DE941102C - Betaetigungs- und Steuereinrichtung fuer die Zufuhr von fluessigem Brennstoff und fluessigem Sauerstofftraeger zu einer Verbrennungs-einrichtung, insbesondere fuer Raketenantriebe - Google Patents
Betaetigungs- und Steuereinrichtung fuer die Zufuhr von fluessigem Brennstoff und fluessigem Sauerstofftraeger zu einer Verbrennungs-einrichtung, insbesondere fuer RaketenantriebeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Betätigungsund Steuereinrichtung für die Zufuhr von flüssigem
Brennstoff und flüssigem Sauerstoff träger zu einer Verbrennungseinricfotunig, die wie bei bekannten
Einrichtungen dieser Art aus einer Brennkammer mit einer aufgesetzten Zündkammer besteht.
Für die beiden Treibstoffkomponenten sind in an sich bekannter Weise getrennte Vorratsbehälter
und Pumpen sowie je eine besondere ■ Ventilkombination vorgesehen. Weiter ist die erfindungsgemäße
Betätigungseinrichtung mit einer Druckgaseinrichtung ausgerüstet, mit der die elektrisch-pneumatischen
Steuermittel betrieben und die Treibstoffbehälter unter Druck gesetzt werden.
Im Gegensatz zu bekannten Betätigungseinrichtungen, bei denen die Treibstoffkomponenten unter
Gasdruck der Verbrennungseinrichtung zugeführt werden, dient das Druckpolster in den Treibstoffbehältern
hier dazu, Brennstoff und Sauerstoffträger unter Druck der Pumpen zuzuführen, um
bei reinem Schwerkraftzulauf mögliche Unterbrechungen des Flüssigkeitsstromes auszuschalten.
Es sind weiter Steuereinrichtungen bekannt, bei denen die den Betriebsablauf regelnden Steuerorgane
von einer motorisch angetriebenen Schaltwalze betätigt werden. Hierbei sind die einzelnen
Schaltschritte durch eine entsprechende Anordnung der Schaltkpntakte und -nocken und die Geschwin-
digkeit des Betriebsablaufes durch die Umdrehungsgeschwindigkeit
der Schaltwalze festgelegt.
Bei der erfindungsgemäßen Betätigungs- und Steuereinrichtung werden die. für den ordnungsgemäßen
Betriebsablauf notwendigen Schaltschritte in Abhängigkeit voneinander in einer ganz bestimmten
Reihenfolge, und zwar im wesentlichen vollautomatisch vorgenommen. Der jeweils nächste
Betriebszustand kann hierbei erst eingeschaltet
ίο werden, wenn ein bestimmter Betriebszustand der
vorhergehenden Schaltstufe erreicht ist. Auf diese Weise werden ein wesentlich vereinfachter Aufbau
und ein einwandfreies Arbeiten der Verbrennungseinrichtung bei größter Wirtschaftlichkeit des Be-
triebes erzielt.
Im einzelnen arbeitet die Betätigungs- und Steuereinrichtung wie folgt: Bevor die·Sauerstoffpumpe
in Betrieb gesetzt wird, werden mittels einer Druckgasschalteinrichtung die Sauerstoffpumpe und
ihre Verbindungen mit dem zugehörigen Behälter sowie der Ventilkombination mit dem Sauerstoffträger
geflutet. Schalteinrichtungen, die auf einen festgelegten Auslaß druck der in Betrieb gesetzten
Sauerstoffpumpe ansprechen, öffnen das Absperrorgan zwischen Brennstoffbehälter und Brennstoffpumpe,
während die Förderung der Sauerstoffpumpe in diesem Betriebszustand durch eine Nebenleitung
zum Behälter zurückgeleitet wird.
Die Schalteinrichtung enthält zum' Öffnen des Absperrorgans zwischen Brennstoffbehälter und
Brennstoffpumpe ein Verzögerungsrelais, welches die Schalteinrichtung im Sinne einer Öffnung des
Absperrventils erst dann beeinflußt, wrenn der Auslaßdruck
der Sauerstoffpumpe einen vorherbestimmten Wert erreicht hat.
