DE930145C - Vorrichtung zum Einrichten von Druckplatten - Google Patents
Vorrichtung zum Einrichten von DruckplattenInfo
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Description
AUSGEGEBEN AM 11. JULI 1955
T5616 XII/15e
Die Erfindung bezieht sicli auf die Vorrichtungen
zum Einrichten bzw. Registerstellen von Druckplatten und darauffolgendes Markieren dieser
Druckplatten bzw. Passeranbringen bei diesen Druckplatten.
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung solcher Vorrichtungen der genannten Art, bei denen auf
einer Unterlage Mittel, durch welche ein Formrahmen oder eine Druckplatte gegenüber einer
Maske oder einer zum Registerstellen dienenden Platte eingerichtet werden kann, und außerdem
Mittel vorgesehen sind, durch die auf der Platte in der eingerichteten Stellung Marken bzw. Passer
angebracht werden können.
Die Verbesserung dieser Vorrichtung besteht gemäß der Erfindung darin, daß die Mittel zum
Platteneinrichten auf einem auf der Unterlage aufgebauten Drehtisch angebracht sind, so daß es
möglich ist, das Einrichten bzw. Registerstellen der Platte in einer ersten Stellung, z. B. einer Stellung, ao
in der die Buchstaben aufrecht stehen, und das Anbringen der Passer in einer gegenüber der ersten
Stellung unter einem vorbestimmten Winkel, vorzugsweise 900, stehenden zweiten Stellung auszuführen.
Als Maske für eine solche Vorrichtung gemäß der Erfindung dient zweckmäßig eine durchsichtige,
mit Linien versehene Platte, die mittels Scharniere an die Unterlage angelenkt ist.
Um sicherzustellen, daß diese Maske immer wieder die gleiche Lage zum Drehtisch einnimmt,
können an der Maske und an dem Drehtisch korn-
plementäre Elemente, wie Vorspränge und Vertiefungen,
vorgesehen sein, die bei heruntergeklappter Maske ineinandergreifen.
Es ist bereits für den Mehrfarbendruck bekannt das Justieren der zweiten und folgenden Druckplatte
bzw. Druckform auf einer solchen Vorrichtung dadurch auszuführen, daß man von der ersten Druckplatte
einen Abdruck auf eine durchsichtige Platte macht und dann die übrigen Druckplatten nach
ίο diesem Abdruck einrichtet. Insbesondere 'bei größeren
Flächen besteht hierbei jedoch die Gefahr, daß sich die durchsichtige Platte infolge atmosphärischer
Veränderungen seit dem Zeitpunkt, in. dem der Abdruck von der ersten· Platte gemacht wurde,
gestreckt oder zusammengezogen hat. Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung sind
deshalb auf dem Drehtisch eine oder mehrere Marken, die sich beim Abdruck der ersten Druckplatte
ebenfalls auf der durchsichtigen Platte markieren, und außerdem eine Einrichtung vorgesehen, mit
der die durchsichtige Platte beim Registerstellen der zweiten und folgenden Druckplatte so weit gedehnt
werden kann, daß die Abdrücke der Marken auf der durchsichtigen Platte mit den Marken auf
dem Drehtisch wieder übereinstimmen. Es ist dann sichergestellt, daß die auf der zweiten oder folgenden
Druckplatte angebrachten Passer genau die gleiche Lage wie bei der ersten Druckplatte
haben.
Statt Passer bzw. Marken oder zusätzlich zu diesen können auf den Platten Einriebt- bzw.
Justierschlitze und -löcher angebracht sein, indem an die Stelle der Markierungsstempel entsprechende
Lochstanzen treten, die die Löcher in die Druckplatte stanzen.
