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Verfahren und Vorrichtung zum Entzug und zur Abgabe von Wärmeenergie
Unter einem Verfahren zum Entzug und zur Abgabe von Wärmeenergie soll ein Vorgang
verstanden werden, der gestattet, auf einem - relativ niedrigen Temperaturspiegel
Wärme zu entnehmen und diese Wärme auf einem relativ höheren Temperaturspiegel wieder
abzugeben. Sinngemäß kann dieses Verfahren auch ein Wärmegefälle zur Umsetzung in
mechanische Energie ausnutzen.
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Es ist an sich bekannt, den Entzug und die Abgabe von Wärmeenergie
mittels eines kompressiblen Arbeitsmediums in der erwähnten Form dadurch zu bewirken,
daß dieses Medium in einem thermodynamischen, offenen oder geschlossenen Prozeß
mindestens zwei miteinander in Verbindung stehende Räume durchläuft, worin unterschiedliche
Druckverhältnisse herrschen und Wärmeübergänge stattfinden können.
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Das Verfahren wird jedoch üblicherweise durch eine Folge von verdichtenden,
expandierenden und wärmeaustauschenden Apparaten bewirkt, die eine größere Anzahl
von Einzelteilen umfassen und im Verhältnis zur Leistung einen relativ großen technischen
Aufwand darstellen.
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Füreine solche Anlage ist es jedoch von Belang, daß die Bauart möglichst
einfach ist, daß im Betrieb möglichst geringe Störquellen vorhanden sind und sich
etwaige Überholungen und Reparaturen schnell und ohne umständliche Demontagearbeiten
vollziehen lasisen. Auch kann es von Belang sein, die Zahl der Einzelteile weitgehendst
zu b.eschränken.
Gerade im Hinblick auf die Verwendung einer solchen
Anlage als relativ kleines Aggregat für Zwecke, bei denen die Gestehungskosten eine
wesentliche Rolle spielen, ist es wünschenswert, durch möglichst starke Reduktion
der Zahl. der Einzelteile und gleichzeitige Wahrung eines befriedigenden thermodynamischen
Wirkungsgrades die Anwendung :des Verfahrens überhaupt erst zu ermöglichen.
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Die vorliegende Erfindung betrifft eine besondere Ausgestaltung des
Verfahrens zum Entzug und zur Abgabe von Wärmeenergie mittels eines thermodynamischen
Prozesses. Das Verfahren ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß das Arbeitsmedium
seine Ver dichtungs- und Expansions:-zustände, mindestens jedoch seine Verdichtungszustände
durch Fliehkraftfelder erfährt und die zur Erzeugung dies-er Fliehkraftfelder nötige
Strömungsart bei der Wärmeaufnahme und -abgabe, mindestens jedoch bei einem dieser
Prozesse beibehalten wird.
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Diese Form des Verfahrens gestattet, auf die üblichen Vorrichtungen
zur Unterteilung .der Prozesse auf verschiedene Apparate zu verzichten und den Prozeß
grundsätzlich mit einem bisher nicht erreichbaren Minimum an Bauteilen durchzuführen,
indem diese Apparate zu einer geringen Anzahl von Maschinenelementen zusammengefügt
werden können.
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Die Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens ist gekennzeichnet durch
eine Wärmezufuhrvorrichtung, durch eine Vorrichtung, die eine Fliehkraftwirkungen
verursachende Form der 'Strömung bedingt, und schließlich durch eine Wärmeabfuhrvorrichtung;
Wärmezufuhr und -entrahme können dabei nach oder innerhalb der Zonen zunehmender
bzw. abnehmender Fliehkraftwirkung ganz oder teilweise erfolgen.
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Damit das Arbeitsmedium bei der Wärmeförderung auf einen höheren Temperaturspiegel
aus den Zonen hoher Flishkräft wieder in Zonen geringerer Fliehkraft verbracht werden
kann, ist eine Fördervorrichtung notwendig. Bei der Ausnutzung eines Wärmegefälles
zur Erzeugung mechanischer Energie wird diese Fördervorrichtung sinngemäß .angetrieben
und kann die erzeugte Energie abgeben.
