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Einrichtung zur Erleichterung des Verschiebens schwerer Möbel Die
Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Erleichterung des Ver.schiebens schwerer
Möbel, insbesondere von Verwandlungsdoppelbetten, mittels Schienen, die unter den
Seitenwandteilen des Möbels auf dem Boden in Verschieberichtung vorgesehen sind:.
Zu dieser Art von Verwandlungsdoppelbetten gehören insbesondere jene, die sich durch
Hochschwenken einer Matratze und Heranklappen der nach hinten überstehenden Seitenwandteile
in ein Sofa verwandeln lassen. Doppelbetten, die den Vorteil haben, ebenso wie gewöhnliche
Doppelbetten vollständig zerlegbare Sofas zu sein und aus den für normale Doppelbetten
notwendigen Teilen zu bestehen, werden meistens so aufgestellt, daß ,das Bett mit
der Längsseite der Rückenlehnenmatratze an der Zimmerwand anliegt. Beim Hochschwenken
.der Rückenlehnenmatratze und Heranklappen der schwenkbaren Seitenwandteile an die
hochgeschwenkte Rückenlehnenmatratze muß dann das Sofa an -die Wand tierangeschoben
werden, damit kein leerer Raum hinter der Lehne verbleibt.
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Es ist zwar allgemein üblich, schwere Gegenstände, z. B. Geldschränke,
durch Unterlegen von Schienen leichter verschiebbar zu machen, doch wird diese Maßnahme
nur gelegentlich eines Transportes als Provisorium angewandt; sie kann überdies
bei täglich sich wiederholenden Möbelverschiebungen im Haushalt nicht befriedigen.
Es ist auch bekannt, Schulbänke zwecks leichter Bewegliehkeit beim Reinigen mit
Rollen zu versehen und diese auf Führungen laufen zu lassen. Dabei sind die Laufschienen
nach Benutzung an die Schulbänke heranklappbar. An den äußeren Kopfenden der Schienenstücke
sind jedoch Zapfen zur Befestigung in, einer mit Federverschluß versehenen Vertiefung
im Fußboden vorgesehen, und am Kopf ist die Schiene aufgebogen, um ein Herabgleiten
des
Tisches von ihr zu verhindern. Abgesehen davon, daß diese Verschiebevorrichtung
von verwickelter Blauart und nur für Schulbänke gedacht ist, kann diese nicht für
Verwandlungs-Sitz- bzw. -Liegemöbel verwendet werden, denn es ist nicht angängig,
in den Fußböden von Wohn- oder Schlafräumen Vertiefungen für die Befestigungszapfen
der Laufschienen vorzusehen, zumal die Fußböden oft mit Teppichen belegt sind, und
außerdem sollen Verwandlungsmöbel auch jederzeit innerhalb des Zimmers oder auch
in- andere Zimmer verschoben werden können.
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Das Verschieben schwerer Möbel wird nach der Erfindung dadurch erleichtert,
daß die Schienen geteilt, ihre Teile durch Gelenke miteinander verbanden -und die
beim Verschieben frei werdenden Sohiienenteilstücke an das Möbel anklappbar sind
sowie in ihnen drehbär gelagerte Rollen angeordnet sind, auf denen das Möbel mit
Laufschienen ruht. Gegenüber bekannten schweren Möbeln, die als Rolluri ausgebildete
Füße haben, wird hierdurch der wesentliche Vorteil erzielt, d.aß der Fußboden von
dem Hin- und Herschieben der schweren Möbel unberührt bleibt und noch mehr geschont
wird; als wenn das schwere Möbelstück mit Füßen ständig- urverrückt auf dem Boden
steht, weil .der spezifische, Flächendruck auf den Boden infolge der Breite der
Schienen und .deren großer Länge selbst bei sehr schweren Möbeln sehr klein bleibt.
Das Möbelstück wird dabei parallel zu sich selbst vorgezogen und zurückgeschoben,
so daß niemals beim Verstellen notwendig wird, die Lage des zu verschiebenden Möbelstückes
nachzurichten. Durch das Hochklappen der bei zurückgeschobenem Möbel frei werdenden
Schienenteilstücke wird erreicht, daß diese Teilstücke nicht störend in den Raum
ragen.
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Durch die Gelenke wird eine ständige feste Verbindung zwischen den
verschiedenen Teilstücken der Schienen geschaffen, durch die das Verlegen der Teilstücke
vermieden wird und ihre stets richtige Lage beim Auflegen mit Sicherheit gewährleistet
ist.
