DE9211661U1 - Dichtring mit Eigenspannung - Google Patents
Dichtring mit EigenspannungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Dichtring mit Eigenspannung nach dem Oberbegriff
des Schutzanspruches 1.
Er ist insbesondere ein hohler, aus Metall bestehender Dichtring der
Gattung,der bei niedriger Belastung eine statische Eigenspannung aufweist.
Solche Dichtringe werden z. B. bei Ventilen, Pumpen, Motoren und sonstigen Apparaturen eingesetzt, um eine lecksichere Dichtung zwischen
gegenüberliegenden, insbesondere ebenen Flächen zu schaffen.
Es ist bereits ein Dichtring, der im Querschnitt eine C-Form aufweist bekannt,
wobei die offene Seite des C-Ringes der Ringmitte gegenüberliegt.
Ein weiterer Dichtring mit dem handelsüblichen Namen "Ellipseal", vgl.
GB-Patentanmeldung 218 7805, zeigt eine hiervon im radialen Querschnitt
abgeänderte parabolische Form mit konvergierenden Kanten auf. Ebenfalls
ist bekannt, vgl. GB-PS 203 89 61, daß die Schenkel des Dichtringes, im
Querschnitt gesehen, nach außen weisende Nasen besitzen, so daß etwa eine Omega-förmige Gestalt gegeben ist.
Vorbezeichnete Dichtringe sind zwar erfolgreich bei vielen Fällen der
statischen Anwendung eingesetzt worden, sind jedoch nicht immer und nicht vollständig einzusetzen, wenn es um die Dichtapparatur und Rohrleitungen
bei der Förderung von Erdgas geht, bei denen Drücke von in der Größenordnung von 10.000 PSI bzw. 703 kg/cm2
und bis zu 30.000 PSI bzw. 2.100 kg/cm2
vorliegen kann.
und bis zu 30.000 PSI bzw. 2.100 kg/cm2
vorliegen kann.
Ein Grund, warum vorbezeichnete Dichtringe nicht bei extrem hohen Drücken
hinreichend abdichten, besteht darin, daß sie keine hinreichende Formfestigkeit,
bezogen auf die Bügel- bzw. Omega-Form, haben. Ausgesetzt dem inneren Fluiddruck können diese Dichtringe zunächst expandieren, bis
sie nicht mehr expandieren können, weil dies durch den Dichtringsitz in
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Form einer Vertiefung beschränkt wird. Während dieser Durchmesseränderung
des Dichtringes wird die Ringfläche, die in Kontaktberührung mit den abzudichtenden
Flächen ist , einerArt Freßeinwirkung unterworfen, welche die Oberflächen rauh macht, und in verschiedenen Fällen ist es unmöglich,
eine brauchbare Abdichtung zu erlangen. Wenn aber die Metalldicke des Dichtringes vergrößert wird, um die Formfestigkeit der Bügelform zu vergrößern,
wird die Flexibilität der Dichtung wesentlich verringert, da die Dichtungen aus Metall konstanter Dicke hergestellt werden.
Dabei benötigt man größere Bolzen und eine größere Torsion zum Pressen der Dichtung und macht die Dichtung weniger geeignet, der Rotationsbewegung
der abzudichtenden Flansche zu genügen, d. h. man verliert die parallele Ausrichtung, was eben unter der Einwirkung des in einem geschlossen
System bzw. Behälter enthaltenden Fluiddruckes eintritt.
In der älteren Anmeldung GB-A-22 39 496 (8928648.8) ist eine Metalldichtung
angegeben, die einen vorbezeichneten Nachteil überwindet und es ermöglicht,
eine sichere Abdichtung bei sehr hohen Drucken ausgesetzten Fluids zu erreichen.
In dieser älteren GB-Anmeldung ist der aus Metall bestehende Dichtring
im Querschnitt hohl und an seiner radial inneren Seite offen und hat an dieser Seite konvergierende Schenkel, während der radial am äußersten
ist außenliegenden Bereich verstärkt ausgebildet und hier die Formfestigkeit
erhöht. Vorzugsweise ist der verstärkte Bereich hier größer als die Materialdicke, verglichen mit den radial innenliegenden Schenkelbereichen;
welche im Einsatz an die abzudichtenden Flächen angedrückt sind.