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Eine Reihe von Maßnahmen kann getroffen werden, die der Erhöhung der
spezifischen Leistung der Anlage, der Regulierung ,dieser Anlage, dem sicheren -Betrieb
dieser Anlage, der einfachen Herstellung dieser Anlage oder der Verwendung dieser
Anlage zum -Zwecke der thermodynamischen Behandlung des Arbeitsmediums selbst dienen.
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Einige dieser Maßnahmen seien im folgenden: erörtert: Vorzugsweise
kann als Arbeitsmedium ein schweres, einatomiges Gas verwendet werden, wie beispielsweise
Xenon, Argon oder Krypton; diese Gase besitzen eine relativ hohe Wärmeaufnahmekapazität
und sind für die Verwendung innerhalb des Prozesses geeignet.
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Bei der Anordnung eines geschlossenen Kreislaufes kann das Arbeitsmedium
unter Druck ge setzt werden, wodurch die in einer Anlage bestimmter Größe unterbrinsbare
Leistung wesent lich -erhöht werden kann.
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Die Leistung der Anlage kann weiter verbessert werden durch -die Beifügung
eines dampfförmigen Zusatzes oder eines flüssigen Zusatzes bzw. eines Gemisches
von beiden zum Arbeitsmedium, wobei an den Wärmeübergangsflächen Flüssigkeitsfilme
ausgebildet werden, die den Wärmeübergang verbe ssern. Insbesondere kann zwischen
dem gasförrnigen Arbeitsmedium und diesen Flüssigkeits: filmen noch ein wärmeaustauschendes
Bauelement eingeschaltet werden, beispielsweise in der Form von beide Teile berührenden
Metallplatten.
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Die Anlage kann so ausgebildet werden, daß sich der ganze Kreisprozeß
(oder Teile davon) in einem Rotor vollzieht, wobei die wärmieaustauschenden Flächen
ganz oder teilweise an der Rotation teilnehmen.
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An den wärmeaustauschenden Flächen können Rippen oder Flächen angebracht
werden, die die zum Wärmeübergang verfügbare Oberfläche vergrößern.
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Die Pumpvorrichtung kann bei der Anwendung eines -Rotors durch diesen
Rotor selbst bewirkt werden, indem ein geeignetes Statorelement in diesem Rotor
oder im Anschluß zum Rotor angebracht wird.
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In der Zone des Wärmeaustausches gebildete Flüssigkeitsfilme- können
durch eine Fördervorrichtung, vorzugsweise durch 'Stauwirkung infolge der Fliehkraftströmung,
in andere Zonen gefördert werden. Diese Vorrichtung kann auch bei gasförmigen und
gemischten Medien Anwendung finden.
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Die bei Anwendung eines Rotors dem Wärmeaustausch mit der Umgebung
dienenden Flächen können vorteilhaft so angeordnet werden, daß Teilchen des umgebenden
Mediums, die an den betreffenden Flächen ihre Wärmeenergie abgegeben bzw. ,aufgenommen
haben, durch die in der Grenzschicht noch wirksamen Fliehkräfte aus der Zone des
Wärmeaustausches verdrängt werden.
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Die spezifische Leistung der Anlage kann dadurch erhöht werden, daß
im Wärmeaustausch mit der Umgebung zwischen der Zone außen an den wärmeübertragenden
Flächen und weiteren zu erwärmenden oder zu kühlenden Räumen ein Kreislauf mit einer
Substanz hohen Wärmespeicherungsvermögens; wie Wasser, oder ein Kreislauf mit einer
Substanz, die rotierenden Elementen einen möglichst geringen Reibungswiderstand
entgegensetzt, verwendet wird. Für .die Wärmezufuhr und die Wärmeabfuhr :sind getrennte
Kreisläufe erforderlich.