Um ein leichtes Arbeiten mit der Einrichtung zu ermöglichen, werden vorzugsweise die Markierungsbzw. Stanzeinrichtungen, die zu beiden Seiten des
Drehtisches vorgesehen sind, beweglich angeordnet, und zwar so, daß sie dem Drehtisch genähert Und
von diesem entfernt werden können. Diese Bewegung kann zur Erleichterung der Handhabe durch
irgendeinen bekannten Servomechanismus erfolgen. Die Erfindung wird an· Hand sebematischer Zeichnungen
an zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Fig. ι zeigt eine perspektivische Ansicht eines
Einriebt- und Markierungsmechanismus gemäß der Erfindung;
Fig. ι a zeigt eine perspektivische Ansicht eines
Galvanos als Beispiel für solche Druckplatten, die mit Einricbtlochungen gemäß der Erfindung versehen
werden können;
Fig. 2 ist eine Endansicht der in Fig. 1 gezeigten Maschine im Aufriß;
Fig. 3 zeigt eine Vorderansicht im Aufriß der Vorrichtung nach Fig. 1;
Fig. 4 zeig-t eine Draufsicht der Vorrichtung nach Fig. i, wobei die Markierungseinrichtung ausgebaut
ist und die Antriebsmittel in gestrichelten Linien angedeutet sind;
Fig. 5 ist eine Draufsicht des in Fig. 1 in kleinerem
Maßstab dargestellten Drehtisches;
Fig. S a. zeigt einen Schnitt nach der Linie 5 a-5 a
der Fig. 5;
Fig. 6 ist eine perspektivische Ansicht einer Einrichtung, mittels welcher gekrümmte Druckplatten
gemäß der Erfindung eingerichtet und aufgebaut werden können;
Fig. 7 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Ausfluchtstange zur Verwendung für die in Fig. 6
gezeigte Maschine;
Fig. 8 zeigt einen Querschnitt nach einer senkrechten
Ebene, die quer zur Achse des gekrümmten, in Fig. 6 gezeigten Sattels und durch die Klemm-
und Einstellelemerite der Platten geführt ist;
Fig. 9 ist eine perspektivische Ansicht in vergrößertem Maßstab und auseinandergezogener Darstellung,
aus welcher die Einzelmerkmale des in Fig. 6 gezeigten Sattels ersichtlich· sind; .
Fig. 10 zeigt eine perspektivische Ansicht der Unterstempelstange zur Verwendung in Verbindung
mit dem in Fig. 9 gezeigten Sattel;
Fig. ι ο a ist eine Draufsicht einer gemäß der Erfindung
markierten Platte, wobei mit gestrichelten Linien die Art und Weise gezeigt ist, in welcher
diese gestanzt wird;
Fig. 10 b ist eine Draufsicht eines Galvanos oder
einer Stereotypplatte, welche die in dieser ausgestanzten Einriehitloehungen zeigt.
Wie in Fig. 1 bis einschließlich 5 gezeigt, besteht die Markierungseinrichtung gemäß der Erfindung
aus einem Untergestell 11 mit einer Tischplatte 12,
die gegebenenfalls schräg liegend so angeordnet sein kann, daß ihre Hinterkante höher liegt als ihre
Vorderkante, wie in Fig. 2 dargestellt. Der Tisch 12 ist mit einer Mittelwelle 13 (s. Fig. 4) versehen,
auf welcher ein Drehtisch 14 so angeordnet ist, daß dieser um die Achse der Welle 13 verschwenkt werden
kann. Die Welle trägt einen Arm 15, der sich normalerweise innerhalb des Gestells 11 der Maschine
befindet und an voneinander in Abstand angeordneten Anschlägen 16 zur Anlage gebracht werden
kann, die verstellbar im Gestell der Maschine angeordnet sind. Bei der dargestellten Ausf ührungsform
der Erfindung sind die voneinander in Abstand befindlichen Anschläge so eingestellt, daß
sie die Bewegung des Armes 15 auf einen sich über 900 erstreckenden Kreisbogen beschränken.
Wie in Fig. 5 gezeigt, ist der Drehtisch 14 mit einem Ansatz 17 ausgebildet, auf welchem ein
Handgriff 18 befestigt ist, um das Verschwenken des Drehtisches von Hand um 900 zu erleichtern.
Der Drehtisch ist mit einer Mehrzahl von drehbaren, jedoch in axialer Richtung feststehenden
Schrauben 19 und 20 auf seinen entgegengesetzten Seiten und mit ähnlichen Schrauben 21 und 22 an
seinen Enden versehen.
