DE936232C - Verfahren zur Herstellung bestaendiger injizierbarer Loesungen von 4-Dimethylamino-1-phenyl-2, 3-dimethylpyrazolon - Google Patents
Verfahren zur Herstellung bestaendiger injizierbarer Loesungen von 4-Dimethylamino-1-phenyl-2, 3-dimethylpyrazolonInfo
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- DE936232C DE936232C DER10026A DER0010026A DE936232C DE 936232 C DE936232 C DE 936232C DE R10026 A DER10026 A DE R10026A DE R0010026 A DER0010026 A DE R0010026A DE 936232 C DE936232 C DE 936232C
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Description
- Verfahren zur Herstellung beständiger injizierbarer Lösungen von 4-Dimethylamino-l-phenyl-2, 3-dimethylpyrazolon Es ist bekannt, daß die Löslichkeit des 4-Dimethylamino-i-phenyl-2, 3-dimethylpyrazolons in Wasser relativ gering ist, z. B. bei Raumtemperatur nur etwa 5 °/o beträgt und man zur Herstellung höherprozentiger Lösungen geeignete Lösungsvermittler anwenden muß. Als Stoffe mit Funktionen letzterer Art hat man bereits eine Reihe von Verbindungen vorgeschlagen, unter anderem auch das i-Phenyl-2, 3-dimethylpyrazolon (Pharmac. Weekbl. 86, 275476) sowie das Urethan (Deutsches Gesundheitswesen, 5, 467 bis 469 [19507).
- Derartige unter Anwendung eines bekannten Lösungsvermittlers hergestellte Lösungen von 4-Dimethylamino-i-phenyl-2, 3-dimethylpyrazolon sollen vornehmlich als Injektionsflüssigkeiten dienen; doch müssen die hierfür zu verwendenden Lösungen vollkommen beständig sein. Die Erfahrung zeigt nun, daß sich diese Lösungen von 4-Dimethylamino-i-phenyl-2, 3-dimethylpyrazolon in der Praxis nicht als hinreichend haltbar erweisen und eine Herstellung konzentrierter 4-Dimethylamino-i-phenyl-2, 3-dimethylpyrazolon-Lösungen auch unter Anwendung bisher bekannter Maßnahmen mit Schwierigkeiten verbunden ist.
- Versucht man z. B. nach Angaben der Literatur eine wäßrige Lösung herzustellen, die neben 15 °% 4 - Dimethylamino - i - phenyl - 2,3 - dimethylpyrazolon 15 °/o i-Phenyl-2, 3-dimethylpyrazolon als Lösungsvermittler enthält, so bemerkt man, daß die zunächst klare Lösung früher oder später teilweise auskristallisiert. Diese Lösung ist daher nicht als lagerfähige Injektionsflüssigkeit zu gebrauchen. Es ist an sich zwar möglich, den Anteil des Lösungsvermittlers so zu steigern, daß mit Sicherheit mit einer Beständigkeit der Lösung zu rechnen ist, doch kann in diesem Falle der hohe Gehalt des Lösungsvermittlers in der Lösung die spezifische physiologische Wirkung des 4-Dimethylamino-i-phenyl-2, 3-dimethylpyrazolon in unerwünschter Weise beeinflussen. Dieses trifft um so mehr zu, wenn es sich, wie im Falle des Urethans als Lösungsvermittler, um einen Stoff handelt, der in großen Gaben appliziert, möglicherweise nicht indifferent ist.
- So wird in der deutschen Patentschrift 585 532 die Herstellung wäßriger Lösungen von 4-Dimethylaminoi-phenyl-2,3-dimethylpyrazolon unter Anwendung relativ großer Urethanmengen (z. B. kommen auf ioo ccm Wasser 15,8 g 4-Dimethylamino-i-phenyl-2, 3-dimethylpyrazolon, 30 g Urethan sowie 24,2 g eines zweiten Lösungsvermittlers) beschrieben, wobei als zweite Komponente des Lösungsvermittlers i-Phenyl-2, 3-dimethylpyrazolon-4-amino-methansulfonsaures Natrium verwendet wird.
- Es wurde nun gefunden, daß man überraschenderweise auch unter Verwendung relativ geringer Mengen Lösungsvermittler konzentrierte, beispielsweise io- bis 20 °/oige, auch noch nach längerer Lagerzeit beständige injizierbare wäßrige Lösungen von 4-Dimethylaminoi-phenyl-2, 3-dimethylpyrazolon herstellen kann, wenn man Urethan zusammen mit i-Phenyl-2, 3-dimethylpyrazolon als Lösungsvermittler einsetzt, und zwar derart, daß man Urethan im Vergleich zum i-Phenyl-2, 3-dimethylpyrazolon im Unterschuß, beispielsweise im Verhältnis i:--, anwendet und die gesamte Menge der Lösungsvermittler annähernd gleich groß oder aber geringer wählt als den Anteil des zu lösenden 4-Dimethylanüno-i-phenyl-2, 3-dimethylpyrazolons.
