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DE946570C - Vorrichtung zur laufenden, kurvenmaessigen Anzeige der Lichtabsorptionsdifferenzen zweier fluessiger Substanzen - Google Patents

Vorrichtung zur laufenden, kurvenmaessigen Anzeige der Lichtabsorptionsdifferenzen zweier fluessiger Substanzen

Info

Publication number
DE946570C
DE946570C DEU1607A DEU0001607A DE946570C DE 946570 C DE946570 C DE 946570C DE U1607 A DEU1607 A DE U1607A DE U0001607 A DEU0001607 A DE U0001607A DE 946570 C DE946570 C DE 946570C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
voltage
light
cell
cathode ray
cells
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEU1607A
Other languages
English (en)
Inventor
Edgar Frank Daly
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Unicam Instruments Ltd
Original Assignee
Unicam Instruments Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Unicam Instruments Ltd filed Critical Unicam Instruments Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE946570C publication Critical patent/DE946570C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01JMEASUREMENT OF INTENSITY, VELOCITY, SPECTRAL CONTENT, POLARISATION, PHASE OR PULSE CHARACTERISTICS OF INFRARED, VISIBLE OR ULTRAVIOLET LIGHT; COLORIMETRY; RADIATION PYROMETRY
    • G01J3/00Spectrometry; Spectrophotometry; Monochromators; Measuring colours
    • G01J3/28Investigating the spectrum
    • G01J3/42Absorption spectrometry; Double beam spectrometry; Flicker spectrometry; Reflection spectrometry

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Investigating Or Analysing Materials By Optical Means (AREA)
  • Spectrometry And Color Measurement (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur laufenden, kurvenmäßigen Anzeige der Lichtabsorptions differenzen zweier flüssiger Substanzen Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur laufenden, kurvenmäßigen Anzeige der Lichtabsorptionsdifferenzen zweier Substanzen als Funktion der Wellenlänge. Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art wird durch einen Monochromator geleitetes Licht von periodisch über den gewünschten Bereich streichender Wellenlänge einerseits durch eine zu untersuchende Substanz und andererseits durch eine Vergleichssubstanz geleitet und eine der fotoelektrisch gemessenen Differenz der heiden sich hierdurch ergebenden Lichtstärken entsprechende Spannung zur Vertikal ablenkung des mit der Periode der Wellenlängenänderung des Lichtes horizontal gekippten Kathodenstrahles einer Braunschen Röhre verwendet.
  • In dieser bekannten Einrichtung werden zwei getrennte, durch den gleichen Monochromator erzeugte Teillichtstrahlen verwendet und zwei Fotozellen od.dgl. benutzt, die jede von einem dieser Teillichtstrahlen beaufschlagt werden, so daß die senkrechte Ablenkspannung der Kathodenstrahlröhre durch einfache Verbindung dieser beiden sich gegenüberliegenden Fotozellen erreicht wird. Dieses Verfahren ist jedoch viel zu roh und ungeeignet, um wirklich brauchbare und sehr genaue Messungen zu erreichen.
  • Um nun wirklich brauchbare und sehr genaue Messungen in derselben bequemen Art wiederzugeben, mit der die Ergebnisse der Messungen bei der bekannten Vorrichtung angezeigt werden, besteht die Aufgabe der Erfindung darin, einen Apparat der bekannten Art zu schaffen, in welchem alle Fehlerquellen, die durch eine Spaltung des Strahles in zwei Teile und durch Verwendung mehrerer Fotozellen auftreten können, restlos beseitigt sind.
  • Zur Erreichung dieses Zwecks wurde ein überraschend einfacher Weg gefunden, und zwar durch die Verwendung ein und desselben Strahles für die periodische Ablenkung, der wechselseitig erst durch die eine und dann durch die andere der zu vergleichenden Substanzen geschickt wird, wobei er in heiden Fällen auf ein und dieselbe Fotozelle auftrifft. Hierdurch erzeugt die Fotozelle einen Fotostrom, welcher sich zusammensetzt aus einer kontinuierlichen Komponente entsprechend dem Hauptwert des sich auf beiden Wegen bewegenden Lichtes und einer Wechselkomponente mit einer Frequenz gleich der der Strahlenablenkungsfrequenz, die der Differenz der Lichtwerte auf den beiden Wegen entspricht.
  • Die Erfindung besteht somit darin, daß ein und dasselbe aus dem Monochromator kommende Strahlenbündel in bei gewöhnlichen Fotometern bekannter Weise einer Fotozelle abwechselnd über die zu untersuchende Substanz und über die Vergleichssubstanz zugeleitet und die entsprechend verstärkte Wechselkomponente der Fotozellenspannung an eine phasenempfindliche Einrichtung angeschlossen ist, und daß eine gerichtete Kathodenstrahlkurvenanzeige dadurch erhalten wird, daß die verstärkte Wechselstromkomponente der Kathodenstrahlspannung direkt zur Meßablenkung des Kathodenstrahls verwendet, der Strahl jedoch außer- -halb einer kurzen, in der Mitte einer der beiden Halbperioden dieser Wechselspannung liegenden Teilperiode unterdr .ckt ist.
  • Zum besseren Verständnis der Erfindung wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt Fig. I eine schematische Wiedergabe eines vollständigen Gerätes nach der Erfindung, wobei bestimmte Teile des physikalischen Gerätes zum schnelleren Verständnis weggelassen sind, Elg. 2 ein Einzelteil einer der Absorptionszellen mit veränderlicher Weglänge, Fig. 3 eine optische Umschaltanordnung, Fig. 4 ein vollständiges optisches und Abienksystem ohne Gehäuse und Stützvorrichtungen.
