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DE92253C - - Google Patents

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Publication number
DE92253C
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DE
Germany
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armature
wind
valve
pressure
electromagnet
Prior art date
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Active
Application number
DENDAT92253D
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English (en)
Publication of DE92253C publication Critical patent/DE92253C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10BORGANS, HARMONIUMS OR SIMILAR WIND MUSICAL INSTRUMENTS WITH ASSOCIATED BLOWING APPARATUS
    • G10B3/00Details or accessories
    • G10B3/06Valves; Sleeves

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Electromagnets (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.vt
Durch die vorliegende Erfindung wird bezweckt, sowohl die' mechanische Tractur als auch die Röhrentractur besonders der gröfseren Orgelwerke durch eine bessere und praktischere elektrische Tractur zu ersetzen, sowie auch die Mängel der bisherigen elektrischen Tracturen zu beseitigen. Nach Ansicht des Erfinders ist bei allen bei den bisherigen elektrischen Orgeltracturen in Anwendung gebrachten verschiedenartigen Elektromagneten mit ihren verschiedenartigen Ankern meistens ein ziemlich starker elektrischer Strom nöthig, um sie in Thätigkeit zu setzen, was erfahrungsgemä'fs unpraktisch ist, während bei solchen Elektromagneten, die für möglichst schwachen elektrischen Strom eingerichtet waren, sich verschiedene Mängel zeigten. So z. B. soll der sogenannte remanente Magnetismus eine Störung in der präcisen Function verursachen, oder der aus dünnem, sehr leichtem Eisenblech hergestellte Anker an dem Elektromagneten ganz hängen bleiben, nachdem beide längere Zeit benutzt und oft durch den elektrischen Strom magnetisch ' gemacht worden sind. Die Folge hiervon soll dann das sogenannte Heulen der Orgel sein.
Bei dem den Gegenstand vorliegender Erfindung bildenden neuen pneumatisch-elektrischen Ventil soll nun durch eine eigenthümliche und neue Anwendung des Luftdruckes und durch eine neue Anordnung des Ankers, welcher zugleich das Wind ventil bildet, der remanente Magnetismus dauernd unschädlich gemacht werden, indem der Anker, so lange er den Elektromagnetkern berührt, so schwer ist, dafs der remanente Magnetismus, der sich nach und nach in beiden bildet, niemals im Stande ist, diesen schweren Anker nach Unterbrechung des elektrischen Stromes noch festzuhalten, und zwar selbst dann nicht, wenn sich Anker und Elektromagnetkern unmittelbar ohne Zwischenlage eines nicht magnetischen Stoffes berühren. Die Möglichkeit der Anwendung eines so schweren Ankers soll auf folgende Weise erreicht werden: Die Eigenschaft der magnetischen Kraft, im Quadrat der Entfernung abzunehmen, soll dadurch paralysirt werden, dafs der zugleich das Windventil bildende cylinderförmige Anker auf eine Windöffnung gesetzt wird. Infolge dessen wird, sobald sich ein dem Gewicht des Ankers entsprechender Luftdruck unter demselben befindet, das Gewicht dieses Ankers durch diesen Luftdruck beinahe vollständig aufgehoben, er schwimmt gleichsam auf der comprimirten Luft, jedoch so, dafs der Anker nicht gehoben und die unter demselben befindliche Druckluft noch nicht entweichen kann. Der ,Querschnitt der Windöffnung, der Luftdruck und das Gewicht des Ankers sind nun so berechnet, dafs das Gewicht des letzteren von dem Druck der unter ihm befindlichen Luft fast vollständig ausgeglichen ist, so dafs er von dem Elektromagneten schon gehoben wird, wenn ein sehr schwacher Strom durch denselben geschickt wird. Da nun aber, sobald der Anker sich zu heben beginnt, die Druckluft unter dem Anker entweicht und eine Druckverminderung eintritt, so wird der Anker, je weiter er sich von "der Windöffnung entfernt, in Bezug auf die Anziehungskraft des Elektro-
