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DE946810C - Entgaser fuer Speisewasser - Google Patents

Entgaser fuer Speisewasser

Info

Publication number
DE946810C
DE946810C DESCH15628A DESC015628A DE946810C DE 946810 C DE946810 C DE 946810C DE SCH15628 A DESCH15628 A DE SCH15628A DE SC015628 A DESC015628 A DE SC015628A DE 946810 C DE946810 C DE 946810C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
stage
cooking
water
degassing system
degasser
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DESCH15628A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Erwin Schwachula
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ERWIN SCHWACHULA DIPL ING
Original Assignee
ERWIN SCHWACHULA DIPL ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ERWIN SCHWACHULA DIPL ING filed Critical ERWIN SCHWACHULA DIPL ING
Priority to DESCH15628A priority Critical patent/DE946810C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE946810C publication Critical patent/DE946810C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D19/00Degasification of liquids
    • B01D19/0005Degasification of liquids with one or more auxiliary substances
    • B01D19/001Degasification of liquids with one or more auxiliary substances by bubbling steam through the liquid

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Degasification And Air Bubble Elimination (AREA)

Description

  • Entgaser für Speisewasser Die Erfindung betrifft einen thermischen Entgaser zur Entgasung von Kesselspeisewasser und Kondensaten, bestehend aus einer Einlaufstufe, einer dieser nachgeordneten Kochstufe, in die von oben Rohrstücke hineinragen, die die Kochstufe mit einer Entspannungsstufe verbinden, wobei der Dampfdruck der Kochstufe das Wasser durch die Rohre in die Entspannungsstufe fördert. Es ist bekannt, daß die Entgasung von Speisewasser entweder auf physikalischem oder auf chemischem Wege erfolgen kann. Es werden vorwiegend physikalische, d. h. thermische Verfahren verwendet, weil. sie gleichzeitig die Einschaltung des Entgasers in den Wärmekreislauf in wirtschaftlicher Weise ermöglichen. Die chemische Entgasung wird im allgemeinen nur zur Nachentgasung von Speisewasser herangezogen, um den Restgehalt an Sauerstoff zu binden, der nach den üblichen thermischen Entgasern sich erhält und beseitigt werden muß, wenn extrem hohe Ansprüche an die Gasfreiheit des Kesselspeisewassers gestellt werden.
  • Die grundsätzliche Einordnung der thermischen Entgaser in Unterdruck- und Überdruckentgaser . ist bekannt. Unterdruckentgaser sind empfindlich gegen das Eindringen von Luft, verursacht durch undichte Flanschverbindungen, Ar- maturen und Pumpenstopfbüchsen. Es werden daher heute Überdruckentgäser bevorzugt. Die Bauarten dieser Entgaser zerfallen nach den ihnen hauptsächlich zugrunde liegenden Prinzipien in Rieselentgaser, Aufkochentgaser und Entspannungsentgaser. Von diesen Bauarten ist die des Rieselentgasers die am häufigsten anzutreffende.
  • Der Rieselentgaser besteht im wesentlichen aus übereinander angeordneten Tassen oder gelochten Blechen, über die das. zu entgasende Wasser in möglichst feiner Verteilung verrieselt wird, während im Gegenstrom aufsteigender Heizdampf seine Wärme dem niedergehenden Wasser mitteilt.