Die Brennstoffpumpe fördert zu Beginn ihrer Förderung unmittelbar in die Zündeinrichtung. Bei
Erreichen eines festgelegten Auslaßdruckes wird mittels- dieses Auslaßdruckes die Sauerstoffpumpe
selbsttätig auf die Zündvorrichtung geschaltet und die Zündung eingeleitet. Auf den Druck in der
Zündvorrichtung ansprechende Mittel öffnen nach erfolgter Zündung bei Erreichen eines festgelegten
Druckes die in Reihe geschalteten Hauptschlußventile der Ventilkombination so weit, daß beschränkte
Mengen Brennstoff und Sauerstoffträger zur Brenneinrichtung durchgelassen werden.
Weitere Mittel, die auf den Druck in der Brennkammer ansprechen, schließen bei Erreichen eines
festgelegten Druckes die Nebenleitung für den Rückfluß des Sauerstoffträgers in den zugehörigen
Vorratsbehälter und öffnen die in Reihe geschalteten Hauptschlußventile der Ventilkombination
ganz, so daß die vollen Mengen Brennstoff und Sauerstoff zur Verbrennungseinrichtung durchgelassen
werden.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der schematischen Zeichnungen, in denen eine Ausführungsform beispielsweise dargestellt ist, be-
schrieben.
Fig. ι und 2 stellen, gemeinsam einen Anordnungsplan
der elektrischen, pneumatischen und sonstigen S teuer ungs vor richtungen gemäß der Erfindung
dar, wobei die beiden Figuren entlang der strichpunktierten senkrechten Linie aneinanderstoßen;
Fig. 3 ist eine Schnittzeichnung der Ventilkombination im System des Sauerstoffträgers;
Fig. 4 ist ein Schnitt in größerem Maßstab durch das Zündende der Brennvorrichtung.
Die Fig. 3, auf die zuerst Bezug genommen wird, zeigt ein Gehäuse 10 mit einem Einlaß n und einem
Auslaß 12. Der Auslaß ist durch öffnungen 14 im
Kopf eines Drosselventilgliedes 15 mit einem Kanal 13 verbunden; der Ventilkegel 15 wird durch Federkraft
in die Schließstellung gedrängt, die in der Zeichnung dargestellt ist, kann aber durch Einführung
von Flüssigkeitsdruck in den Einlaß 16 in die Öffnungsstellung gebracht werden. Der Kanal 13
ist in der gezeichneten Stellung von dem Einlaß 11 durch den Kopf eines Absperrventilgliedes 17 abgetrennt,
das ebenfalls durch Federkraft in die geschlossene Stellung gedrängt wird und durch die
Einführung von Flüssigkeitsdruck in den Einlaß 18 in die Öffnungsstellung gebracht werden kann.
19 ist ein durch einen elastischen Balgen normalerweise offen gehaltener Auslaß, der an eine Nebenleitung
20 (Fig. 2) angeschlossen ist und durch den Kopf eines Ventilgliedes 21 geschlossen werden
kann, wenn durch den Einlaß 22 Flüssigkeitsdruck eingeleitet wird. 23 ist ein Auslaß, der an ein noch
zu besprechendes Rohr 95 (Fig. 2) angeschlossen ist und normalerweise von dem Einlaß 11 durch
den Kopf eines Ventilgliedes 24 getrennt wird, das in die dargestellte geschlossene Stellung gedrängt
wird und durch Einführung von Flüssigkeitsdruck in den Einlaß 25 in die geöffnete Stellung gebracht
werden kann. Jedes der vier Ventilglieder 15, 17,
21 und 24 trägt einen Druckkolben 26, der in einem Zylinder 27 spielt; die Zylinder sind mit Lüftungs- ·
einrichtungen 28 versehen.
In dem Anordnungsplan der Fig. 1 und 2 stellt 31 einen Brennstoffbehälter und 32 einen Tank für
den flüssigen Sauerstoff dar; beide sind mit Ventilen 33, 33 vorgesehen hinfort druckgebende Ventile
genannt, bei deren öffnung den Behältern Stickstoff zugeführt wird, der aus Vorratsbehältern 34,
34 über ein Filter 35, ein Hauptreduzierventil 36 und zwei Hilfsreduzierventile 37, 37 geleitet wird.