  • Nach dem Beispiel besteht das Gerät aus zwei tragbaren Einheiten, von denen die eine ein optisches Doppelstrahlsystem für den Durchgang eines Lichtstrahles durch jedes der beiden Muster, einen Monochromator und einen Detektor enthält, und die andere Einheit eine Stromquelle und'die erforderliche Elektronen- und Anzeigeeinrichtung für die Anzeige der Differenzen der Beschaffenheit der beiden Substanzen enthält. Nach dem Beispiel besitzt eine Quelle für sichtbare oder infrarote Strahlung zur erforderlichen Erzeugung eines durch die Substanzen zu schickenden Lichtstrahles die Form einer Wolframfaden-Projektionslampe I, die durch eine Stromquelle 2 über eine Gleichrichter- und Glättungsvorrichtung 3 zur Herabsetzung irgendwelcher Brummodulation in der Intensität des emittierten Lichtes betrieben wird. Die Ausstrahlung der in Tätigkeit befindlichen Lampe wird durch zwei konkave Spiegel 4 und 5 gesammelt und wird durch Spiegel 8 und g (Fig. 4) auf zwei Brennpunkte eingestellt, die im Mittelpunkt zweier Kammern 6 und 7 liegen. Jede Kammer 6 und 7 enthält vier Absorptionszellen 10 veränderlicher Weglänge in solcher Anordnung, daß der Lichtstrahl vertikal durch sie hindurchläuft. Diese Zellen und ihr Gehäuse in den Kammern sind im einzelnen zu Fig. 2 erläutert. Die Kammer 6 ist für die Prüfmusterzellen und die Kammer 7 für die Bezugsmusterzellen bestimmt. Zellen fester oder veränderlicher Länge, durch die die Flüssigkeit zirkulieren kann, können ebenfalls in den Kammern 6 und 7 benutzt werden.
  • Nach Verlassen der Zellenkammern 6 und 7 werden die beiden Lichtstrahlen durch zwei weitere Konkavspiegel II und I2 wieder fokussiert und durch einen Planspiegel 13 (Fig. 4) so gerichtet, um an der gleichen Stelle auf einem anderen kleinen Spiegel I4 Bilder zu erzeugen, welch letzterer auf einem Torsionsstab 15 (Fig. 3) befestigt ist, der während seiner Schwingung als optischer Umschalter dient, wie schematisch mit i6 in Fig. I angedeutet ist. Das von diesem kleinen Spiegel 14 des optischen Schalters I6 reflektierte Licht fällt auf einen Konkavspiegel I7, der es über den Spiegel 18 (Fig. 4) auf den Eintrittsschlitz 20 eines Monochromators fokussiert. Der Monochromator ist in Fig. 4 mit 21 und dessen Austrittsschlitz mit 22 bezeichnet. Ein Spiegel 19 reduziert die Länge des Lichtstrahles und damit die Abmessungen des Gerätes. Sobald sich der Torsionsstab 15 in seiner äußersten Sdhwinglage befindet, fällt ein Strahl vollständig an den letzterwähnten Konkavspiegel 17, während das Bild auf dem Schlitz 20 des Monochromators 21 während der Umschaltung nahezu stationär bleibt.
  • Zum besseren Verständnis werden nun bestimmte Einzelheiten des Gerätes beschrieben.
  • Die Zellen Io mit veränderlicher Weglänge werden in einem vertikaien Strahl verwendet und besitzen entsprechend Fig. 2 Schmelzglasfenster 23, 24 von I mm Dicke mit einer Minimalöffnung A für den Strahl, die 20 mm im Durchmesser beträgt.
  • Die maximale mit B angedeutete Weglänge beträgt 5 mm, und die Höhe, die für jede Zelle erforderlich ist, beträgt 25 mm, so daß daher vier solche Zellen auf einer Höhe von 10 cm übereinander gestapelt werden können. Es wurde festgestellt, daß diese Höhe der Zellenkammer vorteilhaft ist. Die Zellen sind auf Schlitten 25 montiert, die in Nuten 26 der Seiten 27 der Kammern laufen, um sie leicht in den Strahl schieben zu können, und sie sind mit einer Skala mit einer Einteilung von hunderstel Millimeter versehen. In der Zeichnung sind nur Teile det Seiten 27 dargestellt. Zur Änderung der Weglänge sind die Schlitten 25 mit einem Gewinderingbecher 28 verbunden, in den ein Ring 29 einschraubbar ist, der mit einer Platte 30 verbunden ist, die das Fenster 23 durch Konsolen 3I trägt. Es ist ersichtlich, daß das Verschrauben des Ringes 29 in den oder aus dem Becher eine Axialbewegung der Platte 30 verursacht, wodurch die Abmessung B der Weglänge verändert wird. Zur Eichung des Abstandes der Fenster 23 und 24 und damit der Weglänge B wird ein Deckelring 32, der geeignete Markierungen besitzt, am Ring 29 angeschraubt und greift über die Wandung 33 des Bechers 28, wie gezeigt ist. Die Wandung 33 hat eine geeignete, bei der Betätigung sichtbare Indexmarkierung. Das feste Fenster 24 wird auf dem Becher 28 durch das Feststellglied 34 an seiner Stelle gehalten, welch letzteres die Form eines Bechers oder Behälters 34 einnimmt. Eine Schraube 36 und andere nicht gezeigte Teile sind in der Platte 30, die sich auf den Ring 29 abstützt, zur Feineinstellung der Fenster in Parallelstel lung vorgesehen, sobald kleine Weglängen benutzt werden, wobei die Niederhalteschrauben 37 locker sind, um die Einstellung zuzulassen. Danach werden sie angezogen. Das Füllen der Zellen ist sehr einfach und überlaufende Flüssigkeit wird in dem äußeren Becher oder Behälter 35 der Kammer aufgefangen, sobald die Weglänge reduziert wird.
