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DE9479C - Neuerungen an Webstühlen - Google Patents

Neuerungen an Webstühlen

Info

Publication number
DE9479C
DE9479C DENDAT9479D DE9479DA DE9479C DE 9479 C DE9479 C DE 9479C DE NDAT9479 D DENDAT9479 D DE NDAT9479D DE 9479D A DE9479D A DE 9479DA DE 9479 C DE9479 C DE 9479C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lever
strands
rack
loom
rods
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT9479D
Other languages
English (en)
Original Assignee
FR. TH. SCHMIDT und TH. SPEIGHT in Bradford, Grafschaft York (England)
Publication of DE9479C publication Critical patent/DE9479C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03CSHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C9/00Healds; Heald frames
    • D03C9/02Healds

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

1879.
Klasse 86.
FREDERICK THOMAS SCHMIDT und THOMAS SPEIGHT in BRADFORD (Grafschaft York, England).
Neuerungen an Webstühlen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. Juni 1879 ab.
Die Erfindung bezieht sich erstens auf die Anwendung metallener Litzen, und zwar in verschiedenen Sätzen, d. h. grofsen, kleinen, feinen oder groben Sätzen, so dafs mit einem Litzen-• satz Stoffe von beliebiger Qualität oder Breite, wie es der Webestuhl gestattet, gewebt werden können, zweitens auf das Anhalten der Webestühle mittelst der Litzen, wenn einer oder mehrere Kettenfäden zerreifsen oder schlaff werden, drittens auf die metallenen Litzen oder Drähte.
Fig. ι stellt eine vordere Ansicht des an einem Webestuhl angebrachten neuen Apparats dar; Fig. 2 ist eine Seitenansicht und Fig. 3 ein Grundrifs desselben; Fig. 4 zeigt einen Theil des neuen Schaftes mit Litzen in vergrößertem Mafsstabe; Fig. 5 ist ein Durchschnitt desselben mit der neuen Litze und angespanntem Kettenfaden und Fig. 6 ein ähnlicher Durchschnitt mit zerrissenem Kettenfaden; Fig. 7 ist eine Seitenansicht der neuen metallenen Litze und Fig. 8 eine vordere Ansicht derselben; Fig. 9 zeigt die Vorderansicht einer neuen Vorrichtung zum Anhalten des Webestuhls, wenn ein oder mehrere Kettenfäden zerreifsen; Fig. 10 eine Seitenansicht derselben; Fig. 11 einen Theil der oberen Zahnstange mit Hebel und Fig. 12 einen Grundrifs derselben. Gleiche Buchstaben bezeichnen beziehungsweise in den verschiedenen Figuren dieselben Theile.
A sind Schäfte mit hölzernen Latten B und C, welche an flachen Metallstangen D befestigt und mit messingenen Ansätzen E versehen sind. Zwischen den Stangen ist eine Oeffnung F gelassen, durch welche die flachen Stangen G und H hindurch gehen. Diese Stangen sind herauszunehmen, so dafs man die Litzen in beliebiger Anzahl je nach der Qualität der Stoffe, welche man zu weben wünscht, entfernen, ersetzen, vermehren oder verringern kann.