Jede der Schrauben ist mit einem gerändelten Kopf 23 versehen, um ihre Handverstellung zu erleichtern,
sowie mit GleitkÖTpern 24, die auf die eweiligen Schrauben aufgeschraubt und mitKkm-mteilen
25 ausgebildet sind, die an den Seiten und Enden eines Formrahmens 26 angreifen können, in
welchem eine aus Typenreihen, Abbildungen usw. bestehende Platte 27 in der üblichen Weise einge-
spannt worden ist. Die besondere Form des Rahmens 26 bildet keinen Teil der Erfindung, weshalb sie im
nachfolgenden auch nicht im einzelnen beschrieben ist. Es genügt, hierbei zu erwähnen, daß die Lage
des Formrahmens, innerhalb welchem die Druckplatte befestigt ist, nach Wunsch durch Bedienung
der am Drehtisch 14 vorgesehenen Schrauben 19, 20, 21 und 22 verändert werden kann. Statt eines
Formrahmens 26 kann ein Galvano bzw. eine Kupferplatte 20ß auf den Drehtisch 14 aufgelegt und
in ähnlicher Weise in ihrer Lage festgelegt werden. Wenn im nachstehenden von dem Formrahmen
und von der in diesem befestigen Druckplatte die Rede ist, kann natürlich auch an deren Stelle eine
Kupferplatte, ein Galvano oder eine Stereotypplatte verwendet werden.
An einem Ende des Drehtisches 14 ist eine feststehende
Klemmstange 28 mit Hilfe von Schrauben 2%a befestigt. Diese Klemmstange ist mit einem einspringenden
Sicherungssteg 30 ausgebildet, mit dem ein Sicherungssteg 31 zusammenarbeitet, welch
letzterer an einer Platte 32 ausgebildet ist, die auf ein Ende einer durchscheinenden Platte 33 mittels
einer Platte 32s und Schrauben 32* aufgeklemmt ist.
Die Aufgabe der durchscheinenden Platte wird im nachstehenden noch im einzelnen beschrieben. Um
ein Kippen der Platten 32 und 32" zu verhindern,
sind Klemmen 29 vorgesehen. Am Ende des Drehtisches 14 befindet sich gegenüberliegend der Klemmstange
28 eine bewegliche Sicherungsplatte 34, wobei exzentrische, auf Ansätzen 36 des Drehtisches
14 schwenkbar gelagerte Nocken 35 an in die Klemmstange 34 eingeschraubte Schraubstifte 37
zur Anlage gebracht werden können, so daß die Klemmstange 34 von der Achse des Drehtisches
wegbewegt werden kann, wobei die Klemmplatte 38 mit dem Steg 39 einer Platte 40 in Eingriff gebracht
werden kann, welch letztere an das Ende der durchscheinenden Platte 33 mittels einer Platte 40"
und Schrauben 40* gegenüberliegend der Platte 32 befestigt werden kann. Die Endanschläge 286 und
34a begrenzen die Platte 32 bzw. 40 seitlich. Durch die Feder 41 auf den Schrauben 42 wird die Klemmstange
34 normalerweise nach innen gedruckt, so daß die Schraubstifte 37 der Kurvenfläche der Hebel
35 folgen. Die Schraubstifte 37 können zur Regelung der Spannung der Vinylitp-latte 33 verstellt
werden, um diese in dem gewünschten Maße streichen zu können. Wie im nachstehenden beschrieben,
dienen die Markierungen 33" zur Anzeige, daß die Yinylitplatte im richtigen Ausmaß gestreckt worden
ist. Der beschriebene Mechanismus dient daher zur Befestigung der durchscheinenden Platte über
dem Formrahmen und über der in diesem befestigten Druckplatte, so daß der im nachstehenden beschriebene
Vorgang ausgeführt werden kann,
Am hinteren Rand des Tisches 12 sind" Gelenkstützen 43 vorgesehen, an welchen, wie in Fig. 2
gezeigt, ein Rahmen 44 angelenkt ist. Der Rahmen 44 trägt eine durchscheinende Glasplatte 45, in
welcher Längs- und Querlinien gezogen sind, um das Einrichten der im Formrahmen 26 angeordneten
Druckplatte 27 zu erleichtern.