Die vergrößerte Materialdicke im Außenbereich und die vergrößerte Formfestigkeit
stehen dem Vermögen, daß der Dichtring im Gebrauch expandieren kann, entgegen; dagegen ermöglicht die kleinere Dicke der inneren Bereiche,
welche die biegsamen in Kontaktberührung mit den abzudichtenden Flächen liegenden Schenkel aufweist, hinreichende Flexibilität (Biegsamkeit).
Eine relative Bewegung der Dichtung und der abzudichtenden Oberfläche ist deshalb verringert oder sogar eliminiert, so daß die Dichtung
nicht der sog. Freßeinwirkung und Bildung rauher Oberflächen ausgesetzt wird, jedoch ist die zum Komprimieren der Dichtung erforderliche Last
nicht wesentlich vergrößert und die Dichtung bleibt hinreichend flexibel, um ein Nichtfluchten und mangelnde Parallelität der Oberflächen, die abzudichten
sind, auszugleichen bzw. diesen zu genügen. In dieser Beziehung
03892
unterscheidet sich die vorstehende Ausführung wesentlich von bekannten
Dichtungen, die aus Metall konstanter Dicke bestehen.
Man kann die Formfest!gkeit des Dichtringes weiter durch Vergrößerung
der Breite (in axialer Richtung) des äußeren absatzförmigen Randes oder
Bereiches des Dichtringes vergrößern, d. h. durch die Vergrößerung der radialen Dicke.
Dabei kann die Formfestigkeit und Schenkelflexibilität, unabhängig voneinander,
im weiten Bereich vorgewählt werden.
Nach einem weiteren Gesichtspunkt der Druckschrift GB-A 22 39 496 sind
dieser Metalldichtring und sein Sitz komplementären Querschnittsformen versehen, welche im Sinne der Rotationsbegrenzung des Dichtringquerschnittes
zusammenwirken, wenn sie der Kompression unterliegen.
Der Erfindung gemäß vorliegender Weiterentwicklung liegt die Aufgabe zugrunde,
einen hohlen Metalldichtring anzugeben, der bei außerordentlich hohen Drucken hinreichend abdichtet, wobei auch größere Abstände
der abzudichtenden Flansche sicher abgedichtet werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Schutzanspruch 1 angegebene
Maßnahmen gelöst.
Ausgehend vom Dichtring gemäß GB-A 89 28 648.8 wird die Verstärkung des
radial am weitesten außenliegenden Bereiches durch Vergrößerung der
Dicke des Ringmaterials in diesem Bereich erreicht; dieser dickere Bereich hat eine Form, um in axialer Erstreckung einen breiten äußeren Rand bzw.
Absatz mit zugehöriger Randfläche zu schaffen, der im wesentlichen parallel zur Achse des Dichtringes verläuft; die radial am weitesten
innenliegenden Enden der Schenkelbereiche haben axial nach außen vorstehende Nasen (bzw. Lippen, Spitzen), welche in axialer Richtung
einen maximalen Höhenwert des Dichtringes im entspannten Zustand be-
&Lgr;/orzuqsweise
&igr;
stimmen; die Schenkelbereiche habenYin radialer Richtung nach außen, bezogen
auf diese Nasen, Teile von verringerter axialer Dicke, an denen Stellen gebildet sind, die in Form zugehöriger Einschnürung bevorzugte
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Biegestellen für die Schenkel, während axialer Kompression des Dichtringes,
bilden.
Vorzugsweise ist der maximale Wert des Dichtringes in axialer Richtung
nicht größer, vorzugsweise kleiner, als der Wert der radialen Erstreckung des Ringes, im Querschnitt gesehen, zwischen seinen radial äußersten und
innersten Flächen.
Bei einer Ausführungsform des Dichtringes sind die Schenkelbereiche auf
ihren axial äußeren Flächen konvergierend ausgebildet, z. B. entlang kreisförmiger oder in anderer Weise bogenförmiger Zusammenführung, in
dem Bereich kleinster Dicke, während das innere Profil des Dichtringes, im Querschnitt, axial innenliegende Schenkelflächen aufweist, die beim
entspannten Dichtring im wesentlichen parallel zueinander verlaufen und an ihren radial äußeren Seiten durch sanft zusammengeführte Kreisabschnitte
oder andere Bögen in Verbindung stehen.
