DE937819C - Verfahren und Vorrichtung zum Entgraten von Formlingen aus Ton od. dgl. Massen in der Form im Anschluss an den Formvorgang - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Entgraten von Formlingen aus Ton od. dgl. Massen in der Form im Anschluss an den FormvorgangInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B28—WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
- B28B—SHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
- B28B11/00—Apparatus or processes for treating or working the shaped or preshaped articles
- B28B11/18—Apparatus or processes for treating or working the shaped or preshaped articles for removing burr
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Description
- Die bekannten Tonformmaschinen mit automatisch heb- und senkbarem Tisch mit eingesetztem Formenunterteil und sich in fester Lage drehendem Formenstempel, ebenso auch die Maschinen mit feststehendem Tisch und auf und ab gehendem, sich ständig drehendem Formenstempel haben den Nachteil, daß die Töpfe, Schüsseln und anderen runden Gegenstände schlecht entgratet sind.
- Ursachen für diese unzureichende Arbeitsweise sind: r. Die einzulegenden Hubel bzw. Tonstücke haben keine gleichmäßige Größe und Steifigkeit.
- 2. Der automatische Formvorgang ist zu konstant, um Ungleichheiten, wie unter Punkt i angegeben, ausgleichen zu können. Auch die übliche Anordnung von Zug- oder Druckfedern für einen . elastischen Druck ist nicht ausreichend.
- 3. Während der gesamten Dauer des Formvorganges tritt am oberen Rand der Form TonÜberschuß heraus. Alle bisher bekannten Entgratvorrichtungen sind nicht in der Lage, den letzten Rest des Grates zu beseitigen. Abschneidemesser und -drähte, die nach dem Formvorgang in Tätigkeit treten, schieben harte Bestandteile, wie Tonknötchen und kleine Steine, aus dem Topfrand heraus, wodurch die Ränder unsauber werden.
- Die Erfindung sieht nun vor, den Grat am oberen Formrand mittels Düsen wegzublasen. In. der Zeich-. nung ist eine derartige Maschine zur Ausführung eines Entgratungsvorganges durch Preßluft dargestellt.
- Abb. i ist die Maschinenvorderansicht mit Elektromotor, Abb. 2 die Maschinenseitenansicht; Abb. 3 zeigt einen Querschnitt durch die Preßform; Abb. 4 ist die Draufsicht auf die Preßluftleitung mit blendenartig verstellbaren Düsen für verschiedene Formengrößen, Abb. 5 die- Ansicht des Formunterteils 4.
- Die Kurbelscheiben i heben mittels des Gestänges 2 den Tisch 3 mit Formunterteil 4, während sich zu gleicher Zeit der Formenstempel 5 in fester Lage ständig dreht. Bei jedem Hub des Tisches wird ein Gegenstand aus Ton automatisch geformt und bei der Abwärtsbewegung des Tisches durch das Bodenstück 6 und die Ausstoßstange 7 automatisch ausgestoßen.
- Die Preßluft wird durch einen Kompressor 8 erzeugt und gelangt durch die Zuleitung 9 in die Ringleitung 1o. Inder Zuleitung 9 befindet sich ein Ventil i i, das durch den an der Kurbelscheibe i verstellbar angeordneten Nocken 12 geöffnet und geschlossen wird. Die Entgratung des Formlings geschieht sehr plötzlich durch die aus den Düsen 13 austretende Preßluft nach vollkommen beendetem Formvorgang. Da die Formteile 4 und 5 den Formling noch umschließen, können Tonknötchen oder kleine Steine nicht heraustreten bzw. herausgeblasen werden. Die Preßluft beseitigt den Grat sehr sauber, da die Formteile 4 und 5 scharfe Stahlränder 14 besitzen. Ringsum hat der Formunterteil 4 am scharfen Rand von außen angeschärfte Aussparungen r5', die dazu dienen, dem Preßluftstrahl eine bessere Angriffsfläche zu bieten. Durch die drehende Bewegung des Formlings in Pfeilrichtung (Abb. 5) erfolgt eine gründliche Entgratung und Glättung. Die Anzahl der Aussparungen 15 entspricht der Anzahl der Düsen 13.
- Durch den Handhebel 16 wird der Ring 17 bewegt, so daß die Düsen mittels Zugstangen 18 blendenartig nach innen oder außen, je nach Größe der Form, eingestellt werden können. Die Düsen 13 sind an der Ringleitung 1o schwenkbar befestigt.
- Ähnliche Ausführungsarten, wie Ringdüsen am Fo@rmenstempel und Unterteil, seitliches Blasen gegen, den Grat des Formlings, Flachdüsen u. a., fallen unter das gleiche Herstellungsverfahren.
- Unter Anwendung einer Preßpumpe, eines Sammelbehälters und Rücklaufleitungen kann die Vorrichtung zum Entgraten auch mit Öl oder anderen Flüssigkeiten betrieben werden.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zum Entgraten von Formlingen aus Ton od. dgl. Massen in der Form im Anschluß an den Formvorgang, dadurch gekennzeichnet, daß der aus der überschüssigen Masse gebildete Grat mittels Preßluft oder einer Flüssigkeit weggeblasen wird.
- 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch um den Formrand kreisförmig angeordnete flache oder runde Düsen (13).
- 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsen (13) zwecks Anpassung an verschiedene Formlingsdurchmesser nach Art einer Blende verstellbar sind.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, gekennzeichnet durch angeschärfte Aussparungen (15) am äußeren.Rand des Formunterteils (4).
- 5. Vorrichtung nach Anspruch i bis 4, gekennzeichnet durch einen verstellbaren Nocken (12) an einem Triebwerksteil, der bei jedem Formvorgang ein Ventil (i i) öffnet und schließt.
Priority Applications (1)
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| DESCH12214A DE937819C (de) | 1953-04-05 | 1953-04-05 | Verfahren und Vorrichtung zum Entgraten von Formlingen aus Ton od. dgl. Massen in der Form im Anschluss an den Formvorgang |
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Publications (1)
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|---|---|
| DE937819C true DE937819C (de) | 1956-01-12 |
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ID=7426711
Family Applications (1)
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| DESCH12214A Expired DE937819C (de) | 1953-04-05 | 1953-04-05 | Verfahren und Vorrichtung zum Entgraten von Formlingen aus Ton od. dgl. Massen in der Form im Anschluss an den Formvorgang |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE937819C (de) |
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1953
- 1953-04-05 DE DESCH12214A patent/DE937819C/de not_active Expired
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