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Bei der Anordnung von Rotoren kann durch die Verwendung .eines solchen
Kreislaufes mit leichten Gasen der Reibungswiderstand des Rotors vermindert werden.
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Bei der Anwendung von Rotoren werden zweckmäßigerweise im Innern derselben
Schaufeln oder Kanäle derart angeordnet, daß die Winkelgeschwindigkeit des Rotors
in geeigneter Form auf das Arbeitsmedium übertragen- wird.
Zur Verminderung
des Wärmeaustausches innerhalb der Anlage können die Trennwände, die Zonen verschiedenen
Wärmeinhaltes voneinander trennen, zweckmäßig isolierend, speziell doppelwandig
ausgeführt werden.
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Bei der Anwendung von Rotören und eines r otorinneren Elementes als
Fördervorrichtung, sinngemäß bei Anwendung von Kammern und geschlossenen Kreisläufen,
kann das erforderliche Drehmoment der Fördervorrichtung durch eine stopfbüchsealose
Kupplung, beispielsweise eine magnetische, zugeführt werden. Diese Maßnahme gestattet
eine völlig geschlossene Ausführung der Anlage und die Beibehaltung eines einmal
aufgebrachten Fülldruckes für längere Zeit.
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Bei der Anwendung von Rotoren können dieselben zweckmäßig aus einfachen
Rotationskörpern, speziell Scheiben und Ringen, zusammengesetzt werden, die die
Wahl von Formen hoher Festigkeit gegen Fliehkräfte gestatten, wobei Rotoren aus
den Teilen durch permanente Verbindungsverfahren, beispielsweise Schweißen, aufgebaut
werden.
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Die Leistung der äußeren Wärmeübertragungsfläcben kann bei der Verwendung
von Rotoren auch noch dadurch jerhöht werden, daß auf dem Rotor Fördervorrichtungen
für die umgebenden Medien angebracht werden, die eine intensiverte Zirkulation dieses
Mediums über die Wärmeaustauschflächen bewirken.
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Die Leistung der äußeren Wärmeübertragungsflächen kann bei der Verwendung
von Rotoren auch dadurch erhöht werden, daß in der Nähe der auf den Flächen befindlichen
Grenzschichten des umgebenden Mediums Schikanen angeordnet werden, die den Austausch
der Grenzschichten begünstigen.
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Die Regulierung dieser Anlage kann bei Anordnung eines geschlossenen,
unter Druck gesetzten Kreislaufes zweckmäßig dadurch bewirkt werden, daß dieser
Druck entsprechend dem Bedarf verändert wird.
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Die Leistungsänderung kann jedoch auch durch Drosselwirkungen auf
die die Anlage umgebenden Medien bewirkt werden.
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Die Leistung ist ebenfalls und in ausgeprägtem Maße von der Größe
der Fliehkraftfelder bzw. der Rotationsgeschwindigkeit des Arbeitsmedums abhängig
und kann durch Veränderung derselben in den weitesten Grenzen reguliert werden.
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Bei der Anwendung der Anlage zur Bewältigung größerer Leistungen wird
die Verwendung einer Vielzahl parallel bziv. in Serie geschalteter Anlagen günstiger
sein als eine entsprechende Vergrößerung der Abmessungen, die durch starke Verschlechterung
des thermodynamischen Wirkungsgrades oberhalb der optimalen Baugrößen ihre Grenzen
findet. Insbesondere ist die mehrfache Anordnung kleinerer Anlagen auch fabrikationstechnisch
vorteilhaft.
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Bei der Anwendung des Rotors entsteht zwischen Zonen verschiedenen
Durchmessers eine Förderwirkung, die, insbesondere soweit s:e eine Absaugung der
Wärmezufuhrzone in die Wärmeabgabezon.e verursacht, unerwünscht ist oder die Anordnung
von Dichtungen veranlaßt. Vorteilhaft wird zur Behebung dieses Umstandes dem äußeren
Medium beispielsweise durch Förderung gegen eine Drosselstelle ein Druck erteilt,
der dem Förderdruck entspricht und diese somit aufhebt.
