DE939396C - Verzeichnungsarmes elektrisches Linsensystem fuer Korpuskularstrahlapparate, insbesondere Elektronenmikroskope - Google Patents
Verzeichnungsarmes elektrisches Linsensystem fuer Korpuskularstrahlapparate, insbesondere ElektronenmikroskopeInfo
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- H01J37/00—Discharge tubes with provision for introducing objects or material to be exposed to the discharge, e.g. for the purpose of examination or processing thereof
- H01J37/02—Details
- H01J37/04—Arrangements of electrodes and associated parts for generating or controlling the discharge, e.g. electron-optical arrangement or ion-optical arrangement
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Description
Überall dort, wo eine Abbildung mit relativ großem Bildwinkel durch Strahlen von kleiner Apertur stattfindet,
macht sich der sphärische Fehler der elektrischen Linsen als Verzeichnung im Bilde bemerkbar.
Dies ist vor allem der Fall bei modernen Elektronenmikroskopen kurzer Bauart, wo die Distanz zwischen
Projektivlinse und Leuchtschirm oder Photoplatte möglichst klein gewählt wird.
Eine bekannte Art, diese Verzeichnung' zu vermeiden,
besteht in der Hintereinanderschaltung zweier Linsen zu einem Projektivlinsensystem, wobei
die Daten dieser Linsen so gewählt werden, daß deren Verzeichnungen sich im Endbild kompensieren.
Es sei La (Fig. i) die erste Linse mit der Brennweite
fa, Z6 die zweite Linse mit der Brennweite fb
und S der Leuchtschirm oder die photographische Schicht, Die Distanz zwischen den beiden Linsen
beträgt d; zwischen Z6 und Leuchtschirm S liegt der
Abstand D. Die Strahlen fallen in die Linse La mit
einer sehr kleinen Apertur und näherungsweise parallel ein. Ihre Apertur soll für das Weitere vernachlässigt
werden, und es sei vorausgesetzt, daß sie parallel einfallen. Ebenso sollen die Linsen La und
Z6 als dünn angenommen werden.
Ein im Abstand ν von der Hauptachse einfallender Strahl würde von einer aberrationsfreien Linse La so
gebrochen, daß er die Hauptachse im Abstand fa schneiden und mit dem Abstand p von der Hauptachse
in die Linse Z6 eintreten würde. Durch die sphärische Aberration wird die Brennweite dieser
Linse für diesen Strahl zu fd verkürzt. Der Strahl
tritt mit dem Abstand φ' in die Linse Z5 ein. Von
einer aberrationsfreien LinseX6 würde dieser Strahl
so gebrochen, daß er mit dem Abstand q von der Hauptachse den Leuchtschirm S treffen würde; durch
die sphärische Aberration wird dieser Abstand zu q' verkleinert.
Das Endbild wird verzeichnungsfrei, wenn q' eine lineare Funktion von r ist. Aus den geometrischen
Beziehungen
»6
D+ub'
und der Linsenforniel für die mit sphärischer Aberration
behaftete Linse Lb (deren Brennweite für den
betrachteten Strahl f b sei)
| d | 1 | D | I | •d | I | |
| «6 | h | %' | η | /Y | ||
| D + | ■+" | D | ||||
| fa | fa | |||||
Damit — von r unabhängig wird, muß der ganze mit r2
multiplizierte Ausdruck in (3) Null werden. So ergibt sich
Ist die Beziehung (4) zwischen fa und fb erfüllt,
so ist q' eine lineare Funktion von r und somit das Endbild verzeichnungsfrei.
Bekannt ist die spezielle Lösung dieser Gleichung (4) mit den Werten
f β = d und /"„ =
Dd
(5)
Dies ergibt ein verzeichnungsfreies Endbild mit festen Brennweiten fa und f h und damit nur für eine
feste Vergrößerung. Der große Vorteil z. B. der elektromagnetischen Linsen, nämlich die einfache
Veränderungsmöglichkeit ihrer Brennweite und Vergrößerung, entfällt in diesem Falle.
Die vorliegende Erfindung bezweckt die Ermöglichung variabler Vergrößerung eines verzeichnungsarmen
elektrischen Linsensystems. Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die Brennweiten der
Linsen in einem beliebigen Bereich wenigstens näherungsweise die Gleichung (4) erfüllen, so daß für nahezu
parallel in das System einfallende Strahlen kleiner Apertur eine variable, näherungsweise verzeichnungs-■
freie Vergrößerung erzeugt wird. Die vollständige Steuerung der Brennweiten zweier Linsen nach der
Gleichung (4) für alle Werte von f ist ein mit einfachen Mitteln nicht zu bewältigendes Problem. Wenn aber
innerhalb eines gewissen Bereiches die Funktion f j = fb \fa) die Beziehung (4) näherungsweise erfüllt,
so ist der Zweck der Erfindung erreicht, nämlich eine annähernd verzerrungsfreie variable Endbildvergrößerung.]
