein schräg verzahntes Stirnrad 50, welches mit dem schräg verzahnten Zahnkranz 9 des hinteren Kessels 7 im Eingriff steht. Dadurch werden die beiden Vorschubkessel in zweierlei Drehrichtung gedreht, so daß sich ihre geriffelten oberen zylindrischen Teile aufeinander abwälzen und die zwischengeklemmten Warenstücke mitnehmen.
Die unterbrochene Drehbewegung der Welle 25 wird durch ein bei Überwendlichnähmaschinen an sich bekanntes Klemmschaltwerk 51 erzeugt, das auf der Welle 25 sitzt und mit seinem feststehenden Teil an der Seitenwand des Gehäuse-Unterkastens 32 befestigt ist. Da solche Klemmschaltwerke in vielfacher Ausführungsart bekannt sind, erübrigt sich die nähere Beschreibung.
Der Antrieb des Klemmschaltwerkes 51 erfolgt von der Hauptstelle 52 aus, die im Nähmaschinengehäuse 14 waagerecht gelagert ist. Ein Exzenter 53 auf der Hauptwelle 52 versetzt einen Winkelhebel 54, 56, der auf einem an der Gehäusewand befestigten Bolzen 55 drehbar gelagert ist, in Schwingbewegung. Am kurzen Hebelarm 56 dieses Winkelhebels ist ein Lenker 57 angelenkt, der mit dem Schwinghebel 58 (Abb. 10) des Klemmschaltwerkes 51 gelenkig verbunden ist.
Der Hebelarm 56 ist zum Lenker 57 so eingestellt, daß dieser mit dem Hebelarm 56 eine Gerade bildet, wenn der Hebelarm 56 sich in der Mittellage seiner Schwenkbewegung befindet. Dadurch erzeugt der Winkelhebel 54, 56 bei jeder Umdrehung der Hauptstelle 52 zwei Hinundherschwenkbewegungen des Klemmschältwerkhebels 58 und somit zwei Fortrückbewegungen der Kessel 7 und 8 in d'er Zeit zwischen zwei Nadeleinstichen, nämlich einem Einstich der vorderen Nadel 19 und einem der hinteren Nadel 20. Diese Nadelbewegungen werden von einem Exzenter 59 auf der Hauptwelle 52 erzeugt, der mit seiner Exzenterstange 60 an den Hebelarm 38 des' die Nadelstangen dreiarmiigen Nadelhebels angelenkt ist. Eine Hauptwellenumdrehung erzeugt demzufolge je eine Hinundherbewegung der beiden Nadeln 19 und 20, und zwar so, daß sich die eine Nadel in der unteren Totpunktlage befindet, wenn die andere in der oberen Totpunktlage steht, und umgekehrt.
Jeder Nadel ist ein Greifer zugeordnet. Der Greifer 61 für die vordere Nadel 19 ist hinter dem Greifer 62 für die hintere Nadel 20 angeordnet, weil die vordere Nadel 19 ihre Fadenschleife hinter der Stelle bildet, an der die hintere Nadel 20 ihre Fadenschleife erzeugt (Abb. 4 bis 8 und 9). In einem Gehäusearm 63:, der bis über die Kessel 7 und 8 ragt, ist in waagerechter Lage von hinten nach vorn gehend eine Hohlwelle 64 gelagert, an deren vorderem Ende der hintere Greifer 61 und an deren hinterem Ende ein Hebel 65 befestigt ist. iao Am Hebel 65 ist die Stange 66 eines auf dter Hauptwelle 52 sitzenden Exzenters 67 angelenkt. Eine Umdrehung der Hauptwelle verursacht eine Schwingbewegung des Greifers 61, die so abgestimmt ist, daß derselbe die Fadenschleife der Nadel 19 fängt und der hochgehenden Nadel 20 vorlegt.
