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Einrichtung zum Reinigen und Trocknen von Getreide Die Erfindung bezieht
sich auf eine Einrichtung zum Reinigen und Trocknen von Getreide. Die Einrichtung
besteht aus einer Kombination einer Waschvorrichtung mit einer Trockenzentrifuge.
Die Wascheinrichtung, welche gleichzeitig als Steinausleser wirkt, besteht aus einem
in der Hauptsache zylindriscben Behälter, welcher von Wasser durchflossen wird.
Die Trockenzentrifuge mit senkrechter Welle läuft in einem Mantel von feingelochtem
Blech. Derartige Einrichtungen sind in ihren Hauptteilen bekannt.
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Bei einer Einrichtung nach der Erfindung besteht die, Wasch- und Steinauslesevorrichtung,
der das in üblicher Weise mittels Aspirator, Separator und Trieur vorgereinigte
Getreide von oben zugeführt wird, aus einem oben zylindrischen, unten konischen
und am unteren Ende des konische-n Teiles offenen Behälter. Der konische Teil des
Behälters ist in einigem Abstand von einem Mantel umgeben, an dessen unterem Ende
sich in, an sich bekannter Weise eine öffnung zum Entfernen der ausgelesenen Steine
befindet, welche, durch ein tellerförmiges Organ geschlossen werden kann. Der Behälter
hat zwei Anschlüsse zum Zuführen von Wasser. Der obere dieser beiden Anschlüsse
führt in den. oberen zylindrischen Teil des Behälters, der untere in den den konischen
Behälterteil umschließenden Mantel, so daß das einströmende Wasser gleichmäßig verteilt
in den Waschbehälter von unten einströmt. Das von oben einströmende Getreide wird
durch den aufwärts gerichteten Wasserstrom sofort wieder auf den Wasserspiegel gehoben,
während Steine und sonstige Verunreinigungen von größerem Gewicht auf den Boden
des Behälters sinken- Der obere, zylindrische Teil des Wa,schbehälters hat zwei
in verschiedenen Höhen angebrachte Abflußöffnungen, von denen die tiefer gelegene
durch einen Schieber verschlossen werden kann. Den
Abflußöffnungen
gegenüber befindet sieh der obere Wasserzufluß. Für gewöhnlich sind beide Wasserzuflüsse
geöffnet. Die in. dem Behälter nach unten gesunkenen schweren Verunreinigungen,
wie Steine od. dgl., sammeln sich auf dem tellerförmigen Abschlußorgan der Ablaßöffnung,
welches von Zeit zu Zeit geöffnet werden kann. Da. der Weg, den das Getreide
gemeinsam mit dem Wasser bis zur unteren Abflußöffnung zurücklegt, verhältnismäßig
kurz ist, tritt -nur eme geringe Befeuchtung des Getreides ein, beispielsweise um
1,5 bis 21/o des Gewichtes des Getreides, wie schon oben gesagt. Wird eine stärkere
Befeuchtung des Getreides gewünscht, so werden in dieAhlaufrinne, durch welche das
Getreide von dem Steinausleser zur Zentrifuge gelangt, Schieber in hierfür vorgesehene
Führungen eingeschoben. Diese Scbieber verzögern den Ablauf des Getreides aus dem
Steinausleser. Die Zahl der einzusetzenden Schieber richtet sich nach dem gewünschten
Grad der Befeuchtung. Tritt eine Verstopfung des Abflusses ein, so wirkt die obere
Abflußöffnung als Überlauf. Von dieser oberen Abflußöffnung führt ebenfalls eine,
Rinne, welche in die schon erwähnte Rinne, der unteren Abflußöffnung mündet, das
Getreide zur Zentrifuge. Beide Abfluß rinnen sind durch abnehmbare Deckel verschließbar,
um Verluste durch Überfließen des Getreides zu verhindern.