Der Rahmen 44 trägt Nasen 46, 47, die mit entsprechenden Aussparungen 48 bzw. 49 des Dreh- 6g
tisehes 14 in Eingriff gebracht werden können. Auf diese Weise kann der Rahmen 44 in die in Fig. 2
gezeigte Stellung nach unten gesohwenkt und mit Bezug auf den Drehtisch 14 in geeigneter Weise
verriegelt in seiner Lage gesichert werden. Durch die Bedienung der gerändelten Knöpfe 23 kann die
Platte 27 gegenüber der Einriehtscheibe 45 winkelrecht
eingerichtet werden. Um die Platte 27 nach ihrer Einrichtung auf dem Drehtisch 14 in geeigneter
Weise markieren zu können, sind gegenüberliegend angeordnete Markierungseinrichtungen auf
dem Tisch 12 vorgesehen. Diese Markierungseinrichtungen bestehen aus Ständern 50 und 51, die in
Führungen 52 und 53 auf dem Tisch 12 verschiebbar sind. Die Schlitze 54 und 55 in den Führungen
52 und 53 dienen zur Aufnahme von sich nach unten erstreckenden Stiften 56 und 57, deren Enden
Blöcke 58 bzw. 59 tragen, die in den gegabelten
Enden der Betätigungshebel 60 bzw. 61 Aufnahme finden. Diese Hebel sind innerhalb der Maschine
auf Zapfen 62 bzw. 63 gelagert und werden durch Kolbenstangen 64 bzw. 65 bewegt, welch letztere
Kolben tragen, die sich in Zylindern 66 bzw. 67 bewegen können. Die Zylinder sind bei 69 bzw. 70 an
einer auf der Unterseite des Tisehes 12 befestigten
Stütze 71 angelenkt. Den gegenüberliegenden Enden der Zylinder kann über Leitungen 72 bzw. 73 wahlweise
ein Druckmittel zugeführt werden. Das Druckmittel erhält zu den erwähnten Leitungen aus einer
Druckmittelrohrleitung 75 üblicher Art über ein Regelventil 74 Zutritt. An der Vorderseite der Maschine
ist ein von Hand bedienbarer Regelknopf 76 vorgesehen, um die Einstellung der Ständer 50 und
51 zu erleichtern.
Die Ständer tragen Feststellstifte 77 bzw. 78, die
in Öffnungen 79 bzw. 80 oder in Öffnungen 81 bzw. 82 Aufnahme finden, je nachdem, ob der Drehtisch
in der in Fig. 1 gezeigten Lage bleibt oder um 900 gedreht wird. Auf jeden Fall befinden sich die Feststellstifte
77 und 78 in innerhalb der Ständer 50 und 51 beweglichen Köpfen., welch letztere auch die
Markierungsstempel 83 bzw. 84 tragen. Der Markierungsstempel 83 ist so geformt, daß er ein Haarlinienkreuz
85 bildet, während der Markierungsstempel 84 so geformt ist, daß er eine einzige gerad-
linige Markierung 86 in die Oberfläche der Platte 27 vornimmt. Um die Markierungsstempel nach; unten
zur Bildung der oben beschriebenen Markierungen bewegen zu können, sind handverstellbare Hebel 87
vorgesehen. Für das Einrichten von Galvanos oder Stereotypplatten wird statt des Markierungsstempels
83 eine runde Lochstanze verwendet und für den Stempel 84 eine Langlochstanze. Die in den
Drehtisch 14 eingelassenen Unterstempel 83° bzw. 84s arbeiten mit den Stanzen für die Herstellung
des in Fig. iob dargestellten Rundloches 85s bzw.
Langloches 86a im Galvano bzw. in der Stereotypplatte
86a zusammen.
Die Arbeitsweise der im vorangehenden beschriebenen Einrichtung ist wie folgt: Wenn z. B. ein
Mehrfarbendruckvorgang ausgeführt werden soll,
bei welchem eine Schwarzplatte und eine Mehrzahl von Farbplatten vorzubereiten sind, so daß sie nach
dem Anbringen auf die Druckzylinder einer Druckmaschine mit Genauigkeit eingerichtet sind, wird
die Schwarzplatte in den Formrahmen 26 eingelegt und in diesem gesichert. Der Formrahimen wird
dann auf den Drehtisch 14 gelegt und der Rahmen 44 nach unten in die in Fig. 2 dargestellte Lage geschwenkt.