Eine Ausführungsform der Erfindung, die nachfolgend lediglich als ein
Beispiel beschrieben wird, ist in der Zeichnung dargestellt, die den Dichtring im Querschnitt angeordnet auf einer radialen und einer axialen
Fläche zeigt mit Sitz in einer Vertiefung.
In der Zeichnung ist ein Teil des abzudichtenden unteren Flansches 3 gezeigt,
der zu einem nicht dargestellten oberen Flansch abzudichten ist, z. B. Endflansche in der Rohrleitung für ein Erdgassystem. Der obere
Flansch hat eine ebene Fläche, der untere Flansch eine rechteckige Ausnehmung 5 am Ende einer Bohrung 1 der Rohrleitung, wobei ein hohler, aus
Metall bestehender Dichtring 7 in der Vertiefung sitzt. Die weiteste axiale Höhe A des Dichtringes, im entspannten Zustand, ist größer als
die axiale Tiefe der Ausnehmung, so daß die eine axiale Seite des Dichtringes über die Flanschfläche vorsteht, wird jedoch, im Einsatz durch
den gegenüberliegenden Flansch komprimiert. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Tiefe der Ausnehmung 0,88 mal A.
Mit der Ausnahme der radialen Erstreckung, nachfolgend Breite B, des
Ringquerschnitts, sind alle Werte bzw. Abmessungen des Ringquerschnittes auf den maximalen Höhenwert A bezogen, und eine bevorzugte Anzahl von
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Ringwerten zueinander, ist in der Zeichnung veranschaulicht. Der Wert B
kann gleich dem Wert A sein, oder größer als A, wenn größere Festigkeit im Einzelfall angestrebt wird.
Der dargestellte Dichtring zeigt einige Gesichtspunkte der in Fig. 4 und
9 der GB-A 22 39 496 dargestellten Dichtringe, ist aber abgeändert, um höheren Drücken und größeren Flanschabständen gerecht zu werden.
Der Dichtring besteht aus Metall mit einem hohlen Querschnitt, an der radialen
inneren Seite geöffnet, mit anderen Worten, in Richtung der Bohrung im Rohr, z. B. der Erdgasleitung, so daß das geförderte Fluid
Zugang zum Inneren in Querschnitt des Ringes hat und der Fluiddruck deshalb auf das Innere des Ringes wirkt und die Schenkel 9 in Kontaktberührung
mit den Flanschflächen zwingt. Die Schenkel 9 weisen bogenförmige konvergierende äußere Randbereiche, nachfolgend Bogenfläche 11 bezeichnet,
auf, so daß die Außenfläche des Dichtringes dort konvex ausgebildet ist, wo es auf die Flanschflächen trifft.
Die Innenoberfläche des Ringquerschnittes ist U-förmig mit parallel verlaufenden
Schenkelflächen 21 ausgebildet, die durch eine etwa halbkreisförmige Bodenfläche 23 vereinigt wird. Die Außenfläche des Ringquerschnittes
ist nicht kreisförmig als auch so ausgebildet, daß die Dicke
(progressiv)y
des Metallmaterials des Dichtringes sich fortschreitend^ dem radial am
weitesten liegenden Randteil 13 vergrößert.
Der dickere Bereich nahe dem Randteil 13 gestattet die Formfestigkeit
(des bügel- bzw. omega-förmigen) Dichtringes zu erhöhen, ohne daß die
Flexibilität der Schenkel 9 herabgesetzt würde.
Das gegenseitige Verhältnis in Bezug auf die Dicke des Randteiles bei
der Randfläche und der Schenkel wird in Abstimmung mit der geforderten Formfestigkeit und Flexibilität zueinander,abhängig vom jeweiligen Anwendungszweck,
vorbestimmt.
Der verdickte Randbereich 13 hat eine am weitesten außenliegende als
Dichtung wirksame Zylinderfläche 15, die sich an die Bogenflächen 11 der
Schenkel anschließt, indem dazwischen kegel stumpfförmige Flächen 17,
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etwa tangential zu den Schenkeln verlaufend, gebildet sind, während der
unmittelbare Übergang von der Zylinderfläche 15 zu diesen Flächen 17
durch gekrümmte Übergangsflächen 19 gebildet wird. Durch ein derartiges Profil des Dichtringes wird die Formfestigkeit des bügeiförmigen Dichtringes
im Bereich des absatzförmigen Randteilsl3 erhöht. Bei einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel beträgt die axiale Erstreckung der Zylinderfläche 15 den Wert 0,6 mal A.
