DE948911C - Verfahren zur Herstellung einer zur Haendereinigung ohne zusaetzliche Verwendung von Wasser geeigneten Emulsion - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer zur Haendereinigung ohne zusaetzliche Verwendung von Wasser geeigneten EmulsionInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung einer zur Händereinigung ohne zusätzliche Verwendung von Wasser geeigneten Emulsion Nach Fahrzeugreparaturen auf der Landstraße hat der Kraftfahrer häufig den Wunsch, seine durch Öl und Staub verschmutzten Hände unterwegs zu reinigen. Wasser zum Waschen ist in diesen Fällen selten vorhanden.
- Zur Lösung dieses Problems wurden bereits verschiedene Versuche unternommen, die jedoch nicht zu einem zufriedenstellenden Ergebnis führten.
- Es wurden z. B. sogenannte Trockenwäschen als Tubenpräparate hergestellt, die nach der »Radiergummimethode« arbeiteten. Dabei sollten sich durch Verreiben auf ader Haut Krümel bilden, die den Schmutz aufnehmen und Idann abfallen.
- Auf diesem Prinzip beruht z. B. das Präparat nach der deutschen Patentschrift 749 743. Es betrifft ein pastenförmiges ohne Wasser und Handtuch zu verwendendes krümelbildendes Reinigungsmittel.
- Die pastenförmigen Trockenreinigungsmittel weisen den Nachteil auf, daß durch das erforder- liche feste Verreiben eine Reizung und Rötung der Haut eintritt. Häufig bleiben Pastenreste zurück, die zusammen mit der Handfeuchtigkeit einen schleimigen Belag bilden, der die Griffsicherheit am Steuerrad beeinträchtigt. War die Hand mit Öl verschmiert, so versagen die Trockenreinigungsmittel, da es nicht zur angestrebten Bildung trockener Krümel kommt, sondern zu einer an der Hand haftenden Schmiere.
- IDie erwähnten Nachteile lassen sich vermeiden, wenn an Stelle des Trockenremigungsmittels eine Reinigungs emulsion mit hohem Wassergehalt angewandtßwirid, die nach dem Prinzip der »Naßwäsche« arbeitet.
- Es wind daher ein Präparat vorgeschlagen, das durch Agar Agar oder Alginsäure gebundenes Wasser, hydrophobe organische Lösungsmittel sowie ein Netzmittel enthält. Die zur Tubenfüllung erforderliche Konsistenz kann durch Zugabe hydrophiler Zellulosederivate eingestellt werden. Der Trockensubstanzgehalt soll etwa 3,2 0/o betragen.
- Bei Ider Anwendung eines solchen Präparates wenden etwa 5 ccm aus der Tube entnommen und wie bei einer Seifenwaschung zwischen den Händen verteilt. Der hohe Wassergehalt des Präparats führt zusammen mit der Einwirkung des Netzmittels zu einem Reinigungsvorgang, der dem Waschen mit Wasser und Seife nahe kommt. Im Gegensatz zur Trockenreinigung entstehttdabei das Gefühl einer erfrischenden Waschung. Hierzu trägt unter anderem die Tatsache bei, daß ein Teil des Wassers thixotrop an das Agar- bzw. Alginsäuregel gebunden ist und durch das mechanische Verteilen frei gesetzt wird. Die öligen Verschmutzungen werden zum Teil emulgiert, zum Teil von dem organischen Lösungsmittel aufgenommen. Die Schmutzstoffe werden an die Quellstoffkolloide adsorbiert und in Ider Schwebe gehalten, so daß sie durch Abreiben der Hände mit einem Lappen, Putzwolle, Zellstoff od. la. entfernt werden können.
- Das Präparat reinigt auf diese Weise auch stark verschmutzte und verölte Hände ohne zusätzliche Was seranwendung.
- Von der bereits erwähnten deutschen Patentschrift 749743 unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand durch den unterschiedlichen Reinigungsvorgang (Naßwäsche statt Trockenreinigung), durch die Verwendung stark wasserbindender Quellstoffe (Aigar-Agar statt Mehl oder Stärke) und den geringen Gehalt an Trockensubstanz.