Die metallenen Litzen werden über die Stange G gehängt und in ihrer Betriebsstellung durch die Stange II erhalten. Die Schäfte A werden durch Stangen vermöge der Aufhängevorrichtungen / der Scheibe J bewegt und durch die Führungen K in ihrer steigenden und fallenden Lage erhalten; diese Führungen sind in den Ansätzen L befestigt, welche an dem Webestuhlgestell angebracht sind. Die untere hölzerne Latte C ist, wie die Fig. 5 und 6 zeigen, ausgeschnitten und bewegt sich in dem dadurch gebildeten Ausschnitt eine Zahnstange M, deren Rückseite mit einer Anzahl Stifte O versehen ist. Diese Zahnstange wird durch die Zunge P, Fig. 1, eines oscillirenden Hebels Q in Thätigkeit gesetzt. Die Zunge bewegt sich in einem Einschnitt R, welcher in der Latte hergestellt ist und der Hebel Q an einem Stift und in einem kleinen Ansatz S, welcher an der unteren Seite der Latte befestigt ist. Der eine Arm des oscillirenden Hebels ist mit einem Zapfen T versehen, welcher bei der Abwärtsbewegung des Schaftes mit einer Platte U in Berührung kommt, so dafs der oscillirende Hebel eine Bewegung nach innen erhält, während die Bewegung nach aufsen durch eine Spiralfeder V mitgetheilt wird, welche den Hebel mit der unteren Seite der Latte verbindet. Die Platte U bewegt sich in Lagern W, die an einem Ansatz X angebracht sind. Letzterer ist an dem Ständer Y und dieser an einem Riegel des Webestuhls befestigt.
■Die Litzen sind bei A ' in der Stellung gezeichnet, welche sie einnehmen, wenn die Kettenfäden intact sind; bei B' jedoch sind die Kettenfäden gerifsen, so dafs die unten mit Haken versehenen Enden R' in die Zähne der Zahnstange M fallen und mit den Stiften O in Berührung kommen. Hierdurch wird die. Hin- und Herbewegung der Zahnstange und infolge dessen die Oscillation des Hebels Q unterbrochen, welcher letztere, indem er gehoben wird, den Finger Z mit der Platte U in Berührung bringt, so dafs diese sich hebt und mit ihr ein Hebel E J, welcher auf der Platte U befestigt oder aus einem Stück mit ihr gegossen ist. Der Hebel E ' hebt eine Stange F \ welche mit einem Hebel G ' verbunden ist; letzterer ist an dem einen Ende einer Welle ff1 befestigt, welche sich in Lagern I1 bewegt, die an einem Riegel des Webstuhls angebracht sind. Die Welle H1 bewegt einen anderen Hebel J\ welcher an deren anderem Ende befestigt ist und eine Stange K' herabzieht. Da diese mit dem kurzen Arm L * eines Hebels M1 verbunden ist, so dreht sich der Hebel M1 in einem