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Der sichere Betrieb bei einem Minimum an herstellungstechnischem Aufwand
kann insbesondere dadurch erreicht werden, daß der Rotor an .einer biegeweichen
Einrichtung oder an einem Gelenk, die der Einleitung des Drehmomentes dienen können,
vertikal aufgehängt wird. Der Rotor kann bei höheren Drehzahlen dann um seinen Schwerpunkt
rotieren. Die gleiche Wirkung kann mittels der Aufhängung nach Lava l auch bei Rotoren
anderer Achslage erreicht werden. Durch diese Maßnahme wird die Wirkung von Unwuchten
bei den auftretenden hohen Drehzahlen aufgehoben, die Anlage vereinfacht und die
Herstellung verbilligt.
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Bei bestimmten Anwendungsfällen kann es vorteilhaft sein, die Wärmeaustauschvorgänge
durch abwechselndes Beheizen oder Kühlen und anschließendes Inbetriebsetzen bis
zur Erschöpfung des Potentials bzw. Wiederholung dieses Vorganges zu ersetzen. Die
Erwärmung oder Kühlung kann auch durch innere chemische Prozesse oder durch Austragen
und Einbringen eines außerhalb der Anlage in seinem Wärmeinhalt veränderten Gutes
bewirkt werden.
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Bei der Anwendung des Rotors können bei der Verwendung von Flüssigkeitsfilmen
wulstförmige Blenden verwendet werden, die ein Abfließen der Flüssigkeitsfilme in
Zonen größerer Fliehkraftwirkung verhindern.
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Bei der Anordnung offener Kreisläufe und der Anwendung des Rotors
kann die Expansion zweckmäßigerweise durch Expansion des Arbeitsmediums in einer
Zone höherer Fliehkraft erfolgen, als die Ansaugung des Arbeitsmediums erfolgt,
wodurch das Arbeitsmedium ohne gesonderte Pumpanlage durch den Rotor gefördert wird.
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Der Rotor kann aus Stahl, zweckmäßigerweise jedoch auch aus hochfesten
Aluminiumlegierungen hergestellt werden, die bei hoher Festigkeit ein vorzügliches
Wärmeleitvermögen besitzen.
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Die. einfache Form, die den Rotoren solcher Anlagen besonders im Gegensatz
zu vielen üblichen Elementen rotierender Verdichter und Expansionsmaschinen erteilt
werden kann, gestattet, außerordentlich hohe Drehzahlen zu erzeugen, die zu entsprechend
hohen spezifischen Leistungen der Anlagen führen. Sie begünstigt auch die Verwendung
der Anlage bei extrem tiefen oder hohen Temperaturen.
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Bei der Anwendung des Rotors können bei teilweiser Vereisung des wärmeabgebenden
äußeren Mediums besonders günstige Verhältnisse dadurch geschaffen werden, daß die
gefrorenen Partikel abgeschabt oder vom umlaufenden Rotor einfach abgeschleudert
werden.
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Der verfahrensmäßige thermodynamische Prozeß kann insbesondere auch
zur Behandlung des Arbeitsmediums selbst verwendet werden, wobei die Durchführung
chemischer und physikalischer Prozesse
bei unterschiedlichen Temperaturen
und Druckverhältnissen auch bei einer durch die Strömung des Arbeitsmediums intensivierten
Berührung einer Kontaktsubstanz innerhalb des Prozesses möglich ist. Als Beispiele
seien die Anwendung bei der Erdölverarbeitung, die Anwendung zum Ausfrieren von
Dämpfen oder zur Verflüssigung von Gasen erwähnt.