  • Ein Flüssigkeitsverlust durch Verdampfen kann nur über eine besondere, nicht dargestellte Füllöffnung oder über die Gewinde eintreten und kann daher in vernünftigen Grenzen gehalten werden, wenn häufige und große Vorstellungen in der Weglänge vermieden werden.
  • Im nahen Infrarotbereich des 53pelçtrums, für den empfindliche, im Handel erhältliche lichtelektrische Wandler benutzbar sind und in dem Schmelzgl asfenster eine hohe Durchlässigkeit besitzen, können den Wasserstoffbereich überspannende Grundfrequenzbänder sehr stark. jedoch Oberschwingungen und kombinierte Schwillgungen viel weniger stark sein. Für analytische Zrrecke ist es vorteilhaft, Weglängen von mindestens I mm zu verwenden, so daß Zellensvegahlesungen leicht durchgeführt werden können. und zwar mit einer Genauigkeit von besser als I O/o bei wiederholter Einstellung. So kann es erwünscht sein, eine Lösung in Tetrachlorkohlenstoff, Schwefelkohlenstoff oder einem anderen geeigneten Lösungsmittel zu verwenden, wenn fundamentale Absorptionen benutzt werden und reine Substanzen für Schwache Absorptionen im Bereich von I bis 2,5 mm.
  • Nach Fig. 3 besteht die optische Umschalteinheit I6 aus einem starren Rahmen 3S, der den Torsionsstab 15 trägt, welcher aus Stahl oder einer Beryllium-Kupfer-Legierung besteht, und mit dessen NIittelpunkt eine leichte weiche Eisenarmatur 39 verbunden ist, die den Spiegel 14 trägt, der bei dieser Ausführung die Abmessungen 2,5 X I2,5 X 0,5 mm hat. Ein Magnetjoch 40 aus weichen Eisenplättchen trägt zwei Spulen 41 und 42 und endet in konischen Polschuhen 43 und 44 in Nähe der Enden der Armatur 39 und erteilt dem Torsionsstab 15 Antriebsimpulse. Ein Nilultivibrator 45 ist vorgesehen, um ein Signal von der Resonanzschwingung der Torsionsstange 15 zu erzeugen, und betreibt eine Doppeltriode 46, in deren Anodenkreise die Spulen 42 und 43 liegen. In Nähe des einen Endes der Torsionsstange I5 ist eine kleine Weicheisenarmatur 47 befestigt, die den magnetischen Krcis einer polarisierten Solenoidspule 48 schließt, die magnetisch von dem Feld der Spulen 4I und 42 durch den Schirm 49 abgeschirmt ist. Die von der Aufnahmespule 50 abgegebene Spannung wird nach - geeigneter Phaseneinstellung im Phasenschieber 5 í durch den Verstärker 52 verstärkt, um Impulse zu erzeugen, die an das Gitter des Multivibrators 45 gelegt werden und somit das Antriebssignal für den in seiner Resonanzfrequenz schwingenden Torsionsstab 15 synchronisieren. Eine normale Schwingungsamplitude von 70 wird aufrechterhalten.
  • In Fig. 4, die die Anordnung des benutzten optischen Systems zeigt, wird eine Littrow-Spiegelanordnung in dem Monochromator 21 benutzt, wobei der Austrittsschlitz 22 vertikal über dem Eintrittsschlitz 20 liegt und beide mit -dem gleichen Radius gebogen sind. Ein Richtspiegel 53 mit Brennpunktlängen von 50 cm wird in dieser speziellen Ausführung vervvendet, und zwar zusammen mit einem 605-Schmelzglasprisma 54 mit einer Höhe von 6 cm und einer Kantenlänge von 6,5 cm. Der tastende Littrow-Spiegel 56 besitzt eine Höhe von 5,5 cm und eine Breite von 4 cm. In dem Abtaster der mit 55 in Fig. 1 angedeutet ist, ist der Spiegel 56 aus Steifigkeitbgründen aus geschmolzenem Silikat hergestellt und läuft zur Kante bei 57 zwecks Herabsetzung seines Trägheitsmomentes konisch aus. Er wird auf einer gehärteten Stahlstange 58 befestigt.
  • Diese ist ebenso wie eine Galvanometerspule mit zwei Windungen 59. 6o auf einem leitenden Rahmen 6I befestigt.
  • Flachdrahtaufhängungen 5 8a aus Phosphorbronze werden zwischen den beiden Enden der Stahlstange und einem starren Rahmen 58, von dem nur ein Teil gezeigt ist. benutzt. Das Magnetfeld wird durch geeignete, von einer Erregerspule umgebene Polstücke und einem starken, nicht dargestellten permanenten NIageten erzeugt. Die mechanische Resonanzfrequenz der aus Spiegel, Stange und Spule bestehenden Anordnung beträgt 50 Schwingungen pro Sekunde. Eine Luftdämpfung wird durch den Spiegel 56 und eine elektrische Dämpfung teils durch den leitenden Spulenrahmen 6I und teils durch Verstärkung der Leistung der Wicklung 59 erzeugt, die als Dämpfungsspule und Rüekkopplung dieses Signals in geeigneter Phase an die Wicklung 60, die als Antriebsspule arbeitet, wirkt.
