DE939205C - Verfahren und Werkzeug zur Herstellung von Flachbett- bzw. Schraeg-schulterfelgen aller Art fuer Laufraeder an Lkw, Omnibussen, Strassen-schleppern, Anhaengern und sonstigen Schwerfahrzeugen - Google Patents
Verfahren und Werkzeug zur Herstellung von Flachbett- bzw. Schraeg-schulterfelgen aller Art fuer Laufraeder an Lkw, Omnibussen, Strassen-schleppern, Anhaengern und sonstigen SchwerfahrzeugenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D—WORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
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Description
- Verfahren und Werkzeug zur Herstellung von Flachbett- bzw. Schrägschulterfelgen aller Art für Laufräder an Lkw, Omnibussen, Straßenschleppern, Anhängern und sonstigen Schwerfahrzeugen :Nach dem derzeitigen Stand der Technik verwendet man im allgemeinen als Ausgangsmaterial für die Herstellung von Flachbett- bzw. Schrägschulterfelgen an Laufrädern für Schwerfahrzeuge warmgewalztes Eisenprofil. Dieses wird entweder in genauen Längen (Fixlängen), die dem Umfang der Felge entsprechen, oder in sonstigen. Walzlängen geliefert. Aus ersterem wird die Felge unmittelbar gerollt und stumpfverschweißt. Letztere werden meist in Spiralform gerollt und daraus die Felgen ihren Längen entsprechend herausgeschnitten, dann beigerund:et und stumpfverschweißt.
- Dieses Ausgangsmaterial aus warmgewalztem Eisenprofil ist nun schon deswegen sehr teuer, weil die Walzwerkzeuge sehr kostspielig sind und sich überhaupt nur bei sehr großen Stückzahlen rentieren. Zwei Walzwerkzeuge von ein. und demselben Profil gleichzeitig aufzulegen, kommt wegen der hohen Kosten nur in seltenen Fällen in Frage. Man ist infolgedessen in der Zulieferung von dem betreffenden Walzwerk sehr stark abhängig. Jede derartige Abhängigkeit bringt aber für die Fertigung eine gewisse Unsicherheit mit sich, die man, wenn eben möglich, vermeiden sollte. Um also sowohl die hohen Walzwerkzeugkosten zu sparen und um weiter nicht in allzu große Abhängigkeit vom Walzwerk zu geraten, liegt es nahe, ein Verfahren zu entwickeln, nach dem auch die Flachbett- bzw. Schrägschulterfelge in der heutigem. Ausführung aus Blech, Band- oder Universaleisen hergestellt werden kann.
- Einem solchen Verfahren standen immer erhebliche Schwierigkeiten im Wege. Der Hauptvorteil des Walzprofils war nämlich der; daß an den meist beianspruchten Steilen, d. h. an den gefährlichen Querschnitten der Felge im Übergang vom Felgenboden zum Felgenhorn und an der Rundung der Sprengringnut durch entsprechende Profilierung der Walzen Verstärkungen angewalzt werden konnten. Bei der Verformung von Flachbett oder Schrägschulterfelgen aller Art aus Blechstreifen, Band- oder Profileisen, gerundeten und stoßgeschweißten Ringen im Rollverfahren, das an sich bekannt ist, ergeben sich an. diesen Stellen sogar bestimmte Einschnürungen, die also eine unerwünschte Verengung des Materialquerschnittes zur Folge haben. Man müßte in diesem Fall das Ausgangsmaterial von vornherein so: dick bemessen, daß unter Berücksichtigung der immerhin gerade bei diesen großen und starken Felgen, bedeutenden Einschnürung die erforderliche Festigkeit und Sicherheit der Folge an diesen gefährlichen Querschnittern; gewährleistet ist bzw. ausreicht. Das scheidet aber wegen der Materialverschwendung, d. h..aus Gewichts- und Preisgründen, aus.