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Die Trockenzentrifuge erscheint äußerlich als Zvlinder mit senkrechter
Achse. Dieser hat einen beispielsweise aus Blech hergestellten Mantel, welcher zweckmäßig
in mehrere, mit Handgriffen versehene Teile unterteilt und in seinem oberen Teil
mit Luftschlitzen versehen ist. Der Mantel hat einenoberen und einen unteren mitDurchbrechungen
verschenen Boden. In seinem Innern hat die Zentrifuge einen am oberen und am unteren
Boden. befestigten, sich von unten nach oben schwach verjüngenden Kontis aus dünnem,
gelochtem Stahl-#lech. Die Verjüngung des Konns beträgt, auf den Durchmesser bezogen,
etwa i.2o. Die Lochung, hesteht aus runden Löchern. Eckige Lochungen würden zu Beschädigungen
der Getreidekörner führen. Die Böden samt äußerem Mantel und gelochtein Stahlblechkonus
sind unbeweglich. In den beiden Böden ist eine von außen motorisch angetriebene
Welle gelagert, die an ihrem unteren Ende den Rotor eines Lüfters trägt. Nalie ihrem
oberen Ende und unten über dem Lüfter trägt die Welle je ein Armkreuz mit
Nabe und Außenkranz. Diese Außenkränze sind im Durchmesser kleiner als die Innendurchmesser-
des gelochten Stahlblechkonus in den gleichen Höhen, wodurch ein Zwischenraum zwischen
den Außenkränzen, der Armkreuze und dem Blechkonus entsteht. In diesem Zwischenraum
laufen Winkelprofile um, welche mit ihrem einen Schenkel auf den Außenkränzen der
Armkretize befestigt sind. Ihre freien Schenkel sind an mehreren, gleichmäßig über
die Länge des Winkelprofils verteilten Stellen geschlitzt, und die Schlitzränder
sind nach einander entgegengesetzten Seiten etwas aufgebogen, so daß beim Umlaufen
der Profile eine Schaufelwirkung erzielt wird. Es können, beispielsweise sechs bis
aclit solcher Profile auf den Kreis verteilt sein. Ihre Außenkanten haben von dem
Stahlblechkonus einen Abstand von. etwa 12 bis 14m'n, Ferner slind mit der umlaufenden
Welle bzw. mit den auf ihr befestigten Armkreuzen zwei aus Blech oder einem anderen
geeigneten Stoff gefertigte Kegel verbunden, deren. einer von der Peripherie des
Außenkranzes des oberen Armkreuzes zur Peripherie der Nabe des unteren Armkreuzes
verläuft. Er ist also, mit seiner Spitze abwärts gerichtet. Der andere, wesentlich
flachere Konus verläuft von der Peripherie des Außenkranzes des oberen Armkreuzes
nach oben zur Peripherie eines Stellringes od. dgl., dessen Durchmesser etwa demjenigen
der Nabe des oberen Armkreuzes entspricht. Dieser Konus ist mit seiner Spitze nach
oben gerichtet. Beide Konen haben in ihren Mänteln keinerlei Durchbrechungen, so
daß kein Getreide in ihr Inneres gelangen kann. Das Vorhandensein des mit der Spitze
abwärts gerichteten K-onus hat zur Folge, daß der Luftdruck in der Nähe des Lüfters
geringer ist als oben. Der Lüfter treibt die Luft und damit das Getreide nach oben,
das durch die starke Durchlüftung getrocknet wird. Die Luft strömt durch die Löcher
in dem Stahlblechkonus ab. Wäre der innere, mit der Spitze nach unten weisende Konus
nicht vorhanden, so würde der von unten aufwärts gerichtete Luftstrom gegen die
obere Bodenpl:atte prallen, und ein großer Teil des Getreides würde, anstatt gegen
den gelochten Stahlblechmantel gepreßt zu werden, -wieder nach unten fallen.
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Nahe dem oberen Boden befindet sich zwischen dem äußeren Mantel und
dem gelochten Stahlblechkonus eine ringförmige Rohrleitung mit Sprühdüsen und einem
absperrbaren Rohranschliuß nach außen. Zweck dieser Ringleitung ist das gelegentliche
Abbrausen des gelochten Blechkonus, um etwaige Verstopfungen der Löcher in dem Stahlblechkonus
zu beseitigen.
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Das von dem Steinausleser kommende Getreide gelangt in den ringförmigen
Raum zwischen Lüfter und gelochtem Stalilblechkonus, wo es Flüssigkeit abtropfen
läßt, die durch öffnungen im Boden abfließt. In diesem ringförmigen Raum kommt das
Getreide in den Bereich der Winkelprofile des mit etwa 700 Umdrehungen
je Minute umlaufenden Laufwerkes. Unter der Wirkung des aufsteigenden Luftstromes
und der Schleuderwirkung der umlaufenden Winkelprofile des Laufwerkes rollen die
Getreidekörner in Schraübenlinien an der Innenseite des gelochten Stahlblechkonus
entlang nach oben zu einer Austrittsöffnung, nachdem sie in dem gewünschten und
für die weitere Verarbeitung erforderlichen Maße getrocknet sind.