Claims (2)

Ansatz JV \ welcher an der Betriebshandhabe O1 des Webestuhls befestigt ist. Der Hebel M ' ist mit einem Hammer E" versehen, welcher, wenn er in die Höhe geht, mit dem Blatt Q1 oder einem anderen in Bewegung befindlichen Theil des Webestuhls in Berührung kommt, welches den Antriebshebel O ' aus seiner Nuth und so den Riemen auf die lose Scheibe wirft, wodurch der Webestuhl angehalten wird. Die metallenen Litzen A *, Fig. η und 8, werden aus dünnem, flachen Draht mit Haken R ' hergestellt, welche nach der hohen Kante umgebogen sind und mit Oesen S' versehen, durch welche die Kettenfäden hindurchgehen. Diese hakenförmigen Litzen sollen ermöglichen, feinere Sätze herzustellen, als es mit den bis jetzt angewendeten Metall-Litzen möglich ist, sowie an jedem gewünschten Punkte den Satz zu vermehren oder zu vermindern, was durch Heben der Stange H geschieht, und wodurch man in den Stand gesetzt ist, jede Zahl Litzen nach Wunsch zu entfernen und zu ersetzen, dieselben zu vermehren oder zu verringern. In den Fig. 9 und 10 wird statt einer Stange G eine dünne Zahnstange T1 angewendet, welche sich zwischen zwei Stangen U1 bewegt, die mit Zähnen V1 versehen sind. Diese Zähne sind jedoch in einer der Zahnstange entgegengesetztenRichtung eingeschnitten. Eine untere Platte W1 befestigt die beiden Stangen U1. Das Ende X' der Zahnstange wird in dem Schlitz eines Hebels Y'- geführt und durch einen Stift Z1 und eine Platte A'2 festgehalten. Der Hebel Y\ bewegt sich in einer Oeffhung des Schaftendes und dreht sich um den Stift B2, welcher in den Stangen D befindlich ist. Der Hebel Y1 ist mit einem vorspringenden Arm C- versehen, gegen den eine Feder D2 drückt, welche die Zahnstange in ihre Lage zurückbringt; indem der Schaft sich senkt, bringt er den Hebel Y1 mit der Führung K in Berührung, wodurch die Zahnstange nach aufsen bewegt wird und, da die Feder eine Bewegung nach innen ertheilt, so wird die Hin- und Herbewegung der Stange erzielt. Wenn ein Kettenfaden reifst, so fällt der obere Haken der Litze zwischen die Zähne der Stangen U1 und der Zahnstange T1, wodurch die Zahnstange und infolge dessen die Bewegung des Hebels Y' angehalten wird; letzterer kommt bei der Aufwärtsbewegung des Schaftes mit der beweglichen Platte U in Berührung, welche in Lagern E* liegt, diese sind an einem Ansatz E2 befestigt, der an das Webestuhlgestell festgebolzt, ist. Die Platte U bewegt einen Hebel E1 und senkt eine Stange E' und den Arm G2 eines Hebels, dessen anderer Arm H2 mit der Stange K1 gehoben wird, welche den Hebel Mx mit dem Hammer /" hebt. Indem letzterer mit dem sich bewegenden Theil Q' in Berührung kommt, wirft er den Antriebshebel aus seiner Nuth und den Riemen auf die Losscheibe, wodurch der Webestuhl angehalten wird.. Wenn die Breite des zu verwebenden Stoffes verringert werden soll, so werden die Muttern der Stange H gelöst, letztere etwas gehoben und die Metall-Litzen von der Stange G abgehakt, soll die Breite des Stoffes vergröfsert werden, so wird die erforderliche Anzahl Litzen hinzugefügt. Die vorliegenden metallenen Litzen unterscheiden sich von den bekannten dadurch, dafs sie mit Haken auf der hohen Kante der Litzen gebildet sind. Da die Anzahl der zu verwendenden Litzen von der Anzahl der Kettenfäden, welche zur Verwendung kommen, abhängt, so ändert sich die gewöhnliche Art und Weise, die Schäfte und Litzen zu heben oder zu senken, nicht. Die Erfinder bemerken, dafs flache, metallene Litzen angewendet werden, welche behufs Herstellung der Löcher in der Mitte ihrer Länge eingeschnitten und auseinander gebogen sind und hehufs Herstellung der Haken am Ende nach, der flachen Seite umgebogen sind; auf diese bezieht sich jedoch ein Anspruch nicht. Paten τ-Ansprüche:
1. Die Construction und Anwendung metallener Litzen, welche durch Umbiegen nach der schmalen Kante unten und oben mit
.. Haken versehen sind und in verschiedenen Sätzen, als grofsen, kleinen, feinen, groben angewendet werden können, von denen jede beliebige Zahl Litzen je nach der Qualität des zu webenden Stückes entfernt oder wieder eingesetzt werden kann, in der Weise und zu dem Zweck, wie es eben beschrieben und in den beiliegenden Zeichnungen, Fig. 4 bis 8, erläutert worden ist.
2. Der Mechanismus des neuen Apparats zum Anhalten eines Webestuhls mittelst der Litzen, wenn ein oder mehrere Kettenfäden gerissen sind, in der Weise, wie oben beschrieben und in den Fig. 1 bis 6 und 9 bis 12 der beiliegenden Zeichnungen dargestellt ist.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DENDAT9479D Neuerungen an Webstühlen Active DE9479C (de)

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DE (1) DE9479C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE976459C (de) * 1952-04-18 1963-09-12 Grob & Co Ag Flachstahl-Webelitze

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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