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Laufzeitzähler für Maschinen od. dgl. Die Erfindung betrifft einen
sogenannten Laufzeitzähler, der die Laufzeiten einer Maschine, eines Fördermittels
od. dgl. summiert.
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Es gibt schon derartige Zähler, die in Abhängig -keit von der Einschaltung
oder Bewegung der zu überwachenden Maschine selbsttätig an- und abgestellt werden,
und auch solche, bei denen der Ausschlag eines Tachometers das An- und Abstellen
bewirkt.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Laufzeiten einer Maschine
für jede Arbeitsschicht getrennt festzustellen. Das ist erfindungsgemäß dadurch
erreicht, daß für jede der drei Arbeitsschichten ein Stundenaddierwerk und ein Schaltrad
vorhanden ist und daß die Stundenaddierräder auf der gemeinsamen Achse eines Schwenkrahmens
lose gelagert sind, so daß sie mit den gegeneinander gestaffelten Zahn- oder Reibsegmenten
der Schalträder in Eingriff gebracht werden können; die Schalträder sitzen fest
auf einer Welle, die ohne Unterbrechung in 24 Stunden einen Umlauf macht.
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Weitere Merkmale der Erfindung beziehen sich auf die selbsttätige
Nullstellung vor Schichtbeginn und auf die kombinierte Druck- und Ablesemöglichkeit
der Laufzeiten zusammen mit der Uhrzeit.
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In der Zeichnung ist eine erfindungsgemäße Kontrollvorrichtung für
drei Tagesschichten dargestellt, und zwar zeigt Fig. z einen senkrechten Querschnitt
durch die Vorrichtung, Fig.2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. z und
Fig.3
eine teilweise Vorderansicht der Vorrichtung.
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In einem die Vorrichtung staubdicht verschließenden Gehäuse i ist
im unteren Teil eine Querwelle 2, drehbar gelagert, welche drei Schalträder 3, 4,
5 trägt, von denen das Schaltrad 3 der Morgenschicht (6 bis 14 Uhr), das Schaltrad
4 der Mittagschicht (14 bis 22 Uhr) und das Schaltrad 5 der Nachtsc'hic'ht (22 bis
6 Uhr) zugeordnet ist. Die Welle .2 wird mit einer Uhr gekuppelt und genau halb
so schnell wie der Stundenzeiger der Uhr gedreht, so daß sie innerhalb 24 Stunden
eine volle Umdrehung ausführt. Auf den Schalträdern 3, 4, 5 sind Eingriffsbögen
in Gestalt von Zahnbögen 6 (Fi:g. i) angebracht, deren jeder etwa ein Drittel des
Umfanges des Schaltrades in Anspruch nimmt. Die Zahnbögen 6 der drei -Schalträder
3, 4, 5 sind um die Welle 2 im Sinne des Pfeiles 7 so versetzt zueinander angeordnet,
daß sie in der Reihenfolge der Räder 3, 4, 5 hintereinander folgen und sich zu einem
vollständigen Umfang ergänzen.
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Oberhalb der Welle 2 ist eine parallel laufende Welle 8 vorgesehen,
die jedoch nicht in dem Gehäuse i, sondern in einem Rahmen undrehbar sitzt, welcher
aus zwei Seitenteilen 9, einem Steg i i und einer Verbindungsstange 12 gebildet
ist.
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Die Verbindungsstange 12 ist in den seitlichen Wänden des Gehäuses
i drehbar gelagert, so daß beim Schwenken des Rahmens 9, 11 die Welle ,9 auf und
nieder bewegt wird. Auf der Welle 8 sitzen lose Stundenaddierräder 13, 14, 15, die
der ersten, zweiten und dritten Schicht zugeordnet sind. Sie sind fest mit Zahnrädern
16 verbunden und stehen unter dem Einfluß je einer Spiralfeder .17, welche sich
am inneren Ende an einem fest auf der Welle 8 sitzenden Ring 18 und an dem äußeren
Ende an einem Querstift i9 ihres Stundenaddierrades abstützen. Die Umfangsfläche
der Stundenaddierräder ist mit einer Stundenskala und den Stundenangaben o bis 8
versehen, welche durch eine mittels einer Glasplatte 21 abgeschlossenen Schauöffnung
22 ablesbar sind.
