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DE930975C - Fahrradantrieb mittels Schwinghebeln - Google Patents

Fahrradantrieb mittels Schwinghebeln

Info

Publication number
DE930975C
DE930975C DEL5793D DEL0005793D DE930975C DE 930975 C DE930975 C DE 930975C DE L5793 D DEL5793 D DE L5793D DE L0005793 D DEL0005793 D DE L0005793D DE 930975 C DE930975 C DE 930975C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rocker arm
bicycle drive
drive according
rocker arms
rocker
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEL5793D
Other languages
English (en)
Inventor
Arno Lauer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEL5793D priority Critical patent/DE930975C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE930975C publication Critical patent/DE930975C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62MRIDER PROPULSION OF WHEELED VEHICLES OR SLEDGES; POWERED PROPULSION OF SLEDGES OR SINGLE-TRACK CYCLES; TRANSMISSIONS SPECIALLY ADAPTED FOR SUCH VEHICLES
    • B62M1/00Rider propulsion of wheeled vehicles
    • B62M1/12Rider propulsion of wheeled vehicles operated by both hand and foot power

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Motorcycle And Bicycle Frame (AREA)

Description

  • Fahrradantrieb mittels Schwinghebeln Schwinghebelantriebe für Fahrräder und andere Muskelkraftfahrzeuge sind bereits bekannt und auch Einzelantriebe für beide Räder. Alle bisher bekannten derartigen Antriebe lassen aber irgendwelche Vorteile ungenutzt, die bei dem Antrieb nach dieser Erfindung Berücksichtigung finden. Es galt, hier zwei Grundforderungen miteinander in Einklang zu bringen, nämlich einmal den Luftwiderstand auf das geringstmögliche Maß zu beschränken und zum andern die günstigste Einsatzart für den Muskelkraftantrieb zu finden. Die erste Forderung wird durch den Liegeantrieb erfüllt, die zweite durch die volle Ausnutzung der Körperkraft des Fahrers. Dies bedingt nicht nur die Beinkraft, sondern auch die Armkraft einzusetzen. Für das Zusammenwirken dieser Kräfte sind Schwinghebel geeigneter als die bekannten Kurbelantriebe. Weiterhin wird der Ausschlag der An-. triebsschwinghebel in jeder Schwingrichtung für den Antrieb nutzbar gemacht.
  • Der Umstand, daß der Fahrzeugbenutzer gute Sicht auf die Fahrbahn haben muß, zwingt beim Liegeantrieb zur Bauchlage mit dem Kopf voraus. Die Kopfhaltung ist dabei nicht unnatürlicher als die von Rennfahrern auf den üblichen Fahrrädern. Die Antriebsbewegung entspricht im grundsätzlichen den Bewegungen eines Brustschwimmers, denn sie geschieht durch gleichzeitiges Anziehen und gleichzeitiges Ausstrecken der Arme und Beine im stetigen Wechsel. In den Zeichnungen wird der Antrieb an einem zweiräderigen Fahrrad dargestellt. Es zeigt Abb. i ein Fahrrad mit Hinterradantrieb durch Schwinghebel auf jeder Radachse und Pendelzugverbindung der beiden Schwinghebel unter sich; Abb. 2 einen Querschnitt eines mitschwingenden Schutzbleches mit der Führungsrille für den Pendelzug; Abb.3 die Schulterstützenanlage von oben gesehen; Abb. .4 einen Armschwinghebel von vorn gesehen (Gabelform) ; Abb. 5 ein Schwinghebelsperrgetriebe mit einem umgesteuerten Zusatzschwinghebel und einem Umsteuerungsmechanismus und Abb. 6 ein Fahrrad mit getrenntem Schwinghebelantrieb für Vorder- und Hinterrad.