Es ist erforderlich, daß eine Rotationsbewegung des Dichtring-Querschnittes
in seinem Sitz verhindert wird. Die am weitesten außen liegende Zylinderfläche 15 wirkt unmittelbar mit der radialen äußeren Zylinderfläche
der Ausnehmung 5, d. h. des Sitzes zusammen, um die Rotation zu unterdrücken.
Die inneren Enden der Schenkel haben axial nach außen gebogene Teile in
Form von Nasen odgl. 31, so daß das Profil im wesentlichen dem griechischen
Buchstaben Omega entspricht.
Durch diese Nasen wird eine Rotation des Dichtringes in seinem Sitz
ebenfalls unterdrückt.
Die Nasen 31 haben axial weisende ebene Flächen 25, die in Richtung nach
radial außen zueinander konvergieren. Wenn deshalb die Nasen zwischen den Flanschen einer Kompression ausgesetzt sind, kommen zunächst die
Ränder oder Winkelbereiche der Nasen 31, die in radialer Richtung am weitesten innen, d. h. im Bereich der Bohrung 1, unter Druck, wobei diese
Stellen, auch die maximale Höhe A des Dichtringes in axialer Richtung bestimmen.
Da die inneren Schenkelflächen 21 des Ringquerschnittes als ebene radiale
Flächen ausgebildet sind, während die äußeren Bogenflächen 11 (der Schenkel)
konvergierende Flächen sind, werden eingeschnürte Bereiche 27 (Einschnürungen) von minimaler Dicke an den Schenkeln gebildet, die, vgl.
die Fig., unmittelbar nach radial auswärts von den Nasen 31 vorhanden sind.
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Wird der Dichtring einer axialen Kompression ausgesetzt, werden die
Hauptstellen E der Flächen 25 an den Nasen, die radial am weitesten innen liegen, zuerst in Kontaktberührung mit zugehörigen Stirnflächen
der Flansche kommen. Durch diesen Druck werden die Nasen 31 komprimiert, biegen sich um die eingeschnürten Bereiche 27 kleinster Dicke, und zwar
bis die Flansche in Kontaktberührung mit dem am nächsten liegenden breiten Teil des Ringquerschnittes kommen, was die zweiten Stellen C am
konvexen Teil des Ringprofiles sind. Zu diesem Zeitpunkt liegen die ebenen Flächen 25, die unter Einwirkung der Erstkompression eine Schwenkoder
Rotationsbewegung ausgeführt hatten, im wesentlichen flach an den ebenen Flächen des unteren Flansches 3 und des oberen Flansches an.
Folglich ist zu diesem Zeitpunkt die Hauptabdichtung an den Hauptdichtstellen
E bzw. den ebenen Flächen 25 geschaffen und eine Zweitabdichtung an den Stellen C. Da die Schenkeldicke an den Stellen C größer als an
den Bereichen ist, welche von diesen Punkten sich nach radial einwärts erstrecken, und da sich diese Dicke von den Punkten C radial nach auswärts
fortschreitend vergrößert, ist die Kontaktanpressung an den Punkten C viel größer als an den Punkten E. Während fortschreitender Kompression
des Dichtringes, bei dem nunmehr effektive Kompression an den Punkten C anliegt, biegen sich die Schenkel um die gekrümmte Bodenfläche 23 der
Innennut 29 des Dichtringes. Um Extrembedingungen bei der Trennung oder Rotation der Flansche zu begegnen, wie bei Druckbehältern möglich, kann
je nach Einzelfall der radiale Abstand zwischen den Punkten C und E vergrößert werden.
Aus vorstehendem ist erkennbar, daß der anmeldungsgemäße Dichtring eine
zweistufige Dichtwirkung herbeiführt, wobei eine Abdichtung zunächst nur an den relativ flexiblen Nasen 31 unter Bildung einer Erstdichtung, erfolgt
und nach dieser ursprünglichen Kompression eine zweite unter höherem Druck sich befindliche Abdichtung an der Dichtstelle C
gebildet wird. Diese Ausbildung, zusammen mit der größeren radialen Erstreckung des Ringquerschnittes und besonders in Verbindung mit dem abgeflachten
oder absatzförmigen Randbereich, schafft einen Dichtring, der unter den meisten extremen Abdichtungsbedingungen die größte Sicherheit
gewährleistet.