- Die so hergestellten Lösungen sind praktisch unbegrenzt haltbar.
- Der mit dem vorgeschlagenen Verfahren zu erzielende Effekt ist -überraschend, da das i-Phenyl-2, 3-dimethylpyrazolon für sich in einer Menge angewandt, die der Gesamtmenge der vorgeschlagenen kombinierten Lösungsvermittler entspricht, keine beständigen Lösungen ergibt und andererseits es auch nicht vorauszusehen war, daß schon eine relativ geringe, ihrerseits für sich allein nicht genügende Menge Urethan ausreichen würde, die Eigenschaft des i-Phenyl-2, 3-dimethylpyrazolons- als Lösungsvermittler so zu steigern, daß beständige konzentrierte 4-Dimethylamino-i-phenyl-2, 3-dimethylpyrazolon-Lösungen hergestellt werden können. Beispiel i Man stellt eine wäßrige Lösung her, die in ioo Teilen 15 Teile 4-Dimethylaxnino-i-phenyl-2, 3-dimethylpyrazolon, io Teile i-Phenyl-2, 3-dimethylpyrazolon und 5 Teile Urethan enthält. Die Lösung ist unter üblichem Verschluß ohne Rücksicht auf bestimmte Lagerungstemperaturen praktisch unbegrenzt haltbar.
- Stellt man hingegen in einem weiteren Versuch eine entsprechende Lösung jedoch unter Ersatz der 5 Teile Urethan durch weitere 5 Teile i-Phenyl-2, 3-dimethylpyrazolon her, so erhält man beim Erwärmen eine klare Lösung, die sich jedoch sehr bald trübt und nach 24stündigem Stehen bei Raumtemperatur einen beträchtlichen Bodensatz besitzt. Beispiel 2 Man stellt eine wäßrige Lösung her, die in iooTeilen 2o Teile 4-Dimethylamino-i-phenyl-2, 3-dimethylpyrazolon, i5 Teile i-Phenyl-2, 3-dimethylpyrazolon und 5 Teile Urethan enthält. Die Lösung ist klar und bleibt auch nach langer Lagerzeit ohne Trübung.
- Stellt man jedoch in einem Gegenversuch eine wäßrige Lösung her, die in ioo Teilen 2o Teile 4-Dimethylamino-i-phenyl-2,3-dimethylpyrazolon und 24Teile i-Phenyl-2, 3-dimethylpyrazolon enthält, ohne Urethan anzuwenden, so gewinnt man eine sich schon nach 24 Stunden trübende Lösung.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung konzentrierter, beispielsweise io- bis 2o °/oiger, beständiger, injizierbarer wäßriger Lösungen von 4-Dimethylamino-i-phenyl-2,3-dimethylpyrazolon unter Verwendung von Lösungsvern-littlern, dadurch gekennzeichnet, daß als Lösungsvermittler eine Kombination von i-Phenyl-2, 3-dimethylpyrazolon mit Urethan verwendet wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die gesamte Menge der Lösungsvermittler annähernd gleich groß oder aber geringer ist als der Anteil des zu lösenden 4-Dimethylamino-i-phenyl-2, 3-dimethylpyrazolons und daß das Urethan im Vergleich zum i-Phenyl-2, 3-dimethylpyrazolon im Unterschuß, beispielsweise im Verhältnis i:2, angewandt wird. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 585 532.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER10026A DE936232C (de) | 1952-10-09 | 1952-10-09 | Verfahren zur Herstellung bestaendiger injizierbarer Loesungen von 4-Dimethylamino-1-phenyl-2, 3-dimethylpyrazolon |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER10026A DE936232C (de) | 1952-10-09 | 1952-10-09 | Verfahren zur Herstellung bestaendiger injizierbarer Loesungen von 4-Dimethylamino-1-phenyl-2, 3-dimethylpyrazolon |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE936232C true DE936232C (de) | 1955-12-07 |
Family
ID=7398251
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER10026A Expired DE936232C (de) | 1952-10-09 | 1952-10-09 | Verfahren zur Herstellung bestaendiger injizierbarer Loesungen von 4-Dimethylamino-1-phenyl-2, 3-dimethylpyrazolon |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE936232C (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE585532C (de) * | 1930-10-10 | 1933-10-04 | I G Farbenindustrie Akt Ges | Verfahren zur Herstellung waessriger Loesungen von 1-Phenyl-2íñ3-dialkyl-4-dialkylamino-pyrazolonen mit 1-phenyl-2íñ3-dialkylpyrazolon-4-aminomethansulfonsauren Salzen und deren Derivaten |
-
1952
- 1952-10-09 DE DER10026A patent/DE936232C/de not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE585532C (de) * | 1930-10-10 | 1933-10-04 | I G Farbenindustrie Akt Ges | Verfahren zur Herstellung waessriger Loesungen von 1-Phenyl-2íñ3-dialkyl-4-dialkylamino-pyrazolonen mit 1-phenyl-2íñ3-dialkylpyrazolon-4-aminomethansulfonsauren Salzen und deren Derivaten |
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