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Der Rahmen 9, 11 wird gewö'hnlic'h durch Federn 23 (Fig. 1) in seiner
oberen Ausschaltstellung gehalten, in welcher sich die Zahnräder 16 mit den Zahnbögen
6 außer Eingriff befinden.
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Diese Vorrichtung wird an der zu kontrollierenden Arbeitsmaschine
selbst oder in einiger Entfernung davon angeordnet, und es werden Mittel vorgesehen,
durch welche der Rahmen 9, 11 bei jedesmaliger Inbetriebsetzung der Arbeitsmaschine
nach unten in seine Eingriffstellung geschwenkt wird und bei jedesmaliger Außerbetriebsetzung
der Arbeitsmaschine wieder unter der Wirkung der Feder 23 in seine obere Ausschaltstellung
zurückgeht. Durch eine Stellschraube 24 wird die Einrückbewegung einstellbar begrenzt.
Das Mittel zum Einrücken der Stundenaddierräder in Abhängigkeit von der Inbetriebsetzung
der Arbeitsmaschine besteht bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel in einem Flieh-kraftregler
25 (Fig. i), dessen Antriebswelle 26 unmittelbar oder durch eine biegsaure Welle
mit der Arbeitsmaschine gekuppelt ist. Die verschiebbare Muffe 27 des Fliehkraftreglers
greift an einem auf einem Zapfen 28 der Gehäusewand drehbar gelagerten Hebel 29
an, der an seinem vorderen Ende durch einen Lenker 31 mit dem Rahmen 9, 11 verbunden
ist. Wird der Fliehkraftregler bei Inbetriebsetzung der Arbeitsmaschine in Drehung
versetzt, so bewegt sich die Muffe 27 nach unten und zieht mittels des Lenkers 31
den Rahmen 9, 11 nach unten in seine Eingriffstellung, in welcher eines der Zahnräder
16 mit einem der Zahnbögen 6 der Schalträder 3, 4, 5 in Eingriff kommt. An Stelle
des beschriebenen Fliehkraftreglers können andere Verbindungsmittel beliebiger Art
verwendet werden, z. B. Druckmittelgetriebe mit Luftdruckröhrenfeder.
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Da die Zahnbögen 6 an ihren Zahnrädern 16 nur während der ihnen zugeordneten
Schicht vorübergehen, wird während einer Schicht immer nur das gleiche Stundenaddierrad
13, 14-oder 15 mit seinem Schaltrad 3, 4, 5 in Verbindung gebracht und durch sein
sich gleichförmig entsprechend einem Stundenuhrzeiger bewegendes Schaltrad weitergeschaltet.
Die Zahnräder 16 arbeiten je mit einer Sperrklinke 32 zusammen, die auf einer Querstange
33 des Rahmens 9, 11 gelagert sind und sich unter der Wirkung von Federn 34 mit
ihren freien Enden in die Verzahnungen der Räder 16 einlegen, so daß diese in der
erreichten Stellung festgehaltenwerden. Da zu - Beginn jeder Schicht das zugeordnete
Stundenaddierrad auf Null stehen soll, wird die Sperrklinke 32 kurz vor Beginn der
betreffenden Schicht ausgehoben, wobei das zugehörige Stundenaddierrad unter der
Wirkung seiner Feder 17 in seine Nullage zurückgeht, indem ein in der Welle 8 und
dem Ring 18 befestigter Sperrstift 35 (Fig. 2) auf den Querstift i9 auftrifft.
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Die Auslösung der Sperrklinke 32 erfolgt durch einen seitlichen Stift
36 des zugehörigen Schaltrades 3, 4 oder 5, welcher im geeigneten Zeitpunkt auf
das in seiner Bahn liegende Ende 37 eines auf einer Querstange 38 gelagerten Doppelhebels
39 auftrifft, dessen oberes Ende auf einen Fortsatz 41 des Sperrhebels 32 einwirkt
und diesen aus dem Zahnrad 16 aushebt.