'■'"■-.
Zur näheren Erläuterung soll die Beziehung (4) für ein praktisches Beispiel ausgewertet werden. Fig. 2
ist abzuleiten, daß
q' D+d
q' D+d
-\ 7Π
D-d
r
fa ' U
fa'K
V/
Die Konstante der sphärischen Aberration gibt die Beziehung zwischen der Brennweite f für achsennahe
Strahlen und der Brennweite f- (r) für einen Strahl mit dem Achsenabstand r. Für elektrische Linsen
mit variabler Brennweite ist die Darstellung
f (r)= jf-(r-Ä-r«) (2)
am bequemsten, da die so definierte Konstante k
unabhängig von der Brennweite ist. Angewendet auf die Geometrie in Fig. ι ergibt sich
U^fa-fr—h-r9),
Durch Einsetzen dieser Beziehungen in (i) folgt
kb-D(fa —
d-fg
(3)
stellt eine beispielsweise Ausführungsform eines für den Zweck der Erfindung geeigneten Systems von
> zwei elektromagnetischen Linsen dar. Die für die obere Linse La und die untere Linse L6 getrennten
Wicklungen Wa und Wb sind in diesem Beispiel in
einem gemeinsamen Gehäuse M aus magnetischem Material untergebracht. Der Mittelschluß des Gehäuses
M führt zum gemeinsamen mittleren Polschuh des Polschuheinsatzes E. Die beiden Linsen könnten
ebensogut in allen ihren Teilen getrennt verwendet werden.
Zwei in dieser Anordnung verwendete Linsen La und
Lb ergaben bei Ausmessung für die Konstanten der
sphärischen Aberration
ka = 0,0217 mm-2,
h = 0,0315 mm-2 .
Die Distanzen der Anordnungen waren D = 280 mm und d = 30 mm. Diese Werte in Gleichung (4) eingesetzt,
ergeben die Kurve fb (fa), welche in Fig. 3
dargestellt ist. Die erzeugte Endbildvergrößerung errechnet sich nach (3) zu
D + d
D_
τ lh\
f f x · \υ)
IaTt
da ja der Rest der Gleichung (3) identisch Null gemacht
wurde. Die für die Wertpaare (fa, fb) der ausgemessenen
Linsen errechneteEndbildvergrößerung (F) ist ebenfalls in Fig. 3 eingezeichnet.
Aus dieser Darstellung ist sofort ersichtlich, daß nur der mittlere Teil der Kurve für die vorliegende Erfindung
von wesentlichem Interesse ist. Im rechten, flachen Teil der .Kurve läßt sich nur eine annähernd
konstante Vergrößerung erzielen; dort liegt auch der bisher bekannte Spezialfall (5). Im linken, steilen
(nicht gezeichneten) Teil der Kurve wird fb rasch sehr
groß, d. h. bei großen Vergrößerungen ist die Verzeichnung der ersten Linse allein so klein, daß eine
Kompensation des Fehlers unnötig wird, wie das aus der Praxis bekannt ist. Die Erfindung ist deshalb vor
allem für relativ kleine, aber variable Vergrößerung von Interesse.
Das weitere Problem besteht nun darin, daß eine Schaltung für die gemeinsame Steuerung der beiden
Linsenströme ia und ib gefunden wird, welche bewirkt,
daß sich fa und fb gleichzeitig in solcher Weise verändern,
daß sie in dem interessierenden Bereich näherungsweise die Beziehung (4) erfüllen. Im Prinzip
erfüllt jede Schaltung, welche fb verkleinert, während
fa vergrößert wird, diese Forderung. Der Korrekturgrad
der Verzeichnung im Endbild hängt jedoch stark von der durch die Schaltung gegebenen Kurvenform
fb (fa) ab.
Im folgenden sollen zwei solche Schaltungen als Beispiele angegeben werden, welche der Erfindung
entsprechen.