  • Durch diese Alittel kann die Frequenz des Systems so gesteuert werden, daß sie der Wellenkurve der zugeführten Antriebsspannung folgt. Die Antriebsspule wird von der Stromkreisanordnung angetrieben, wie sie schematisch in Fig.4 dargestellt ist, und besteht aus einer Kathodenverstärkerstufe 92, die eine sägezahnförmige Spannung von zehn Schwingungen pro Sekunde erzeugt. Das Dämpfungssignal aus der Spule 59 wird im Verstärker 63 verstärkt und zu der Ausgangsspannung des Sägezahngenerators 62 mit zehn Schwingungen pro Sekunde zu- addiert, wie dargestellt ist, wobei das resultierende Signal über 92 der Antriebs spule 6o zugeführt wird, so daß der Spiegel 56 der sägezahnförmigen Spannung mit zehn Schwingungen pro Sekunde folgt. Die Empfindlichkeit des Verstärkers 6.3 des Dämpfungssignals wird dann durch die Einstellvorrichtung 64 eingestellt, bis die Winkelgeschwindigkeit des Spiegels über den größeren Teil des Abtastverlaufs konstant ist. Er werden zwei Steuerungen vorgesehen, und zwar 65 zur Erzeugung einer elektrischen Steuerung der Amplitude der zugeführten sägeförmigen Antriebsspannung und eine mechanische Steuerung der mittleren Winkellage des Abtastspiegels, die die Wellenlänge bestimmt, bei der das Abtasten beginnt. Diese letztere Steuerung ist schematisch durch einen Finger 66 angedeutet, der an der Aufhängung 67 befestigt ist und einen Nocken 68 berührt, dessen Lage durch einen Stellknopf 69 eingestellt werden kann. Eine an dem feststehenden Teil des Rahmens 5 8b bei 71 befestigte Feder 70 versucht, den Finger 66 gegen-den Nocken 67 zu halten. Bei Größerwerden der Tastamplitude kann ein großer Spektralbereich mit einem gewissen Auflösungsvelust beobachtet werden entsprechend der verfügbaren Bandbreite des Verstärkers, oder es kann eine mehr ins einzelne gehende Prüifung eines engeren Spektralbereiches vorgenommen werden, der nur bei Abnahme der Tastamplitude ins Auge fällt. Die optische Auflösungskraft, zur Unterscheidung gegen die elektrische, wird in üblicher Weise durch Änderung der Schlitzweite des Monochromators und die Empfindlichkeit des Hauptverstärkers gesteuert.
  • Das Licht, weiches aus dem Austrittsschlitz des Monochromators austritt, wird durch einen Spiegel 72 reflektiert und durch Linsen 73 gesammelt entweder auf einem lichtelektrischen Zellenwandler 74, vie z. B. eine Bieisulfidlzelle für den I- bis 3-my-Bereich, oder auf einem Photozellenverstärker 75 für sichtbare und ultraviolette Bereiche. Dies kann, wie schematisch dargestellt, dadurch durchgeführt werden, daß ein beweglicher Spiegel 76 in den von der Linse 73 kommenden Strahlenweg gestellt wird.
  • Dieser Spiegel 76 sitzt auf einer Stange 77, die in einem festen Bock 78 gelagert ist und durch einen Knopf 79 verdrehbar ist. Es kann Vorsorge für einen schnellen Wechsel von einem auf den anderen Bereich getroffen werden, sobald der Lichtstrahl vom Austrittsschlitz auf den einen oder den anderen dieser Auflöser umgeschaltet wird, und zwar durch geeignetes Umschalten der Eingangsleitung des Hauptverstärkers.
  • Unter Bezugnahme auf Fig. I verstärkt ein zweistufiger, widerstandsgekoppelter Verstärker 80, der in der Nähe der Wandler 74 und 75 liegt, das Signal mit der Frequenz 1500, welches der Differenz der Strahlungsintensität zwischen den abwechselnden optischen Wegen entspricht. Unmittelbar auf diesen Verstärker folgt ein aus zwei Gliedern bestehendes LC-Filter 8I, das einen solchen Q-Wert besitzt, daß die wirksame Bandbreite des Hauptverstärkers und Filters 300 bis 400 Ez bei einer Umschaltfrequenz von I500 beträgt. Das Ausgangssignal aus dem Strahlungsdetektor besteht aus Lichtimpulsen von der Abtastfrequenz mit einer Modulation entsprechend der mittleren Intensität der beiden Strahlen und einer überlagerten I500-Hz-Amplitude, die der jeweiligen Differenz entspricht. Wenn das System aus Verstärker und Filter den Durchgang von Frequenzen weit unter .1500 zuläßt, wird eine Differenzierung der Bildmodulation eintreten und die AusgangsspannungerJ in ungewünschter Weise verfälschen. Es ist weiterhin erforderlich, harmonische Oberschwingungen der optischen Umschaltfrequenz zu unterdrücken oder zu gewährleisten, daß ihre Phasenverhältnisse zur Grundschwingung unverändert bleiben; zu diesem Zweck wird das oben beschriebene Filter 8i benutzt, das diese harmonischen Schwingungen auf eine vernachlässigbar kleine Amplitude vermindert ohne mlangemessene Beschränkung der Bandbreite.