  • Mit steigender Temperatur sinkt die Lösungsfähigkeit des Wassers sowohl für Sauerstoff als auch für Kohlensäure; sie wird bei Siedetemperatur gleich Null. Überdruckentgaser müssen daher, um wirksam zu sein, mit Siedetemperatur gefahren werden. Da aber die Temperaturverhältnisse des Entgasers der Belastung entsprechend Schwankungen unterliegen, trachtet man diesen durch Einbau von Regeleinrichtungen entgegenzuwirken. Bei Rieselentgasern beobachtet man ferner bei Teilbelastung ungleichmäßige Beaufschlagung und Verteilung des Wassers, wodurch u.ngenügende Entgasung begünstigt wird. Auch im Anfahrbetrieb ist diese häufig feststellbar. Ferner müssen Rieselentgaser, um voll wirksam zu sein, mindestens acht bis zehn Tassen enthalten; dadurch entstehen sehr große Bauhöhen, die man durch Minderung der Tassenzahl bei gleichzeitiger Erhöhung der Wasserzulauftemperatur zu beseitigen trachtet.
  • Aufkochentgaser leiden dagegen in ihren üblichen Bauarten unter dem Mangel einer feinen Aufteilung und Verteilung des Wassers. Infolge des Fehlens einer zwangläufigen Führung des Dampf-Luft-Gemisches wird der Wirkungsgrad dieser Entgaserbauart ungünstiger als bei Rieselentgasern.
  • Entspannungsentgaser arbeiten mit einer plötzlichen Druckentlastung des heißen Wassers, wobei der Druck tiefer liegt, als der zur Vorwärmetemperatur gehörige Dampfdruck. Bei der durch die Entspannung auftretenden Dampfbildung entsteht ein Dampf-Wasser-Gemisch, das die vorher im Wasser gelösten Gase enthält und nun freigibt. Bei den üblichen Ausführungsformen dieser Entgaser erfolgt durch die Entspannung eine Gefälleverminderung, welche einen thermischen Verlust mi-t sich bringt. Diese durch die üblichen Bauarten thermischer Entgaser bedingten, unbefriedigenden Verhältnisse zu vermeiden, gleichzeitig die den Entgasungsprozeß fördernden und bewirkenden physikalischen Ursachen in einer einzigen Einrichtung zu maximaler Wirkung zu vereinigen, ist die Aufgabe, die mit der vorliegenden Erfindung gelöst wird.
  • Es wird vielfach angestrebt, einen Teil des bereits entgasten Wassers dem Entgasungsvorgang wieder zuzuführen. Die Rückführung erfolgt gewöhnlich mit Hilfe zusätzlicher Einrichtungen, z. B. durch eine Pumpe, einen Injektor, oder andere Mittel; sie ist geeignet, den Entgasungsprozeß wirksamer zu machen, da durch die Rückführung eines Teiles des entgasten Mediums dessen Gasgehalt verringert wird. Zur Lösung der gestellten Aufgabe wurde daher grundsätzlich die Rückführung und Umwälzung des bereits entgasten Wassers in den Vordergrund gestellt.
  • Erfindungsgemäß wird das zu entgasende Speisewasser dem Entgaser durch eine als Kaskade ausgebildete - Einlaufstufe, die lediglich als Vorwärmstufe zu wirken hat, einer geschlossenen Kochstufe zugeführt, in deren Dampfraum sich, hervorgerufen durch den in die Kochstufe eintretenden Heizdampf, ein geringer Überdruck ausbildet. In die Kochstufe tauchen, den Dampfraumdurchsetzend, kurze Rohrstücke ein, die bewirken, daß aus der Kochstufe ein DamEef-Wasser-Gemisch nach - einer über dem Kochraum gelegenen Entspannungsstufe gehoben wird, in der eine Trennung des Dampf-Wasser-Gemisches erfolgt. Die Brüden ziehen durch die Einlaufstufe ab, ihre Wärme dem eintretenden Kaltwasser mitteilen Das entspannte und entgaste Wasser läuft entweder direkt in den Speisewassersammler oder kann noch einer nachgeschalteten Rieselstufe zugeführt werden.
  • Im Rahmen dieses Erltgasungsvorganges erscheint es möglich und vorteilhaft, wahlweise eine Umwälzung des entgasten Wassers dadurc'herbeizuführen, daß die in die Kochstufe eintauchen-- den - Rohrstücke mit drehbaren Düsen versehen werden, die, von außen verstellbar, eine Ruckfuhrung des zur Entspannungsstufe gehobenen, entgasten Wassers ganz oder teilweise gestatten.
