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DE936662C - Einrichtung zum Entkeimen von Fluessigkeiten, fluessigen Lebensmitteln, insbesonderevon Milch, und Verfahren zum Betrieb dieser Einrichtung - Google Patents

Einrichtung zum Entkeimen von Fluessigkeiten, fluessigen Lebensmitteln, insbesonderevon Milch, und Verfahren zum Betrieb dieser Einrichtung

Info

Publication number
DE936662C
DE936662C DEA18605A DEA0018605A DE936662C DE 936662 C DE936662 C DE 936662C DE A18605 A DEA18605 A DE A18605A DE A0018605 A DEA0018605 A DE A0018605A DE 936662 C DE936662 C DE 936662C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
channel
liquid
heat carrier
heat
openings
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA18605A
Other languages
English (en)
Inventor
Kuno Etienne Gressly
Pierre De Dr-Ing Haller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Alpura AG
Original Assignee
Alpura AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Alpura AG filed Critical Alpura AG
Application granted granted Critical
Publication of DE936662C publication Critical patent/DE936662C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B11/00Preservation of milk or dairy products
    • A23B11/10Preservation of milk or milk preparations
    • A23B11/12Preservation of milk or milk preparations by heating
    • A23B11/13Preservation of milk or milk preparations by heating the materials being loose unpacked
    • A23B11/133Preservation of milk or milk preparations by heating the materials being loose unpacked and progressively transported through the apparatus
    • A23B11/137Preservation of milk or milk preparations by heating the materials being loose unpacked and progressively transported through the apparatus in direct contact with the heating medium, e.g. steam
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B70/00Preservation of non-alcoholic beverages
    • A23B70/30Preservation of non-alcoholic beverages by heating

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Food Preservation Except Freezing, Refrigeration, And Drying (AREA)
  • Dairy Products (AREA)

Description

  • Einrichtung zum Entkeimen von Flüssigkeiten, flüssigen Lebensmitteln, insbesondere von Milch, und Verfahren zum Betrieb dieser Einrichtung Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Entkeimen von Flüssigkeiten, flüssigen Lebensmitteln, insbesondere von Milch, in welcher die zu behandelnde Flüssigkeit durch einen Kanal geleitet und durch Öffnungen der Kanalwand ein dampf-oder gasförmiger Wärmeträger in die Flüssigkeit eingeführt wird.
  • Es ist bekannt, Milch durch direktes Einführen von Wasserdampf einer Wärmebehandlung zu unterwerfen. Damit bezweckt man, in der Milch befindliche Mikroorganismen abzutöten, die neben der hygienischen Beschaffenheit auch die Haltbarkeit der Milch beeinflussen. Eine bereits zu diesem Zweck verwendete Einrichtung besteht aus einem geraden Rohrstück, welches von einem Dampfmantel umgeben ist und in derRohrwandung Einführöffnungen für den Wasserdampf aufweist. Die zu behandelnde Milch wird unter erhöhtem Druck durch das Innere des Rohrstückes geleitet und durch den eindringenden und kondensierenden Wasserdampf kurzzeitig auf die zur Vernichtung der Mikroorganismen nötige Temperatur erhitzt. Zur Vermeidung schädlicher Veränderungen der Milch bei den angewendeten Temperaturen wird die Milch unmittelbar anschließend durch Drucksenkung in einer Entspannungseinrichtung gekühlt.
  • Der Betrieb einer solchen Einrichtung muß mannigfachen Bedingungen genügen. Einerseits darf die Wärmebehandlung keinerlei schädliche Veränderungen der Milch verursachen. In dieser Hinsicht muß besonders verlangt werden, daß der Rohgeschmack der Milch erhalten bleibt, d. h. daß kein Kochgeschmack, verursacht durch Anbrennen einzelner Milchteilchen oder Veränderungen einzelner Milchbestandteile, auftritt.