  • Das Differenzsignal mit der Frequenz I500 wird, nachdem es im Verstärker 82 weiter verstärkt und durch ein Phasendrehglied 83 gelaufen ist, einer senkrechten Ablenkplatte 84 einer Kathodenstrahlröhre 85 zugeführt. Ein System, ähnelnd einer synchronen Gleitrichtung, wird verwendet, in dem ein kurzer Impuls, der einen kleinen Bruchteil einer Periode der optischen Umschaltfrequenz benötigt, durch den Generator 91 aus dem Ausgang der optischen Umschalt-Aufnahmespule 50 erzeugt und dem Wehneltzylinder 87 der gezeigten Kathodenstrahlröhre derart zugeführt wird, daß diese Elektrode 87 sich während des Impulses auf einem festen Potential befindet, aber sonst ein ausreichend negatives Potential erhält, um den Strahl zu verdunkeln.
  • Für eine gute Fleckschärfe ist unter diesen Umständen eine Korrektur der Linsenspannung erwünscht, und eine solche kann daher an der Bedie nungsplatte des Gerätes vorgesehen werden. Der erzeugte Impuls besitzt ein festes Phasenverhältnis zum Umschaltfrequenzsignal aus dem Hauptverstärker und tritt an dem Punkt auf, an dem die Durchleuchtung über den einen optischen Weg ein Maximum und die Durchleuchtung über den anderen optischen Weg ein Minimum ist. Auf diese Weise zeigt dies, wenn der Teil des Hauptverstärkersignais, das auf der Kathodenstrahlröhre erscheint, oberhalb der Nullinie liegt, eine höhere Strahlungsenergie in einem Strahl an, und wenn dieser Teil unter der Linie liegt, eine höhere Strahlungsenergie in dem anderen Strahl an. Eine Ausgleichssteuerung wird in dem optischen Doppelstrahlsystem verwendet, durch die die Energien in den beiden Strahlen gleichgemacht werden können.
  • Bei Verwendung des Gerätes wird ein Muster einer unbekannten Flüssigkeit in eine Zelle 10 gefüllt und in die Kammer 6 gebracht. Eine unbekannte Bezugsflüssigkeit wird dann in eine andere Zelle gefüllt und in die Kammer 7 gebracht. Das Tastgerät wird dann in Tätigkeit gesetzt, um auf der Kathodenstrahlröhre eine Anzeige der Differenz der Absorptionsspektren der beiden Muster anzugeben. Dies ist möglich, weil, obgleich die momentane Anzeige auf dem Schirm dem Absorptionsspektrum nur einer Flüssigkeit entspricht, die Fre- quenz der Umschaltung vom Prüfmuster auf das Bezugsmuster groß genug ist, um eine scheinbar ständige Anzeige der Differenz zwischen den beiden Spektren zu erhalten. Die Zusammensetzung der Bezugsflüssigkeit in der Kammer 7 kann dann geändert werden, entweder durch Zusatz geeigneter Flüssigkeiten zum ursprünglichen Bezugsmuster in der Zelle 10 oder durch Einsetzen weiterer Zellen 10, die solche zusätzlichen Flüssigkeiten enthalten, in die Nuten 26 der Kammer 7, bis die Differenz, die sich auf dem Schirm der Röhre 85 anzeigt, gleich Null ist. In Fällen, in denen eine besondere Meßgenauigkeit erforderlich ist, kann eine Zelle, durch die eine Bezugsmischung veränderlicher Zusammensetzung zirkulieren kann, an. Stelle einer Anzahl Zellen veränderlicher Weglänge, die die Bezugskomponenten enthalten, verwendet werden.
  • Im elektrischen Teil der Apparatur werden die verschiedenen Kreise vorzugsweise in auswechselbaren Einheiten angeordnet, außer den Transformatoren, der Bedienungsplatte und einer Verteilerplatte, auf welcher auch die Kathodenstrahlröhre montiert ist. Zwei der auswechselbaren Einheiten stellen Netzgeräte dar, von denen das eine eine mittels Hochvakuumröhren stabilisierte Gleichspannung von 4400 Volt, das andere eine Hochspannung von - 1250 Volt zur Speisung der Kathodenstrahlröhre und -750 Volt für den Sekundärelektronen-Vervielfacher liefert.
  • Ein Zeitablenkgerät 88 erzeugt die sägezahnförmige Abtastspannung, die Ablenkspannung für die horizontalen Ablenkplatten 89 und go und das Signal zur Verdunkelung des Rücklaufes. In diesem Zeitablenkgerät 88 werden aus dem so-Perioden-Wechselstromnetz Impulse erzeugt, um einen Multivibrator zu synchronisieren, der auf einer Frequenz von 10 Hz arbeitet. Ein aus diesen gewonnener differenzierter Impuls wird benutzt, um einen einfachen Dioden-Sägezahngenerator zu steuern, dessen Ausgangsspannung nach Transformierung auf einen niedrigen Impedanzwert einerseits dem Tastorgan 55 zugeführt wird, andererseits als Empfangsspannung für einen Gegentaktverstärker dient, dessen Ausgang mit den horizontalen Ablenkplatten der Kathodenstrahlröhre in Verbindung steht, Die Sägezahnspannung wird gleichfalls differenziert und verstärkt, um einen Impuls zu liefern, der es erlaubt, den Rücklauf und den anfänglichen verzerrten Teil der Kippkurve auszulöschen. Regelorgane für die . Rücklaufverdunkelung und die Multivibratorfrequenz sind im Zeitablenkgerät 88 eingebaut.