  • Der Vorteil dieser Anordnung liegt nicht nur in der Vereinigung der den Entgasungsprozeß fördernden und bewirkenden Ursachen, sondern,auch darin, daß eine Hebung des Heißwassers zur Entspannungs stufe nur dann erfolgt, wenn es unter Siededruck steht. Diese Vorbedingung für eine einwandfreie Entgasung, die unbedingte Einhaltung der Siedetemperatur, wird mit einfachen Regeleinrichtungen erreicht. Ferner ermöglicht die Umwälzung des entgasten Wassers mit Hilfe von von außen verstellbarer Düsen die Anpassung an kleinste Teilbelastungen bzw. die Ausführung für kleinste zu entgasende Wassermengen.
  • In Abb. I und 2 sind Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt.
  • Abb. I zeigt eine Ausführung, bei der das zu entgasende Wasser in üblicher Weise durch den Rohrstutzen I einer Einlaufstufe 2 zugeführt und über mehrere Tassen 3 verrieselt wird. Das hierbei durch Brüden oder Abdampf vorgewärmte Wasser wird einer Kochstufe 4 durch Rohre 5 zugeleitet, welche von der Einlaufstufe 2 niederführen. Ferner ragen in die Kochstufe 4 von oben kürzere Rohrstücke 6, die an ihren unteren Enden mit Löchern oder Schlitzen versehen sind und zum Teil von untereinander verschiedener Länge sein können.
  • Durch einen Rohrstutzen 7 tritt Heizdampf von 0,I bis 0,3 atü in ein Ringstück8, dessen äußerer Mantel 9 mit Löchern oder Schlitzen versehen ist, so daß Heizdampf in die Kochstufe 4 einströmen kann. Entsprechend der Eintauchtiefe der Rohre 6 in die Kochstufe 4 wird sich in dieser ein Wasserspiegel und darüber ein Dampfraum ausbilden, dessen Druck im wesentlichen vom Heizdampfdruck und von der Erreichung der Siedetemperatur des Heizwassers abhängt. Dieser Druck bewirkt eine Hebung des Heißwassers'aus der Kochstufe 4 zur Entspannungsstufe IO mittels der Rohre 6, welche an ihren oberen Enden drehbare Düsenköpfe II tragen, die von außen mittels einfacher Hebelmechanismen 12 verstellt werden können. Die Düsenköpfe II ermöglichen je nach ihrer Stellung entweder den Ablauf des Heißwassers über eine zentral angeordnete Rieselstufe I3 oder den Rücklauf zur Kochstufe 4. Durch einen unterhalb der Rieselstufe 13 vorgesehenen Stutzen 14 kann ferner zusätzlich Abdampf eingeführt werden, der die Rieselstufe bzw. die Einlaufkaskade beheizt.
  • In Abb. 2 erfolgt dile Zuführung des zu entgasenden Wassers ebenfalls durch einen Rohrstutzen I in eine Einlaufstufe 2 mit nachgeschalteter Kaskade 3. Zur Vorwärmung des Wassers ist ein Rohrstutzen 15 vorgesehen, der Abdampf in die Kaskade 3 einzuleiten gestattet. Das vorgewärmte Wasser fließt in ein zentral angeordnetes Rohr I6, das fast bis auf den Boden der nach oben geschlossenen Kochstufe 4 hinabreicht, in die, wie in Abb. I, Rohrstücke 6 ragen, die drehbare Düsenköpfe II tragen. Die Zuführung des Heizdampfes erfolgt durch den Rohrstutzen 17, der den Dampf in ein düsenförmig ausgebildetes Heizsystem 18 leitet, dessen unterer Konus 19 und dessen daran anschließender zylindrischer Teil 20 Löcher oder Schlitze besitzen, durch die der Heizdampf in die Kochstufe 4 einströmt. Die Betätigung der Düsenköpfe II erfolgt vom Boden der Kochstufe ß aus durch einen einzigen Hebel 21 mittels der Achse 22, die mit dem Ring 23 fest verbunden ist, so daß die Ringstifte 24 die Düsenhebel 25 beeinflussen.
  • Das entgaste Wasser läuft aus den Düsen II entweder in die Ablaufrinne 26 und von dort durch den Rohrstutzen 27 in den Speisewassersammler, oder es kann wahlweise jede einstellbare Menge bis zur Grenze der Leistungsfähigkeit des Entgasers wieder in die Kochstufe 4 durch die Öffnungen 28 rückgeführt werden.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Entgaser für Speisewasser, bestehend aus einer als Kaskade ausgebildeten Einlaufstufe, der eine geschlossene Kochstufe nachgeordnet ist, in die von oben Rohrstücke hineinragen, welche die Kochstufe mit einer Entspannungsstufe verbinden, dadurch gekennzeichnet, daß das aus der Einlaufstufe (2) in die Kochstufe (4) gelangende Wasser durch die Rohrstücke (6) mittels des in der Kochstufe (4) sich ausbildenden Dampfdruckes selbsttätig nach der Entspannungsstufe (IO) gehoben wird.