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Es ist ersichtlich, daß jedes Stundenaddierrad seine Einstellung während
der beiden folgenden Schichten beibehält. Man ist also in der Lage, durch die Schauöffnung
22 stets die Betriebsstundenzahl der beiden vorangehenden Schichten abzulesen und
kurz vor der Auslösung ihres Stundenaddierrades auch die dritte Schicht.
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Die gemäß der halben Geschwindigkeit des Stundenzeigers einer Uhr
gedrehte Antriebswelle2 für die Schalträder 3, 4, 5 steht durch ein auf ihr befestigtes
Zahnrad 42 mit einem Zahnrad 43 ständig im Eingriff, das sich auf einem im Gehäuse
i sitzenden Zapfen 44 dreht. Das Zahnrad 43 ist mit einer Trommel 45 verbunden,
welche den gleichen Durchmesser hat wie die Trommeln der Stundenaddierräder 13,
14, 15.
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Der Zapfen 44 ist so angeordnet, daß er koaxial zu der Welle 8 der
Stundenaddierräder liegt, wenn
diese sich in ihrer Ausrücklage befinden.
Die Trommel 45 ist mit einer 24- oder 2 X 12-Stunden-Zeiteinteilung versehen, die
ebenfalls durch eine Schauöffnung 22 (Fig. i) abgelesen werden kann, so daß gleichzeitig
mit der Ablesung der Stundenwerte der Stundenaddierräder 13, 14, 15 auch die Ablesezeit
ablesbar ist.
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An Stelle oder neben der Ablesung durch die Schauöffnung 22 kann auch
die Einrichtung getroffen werden, daß die Angaben der Stun.denaddierräder und der
Tageszeittromme145 durch einen Druckvorgang auf einem Blatt festgehalten werden.
Dabei ist aber im Auge zu behalten, daß wegen der Staub- und Feuchtigkeitseinflüsse
der Apparat soweit wie möglich nach außen hermetisch abgeschlossen sein muß.
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Neben oder an Stelle der Zeiteinteilung und Stundenangaben auf den
Umfängen der Räder 13, 14, 15 und 45 sind entsprechende erhabene, negative, drucktypenmäßige
Gravierungen angebracht, die mit einem Druckbalken 46 (Fig. i) zusammenarbeiten,
welcher sich quer über die Räder 13, 14, 15, 45 erstreckt und an einem Rahmen 47
sitzt, welcher auf einer Querstange 48 im Innern des Gehäuses schwenkbar gelagert
ist und durch gabelförmige Enden 49 mit Armen 51 einer Welle 52 im Eingriff steht,
welch letztere durch die Seitenwände des Gehäuses i hindurchtritt und außen mit
einem Handgriff in Form eines Rahmens 53 verbunden ist. Durch Aufwärtsschwenken
des Rahmens 53 entgegen der Wirkung einer Feder 54 wird der Druckbalken 46 gegen
die Typenerhöhungen der Räder 13, 14, 15 und 45 gedrückt, und bei Loslassen des
Handhebels 53 bringt die Feder 54 den Rahmen und seinen Druckbalken 46 in die obere
Lage zurück. Der Abdruckträger, der zur Vermeidung und Verwendung von Einfärbmitteln
aus plastischer Pappe od. dgl. bestehen kann, wird vor dem Aufwärtsbewegen des Handgriffes
53 in einen Schlitz 55 des Gehäuses eingeführt. Die Schlitzöffnung ist gewöhnlich
durch eine Platte 56 verdeckt. Die Platte 56 ist an dem Handgriff 53 angelenkt,
so daß sie für die Dauer der Druckgebung den Schlitz 55 freigibt. An Stelle des
Verzahnungseingriffes mit feiner Verzahnung zwischen den Eingriffsbögen 6 und den
Rädern 16 kann auch ein Reibradeingriff z. B. mit im Querschnitt keilförmigen Reibrädern
treten.