  • In der optischen Umschalteinrichtung sind Antriebs- und Synchronisiervorrichtungen für den Schalter, wie oben beschrieben, vorgesehen, weiterhin ein zweistufiger Verstärker und ein Phasendrehglied für das Differenzsignal aus dem Hauptverstärker und eine Schaltanordnung zur Erzeugung von Synchronisierimpulsen für das oben beschriebene phasenempfindliche Anzeigesystem. Ein Regelorgan für die Regelung der von der Umschaltaufnahmeeinrichtung gelieferten Spannung ist in dieser Einheit vorgesehen, während die Bedienung der I5oo-Hz-Multivibratorfrequenz und die Nachregelung der Fleckschärfe auf der Bedienungsplatte der elektrischen Einheit, andererseits die Kontrolle der optischen Umschaltamplitude auf der Bedienungsplatte der optischen Einheit untere bracht sind.
  • Bei einer Apparatur der beschriebenen Art ist es wünschenswert, daß die Funktionen des Gerätes jederzeit schnell überprüft und etwaige Fehler so fort erkannt werden können. Zu diesem Zweck ist ein vielfaches Kontrollsystem vorgesehen, welches die eingebaute Kathodenstrahlröhre als Anzeigeorgan benutzt, wobei mittels geeigneter Schalter an etwa dreißig Punkten der Schaltung die jeweilige Kurvenform beobachtet werden kann. Ein Meßinstrument ist in der Frontplatte eingebaut, mit welchem mittels eines geeigneten Umschalters eine Anzahl interessierender Spannungen und Ströme überprüft werden können.
  • Einige Faktoren, die die Leistung des Gerätes berühren, sollen in folgendem untersucht werden.
  • Es ist klar, daß die Qualität lichtelektrischerWandler, ausgedrückt durch das Verhältnis von Nutzsignal zur Störspannung und die Zeitkonstante, maßgebend den Erfolg bestimmen, mit welchem hohe Auflösung und sehr hohes Verhältnis von Nutz- zu Störspannung erreicht werden können.
  • Für Arbeiten mit Flüssigkeiten im Infrarotgebiet von I bis 3 my, in welchem verhältnismäßig starke Strahlungsquellen zur Verfügung stehen, scheinen lichtelektrische Wandler bzw. Detektoren mit kurzer Zeitkonstante (100 bis 500 Mikrosekunden) zweckmäßig zu sein. Die Bedeutung der Zeitkonstante kann an folgendem Beispiel erläutert werden.
  • Soll das Bild auf einer Kathodenstrahlröhre stehen, muß ein gewisser Minimalwert für die Ablenkfrequenz festgelegt werden. Eine Erhöhung dieser Frequenz wird eine Abnahme des Verhältnisses optische Umschaltfrequenz zur Ablenkfrequenz zur Folge haben. Die optische Umschaltfrequenz wird natürlich auf einen Maximumwert festzulegen sein, entsprechend der Zeitkonstante des Lichtdetektors.
  • Es ist daher von Vorteil, daß mehrere Umschaltvorgänge ablaufen, während der Monochromator einmal das Absorptionsband überstreicht. Deshalb ist es statthaft, im Verstärker Bandbreiten von 1/5 bis l/o der optischen Umschaltfrequenz zu benutzen.
  • Diese Randbreite wird den Störpegel bestimmen und sollte aus diesem Grunde schmal sein, wobei dieselbe gleichfalls die elektrische Auflösung des Spektrums bestimmt und deshalb zehnmal so groß sein sollte als die Ablenkfrequenz. Ein bei dem be schriebenen Ausführungsbeispiel erzieltes Kompe miß sieht folgendeWerte vor: Ablenkfrequenz IaHsr (Minimum für stehendes Bild), Bandbreite von Verstärker und Filter 300Hz, optische Umschaltfrequenz rSoo Hz (Maximum für Bleisulfidzellen).
  • Diese Werte setzen voraus, daß die Zeitkonstante des Lichtdetektors kürzer ist als 500' Mikrosekunden, aber nicht notwendigerweise kleiner als 100 Mikrosekunden.
  • Um die Proben aufeinander abzustimmen, ist es nicht von Bedeutung, daß die beobachteten Spektra keine Verzerrungen aufweisen, es ist vielmehr wünschenswert, daß so viel Einzelheiten als möglich wiedergegeben werden. In manchen Fällen ist es daher zulässig, einen größeren Spektralbereich abzutasten als bei guter elektrischer Auflösung beobachtet werden kann.
  • Sollen zwei Proben auf eine Genauigkeit von Iprozentiger Absorption abgeglichen werden, so darf das Spitzenverhältnis Signal- zu Störamplitude den Wert 100 offensichtlich nicht unterschreiten. Angenommen, daß diese: Bedingung erreicht wird, so ist es wichtig zu prüfen, ob ein systematischer Fehler die Genauigkeit des Abgleichvorganges beeinträchtigen kann. Die erste Maßnahme beim Abgleich besteht darin, die »Hintergrund«-Intensitäten aufeinander abzustimmen. Wenn z. B. zwei flüssige Mischungen im Spektralgebiet von 2 bis -3 my miteinander verglichen werden sollen, können die Zellen 6 und 7 zunächst mit irgendeiner durchsichtigen Flüssigkeit, wie Tetrachlorkohlenstoff, gefüllt und das Differenzspektrum bei gleicher Weglänge durch Betätigung der Lichtstrahlkontrolle auf o gebracht werden.