- Die Verwendung von Perchloräthylen als Lösungsmittel zur chemischen Reinigung ist zwar aus der österreichischen Patentschrift I67 297 bekannt. Seine Anwendung als Zusatz tzu einer Händereinigungsemulsion nach der Erfindung ist darin jedoch weder angegeben, noch durch sie nahegelegt. Ein Vorzug des Perchloräthylen ist seine besonders geringe Tosität.
- Die französische Patentschrift 884089 betrifft eine Lösungemittelseife mit hohem Schaummittelgehalt. Die Stabilisierung wind durch einen Trockensubstanzgehalt von etwa 44,5 0/o erreicht.
- Eine Händereinigung ohne zusätzliche Wasseranwendung ist hiermit nicht durchführbar. Beim Erindungsgegenstand handelt es sich dagegen um eine Emulsion, bei der mit etwa 3,2 0/o Trockensubstanz die dreifache Menge Lösungsmittel zu stabilisieren ist. Es ist nicht möglich, durch sinngemäße Weiterentwicklung des Mittels nach der genannten französischen Patentschrift zu der hier beschriebenen Reinigungsemulsion zu gelangen.
- Als günstiges Ausführungsbeispiel für die Herstellung der Reinigungsemulsion sei erwähnt: 150 g Agar-Agar werden in In kr Wasser durch Kochen gelöst. Beim Abkühlen vor Erreichen des - Erstarrungspunktes werden nach Zugabe von 100 g Fettalkoholsulfonat 3 kg Perchloräthylen einge,-rührt. Die erkaltete Emulsion wird durch Zugabe von 70 g pulverförmiger Carlboxymethylcellulose auf den gewünschten Festigkeitsgrad gebracht und homogenisiert.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer zur Hände reinigung ohne zusätzliche Verwendung von Wasser geeigneten Emulsion, dadurch gekennzeichnet, sodaß ein oder mehrere hydrophobe organische Lösungsmittel mit Hilfe eines seifenartigen oder synthetischen Netzmittels unter Verwendung von Agar-Agar, Alginsäure bzw. deren Salzen und gegebenenfalls hydrophilen Zellulosederivaten zu einer Öl- in Wasser-Emulsion verarbeitet werden, wobei der Trockengehalt des Präparats etwa 3,2°/o betragen soll.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 749 743; französische Patentschrift Nr. 884 o89; österreicshische Patentschrift Nr. 167297.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW8512A DE948911C (de) | 1952-05-06 | 1952-05-06 | Verfahren zur Herstellung einer zur Haendereinigung ohne zusaetzliche Verwendung von Wasser geeigneten Emulsion |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW8512A DE948911C (de) | 1952-05-06 | 1952-05-06 | Verfahren zur Herstellung einer zur Haendereinigung ohne zusaetzliche Verwendung von Wasser geeigneten Emulsion |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE948911C true DE948911C (de) | 1956-09-06 |
Family
ID=7593873
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW8512A Expired DE948911C (de) | 1952-05-06 | 1952-05-06 | Verfahren zur Herstellung einer zur Haendereinigung ohne zusaetzliche Verwendung von Wasser geeigneten Emulsion |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE948911C (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR884089A (fr) * | 1942-07-09 | 1943-08-02 | Sociedade De Productos Exclusi | Procédé de fabrication de détersifs liquides et produits en résultant |
| DE749743C (de) * | 1940-11-07 | 1944-12-05 | Pastenfoermiges Trockenreinigungsmittel und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| AT167297B (de) * | 1948-10-07 | 1950-12-11 | Elisabeth Weizmann | Hautreinigungsmittel für die Wundpflege |
-
1952
- 1952-05-06 DE DEW8512A patent/DE948911C/de not_active Expired
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE749743C (de) * | 1940-11-07 | 1944-12-05 | Pastenfoermiges Trockenreinigungsmittel und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| FR884089A (fr) * | 1942-07-09 | 1943-08-02 | Sociedade De Productos Exclusi | Procédé de fabrication de détersifs liquides et produits en résultant |
| AT167297B (de) * | 1948-10-07 | 1950-12-11 | Elisabeth Weizmann | Hautreinigungsmittel für die Wundpflege |
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