  • Diesen Anforderungen kann um so besser entsprochen werden, je gleichmäßiger sämtliche Flüssigkeitsteilchen hinsichtlich Temperatur und Dauer der Wärmeeinwirkung dem eingeführten Wärmeträger ausgesetzt sind. Gelingt es,sämtliche Flüssigkeitsteilchen mit Sicherheit während der nur Sekundenbruchteile dauernden Wärmeeinwirkung auf die gerade zur Vernichtung der Mikroorganismen nötige Temperatur zu erhitzen, so ist die Gewähr vorhanden, daß sämtliche Keime bei schonendster Behandlung der Flüssigkeit abgetötet sind. Besteht diese Gewähr nicht, sei es, daß die Art der Einführung des Wärmeträgers keine gleichmäßige Erhitzung sämtlicher Flüssigkeitsteilchen während des kurzen Zeitintervalls ermöglicht, -besteht die Gefahr, daß einzelne, besonders hitzeresistente Keime, ohne vernichtet zu .werden, die Entkeimungseinrichtung passieren. Dies- vermindert die hygienische Qualität und die Haltbarkeit der behandelten Flüssigkeit, was sich bei Milch besonders ausgeprägt zeigt. In einem solchen Fall muß entweder die Dauer der Wärmeeinwirkung verlängert oder die . Erhitzungstemperatur erhöht werden. Beide Maßnahmen vergrößern aber dieGefahr, daß die Flüssigkeit schädlichen Veränderungen im Geschmack oder in der Zusammensetzung unterliegt.
  • Die Erfindung .bezweckt die Verbesserung der bisher bekannten Einrichtungen der beschriebenen Art mit dem Ziel, eine innerhalb kürzester Zeit gleichmäßige Erhitzung sämtlicher Flüssigkeitsteilchen und damit eine vollständige Entkeimung bei schonendster Behandlung ausführen zu können.
  • Die Einrichtung nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal mindestens über ein die Wärmeträger-Einführöffnungen aufweisendes Teilstück einander gegenüberliegende, mindestens annähernd parallele und wenigstens angenähert ebene Wände besitzt, welche mit den Wärmeträger-Einführöffnungen versehen sind.
  • Vorteilhaft kann der Kanal einen annähernd rechteckigen Querschnitt aufweisen. Dabei können auf der Schmalseite des Kanals angeordnete Wärmeträger-Einführöffnungen schlitzförmig und auf der Breitseite des Kanals angeordnete Einführöffnungen als Bohrungen ausgebildet sein. Vorteilhaft können diese Bohrungen gruppenweise in mindestens einer zur Achsrichtung des Kanals senkrecht liegenden Reihe angeordnet sein. Zugleich können ferner die Bohrungen versetzt gegeneinander gerichtet sein.
  • Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Betrieb der erfindungsgemäßen Einrichtung. Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit unter erhöhtem Druck in den Kanal geleitet und mit Hilfe des eingeführten Wärmeträgers kurzzeitig auf eine Temperatur über 14o° C erhitzt wird, worauf unmittelbar anschließend an diese Wärmebehandlung die Flüssigkeit durch schnelle Drucksenkung abgekühlt wird.
  • Der Gegenstand der Erfindung. soll. an Hand der Zeichnung beispielsweise erläutert werden. Es zeigt Fig. i einen Axialschnitt durch die Einrichtung nach der Erfindung, Fig. 2 Teile der in Fig. i dargestellten Einrichtung in vergrößertem Maßstab, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie I-I in Fig. i in ebenfalls vergrößertem Maßstab.
  • Gleiche Teile sind in sämtlichen Figuren -mit gleichen Bezugszeichen versehen.
