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DE949023C - Selbsttaetiges Umlaufraederwechselgetriebe - Google Patents

Selbsttaetiges Umlaufraederwechselgetriebe

Info

Publication number
DE949023C
DE949023C DEST8482A DEST008482A DE949023C DE 949023 C DE949023 C DE 949023C DE ST8482 A DEST8482 A DE ST8482A DE ST008482 A DEST008482 A DE ST008482A DE 949023 C DE949023 C DE 949023C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gear
sun gear
planetary gear
planetary
sun
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEST8482A
Other languages
English (en)
Inventor
Franz Stanek
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEST8482A priority Critical patent/DE949023C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE949023C publication Critical patent/DE949023C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D67/00Combinations of couplings and brakes; Combinations of clutches and brakes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Structure Of Transmissions (AREA)

Description

  • Selbsttätiges Umlaufräderwechselgetriebe Planetengetriebe mit zwei Planetenradsätzen, automatischem Gangwechsel und stufenloser Drehmomentwandlung sind bekannt. Diese Getriebe erfordern jedoch infolge ihres komplizierten Aufbaues einen zu hohen Herstellungsaufwand, wodurch sie für Fahrzeuge zu unwirtschaftlich werden. Sie weisen mehr als zwei Planetensätze und ein innenverzahntes Sonnenrad auf und bedürfen noch zusätzlicher Zahnräder, um die Pumpenelemente der Bremsvorrichtungen zur Feststellung der Getriebeteile in Betrieb zu setzen.
  • Der Gangwechsel bei Planetengetrieben geschieht bekanntlich durch Feststellen von einzelne Getriebeteile (Sonnenräder) tragenden Wellen. Die Feststellung dieser Getriebeteile erfolgt mit Hilfe von Bremselementen, vorzugsweise Bremsbändern, auf die über Verbindungsgelenke ein System von druckerzeugenden Pumpen mit Hilfe von Öl, Luft oder eine elektromagnetische Kraft wirkt, deren Steuerung mehr oder minder komplizierter Regler bedarf. Zudem werden die Bremsbänder, die das Umlaufen der betreffenden Getriebeteile hindern, so stark beansprucht, daß sie Streckungen unterworfen werden, die, um deren Betriebssicherheit nicht zu gefährden, mit umständlichen Nachstellvorrichtungen ausgeglichen werden müssen.
  • Das Getriebe nach der Erfindung dagegen bedarf keiner Bremselemente im obigen Sinne. Bei Kupplungen, sowohl bei mechanischen wie auch bei hydraulischen, wird bekanntlich der mitzunehmende Kupplungsteil bzw. die Turbine bei Strömungskupplungen vom mitnehmenden Kupplungsteil bzw. der Pumpe bei Strömungskupplungen stets vom Stillstand weg mitgenommen. Dies bedeutet bei mechanischen Rutschkupplungen einen erhöhten Reibverlust und bei hydraulischen Strömungskupplungen einen erhöhten Schlupfverlust, während bei der mechanischen wie bei der hydraulischen Kupplung nach der Erfindung diese Nachteile erheblich vermindert werden und demzufolge ihr Wirkungsgrad erhöht wird.
  • Die Wirkungsweise der Kupplungen in diesen zwei Getriebeausführungen weicht von den üblichen Kupplungen dadurch ab, daß der mitzunehmende Kupplungsteil bzw. die Turbine nicht vom Stillstand weg mitgenommen wird. Dank der besonderen Anordnung der Planetensätze befindet sich der mitzunehmende Teil der Kupplung bereits vor dem Kraftschluß in Bewegung. Bei einer angenommenen Drehzahl von n = 3000 U/Min des mitnehmenden Teils bzw. der Pumpe (Drehzahl der Eingangswelle) weist der mitzunehmende Teil bzw. die Turbine bereits eine Drehzahl von n = Iooo U/Min auf, wodurch die Reibzeit bzw. die Schlupfperiode erheblich verkürzt wird.
  • Bekanntlich wird ein Massenkörper, der sich bereits in Bewegung befindet, dessen Beharrungsmoment also durch seine Bewegung vermindert ist, mit weniger Kraftaufwand beschleunigt bzw. in schnellere Bewegung versetzt, als wenn er still steht. Hierbei wird auch die Schwungkraft des sich bereits bewegenden Massenkörpers ausgenutzt.
