DE9320382U1 - Selbstschutzanlage für Gefechtsfeldfahrzeuge - Google Patents
Selbstschutzanlage für GefechtsfeldfahrzeugeInfo
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Description
tef0%.33
»Kremn+fz 11479
Die Erfindung bezieht sich auf eine Selbstschutzanlage für Gefechtsfeldfahrzeuge
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Solche Selbstschutzanlagen sind in den verschiedensten Konzeptionen bekannt.
So sind Anlagen bekannt, die der Tarnung oder der Unterbrechung
der direkten Sichtlinie zum Ziel Wirkmittel wie beispielsweise Nebel
oder Düppel verschießen. Aufgrund der geringen zur Verfügung stehenden Vorwarnzeiten 1st bereits vorgeschlagen worden, solche Selbstschutzanlagen
mit Sensoren zu versehen, die sowohl Angreifer am Boden als auch
1m Anflug befindliche Lenkmunition entdecken und die Selbstschutzanlage
- nachstehend SSA genannt - automatisch aktivleren. Diese bekannten Anlagen
weisen jedoch eine Reihe von Mängel auf und können daher nicht als
optimal wirksam bezeichnet werden.
So hat beispielsweise der Kommandant eines Gefechtsfeldfahrzeuges oder
der militärische Führer keine a-priori-Information über die Einschätzung
der Bedrohungslage durch den Automaten, wie dies etwa in Luftverteidigungssystemen
der Fall 1st. Dementsprechend hat er auch keine Optionen bezüglich Handlungsalternativen. Dies widerspricht jedoch dem grundsätzlichen
Prinzip, daß die letzte Entscheidung über den Einsatz von Effektoren dem Menschen vorbehalten sein muß.
Die Anlagen des Standes der Technik, bei denen eine Warnung durch einen
Sensor der mit einer manuellen Auslösung kombiniert 1st, erfolgt, benötigt in der Regel viel zu lange Reaktionszeiten, well der Bedienungsvorgang
zu lange dauert und dies besonders, wenn die SSA für unterschiedliche
Bekämpfungsarten - wie beispielsweise unterschiedliche Munitionstypen oder diverse wählbare Wurfwinkel etc. - ausgelegt 1st.
In anderen Fällen des Standes der Technik sind die verfügbaren Sensoren
so konzipiert, daß sie allgemein nur in der Lage sind, die unmittelbare
Bedrohung des zu schützenden Gerätes festzustellen. Damit sind diese SSA
2 * · · · · &ogr;&dgr;.0&iacgr;.9&dgr;!
.:.. ..* '..".Kremnua:
11479
in der Regel in ihrer Wirkung nur auf das jeweilige Einzel-Gerät beschränkt
und alle anderen Geräte bzw. Fahrzeuge müssen ebenfalls mit so
einer relativ sehr teuren SSA ausgerüstet werden.
Weiterhin weisen herkömmliche SSA keine Eingriffsmöglichkeit des Bedieners
in den automatischen Funktionsablauf auf.
Der vorliegenden Erfindung Hegt die Aufgabe zugrunde, eine SSA der eingangs
genannten Art aufzuzeigen, die mit vorstehenden Nachteilen nicht mehr behaftet 1st, dem Kommandanten Optionen gewährleistet, das vorhandene
Equipment voll ausnutzen kann und 1n Funktion und Handhabung optimiert 1st.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 aufgezeigten Maßnahmen gelöst.
In den Unteransprüchen sind Ausgestaltungen und Weiterbildungen angegeben und in der nachfolgenden Beschreibung 1st ein Ausführungsbeispiel
erläutert. Die Figuren der Zeichnung ergänzen diese Erläuterungen.
Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen
Ausführungsbeispiels,
Fig. 3 ein Blockschaltbild der gesamten Selbstschutzanlage mit dem
eingebundenem Zusatzgerät gemäß Fig. 1,
F1g. 4 ein Schemabild des Funktionsablaufs der Selbstschutzanlage gemäß
F1g. 3.,
Selbstschutzanlagen eines Fahrzeugverbandes die mit der Kommunikat1onsschn1ttstelle
eines mit der Erfindung versehenen Überwachungsfahrzeuges mit verbunden sind.
11479
Wie aus den Fig. 1 bis 3 der Zeichnung hervorgeht, wird die bestehende
Selbstschutzanlage - SSA - eines Gefechtsfeldfahrzeugs, wie beispielsweise
ein Flakraketenpanzer etc., mit einem Zusatzgerät ZG versehen, das
neben den erforderlichen elektronischen Bausteinen einen akustischen
Alarmgeber - beispielsweise ein Piezowandler - , ein Richtungsanzeigemodul
für Azimut AZ und Elevation EL, ein Modul für die Bedrohungsanzeige
BEDR und einen optischen Alarmgeber aufweist. Letzterer wird beispielsweise
von einem Stroboskop gebildet. Da die Schießparameter waffensystemabhängig
sind, 1st ihre Darstellung 1n der Fig. 1 unterblieben.