Sodann werden die gerändelten Knöpfe 23 bedient, um das Druckbild auf der Platte 27 in
richtige Ausfluchtung mit den Längs- und Querlinien
auf der Glasscheibe 45 ZiU bringen. Die Glasscheibe
wird dann in die in Fig. 1 gezeigte Stellung zurückgeschwenkt und der Drehtisch 14 mittels des
Handknopfes 18 um 90° gedreht. Wenn die Einrichtmarkierungen
an den Seiten der Platte anzubringen sind, wird der Drehtisch natürlich in der
in Fig. ι gezeigten Lage belassen. Die Markierungs^
ständer 50 und 51 werden dann in ihre Arbeit sstolhing
durch den Handregelknopf 76 bewegt, worauf die Stanzhebel 87 bewegt werden, wobei die Markier
ungsStempel· 83 und 84 ihre jeweiligen Markierungen auf der Platte 27 vornehmen. Bei diesem
Vorgang treten die Führungs- oder Feststells-tifte
TJ und 78 in· entsprechende Fes.tstellöffnungen 79,
80 oder 81, 82 ein,, um die richtige Lage der Markierungsstempel
mit Bezug auf den Drehtisch 14 zu gewährleisten.
Die Markieruragsständer 50 und 51 werden dann
durch die Betätigung des Regelknopfes 76 in entgegengesetzter
Richtung zurückgeführt und die Platte 27 von Hand eingefärbt. Die Markierungen
33a, deren Oberseiten gleiche Höhe mit den Platten
27 haben, werden zu gleicher Zeit eingefärbt. Die durchscheinende nachgiebige Platte 33 wird dann
über den Formrahmen 26 und auf den Klemmstangen 28 und 34 in der im vorangehenden beschriebenen
Weise festgeklemmt, worauf ein Handabdruck auf die durchscheinende Platte durch Aufdrücken
derselben; auf die Druckplatte 27 und auf die Markierungen 33° gemacht wird. Nach dem
Aufbringen des Abdruckes auf die durchscheinende Platte wird die letztere mit ihren Klemmplatten
ausgebaut und, wenn gewünscht, vorübergehend an einer Stütze 88 an der Seite der Maschine aufgehängt.
Die Schwarzplatte wird dann zusammen mit ihrem Formrahmen vom Drehtisch abgehoben,
nachdem die Schwarzplatte in der ,vorbeschriebenen Weise mit Einrichtmarkierungen versehen worden
ist. Hierbei ist zu beachten, daß, wenn die Schwarzplatte eine Kupferplatte ist, diese auf einen Füllblock
aus Metall, beispielsweise Aluminium, aufgelegt werden kann, wobei dieser Fülliblock die
Stelle eines Formrahmens 26 bei dem vorbeschriebenen Vorgang einnimmt. Eine Galvano- oder
Stereotypschwarzplatte kann auf 'den Drehtisch
ohne Unterlage gelegt werden, wobei das Stanzen durch die Einrichtlochungen erfolgen kann. Für
diesen Zweck wird die Fläche 14s des Drehtisches
14 höher gemacht, so daß die Höhe des Raumes zwischen der Fläche 14° und der Einrichtplatte 33
gleich der Dicke des Galvanos oder der Stereotypplatte ist.
Die Farbplatten derselben Seite werden dann nacheinander mit Einrichtmarkierungen versehen,
dadurch, daß sie auf die dem Formrahmen 26 entsprechenden Füllblocks gelegt werden. Die Füllblocks
werden dann auf 'den Drehtisch 14 aufgelegt und die durchscheinende 'bedruckte Platte 33 auf
den Drehtisch aufgebracht und an den Klemmen 28 und 34 in der vorbeschriebenen Weise befestigt.