  • Da der mitnehmende Kupplungsteil bzw. die Pumpe in beiden vorliegenden Getriebeausführungen auf einem Freilauf laufen, kann bei Gaswegnahme und bei Erreichung einer Fahrgeschwindigkeit, die etwa dem üblichen 2. Gang entspricht, die Reibzeit bzw. die Schlupfperiode noch erheblich verkürzt werden. Da in solch einem Falle der mitnehmende Teil der Schleifkupplung bzw. der Pumpenteil der Strömungskupplung nicht mehr vom Motor aus getrieben wird und somit an Winkelgeschwindigkeit verliert, kann der mitzunehmende Kupplungsteil bzw. die Turbine, den mitnehmenden Kupplungsteil bzw. die Pumpe, vorzeitig einholen und mit diesen kraftschlüssig werden, d. h., beide Teile können rutschfest bzw. schlupffrei miteinander umlaufen. In diesem Zustand werden dann beim Gasgeben die Vorteile der Motordrückung und die Elastizität des Motors ausgenutzt, um auf den direkten Gang zu kommen.
  • Es ist ferner erwünscht, beim Befahren von Bergstraßen sowie bei erhöhten Gefahrenmomenten aus hoher Geschwindigkeit heraus eine sofort und selbsttätig wirkende Motorbremsung zur Verfügung zu haben, ohne daß man zusätzliche Schaltarbeit zu leisten braucht. Erfindungsgemäß bremst diese Motorbremse stärker als der I. Gang. Um Motorbremsungen unter dem I. Gang zu erreichen, werden sonst bekanntlich zusätzliche Bremsvorrichtungen, wie beispielsweise Auspuffbremsen und Wasserwirbelbremsen, herangezogen, die das Getriebe erheblich verteuern.
  • Diese Nachteile werden mit dem eingangs angeführten und nachstehend beschriebenen kleinen Schnellgang beseitigt.
  • Das Getriebe nach der Erfindung ist ein selbsttätiges Umlaufräderwechselgetriebe, insbesondere für Kraftfahrzeuge. Es ist gekennzeichnet durch ein feststellbares, mit den Planetenrädern des ersten Planetenradsatzes kämmendes Hohlrad, einen gegen das Getriebegehäuse durch ein Freilaufgesperre abgestützten gemeinsamen Steg beider Planetenradsätze, eine verschiebbare, wahlweise den Steg oder das Sonnenrad des ersten Planetenradsatzes mit der Antriebswelle verbindende Klauenkupplungsmuffe, eine feste Verbindung der Planetenräder beider Planetensätze, eine Kupplung, deren mitnehmender Teil über einen Freilauf mit dem Steg und deren mitgenommener Teil über eine Fliehgewichtklauenkupplung mit dem Sonnenrad des zweiten Planetenradsatzes verbunden ist, eine mit der Abtriebswelle im Eingriff stehende, als Einwegklauenkupplung zwischen beiden Sonnenrädern ausgebildete, sich mit den Klauen des zweiten Sonnenrades bei Gleichlauf beider Sonnenräder durch Federkraft kuppelnde Mitnehmerwelle und eine an dem zweiten Sonnenrad angeordnete, durch den Fußbremshebel mit Hilfe einer Gegenscheibe abbremsbare, unter Federdruck stehende Bremsscheibe, wobei die Gegenscheibe die Mitnehmerwelle mit Hilfe in der Mitnehmerwelle sitzender Bolzen im Eingriff mit dem ersten Sonnenrad bringt oder hält, wenn sie betätigt und dadurch der Rückwärtsgang eingeschaltet wird.
  • Durch das Getriebe können fünf positive Gänge hergestellt werden. Ferner wird eine stufenlose Drehmomentübertragung vom Stillstand auf den direkten Gang ermöglicht.
  • Ferner können mit diesem Getriebe im 3. und im 2. Gang drei Motorbremsungen und eine Motorbremse, deren Untersetzungsverhältnis unter dem des i. Ganges liegt, hergestellt werden. Es kann mit diesem Getriebe wahlweise im Freilauf sowie gesperrt mit der Motorbremse gefahren werden.
  • Das Getriebe weist eine Bergstütze auf, die das Fahrzeug auf steilem Gelände an einem Zurückrollen hindert.
  • Das Getriebe gestattet unter Beibehaltung seines automatischen Charakters jederzeit eine weitgehende Kontrolle der Fahrweise vom Fahrer aus.