  • Wenn anschließend die zu untersuchenden Flüssigkeiten in die Zellen eingefüllt werden, so deutet jedes Abweichen vom Nullwert auf einen Unterschied in der Absorption hin. Die Zusammensetzung der Bezugsmischung kann dann geändert werden, bis der Nullabgleich wiederhergestellt ist.
  • Es ist klar, daß ein vollkommener Abgleich der »Hintergrund«-Intensitäten und weiterhin der Absorption von Mustern nur für eine einzelne Wellenlänge erreicht werden kann. Um dieses Ziel auch für einen größeren Spektralbereich zu erreichen, müssen gewisse optische Bedingungen erfüllt werden. Diese bestehen erstens darin, daß die Lichtverteilung am Eingangsschlitz 20 des Monochromators für beide Strahlen den gleichen Wert besitzt und daß zweitens die Lichtverteilung am Spiegel 53 für beide Strahlen äquivalent ist.-In der Apparatur nach der Erfindung ist die Symmetrie zwischen den zwei Strahlen gewährleistet, wenn dieselben durch den Monochromator 21 hindurchgehen. Da beide Strahlen auf einen Brennpunkt auf dem optischen Scihaltspiegel 14 vereinigt werden, kann keine Verlagerung des Bildes am Eingangsschlitz 20 des Monochromators stattfinden, wenn der optische Schalter schwingt. Die beiden Spiegel, die das Licht auf den Eingangsschlitz des Monochromators werfen, können als eine einzige beleuchtete Fläche angesehen werden, welche in zwei gleiche Teile unterteilt ist. Wenn sich der optische Schalter in der Ruhelage befindet, so kann die Trennungslinie zwischen beiden Teilen als in Übereinstimmung befindlich angesehen werden mit der mittleren Höhe des Schlitzes und des Richtspiegels 53, des Prismas 54 und des Tastspiegels 56. Wenn der optische Schalter in seine mittlere Lage schwingt, so schwingt die Trennungslinie zwischen den von den verschiedenen Strahlen beleuchteten Abschnitten oberhalb und unterhalb der mittleren Höhe des Richtspiegels. Es ergibt sich, daß zu einem Zeitpunkt mehr Licht von dem einen Strahl durch die untere Hälfte des Prismas hindurchgeht und mehr von dem anderen Strahl durch die obere Hälfte, wobei die Differenz in gleichem Maße abnimmt als die Schwingungsamplitude des optischen Schalters zunimmt. Deshalb muß bei Prisma, Richtspiegel und Abtastspiegel eine weitgehende Symmetrie in bezug auf die horizontale Achse gefordert werden, desgleichen bei der Ausleuchtung des Richtspiegels durch die zwei Strahlen.
  • Das Doppelstrahlsystem beschränkt unsymmetrische Bildverzerrungen auf eine Richtung parallel zum Schlitz des Monochromators. Wenn dies geschieht, so ist die horizontale Lichtverteilung quer zur Prismenfläche 54 hinreichend einheitlich für beide Strahlen. Homogenität der Lichtverteilung in vertikaler Richtung wird durch die normale Strahlverbreiterung parallel zur Länge des Schlitz zes verbessert. Besondere Sorgfalt muß auf die optische Qualität der Fenster 23 und 24 bei den Absorptionszellen gelegt werden; in dieser Hinsicht hat sich Schmelzglas bestens bewährt. Es'ergibt sich, daß über einen größeren Spektralbereich (z. B. 2 bis. 3 my) ein guter Abgleich normalerweise innerhalb I °/o oder auch mit höherer Genauigkeit erzielt werden kann, wenn alle optischen Einstellungen optimal vorgenommen, Spiegel und Fenster stets sauber gehalten werden und schließlich der abgetastete Bereich möglich klein gehalten wird. Es möge noch erwähnt werden, daß zu Prüfzwecken auch das Bezugsmuster in dem einen Strahl mit einer dritten Mischung in dem anderen Strahl verglichen werden kann. Diese Arbeitsweise kann apparaturmäßig bedingte Fehler ausmerzen, welche nicht von der optischen Qualität und der Sauberkeit der Zellen abhängen.
  • Es soll noch auf einige mögliche Abänderungen ,der Apparatur für besondere Zwecke eingegangen werden. Die Verwendung des Geräts für die Untersuchung von Flüssigkeiten im nahen Ultrarotgebiet wurde bereits besprochen. Die Anwendung der Methode auf die Analyse von vasen erscheint durchaus praktisch, wie gleichfalls deren Benutzung für Flüssigkeiten unsichtbaren und ultravioletten Spektrums, für welche Gebiete geeignete Licht--detektoren mit genügend kleiner Zeitkonstante im Handel erhältlich sind. Eine Ausdehnung des Spektralbereiches auf das gesamte infrarote Steinsalzgebiet könnte erreicht werden entweder durch Verkleinerung der Ablenkfrequenz oder durch Verwendung von Kathodenstrahlröhren mit nachleuchtendem Schirm oder durch Benutzung von Anzeigeeinrichtungen, bei welchen die Spektren der beiden Strahlen abwechselnd nacheinander periodisch wiedergegeben werden, da nicht selektive Lichtdetektoren sehr kurzer Zeitkonstante und hohen Signal- zu Störspannungs-Verhältnisses schwierig herzustellen sind. Eine Apparatur zur Untersuchung des Steinsalzgebietes würde daher einen optischen Schalter erfordern, der entweder bei einer Frequenz von einigen 100 Hz läuft oder auch mit dem Abtaster im Gleichlauf arbeitet; außerdem müßte ein nicht selektiver Lichtdetektor geeigneter Zeitkonstante, wie Iz. B. eine mit Helium gefüllte Gelay-Zelle, vorgesehen sein, in Verbindung mit einem geeigneten Verstärker. Man müßte hierbei das schlechtere Verhältnis von Signal- zu Störspannung von nicht selektiven Lichtdetektoren in Kauf nehmen, desgleichen den mit zunehmender Wellenlänge schnell abfallenden Energieanteil der Lichtquelle, wie die Notwendigkeit, optische Materialien zu benutzen, die sich weniger gut handhaben lassen als Schmelzglas. Auch müßte man sich abfinden entweder mit einer niedrigeren Kippfrequenz oder mit dem Umstand, daß das ganze Energiespel<trum wiedergegeben werden muß an Stelle der oben beschriebenen Nullanzeige. Trotzdem ist ein solches Verfahren überall dort gerechtfertigt, wo Analysen nur bei der Grundwelle durchgeführt werden und nicht auf irgendwelchen Nebenbändern.
