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Kompressor für Kühlanlagen Die Erfindung bezieht sich auf Kompressoren
für Kühlanlagen, insbesondere solche Kompressoren, die mit einer auf Überlastung
ansprechenden Vorrichtung zum Ausschalten des Kompressors ausgerüstet sind.
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Nach der vorliegenden Erfindung wird der Kompressorantrieb abgeschaltet,
bevor ein übermäßig hoher Kompressionsenddruck im Auslaß des Kompressors entstehen
kann, und zwar mit Hilfe einer Ventileinrichtung, die auf einen vorherbestimmten
Druck am Auslaß des Kompressors anspricht und die den Kompressor künstlich überlastet,
um die Betätigung der auf die Überlastung ansprechenden Vorrichtung einzuleiten.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht.
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Fig. i zeigt einen senkrechten Teilschnitt eines erfindungsgemäßen
Kompressors; Fig. a gibt einen Schnitt längs der Linie II-II in Fig. i wieder; Fig.
3 zeigt einen Schnitt längs der Linie III-III in Fig. i ; Fig. q. zeigt in vergrößertem
Maßstab und teilweise im Schnitt eine Ansicht des Hilfsventils; Fig. 5 ist ein Schema
eines Kühlsystems, wie es bei der Erfindung Verwendung findet.
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Das Kühlsystem, auf das sich die folgende Beschreibung bezieht, ist
für die Verwendung in Haushaltskühlschränken bestimmt. Es sei jedoch bemerkt, daß
die Erfindung auch in allen anderen Typen von Kühlsystemen; die einen Kompressor
enthalten, benutzt werden kann.
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Eine allseitig geschlossene und abgedichtete Motorkompressoreinheit
io (Fig. 5) läßt komprimiertes Kühlmittel in einen Kondensator 1a austreten, aus
dem das verflüssigte Kältemittel über ein festes Drosselrohr 16 einem ersten Schlangenverdampfer
14 zugeführt wird. Mit dem Verdampfer 1q. ist ein zweiter Plattenverdampfer in Reihe
geschaltet. Das .in den Verdampfern verdampfte
Kättemittel wird.
dann über eine Rücklaufleitung 2o wieder der Motorkompress-oreinheit io zugeführt.
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Ein Thermostatfühler 24, der auf dem Plattenverdampfer 18 angebracht
ist, ist mit einem druckbetätigten Schalter 26 verbunden, der im Stromkreis des
Kompressormotors angeordnet ist und der den Betrieb des Motors entsprechend der
Temperatur des Plattenverdampfers steuert. In den genannten Stromkreis des Kompre@ssormotors
ist weiter ein Überlastungsschutzschalter 30 für den Motor angeordnet, wie
er beispielsweise in der Patentschrift 838 oi2 beschrieben ist. Dieser Schalter
30 liegt zwischen dem Motor und dem Schalter 26 sowie einem von Hand betätigten
Schalter. Der Schutzschalter 30 schaltet den Motor aus, wenn dieser überlastet
wird.
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Es hat sich herausgestellt, daß bei PlattenverdampfeTn, die abgetan
werden müssen, in der Nähe der Kanten dieser Platten Frostblasen entstehen können,
deren Größe eventuell anwachsen kann und die Undichtigkeiten in dem Verdampfer erzeugen
können. Da det Druck in dem Verdampfer unter Atmosphärendruck absinkt, tritt durch
diese Undichtigkeiten Luft in das System ein. Diese Luft wiederum bringt Feuchtigkeit
in die Anlage, die dazu neigt, in dem Drosselrohr i6 zwischen Kondensator und Verdampfer
zu frieren. In diesem Falle wird der Fluß des Kältemittels zum Verdampfer unterbrochen
und damit am Kompressorauslaß ein Gegendruck erzeugt, während gleichzeitig sehr
kleine Mengen von Luft in die Saugseite dies Kompressors angesaugt weirden und der
Kompressionsenddruck in dem System allmählich anwächst. Da die Menge der Luft, die
auf diese Weise in das System eintritt, gewöhnlich sehr klein ist, wirdder Kompressor
nic1it überlastet, sellystwenn der Kompres,sionsemddruck gefährlich hoch wird.
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Wie in Fig. i gezeigt, besitzt die Motorkompressoreinheit ein Gehäuse
44, in dessen oberem Teil ein Motorstator 52 und ein Rohr 5o angeordnet sind. Der
Rotor besitzt eine Antriebswelle 46, die einen exzentrischen Teil aufweist, der
einen Kompressorkolben 48 trägt. Der Kolben 48 läuft in einem Hauptzylinder 32,
der zwischen Endplatten 34 und 36 angeordnet ist.- Ein Trennelement 37 (Fig. 2)
trennt eine Einlaßöffnung 22, die mit der Rücklaufleitung 2o verbunden ist, von
einer AuslaßÖfnung 38, die mit einer Leitung 40 (Fig. 5) in Verbindung steht, die
zu einem kleinen Wärmeaustauscher 42 führt, durch den ein Teil der Wärme des aus
dem Kompressor austretenden Kältemediums abgeführt wird, bevor das Kältemedium in
das Gehäuse 44 zurückgeleitet wird.
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In der -oberen Abschlußplatte 34 ist eine erfindungsgemäße Ventileinrichtung
6o angebracht, mit der der Kompressor beim Auftreten übermäßig hoher Enddrücke künstlich
belastet wird, um dadurch den Überlastungsschutzschalter zu betätigen und den Kompressor
auszuschalten.
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Das Ventil 6o besteht aus einem Kolben 63, der durch eine Schraubenfeder
68 dichtend auf den Ventilsitz 66 am Ende einer -Ausnehmung 62 gedrückt wird. Das
untere Ende der Schraubenfeder 68 wird durch einen topfförmigen Einsatz
70 gehalten, der in die Ausnehmung 62 eingeschraubt ist. Dieser Einsatz 7o
besitzt einen Schraubenzieherschlitz 72, der einen axialen Gasdurchgang 74 in der
unteren Wand des Einsatzes, dessen unteres Ende bei 76 gewölbt ist, kreuzt. Der
Einsatz 70 liegt ,zum Teil oberhalb des Zylinders 32, wodurch verhindert wird, daß
sich der Einsatz 7o nach unten bewegt und mit dem. Kolben 48 in Berührung kommt.
Ein Teil der gewölbten Stirnfläche 76 des Einsatzes 70 liegt über der Kompressionskammer.
Der Schraubenzfeh:erschlitz 72 verbindet den mittleren Durchgang 74 mit der Kompressionskammer
64 durch den freien Raum, der durch die gewölbte Stirnfläche 76 gebildet wird, unabhängig
von dier jeweiligen Winkelstellung des Schlitzes 72.
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Der Kolben 63 sperrt normalerweise einen Durchgang 6-5 ab, der mit
dem Innern des Gehäuses 44 in Verbindung steht, in das das verdichtete Kältemittel
aus der Auslaßleitung 4o austritt. Die Öffnung der Ausnehmung 62 führt zur Einlaßseite
der Kompressorkammer 64 in. dem Zylinder 32 in der Nähe der Einlaßöfnung 22, so
daß nach Öffnen des Ventils unter übermäßig hohem Kompressionsenddruck indem Gebause
44 Gas m-it hohem Druck in die Kammer 64 eintritt. Dem Motor fehlt die notwendige
Kraft, um dieses Gas weiter zu komprimieren, so daß der Überlastungsschutzschalter
30 in Tätigkeit tritt und den Kompressormotor ausschaltet, bevor der Druck
weiter ansteigt.