  • Die Gänge sind erstens im Normalgang ein Direktgang, bei dem bei Stellung eines Wählhebels wahlweise im Freilauf sowie gesperrt mit der Motorbremse gefahren werden kann, zweitens ein großer Schnellgang - etwa i : 0,43 oder 0,45 -, bei dem bei Gaswegnahme sofort eine Motorbremse entsprechend,dem 3. Gang einsetzt, drittens im sogenannten Berggang ein langsamer Gang, entsprechend etwa dem üblichen z. Gang, bei dem bei Gaswegnahme die entsprechende Motorbremse einsetzt, viertens im Berggang ein kleiner Schnellgang - i : o,86 - mit der Motorbremse unter dem i. Gang; mit dieser Motorbremse wird bei langanhaltendem Gefälle eine erhöhte Fahrsicherheit gewährleistet, wobei bei geraden Strecken, ohne umzuschalten, mit dem kleinen Schnellgang weitergefahren werden kann, indem man wieder Gas gibt, und fünftens ein Rückwärtsgang.
  • Das Getriebe nach der Erfindung ist in den Zeichnungen in zwei Ausführungen dargestellt. Bild I zeigt im Längsschnitt die Ausführungsform des Getriebes mit einer hydrodynamischen Kupplung; Bild 2 ist eine Seitenansicht mit teilweisem Längsschnitt des Getriebes mit der mechanischen Kupplung; Bild 3 ist ein Querschnitt nach der Linie A-A von Bild 2; Bild 4 ist ein Querschnitt von Bild I nach den Linien A-A und B-B, im Querschnitt von Bild 3 (unten) ist das Getriebe nach der Linie C-C von Bild I dargestellt.
  • Eine mit Nuten I versehene Antriebswelle (Bild I) ist im Normalgang - bei der stufenlosen Übertragung vom Stillstand auf den direkten Gang, beim großen Schnellgang und beim Rückwärtsgang - über eine axial verschiebbare Klauenmuffe 4 mit Klauen 2 und 5 mit dem Steg bzw. einem Planetenträger 6 im Eingriff. Beim sogenannten Berggang 2. Gang mit Motorbremse im 2. Gang und dem kleinen Schnellgang mit Motorbremse unter dem I. Gang - ist die Nuten- bzw. Klauenmuffe 4 mit den Klauen 5 mit dem Klauenkranz 3 (Bild I, unten) eines Sonnenrades 2o im Eingriff. Die Umschaltung vom Normalgang zum Berggang, in diesem Fall vom Stegantrieb zum Sonnenradantrieb, geschieht manuell über einen Hebel (zweckmäßig unter dem Lenkrad), dessen Endglied durch einen Schlitz 38 am Getriebegehäuse I2 (Bild I und 2) in eine Schaltrille der Klauenmuffe 4 (zwischen 3 und 4) eingreift.
  • Der Planetenträger 6 läuft auf ein Freilaufgesperre 7, welches den Planetenträger 6 in einer Drehbewegung freigibt, in deren anderen Drehrichtung aber gegen das Getriebegehäuse I2 abgestützt sperrt. Der Planetenträger 6 besteht aus zwei Stegteilen 6 und 6', die durch Schraubenbolzen 4I, 4I' zusammengehalten werden (Bilder I und 4). Zwischen den zwei Stegteilen 6, 6' sind Ritzelpaare 9 und II auf einer gemeinsamen Achse Io gelagert. Das größere Ritzel 9 kämmt mit einem kleineren Sonnenrad 2o, das kleinere Ritzel II kämmt mit einem größeren Sonnenrad 24 (Bilder I und 2). Beide Sonnenräder 2o und 24 weisen Klauen 2I und 23 auf, die miteinander nicht in Eingriff kommen. Eine Mittlerwelle 3I, die mit Vernutungen mit der Abtriebswelle 37 im Eingriff steht, weist einen Klauenkranz 22 auf, der sowohl mit den Klauen 2I des kleinen Sonnenrades 2o als auch mit den Klauen 23 des großen Sonnenrades 24 in Eingriff gebracht werden kann. Die aus den Klauen 2I, 22 und 23 bestehende Klauenkupplung stellt eine Einwegkupplung dar, d. h. vom Eingriff zum Eingriff ohne Leerlauf. Der Eingriffwechsel erfolgt beim fahrenden Fahrzeug bei Gleichlauf der beiden Sonnenräder 2o und 24 und kann auch vom Fahrer beeinflußt werden, der bei Gaswegnahme den Gleichlauf erzwingt, da die zwei miteinander gekuppelten Planetensätze die Eigenschaft eines Differentials aufweisen.