- Die Neuheit gemäß der Erfindung besteht nun darin, daß man die Flachbett- bzw: Schrägschulterfelge aus Blech, Band- oder Universaleisen, preßt, wobei dann die Möglichkeit gegeben ist, das Preßverfahren bzw. das zugehörige Werkzeug so einzurichten, daß das Material, sei es nun Blech, Band- oder Universaleisen, - an den gefährlichen Querschnitten in irgendeiner Form gestaucht wird, so daß dann hier nicht nur keine Einschnürungen eintreten, sondern sogar die dort gewünschten Verstärkungen erzielt werden können.. Die Herstellung dieser Art von Flachbett- bzw. Schrägschulterfelgen kann dabei weiterhin so erfolgen, daß möglichst unter einer Presse mit einem Werkzeug die vollständige Felge anfällt. Nachstehende Figuren sollen dieses -Verfahren und das Werkzeug näher erläutern: Der Streifen aus Blech, Band,- oder Universaleisen wird vor der Profilgebung im, bekannter Weise zu einem Ring gerollt und stumpfzusammengeschweißt. Dieser Ring ist in Fig. i in der Seitenansicht und: in -Fig. 2 im Schnitt gezeigt; die weitere Verarbeitung zeigt das Preßwerkzeug gemäß Fig. 3 im Querschnitt.
- Der Ring io wird zunächst in die geschlossene, nach dem Preßvorgang aber aufklappbare Matrize ii eingelegt. Seine Unterkante stützt sich bei 12 in der ersten Rundung der Matrize ab. Unten in d'er Matrize i i liegt der Ablemkring 13, wodurch das Material zwecks Bildurig der Sprengringnut nach außen bis zu der Anschlagkante 1q. gedrückt wird.
- Der entsprechend geformte Stempel 15 besteht aus zwei Teilen., nämlich dem Oberteil 16 und dem Unterteil 17. Letzteres ist durch Federwirkung derart mit dem Oberteil 16 verbunden, daß es beim Abwärtsgang des ganzen Stempels dem Oberteil voreilt, und zwar so weit, daß die Unterkante 18 bereits auf dem Ablenkring 13 aufliegt, wenn das Oberteil 16 bei der Abrundungsstelle ig aufzuwerten und zu drücken beginnt. Damit wird gewährleistet, daß das Material unten an der Sprengringnut immer zur Anschlagkante 1q. hin gelenkt wird und nicht nach der entgegengesetzten Seite, also zur Innenseite des Stempels zu ausweichen kann.
- Im ersten Arbeitsgang wird damit die Felge bis zur Rundung des Felgenhorns verformt. Die Herstellung des Felgenhorns selbst erfolgt zweckmäßigerweise in einem zweiten Arbeitsgang, wobei die vorgeformte Felge in der Matrize belassen wird. Dies geschieht entweder mit einem zweiten entsprechend geformten Stempel, der in derselben Presse verschiebbar angeordnet ist oder auch mit demselben Stempel des ersten; Arbeitsganges unter Zwischenlegung eines .oberen Ablenk- und Profilringes 2o. Unter gewissen Umständen könnte das Oberteil des Stempels aber auch so ausgebildet werden, daß die vollständige Felge in einem Arbeitsgang anfällt.
- Der durch die Matrizen- und Kolbenteile 1i, 13, 16, 17 gebildete Formspalt ist im Übergang vom Felgenboden zum Felgenhorn:2i und-an der Run-Jung der Sprengringnut 22 gegenüber der Wandstärke des Zylinderringes io so erweitert, daß an diesen gefährlichen Querschnitten der Felge eine Stauchung und damit. Verstärkung des Felgenprofils bewirkt wird.