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Unter dem unteren, mit Durchbrechungen versehenen Boden unter dem
Lüfter befindet sich in einigem Abstand ein Korb aus Drahtgeflecht zur Aufnahme
herabfallender Körner. Bei ungestörtem Betrieb wird sich der Korb nicht füllen.
Tritt aber eine Störung auf, durch welche der Lüfter und das Laufwerk zum Stillstand
kommen, beispielsweise durch Abspringen des Treibriemens, Ausfall des
Antriebsmotors
od. dgl., so wird sich der Korb sehr schnell füllen. Dieser Vorgang wird dazu benutzt,
um den Bedienungsmann auf die Störung aufmerksam zu machen. Zu diesem Zweck ist
der Korb, welicher zur Entleerung leicht abnehmbar sein muß, an einer Seite an einer
Vorrichtung aufgehängt, welche durch das Gewicht des mehr oder weniger gefüllten
Korbes bewegt wird und dadurch einen Kontakt schließt, welcher ein akustisches oder
ein optisches Signal in Tätigkeit setzt.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
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Abb. i zeigt die Einrichtung in einem senkrechten Mittelschnitt; Abb.
2 zeigt die gleiche Einrichtung in einem waagerechten Schnitt in Hölle der Linie
A-B aus Abb. i ;
Abb. 3 zeigt ein Bruchstück eines Winkelprofils auf
die freie Kante gesehen.
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Das Getreide gelangt nach üblicher Vorreinigung mittels Aspirator,
Separator und Trieur durch die Öffnung i in den Getreidewäscher und Steinausleser.
Dieser ist oben mit einem abnehmbaren r)cckel 2 versehen, welcher Luftlöcher2' hat.
Der Behälter 3 ist oben zylindrisch und unten bei 4 konisch. Sein Boden ist
als Sitz für ein tellerförmiges Abschlußorgan 5 ausgebildet. Letzteres hat
einen Schaft 6 mit unterem Ouerzapfen 7. Der Schaft 6 gleitet
in einer Führung 8, welche durch Arme 9 mit dem Behälter des Steinauslesers
verbunden ist. Der eine dieser Arme trägt an einem abwärts gerichteten Ausleger
io ein Lagerauge für einen Bolzen i i, auf welchem ein Handhebel 12 gelenkig gelagert
ist. Dieser zweiarmige Hebel hat an einem Ende einen Handgriff und liegt mit dem
anderen Ende auf dem Querzapfen 7 auf. Durch Betätigung des Handhebels 12
kann das tellerförmige Abschlußorgan 5, welches unter dem Druck einer Feder
13 steht, gelüftet werden. Der Steinausleser ruht auf mehreren FÜßell 14- In seinem
Innern hat er einen trichterförmigen, unten offenen Einsatz 15. Es ist eine Abflußöffnung
16 vorhanden, welche durch einen in bekannter Weise mittels Spindel und Handrad
17 zu betätigenden Schieber 18 mehr oder weniger geschlossen werden kann. Der Übersichtlichkeit
halber ist die Darstellung so, als wäre die Spindel mit dem Handrad 17 an dem Deckel
2 befestigt. Bei einer derartigen Befestigung würde beim Abnehmen des Deckels 2
immer der Schieber 18 mit seinem Bevvegungsmechanismus ebenfalls fortgenommen werden.
Um dies zu vermeiden, wird man bei der Einrichtung die zum Schieber iS und zum Handrad
17 gehörende Spindel stets an dem Behälter lagern. Von der Abflußöffnung 16 führt
eine oben offene, durch Deckel ig verschlossene Rinne 20 zu der als Trockenapparat
wirkenden Zentrifuge. In die Rinne :2o können mehrere Schieber21 eingesetzt werden.
Höher als die Abflußöffnung16 ist eine Überlauföffnung22 vorhanden, von welcher
eine Rinne23 ausgeht, die in die Rinne 2o mündet. Das zum Betrieb nötige Wasser
fließt durch ein Rohr24, von welchem ein Rohr25 abzweigt, das mit einem Absperrhahn26
versehen ist und zur Zentrifuge führt. Dieses Rohr 25 wird noch weiter unten
erwähnt. Ferner zweigt von dem Rohr 24 ein Rohr 27 ab, welches mit einem
Absperrhahn:z8 versehen ist und gegenüber der Abflußöffnung 16 in den Behälter
3 mündet. Das Rohr 24 endet in einem Krümmer -og mit Ab-
sperrhahn
30. Für gewöhnlich ist der Absperrhahn 26 geschlossen, und die Absperrhähne
28 und 30
sind gleichzeitig geöffnet. Das Rohr 29 ist so an den Behälter
angeschlossen, daß der Wasserstrahl nicht unmittelbar in die untere Öffnung des
Trichters 15, sondern gegen dessen äußere Wandung trifft, damit die Strömung in
dem Behälter von unten nach oben möglichst gleichmäßig und wirbelfrei vor sich geht.