  • Mit dem größeren Sonnenrad 24 ist über eine Hohlwelle 25 eine Bremsscheibe I5 drehfest verbunden, die (in Bild 2) auf der Innenseite in I2o° Abstand drei rechteckige Nocken 44, 44' (sogenannte »Steine«) aufweist (Bilder 2 und 3). Auf diesen Nocken 44 sitzen lose drei Fliehgewichte I4', die je einen Bremsbelag (schwarz ausgezogen) aufweisen und von Schnürfedern43 zusammengehalten werden (Bilder 2 und 3). Diese aus den drei Fliehgewichten bestehende Reibkupplung I4' ragt in eine mit Kühlrippen und einer glatten Schleifbahn versehene Trommel I3' hinein, die den mit Fliehgewichten I4' bestehenden Kupplungsteil mit Reib-bzw. Bremsbelag mitnimmt; wenn die Fliehgewichte I4' nach Aufbau einer entsprechenden Fliehkraft herausrücken. Der mitnehmende Kupplungsteil, bestehend aus der Trommel I3', wird über einen Freilauf 26 vom Planetenträger 6 (Bilder 2 und 3) in Drehrichtung- der Eingangswelle I angetrieben. Bei Drehzahlverzögerung des Planetenträgers 6, beispielsweise bei Gaswegnahme, läuft der mitnehmende Kupplungsteil, bestehend aus der Trommel I3', über den Freilauf 26 ungehindert in Drehrichtung der Eingangswelle I weiter und wirdbei bereits stattgefundenem Kraftschluß mit den Fliehgewichten I4' von diesen mitgenommen. Die Fliehgewichte I4' wirken in beiden Richtungen, d. h., sie werden von der Trommel I3' mitgenommen und können auch treibend die Trommel I3' mitnehmen (Bilder 2 und 3).
  • Auf der in Bild I dargestellten Ausführung befinden sich auf der Hohlwelle 25 ebenfalls in I2o° Abstand drei Nocken 29 (sogenannte »Steine«), die eine dreiteilige Fliehgewicht-Klauenkupplung 28 treiben, die bei entsprechend aufgebauter Fliehkraft herausrückt und in die Klauen 3o des Turbinenteils I4 einer Strömungskupplung in Eingriff gebracht wird. Der Pumpenteil 13 dieser Strömungskupplung wird ebenfalls, wie bei der mechanischen Kupplung, über einen Freilauf 26 vom Planetenträger 6 in Drehrichtung der Eingangswelle angetrieben.
  • Eine zweite Bremsscheibe I6, die einen zylindrischen Fortsatz 42 aufweist und mit einem Klauenkranz 34 versehen ist, ist gegen den Druck einer Feder 32 in Richtung der Eingangswelle I axial verschiebbar, mit dem Getriebegehäuse aber drehfest abgestützt.
  • Die Mittlerwelle 3I weist am Umfang einige Schraubenbolzen 33 auf, die durch Schlitze der Abtriebswelle 37 hindurchragen, so daß sie von der Innenwand des zylindrischen Fortsatzes 42, die Mittlerwelle 3 i mitnehmend, in Richtung der Eingangswelle i axial verschoben werden können. Ein mit der Fußbremse in Verbindung stehender Hebel 18 mit einem Nocken 17 wirkt auf die Bremsscheibe 16, die beim Durchdrücken der Fußbremse über den Hebel 18 die Bremsscheibe 15 abbre;"st bzw. feststellt. Eine Feder i9 wirkt auf die mit dem Klauenkranz 22 versehene Mittlerwelle 3I in Richtung der Abtriebswelle 37 mit dem Bestreben, den Klauenkranz 22 mit den Klauen 2I des kleinen Sonnenrades 2o außer Eingriff und mit den Klauen 23 des größeren Sonnenrades 24 in Eingriff zu bringen. Solange aber eine Drehzahldifferenz zwischen den beiden Sonnenrädern 2o und 24 besteht, wird der Klauenkranz 22 von den Klauen 23 abgewiesen. Beim Niederdrücken der Fußbremse über die Hebel I8 und I7 wird die Bremsscheibe I6, die mit dem Fortsatz 42 auf den Schraubenbolzen 33 wirkt, in Richtung der Eingangswelle geschoben, wodurch der Klauenkranz 22 im Eingriff gehalten wird oder, wenn sich der Klauenkranz 22 mit den Klauen 23 im Eingriff befindet, aus diesen heraus und mit den Klauen 2I in Eingriff gebracht.