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Die einfachste Form 'einer Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens
ist in Fig. i gezeigt. Durch eine zylindrische Kammer ist hierbei ein senkrechter
Schnitt gelegt.
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Das Arbeitsmedium tritt bei a durch ein Rohr i ,ein und erhält infolge
der tangentialen Stellung dieses Rohres eine Drehung ähnlich einer Zyklonströmung,
die in der Zone e zu einer relativ ge= ringen Verdichtung, in der Zone b zu einer
relativ größeren Verdichtung führt. Das Arbeitsmedium wird in der Nähe der Zone
b durch das Rohr 3 wieder abgesogen, einem Gebläse 6 zugeführt und durch das tangentiale
Rohr i dem 'System wieder zugeführt. Dieser Vorgang kann auch umgekehrt werden,
indem die Absaugung durch das Rohr i erfolgt und die tangentiale Zuführung durch
das Rohr 3. Die Stellung beider Rohre zur Kammer wird dabei in zweckmäßiger Weise
verändert. Das bei p angeordnete Gebläse 6 wird durch den Elektromotor 8 angetrieben.
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Wird dein Arbeitsmedium nun durch die Flächen 4 Wärme aus einer relativ
kühlen Umgebung zugeführt, so ist das Medium in der Lage, im höher verdichteten
Zustande bei b an die Wandungen 2 Wärme an eine relativ wärmere Umgebung abzugeben.
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Der Vorgang kann jedoch bei Anordnung des offenen Kreislaufes noch
mehr vereinfacht werden. Die Zonee mit den Flächen 4 sowie das Rohr 3 entfallen
hierbei, die Ansaugurig erfolgt aus der Umgebung bei p, in die auch das in verdichtetem
Zustand gekühlte Medium wieder expandiert. Die Wärmeaufnahme erfolgt hierbei infolge
der Wahrscheinlichkeit der Ansaugurig eines Prozentsatzes wärmerer Mediumteilchen,
als in der' Expansionszone vorhanden sind, bzw. durch Erwärmung des Mediums in der
weiteren Umgebung.
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Mit der -Spirale 7 in der Zone b soll die Anordnung einer Kontaktsubstanz
gezeigt werden, die vom Arbeitsmedium unter Druck und höherer Temperatur und mit
der Geschwindigkeit der tangentialen Komponente der Fliehkraftströmung berührt wird.
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Mit der geschlossenen und der offenen Anordnung kann mit der Einrichtung
eine Erwärmung oder Kühlung umgebender Räume, Behandlung eines Arbeitsmediums selbst
oder die Gewinnung von Arbeitsleistung aus einem zwischen e und b bestehenden positiven
Wärmegefälle bezweckt werden.
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Die Anordnung mehrerer Systeme mit intermittierender Wärmezufuhr ist
für den Fachmann leicht vorstellbar, wenn er annimmt, daß aus .einer Reihe nebeneinander
angeordneter Einrichtungen gemäß Fig. i einzelne durch Beheizung oder Kühlung in
einzelnen Zonen verändert werden, während andere dass so gespeicherte Potential
zur Ausübung des Verfahrens benutzen. Den Flächen 2 und 4 wird hierfür ein möglichst
großes Wärmespeichervermögen erteilt.
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Die Ausführung des Verfahrens .mit Hilfe eines offenen oder geschlossenen
Rotors zeigt die Fig. 2. Bei einer Einrichtung mit horizontaler Anordnung ist ein
Schnitt durch die Drehachse des Rotors gelegt.
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In einem geschlossenen Rotor 2 i, der zwischen den Lagern 22 und 23
gelagert ist, sind die Kanäle 24 und 25 angeordnet. Der Rotor besteht aus einer
Zone geringeren Durchmessers 26 und einer Zone größeren Durchmessers 27. Auf beiden
Zonen sind Rippen 36 und 37 bzw. 38 und 39 zur Verbesserung des Wärmeüberganges
angebracht. Wird in den Rotor ein kompressibles. Arbeitsmedium eingebracht und der
Rotor in rasche Drehung versetzt, so wird die Fördervorrichtung 28, die durch die
Elektromagneten 18 stationär gehalten wird, eine Störung des Kräftespiels zwischen
Zonen zunehmender und abnehmender Fliehkraft bewirken, wodurch eine Zirkulation
des Arbeitsmediums eingeleitet wird.