Der Sauerstoff behälter ist zusätzlich mit einem no
Sicherheitsventil 38 ausgestattet.
Bei 40 ist ein weiteres Reduzierventil dargestellt, durch das Stickstoff über ein Rückschlagventil
41 zu einem Regelventil 44 und direkt zu einer Reinigungs- und Trockenvorrichtung 43 geleitet
wird.
Wenn man den Raketenantrieb in Kürze in Betrieb setzen will, so hat man als ersten Schritt das
Regelventil 44 zu betätigen; hierdurch wird Stickstoff mit passendem Druck einem pneumatischen
Schalter 45 zugeführt, der ein Ventil 46 auf der Auslaßseite des Sauerstoffbehälters 32 öffnet. Dadurch
kann 3er Sauerstoff unter Schwerewirkung durch die bei 47 angedeutete Sauerstoffpumpe fließen
und entlang der Leitung 48 zu dem Einlaß 11 in dem kombinierten Absperr- und Regelventil 49
gelangen, das in der Fig. 3 im Schnitt dargestellt ist. Das Druckventil 50 (mit dem Ventilkegel 21)
öffnet sich und verbindet den Einlaß 11 mit der Nebenleitung 20, die nach dem oberen Ende 51 des
Sauerstofftanks 32 zurückführt. Von der Nebenleitung 20 zweigt eine weitere Nebenleitung 52 ab;
diese ist an den höchsten Punkt der Sauerstoffpumpe 47 angeschlossen und dient dazu, die Auffüllung
der Pumpe zum Ansaugen einzuleiten. Die Leitung 52 enthält ein Druckventil 53, das durch
eine Leitung 54 mit der Druckleitung der Pumpe in Verbindung steht und die Leitung 52 absperrt,
wenn der Förderdruck der Pumpe einen vorherbestimmten Wert erreicht.
Unter gewöhnlichen Umständen wird es mindestens etwa 5 Minuten dauern, bis das Sauerstoffsystem
durch diese Einrichtung durchgekühlt und der meiste verdampfte Sauerstoff zum Tank 32 zurückgekehrt
ist.
Zündung der Brenneinrichtung. Nachdem das Sauerstoff system wie geschildert durchgekühlt ist,
wird ein Hauptschalter"56 geschlossen; dadurch schließt sich ein Stromkreis über einen normalerweise
geschlossenen Schalter 57 und Leitungen 58, 59 für ein elektrisch betätigtes Ventil 60. Damit
gelangt Stickstoff durch das Reduzierventil 40 und die Leitungen 61, 62 und 63 zu den beiden druckgebenden
Ventilen 33, die er öffnet. Offensichtlich könnte indessen das druckgebende Ventil für den
Brennstoffbehälter auch erst später geöffnet werden. Zusätzlich wird Stickstoff, der durch das
Ventil 60 freigegeben wird, auch über die Leitung 63 zu einem pneumatischen Schalter 64 geleitet, der
eine Kupplung 65 schließt, durch die die Sauerstoffpumpe 47 und die Brennstoffpumpe 66 mechanisch
mit einem geeigneten (nicht dargestellten) Antrieb gekuppelt werden.
Die nun bereits mit flüssigem Sauerstoff aufgefüllte Pumpe 47 beginnt zu arbeiten und entwickelt
unmittelbar einen festgelegten Druck; ein druckbetätigter Zweiwege-Umschalter 68, der in die Förderleitung
eingebaut ist, leitet über die Leitung 71, den Schalter 68, die Leitungen 72, 73, 74 und den
Schalter 75 Strom zu der Spule 69 eines Verzögerungsrelais 70 an sich bekannter Form. Der Relaisschalter
70 schließt sich nach etwa 4 Sekunden, da diese Verzögerung im Schaltverlauf ratsam erscheint,
damit sich die Sauerstoffpumpe stabilisieren kann, ehe der Sauerstoff strom gestört wird.
