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Vorrichtung zum ununterbrochenen Zuführen von aufgestapelten Blättern
oder Buchbestandteilen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum ununterbrochenen
Zuführen von aufgestapelten Blättern oder Buchbestandteilen, bei der die Blätter
oder Bestandteile von Stapelvorrichtungen entnommen und in registerhaltiger Zuordnung
zueinander vereinigt werden.
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Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Stapeln und ununterbrochenen
Zuführen von Blättern an eine bestimmte Stelle, von der aus sie weitergeleitet und
abgelegt werden. Die ununterhrochene Zuführung der Bestandteile wird durch Wiederauffüllen
der Stapel während des Betriebes erreicht.
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Entsprechend der Erfindung wird in der neuen Stapelvorrichtung für
Blätter oder Buchbestandteile die Kombination folgender Teile vorgesehen: eine Mehrzahl
von Tragevorrichtungen für die die Blätter oder Buchbestandteile tragenden Stapelplatten,
eine Vorrichtung zum aufeinanderfolgenden Aufwärtsbewegen aller Tragevorrichtungen,
eine Stapelplatte zum Tragen eines Stapels von Blättern oder Buchbestandteilen,
die von einer der Tragevorrichtungen erfaßt, mitsamt ihrem Stapel aufwärts bewegt
und von Hand in seitlicher Reich tung von ihrer Tragevorrichtung herunter und unter
dem Stapel hervorgezogen werden kann, eine zweite, unterhalb der ersten angeordnete
Stapelplatte zum Tragen eines zweiten, dem ersten entsprechenden Stapels von Blättern
oder Buchbestandteilen, die relativ zur ersten Stapelplatte schnell aufwärts bewegt
werden kann bis zu einer Stellung, in der die Oberseite ihres Stapels die
Unterseite
der oberen Stapelplatte berührt und somit unmittelbar und registerhaltig unter dem
oberen Stapel steht, wobei die untere Stapelplatte in dieser Stellung von einer
der genannten Tragevorrichtungen getragen wird, so daß nach seitlichem Herausziehen
der oberen Stapelplatte die beiden Stapel vereinigt sind und gemeinsam von der unteren
Stapelplatte aufwärts bewegt werden.
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Erfindungsgemäß ist in der Stapelvorrichtung eine von der ersten
Tragevorrichtung getrennte Tragevorrichtung zum Erfassen der unteren Stapelplatte
in ihrer untersten Stellung vorgesehen, in der das Aufsetzen des Stapels auf diese
zweite Stapelplatte vor ihrer schnellen Aufwärtsbewegung erfolgt.
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In der Stapelvorrichtung sind gemeinsame Führungsschienen für die
beiden auf den Stapelplatten stehenden Stapel vorgesehen, durch die der registerhaltige
Aufbau der beiden Stapel aufrechterhalten wird.
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Gemäß der Erfindung sind diese Führungsschienen sowie die Stapelvorrichtung
selbst mit Neigung nach rückwärts gelagert, so daß die Stapel von der Schwerkraft
gegen die Führungsschienen gedrückt werden.
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Erfindungsgemäß werden zum aufeinanderfolgenden Aufwärtsbewegen der
die Stapelplatten tragenden Tragevorrichtungen endlose Ketten verwendet.
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Beim Abheben einzelner Blätter oder Buchbestandteile von der Oberfläche
eines Stapels ist es im Interesse eines ungestörten Arbeitens der Abhebevorrichtung
wichtig, die Oberfläche des Stapels möglichst genau auf einer bestimmten Höhe zu
halten. Erfindungsgemäß wird deshalb in der Stapelvorrichtung eine von der Oberfläche
des Stapels geregelte Steuervorrichtung vorgesehen, welche die Hebevorrichtung zum
Aufwärtsbewegen der Stapel so steuert, daß deren Oberfläche während des Abhebens
aufeinanderfolgender Blätter oder Buchbestandteile auf einer vorher bestimmten Höhe
gehalten wird, so daß die Aufwärtsbewegung der zwei nach Herausziehen der oberen
Stapelplatte vereinigten Stapel durch die von der Oberkante des gesamten Stapels
geregelte Vorrichtung gesteuert wird.
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Zum Aufwärtsbewegen der Stapelplatten dient in der erfindungsgemäß
ausgebildeten Vorrichtung eine Mehrzahl von Tragevorrichtungen, die aus einer Mehrzahl
von Paaren von Tragestangen besteht, von denen die zu je einem Paar gehörenden Tragestangen
mit seitlichem Abstand voneinander angeordnet sind und von denen je ein Paar eine
Stapelplatte an ihren Kanten erfassen und sie mit ihrem Stapel aufwärts bewegen
kann.