  • Ein innenverzahntes Hohlrad 8, das mit dem größeren Ritzel 9 des ersten Planetensatzes kämmt, weist auf seinem Umfang zwei Nockens 4o auf - zwecks Auswuchtung des Rades weist dasselbe zwei solche Nockenpaare auf, die sich diametral gegenüber befinden -, die zusammen eine Kerbe bilden, in die eine Sperrklinke 45 eingreift. Die Sperrklinke 45 wird vom Lenkrad aus über einen Hebel bedient und befindet sich in ausgeklinkter Lage bei 45''. Das Hohlrad 8 dreht sich bei Motormoment, also bei treibender Eingangswelle I, im Sinne der Eingangswelle, bei Schubmoment hingegen, also bei schiebendem Fahrzeug, im entgegengesetzten Sinn der Eingangswelle. Die Sperrklinke 45 wird bei vorheriger Gaswegnahme - was auch automatisch geschehen kann - vom Fahrer in Eingriffbereitschaft eingeschwenkt und hat das Bestreben, durch eine Feder 46 in die aus den zwei Nocken 4o gebildete Kerbe einzurasten, wird aber, solange sieh das Hohlrad 8 hochdreht, von den Nocken 4o abgewiesen (45' in Bild 4). Die Sperrklinke 45 kann also nur während der Umkehr der Drehrichtung des Hohlrades 8, in dem Augenblick des Stillstands, einrasten und das Rad festhalten. Die Wirkungsweise des Getriebes Bei laufendem Motor, der über die Eingangswelle I und Klauenmuffe 4 den Planetenträger 6 antreibt, wird bei stehendem Fahrzeug das, kleine Sonnenrad 2o über die Klauenkupplung 2I und 22, die über die Mittlerwelle 3I mit der Abtriebswelle 37 in Verbindung steht, gegen den Widerstand der Antriebsräder des Fahrzeuges festgehalten, wobei nun das größere Ritzel 9 um das kleine Sonnenrad 2o umläuft und das kleinere Ritzel II im gleichen Drehsinn der Eingangswelle I treibt, welches seinerseits das größere Sonnenrad 24 umläuft. Da das größere Ritzel 9 mit zwei Umdrehungen das kleine Sonnenrad 2o umläuft, das kleinere Ritzel II mit drei Umdrehungen das große Sonnenrad24 umläuft, wird das große Sonnenrad 24 gegen die Eingangswelle I mit einem Drittel Umdrehung vorn Ritzel II mitgenommen.
  • Das große Sonnenrad 24 treibt nun über die Hohlwelle 25 den mitzunehmenden Kupplungsteil I5, 44 und I4' in Bild 2 bzw. den Turbinenteil 29, 28, 3o und I4 in Bild I, und zwar mit ein Drittel Umdrehungen der Eingangswelle. Gleichzeitig treibt der Planetenträger 6 über den Freilauf 26 den mitnehmenden Kupplungsteil I3' in Bild 2 bzw. den Pumpenteil 13 der Strömungskupplung in Bild I.
  • Bei zunehmender Fliehkraft, die bei noch nicht voller Motorfüllung auftreten kann bzw. soll, rücken die Fliehgewichte I4' in Bild 2 aus, legen sich mit ihren Reibbelägen an die Schleifbahn der Trommel 13' an und werden von dieser allmählich mitgenommen. Nun tritt das Umgekehrte ein: Das große Sonnenrad 24 beschleunigt seine Drehzahl gegenüber dem Planetenträger 6, so daß das kleine Ritzel II seine eigene Drehzahl während seines Umlaufens vermindert, d. h., es dreht sich nicht mehr mit zwei Umdrehungen um seine eigene Achse, sondern immer langsamer, je fester der Kraftschluß zwischen den beiden Kupplungsteilen I3' und I4' bzw. I3 und I4 bei der Strömungskupplung wird, wodurch das große Sonnenrad 24 schneller mitgenommen wird. Das nun langsamer laufende kleine Ritzel II zwingt nun auch das größere Ritzel 9, das mit ihm achseins ist, langsamer zu laufen, wodurch dieses das mit ihm kämmende kleine Sonnenrad 2o allmählich schneller mitnimmt. Es entsteht somit eine stufenlose Drehmomentübertragung bis zum direkten Gang, wenn der absolute Kraftschluß zwischen den beiden Kupplungsteilen I3' und I4' bzw. I3 und I4 bei der Strömungskupplung hergestellt ist. Dies ist von der jeweiligen Last abhängig.