Dadurch, daß die ersten (bzw. Haupt-) Dichtflächen 25 tangential zu den
zweiten Dichtflächen laufen, wird sichergestellt, daß ein Optimum an fortschreitender Abdichtungswirkung erreicht wird, und zwar beginnend
an den Ecken der dichtenden ebenen Flächen 25, bis zu dem Dichtzustand, in welchem diese ebenen Flächen 25 flach an den abzudichtenden Oberflächen
liegen und die nachfolgenden bzw. zweiten Dichtbereiche in Kontaktberührung mit den abzudichtenden Flächen sind. Hierdurch wird insbesondere
eine gute Abdichtung in der letzten Druckposition erreicht.
Wie der Zeichnung zu entnehmen, haben die Schenkel des Dichtringquerschnittes
eine relativ minimale Dicke im Einschnürbereich 27, der unmittelbar an den nach auswärts weisenden Nasen (oder Endstücken) 31
haben. Dies bringt insoweit einen wichtigen Vorteil, als daß die Nasenbereiche um die Bereiche, die relativ minimale Dicke haben, sich biegen
bzw. deformieren, und zwar relativ zu den Schenkelteilen, die einen größeren radialen Abstand vom Zentrum des Dichtringes haben.
Durch die Ausführungsform, bei der die Nabenbereiche der Schenkel vorzugsweise
nahe an dem benachbarten Einschnürbereich 27 flexibel sich biegen oder deformieren können, gestatten vorteilhaft ein spezifisch
hohes Elastizitätsvermögen, d. h. die Rückführung in den Anfangszustand nach der Kompression, wobei für den in der Zeichnung dargestellten Ringquerschnitt
der Koeffizient der Rückführung in den Ursprungszustand etwa 43 % beträgt, wodurch gewährleistet ist, daß der Dichtring sicher
wieder bzw. weiterbenutzt werden kann.
Jedoch ist es ebenfalls möglich, anmeldungsgemäß einen Dichtring einzusetzen,
bei dem eine konstante Schenkeldicke in dem Bereich zwischen den Nasen 31 und den weiteren Dichtbereichen vorgesehen ist. In diesem
Falle liegen die inneren Schenkelflächen 21 nicht parallel zueinander, sondern stattdessen liegen sie jeweils parallel zur jeweiligen äußeren
Fläche bzw. Bogenfläche 11 des gleichen Schenkels. Bei einem derartigen Dichtringquerschnitt wird jedoch, nachdem die Kompression aufhört, kein
so großer Koeffizient der Rückführung in den Anfangszustand erreicht, oder mit anderen Worten: Es findet ein relativ größeres "Setzen" statt,
verglichen mit dem Querschnitt gemäß Zeichnung; ferner wird eine
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relativ kleinere abdichtende Anpressung erreicht und letztere Ausführungsform ist nicht dann brauchbar, wenn vorbezeichnete hohe Anforderungen
gestellt werden, denen erst im wesentlichen der in der Zeichnung dargestellte Dichtring genügt.
Vorzugsweise sind die ebenen Flächen 25 der Nasen tangential ausgerichtet
zu den bogenförmigen zweiten Dichtbereichen, wenn der Dichtring entspannt ist; dies ist gestrichelt in der Zeichnung dargestellt. Die
Flächen 25 haben eine tangentiale Anordnung zu den zweiten Stellen C nach der Kompression, wenn Sie an den abzudichtenden Flächen anliegen.
10 03892
Es ist vorteilhaft, den ebenen Flächen 25 ein hohes Oberflächenfinish
und enge Toleranzen zu geben, z. B. durch Schleifen und Läppen.
Die Dichtringe können z. B. aus festem Material gefräst odgl. werden;
die Herstellung kann durch die Verbindung von Fräsen odgl. und Walzen erfolgen; oder dadurch, daß man ursprünglich zwei Ringhälften maschinell
fertigstellt und diese dann an der radialen Flächen, senkrecht zur Dichtringachse,
verschweißt.
Falls ein verschweißter Dichtring verwendet wird, können die einzelnen
Ringhälften maschinell aus einer Platte, durch Stanzen oder in ähnlicher Weise hergestellt werden.