In der Hohlwelle 64 lagert drehbar eine Welle 68, an deren vorderem Ende der Greifer 62 und an deren hinterem Ende ein Hebel 69 befestigt ist, an dem die Stange 70 eines auf der Haupt-. 5 welle 52 sitzenden Exzenters 71 angelenkt ist. Eine Umdrehung der Hauptwelle verursacht eine Schwingung des Greifers 62, die so abgestimmt ist, daß derselbe die Fadenschleife der Nadel 20 fängt und der hochgehenden Nadel 19 vorlegt. Die erfindungsgemäße Nähmaschine ist als Maschine mit untereinander verinaschten Schleifen gedacht, das Vorlegen der Schleifen' erfolgt deshalb durch die Greifer 61 und 62, die keinen Faden führen.
Die beiden -Nadelfaden 80 und 81 werden durch die ösen 72 und1 73 über die Fadenbremse 74 und 75, die Spannungsregler 76 und 77 sowie die ösen 78 und 79 und' 82 der Öse an den Nadelstangenköpfen zugeführt, hinter der sie durch das Nadelöhr gefädelt sind.
Zur Führung der Nadeln hinter der Stelle, an der sie den Stoff durchstechen, ist für jede Nadel ein Nadelklotz vorgesehen, ein vorderer, 83, und ein hinterer, 84, die am mit dem Gehäusearm 63 in Verbindung stehenden Arm 85 und 86 befestigt sind. Diese Nadelklötze 83 und 84 sind eben-so^atisgebildet wie die der bekannten Nähmaschine mit Vorschubkesseln. Die Zuführung der Ware erfolgt durch einen an sich bekannten Warenführer 87, der am Gehäusearm, in an sich bekannter Weise zu den Zylindern 7 und 8 einstellbar, schwenkbar befestigt ist.
Die' Bauform der erfindüngsgemäßen Nähmaschine kann natürlich von der eben beschriebenen abweichen.
Der Nähvorgang ist in Abb. 4 bis 8 dargestellt. Die Stoffkanten 88 und 89 werden, platt aneinandergelegt vom Warenführer 87 (Abb. 11) kommend, zwischen den Kesseln, 8 und . 9 gehalten, und zwar so, daß sie etwas nach oben herausstehen. Ein an einem oder an beiden Nadelklötzen 83 und 84 festgemachter Dorn 90 sorgt dafür, daß die beiden Stoffkanten voneinander weggeneigt an der Unterfläche der Nadelklötze bzw. in der Ebene dieser Unterfläche liegen. Dieser Dorn ist in den Abb. 4 bis 8 nicht dargestellt. Abb. 14 zeigt seine Lage im Querschnitt, desgleichen seine Wirkungsweise. Die Abb. 4 bis 8 zeigen die voneinander weggeneigte Lage der über die oberen Kesselkanten hinausstehenden. Stoffkanten, die bei Kulierwirkware durch das Bestreben der Ware unterstützt wird, sich an den Kanten von rechts nach links zu rollen. Die Nadel 19 bewegt sich von unten nach oben nach der Stoffkante 89; die andere Nadel 20 hat die andere Stoffkante 88 schon durchstochen und befindet sich in Rückwärtsbewegung (Abb. 4). Die Nadel 20 hat eine Fadenschleife gebildet, die vom Stecher 62 gefaßt wird (Abb. 5).
Die Nadel 20 bewegt sich weiter zurück, die Nadel 19 im gleichen Maße weiter nach oben; beide
Nadeln stehen mit ihren Spitzen unterhalb der Stoffkanten. Der Greifer 62 hält die Fadenschleife der Nadel 20, und die Vorschubkessel rücken die I Stöffkanten um eine Stichlänge fort (Abb. 6). Die Nadel 20 geht weiter zurück, die Nadel 19 durchsticht die Stoffkante 89 knapp oberhalb der oberen Kesselkante (Abb. 7) und die vom Greifer 621 gehaltene Fadenschleife der Nadel 20, der dann aus der Fadenschleife herausschwingt. Die Nadel 19 kehrt um (desgleichen die Nadel 20 in der unteren Totpunktlage), legt die Fadenschleife, die vom Greifer 61 gefaßt wird (Abb. 8). Die Nadel 19 geht weiter zurück, aus der Stoffkante heraus, die Nadel 20 in dem gleichen Maße nach oben; der Greifer 61 hält die Fadenschleife der Nadel. 19; beide Nadeln stehen unterhalb der Stoff kante; die Vorschubkessel rücken um eine Stichlänge weiter. Die Nadel 19 geht weiter zurück; die Nadel 20 durchsticht die Stoffkante 88 knapp oberhalb der oberen Kesselkante und die vom Greifer 61 gehaltene Fadenschleife der Nadel 19, der dann aus der Fadenschleife herausschwingt. Die Nadel 20 kehrt in der oberen und die Nadel 19 in der unteren Totpunktlage um. Die Nadel 20 bildet Fadenschleife, in die der Greifer 62 einsticht (Abb. 4) usw.