  • Die in Fig. i dargestellte Einrichtung nach der Erfindung eignet sich besonders für die Entkeimung von Milch und milchhaltigen Flüssigkeiten. Sie besitzt einen geraden Kanal i, welcher über das Teilstück A-A einen konstanten, annähernd rechteckigen Durchflußquerschnitt aufweist. An der Eintrittsöffnung 2 und an der Austrittsöffnizng 3 des Kanals sind nicht gezeichnete Anschlußleitungen befestigt. Zur Aufrechterhaltung einer kontinuierlichen Strömung im Kanal i ist im Strömungsweg der Flüssigkeit vor der erfindungsgemäßen Einrichtung ein ebenfalls nicht gezeichnetes Förderorgan angeordnet. Der Kanal r ist von zwei Wandteilen 4 und 5 gebildet, welche im Querschnitt den Kanal je zur Hälfte umschließen und in der durch die Mitte der Schmalseiten gehenden Trennebene aufeinander aufliegen. Die beiden Wandteile 4 und 5 sind gemeinsam an ihren Enden mit dem Anschlußstück 6 bzw. 7 verschraubt. Um die Wandteile 4 und 5 ist im Abstand ein Mantelrohr 8 mit kreisförmigem Querschnitt angeordnet. Es schließt mit den Außenflächen der Wandteile 4 und 5 einen Hohlraum 9 ein. Das Mantelrohr 8 ist über die Wandteile 4 und 5 und die Anschlußstücke 6 und 7 geschoben und mit Hilfe der Überwurfmuttern -io und i i mit den Anschlußstücken verschraubt. An der Stelle 12 ist eine Dichtungsscheibe und an der Stelle 13 eine Stopfbüchse angeordnet, welche den Hohlraum 9 gasdicht nach außen abschließen. Die Teile 4, 5, 6 und 7 sind aus korrosionsfestem Stahl hergestellt. Am Mantelrohr 8 ist ein Stutzen 14 angeschweißt, durch welchen ein gas- oder dampfförmiger Wärmeträger, z. B. Wasserdampf, unter erhöhtem Druck in den Hohlraum 9 und durch Bohrungen 1s bzw. Schlitze 16 in den Wänden der Teile 4 und 5 ins Innere des Kanals i geleitet werden kann. Das Verhältnis der pro Zeiteinheit durch den Kanal , strömenden Flüssigkeit und der gleichzeitig eingeführten Wärmeträgermenge kann durch nicht dargestellte Durchflußregelorgane in den entsprechenden Zuleitungen eingestellt werden.
  • Fig. 2 zeigt in vergrößertem Maßstab eine Ansicht der in-Fig. i dargestellten Wandteile 4 und 5 und der mit ihnen verschraubten Anschlußstücke 6 und 7. Die Wandteile 4 und 5 sind mit Hilfe der -Schrauben 17 gegeneinander gehalten.
  • Fig. 3 zeigt ebenfalls in vergrößertem Maßstab einen Schnitt nach der Linie I-I der Fig. i. Der annähernd rechteckige Durchflußquerschnitt des Kanals i wird durch die einander gegenüberliegenden, parallelen und ebenen Wände 18 und i9 bzw. 2o und 21 der Teile 4 und 5 gebildet, welche mit den durch die Bohrungen 15 und die Schlitze 16 gebildeten Wärmeträger-Einführöffnungen versehen sind. Die Bohrungen 1s sind gemäß Fig. 2 gruppenweise in zur Achsrichtung des Kanals senkrecht liegenden Reihen auf den Breitseiten des Kanals angeordnet. Zugleich sind die in den beiden Wandteilen 4 und 5 angebrachten und gegeneinander gerichteten Reihen teilweise versetzt. Die Schlitze 16 sind durch Ausnehmungen in der Auflagefläche der beiden Teile q. und 5 gebildet. Die Bohrungen 15 sind aus zwei Teilstücken verschiedenen Durchmessers gebildet.
  • Beim Betrieb der Einrichtung nach der Erfindung wird die zu behandelnde Flüssigkeit unter erhöhtem Druck in die Eintrittsöffnung :2 und durch den Kanal i geleitet. Es empfiehlt sich, die Flüssigkeit vorgängig der Erhitzung durch den eingeführten Wärmeträger auf annähernd ioo° vorzuwärmen. Der dampf- oder gasförmige Wärmeträger wird durch die als Bohrungen 15 bzw. Schlitze 16 ausgebildeten Einführöffnungen in die durchströmende Flüssigkeit geleitet und verursacht eine rasche Erhitzung der Flüssigkeit auf die für die Entkeimung notwendige Temperatur. Diese beträgt beispielsweise für die Behandlung von Milch mindestens 14o° C. In den meisten Fällen kann als Wärmeträger zweckmäßig Wasserdampf verwendet werden. Dabei wird der Betrieb der Einrichtung vorteilhaft so eingestellt, daß der Wasserdampf vollständig und möglichst rasch in der Flüssigkeit kondensiert. Damit wird verhindert, daß die Durchflußgeschwindigkeit der Flüssigkeit im Kanal i durch den Querschnitt verengende Dampfblasen ungleichmäßig beeinflußt wird.