Das Verschweißen kann durch das TIG- oder Mikroplasma-Schweißverfahren
ausgeführt werden; vorzugsweise wird aber das Elektronenstrahl-Schweißverfahren wegen niedrigeren Energieaufwandes eingesetzt, was es möglich
macht, ohne Schwierigkeiten Randbereiche 13 mit einer Dicke bis 35 mm herzustellen.
Besonders wenn gemäß letzterem Verfahren gearbeitet wird, kann es im
Einzelfall vorteilhaft sein, nach dem Schweißen den Dichtring einer Wärmebehandlung zu unterwerfen, z. B. in einer die Wärme ausgleichenden
Flüssigkeit (temperieren), bevor er nachfolgend einer Härtung unterworfen wird.
Eines der geeigneten Metalle für den Dichtring ist insbesondere eine,
einen hohen Nickelanteil aufweisende Legierung, z. B. Nimonic und Inconel. Für Unterwasser-Schweißverfahren soll vorzugsweise die Legierung
Inconel Nr. 718 eingesetzt werden.
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Die Federkennlinie des Dichtringes und deshalb seine Fähigkeit, nach
der Kompression das Setzen der Feder zu überwinden, soll vorteilhaft durch Zeithärten verbessert werden.
Die Dichtringe können vor Einsatz mit einer Schutzschicht und/oder einer,
einen niedrigen Reibwert gewährleistenden Schicht,vorzugsweise aus Blei,
Silber, Gold, Nickel, Polytetrafluorathylen (PTFE) oder einer Kombination
aus Nickel und einem anderen Metall und PTFE überzogen werden. Die zuletzt genannte Kombination ist dann vorteilhaft, wenn das Anfressen
während der Kompression verringert werden soll, wenn der aus Inconel bestehende Dichtring zwischen abzudichtenden Flanschen, die aus
dem Material Inconel bestehen, verwendet wird und im einzelnen dann, wenn Dichtringe aus Nickel-Legierung in Verbindung mit abzudichtenden Flanschen,
denen Nickel zulegiert ist oder die mit Nickel beschichtet sind, verwendet werden.
Claims (6)
1.) Specialist Sealing Limited 25. August 1992 03892 IG/ag
2.) Terence Peter Nicholson
Schutzansprüche
1. Dichtring mit Eigenspannung, der im axialen Querschnitt eine etwa
C-förmige, an radial innerer Seite offene Gestalt aufweist und dessen radial äußerster relativ größere Dicke aufweisender Bereich eine absatzförmige,
etwa parallel zur Dichtringachse verlaufende Randfläche aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß die radial nach einwärts weisenden freien Enden der Ringschenkel
(9), im Querschnitt gesehen, jeweils in Richtung axial auswärts gebogene Nasen (31) aufweisen, wobei der Maximalwert (A) der Ringhöhe in
axialer Richtung beim entspannten Dichtring gegeben ist.
2. Dichtring nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die sich von
den Nasen (31) nach radial einwärts erstreckenden Schenkel (9) eingeschnürte Bereiche (27) verringerter axialer Dicke aufweisen, die als
bevorzugte bzw. Sollbiegestellen für die inneren Endbereiche (bei 11)
der Schenkel (9) unter axialer Kompression, dienen.
3. Dichtring nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
maximale Ringhöhe (A) in axialer Richtung, im Querschnitt gesehen, nicht größer als der Maximalwert der Ringbreite (B), im Querschnitt
gesehen, ist.
4. Dichtring nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Innenprofil des Dichtringes, im Querschnitt gesehen, sich axial erstreckende , axial einwärts weisende Schenkelflächen (21)
aufweist, die beim entspannten Dichtring sich etwa parallel zueinander erstrecken und an ihren radial äußeren Seitenbereichen durch
eine Bodenfläche (23) in Form einer sanft zusammenlaufenden Fläche in Form eines Kreisabschnittes oder Bogens verbunden sind.
5. Dichtring nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die sich nach auswärts erstreckenden Nasen (31) axiale ebene Endflächen (25) aufweisen, die sich beim entspannten Dichtring schräg zur
03892
radialen Richtung erstrecken und in der Richtung nach radial auswärts
miteinander konvergieren.
6. Dichtring nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Nasen (25) tangential zu den konvexen Außenflächen der Schenkel gestellt sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB919118823A GB9118823D0 (en) | 1991-09-02 | 1991-09-02 | Hollow metal sealing rings |
Publications (1)
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|---|---|
| DE9211661U1 true DE9211661U1 (de) | 1993-02-25 |
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