Das von oben kommende Getreide trifft auf das von unten kommende Wasser. Steine
und sonstige schwere Teile sinken dabei nach unten und sammeln sich auf dem Abschlußorgan
5, durch das sie von Zeit zu Zeit entfernt werden können. Das Getreide fließt
zusammen mit dem Wasser bei 16 ab. Das durch das Rohr 27 eintretende Wasser treibt
die im Wasser schwimmenden Körner in Richtung nach der Abflußöffnung 16. Sollte
im Abfluß eine Störung eintreten, so wirkt die obere Öffnung 22 als Überlauf.
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Die Zentrifuge, welche in bekannter Weise auf Beinen 31 stehen kann,
hat einen Mantel 32 mit Luftschlitzen bei 33. Oben befindet sich ein
Boden 34, unten ein mit Durchbrechungen versehener Boden 35. Im Innern des
Mantels befindet sich ein mit feinen Rundlöchern verseh#ener, aus Stahlblech C'efertigter,
sich von unten nach oben schwach ver-#I..
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Jungender Kegel 36. In dem oberen Boden 34 und in dem unteren
Boden 35 ist eine Welle 37 mittels Radiallager 38 und Axiallager
39 gelagert. An ihrem oberen Ende trägt die Welle 37 eine Riemenscheibe
40, an deren Stelle auch ein anderes Antriebsmittel treten kann, beispielsweise
ein Elektromotor, ein Kegelradgetriebe od. dgl. Auf der Wellle 37 verkeilt
sind ein oberes Armkreuz 4, ein unteres Armkreuz 42 und die Nabe des Lüfters 43.
Auf den Außenkränzen des'cberen Armkreuzes 41 und des unteren Armkreuzes 42 sind
Winkelprofile _i4 in beliebiger, an sich bekannter Weise z. B. mittels Schrauben
befestigt. An mehreren gleichmäßig über die Länge eines jeden Profils verteilten
Stellen ist der freie Schenkel eines jeden Profils eingeschnitten, und die Schnittkanten
sind aufgebogen, wie Abb. 3 zeigt. Der Pfeil P gibt die Umlaufrichtung des
Profils an. Von der Peripherie des Außenkranzes des oberen Armkreuzes 41 zur Peripherie
der Nabe des unteren Armkreuzes 4:2 verläuft ein kegelförmiger Hohlkörper 46, dessen
abgestumpfte Spitze mit einem ringförmigen Futter 47 versehen ist. Von der Peripherie
des Außenkranzes des oberen Armkreuzes 41 nach oben zur Peripherie eines Stellringes
48 verläuft ein Hohlkörper 4,9, welcher ebenso wie 46 die Form eines abgestumpften
Kegels hat. Unterhalb des oberen Bodens 34 verläuft zwischen dem Mantel
32 und dem aus gelochtem Stahlblech bestehenden Konus 36 eine Ringleitung
So, welche an das obenerwähnte Rohr 25 angeschlossen und mit Sprühdüsen 51
versehen
ist. Letztere sind so gerichtet, daß ihre Strahlen den
gelochten Stahlblechkonus treffen.
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Unterhalb des unteren Bodens 35, -welcher Abflußlöcher53 hat,
ist in einigem Abstand ein aus Drahtgeflecht gefertigter Korb 52, angeordnet.
Letzterer ist leicht abnehmbar aufgehängt, beispielsweise an einem Scharnier mit
herausziehbarem Bolzen 54 und mittels eines Auslegers 55 an einer mit einer
Flügelmutter versehenen Stange 56.
Letztere ist in einem Winkelstück
57 geführt und wird von einer Feder 58 nach oben gedrückt. Wird der
Korb 5:2 infolge einer Betriebsstörung plötzlich gefüllt, so zieht sein Gewicht
die Stange 56 entgegen dem Druck der Feder 59 nach unten, ein am oberen
Ende der Stange 56 befestigtes Kontaktstück 59 berührt ein feststehendes
Kontaktstück 6o, und ein Stromkreis 61-6,:2 wird geschlossen, wo-
durch ein
akustisches oder optisches Signal ausgelöst wird.
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63 ist der Abfluß für das getrocknete Getreide.