  • Zur Schonung der zu behandelnden Flüssigkeit muß die Wärmeeinwirkung durch den Wärmeträger mit Hilfe rascher Temperatursenkung unterbrochen werden. Dies erfolgt vorteilhaft durch schnelle Drucksenkung in einer sich an die Austrittsöffnung des Kanals anschließenden, nicht dargestellten Entspannungseinrichtung, in welcher die erhitzte und entkeimte Flüssigkeit auf Atmosphärendruck oder einen darüber liegenden Druck entspannt wird. Durch Verwendung geeigneter Vakuumeinrichtungen kann die Flüssigkeit auch auf einen unter dem Atmosphärendruck liegenden Druck entspannt werden. Dabei erfolgt eine schnelle Temperatursenkung auf den zugehörigen Siedepunkt, wobei gleichzeitig der in die Flüssigkeit eingeführte und jeweils kondensierte Wärmeträger wieder entweicht. Die Flüssigkeitsströmung wird durch Mengenregulierung so eingestellt, daß die Dauer der Wärmebehandlung bis zur Drucksenkung in der Entkeimungseinrichtung weniger als i Sekunde beträgt, was bei der erfindungsgemäßen Einrichtung unter Anwendung der genannten Temperaturen auch die Vernichtung der hitzeresistenten Keime gewährleistet.
  • Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des die Wärmeträger-Einführöffnungen aufweisenden Kanalstückes kann eine gleichmäßige Wärmeeinwirkung hinsichtlich Temperatur und Dauer für sämtliche Flüssigkeitsteilchen erzielt werden. Die erfindungsgemäße Anordnung der Einführöffnungen auf gegenüberliegenden, parallelen und ebenen Wänden 18 und i g bzw. 2o und 21 des Kanals i gemäß Fig.3 gewährleistet, daß sämtliche Flüssigkeitsteilchen über den ganzen Durchflußquerschnitt gleichmäßig im Kontakt mit den beim Einführen des Wärmeträgers entstehenden Dampf- oder Gasblasen erhitzt werden. Einerseits bewirkt die ebene Ausgestaltung der Kanalwände, daß die Erhitzung in gleichmäßiger Tiefe gegen das Innere der Flüssigkeitsströmung vor sich geht. Die Anordnung der Einführöffnungen auf gegenüberliegenden Wänden bewirkt andererseits, daß die Flüssigkeit von beiden gegenüberliegenden Seiten her den eindringenden Wärmeträgerblasen ausgesetzt ist, und schließlich ergibt die Anordnung der Einführöffnungen auf gegenüberliegenden, parallelen und ebenen Wänden den Vorteil, daß im Kern der Flüssigkeitsströmung keine mit dem Wärmeträger vermindert in Kontakt stehende Bereiche vorhanden sind.
  • Die genannten Vorteile lassen sich mit keiner wesentlich anderen Ouerschnittsform des Kanals i erreichen. So entstehen bei kreisrundem O_uerschnitt mit radialer oder tangentialer Einführung des Wärmeträgers immer Bereiche im Innern des Querschnitts, welche nur in vermindert starkem Maße der Einwirkung des Wärmeträgers ausgesetzt sind, so daß bei der kurzen Behandlungszeit einzelne Flüssigkeitsteilchen beim Durchströmen des Kanals nicht auf die zur Vernichtung der Keime nötige Temperatur erhitzt werden.
  • Die schlitzförmigen Wärmeträger -Einführöffnungen 16 werden vorteilhaft auf der Eintrittsseite der Flüssigkeit in den Kanal i angeordnet. Gegenüber den Bohrungen 15 vermag eine wesentlich größere Wärmeträgermenge durch die Schlitze in die Flüssigkeit einzudringen, was ein sprunghaftes Ansteigen der _ Flüssigkeitstemperatur bewirkt. Der Temperaturunterschied ist aber an dieser Stelle noch so groß, daß bei der Verwendung von Wasserdampf als Wärmeträger die durch die Schlitze eindringende Dampfmenge sofort kondensiert und keine den Querschnitt unzulässig verengenden Dampfblasen bildet. Gegen das Ende des Kanals i vermindert sich die Temperaturdifferenz zwischen Wärmeträger und Flüssigkeit, so daß hier eingeführter Dampf zur Kondensation mehr Zeit benötigt. Größere, von der Flüssigkeit mitgerissene Dampfblasen können lokale Überhitzungen und damit .ein Anbrennen der Flüssigkeit verursachen. Aus diesem Grunde erfolgt die Wärmeträgereinführung gegen das Austrittsende der Flüssigkeit in vermindertem Maße, und zwar zweckmäßig durch in größeren Abständen angebrachte Bohrungen, deren Durchmesser gegebenenfalls in Strömungsrichtung der Flüssigkeit abnehmen kann. Auf der Eintrittsseite der Flüssigkeit in das die Wärmeträger-Einführöffnungen aufweisende Kanalstück kann einer Reihe von Bohrungen eine in der gleichen Ebene senkrecht zur Kanalachse liegende Reihe im anderen Wandteil gegenüberliegen.