  • Der Fahrer liegt mit den Hüften auf einem Bauchsattel (Bauchauflage) i - zweckmäßig einem Hängegurt mit seitlichen Polsterungen zur Auflage der Hüften - und auf Schulterstützen 2. Weitere Körperstützpunkte stellen die auf den Radachsen gelagerten, nach oben gerichteten Antriebsschwinghebel 3 dar, vorn Hebel 3a für die Hände und am Hinterrad Hebel ab für die Füße. Die Schulterstützen 2 - gerundete Bügel, die dem Körper auch ein Widerlager gegen Druck nach vorn beim Ausstrecken der Beine geben müssen - werden von den Enden zweier federnder Gabelstreben q. getragen, die aus der Sattelstütze 5 ungefähr waagerecht und nach vorn zu aufgebogen herausragen, in der Sattelstütze 5 nach vorn und rückwärts verstellbar befestigt und durch eine Stellvorrichtung 6 auch in ihrer Spannweite verändert werden können.
  • Für den Antrieb dienen zwei Schwinghebel 3a und 3b, von denen je einer auf jeder Laufradachse gelagert ist und das Laufrad in Gabelform (Abb. q.) überspannt. Sie tragen in T-Form jeweils eine Ouerstange 7 mit beim vorderen Antriebsschwinghebel 3a Handgriffen 8 und beim hinteren Antriebsschwinghebel 3b Fußbügeln 9 (Fußhaltern, die dem Fuß für Zug und Druck Halt geben). Der Vorderradantriebsschwinghebel 3a dient gleichzeitig _ der Lenkung des Fahrzeuges. Der Hebelausschlag; wird in einem Winkel von etwa 6o° wirksam. Zweckmäßig wird der Winkelausschlag so gelegt, daß seine Halbierungslinie beim Armschwinghebel 3a nach vorn, beim Beinschwinghebel3b nach hinten jeweils um etwa i5° von der Senkrechten abweicht. Die Längen der Antriebsschwinghebel 3a und 3b sind veränderlich zu gestalten, um sie auf die Körpergröße des Benutzers abstimmen zu können. Beim Antrieb schwingen die Antriebsschwinghebel 3a und 3b gegenläufig zueinander, da der Benutzer im Wechsel Arme und Beine gleichzeitig anzieht und darauf gleichzeitig ausstreckt.
  • Die beiden Antriebsschwinghebel 3a und 3b kön= nen durch einen über Rollen io geführten endlosen Seilpendelzug i i in mechanische Verbindung gebracht werden. Da der Pendelzug i i, um störungsfrei zu arbeiten, von jedem Schwinghebel 3a und 3b aus, wo er befestigt ist, den Weg, den dieser Befestigungspunkt beim Ausschwingen des Hebels nimmt, mitmachen muß, ist er auf diesem Wege über mitschwingende Kreisbogenteile - mitschwingende Schutzbleche 12 mit einer mittleren Führungsrille 13 (Abb. 2) - zu führen.
  • Derartig zusammengekoppelte Schwinghebel 3a und 3b wirken in ihrem Krafteinsatz zusammen, gleichgültig von welchem der beiden Hebel aus die Kraft auf das Fahrzeuggetriebe weitergegeben wird. Zweckmäßig wird man das Hinterrad (über ein Übersetzungsgetriebe) antreiben lassen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten.
  • Die einfachste Art stellt der Einsatz einer Pleuelstange 1q. am über die Achse hinaus nach unten verlängerten Hinterradantriebsschwinghebel 3b dar, die mit ihrem anderen Ende ein Kettenrad 15 in der üblichen Weise ankurbelt.
  • Vorteilhaftere Übertragungsmittel sind aber Schwinghebelsperrgetriebe (Abb. 5). Sie sind vor allem für getrennten Antrieb am Vorder- und Hinterrad besonders geeignet. Dabei erübrigt sich dann eine Verkoppelung der beiden Antriebsschwinghebel durch einen Pendelzug. Solche Schwinghebelsperrgetriebe sind so zu gestalten, daß die Drehrichtung der Räder des Getriebes bei jeder Hebelschwingphase gleichbleibt, zugleich aber auch jede Schwingphase für den Antrieb ausgenutzt wird. Hierfür gibt es vielerlei Lösungen.