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Zum Aufwärtsbewegen der Stapelplatten bzw. der Tragestangen dienen
wenigstens zwei endlose Ketten.
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Um bei dem seitlichen Herausziehen der oberen Stapelplatte zum Vereinigen
der beiden Stapel eine seitliche Verschiebung der Blätter des oberen Stapels zu
verhindern, sind an der Vorderseite des oberen Stapels anliegende Führungsstangen
vorgesehen. Diese Führungsstangen können zum Einstellen auf verschiedene Stapelbreiten
in seitlicher Richtung verschoben werden.
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Erfindungsgemäß ist wenigstens eine der an der Vorderseite des oberen
Teiles des oberen Stapels anliegenden Führungsstangen. die eine Verformung des Stapels
beim seitlichen Herausziehen der Stapelplatte verhindern, so gelagert, daß sie in
senkrechter Richtung verschoben werden kann, wenn sie in ihrer unteren Normalstellung
von der Stapelplatte erfaßt und mit dieser aufwärts über ihre untere Normalstellung
bewegt wird. Diese Möglichkeit der Aufwärtsbewegung gestattet es auch, Stapeln von
beliebigen kleineren Abmessungen, als sie die Stapelpiatte selbst aufweist, die
Führung durch derartige Führungsstangen zukommen zu lassen, ohne daß dadurch die
kontinuierliche Aufwärtsbewegung der Stapelplatte gestört wird.
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Um sowohl während der Aufwärtsbewegung als auch während des Abhebens
des jeweils oberen Blattes vom Stapel dessen genauen registerhaltigen Aufbau sicherzustellen,
ist erfindungsgemäß ein besonderes Glied vorgesehen, das auf die Oberfläche des
Stapels nahe seiner vorderen Kante aufliegt und das in. Übereinstimmung mit der
wechselnden Höhe der Stapeloberfläche aufwärts und abwärts bewegt werden kann und
das mit der an der Vorderseite des Stapels anliegenden senkrechten Führungsstange
verbunden ist.
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Gemäß der Erfindung besteht die Vorrichtung zum Tragen und Aufwärtsbewegen
der Stapelplatten aus einer Mehrzahl in senkrechter Richtung in Abständen voneinander
angeordneten Tragevorrichtungen, die abwechselnd zu Gruppen zusammengefaßt sind,
und zwar so, daß die eine Stapelplatte von der einen Gruppe von Tragevorrichtungen
und die andere Stapelplatte von der zweiten Gruppe von Tragevorrichtungen erfaßt
werden kann, so daß jede Stapelplatte, nachdem sie aus ihrer obersten Stellung herausgezogen
und unterhalb der anderen Stapelplatte wieder eingesetzt ist, jeweils von einer
anderen Tragevorrichtung der gleichen Gruppe erfaßt wird.
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Zum Aufwärtsbewegen der Tragevorrichtungen für die Stapelplatten
sind wenigstens zwei endlose Ketten vorgesehen, von denen die eine Kette die Tragevorrichtungen
der einen Gruppe und die andere Kette die Tragevorrichtungen der anderen Gruppe
betätigt.
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Um den auf der jeweils unteren Stapelplatte neu aufgesetzten Stapel
mit dem oberen Stapel zu vereimgen, ist erfindun,gslgemäß eine von dem Herausziehen-der
ersten Stapelplatte zu betätigende Vorrichtung zum relativ schnellen Aufwärtsbewegen
der zweiten (unteren) Stapelplatte in diejenige obere Lage vorgesehen, in der die
Oberseite ihres Stapels die Unterseite der ersten (oberen) Stapelplatte berührt.
Erfindungsgemäß umfaßt diese Vorrichtung zum Bewegen der zweiten oder anfänglich
unteren Stapelplatte zwei von Hand und vor dem Herausziehen der oberen Stapelplatte
zu tätigende Vorrichtungen, mit denen die Trage-
vorrichtungen je
einer Gruppe relativ schnell zu denjenigen der anderen Gruppe bewegt werden können,
um die anfänglich untere Stapelplatte zu der jeweils oberen Platte hin zu bewegen.
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Erfindungsgemäß wird diese gegenseitige Bewegung der Stapel mittels
einer entsprechenden Bewegung der endlosen Ketten bewirkt, und zwar durch eine Vorrichtung,
mit der die mit einer Gruppe von Tragevorrichtungen verbundene Kette unabhängig
von der mit der anderen Gruppe von Tragevorrichtungen verbundenen Kette bewegt werden
kann, um die anfänglich untere Platte relativ zu der jeweils oberen Platte zu bewegen.