Schaltung I (Fig. 4): Es bedeuten Wa und Wb die
Widerstandswerte der beiden Linsenwicklungen, E eine Gleichspannungsquelle von vernachlässigbarem
Innenwiderstand. Die Reguliervorrichtung besteht aus zwei Potentiometern Ra und Rb mit gemeinsamem
Abgriff. Die Stellung des Abgriffes wird von einem Ende der Widerstände aus mit der Zahl m gemessen,
wo der ganze Weg des Abgriffes der Zahl 1 entspricht. Dann gilt
£=*«· Wa + (1—w)Kai = H
Setzt man noch
Setzt man noch
Rb
= n- R1,
(7)
so wird
Wn + nRh
nE
ni„
Weiter setzt man
A =
Wa
+
nRb
+
nWb
nE
nE
"B —
so daß
H =
A-I
(9)
(10)
Aus dieser Beziehung ib (ia) soll die Beziehung fb (fa)
hergeleitet werden. Für magnetische Linsen im Bereich vernachlässigbarer Sättigung gilt
(II)
Setzt man entsprechend
V1' = V1 +
d)-ka
fa
Der Ausdruck in der eckigen Klammer ist aber nach (4) nichts anderes als (/"j1—fb). Der für jede Vergröße-
so erhält man aus (10):
Yc11K'
(12)
Dies ist die Funktion fb T (fa) für die Schaltung I. Sie
enthält zwei unabhängige Konstanten^ und B, so daß die beiden Kurven fj (fa) und fb (fa), d. h.
Formel (4), sich in zwei frei wählbaren Punkten überschneiden.
Für das schon erwähnte Beispiel der ausgemessenen Linsen La und Lb wurde erhalten
ca = 0,059 mm-1 Amp.-2,
C6 = 0,056 mm-1 Amp.-2.
Setzt man in (12) für fb x die zwei aus Fig. 3 entnommenen
Werte von fb für fa — 12 mm und fa ■
= 20 mm ein, so ergeben sich zwei Gleichungen für A und B, aus welchen die Werte hervorgehen
A =4,90 Amp.-1, B =3,31.
Mit diesen Werten erhält man aus (9), wenn die Widerstände Wa und TF6 mit den gemessenen Werten 10 Ω
und 8 Ω eingesetzt werden, für die Schaltelemente der Schaltung I
Ra = 5,4 Ω , Rb = 18 Ω .
Die für die so dotierte Schaltung I aus (12) errechnete
Funktion fj- (fa) ist zusammen mit der Funktion
fb {fa) nacn (4) m Fig· 5 dargestellt. Aus diesem Diagramm
ist ersichtlich, daß die Schaltung I eine mit nicht allzu großer Verzeichnung behaftete Vergrößerung
im Bereich von fa = 10 mm bis fa = 20 mm
erlaubt, wobei die Verzeichnung innerhalb dieses Bereiches an zwei Stellen ganz verschwindet, nämlich
für die vorgegebenen Werte fa — 12 mm und fa
= 20 mm.
Die durch diese Schaltung I erzeugten Vergrößerungen berechnen sich (für achsennahe Strahlen, d. h.
für r ->- 0) nach (6) zu
Dd
fa
(13)
Die numerischen Werte sind in Fig. 5 ebenfalls eingetragen.
Es bleibt noch die Bestimmung der restlichen Verzeichnung. Der Koeffizient K der Verzeichnung ist
gegeben durch die relative Differenz der Vergrößerung V am Bildrand und der Vergrößerung V in der Bildmitte,
also
K =
Nach (3) und (13) ist
Vi-V1 V1
(14)
— ι
rung größte abgebildete Radius r entspricht dem Leuchtschirmdurchmesser I (im genannten Beispiel
40 mm), dividiert durch die entsprechende Vergrößerung
(wobei wir F1' näherungsweise durch F1 ersetzen)
. Für dieses r = -ψ- ist die Konstante K bei
jeder Vergrößerung zu berechnen; sie wird also
&- = —τΓβ—ψ—ψΎ~ ' ^ftI —'^6) '
Für das Beispiel f J (fa) aus Fig. 5 ergeben sich
folgende Zahlenwerte für K (um die Verzeichnung in °/0 anzügeben, wurde K mit 100 multipliziert):
fa: 10 12 14 16 18 20 22 24 mm
100if: -3 Ό 3 5 5 0 -20 -70°/o
(Positive Werte bedeuten kissenförmige, negative tonnenförmige Verzeichnung.)
Die Tabelle zeigt, daß mit Hilfe der Schaltung I im vorliegenden Beispiel das beschriebene Linsensystem
so gesteuert werden kann, daß innerhalb des Vergrößerungsbereiches F = 10 bis F = 24 die Vergrößerung
durch eine einzige mechanische Verstellung kontinuierlich variabel ist, wobei die Verzeichnung 5 %
nicht übersteigt.