  • Bei festgehaltenem innenverzahntem Hohlrad 8 und treibendem Planetenträger 6 dreht sich das größere Ritzel 9 im entgegengesetzten Sinn der Eingangswelle I und treibt über das kleinere Ritzel II das größere Sonnenrad 24 mit erhöhter Drehzahl im Drehsinn der Eingangswelle I, wodurch der große Schnellgang hergestellt ist. Bei Gaswegnahme, also bei schiebendem Fahrzeug, treibt das große Sonnenrad 24 über das Ritzel II und das Ritzel 9, das mit dem festgestellten innenverzahnten Sonnenrad 8 kämmt, den Planetenträger im Drehsinn der Eingangswelle I, wodurch eine Motorbremsung entsprechend etwa dem direkten Gang bewirkt wird.
  • Der Eingriff der Klauenkupplung 22 in die Klauen 23 des großen Sonnenrades 24, also der Kraftschluß zwischen dem Sonnenrad 24 und der Abtriebswelle 37, erfolgt bei Gleichlauf der beiden Sonnenräder 30 und 24 somit bereits bei der stufenlosen Übertragung.
  • Beim sogenannten Berggang wird die Klauen-Muffe 4 mit den Klauen 5 mit dem Klauenkrand 3 des kleinen Sonnenrades 2o in Eingriff gebracht, und zwar bei vorheriger Gaswegnahme, wodurch ein vorübergehender Gleichlauf des Planetenträgers 6 und des kleinen Sonnenrades 2o erzielt wird.
  • Das nun: treibende kleine Sonnenrad 2o treibt das größere Ritzel9- im entgegengesetzten Sinn der Eingangswelle i und über das kleinere Ritzel i i das große Sonnenrad im Drehsinn der Eingangswelle i. Infolge des vom großen Sonnenrad 24 dem kleinen Ritzel i i entgegengesetzten Widerstandes hat der Planetenträger das Bestreben, sich im der Eingangswelle i entgegengesetzten Sinn zu drehen, wird aber über den Freilauf 7 gegen das Getriebegehäuse 12 abgestützt, 'so daß nun das Planetengetriebe als Standgetriebe arbeitet, womit ein ins Langsame untersetzter Gang, etwa dem üblicher 2. Gang entsprechend, hergestellt ist. Bei Gaswegnahme entsteht eine entsprechende Motorbremsung.
  • Bei treibendem Sonnenrad 2o und festgestelltem innenverzahntem Sonnenrad 8 kämmt das größere Ritzel 9 mit dem innenverzahnten Sonnenrad 8 und treibt, den Planetenträger 6 mitnehmend, über das kleinere Ritzel i i das große Sonnenrad 24 im Drehsinn der Eingangswelle i mit erhöhter Drehzahl, womit ein kleiner Schnellgang - etwas über dem direkten Gang (i : o,86) liegend - hergestellt ist. Bei Gaswegnahme treibt das große Sonnenrad 24 über das Ritzel i i und das Ritzel 9, den Planetenträger 6 mitnehmend, das kleine Sonnenrad 2o mit erhöhter Drehzahl (o,43) im Drehsinn der Eingangswelle i, womit eine Motorbremsung uinter dem i. Gang hergestellt ist.