Bis zum Ende dieser Verzögerungsperiode wird der Sauerstoff durch· das Nebenleitungsventil 50 und
Nebenleitung 20 (Fig. 2), wie oben beschrieben, in den Behälter 32 zurückgepumpt.
Der Relaisschalter 70 schließt nach der festgelegten Verzögerung über die Leitung 71, den Schalter
68 und die Leitungen 72, 76 und yy den Stromkreis
einer Spule 78, wodurch ein Ventil 79 auf der Auslaßseite des Brennstofftanks 31 geöffnet wird.
Geschlossen wird das Ventil 79 durch eine andere
€0 Spule 80 über die Leitung 71, den Schalter 68 und
die Leitung 8oß) wenn der druckbetätigte Schalter
68 in der Stellung der Fig. 1 steht. Das geöffnete Ventil 79 gibt dem Brennstoff den Weg zur Pumpe
66 frei, und diese beginnt nun über eine Rohrleitung 81 Brennstoff zu der Einlaßseite eines Absperr-
und Regelventils 82 zu fördern, das dem der Fig. 3 im allgemeinen ähnlich ist. Dieses Ventil 82
schickt einen Teil des Brennstoffs durch ein normalerweise offenes, druckbetätigtes Nebenventil S3,
das dem Ventil 50 gleicht, bei 84 in die Abgasleitung und in Parallelanordnung dazu durch eine
Rohrleitung 85 zu der Zündvorrichtung, die bei 86 angedeutet ist.
Wenn die Brennstoffpumpe einen festgelegten Druck entwickelt hat, so schließt ein druckbetätigter
Schalter 87 einen Stromkreis, der aus der Leitung 58 über die Leitungen 59ß, 88 und 89 durch
die Spule eines solenoidbetätigten Ventils 90 führt und über die Leitung 9O0 mit der Leitung 74 verbunden
ist. Infolgedessen öffnet sich das Ventil 90 und schickt Stickstoff durch Rohrleitungen 61, 91
und 92, um ein normalerweise geschlossenes Ventil 93 (Ventilkegel 24) der Ventilkombination 49 zu
öffnen, so daß als Folge eine kleine Menge Sauerstoff durch die Leitung 95 zu der Zündvorrichtung
86 gefördert wird. Das Schließen der beiden Druckschalter 68 und 87 bewirkt auch die Einschaltung
der Anlaß zündspule 97 über die Leitungen 88 und 98 und den Schalter 99, wodurch eine Zündkerze
od. dgl. für die Zündvorrichtung ihre Zündspannung erhält.
Wenn in der Zündvorrichtung die Zündung erfolgt, so tritt in ihrem Innern ein Druck auf, dadurch
wird der Druckschalter 99 betätigt, um den Stromkreis durch die Anlaßspule zu unterbrechen
und über die Leitung 101 einen Stromkreis zu schließen, der mittels eines Solenoides ein Ventil
102 betätigt. Dieses Ventil liefert dann Druck aus dem Rohr 61 durch die Leitung 103, 104 zu dem
druckbetätigten Nebenschlußventil 83, einem Brennstoffventil,
das hierdurch· geschlossen wird, und durch Rohre 105 zu dem Absperrventilen (mit dem
Ventilkegel 17) in den Ventilkombinationen 49 und 82, wodurch diese Absperrventile geöffnet werden.
Infolgedessen wird eine festgelegte Menge jeder Treibstoffkomponente über die Leitungen 108 und
109 durch die öffnungen 14 in den noch geschlossenen
Ventilgliedern 15 zu der Brenneinrichtung gefördert, die bei 107 angedeutet ist. Ein Teil des
Sauerstoffs tritt daher unmittelbar in die Brennkammer durch einen Kranz von Löchern 110
(Fig. 4) ein, ein Teil des Brennstoffs zirkuliert erst durch den Kühlmantelraum in, der die Brennkammer
112 rings umgibt, und kommt dann durch ein Rohr 113 zu dem Ringraum 114, um durch einen
Lochkranz 115 in die Brennkammer einzutreten. Diese beiden Treibstoffkomponenten werden dann
in der Brennkammer durch ein Flammenbüschel gezündet, das von der Düse 116 der Zündvorrichtung
86 ausgeht.