Der hier betrachtete Koeffizient K berücksichtigt nur die isotrope Verzeichnung der magnetischen Linsen; in Wirklichkeit kommt die bei magnetischen Linsen immer vorhandene anisotrope oder Drehverzeichnung dazu. Sie darf hier vernachlässigt werden, weil sie bei weitem nicht in dem Maße störende Werte erreicht wie die isotrope Verzeichnung. Wenn insbesondere die Spulenströme in den beiden Wicklungen Wa und Wij entgegengesetzt gerichtet sind, so hebt sich die Drehverzeichnung bis auf eine schwache S-Verzeichnung auf. Außerdem ist das System in diesem Falle weitgehend verdrehungsfrei, besonders bei kleinen Vergrößerungen, ~vro ft und fa ähnliche Größen annehmen.
Der hier betrachtete Koeffizient K berücksichtigt nur die isotrope Verzeichnung der magnetischen Linsen; in Wirklichkeit kommt die bei magnetischen Linsen immer vorhandene anisotrope oder Drehverzeichnung dazu. Sie darf hier vernachlässigt werden, weil sie bei weitem nicht in dem Maße störende Werte erreicht wie die isotrope Verzeichnung. Wenn insbesondere die Spulenströme in den beiden Wicklungen Wa und Wij entgegengesetzt gerichtet sind, so hebt sich die Drehverzeichnung bis auf eine schwache S-Verzeichnung auf. Außerdem ist das System in diesem Falle weitgehend verdrehungsfrei, besonders bei kleinen Vergrößerungen, ~vro ft und fa ähnliche Größen annehmen.
Schaltung" II (Fig. 6): Diese Schaltung enthält
drei unabhängige Konstanten und gestattet daher
eine bessere Annäherung der Beziehung (4). Die Reguliervorrichtung besteht aus zwei Regulierwiderständen
Ra und Rt, deren elektrisch getrennte Abgriffe
mechanisch gemeinsam geführt werden. Ra wirkt
dabei als Vorschaltwiderstand zu Wa, Rt als Shunt
zu Wt; r und -/ sind zwei feste Widerstände. Der
Abstand der Abgriffe von Ra und 2?„ von ihrem einen
Ende wird durch die Zahlm gemessen. Die analog
dem Beispiel von Schaltung I durchgeführte Rechnung führt mit Rb = η · Ra auf
mit
η ■ E
Β —
wb+_.
r-Wb n-E2
Daraus
ι —
Als Bezugspunkte sollen diesmal die drei f 6-Werte für
fa = 12, 18 und 24 mm aus Fig. 3 gewählt werden. So
erhält man ; "
A =o,732:Amp.-1,
C = 0,123 Amp.-2
und weiter . ' .
r= 3,75Ω, η = 1,69, f = 2,05 O .
Die Werte von Ra und Rb (außer ihrem durch η
gegebenen Verhältnis) gehen bei dieser Schaltung nicht in die Rechnung ein; sie können so gewählt
werden, daß die minimale Vergrößerung mit genügend kleiner Verzeichnung nicht unterschritten werden
kann. Dann ist in diesem Beispiel der ganze regulier-r
bare Bereich im vorgegebenen Maße verzeichnungsarm.
Die Resultate für das Beispiel des oben betrachteten Linsensystems in Verbindung mit der Schaltung Il
sind in Fig. 7 eingetragen. Die entsprechenden Restverzeichnungen sind
fa: 10 12 14 -16 18 20 22 24 mm
100if: 2,8 ο -2,0-1,1 0 1,4 1,5 0%
Die Schaltung II erlaubt im Vergrößerungsbereich 9,4 bis 24 durch eine einzige mechanische Regulierung
erzielbare kontinuierliche Vergrößerungen, deren Zerrung 2 °/0 nicht überschreitet. ·
Die experimentellen Resultate bestätigen diese Ergebnisse der Theorie. Immerhin können gewisse
Abweichungen in den als optimal berechneten Werten für die Schaltelemente festgestellt werden. Dies kann
durch mehrere in der Theorie nicht berücksichtigte Komplikationen erklärt werden:
1. Der Einfall der Strahlen in die Linse La ist nicht
genau parallel und ändert sich mit F.
2. Die Linsen können nicht genau als dünne Linsen behandelt werden.
3. Zum Teil mit 2. zusammenhängend sind c und k nicht genau konstant.
Die Abweichungen von den theoretischen Resultaten sind jedoch geringfügig und übersteigen einige Prozente
nicht. Die letzte Justierung der Systeme kann mit Hilfe der verschiedenen Widerstandswerte leicht
experimentell erfolgen, wenn man sich an Hand der Theorie deren Einfluß auf die Kurven und damit auf
die Verzeichnung klarmacht.