  • Bei festgestelltem großem Sonnenrad 24 - die Feststellung erfolgt durch den mit der Fußbremse in Verbindung stehenden Hebel 18 mit dem Nocken 17, der die Bremsscheibe 16 an die Bremsscheibe 15 des Sonnenrades 24 anlegt, womit dieses abgebremst und festgehalten wird - und Kraftschluß des kleinen Sonnenrades 2o über die Klauenkupplung 21, 22 mit der Abtriebswelle 37, dreht sich bei treibendem Planetenträger 6 das kleine Ritzel i i um das festgestellte große Sonnenrad 24 und treibt über das große Ritzel 9 das kleine Sonnenrad 2o im entgegengesetzten Sinn der Eingangswelle i bzw. -des Planetenträgers 6, der mit der Eingangswelle i über die Klauenmuffe 4 gekuppelt ist, womit der Rückwärtsgang hergestellt ist. Beim Anlegen der Bremsscheibe 16 an die Bremsscheibe 15 wird gleichzeitig der Klaueneingriff 34 aus den Klauen 36 der Bergstütze bzw. des Freilaufs 35 gelöst, so daß sich die Abtriebswelle 37 ungehindert im entgegengesetzten Sinn der Eingangswelle i drehen kann.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Selbsttätiges Umlaufräderwechselgetriebe mit zwei Planetenradsätzen, gekennzeichnet durch ein feststellbares, mit den Planetenrädern des ersten Planetenradsatzes kämmendes Hohlrad, einen gegen das Getriebegehäuse durch ein Freilaufgesperre (7) abgestützten gemeinsamen Steg (6) beider Planetenradsätze, eine verschiebbare, wahlweise den Steg (6) oder das Sonnenrad (2o) des ersten Planetenradsatzes mit der Antriebswelle (i) verbindende Klauenkupplungsmuffe (4), eine feste Verbindung der Planetenräder beider Planetensätze, eine Kupplung, deren mitnehmender Teil (13, i3') über einen Freilauf (26) mit dem Steg (6) und deren mitgenommener Teil (14,14!) über eine Fliehgewichtklauenkupplung (28, 29, 30) mit dem Sonnenrad (24) des zweiten Planetenradsatzes verbunden ist, eine mit der Abtriebswell-e (37) im Eingriff stehende, als Einwegklauenkupplung zwischen beiden Sonnenrädern ausgebildete, sich mit den Klauen des zweiten Sonnenrades. bei Gleichlauf beider Sonnenräder durch Federkraft kuppelnde Mitnehmerwelle (31) und eine an dem zweiten Sonnenrad (24) angeordnete, durch den Fußbremshebel mit Hilfe einer Gegenscheibe (16) abbremsbare, unter Federdruck stehende Bremsscheibe (15), wobei die Gegenscheibe (16) die Mitnehmerwe lle (31) mit Hilfe in der Mitnehmerwelle sitzender Bolzen (33) in Eingriff mit dem ersten Sonnenrad (2o) bringt oder hält, wenn sie betätigt und dadurch der Rückwärtsgang eingeschaltet wird.
  2. 2. Selbsttätiges Umlaufräderwechselgetriebe nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung zwischen dem Steg (6) und dem Sonnenrad (24) des zweiten Planetenradsatzes eine Strömungs- oder Fliehgewichtskupplung ist.
  3. 3. Selbsttätiges Umlaufräderwechselgetriebe nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Sonnenrad des ersten.Planetenradsatzes kleiner als das des zweiten ist und die Feststellvorrichtung für das Hohlrad (8) aus einer Sperrklinke mit Feder und jeweils zwei auf dem Hohlrad im Abstand des Sperrklinkenzahnes voneinander vorgesehenen Nocken (40) besteht.
  4. 4. Selbsttätiges Umlaufräderwechselgetriebe 'nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrklinke (45) eine Lösevorrichtung aufweist, die aus einem mit dem Gaspedal in Verbindung stehenden Keil besteht. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 150 356; österreichische Patentschrift Nr. 128 932; französische Patentschrift Nr. 780 597.
DEST8482A 1954-07-22 1954-07-22 Selbsttaetiges Umlaufraederwechselgetriebe Expired DE949023C (de)

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DEST8482A Expired DE949023C (de) 1954-07-22 1954-07-22 Selbsttaetiges Umlaufraederwechselgetriebe

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DE (1) DE949023C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1209889B (de) * 1963-04-04 1966-01-27 Ford Werke Ag Umlaufraederwechselgetriebe fuer Kraftfahrzeuge

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE150356C (de) *
AT128932B (de) * 1930-08-13 1932-06-25 Walter Ballentin Gen Mielke Automatisches Geschwindigkeitswechselgetriebe, insbesondere für Kraftfahrzeuge.
FR780597A (fr) * 1934-10-22 1935-04-29 Mécanisme de changement de vitesse à roues satellites, particulièrement pour véhicules automobiles

Patent Citations (3)

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