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DE922892C - Bremsverfahren fuer einen Arbeitsmotor, der durch einen Leonard-umformer in Reihe mit einem Gleichstromnetz gespeist wird - Google Patents

Bremsverfahren fuer einen Arbeitsmotor, der durch einen Leonard-umformer in Reihe mit einem Gleichstromnetz gespeist wird

Info

Publication number
DE922892C
DE922892C DEB21688A DEB0021688A DE922892C DE 922892 C DE922892 C DE 922892C DE B21688 A DEB21688 A DE B21688A DE B0021688 A DEB0021688 A DE B0021688A DE 922892 C DE922892 C DE 922892C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
braking
direct current
current network
motor
leonard
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB21688A
Other languages
English (en)
Inventor
Ludwig Ellinger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BROWN
Original Assignee
BROWN
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BROWN filed Critical BROWN
Priority to DEB21688A priority Critical patent/DE922892C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE922892C publication Critical patent/DE922892C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P7/00Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors
    • H02P7/06Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current
    • H02P7/18Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current by master control with auxiliary power
    • H02P7/34Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current by master control with auxiliary power using Ward-Leonard arrangements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Stopping Of Electric Motors (AREA)

Description

  • Bremsverfahren für einen Arbeitsmotor, der durch einen Leonardumformer in Reihe mit einem Gleichstromnetz gespeist wird Derbekannte Leonardantrieb für größere Arbeitsmotoren, derenDrehzahl in weitenGrenzen geregelt werden muß, wird in den Fällen, in denen außer dem speisenden Drehstromnetz auch noch ein Gleichstromnetz zur Verfügung steht, häufig in der Weise abgewandelt, daß der Leonardgenerator für den einfachen und der Arbeitsmotor für den doppelten Betrag der Spannung des Gleichstromnetzes ausgelegt wird und daß dabei der Leonardgenerator mit dem Gleichstromnetz in Reihe geschaltet wird. Durch Zu- und Gegenerregung läßt sich dabei die dem Arbeitsmotor zugeführte Summenspannung von Null bis zur doppelten Netzspannung regeln. Diese Betriebsart bietet den Vorteil, daß der Leonardumformer nur für die Hälfte der Leistung des Arbeitsmotors zu bemessen ist, da die andere Hälfte der Leistung bei voller Drehzahl direkt aus dem Gleichstromnetz entnommen wird. Anschaffungskosten und Wirkungsgrad des Antriebs -,verden dadurch günstig beeinflußt.
  • Die Betriebsweise gestaltet sich beim Arbeiten wie beim Bremsen ganz ähnlich wie bei einem normalen Leonardumformer. Beim Bremsen wird die in dem Arbeitsmotor gespeicherte kinetische Energie zum Teil an das Gleichstromnetz, zum Teil über den Umformer an das Drehstromnetz zurückgegeben. Schwierigkeiten können bei dieser Arbeitsweise dann auftreten, wenn das Gleichstromnetz durch Gleichrichter gespeist wird und wenn mit der Möglichkeit gerechnet werden muß, daß dem Gleichstromnetz zeitweilig keine wesentliche anderweitige Leistung entnommen wird. Da die Gleichrichter selbst, keine Energie in ihr speisendes Drehstromnetz zurückliefern können, ist in solchem Fall das Gleichstromnetz nicht in der Lage, die beim Bremsen frei werdende Energie aufzunehmen.
  • Besonders unangenehm wirkt sich dies aus, wenn in solchem Zeitpunkt infolge irgendeiner Störung imArbeitsprozeß eineSchnellbremsung desArbeitsmotors notwendig wird, die durch einen gewöhnlich eigens hierfür vorgesehenen Notdruckknopf ausgelöst wird. Kann in solchem Fall das Gleichstromnetz nicht oder nur in geringem Umfang Leistung aufnehmen, so bleibt die Bremswirkung aus, außerdem steigt die Spannung im Gleichstromnetz sehr stark, unter Umständen auf ein Vielfaches des Normalwertes, an.
  • Das Eintreten eines solchen Zustandes muß also unbedingt vermieden werden.
  • In solchen Fällen war man bisher gezwungen, wenn man nicht überhaupt auf den Vorteil der Zu-und Gegenerregung des Leonardgenerators verzichten wollte, mit Widerstandsbremsung zu arbeiten. Die Widerstandsbremsung hat aber den Nachteil, daß ihre Wirkung mit der Abnahme der Motorspannung stark zurückgeht, so daß auch bei Anwendung vermehrter Bremsstufen ein störendes Nachlaufen des Arbeitsmotors eintritt, das Zeitverlust und eventuell vermehrten Arbeitsausschuß mit sich bringt.