Durch dieses Gerät, das in die vorhandene Fahrzeug-SSA eingebunden wird,
wird nun letztere durch folgende Einzelmaßnahmen bzw. Kombinationen
daraus erweitert: es wird eine sogenannte Auslösesequenz (Countdown) in
dem Zusatzgerät ZG erzeugt und zum Auslöseprozeß der SSA hinzugefügt,
während der einmal eine automatische Umsetzung der Bedrohungsdaten 1n
Schießparameter erfolgt und zum anderen wird der Bediener sowohl über
die Tatsache einer Bedrohung als auch über die Bedrohungsart und die
Richtung aus der die Bedrohung erfolgt, Informiert und 1hm das Ergebnis
der Bedrohungsanalyse zusammen mit den Schießparametern, wie Munitionstyp, Auswahl der Startrohre und Ausrichtung des Werfers zum Abschuß mitgeteilt.
Nun wird dem Bediener aber gleichzeitig durch ein Zeltverzögerungselement
(nicht gezeichnet) eine Interventionsmöglichkeit gegeben.
Dazu genügt ein kurzer Zeltraum von ca. 1,5 s, während dessen der Countdown
durch bestimmtes Drücken einer Auslösetaste (s. Fig 2) entweder abgebrochen und die SSA wieder in Ausgangsstellung gebracht wird, verkürzt
und die SSA sofort ausgelöst wird, oder angehalten wird und eine Neuauswahl
der Schießparameter erfolgen kann. Das bestimmte Drücken der Auslösetaste kann nun sein: ein einmaliger kurzer Druck, ein lang anhaltender
oder schneller zweimaliger Druck etc..
Die vorbeschriebene Sequenz wird mittels Software sowie geeigneter Bedien-
und Anzeigeelemente realisiert. Hierfür dienen - wie zum Teil bereits
angeführt - ein optischer und/oder akustischer Alarmgeber mit
einer Anzeige der Bedrohungsart und -richtung in Azimut und Elevation, beispielsweise in Form einer Kombination von Leuchtdioden (s. Fig. 1)
4.··..:.: : <ns.<fr.v$&
.:.. ..· ·..· \jfremattz
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und der Schießparameteranzeige, beispielsweise in Form eines mit Leuchtsymbolen
ausgelegten Piktogramms der Werferanlage.
Die Fig. 3 und 4 der Zeichnung sind so detailliert gezeichnet, daß ein
Fachmann problemlos die gesamte Konfiguration und die Lehre zum technischen Handeln begreift, so daß hler keine besonderen Ausführungen mehr
erforderl1ch erscheinen.
In einer speziellen Ausführungsform der Erfindung wird nun vorgeschlagen,
daß eine ganze Fahrzeuggruppe gewissermaßen von einem einzigen Überwachungsfahrzeug - beispielsweise demjenigen des Verbandsführers mit
1n die Funktion des vorstehend beschriebenen Warnsensors einbezogen
wird. Das heißt, daß alle Fahrzeuge eines Verbandes (siehe Fig.5) mit
Ihren Selbstschutzeinrichtungen SSA über die jeweilige Kommunikations-Schnittstelle
mit der durch das Warnsensor-Zusatzgerät bestückten SSA bzw. dessen Kommunikation-Schnittstelle verknüpft 1st und nun ebenfalls
von diesem gewissermaßen "versorgt" und gesteuert werden. Die Fig. 5
veranschaulicht dies in leicht verständlicher Welse, so daß auch hler
keine weiteren Ausführungen nötig sind. Dies bringt nun eine Reihe von
Vorteilen. Zum einen 1st nur ein Zusatzgerät für mehrere SSA erforderlich
und dadurch wird das beschriebene System extrem wirtschaftlich.
Wesentlich aber dürfte 1m Hinblick auf die Mission des Gefechtsfeldfahrzeug-Verbandes
sein, daß sich keine Verzögerungszelten addieren, denn es
sind nur die Funktionszelten eines einzigen Geräts ZG für gleichzeitig
mehrere Fahrzeuge erforderlich und dennoch erfolgt für jedes dieser Fahrzeuge die speziell für dieses ermittelten und gesteuerten Schießparameter-Einstellungen.
Die Bedrohungsabwehr wird also vervielfältigt,
konzentriert und 1n seiner Auslösung verkürzt.
Durch Hinzufügen eines zusätzlichen Überwachungssensors auf dem "Befehl
sfahrzeug" wird 1n dessen Detektionsbereich auch gleichzeitig eine
Warnung der übrigen Fahrzeuge bzw. eine automatische Triggerung von
deren Selbstschutzanlagen durchgeführt, Kann der Sensor beispielsweise die Flugrichtung eines angreifenden Projektils und damit dessen Ziel
hinreichend genau ermitteln, so wird eine selektive Warnung/Triggerung
5.··..: . : : 8K0J?