Die beschriebene Bewegung der Nähnadeln 19 und 20 können auch durch Einzelantrieb jeder Nadel erzeugt werden. In diesem Falle muß das Klemmschaltwerk nur eine Schaltbewegung bei einer Umdrehung ausführen, da eine Hauptwellen-Umdrehung nur einen Nadelstich ausführt. Es kann dann mit nur einem Stecher gearbeitet1 werden, der der einen wie der anderen Nadel die Schleife vorlegt.

Claims (7)

  1. 95 Patentansprüche:
    i. Nähmaschine zum Zusammennähen von Wirk- und Strickwaren mit festen Rändern mittels einer Naht, bei der durch jede Stoffkante je ein Nähfaden geführt ist und die Schleifen dieser Fäden miteinander vermascht sind, gekennzeichnet durch Mittel, die die beiden Stoffkanten (88, 89) platt aneinand'erliegend der Nähstelle zuführen, die aus zwei Nähnadeln (20, 19) mit sich kreuzenden Bewegungsbahnen besteht, von denen eine ihren Nähfaden von der einen Seite durch die eine Stoff kante und die andere ihren Nähfaden von der anderen Seite durch 'die andere Stoff kante hinduiTohführt und die Schleifen der beiden Nähfaden entweder unmittelbar oder mittels eines Greifers miteinander vermascht werden.
  2. 2. Nähmaschine nach Anspruch j, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschubkessel (7 und 8) unten und oben offene Hohlkörper sind und durch jeden Hohlkörper eine an je einer Nadelstange (21, 221) festgemachte gerade Nähnadel (20, 19) auf zwei so im Winkel zueinander liegenden Geraden gegeneinander so hin und her bewegt werden, daß der Kreuzungspunkt der Nadelwege knapp oberhalb der Stelle liegt, an der sich die Kessel berühren.
  3. 3. Nähmaschine nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschubkessel (7, 8) sich von ihrem oberen ge-
    riffelten zylindrischen Rand nach unten kegelig verjüngen und am unteren, wieder zylindrischen Rand eine Außenverzannumg (9) besitzen, in die je ein Antriebsrad (45, 50) eingreift, und zwischen dieser Verzahnung und dem oberen geriffelten Rand in geteilten Lagerschalen (10, 11) drehbar, axial nicht verschiebbar, gelagert sind.
  4. 4. Nähmaschine nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch zwei oberhalb der Vorschubkessel (7, 8) befestigte Nadelklotze — je ■einer für jede Nadel —, die den Nadelbahnen entsprechend im Winkel einander zugeneigte Oberflächen haben, in deren Zasche die Nähnadeln (19, 20) während des Durchstechens der Stoffkante ,geführt werden.
  5. 5. Nähmaschine nach den Ansprüchen 1 bis 4, gekennzeichnet durch zwei fadenlose Greifer (61, 62), von denen je einer für die beiden Nähnadeln vorgesehen ist. ao
  6. 6. Nähmaschine nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Umdrehung der Antriebswelle von jeder Nadel ein Stich, von jedem Greifer eine Arbeitsbewegung und von den Vorschubkesseln zwei Vorschubbewegungen ausgeführt werden.
  7. 7. Nähmaschine nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Umdrehung der Antriebswelle ein Stich und eine Arbeitsbewegung -des Greifer« und eine Vor-Schubbewegung der Vorschubkessel ausgeführt werden.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
    θ 609 510 5.56
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