Wenn infolge atmosphärischer Veränderungen seit dem Zeitpunkt, in dem die Schwarzplatte eingerichtet
worden ist, sich- die durchscheinende Platte gestreckt hat oder eingeschrumpft ist oder wenn die
Sehraubstifte 37 in der Zwischenzeit bewegt worden sind, wird der Abdruck der Markierungen 33°
auf der 'durchscheinenden Platte in Überdeckung mit den Markierungen 33° durch die Schraubstifte
37 !gebracht, wodurch die Gewähr gegeben ist, daß sich die durchscheinenden Platten in derselben Lage
befinden als zu dem Zeitpunkt, in dem auf ihr der Abdruck von der Schwarzplatte gemacht worden ist.
Die gerändelten Knöpfe 23 werden dann so verstellt, daß das Druckbild der Farbplatten in genaue Überdeekung
mit dem Druckbild auf der durchscheinenden. Platte 33 kommt. Nachdem dieses Einrichten
durchgeführt worden ist, wird die durchscheinende Platte abgenommen, worauf die Markierungsstempel
für das Anbringen der Markierungen 85 und 86 in der beschriebenen Weise auf den Platten, betrieben
werden. Galvanos oder Stereotypplatten werden ähnlich behandelt, mit der Ausnahme, daß sie auf
dem Drehtisch ohne Unterlage aufgelegt werden, um das Durchstanzen zu ermöglichen.
Der vorbeschriebene Vorgang wird auf allen Farbplatten für dasselbe Druckbild ausgeführt, so
daß schließlich· alle Platten mit genauen Einrichtmarkierungen
versehen sind und abschließend die Druckplatten wirksam und genau, wie gewünscht,
auf den verschiedenen Druckzylindern eingerichtet werden können.
Bei den Platten, die markiert, jedoch nicht durch-. gestanzt worden sind, werden nach Vornahme einer
Behandlung der Platten, durch welche diese in gekrümmte Form gebracht werden, die Platten durch
die in Fig. 6 bis 10 dargestellten Einrichtungen mit
Einrichtlochungen versehen.
Bei der in 'den Fig. 6 bis 10 dargestellten. Maschine
ist der Tisch 12' eines Untergestells oder Rahmens ii' mit einem Mechanismus versehen,
mittels welchem die gekrümmten Druckplatten mit Einrichtlochungen versehen werden können. Für
diesen Zweck befindet sich auf dem Tisch 12' ein gekrümmter Sattel 89, der durch Schienen 90 gehalten
wird und die gekrümmten Druckplatten 91 aufnehmen kann. Zur Befestigung der Platten 91 ist
der Sattel mit verstellbaren Klemmgliedern 92 versehen, die auf den Enden der Druckplatten aufliegen.
Die Klemmglieder 92 sind auf den Gleitstücken 93 befestigt, auf denen spiralverzahnte
Ritzel 94 gelagert sind. Die Ritzel 94 können durch Schnecken 95 auf den Wellen 96 gedreht werden,
welch letztere durch die gerändelten Knöpfe 97 bewegt werden können. Die Ritzel 94 stehen mit
Zahnstangen 98 im Eingriff, die am Sattel 89 mittels
der Arme 98" befestigt sind, so daß durch Drehen
der Wellen 96 die Lage der Gleitstücke 93 auf dem Sattel 89 in Umfangsrichtung des Sattels verstellt
werden kann. Die Lage des Sattels 89 kann in Längsrichtung mittels eines Handrades 99 verstellt
werden, das auf einer Welle 99' befestigt ist, welch letztere an ihren Enden in einem feststehenden
Lagerbock 100 auf dem Tisch 12' gelagert ist. Die Welle 99' ist an einem Ende mit einem Gewinde
101 versehen, das in eine in einem Quersteg 103
innerhalb des Sattels 89 angeordnete Nabe 102 eingeschraubt ist.