- Damit ist das Ziel der Erfindung, im Preßverfahren Flachbett- bzw. Schrägschulterfelgen aller Art zu verformen und gleichzeitig dabei an den gefährlichen Querschnitten gewünschte Verstärkungen anzustauchen, erreicht.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Flachbett-bzw. Schrägschulterfelgen aller Art _ aus Blechstreifen, Band- oder Universaleisen gerundeten und stoßgeschweißten Ringen, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringe durch an sich bekanntes axiales Einpressen in eineue Formspalt die vollständige Felgenform erhalten und dabei durch Stauchung des Werkstoffes Verstärkungen der Wandstärke an dem. gefährlichen Querschnitten der Felgen erzeugt werden.
- 2. Werkzeug bzw. Einrichtung für das Preßverfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Unterteil (i7) des Stempels (i5) dem Oberteil (i6) voreilt und -mittels eines Ablenkringes (ig) sowie derAnschlagkante (iq.) die Herstellung der Sprengringnüt in der gewünschten Form erreicht wird.
- 3. Werkzeug bzw. Einrichtung für das Preßverfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der durch die Matrizen= und Kolbenteile (1i, 13, 16, 17) gebildete Formspalt am Übergang vom Felgenboden zum Felgenhorn (21) und an der Rundung der Sprengringnut (22) gegenüber der Wrandstärke des Ringes (io) erweitert ist.
- 4. Werkzeug bzw. Einrichtung für das Preßverfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß entweder gleichzeitig in einem Arbeitshub der Presse durch entsprechende Ausbildung des Stempels (16) oder in einem weiteren besonderen Arbeitshub durch Zwischenlegen eines entsprechend ausgebildeten oberen Ablenkringes (2o) das Felgenhorn verformt wird. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 823 135; britische Patentschrift Nr. 643 547-
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| DEL16816A DE939205C (de) | 1953-10-11 | 1953-10-11 | Verfahren und Werkzeug zur Herstellung von Flachbett- bzw. Schraeg-schulterfelgen aller Art fuer Laufraeder an Lkw, Omnibussen, Strassen-schleppern, Anhaengern und sonstigen Schwerfahrzeugen |
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEL16816A DE939205C (de) | 1953-10-11 | 1953-10-11 | Verfahren und Werkzeug zur Herstellung von Flachbett- bzw. Schraeg-schulterfelgen aller Art fuer Laufraeder an Lkw, Omnibussen, Strassen-schleppern, Anhaengern und sonstigen Schwerfahrzeugen |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE939205C true DE939205C (de) | 1956-02-16 |
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ID=7260539
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL16816A Expired DE939205C (de) | 1953-10-11 | 1953-10-11 | Verfahren und Werkzeug zur Herstellung von Flachbett- bzw. Schraeg-schulterfelgen aller Art fuer Laufraeder an Lkw, Omnibussen, Strassen-schleppern, Anhaengern und sonstigen Schwerfahrzeugen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE939205C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1152086B (de) * | 1960-12-15 | 1963-08-01 | Kronprinz Ag | Verfahren zum Herstellen von Felgen fuer luftbereifte Fahrzeugraeder |
| DE3046514A1 (de) * | 1979-12-12 | 1981-09-17 | Bridgestone Tire Co. Ltd., Tokyo | Felge eines rades fuer fahrzeugluftreifen |
| DE3110756A1 (de) * | 1980-03-19 | 1982-02-04 | Nippon Light Metal Co. Ltd., Tokyo | Verfahren zur herstellung einer aluminiumfelge |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB643547A (en) * | 1947-04-21 | 1950-09-20 | Kelsey Hayes Wheel Co | Method of forming rims |
| DE823135C (de) * | 1948-10-02 | 1951-11-29 | Lemmerz Werk G M B H | Verfahren zur Herstellung von Radschuesseln fuer Fahrzeugraeder |
-
1953
- 1953-10-11 DE DEL16816A patent/DE939205C/de not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB643547A (en) * | 1947-04-21 | 1950-09-20 | Kelsey Hayes Wheel Co | Method of forming rims |
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| DE3110756A1 (de) * | 1980-03-19 | 1982-02-04 | Nippon Light Metal Co. Ltd., Tokyo | Verfahren zur herstellung einer aluminiumfelge |
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