  2. 2. Entgasungsanlage nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Hebung des Heißwassers dienenden Rohre (6) teilweise verkürzt oder auf eine bestimmte Tauchlänge mit Schlitzen oder Löchern versehen sind.
  3. 3. Entgasungsanlage nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die im Innern des Entgasers liegenden, zur Hebung des Heißwassers dienenden Rohre (6) Düsenköpfe(ll) tragen, die drehbar. angeordnet sind.
  4. 4. Entgasungsanlage nach Anspruch I, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das aus der geschlossenen Kochstufe (4) durch die Rohrstücke (6) - geförderte Heißwasser wahlweise mittels der drehbaren Düsenköpfe (11) wieder in die Einlaufstufe (2) rückgeführt werden kann.
  5. 5. Entgasungsanlage nach Anspruch I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsenköpfe (in), welche die Umwälzung des Heißwassers zu regeln gestatten, mit Hilfe einfacher Hebelmechanismen (I2 bzw. 23, 24, 25) einzeln oder in ihrer Gesamtheit durch einen einzigen Hebel (2I) von außen verstellt werden können.
  6. 6. Entgasungsanlage nach Anspruch I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das in der Entspannungsstufe (Io) entgaste Wasser durch eine zentral gelegene Rieselstufe (13) abgeleitet wird, die durch die Brüden des Speisewassersammelbehälters bzw. durch Heizdampf eine zusätzliche Aufheizung erfahren kann.
  7. 7. Entgasungsanlage nach Anspruch I bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Entspaunungsstufe (Io) den Oberteil der Rieselstufe (I3) bildet.
  8. 8. Entgasungsanlage nach Anspruch I bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung des zu entgasenden Mediums von der Einlaufstufe (2) zur Kochstufe (4) und von dieser zur Entspannungsstufe (IO bzw. 26) -durch im Innern des Entgasers eingebaute Rohre (5 und 6 bzw. i6 und 6) erfolgt.
  9. 9. Entgasungsanlage nach Anspruch I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein in die Kochstufe (4) eingebautes Heizsystem (I8) die Form einer Düse besitzt, welche aus zwei konischen und einem zylindrischen Teil besteht, von denen der eine Konus und der zylindrische Teil mit Löchern oder Schlitzen versehen sind, durch die der Heizdampf in die Kochstufe eintreten kann.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 510 713, 734 o28; schweizerische Patentschrift Nr. 103 438; S p I i t t g e r b e r: Wasseraufbereitung im Dampfkraftbetrieb, S. 29I/292.
DESCH15628A 1954-06-20 1954-06-20 Entgaser fuer Speisewasser Expired DE946810C (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH103438A (de) * 1921-12-23 1924-02-16 Barns Morison Donald Verfahren und Vorrichtung zum Austreiben von Gasen aus Flüssigkeiten.
DE510713C (de) * 1926-10-26 1930-10-22 Paul H Mueller Dr Ing Kesselspeiseanlage mit Entgasung des Speisewassers in einem Mischvorwaermer
DE734028C (de) * 1935-06-21 1943-04-07 Kraftanlagen Ag Entgasungsanlage

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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CH103438A (de) * 1921-12-23 1924-02-16 Barns Morison Donald Verfahren und Vorrichtung zum Austreiben von Gasen aus Flüssigkeiten.
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