  • Fig. 2 zeigt besonders deutlich die Verteilung der auf den Breitseiten des Kanals angeordneten Bohrungen 15. Die Anordnung dieser Bohrungen in zur Achsrichtung senkrechten Reihen erhöht die Turbulenz der Flüssigkeitsströmung gleichmäßig über die ganze Länge des die Wärmeträger-Einführöffnungen aufweisenden Kanalstücks. Die erhöhte Turbulenz bewirkt eine innige Durchwirbelung der Flüssigkeitsteilchen und damit eine gleichmäßige Erhitzung derselben; aus dem gleichen Grunde sind die auf den gegenüberliegenden Breitseiten angeordneten Bohrungen teilweise gegeneinander versetzt.
  • Die Erfindung ist nicht auf das gezeichnete Ausführungsbeispiel beschränkt. Selbstverständlich können die geschilderten Vorteile auch mit anderen Querschnittsformen des Kanals r erzielt werden, sofern die Wärmeträger-Einführöffnungen- auf gegenüberliegenden, mindestens annähernd parallelen und wenigstens angenähert ebenen Kanalwänden liegen." Eine solche Ausbildung ermöglicht in allen Fällen eine gleichmäßige Erhitzung sämtlicher Flüssigkeitsteilchen innerhalb der nur Sekundenbruchteile dauernden Behandlungszeit. Dies gestattet die Anwendung der tiefsten Temperatur, welche gerade zur Vernichtung der schädlichen Keime ausreicht, und ergibt deshalb die schonendste Behandlung der Flüssigkeit.
  • Die beschriebene Einrichtung nach der Erfindung eignet sich in hervorragendem Maße zur Entkeimung von Milch und milchhaltigen Flüssigkeiten unter Verwendung von Wasserdampf als Wärmeträger. Es können aber vorteilhaft auch andere flüssige Lebensmittel wie Getränke mit der erfindungsgemäßen Einrichtung entkeimt werden, wobei unter Umständen auch andere Wärmeträger- als Wasserdampf, beispielsweise Stickstoff oder Kohlensäure, verwendet werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Einrichtung zum Entkeimen von Flüssigkeiten, flüssigen Lebensmitteln, insbesondere von Milch, in welcher die zu behandelnde Flüssigkeit durch einen Kanal geleitet und durch Öffnungen in der Kanalwand ein dampf-oder gasförmiger Wärmeträger in die Flüssigkeit eingeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal mindestens über ein die Wärmeträger-Einführöffnungen aufweisendes Teilstück einander gegenüberliegende, mindestens annähernd parallele und wenigstens angenähert ebene Wände besitzt, welche mit den Wärmeträger-Einführöffnungen versehen sind. a. Einrichtung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal einen annähernd rechteckigen Querschnitt aufweist. 3. Einrichtung nach Anspruch a, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer Schmalseite des Kanals angeordnete Wärmeträger-Einführöffnungen schlitzförmig ausgebildet sind. 4. Einrichtung nach Anspruch a, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Breitseite des Kanals angeordnete Wärmeträger-Einführöffnungen als Bohrungen ausgebildet sind. 5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrungen gruppenweise in zur Achsrichtung des Kanals senkrecht liegenden Reihen angeordnet sind. 6. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrungen versetzt gegeneinander gerichtet sind. 7. Verfahren zum Betrieb einer Einrichtung nach den Ansprüchen r bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit unter erhöhtem Druck in den Kanal geleitet und mit Hilfe des eingeführten Wärmeträgers kurzzeitig auf eine Temperatur über 14o° C erhitzt wird, worauf unmittelbar - anschließend, an diese Wärmebehandlung die Flüssigeit durch schnelle Drucksenkung abgekühlt wird.
DEA18605A 1952-08-22 1953-08-18 Einrichtung zum Entkeimen von Fluessigkeiten, fluessigen Lebensmitteln, insbesonderevon Milch, und Verfahren zum Betrieb dieser Einrichtung Expired DE936662C (de)

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