  • So können z. B. an einem Antriebsschwinghebel auf einheitlicher Achse zwei möglichst gleich große Getrieberäder nebeneinanderliegen, von denen das eine von dem Antriebsschwinghebel in der einen (Vorwärts-) und das andere in der anderen (Umkehr-) Schwingphase durch Sperrung, Verklemmung oder Verzahnung (z. B. durch in den Schwinghebel eingelagerte und auf Sperrzähne an den Rädern angefederte Sperrklinken) mitgedreht wird. Beide Getrieberäder sind aber durch andere Zwischenglieder (Getrieberad oder -räder auf anderen Achsen, wie Winkelzahnrad, Stirnzahnräder oder Stirnzahnrad mit Ketten- oder Riemenverbindung) miteinander verbunden, so daß sie die ihnen eigene Drehrichtung in jedem Falle beibehalten. So kann die Kraftleistung von einem solchen Getrieberad auf ein Laufrad (oder auf mehrere Laufräder) des Fahrzeuges weiter übersetzt werden.
  • Die gleiche Wirkung läßt sich aber - vielleicht noch vorteilhafter - durch Schwinghebelsperrgetriebe mit einem zusätzlichen umgesteuerten Hilfsschwinghebel 3c (Abb. 5) erreichen. Bei solchen Schwinghebelsperrgetrieben wird nur ein Getrieberad 16 zur Übersetzung der Hebelschwingbewegung in eine gleichgerichtete Drehbewegung benötigt. Dafür ist neben dem Hauptschwinghebel 3 und dem Getrieberad 16 auf derselben Achse noch ein Hilfsschwinghebel3c eingesetzt, der in der Ausgangslage dem Hauptschwinghebel 3 diametral gegenüberliegt und durch eine von diesem ausgehende Einrichtung 17 so gesteuert wird, daß beide Schwinghebel 3 und 3c immer im gegensätzlichen Drehsinn zueinander ausschwingen.
  • Die Schwinghebel 3 und 3c und das Getrieberad 16 sind auf ihrer Achse frei beweglich, doch sperren sie sich gegeneinander durch Verklemmung oder Verzahnung in einer bestimmten Schwing-bzw. Drehrichtung. Dadurch nimmt der Hauptantriebsschwinghebel 3 das Getrieberad 16 in der einen Schwingrichtung mit, während es der Hilfsschwinghebel 3c, da er immer gegensätzlich ausschwingt, in der folgenden Schwingrichtung im gleichen Drehsinn weiterdreht. Die Umsteuerung wird im Ausführungsbeispiel durch ein Winkelgelenk 18 und ig mit dem in einer festliegenden Gleitschiene 21 geführten Gelenk 2o bewerkstelligt, ist jedoch auch in anderer Weise durchführbar.
  • In der bisher beschriebenen Art sind die Schwinghebelsperrgetriebe nur für den Vorwärtsgang befähigt. Eine Umkehrbewegung kann dadurch erzielt werden, daß zwischen dem Antriebsschwinghebel 3 bzw. den Antriebsschwinghebeln 37, 3b und 3c und dem mitzunehmenden Getrieberad 16 eine Sperrmöglichkeit auch in der Gegenrichtung vorgesehen wird, die sich durch gefederten Zug oder Druck (für Hand- oder Fußbedienung) unter gleichzeitiger Aufhebung der normalen Sperrung auslösen läßt. Dies kann in einfacher Weise dadurch geschehen, daß das Getrieberad 16, das von den Antriebsschwinghebeln 3, 3a, 3b, 3c mitgenommen wird, zu dem einen Sperrzahnkranz 22 (Abb. 5) noch einen -zweiten Sperrzahnkranz 23 mit gegenläufiger Verzahnung erhält und die an den Antriebsschwinghebeln 3, 3a, 3b, 3c eingelagerte Sperrklinke zu einer doppelzahnigen Kippklinke 24. umgestaltet wird, die durch eine ständig wirkende Federkraft einseitig auf einen der beiden Zahnkränze 22 oder 23 zur Sperrung mit diesem angedrückt wird, aber bei Wirksamwerden eines gefederten Zuges oder Druckes sich aus dem einen Zahnkranz löst und in den anderen sperrt. Durch Zug oder Druck kann auf diese Weise ein Rückwärtsgang des Getriebes erreicht und vor allem eine im Getriebe etwa enthaltene Freilaufbremse in Tätigkeit gesetzt werden.