.:.. ..* ·..· MCremnifcz
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der SSA eines oder einiger Fahrzeuge 1m Zielbereich durchgeführt. Ein
solcher Sensor kann als kurzwelliges Kleinradar, als Laserradar oder als
Ultraviolett-Strahlungssensor ausgeführt sein und führt eine auf die übrigen Fahrzeuge des Verbandes ausgedehnte Bedrohungsanalyse durch und
gibt sie an die einzelnen Kommunikations-Schnittstellen an die SSA der zu schützenden Fahrzeuge weiter. Sofern Gefechtsfeldfahrzeuge bereits
mit geeigneten Kommunikationseinrichtungen (automatischem Datenfunk)
versehen sind, 1st dann lediglich der Signalweg zu Installieren. Um die
Bedrohungsrechnung auf andere Fahrzeuge ausdehnen zu können, 1st die
Kenntnis von deren augenblicklicher Position 1m Gelände erforderlich.
Diese wird geschätzt oder mittels eines Fahrzeugnavigationsgerätes oder
mittels GPS gewonnen und dem überwachenden Fahrzeug über die Kommunikationsschnittstelle
permanent mitgeteilt. Ein Blockschaltbild zeigt - wie bereits erwähnt - die Fig. 5.
Claims (6)
1. Selbstschutzanlage (SSA) für Gefechtsfeldfahrzeuge, die mit Wirkmitteln
zur Tarnung und Einrichtungen zur Nahbere1chsverte1d1gung versehen sind und zur Entdeckung von Lenkmunition Sensoren und elektrooptische
Systeme benützen, dadurch gekennzeichnet, daß dieser Selbstschutzanlage (SSA) ein Zusatzgerät (ZG) zugeordnet wird, das modulartig aus elektronischen
Bausteinen zusammengesetzt 1st, die sowohl eine automatische Umsetzung
der Bedrohungsdaten 1n Schießparameter - wie Munitionstyp, Startrohrauswahl,
Ausrichtung des Werfers - durchführt und auch gleichzeitig den Bediener Informiert über die Tatsache der Bedrohung, die Bedrohungsart
und -richtung und die errechneten Schießparameter und durch ein Zeltverzögerungselement
(Countdown) dem Bediener zum Auslöseprozeß gewährleistet 1st, daß der Bediener mittels einer Auslösetaste den Prozeß abbrechen,
verkürzen oder anhalten kann.
2. Selbstschutzanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Zusatzgerät (ZG) Module für einen optischen und/oder akustischen Alarmgeber, für die Elektronikbausteine, für die Richtungsanzeige und die
Bedrohungsanzeige, die miteinander verknüpft sind, aufweist.
3. Selbstschutzanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Zusatzgerät (ZG) zwischen die Sensoreinrichtung und die Auslöseeinheit
der fahrzeugeigenen SSA geschaltet 1st.
4. Selbstschutzanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Zusatzgerät (ZG) eines Fahrzeugs gleichzeitig mit den Kommunikationsschnittstellen mehrerer Fahrzeuge eines Verbandes In
Wirkverbindung steht.
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5. Selbstschutzanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß an das Zusatzgerät (ZG) Sensoren angeschlossen sind, die als kurzwelliges Kleinradar, als Laser-Radargerät, oder als Ultraviolett-Sensorgerät
ausgebildet sind.
6. Selbstschutzanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kommunikations-Schnittstelle des mit dem Zusatzgerät
(ZG) versehenen Gefechtsfeldfahrzeugs permanent die augenblickliche
Position der anderen zu überwachenden Fahrzeuge übermittelt wird.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE9320382U DE9320382U1 (de) | 1993-07-07 | 1993-07-07 | Selbstschutzanlage für Gefechtsfeldfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (2)
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| DE9320382U DE9320382U1 (de) | 1993-07-07 | 1993-07-07 | Selbstschutzanlage für Gefechtsfeldfahrzeuge |
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE9320382U1 true DE9320382U1 (de) | 1994-06-01 |
Family
ID=25927590
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE9320382U Expired - Lifetime DE9320382U1 (de) | 1993-07-07 | 1993-07-07 | Selbstschutzanlage für Gefechtsfeldfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE9320382U1 (de) |
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| FR2780774A1 (fr) * | 1998-07-03 | 2000-01-07 | Alkan Sa | Dispositif d'autoprotection passive pour engin mobile tel qu'un helicoptere |
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| DE102015011058A1 (de) * | 2015-08-27 | 2017-03-02 | Rheinmetall Waffe Munition Gmbh | System zur Abwehr von Bedrohungen |
-
1993
- 1993-07-07 DE DE9320382U patent/DE9320382U1/de not_active Expired - Lifetime
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