Jetzt ist der Raketenantrieb in Betrieb. Der Druckanstieg in der Brennkammer betätigt den
Druckschalter 75, die Spule des durch Solenoid betätigten Ventils 90 wird stromlos, damit schließt
sich das Ventil 93 selbsttätig und sperrt die Sauerstoffzufuhr zu der Zündvorrichtung ab. Gleich-
zeitig wird auch die Spule 69 des Verzögerungsrelais 70 stromlos, so daß dieses sich für den nächsten
Antriebsstart zurückschalten kann. Die Betätigung des Schalters 75 stellt auch teilweise einen
Stromkreis her, der über die Leitung 118 zur Steuerung
der Drosselventile in den Ventilkombinationen 49 und 82 gebraucht wird.
An Treibmittel erhält der Antrieb in dieser
Periode nur einen Teil, vielleicht ein Drittel .der verfügbaren Gesamtmenge, womit nur ein ganz
kleiner Schub erzeugt wird. Sobald nun der volle Schub verlangt wird, schließt man einen Schalter
119.
Damit erhält die Spule eines solenoidbetätigten Ventils 120 Strom über die Leitung 121, dadurch
gelangt der Druck aus der Rohrleitung 61 über die Leitungen 122, 122 zu den druckbetätigten· Drosselventilen
der Ventilkombinationen 49 und 82 (mit den Ventilkegeln 15), die nun vollständig geöffnet
werden. Gleichzeitig wird durch ein Rohr 123 Druck in das druckbetätigte Nebenschlußventil 50
geleitet, das hierdurch geschlossen wird. Der Raketenantrieb läuft nun mit voller Schubkraft.
Man beachte, daß die Einrichtung in der Weise
vollautomatisch arbeitet, daß kein Schritt möglich
ist, bevor die vorangehenden Schritte durchgeführt
sind. Beispielsweise zündet die Zündvorrichtung
nicht, wenn nicht beide Pumpen ihren vollen Druck
liefern,, und solange die Zündung, noch nicht in
Gang gebracht ist, können sich die-Hauptabsperr-
'ventile (mit den Ventilkegeln 17) nicht öffnen.
Wenn der Antrieb stillgesetzt werden soll, so
kann man den Hauptschalter 56 öffnen (d. h. in die dargestellte Lage bringen, wobei der Schalter 68
ebenfalls in die gezeichnete Stellung geht und das Brennstoffventil 79 schließt), oder man betätigt
einen Notschalter 124, um ein Solenoid 57α zur Öffnung
des Schalters 57 zu erregen. Man sollte auch den Schalter 119 für die volle Schubkraft öffnen,
indessen schadet es nicht, wenn er geschlossen bleibt, denn der druckbetätigte Schalter 75 bietet
Sicherheit, daß die Drosselventile bei dem nächsten Versuch zum Anlassen des Antriebs geschlossen
bleiben, bis die Brennvorrichtung in Betrieb ist, ' wobei der Schalter 75 betätigt wird und der Antrieb
wieder mit voller Schubkraft läuft.
125 ist ein Bodenentleerungsventil;, es wird
diirch Druck betätigt, der über die Rohrleitung 126 von der Auslaßseite der Brennstoffpumpe herkommt.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Betätigungs- und Steuereinrichtung für die Zufuhr von flüssigem Brennstoff und flüssigem Sauerstoff träger, die in getrennten Vorratsbehältern aufbewahrt werden, zu einer Verbrennüngseinrichtung mit einer besonderen Zündeinrichtung und mit je einer besonderen Pumpe und Ventilkombination für den Brennstoff und für den Sauerstoff träger, insbesondere für Raketenantriebe, dadurch gekennzeichnet, daß mittels einer Druckgasschaltvorrichtung (44, 45, 46) die Sauerstoffpumpe (47) und ihre Ver-■ bindungen mit dem zugehörigen Behälter (32) und der Ventilkombination (49) mit dem Sauerstoffträger geflutet werden, bevor die Pumpe (47) in Betrieb gesetzt wird, und daß Schalteinrichtungen (68, 78), die auf einen festgelegten Auslaßdruck der in Betrieb gesetzten Sauerstoffpumpe ansprechen, das Absperrorgan (79) zwischen Brennstoffbehälter (31) und Brennstoffpumpe (66) öffnen, während in diesem Betriebszustand die Förderung der Sauerstoffpumpe durch eine Nebenleitung (20) zum Behalter (32) zurücbgeleiitet wird.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtung (68, 78) zum Öffnen des Absperrorgans (79) ein Verzögerungsrelais (70) enthält, welches die Schalteinrichtung (78) im Sinne einer Öffrumg des Absperrorgans (79) erst dann beeinflußt, wenn der Auslaß druck der Sauer stoff pumpe(47) einen vorherbestimmten Wert erreicht hat. -
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennstoffpumpe (66) zu Beginn ihrer Förderung unmittelbar in die Zündvorrichtung (86) fördert und daß bei Erreichen eines festgelegten Auslaßdruckes der Brennstoffpumpe mittels dieses Auslaßdruckes die Sauerstoffpumpe (47) selbsttätig auf die Zündvorrichtung geschaltet und die Zündung eingeleitet wird.