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In der Zone g erfolgt eine Erwärmung des unter relativ geringer Fliehkraftwirkung
stehenden Mediums durch die Umgebung d der Zone. Das Medium strömt dann durch das
Zentralrohr i 9 in eine Zone zunehmender Fliehkraft c und erreicht bei b seinen
höchsten, durch die Fliehkräfte bedingten Druck. Es kann hierbei die Wärme, die
bei d aufgenommen wurde, durch die Rotorwandungen 38 an die Umgebung/ dieser Zone
abgeben. Die Temperatur der Zone f kann, ein Kennzeichen des angewendeten thermodynamischen
Prozesses, über derjenigen der Zoned .liegen. Das unter Druck gekühlte Medium strömt
weiter durch die Zone abnehmender Fliehkraft h und nach der Wärmeaufnahme bei g
wieder dem Stator der Fördervorrichtung 28 zu, welche durch elektromagnetische Elemente
18 gebremst oder angetrieben werden kann. Die Isolierscheibe 2o trennt die Zone
k von der Zone c.
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Bei dieser Ausführung ist zusätzlich auch noch die Anordnung eines
äußeren Kreislaufes eines leichten Gasies angedeutet, das sowohl den Antriebsmotor
13, die Zone f und anschließend einen zu erwärmenden Raum zwischen /t und
c bespült, um nach Abgabe der Wärme wieder f zugeführt zu werden. Der gleiche Kreislauf
kann sinngemäß auch für die Wärmeaufnahme verwendet werden, wobei die Fläche 36
durch ein leichtes Gas gekühlt wird und die Wärme in weiteren bespülten Räumen aufgenommen
wird.
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In einer noch einfacheren Ausführung kann auch diese Form der Maschine
auf den offenen Kreislauf reduziert werden, wobei die Teile 26 des Rotors entfallen
und das Arbeitsmedium, statt in eine Zone geringerer Fliehkraftwirkung zur Wärmeaufnahme
einzutreten, in weiteren Systemen bzw. der Umgebung zirkuliert, um im Zentrum des
Rotors wieder angesogen zu werden. Auf eine gesonderte Fördervorrichtung kann dabei
verzichtet werden, wenn die Expansionsöffnung einen größeren Durchmesser
als
die Ansaugeöffnung erhält und dadurch letzterer gegenüber eine Gebläsewirkung ausüben
kann.
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Mit i i sind die inneren 'Schaufelungen zur Übertragung der Winkelgeschwindigkeit
des Rotors auf das Arbeitsmedium bzw. vom Arbeitsmedium auf den Rotor und mit 12
die äußeren 'Schaufelungen zur Intensivierung der Zirkulation äußerer Medien angedeutet.
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Die Fig.3 zeigt die Ausführung des Verfahrens zum speziellen Zweck
der Kühlung eines Kühlraumes und gleichzeitiger Erwärmung eines Warmraumes und ist
besonders geeignet, die mechanische Einfachheit, die übersichtliche, gedrängte Anordnung
und die sonstigen Vorteile des Verfahrens aufzuzeigen.
