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Netzanschluß-Schaltung für Hochfrequenzgeräte, insbesondere Rundfunk-
und Fernsehempfänger, mit Serienheizung der Röhren Die Erfindung betrifft eine Netzanschluß-Schaltung
für Hochfrequenzgeräte, insbesondere für Fernsehempfänger in Allstromschaltung.
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Es ist manchmal erforderlich, Fernsehempfänger, insbesondere auch
Empfänger für Fernsehblockempfang, zu konstruieren, die sowohl an einem Wechselstromnetz
als auch an einem Gleichstromnetz arbeiten können. Hier treten Schwierigkeiten auf,
wenn ein solcher Empfänger an einem Ort betrieben werden soll, an dem nur ein Wechselstromnetz
von verhältnismäßig geringer Spannung, z. E. von weniger als aio V, verfügbar ist.
In solchen Fällen ist es bekannt, in dem Empfänger einen Autotransformator anzuordnen,
um die Netzspannung auf einen höheren Wert zu transformieren, jedoch hat dies den
Nachteil, daß ein Transformator erforderlich ist, der für eine verhältnismäßig große
Leistung ausgelegt sein muß, da er auch die Heizströme für die Röhren liefern muß.
Außerdem muß der Autotransformator ausgebaut werden, bevor der Empfänger wieder
an einem Gleichstromnetz betrieben werden kann. Ähnliche Schwierigkeiten können
in anderen Röhrenschaltungen auftreten, und es ist Aufgabe der Erfindung, diese
Schwierigkeiten zu vermindern.
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Gemäß der Erfindung ist eine Netzanschluß-Schaltung für Röhrenschaltungen
mit Serienheizung der Röhren und mit einem Autotransformator zur Erhöhung der dem
Anodenspannungsgleichrichter zugeführten Netzwechselspannung derart ausgebildet,
daß
die Netzspannung zwischen dem Abgriffpunkt des Transformators und Masse zugeführt
wird und daß das eine Ende der Transformatorwicklung mit dem einen Ende des an seinem
anderen Ende mit Masse verbundenen Heizkreises, das andere Ende der Transformatorwicklung
mit der Anode des an seiner anderen Klemme mit Masse verbundenen Anodenspannungsgleichrichters
verbunden ist. Dabei kann an Stelle des Anodenspannungsgleichrichters natürlich
auch ein anderer Verbraucher gesetzt werden, der einen gegenüber der. Netzspannung
erhöhten Spannungsbedarf hat.
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An Hand der Zeichnung soll die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert werden. Die Röhrenschaltung; für die das Netzanschlußgerät gemäß
der Erfindung vorgesehen ist, ist in der Zeichnung schematisch durch den Block i
angedeutet, wobei angenommen sei, .daß es sich dabei um einen Fernsehempfänger handelt,
insbesondere um einen Wiedergabeapparat in einem Blockempfangssystem, bei dem mehrere
derartige Wiedergabeapparate von einem gemeinsamen Hochfrequenzempfänger, vorzugsweise
über Leitungen, mit Fernsehsignalen gespeist werden. Die Netzanschlußklemmen des
Empfängers sind mit a und 3 bezeichnet, wobei die Klemme 3 mit Masse verbunden ist,
während die Klemme a mit dem Abgriffpunkt 4 eines Autotransformators 5 verbunden
ist. Die Primärwicklungen des Autotransformators, das sind die Windungen links vom
Abgriffpunkt q., sind in Reihe mit der Serienschaltung 6 der Heizfäden des Empfängers
geschaltet. Ein Widerstand 7, der insbesondere auch in bekannter Weise zur Begrenzung
des Heizstromes auf einen vorbestimmten Wert bemessen sein kann, liegt ebenfalls
in Reihe in dieser Schaltung zwischen dem Autotransformator 5 und den Heizfäden
6. Das, rechte Ende der Autotransformatorwicklung 5 ist mit der Anode eines Gleichrichters
8 verbunden, dessen Kathode mit dem nicht gezeichneten Beruhigungsfilter der Schaltung
i verbunden sei.
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Wenn die beschriebene Schaltung von einem Wechselstromnetz betrieben
wird, liegt die Netzspannung an der Serienschaltung der Primärwicklung des Autotransformators
5 mit dem Widerstand 7 und der Heizfädenkette 6. Dank der Spannungserhöhung durch
den Autotransformator liegt eine erhöhte Wechselspannung zwischen dem rechten Ende
des Autotransformators und Masse, und diese erhöhte Spannung wird in dem Gleichrichter
8 gleichgerichtet und in bekannter Weise geglättet.
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Da lediglich ein Bruchteil der Netzspannung an der Primärwicklung
des Autotransformators liegt, kann die von dem Transformator umzusetzende Leistung
gegenüber Schaltungen, bei denen .auch die Heizleistung vom Transformator umgesetzt
wird, entsprechend vermindert werden, obwohl der Heizstrom in den Primärwicklungen
des Transformators fließt. Die Schaltung sei z. B. so bemessen, daß der Transformator
5 eine Spannungserhöhung von 2o V gegenüber der Netzspannung an seiner rechten Klemme
bewirkt. Dabei wird, wenn man einen Heizstrom im Heizweg 6, 7 von etwa
300 mA und eine Stromaufnahme von ioo mA für den Gleichrichter 8 annimmt,
an der Primärwicklung des Transformators, also an den Wicklungen zwischen dem Abgriffpunkt
4 und dem Widerstand 7, ein Spannungsabfall von etwa 7 V auftreten.
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Die beschriebene Schaltung hat den weiteren Vorteil, daß keinerlei
Änderungen erforderlich sind, um sie auch an einem Gleichstromnetz zu betreiben.
In diesem Falle fällt allerdings die Spannungserhöhung durch den Autotransformator
weg. Außerdem hat die Schaltung für den Betrieb mit Wechselstrom den Vorteil, daß
bei Unterbrechung der Heizfädenkette, z. B. .durch Durchbrennen eines Heizfadens,
die dem Gleichrichter 8, der z. B. auch ein Metalltrockengleichrichter sein kann,
zugeführte Spannung automatisch vermindert wird und daß daher die Gefahr des Durchschlagens
durch einen .der Glättungskondensatoren nicht auftritt. Bei bekannten Schaltungen
mit Transformatoren zur Spannungserhöhung wirkt sich die Unterbrechung des Heizkreises
wegen der verminderten Belastung in umgekehrter Weise, nämlich so aus, daß eine
höhere Spannung an den Glättungskondensatoren auftritt.