Im Abstand vom Lagerbock 100 ist auf der entgegengesetzten
Seite des Sattels 89 ein zweiter Lagerbock 104 vorgesehen, wobei eine Unterstempelstange
105 auf den Lagerböcken befestigt ist und an ihrem einen Ende mit einem länglichen Unterstempel
106 und an ihrem anderen Ende mit einem
runden Unterstempel 107 ausgebildet ist. Die Unterstempelstange 105 dient als Führung für eine
Längsnut 108 des Sattels, wobei eine gekrümmte Platte 109 vorgesehen ist, die über der Unterstempelstange
105 zu liegen kommt. Die Platte 109 hat bei 110 und in je einen Längsschlitz zur Aufnahme
der Unterstempel 106 bzw. 107.
Am hinteren Rand des Tisches 12' ist ein Träger
112 befestigt, in dem eine Gelenkwelle 113 gelagert
ist, an der ein Rahmen 114 angelenkt ist. Der Rahmen
ist mit Armen 115 ausgebildet, an deren Enden Mikroskope n6„ 117 angeordnet sind. Das· optische
System dieser Mikroskope bildet keinen Teil der Erfindung. Das Mikroskop 116 enthält ein Haarlinienkreuz
und das Mikroskop 117 eine einzige Haar linie. Wenn der Rahmen j 14 in seine im wesentliehen
waagerechte Lage geschwenkt worden ist, sind die Mikroskope auf die Oberfläche der gekrümmten
Platte 91 gerichtet, die unmittelbar unter ihnen liegt. Die Mikroskope nehmen daher die Einrichtmarkierungen
auf, die durch die im vorangehenden beschriebene Behandlung gebildet worden sind,
wobei diese Markierungen auf das Galvano 91 nach einem an sich bei der Herstellung von Galvanos bekannten
Verfahren übertragen worden sind, so daß dessen Beschreibung im einzelnen hier nicht erforderlich
ist.
Zur raschen Einstellung der auf der Platte 91 vorgesehenen Einrichtmarkierungen innerhalb des
begrenzten Feldes der Mikroskope wird auf das Galvano und auf die Unterstempelstange 105 eine
Ausfluehtstange 118 gelegt, die mit Stiften 119 versehen
ist, welch letztere in Feststellöffnungen 120
an den Enden der Unterstempelstange 105 Aufnahme finden. Bei aufgelegter Ausfluchtstange 118 befindet
sich die Hinterkante 121 der Aussparung 122 in
Ausfluchtung mit der auf der Druckplatte 91 vorgesehenen
Einrichtlinie, wodurch die Platte in Umfangsrichtung des Sattels richtig eingestellt ist. Die
Linie 123 auf der Hinterkante einer Aussparung 124 in der Ausfluehtstange 118 dient al® Führung
für die richtige Einstellung der Druckplatte 91 in Längsrichtung des Sattels. Zu diesem Zweck wird
die Linie 123 mit der gekreuzten Einrichtlinie am Ende der Platte 91, die sich von der einfachen Einriehtlinie
in Abstand befindet, zur Deckung gebracht. Durch diesen Vorgang wird eine annähernde Einrichtung
der Platte 91 erreicht, und wenn der Rahmen 114 in seine waagerechte Lage gebracht worden
ist, befinden sich die jeweiligen Einrichtmarkierun'-gen
innerhalb des Seihfeldes der Mikroskope 116 und 117. Das Galvano 91 wird in dieser Lage durch die
Klemmstücke 92 festgeklemmt, und die abschließende genaue Einrichtung der Druckplatte 91 geschieht
dann durch Bewegen der Knöpfe 97 und des Handrades 99, bis die jeweiligen Einrichtmarkierungen
in Überdeckung mit den Haarlinien in den Mikroskopen gebracht worden sind.