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Dadurch, daß gemäß einem weiteren Kennzeichen der Erfindung die Rollen
eine Eindrehung aufweisen, in die die am verschiebbaren: Möbel angeordneten Laufschienen
mit :einer entsprechenden Wulst eingreifen, ist die Gefahr des Kantens beim Verschieben
vermieden. Hierbei ist besonders zu beachten, daß diese Gefahr bei den meisten schweren
Möbeln deshalb groß ist, weil die Verstellung fast stets quer zur Längsrichtung
der Möbel erfolgt.
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Vorteilhaft sind die Schienen mit Anschlägen versehen, die das Abrollen
der zu verschiebenden Möbel von den Schienen verhindern. Dies ist nicht nur bei
Doppelbetten, für die die Erfindung von besonderem Wert ist, sondern auch für alle
anderen schweren Möbel, die auf Schienen verstellbar ruhen, von Bedeutung, beispielsweise
für schwere Schreibtische.
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In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in seiner Anwendung
bei einem -Verwandlungsdoppelbett dargestellt. Es zeigt Abb. i das Gelenk zwischen
Schiene und Schienenteilstück in großem Maßstab, Abb. 2 den Queischnitt nach Linie
2-2 von Abb. i, Abb. 3 ein Ausführungsbeispiel in der Lage, in der die Schienenteilstücke
durch Zurückschieben eines in ein Sofa verwandelten Doppelbettes frei geworden sind,
Abb. q. das Ausführungsbeispiel nach Abb. 3 in der Lage, in der die Schienenteilstücke
das vorgescho#bene Verwanddungs,doppelbett mittragen.
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Das Verwandlungsdoppelbett besteht aus zwei Seitenwandteilen io, die
durch Querverbindungsteile 13 mittels normaler Bettbeschläge 1q. verbunden sind
und in denen eine Sitz- und Liegematratze 15 um Bolzen 16 hochklappbar angeordnet
ist. Auch die Rückenlehnenmatratze 18 ist in den Seitenwandteilen To um Bolzen ig
schwenkbar gelagert. Die Rückenlehnenmatratze 18 ist in Sitzstellung (in Abb. q.
strichpunktiert angedeutet) durch Stifte 2o gesichert. Schließlich sind an den Seitenwandtei.len
io diese verlängernde Seitenwandteile i i mit Scharnierbändern 12 schwenkbar angelenkt,
die in der hochgeschwenkten Lage der Rückenlehnenmatrat.ze z8 (in Abb. q. strichpunktiert
angedeutet) an diese herangeklappt werden können.
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Die Abb. q. läßt .erkennen, daß bei der Verwandlu@ng des Doppelbettes
in das strichpunktiert dargestellte Sofa zwischen diesem und der Zimmerwand W ein
störender freier Raum entsteht, der dadurch zu beseitigen ist, daß das Sofa an die
Wand zurückgeschoben wird. Um dies zu erleichtern, sind: unter den Seitenwandteilen
io des Möbels in Verschieberichtung auf dem Boden liegende Schienen 30, 3i vorgesehen,
auf Jenen das Möbel mit an ,diesem angeordneten Laufschienen 36 auf Rollen 32 ruht,
die drehbar in den geteilten und durch Gelenke 37 verbundenen Schienen 30, 31 gelagert
sind. Die Schienen 30, 31 sind so geteilt, daß die beim Zurückschieben des Möbels
frei werdenden Teilstücke 3 1 hochklappbar sind. Die Rollen 32 weisen eine
Enudrehung 35 auf, in die die Laufschienen 36 mit -einer entsprechenden Wulst 33
zur Sicherung gegen Querverschiebung eingreifen. Um beim Verschieben des Möbels
das Abrollen von den Schienen 30, 31 zu verhindern, sind diese mit Anschlägen
38 versehen.
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Die Erfindung kann noch verschiedenartig abgewandelt werden. So können
die Rollen 32 statt mit Eindrehungen mit Wulstringen versehen sein, in denen sich
entsprechend ausgebildete, mit Nuten versehene Laufschienen führen, die an :den
zu verschiebenden Möbeln befestigt sind.. In gewissen Fällen kann es zweckmäßig
sein, die Sehrenen 30, 31 und Laufschienen 36 nacht geradlinig, sondern bogenförmig
auszubilden.