  • Die Apparatur kann auch so abgeändert werden, daß ein automatischer Abgleich der Spektren durch eine Kontrolle der Absorptions-Zelle mittels »servomechanism« durchgeführt wird.
  • Um diese Technik in solchen Fällen anzuwenden, in denen eine beträchtliche gegenseitige Störung einzelner Mischungskomponenten auftritt, kann es notwendig sein, sowohl unbekannte als auch bekannte Komponenten in Lösung mit einem durchsichtigen Lösungsmittel zu verwenden oder Kombinationen von Komponenten zu benutzen, eher als reine Komponenten in einem Satz von verändert lichen Zellen.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Vorrichtung zur laufenden, kurvenmäßigen Anzeige der Lichtabsorptionsdifferenzen zweier Substanzen als Funktion der Wellenlänge, bei der durch einen Monochromator geleitetes Licht von periodisch über den gewünschten Bereich streichender Wellenlänge einerseits durch eine zu untersuchende Substanz ;nd andererseits durch eine Vergleichssubstanz geleitet wird und eine der photoelektrisch gemessenen Differenz der beiden sich hierdurch ergebenden Lichtstärken entsprechende Spannung zur Vertikalablenkung des mit der Periode der Wellenlängenänderung des Lichts horizontal gekippten Kathodenstrahles einer Braunschen Röhre verwendet wird, dadurch geliennzeichnet, daß ein und dasselbe aus dem Mosiochromator kommende Strahlenbündel in bei gewöhnlichen Fotometern bekannter Weise einer Fotozelle (74, 75) abwechselnd über die zu untersuchende Substanz und über die Vergleichssubstanz zugeleitet und die entsprechend verstärkte Wechselstromkomponente der Fotozellenspannung an eine phasenempfindliche Einrichtung angeschlossen ist und daß eine gerichtete Kathodenstrahlkurvenanzeige dadurch erhalten wird, daß die verstärkte Wechselstromkompo nente der Kathodenstrahispannung direkt zur Meßablenkung des Kathodenstrahls verwendet, der Strahl jedoch außerhalb einer kurzen, in der Mitte einer der beiden Halbperioden dieser Wechselspannung liegenden Teilperiode unterdrückt ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Wechselstromkomponente der Zellenspannung den Ablenkelektroden der Braunschen Röhre huber ein Bandfilter zugeführt wird, das eine etwa einem Viertel der Strahlwechsel frequenz entsprechende Frequenzbandbreite passieren läßt.
  3. 3. Komparator nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Strahlumschaltung durch eine von der Sägezahnspannung gesteuerte Strahlablenkeinrichtung (55) bewirkt wird.
  4. 4. Komparator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die den Kathodenstrahl unterbrechenden Impulse durch einen zur Strahlumschaltung dienenden oszillierenden Spiegel (I4) gesteuert werden.
  5. 5. Komparator nach einem der Ansprüche I bis 4 zur Bestimmung der Zusammensetzung von Mischungen, dadurch gekennzeichnet, daß eines der Strahlenbündel durch eine das zu untersuchende Gemisch enthaltende Zelle (6) und das andere Strahlenbündel durch eine Mehrzahl hintereinander angeordneter Absorptionszellen (7) für verschiedene Komponenten der Mischung geleitet ist.
  6. 6. Komparator nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine solche Ausbildung der zur Aufnahme der Mischungskomponenten dienenden Zellen (7), daß die Dicke der in jeder Zelle vom Strahlenbündel zu durchlaufenden Flüssigkeitsschicht einstellbar ist.
  7. 7. Komparator nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle einer Mehrzahl von Absorptionszellen (7) im Strahlengang des nicht durch die Gemischzelle (6) verlaufenden Strahlenbündels eine Bezugsmusterzelle angeordnet ist, in welcher das Konzentrationsverhältnis der Komponenten verändert werden kann.
    In Betracht gezoggne Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 747 362, 639 743.
    639 2I2; USA.-Patentschriften Nr. 2 547 212, I 746 525.
    2 Ig3 606, 2 437 323; »Die Meßtechnik«, Bd. I8, I942, H. 7, S. II6.
DEU1607A 1951-04-06 1952-04-05 Vorrichtung zur laufenden, kurvenmaessigen Anzeige der Lichtabsorptionsdifferenzen zweier fluessiger Substanzen Expired DE946570C (de)

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