magneten immer schwerer und hat seine gröfste Schwere, wenn er den Elektromagnetkern berührt. Infolge dessen wird er, wenn der elektrische Strom unterbrochen wird, sofort von dem Elektromagnetkern abfallen und die Kraft des remanenten Magnetismus sicher überwinden. Der unter dem Anker entweichende Wind strömt zu irgend einem pneumatischen Apparat der Orgel, um ihn in Thätigkeit zu setzen. Die beschriebene Anordnung ist für die Eigenschaft der magnetischen Kraft, im Quadrat der Entfernung abzunehmen, die denkbar günstigste, da der Anker, so lange er von dem Elektromagnetkern entfernt ist, am leichtesten ist und in demselben Verhä'ltnifs, wie die Anziehungskraft des Magneten wächst, schwerer wird. Es ist einzusehen, dafs hierdurch der verhältnifsmäfsig schwächste elektrische Strom eine sichere und gute Wirkung ermöglicht. Als weiteren Vortheil dieser Anordnung giebt der Erfinder an, dafs der Anker aus einer verhältnifsmäfsig grofsen Eisenmasse besteht und dadurch stärker magnetisch werden kann als die bei anderen Systemen für schwachen elektrischen Strom angewendeten sehr dünnen und leichten Ankerplättchen. Letztere werden auch, wie oben schon bemerkt wurde, infolge des remanenten Magnetismus nicht schnell genug losgelassen oder ganz festgehalten, was bedeutende Störungen verursacht.
In der Zeichnung, welche einen senkrechten Schnitt durch das neue Ventil darstellt, ist a eine Messingkapsel und b ein Stück Hartholz, auf welches die Messingkapsel α fest aufgeschraubt ist; c ist der Elektromagnetkern, welcher1 unten mit Schraubengewinde d versehen und in die Messingkapsel α eingeschraubt ist.' Infolge des Gewindes d kann der Elektromagnetkern dem Anker e beliebig genähert oder von demselben entfernt werden. Der Anker e, welcher zugleich das Windventil bildet, ist unten beiy beledert, um die Windöffnung g dicht abzuschliefsen. Der Anker wird in seiner Bewegung durch einen Holzring h geführt. Die Messingschraube i dient zur Regulirung des Windzuflusses nach der Windöffnung g\ k ist der Kanal, welcher zu irgend einem pneumatischen Apparat der Orgel führt; die Windrichtung ist durch die Pfeile ο und ρ angedeutet. Die Drahtenden m und η der Elektromagnetspule / sind in eine elektrische Leitung eingeschaltet.
Die Wirkungsweise dieses pneumatisch-elektrischen Ventils ist nun folgende: Nachdem die Windöffnung g mit einem Windkanal der Orgel in Verbindung gebracht ist, kann durch irgend einen Contact die elektrische Leitung geschlossen und der Elektromagnet in Thätigkeit gesetzt werden. Hierdurch wird der Anker e gehoben, und zwar mit Unterstützung des unter demselben sich in g befindenden Winddruckes. Sobald der Anker e auch nur Y2 mm gehoben wird, entweicht genügend Wind durch die Windöffnung k zu irgend einem pneumatischen Apparat der Orgel und setzt denselben in Thätigkeit. Wird der elektrische Strom durch den Contact wieder unterbrochen, so fällt der Anker e wieder auf die Windöffnung g, wodurch der Windzuflufs zu dem pneumatischen Apparat der Orgel abgesperrt und derselbe wieder aufser Thätigkeit gesetzt wird.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Ein pneumatisch-elektrisch bethätigtes Ventil für Orgelwerke, bei welchem der als Ventil ausgebildete Anker (e) eines Elektromagneten (c I) auf einer Druckwindöffnung (g) frei aufruht, und dessen Gewicht mit Bezug auf den Querschnitt der Druckwindöffnung und die Stärke des Winddruckes so bemessen ist, dafs es durch den von unten auf den Anker wirkenden Winddruck fast aufgehoben wird, so dafs der Anker von dem Elektromagneten mit Leichtigkeit angezogen wird, auch wenn der Erregungsstrom sehr schwach ist, während andererseits der Anker bei seiner Berührung mit dem Elektrömagnetkern (c) so schwer ist, dafs er bei Unterbrechung des Erregungsstromes sofort abfällt und der remanente Magnetismus wirkungslos bleibt.
  2. 2. An dem unter !.gekennzeichneten pneumatisch-elektrisch bethätigten Ventil die Führung des Ankers durch einen denselben umfassenden Ring (h) aus nicht magnetisch werdendem Material, dessen Höhlung die Verbindung der Windkanäle (o und p) bildet.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT92253D Active DE92253C (de)

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