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DE9477C - Strohflechtmaschine - Google Patents

Strohflechtmaschine

Info

Publication number
DE9477C
DE9477C DENDAT9477D DE9477DA DE9477C DE 9477 C DE9477 C DE 9477C DE NDAT9477 D DENDAT9477 D DE NDAT9477D DE 9477D A DE9477D A DE 9477DA DE 9477 C DE9477 C DE 9477C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
stalk
straw
goes
spring
braiding machine
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT9477D
Other languages
English (en)
Original Assignee
W. VOGEL in Triberg (Baden)
Publication of DE9477C publication Critical patent/DE9477C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27JMECHANICAL WORKING OF CANE, CORK, OR SIMILAR MATERIALS
    • B27J1/00Mechanical working of cane or the like
    • B27J1/02Braiding, e.g. basket-making

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Braiding, Manufacturing Of Bobbin-Net Or Lace, And Manufacturing Of Nets By Knotting (AREA)

Description

PATENTSCHRIFT
Klasse 43.
WILHELM VOGEL in TRIBERG (Baden). Stroh - Flechtmaschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. Mai 1879 ab.
In beiliegender Zeichnung ist Fig. 1 die Seitenansicht, Fig. 2 der Grundrifs, Fig; 3 die Vorderansicht; die übrigen Figuren sind Details der Maschine. Der Geflechtstreifen ist unter das fünfkantige, stehende Prisma ab c d e fest und horizontal eingeklemmt, so dafs vier Halme 1,2,3 und 4 und drei Halme 5, 6 und 7 senkrecht zu einander und horizontal gerichtet sind. Das Prisma abcd* wird durch die Feder i abwärts auf den Streifen gedrückt und steht in der Führung des mit der Feder i umgebenen Cylinders, auf welchem das Prisma mit den beiden Seitenhebeln k, Fig. 1 und 2, auf- und abwärts bewegt werden kann. L ist ein Triebcylinder, welcher durch die Räder m m ' gedreht wird; auf demselben befinden sich die Vertiefungen η, in welchen die Zapfen der Hebel o, o.2 O3 und f., durch die in der Vertiefung angebrachten Curven, deren Abwicklungen in Fig. 4 ersichtlich sind, hin- und hergeschoben werden.
Das Flechten selbst geschieht mit den Winkelhebeln k und den segmentförmigen Hebeln p. Es besteht z. B. bei siebenhalmigem Geflecht, wie hier gezeichnet, darin, dafs einmal auf der linken und einmal auf der rechten Seite der äufsere Halm um den zunächst liegenden unten herum und über die beiden anderen gelegt wird; bei Fig. 2 z. B. geht zunächst Halm 1 unter dem Halm 2 herum und legt sich über 3 und 4 dicht neben 5 in gleicher Ebene an; ist dies geschehen, so macht Halm 7 dieselbe Bewegung; er geht unter 6 herum und legt sich wieder in gleiche Ebene dicht neben Halm 4 an u. s. w.
Beim Beginn des Flechtens dreht sich der Cylinder Z, Fig. 1 und 2, in der Richtung des Pfeiles, Fig. 3. Der Zapfen o,, Fig. 2, bewegt sich mit dem Hebelarm O1 rückwärts; dadurch werden die Hebel k, Fig. 1, abwärts und ein Bruch (s. Fig. 5) in den Halm 1 gedrückt. Die Tischplatte selbst besitzt die entsprechende Vertiefung für den Bruch; gleichzeitig geht der Halm 2 bis auf 60 ° in die Höhe durch den Hebel qr, Fig. 1 und 3. Der Arm al, Fig. 6, ist fest an k k und drückt q abwärts; q r bewegt sich um den Bolzen s, Fig. 1, 3 und 6. Bei R, Fig. 1 und 2, steht ein festes Zapfenlager für den Winkelhebel k. Wenn k und Halm ι wieder in ihre frühere Lage zurückkehren, geht Zapfen o.x, Fig. 1 und 2, vorwärts, und der runde Hebel /, Fig. 2, erfafst mit seiner Klaue, Fig. 7, den Halm 1 und führt ihn bis zu b c, dicht neben und in gleicher Richtung mit Halm 5. Halm 2 liegt nun oben, Halm 3 und 4 unten. Der Strohstreifen mufs nun um den eingeflochtenen Halm 1 zurückgehen, und das Gleiche wiederholt sich auf der anderen Seite. Das Rückgehen des Streifens geschieht abwechselnd in der Richtung c d und c b, Fig. 2.
Der Zurückzieher / wird durch eine Curve in L wieder rückwärts gezogen, gleichzeitig aber durch die beiden Federn //, Fig. 2, abwechselnd einmal nach rechts und einmal nach links unter 45° seitlich abgelenkt; es geschieht dies folgendermafsen: Sobald das Rückwärtsgehen von / beginnt, kommt gleichzeitig auf der Welle L eine Erhöhung I, Fig. 9, bei q in Fig. 1 zur Wirkung. Dadurch geht derselbe mit dem Quadrat und dem Kamm in die Höhe und fafst den Streifen unter dem Prisma ab c d e, ähnlich dem Zeug einer Nähmaschine, fest; gleichzeitig geht 11, Fig. 2, mit in die Höhe, und hält dem Quadrat in der Linie b Z1 Widerstand. Die Feder 11 bleibt ruhig, während ή ή durch u ti, Fig. 8, mit in die Höhe genommen wurde. Der Zurückzieher geht auf diese Weise zuerst aufwärts, dann rückwärts unter 45°, und rasch in seine frühere Lage zurück, und der Strohstreifen wird durch ab c d e wieder auf den Tisch festgeklemmt. Das Einflechten beginnt dann auf der anderen Seite; hierbei hebt sich nun die Feder 11, Fig. 2, mit / durch eine andere Erhöhung auf Welle L in die Höhe. Der Zurückzieher / mufs danach wieder in die untere Lage eintreten. Sämmtliche Hebel laufen in der mittleren Führung, Fig. 10, und / ist durch die Feder, Fig. 8, festgehalten.