- 4. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch auf den Druck in der Zündvorrichtung (86) ansprechende .Mittel (99), die nach erfolgter Zündung bei Erreichen eines festgelegten Druckes die in Reihe geschalteten Hauptschlußventile (15, 17) der Ventilkombinationen (49, 82) teilweise öffnen, die beschränkte Mengen Brennstoff und Sauerstoff zur Brenneinrichtung (107) durchlassen.
- 5. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch auf den Druck in der Verbrennungseinrichtung (107) ansprechende Mittel (75), die bei Erreichen eines festgelegten Druckes die Nebenleitung (20) für den Rückfluß des Sauerstoffträgers in den Vorratsbehälter (32) schließen und die in 1 ίο-Reihe geschalteten Hauptschhißventile (15, 17)der Ventilkombination (49, 82) voll öffnen, die volle Mengen Brennstoff und Sauerstoff zur Verbrennungseinrichtung (107) durchlassen.Angezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 2 397 657, 2 397 659, 2470564,2574495.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 509 686 3.56
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA15039A DE941102C (de) | 1950-09-08 | 1952-01-29 | Betaetigungs- und Steuereinrichtung fuer die Zufuhr von fluessigem Brennstoff und fluessigem Sauerstofftraeger zu einer Verbrennungs-einrichtung, insbesondere fuer Raketenantriebe |
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|---|---|---|---|
| GB22153/50A GB694371A (en) | 1950-09-08 | 1950-09-08 | Control system for a rocket motor |
| DEA15039A DE941102C (de) | 1950-09-08 | 1952-01-29 | Betaetigungs- und Steuereinrichtung fuer die Zufuhr von fluessigem Brennstoff und fluessigem Sauerstofftraeger zu einer Verbrennungs-einrichtung, insbesondere fuer Raketenantriebe |
Publications (1)
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| DE941102C true DE941102C (de) | 1956-04-05 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEA15039A Expired DE941102C (de) | 1950-09-08 | 1952-01-29 | Betaetigungs- und Steuereinrichtung fuer die Zufuhr von fluessigem Brennstoff und fluessigem Sauerstofftraeger zu einer Verbrennungs-einrichtung, insbesondere fuer Raketenantriebe |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE941102C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE976057C (de) * | 1956-05-05 | 1963-01-31 | Willi Joachim Dr-Ing Petters | Rakete |
Citations (4)
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| US2397659A (en) * | 1942-07-29 | 1946-04-02 | Daniel And Florence Guggenheim | Control mechanism for rocket apparatus |
| US2397657A (en) * | 1941-06-23 | 1946-04-02 | Daniel And Florence Guggenheim | Control mechanism for rocket apparatus |
| US2470564A (en) * | 1944-11-15 | 1949-05-17 | Reaction Motors Inc | Reaction motor control system |
| US2574495A (en) * | 1945-05-16 | 1951-11-13 | Jr Frank A Parker | Flame igniter for jet propulsion units |
-
1952
- 1952-01-29 DE DEA15039A patent/DE941102C/de not_active Expired
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