Die Stanzeinricbtungen 125 und 126 sind gleitbar
auf dem Tisch 12' angeordnet und können durch
einen Mechanisimus betätigt werden, der ähnlich dem in Verbindung mit den in Fig. 1 dargestellten
Markierungsstempeln beschriebenen Mechanismus' ist. Die Stanzeinrichtungen sind jeweils mit Führungsstiften
127 und 128 versehen, die in Bohrungen 120 Aufnahme finden, wodurch gewährleistet
wird, daß die Platte genau in der Lage, auf die sie eingestellt worden ist, !gestanzt wird. Nach dem
Hochschwenken des Rahmens 114 aus seiner Arbeitsstellung
werden die Stempelhalter 125 und 126 nach innen bewegt, bis sie sich über gegenüberliegenden
Teilen der Druckplatte befinden. Hierauf werden die Handgriffe 127 bewegt, wobei ein länglicher
Lochstempel 128 im Stempelhalter 125 einen länglichen
Einirichtschlitz 129 aus der Druckplatte 91
ausstanzt. Der Stempelhalter 125 ist mit einem runden Lochstempel 130 versehen, so daß beim Niederdrücken
ein rundes Loch 131 ausgestanzt wird, das
sich genau mit dem vorher auf der Platte markierten Kreuz deckt. In der beschriebenen Weise
können genaue Einrichtschlitze und -löcher in die gekrümmte Platte gestanzt werden, die zur Einstellung
für die nachfolgenden Plattenherstellungsvorgänge, beispielsweise das Hintergießen oder Besäumen,
benutzt werden können. Dies hat zur Folge, daß alle Farbplatten mit demselben Druckbild im
selben Verhältnis zum Bild auf ihrer Druckfläche besäumt werden, wodurch eine genaue Überdeckung
auf der Druckmaschine gewährleistet wird.
Wie Fig. 10 a zeigt, sind die aus. der Platte 91
durch die Lochstempel 128 und 130 ausgestanzten
Öffnungen so bemessen, daß die Enden der Markierungen erhalten bleiben und daher für eine
spätere Nachprüfung der Genauigkeit der Markierungen zur Verfügung stehen.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Vorrichtung zum Inideckungbringen bzw. Registerstellen von und Markieren bzw. Passeranbringen bei Druckplatten, bei der eine Unterlage Mittel· zum' Einrichten eines Fornrrahmene oder einer Druckplatte gegenüber einer Maske oder einer zum Registerstellen dienenden Platte und Mittel zum Anbringen von Passern trägt, dadurch gekennzeichnet, daß die Platteneinriehtmittel (19 bis 25) auf einem auf einer Unterlage (11) aufgebauten Drehtisch (14) angebrachtsind, der das Regiistersfellen bzw. Einrichten in einer ersten Stellung und das Markieren bzw. Pasiseranbringen in einer gegenüber dieser unter einem vorbestimmten Winicel stehenden zweiten Stellung ermöglicht.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch' gekennzeichnet, daß die Maske eine durchsichtige, mit Linien versehene Platte (45) umfaßt, die mittels Scharniere (43) an 'die Unterlage (11) angelenkt ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Maske (45) mit einem oder mehr Elementen, wie Vorsprängen (46, 47), versehen ist, die mit entsprechenden Elementen, wie Vertiefungen (48, 49), an dem Drehtisch (14) zusammenwirken, um das genaue Ausfluchten 'der Maske mit dem Drehtisch zu ermöglichen.
- 4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der für das Justieren weiterer Druckplatten oder Formen nach der ersten Druckplatte eine durchsichtige Platte vorgesehen ist, die vorübergehend einen Abdruck der ersten Druckplatte aufnehmen kann, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Drehtisch: (14) eine oder mehrere Marken (33s) und eine Einrichtung zum Einstellen der Spannung der durchsichtigen Platte (33) vorgesehen sind, mit der die durchsichtige Platte beim Registerstellen einer zweiten Druckplatte im selben· Ausmaß gedehnt werden kann, wie -sie beim Registerstellen der ersten Druckplatte gedehnt worden war.
- 5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Anbringen der Passer Stanzen (83, 84) umfassen, die zum Justieren, dienende Löcher durch die Druckplatte (26", 27) stanzen.
- 6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf jeder Seite des Drehtisches je eines der Mittel (50, 51, 83, 83«, 84. 84«) zum Anbringen der Passer auf der Unterlage (11) beweglich angeordnet ist und — vorzugsweise unter der Wirkung eines von Hand steuerbaren Servomechanismus (60 bis 67) — dem Drehtisch genähert und von diesem entfernt werden kann.Angezogene Druckschriften:
Schweizerische Patentschrift Nr. 240 468;
USA.-Patentscihrift Nr. 2 252 535.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen1 509 52S 7.53
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|---|---|
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Family
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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