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DE920247C - Verfahren zur Herstellung von aliphatischen oder araliphatischen Dicarbonsaeuren oder deren Salzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von aliphatischen oder araliphatischen Dicarbonsaeuren oder deren Salzen

Info

Publication number
DE920247C
DE920247C DEB6956D DEB0006956D DE920247C DE 920247 C DE920247 C DE 920247C DE B6956 D DEB6956 D DE B6956D DE B0006956 D DEB0006956 D DE B0006956D DE 920247 C DE920247 C DE 920247C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
salts
aliphatic
dicarboxylic acids
preparation
lactone
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB6956D
Other languages
English (en)
Inventor
Rudolf Dr Baeumler
Gerhard Dr Graefinger
Hans Dr Haussmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEB6956D priority Critical patent/DE920247C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE920247C publication Critical patent/DE920247C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C323/00Thiols, sulfides, hydropolysulfides or polysulfides substituted by halogen, oxygen or nitrogen atoms, or by sulfur atoms not being part of thio groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von aliphatischen oder araliphatischen Dicarbonsäuren oder deren Salzen Es wurde gefunden, daß man wertvolle Dicarbonsäuren oder deren Salze erhält, wenn man Lactone oder solche lactonartige Verbindungen, die aromatische Reste enthalten, unter Ausschluß von Wasser in flüssiger Phase mit höchstens einer solchen Menge eines Alkalihydrosulfids erhitzt, die zur Aufspaltung der Hälfte der angewandten Menge Lacton ausreicht.
  • Geeignete Lactone bzw. lactonartige Verbindungen sind insbesondere solche von aliphatischen y-Oxycarbonsäuren, wie y-Butyro- oder y-Valerolacton, a-Methyl-y-butyrolacton, ferner 8-Valero-und 8-Caprolacton, Crotonlacton oder Oxymethylbutyrolacton sowie Phthalide, Hydrocumarine oder Cumarine.
  • Die Umsetzung verläuft im Falle der Verwendung von y-Butyrolacton nach dem folgenden Schema: Das Gemisch der Ausgangsstoffe wird erwärmt, bis die Umsetzung in Gang kommt; sie verläuft dann im allgemeinen unter Wärmeentwicklung zu Ende. Aus den erhaltenen Alkalisalzen kann man die Dicarbonsäuren durch Mineralsäuren in Freiheit setzen. Beispiel 72 Gewichtsteile zerkleinertes, nahezu wasserfreies Kaliumhydrosulfid werden in einem geräumigen Gefäß mit 86 Gewichtsteilen y-Butyrolacton am Rückflußkühler so lange auf i5o bis igo° erhitzt, bis eine Entwicklung von Schwefelwasserstoff einsetzt. Die Wärmezufuhr wird nun unterbrochen, und man läßt die unter Entweichen großer Mengen von Schwefelwasserstoff und unter Wärmeentwicklung verlaufende Umsetzung zu Ende gehen. Nach dem Erkalten löst man in ioo Gewichtsteilen Wasser, versetzt mit ioo Gewichtsteilen 5o°/oiger Schwefelsäure, so daß die Mischung gerade sauer gegen Kongo ist, saugt nach dem Erkalten vom abgeschiedenen Kaliumsulfat ab und nimmt die sich ölig aus dem Filtrat abscheidende Säure mit Äther auf. Nach Zusatz von Tierkohle entfernt man den Äther, und man erhält die Thiodibuttersäure in Form gelblicher Kristalle mit der Säurezahl 515 in g5o/oiger Reinheit. Nach dem Abdestillieren geringer Mengen von Nebenerzeugnissen unter io mm Hg-Druck bis zu einer Temperatur von i i9° oder durch Umkristallisieren aus Benzol erhält man zu schneeweißen Kristallen erstarrende Thiodibuttersäure mit einem Schmelzpunkt von etwa 9g° und der Säurezahl 535. Die Ausbeute beträgt 75 %.
  • Man kann das Umsetzungsgemisch auch in der Weise aufarbeiten, daß man nach dem Ansäuern mit Schwefelsäure und Neutralisieren des geringen Mineralsäureüberschusses mit Alkalilauge eindampft und den Rückstand mit einem geeigneten Lösungsmittel für die Thiodibuttersäure, z. B.-Aceton, extrahiert.
  • Man kann auch das Butyrolacton als Lösungsmittel in einem entsprechenden überschuß anwenden. Nach dem Abdestillieren des Äthers wird es durch Erhitzen unter vermindertem Druck entfernt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von aliphatischen oder araliphatischen Dicarbonsäuren oder deren Salzen, dadurch gekennzeichnet, daß man Lactone oder solche lactonartige Verbindungen, die aromatische Reste enthalten, unter Ausschluß von Wasser in flüssiger Phase mit höchstens einer solchen Menge eines AlkalihYdrosulfids erhitzt, die zur Aufspaltung der Hälfte der angewandten Menge Lacton ausreicht und die Dicarbonsäure gewünschtenfalls durch Mineralsäure in Freiheit setzt.
DEB6956D 1939-02-04 1939-02-04 Verfahren zur Herstellung von aliphatischen oder araliphatischen Dicarbonsaeuren oder deren Salzen Expired DE920247C (de)

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DE920247C true DE920247C (de) 1954-11-18

Family

ID=6955000

Family Applications (1)

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DEB6956D Expired DE920247C (de) 1939-02-04 1939-02-04 Verfahren zur Herstellung von aliphatischen oder araliphatischen Dicarbonsaeuren oder deren Salzen

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