  • Man könnte auch das Gleichstromnetz durch Einschaltung eines entsprechenden Belastungswiderstandes zur Aufnahme der Bremsenergie befähigen. Ein solcher Belastungswiderstand müßte während des ganzen Bremsvorganges eingeschaltet. sein. Er wird daher verhältnismäßig groß und teuer ausfallen. Außerdem verursacht er beträchtliche Verluste.
  • Die Erfindung bezweckt bei Antrieben der fraglichen Art eine Verbesserung der Bremsung, besonders im kritischen unteren Drehzahlbereich durch Kombination der Widerstandsbremsung mit -der Bremsung unter Energierücklieferung an das Netz.
  • Die Anordnung eines Leonardantriebs mit Zu-und Gegenerregung und' Mitverwendung eines Gleichstromnetzes von z. B. 22o V Spannung ist in der Fig. i dargestellt.
  • Der Drehstrommotor i treibt den Generator 2, der im Beispiel für 22o V bemessen ist -und- zusammen mit dem in Reihe geschalteten Gleichstromnetz den Motor 3 speist. Netz und Generator liefern zusammen eine von Null bis 44o V regelbare Gleichspannung für den Arbeitsmotor.
  • Zum Anlassen des Motors 3 wird der Generator 2 zunächst durch den Umkehrmagnetregler 4 gegenerregt. Der Magnetregler steht dabei an der Stelle o. Nach Schließen des Schalters 5 erhält der Motor zunächst keine Spannung. Durch Verstellen des Magnetreglers im Sinne des Pfeiles wird dieGegen-Spannung des Generators kleiner und in der Stellung A des Reglers zu Null. Der Motor 3 läuft jetzt mit 22o V. Durch Weiterdrehen des Magnetreglers wird der Generator 2 im Sinne einer Zusatzspannung erregt. Ist der Magnetregler in der Stellung B angelangt, so beträgt die Zusatzspannung 22o V, der Motor läuft also mit 22o + 22o = 44o V.
  • Wird nun zu einem schnellen Stillsetzen des Motors 3 der Magnetregler 4 in die Stellung o zurückgedreht, so wird die Summenspannung vom Netz und Generator kleiner als die Motorspannung. Der Motor ist also bestrebt, einen Rückstrom in das Netz und den Generator zu liefern.
  • Ist nun aber annahmegemäß das durch Gleichrichter gespeiste Netz nicht imstande, einen solchen Rückstrom aufzunehmen, so bleibt einmal die Bremswirkung aus, der Motor läuft also mit nahezu unveränderter Drehzahl weiter, außerdem aber wird dem Gleichstromnetz eine Spannung aufgedrückt, die gleich der Summe der Spannungen vom Motor und Generator ist, im Höchstfall also 44o + 22o = 66o V beträgt.
  • Noch höher kann diese Spannung werden, wenn der Motor 3 mit Feldschwächung betrieben wurde, da dann bei der Aufhebung der Feldschwächung während des Stillsetzungsvorganges seine Spannung noch über 44o V hinaus ansteigt.
  • Zur Vermeidung solcher unzulässigen Spannungserhöhungen und zur Sicherstellung der Bremswirkung wird erfindungsgemäß der Motor zum Stillsetzen sofort durch Öffnen des Schalters 5 vom Gleichstromnetz getrennt und dann durch schrittweises Schließen der Schalter 7, 8 und 9 (Fig. 2) zunächst über die Widerstände 6 und dann direkt mit dem Generator 2 verbunden. Seine Energie wird dabei zum Teil in .den Widerständen 6 vernichtet, zum anderen Teil durch den Maschinensatz 2 und r in das Drehstromnetz zurückgeliefert.
  • Ist der Motor nach Schließen des Schalters 9 etwa bis zur Hälfte seiner vollen Drehzahl abgebremst, so wird der Magnetregler aus der Stellung B in die Stellung A zurückgedreht, wobei die Spannung der Maschine :2 bis auf Null abnimmt und der Motor weiter Energie in das Drehstromnetz zurückliefert, bis er zum Stillstand kommt.
  • Zu einer noch schnelleren Bremsung während dieser zweiten Periode kann der Magnetregler auch über die Stellung A hinaus in Richtung auf die Stellung o zurückgedreht werden, so daß die Maschine 2 den Motor 3 liefert. Dabei ist nur darauf zu achten, daß der Bremsvorgang durch Enterregung der Maschine 2. oder durch Auftrennung des Bremsstromkreises unterbrochen wird, sobald der Motor 3 vollständig zum Stillstand gekommen ist, da er andernfalls im umgekehrten Drehsinne wieder anlaufen würde. Dies kann z. B. in bekannter Weise durch einen Drehrichtungsschalter bewirkt werden: Ganz ähnlich spielt sich der Vorgang ab, wenn der Motor 3 aus einer niedrigen Drehzahl heraus stillgesetzt werden soll, wobei der Magnetregler etwa in einer Stellung zwischen o und A steht. Auch in diesem Fall werden nach Öffnung des Schalters 5 die Schalter 7, 8 und 9 nacheinander geschlossen. Je nach dem gewünschten Grad der Bremsung kann dabei der Magnetregler bis zum Stillstand des Motors in seiner bisherigen Stellung bleiben oder auch in die Stellung A oder o gebracht werden.