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Die Zeichnung stellt einen vertikalen Schnitt durch die Anlage dar,
wobei der Kühlraum mit 31, das Aggregat mit 32, der Warmraum mit 33 und der Antriebsmotor
mit 13 bezeichnet ist. Das Aggregat besteht aus einem hochtourigen Motor, einer
biegeweichen Welle 34, an der der Rotor 21 aufgehängt ist, der sich in eine Zone
26 kleineren und eine Zone 27 größeren Durchmessers unterteilen läßt. Die Zone kleineren
Durchmessers ist mit Rippen 36 versehen, die mit der Atmosphäre des Kühlraumes 31
in Berührung stehen. Die Ern,euerung der Grenzschicht auf diesen Rippen wird einerseits
durch die Abschleuderung von durch Wärmeabgabe schwerer gewordenen Teilchen der
Kühlraumatmosphäre, anderseits durch die. Schikanen 9 gefördert, während auf der
Innenseite ein Flüssigkeitsfilm 4o, der durch den Wulst 41 am Abfließen verhindert
wird, die Wärmeübergangsverhältnisse verbessert.
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Unten an der Kaltzone ist ein Fenster 42 aus organischem Werkstoff
am Rotor angebracht, der die Übertragung magnetischer Kräfte vom Magneten 44 auf
den bei 45 gelagerten !Stator 43 gestattet. Dieser 'Stator bewirkt die Umwälzung
des Arbeitsmediums, wie in Fig.2 beschrieben wurde.
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Im Warmraum läuft der Teil27 des Rotors mit größerem Durchmesser.
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Zur Verhinderung einer Förderung der Kaltatmosphäre in die Warmatmosphäre,
wie diese beim Fehlen einer Berührungsdichtung zwischen den Zonen 26 und 27 auftreten
würde, wird die durch die Schaufeln 12 aus dem Außenraum durch das Rohr 14 und die
Einlauföffnung in der Deckscheibe 15 angesogene Luft nach der Berührung der Zone
27 durch eine Drosselvorrichtung 46 auf einen Druck gebracht, der dem Förderdruck
der Durchmesservermehrung .entspricht. Diese Maßnahme gestattet, auf die Anordnung
einer Bewegungsdichtwng zu verzichten und die freie Einstellbarken des Rotors im
Raum sicherzustellen.
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Der Rotor ist aus einer hochfesten Aluminiumlegierung hergestellt,
mit Argon gefüllt und läuft mit ,einer Drehzahl von 2o ooo Umdrehungen pro Minute.
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Die Erfindung ist nicht auf die in den Fig. 1, 2 und 3 veranschaulichten
Anwendungsbeispiele beschränkt. Vielmehr ist es dem Fachmann ohne weiteres möglich,
unter Benutzung des beschriebenen Verfahrens eine Einrichtung auch in anderer Form
anzuwenden.
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Das erfindungsgemäße Verfahren kann sowohl zur Raumerwärmung wie zur
Raumkühlung, insbesondere zur kombinierten Anwendung auch bei Klimaanlagen dienen.
Es kann bei einer Vielzahl von Prozessen, in denen Verfahren zum Bezug und zur Abgabe
von Wärmeenergie notwendig sind, Anwendung finden.
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Insbesondere wurde die Anwendung zur Durchführung chemischer Vorgänge
oder physikalischer Prozesse innerhalb des Arbeitsmediums bereits angedeutet.
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Die Anwendungsmöglichkeiten sind jedoch nicht auf das Gebiet der Leistungsaufnahme
beschränkt, die Apparatur kann durch Umkehrung der Temperaturfelder auch zur Gewinnung
von Arbeit aus Wärmte angewendet werden.
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'Soweit besondere, erwähnte Verfahren zur Erhöhung der spezifischen
Leistung der Anlage, der Regulierung der Anlage, dem sicheren Betrieb der Anlage,
der :einfachen Herstellung der Anlage oder der Verwendung der Anlage und des Prozesses
zur Behandlung eines Arbeitsmediums dienen können, wurde auf ihre gesonderte, bildliche
Darstellung an Handeines Beispiels so weit verzichtet, als dem Fachmann geeignete
Durchführungsformen ersichtlich :sein dürften.
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Das Verfahren. und die Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens, soweit
sie Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind, werden durch folgende Patentansprüche
umschrieben.