Eine weitere Arbeit der Maschine ist das Einlegen der Halme; denn ist ein Halm abgeflochten, so mufs letzterer wieder durch einen neuen ersetzt werden. Die Halme werden nicht, wie bei dem Flechten von Hand, beliebig lang bis zum Ende, sondern von ganz gleicher Länge abgeflochten. Sobald der Strohstreifen angeflochten und eingesetzt ist, müssen die Halme proportional abnehmend lang sein. Der kürzeste etwa 4 cm, der zunächst einzuflechtende 6 cm, der dritte 8 cm u. s. w.
Hat man bei je viermaligem beiderseitigen Einflechten einen neuen Halm nothwendig, so dreht sich die Einlegerwalze einmal, während die Triebwalze vier Umdrehungen macht u.s.w.
Das ganzhalmige Stroh wird folgendermafsen eingelegt:
Der Strohbehälter v, Fig. 2, it und .12, besteht aus einem unten keilartig zugespitzten Blechkasten ν ν, Fig. 2. Die untere Kante steht um eine Halmdicke vom Tisch ab, damit nur ein Halm durchgehen kann.
Ein Schüttler w, Fig. n, bewirkt durch seine auf- und abwärtsgehende Bewegung die richtige Lage des Strohes, so dafs jederzeit ein Halm unten in dem Scheitel liegt. Unter dem Strohbehälter liegt die Walze X, Fig. 2 und 12, welche von der Welle L, Fig. 2, ihre Drehung erhält, und hat eine Vertiefung y, in welcher der Zapfen des Einlegers ζ läuft. In Fig. 13 befindet sich der Einleger ζ von oben gesehen. Er bildet eine Zange, deren Arme durch eine Feder auseinandergehalten werden. Bei I, I, Fig. 13, wird die Zange durch zwei an beiden Seiten vorstehende Kanten mit ihren beiden Abschrägungen hindurchgezogen, infolge dessen geht sie beiz zu und fafst den untersten Halm mit den beiden Gabeln «, Z1, Fig. 13. Der Einleger ζ wird nun durch die Curve y vorgezogen, so dafs der Halm bei z>, k, , Fig. 2, an die Kante c b hingebracht wird. Es geschieht dies genau in der Zeit, wo der Halm 2 in die Höhe geht, der Bruch im Halm 1 gemacht ist und bevor der Halm 1 eingeflochten ist. Der neue Halm trifft erst ein, wenn er durch den Hebel ρ hineingearbeitet werden soll. Ist nun der unterste Halm durch den Einleger ζ vorgeschoben, so läfst er den Halm frei und geht zurück; dies geschieht dadurch, dafs die Erhöhung s,, Fig. 12, auf die beiden Widerstände II, II, Fig. 13 a, stöfst und die Zange auseinander und leer zurückgeht; in der früheren Lage angekommen, wird sie von der aufdrückenden Feder wieder in die beiden Seitenwiderstände II zurückgeführt. Der Gang des Einlegers ist also folgender: Beim Beginn des Vorwärtsrückens geht er zu, packt den Halm, zieht ihn nach vorn, läfst den Halm los und geht leer zurück.
Der Strohbehälter ist unten durch ein leichtes Blechfederchen V1, Fig. 11, geschlossen. Während die Maschine wieder einigemal weiter flechtet, legt sich ein neuer Strohhalm in die untere Ecke des Strohbehälters.
Wenn das Geflecht von einmal getheiltem oder zweimal getheiltem Stroh, oder sonst von Holzfasern etc. geflochten wird, ist dieser Strohbehälter nicht mehr genügend; dann wird das Material auf eine andere Art zugeführt. In Fig. 15 findet sich ein endloses Drahtgeflecht, welches sich um zwei Walzen dreht. Dieses Drahtgeflecht besitzt auf seiner Oberfläche Abtheilungen, in deren Vertiefungen je ein Halm von Hand hineingelegt wird und bis vor die Flechtkante b c, Fig. 2 und 15, geführt wird. Durch Uebersetzungen wird diese Bewegung von der Triebwelle aus bewerkstelligt; der Einleger,. Fig. 16, ist derselbe, wie bei Fig. 12, nur steht er hier umgekehrt. Sobald ein Halm nöthig ist, wird er durch den in einer Curve laufenden Zapfen c%, Fig. 16, in der Richtung nach a.2 vorgetrieben; letzterer geht durch den Widerstand b%, Fig. 16, in die Höhe, geht sodann durch die beiderseitigen Widerstände III, III zusammen, packt den Halm, führt ihn rasch an seinen Platz, geht durch die Schräge d% in die Höhe, löst bei III die Zange aus, läist den Halm los, und geht, von einer Feder gedrückt, leer in seine frühere Lage zurück.
Das System der Maschine ist für jede Geflechtsorte anwendbar. Es wird jedesmal von beiden Seiten abwechselnd der äufserste Halm unter dem zunächst anliegenden unten herum über die daneben liegenden Halme gelegt.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT9477D Strohflechtmaschine Active DE9477C (de)

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