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Fahrradantrieb mittels Schwinghebeln, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwinghebel (3, 3a. 3b, 3`) auf den Achsen der Räder gelagert sind und mittels Übertragungseinrichtungen die Räder antreiben, wobei die Schwinghebel (3 bzw. 3a und 3b) vom Benutzer in Schwimmlage betätigt werden und der vordere Schwinghebel (3a) die Lenkung bewirkt.
  2. 2. Fahrradantrieb nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß beide Schwinghebel (3a und 3b) durch einen endlosen Seilzug (ii) derart verbunden sind, daß sie sich gegenläufig bewegen, wobei der über Rollen (io) geführte Seilzug (i i) eine weitere Führung durch mit einer mittleren Führungsrille (13) versehene, an den Schwinghebeln (3a und 3b) befestigte und mit diesen mitschwingende Kreisbogenteile - Schutzbleche - (12) enthält.
  3. 3. Fahrradantrieb nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß für den Benutzer eine Bauchauflage in Form eines Hängegurtes (i) mit Polsterung zur Auflage der Hüften sowie Schulterstützen (2) vorgesehen sind, deren Stellung der Körperform des Benutzers angepaßt werden kann.
  4. 4. Fahrradantrieb nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schulterstützen (2) als zwei von der Bauchauflagenstütze (5) ausgehende federnde Träger (.4) ausgebildet sind.
  5. 5. Fahrradantrieb nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Schwinghebel (3, 3a und 35 und ihr Winkelausschlag der Körpergröße des Benutzers anpaßbar sind.
  6. 6. Fahrradantrieb nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schwinghebel (3b) über eine Pleuelstange (1q.) ein Getrieberad (15) ankurbelt, von dem aus das Laufrad, auf dessen Achse der Schwinghebel gelagert ist, beispielsweise durch eine Kette angetrieben wird.
  7. 7. Fahrradantrieb nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwinghebel (3, 3a, 3b) ein Sperrgetriebe in der Weise betätigt, daß das Antriebsrad bei der Vor- und Rückwärtsbewegung des Schwinghebels in einem Drehsinn angetrieben wird. B. Fahrradantrieb nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Laufrad durch seinen Schwinghebel (3a und 3b) über ein eigenes Getriebe nach Anspruch 6 oder 7 angetrieben wird. g. Fahrradantrieb nach den Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Antriebsschw inghebel (3, 3a', 3b, A zwecks Ausübung einer Bremswirkung das von ihm bewegte Antriebsrad (16) mittels verschiebbarer Sperrklinken (24) im entgegengesetzten Drehsinn zu bewegen vermag.
DEL5793D 1939-05-03 1939-05-03 Fahrradantrieb mittels Schwinghebeln Expired DE930975C (de)

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DEL5793D DE930975C (de) 1939-05-03 1939-05-03 Fahrradantrieb mittels Schwinghebeln

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DE930975C true DE930975C (de) 1955-07-28

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DEL5793D Expired DE930975C (de) 1939-05-03 1939-05-03 Fahrradantrieb mittels Schwinghebeln

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DE (1) DE930975C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4838568A (en) * 1988-02-08 1989-06-13 Joe Arroyo Propulsion apparatus

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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