  • Erfindungsgemäß kann die Schaltungsanordnung für die Bremsung so eingerichtet werden, daß der Bremsvorgang durch einen einzigen Schalter, etwa einen Notdruckknopf, eingeleitet wird und dann selbsttätig abläuft. Dabei sind die in Frage kommenden Schalter durch Schütze zu ersetzen, und der Magnetregler ist mit einem geeigneten Antrieb, etwa einem regelbaren Motorantrieb, zu versehen. Der richtige zeitliche Ablauf der einzelnen Schalt- und Regelvorgänge wird dabei in an sich bekannter Weise durch Hilfsschütze, Zeitwerke, Stromwächter und ähnliches sichergestellt. Die Anwendung der Erfindung ist nicht auf das dargestellte Beispiel beschränkt. Sie kann z. B. auch dann angewendet werden, wenn der Generator?-nicht durch einen Drehstrommotor, sondern durch irgendeine andere Kraftmaschine oder auch eine Transmission angetrieben wird, die eine Energierücklieferung gestattet.
  • Die endgültige Enterregung des Generators 2 kann durch Zurückdrehen des Magnetreglers in die Stellung A erfolgen, sie kann aber auch z. B. durch einen sogenanntenMagnetfeldkurzschließer bewirkt werden. Wie schon erwähnt, kann die Erfindung auch dann angewandt werden, wenn der Motor 3 nicht nur durch Änderung der ihm zugeführten Spannung, sondern auch durch Regelung seines eigenen Magnetfeldes geregelt wird (Feldschwächung). Dabei kann der hierfür vorgesehene Widerstand mit dem Magnetregler 4 kombiniert oder auch von diesem getrennt sein.
  • Das Kurzschließen der Bremswiderstände 6 kann in beliebiger Stufenzahl erfolgen. Auch kann die Verstellung des Magnetreglers 4 und eventuell des Feldschwächungswiderstandes gleichzeitig mit dem Kurzschließen der Bremswiderstände mit entsprechend abgestuften Geschwindigkeiten erfolgen.
  • Die volle Spannung des Leonardgenerators braucht nicht unbedingt gleich der Spannung des Gleichstromnetzes zu sein, sondern kann auch größer oder kleiner als diese sein.
  • Die Erfindung wird mit Vorteil auch dann angewendet, wenn das Gleichstromnetz nicht nur durch Gleichrichter, sondern auch durch andere Stromerzeuger gespeist wird, deren Leistung aber nicht ausreicht, um die volle Bremsenergie des Arbeitsmotors aufzunehmen.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren kann auch angewendet werden, wenn nicht eine vollständige Stillsetzung des Arbeitsmotors, sondern nur eine erhebliche Verminderung seiner Drehzahl erreicht werden soll. Dabei können Schaltmittel vorgesehen werden, durch die der Bremsvorgang jederzeit willkürlich oder in Abhängigkeit von irgendeiner Regelgröße, z. B. bei Erreichung einer vorbestimmten Drehzahl, unterbrochen und der normale Betriebszustand wiederhergestellt wird.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum elektrischen Bremsen regelbarer Gleichstrommotoren, die durch einen Generator mit Zu- und Gegenerregung, insbesondere einen Leonardumformer, in Reihe mit einem hauptsächlich durch Gleichrichter gespeisten Gleichstromnetz betrieben werden, dadurch gekennzeichnet, daß zum Bremsen der Stromkreis des Motors und Generators vom Gleichstromnetz getrennt und in sich zunächst über Widerstände und danach direkt geschlossen wird, wobei der Erregerstrom derart geregelt wird, daß sich von der anfänglichen Betriebsdrehzahl des Motors bis herunter zum Stillstand eine kräftige Bremswirkung unter teilweiser Energierückgewinnung ergibt.
  2. 2. Schaltungsanordnung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch Schalt- und Regelvorrichtungen bekannter Art, mit deren Hilfe der Bremsvorgang selbsttätig abläuft, nachdem er durch ein einziges Schaltmittel, z. B. einen Notdruckknopf, eingeleitet wurde.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch weitere Schaltmittel bekannter Art, durch die der eingeleitete Bremsvorgang willkürlich oder in Abhängigkeit von einer Regelgröße unterbrochen und der normale Betriebszustand wiederhergestellt werden kann.
  4. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch?, oder 3, gekennzeichnet durch weitere Schaltmittel bekannter Art, durch die der Bremsvorgang endgültig unterbrochen wird, sobald der Arbeitsmotor zum Stillstand gekommen ist.
DEB21688A 1952-08-21 1952-08-21 Bremsverfahren fuer einen Arbeitsmotor, der durch einen Leonard-umformer in Reihe mit einem Gleichstromnetz gespeist wird Expired DE922892C (de)

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DE922892C true DE922892C (de) 1955-01-27

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DE (1) DE922892C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1138855B (de) * 1955-06-24 1962-10-31 Continental Elektro Ind Ag Elektrischer Antrieb zur Steuerung grosser Drehzahlbereiche bei konstanter Leistung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1138855B (de) * 1955-06-24 1962-10-31 Continental Elektro Ind Ag Elektrischer Antrieb zur Steuerung grosser Drehzahlbereiche bei konstanter Leistung

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