Es sei hier noch bemerkt, daß nirgends die Voraus-Setzung
gemacht ist, daß eine ■ der beiden Linsenebenen" zwischen der Ebene der anderen Linse und
ihrem Brennpunkt liegt; aus Fig. 3 ist ersichtlich, daß für ein nicht unwesentliches Stück der Kurve f δ (fa)
die Brennweiten beider Linsen kleiner sind als die Distanz d (= 30 mm) zwischen den beiden Linsenibenen.
Für das Linsensystem eignen sich auch elektrostatische Linsen mit variabler Brennweite, d. h. mit
veränderlicher Spannung an der Mittelelektrode.
Claims (8)
- PATENTANSPRÜCifE: Vι . Verzeichnungsarmes elektrisches Linsensystem für Korpuskularstrahlenapparate, insbesondere Elektronenmikroskope, ~ dadurch gekennzeichnet,.daß die Brennweiten der Linsen in einem beliebigen Bereich wenigstens näherungsweise die Gleichung- D-d ft =D + d
erfüllen, in welcherfa = Brennweite der Linse La, fb = Brennweite der Linse Lb, ka — Konstante,
kb = Konstante,d = Distanz zwischen den Linsen La und Lt, D — Distanz zwischen der Linse L b und dem Leuchtschirm,so daß für nahezu parallel in das System einfallende Strahlen kleiner Apertur eine variable, näherungsweise verzeichnungsfreie Vergrößerung erzeugt wird. - 2. Linsensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Linsen elektromagnetische Linsen sind und die Steuerung ihrer Brennweiten durch Steuerung ihrer Linsenströme erfolgt.
- 3. Linsensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Variation der näherungsweise verzeichnungsfreien Vergrößerung mit einer einzigen mechanischen Regulierung erreicht wird.
- 4. Linsensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Linsenströme nach der Gleichung1 +(C ■ ia*gesteuert sind, so daß bei richtiger Wahl der Konstanten A, B, C Gleichung gemäß Anspruch 1 streng erfüllt ist.
- 5. Linsensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wicklungen der beiden Linsen vo.n einem gemeinsamen Gehäuse aus magnetischem Material umgeben sind und die beiden benachbarten Polschuhe der Linsen nicht getrennt sind.
- 6. Linsensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Linsen vollständig voneinander getrennt sind.
- 7. Linsensystem nach den Ansprüchen 1, 2 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Linsensystem aus dem Strahlengange ausschwenkbar ist.
- 8. Linsensystem nach den Ansprüchen 1, 2 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine der beiden Linsen einzeln aus dem Strahlengange ausschwenkbar ist.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen© 509 650 2. SC
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1105876X | 1953-04-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE939396C true DE939396C (de) | 1956-02-23 |
Family
ID=7723145
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET9234A Expired DE939396C (de) | 1953-04-30 | 1954-03-23 | Verzeichnungsarmes elektrisches Linsensystem fuer Korpuskularstrahlapparate, insbesondere Elektronenmikroskope |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH312422A (de) |
| DE (1) | DE939396C (de) |
| FR (1) | FR1105876A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3047166A1 (de) * | 1979-12-28 | 1981-10-01 | Nihon Denshi K.K., Akishima, Tokyo | Elektronenlinse mit drei magnetpolstuecken |
| EP0045844A1 (de) * | 1980-08-11 | 1982-02-17 | The Perkin-Elmer Corporation | Anordnung zur Fokussierung eines Strahls von geladenen Teilchen mit veränderlicher Brennweite |
| DE3125253A1 (de) * | 1980-07-16 | 1982-06-03 | Nihon Denshi K.K., Akishima, Tokyo | Elektronenlinse mit drei magnetpolstuecken |
-
1953
- 1953-04-30 CH CH312422D patent/CH312422A/de unknown
-
1954
- 1954-03-23 DE DET9234A patent/DE939396C/de not_active Expired
- 1954-04-29 FR FR1105876D patent/FR1105876A/fr not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3047166A1 (de) * | 1979-12-28 | 1981-10-01 | Nihon Denshi K.K., Akishima, Tokyo | Elektronenlinse mit drei magnetpolstuecken |
| DE3125253A1 (de) * | 1980-07-16 | 1982-06-03 | Nihon Denshi K.K., Akishima, Tokyo | Elektronenlinse mit drei magnetpolstuecken |
| EP0045844A1 (de) * | 1980-08-11 | 1982-02-17 | The Perkin-Elmer Corporation | Anordnung zur Fokussierung eines Strahls von geladenen Teilchen mit veränderlicher Brennweite |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1105876A (fr) | 1955-12-08 |
| CH312422A (de) | 1955-12-31 |
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