DE9304883U1 - Gasdichter Schutzanzug - Google Patents
Gasdichter SchutzanzugInfo
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A62—LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
- A62B—DEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
- A62B17/00—Protective clothing affording protection against heat or harmful chemical agents or for use at high altitudes
- A62B17/006—Protective clothing affording protection against heat or harmful chemical agents or for use at high altitudes against contamination from chemicals, toxic or hostile environments; ABC suits
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- Respiratory Apparatuses And Protective Means (AREA)
Description
Tesimax-Altinger GmbH, Hölderlinstr. 39, 7530 Pforzheim
Gasdichter Schutzanzug.
Gasdichter Schutzanzug.
Die Erfindung betrifft einen gasdichten Schutzanzug nach dem Oberbegriff des Schutzanspruchs 1.
Bei derartigen Schutzanzügen muß gewährleistet sein, daß die für den
Träger des Schutzanzugs benötigte Atemluft von außen zur Verfügung gestellt wird. Hierzu dienen Luftgebläse, die über Schlauchverbindungen
Außenluft ansaugen und dem Gesichtsraum des Schutzanzugträgers zuführen.
Bekannte Lösungen sehen hierzu vor, daß das Luftgebläse etwa in Hüfthöhe auf dem Schutzanzug getragen wird und dann die Schlauchverbindung
durch eine Öffnung des Schutzanzuges hindurch nach innen geführt ist. Hierzu bedarf es jedoch einer speziell ausgestalten
Öffnung, um keine Dichtungsprobleme aufkommen zu lassen.
Es sind auch Lösungen bekannt, bei dem der Luftstrom des Atemgerätes
mittels eines T-Stückes aufgeteilt wird zur Belüftung des Anzugs einerseits und zur Belüftung einer Atemmaske andererseits. Da das
Teilungsverhältnis zwischen diesen beiden Luftströmen fest eingestellt wird und vom Benutzer in der Regel nicht verändert werden
kann, ist hiermit ein individuelles Eingehen auf die individuell benötigte Atemluftmenge des Benutzers nicht möglich.
Durch die angesprochene Tragweise des Atemgerätes auf dem Anzug (mit
einem Gürtel festgeschnallt oder ähnlichem), wird das zwischen dem
Körper des Benutzers und der Innenseite des Schutzanzugs gebildete Volumen in einen oberen Abschnitt und einen unteren Abschnitt
unterteilt und der untere Abschnitt wird strömungstechnisch von dem oberen Abschnitt durch den Gürtel oder ähnliche Bauteile praktisch
getrennt, so daß eine Belüftung des Hüft- und Beinabschnittes des Benutzers praktisch nicht oder nur unbefriedigend erfolgt.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, die vorbekannten Lösungen so zu
verbessern, daß eine weitgehend vollständige Innenbelüftung des Schutzanzuges erreicht wird, bei individuellem Eingehen auf die
benötigte Atemluft des Benutzers des Schutzanzuges.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gemäß dem kennzeichnenden Teil des
Schutzanspruchs 1 gelöst.
Der Grundgedanke der Erfindung besteht also in der integrierten Ausführung von Schutzanzug, Atemmaske und Luftversorgungseinrichtungen,
wobei nach außen nur die Ansaugöffnungen des Gebläses und die Luftaustrittsöffnungen des Schutzanzuges in Erscheinung treten, alle
anderen Funktionsteile werden unterhalb des Anzugs, d.h. zwischen dem Körper des Benutzers und der Innenseite des Anzugs getragen. Hierbei
werden vorzugsweise solche Ausführungen von Luftgebläsen gewählt, die flach sind und der Rückenform angepaßt, so daß diese zusätzlich als
eine Art "Abstandshalter" zwischen dem Körper des Benutzers und dem Anzug dienen und somit im gesamten Bauchumfang sowie im Rückenbereich
eine stets offene Strömungsverbindung zwischen dem oberen Abschnitt des Innenvolumens des Schutzanzuges und dessen unterem Abschnitt
herstellen.
Bei der erfindungsgemäßen Lösung entfallen Dichtungsprobleme dadurch,
daß die Schlauchverbindung von vornherein nur innerhalb des Schutzanzuges verläuft, hierdurch wird auch eine bessere Bewegungsfreiheit
erreicht, da der Anzug den Körperbewegungen des Benutzers besser folgen kann.
Durch die vollständig unterhalb des Anzuges getragenen Funktionsteile
der Bauteile zur Atemluft- und Belüftungsversorgung ist außerdem
sichergestellt, daß keinerlei Kontaminationen dieser Funktionsteile
beim Arbeiten in schadstoffbelasteter Außenluft oder ähnlichen Umgebungen entstehen, da diese Funktionsteile notwendigerweise dann
ebenfalls unter dem "Schutz" des gasdichten Schutzanzuges stehen.
Hierdurch entfallen Reinigungsarbeiten zur Dekontaminierung, wie dies
bei bekannten Lösungen nach jedem Einsatz erforderlich ist.
Dadurch, daß das gesamte angesaugte Luftvolumen zunächst ausschließlich
der Atemmaske zugeführt wird, ist auch eine ausreichende Sauerstoffversorgung des Trägers des Schutzanzuges gewährleistet, da
zur Innenbelüftung des Schutzanzuges lediglich die ausgeatmete Luft und die überschüssige, zugeführte Luft verwendet wird; die ausreichende
Versorgung mit Atemluft und damit Sauerstoff hat bei der erfindungsgemäßen Lösung demzufolge Priorität, die Belüftung des
gasdichten Anzuges bleibt sekundär.
Aufbau und Funktionsweise des gasdichten Schutzanzuges werden anhand
der Zeichnung noch kurz erläutert:
Die Zeichnung zeigt im Vordergrund einen teilweise angelegten Schutzanzug; man erkennt das im Lendenbereich unter dem Schutzanzug
(gestrichelt dargestellt) getragene Luftgebläse 10 mit seinen außen
sichtbaren scheibenförmigen Ansaugöffnungen 1OA,1OB, über die
Außenluft angesaugt wird (Pfeil A).
Vom Gebläse 10 führt vollständig innerhalb des Schutzanzuges ein Schlauch 11 zur Atemmaske 12 (dargestellt ist eine sogenannte Halbmaske),
so daß hiermit die Sauerstoffversorgung des Trägers des Schutzanzuges sichergestellt ist (Pfeil B). Bei handelsüblichen
Luftgebläsen ist hiermit ein Luftstrom von etwa 120 Liter pro Minute vorgesehen, so daß in der Atemmaske 12 ein entsprechender Überdruck
entsteht. Unter der Wirkung dieses Überdruckes und dem zusätzlichen Partialdruck, der von der ausgeatmeten Luft stammt, vermischt sich
der zur Atmung nicht benötigte Anteil der zugeführten Luft (im Normal fall etwa 60 Liter pro Minute) mit der ausgeatmeten Luft und
werden aus der Atemmaske 12 herausgeführt und dienen zunächst zur Belüftung der Sichtscheibe des Schutzanzuges (Pfeil C). Hierdurch
wird eine weitgehende Beschlagfreiheit der Sichtscheibe sichergestellt.
Von dort aus strömt die Luft abwärts (repräsentativ hierfür sind die
Pfeile D5E in der Figur dargestellt) bis zu einigen Entlüftungsöffnungen
13 im Beinbereich und im Nackenbereich des Schutzanzuges, wo dann die Luft unter dem noch verbliebenen Überdruck wieder nach außen
strömt (Pfeile F).
Die erfindungsgemäße Lösung stellt also sozusagen ein Zweikammersystem
dar, wobei die erste Kammer die Atemmaske ist (mit dem höchsten Überdruck), die zweite Kammer der Zwischenraum zwischen
Körper und gasdichtem Schutzanzug (mit etwas niedrigerem Überdruck).
Claims (3)
1. Gasdichter Schutzanzug mit einer Atemmaske, einem Luftgebläse und
mit Schlauchverbindungen zur Ansaugung von Außenluft zur Versorgung der Atemmaske und zur Belüftung des Schutzanzuges,
dadurch gekennzeichnet, daß das Luftgebläse (10) auf der Innenseite
des Schutzanzuges angebracht ist, daß ein Schlauch (11) vollständig innerhalb des Schutzanzuges das Luftgebläse (10) mit
der Atemmaske (12) verbindet, und daß die Atemmaske (12) Öffnungen zur Belüftung des Schutzanzuges aufweist.
2. Schutzanzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er Luftaustrittsöffnungen (13) oder Ventile aufweist.
3. Schutzanzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Atemmaske (12) eine Halbmaske ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9304883U DE9304883U1 (de) | 1993-03-31 | 1993-03-31 | Gasdichter Schutzanzug |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9304883U DE9304883U1 (de) | 1993-03-31 | 1993-03-31 | Gasdichter Schutzanzug |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9304883U1 true DE9304883U1 (de) | 1993-06-09 |
Family
ID=6891461
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE9304883U Expired - Lifetime DE9304883U1 (de) | 1993-03-31 | 1993-03-31 | Gasdichter Schutzanzug |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE9304883U1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2793147A1 (fr) * | 1999-05-05 | 2000-11-10 | Delta Prot | Dispositif pour proteger un sujet evoluant en milieu pollue |
| WO2003086542A1 (en) * | 2002-04-12 | 2003-10-23 | 3M Innovative Properties Company | Personal containment system with sealed passthrough |
| US6948191B2 (en) | 2002-04-12 | 2005-09-27 | 3M Innovative Properties Company | Personal protective suit with partial flow restriction |
-
1993
- 1993-03-31 DE DE9304883U patent/DE9304883U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2793147A1 (fr) * | 1999-05-05 | 2000-11-10 | Delta Prot | Dispositif pour proteger un sujet evoluant en milieu pollue |
| WO2003086542A1 (en) * | 2002-04-12 | 2003-10-23 | 3M Innovative Properties Company | Personal containment system with sealed passthrough |
| US6796304B2 (en) | 2002-04-12 | 2004-09-28 | 3M Innovative Properties Company | Personal containment system with sealed passthrough |
| US6948191B2 (en) | 2002-04-12 | 2005-09-27 | 3M Innovative Properties Company | Personal protective suit with partial flow restriction |
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