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Im einzelnen besteht nach der Erfindung jede Gruppe von Tragevorrichtungen
aus im Abstand voneinander angeordneten Paaren von Tragestangen zum Erfassen der
Seitenkanten der Stapelplatten. Dementsprechend sind neben gegenüberliegenden Seiten
der Bahn der Stapelplatten ein oder mehrere Paare von angetriebenen endlosen Ketten
angeordnet, die zur gemeinsamen Bewegung miteinander verbunden sind und welche die
Paare von Tragestangen innerhalb einer Gruppe in Bewegung setzen, und erfindung&gemäß
&ind außerdem besondere von Hand zu betätigende Mittel vorgesehen, mit denen
die mit der einen Gruppe von Tragevorrichtungen verbundene Kette relativ zu der
anderen bewegt werden kann, so daß dementsprechend die anfänglich untere Stapelplatte
aufwärts und relativ zu der anfänglich oberen Stapelplatte hin bewegt werden kann.
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Erfindungsgemäß sind neben gegenüberliegenden Seiten der Stapelplatten
Paare von Ketten gelagert, die paarweise jeder Gruppe von Tragevorrichtungen zugeordnet
und durch Querstangen miteinander verbunden sind, welche die eigentliche Tragevorrichtung
für die Stapelplatten bilden.
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Die Bewegung der Stapel erfolgt erfindungsgemäß durch eine von Kraft
betätigte Antriebsvorrichtung für die Paare von Kettenpaaren jeder Gruppe von Tragevorrichtungen,
die ein Glied bzw. eine Gruppe zusammenwirkender Glieder zum unabhängigen Bewegen
einer Kette bzw. einer Gruppe zusammengehörender Ketten relativ zu der anderen Kette
bzw. zu der anderen Gruppe zusammengehörender Ketten enthält. Erfindungsgemäß ist
die von Hand zu betätigende Vorrichtung zum Bewegen der Tragevorrichtungen antriebsmäßig
mit dem Glied bzw. mit der Gruppe von Gliedern zur unabhängigen Bewegung der Ketten
jeder Gruppe von Ketten verbunden und umfaßt je ein Hand rad.
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Die Antriebsvorrichtung, mit deren Hilfe die Stapeloberfläche während
des Abhebens der Blätter auf gleicher Höhe gehalten wird, enthält für die Bewegung
jedes Stapels je eine Ratsche und eine von der Antriebskraft bewegte Klinke zum
Drehen der Ratsche, die ihrerseits die Ketten bzw. Kettenpaare in Bewegung zu setzen
hat, wobei die Ratsche außerdem noch mittels des Handrades bedient werden kann.
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Die an den endlosen Ketten sitzenden Tragevorrichtungen gehören jeweils
abwechselnd einer gemeinsamen Gruppe an, und somit wird auch die jeweils untere
Stapelplatte abwechselnd einmal zu der einen und zu der anderen Gruppe von Tragevorrichtungen
gehören. Infolgedessen muß zum schnellen Aufwärtsbewegen der jeweils unteren Stapelplatte
zum Vereinigen ihres Stapels mit dem oberen Stapel einmal das eine und das nächste
Mal das andere Handrad gedreht werden. Um einen Irrtum über das jeweils zu betätigende
Handrad auszuschließen, werden die beiden Stapelplatten durch eine unterschiedliche
Markierung gekennzeichnet, die mit einer gleichen unterschiedlichen Markierung der
von Hand zu betätigenden Vorrichtungen zum schnellen Aufwärtsbewegen der unteren
Stapelplatte übereinstimmt, und zwar in solcher Weise, daß sie dem Arbeiter an der
Maschine anzeigt, welche der beiden von Hand zu betätigenden Vorrichtungen gerade
zu bedienen ist, um die jeweils untere Stapelplatte in Bewegung zu setzen.
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In der Zeichnung ist eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
dargestellt, es können jedoch verschiedene Abänderungen der dargestellten Konstruktion
vorgenommen werden. Das Ausführungsbeispiel hat nicht den Zweck, den Umfang der
Erfindung irgendwie zu begrenzen.
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Die Zeichnungen stellen im einzelnen dar Fig. 1 die Vorderansicht
der erfindungsgemäß ausgebildeten Maschine, in der die Darstellung verschiedener
Teile, insbesondere die im Innern in Längsrichtung verlaufenden Wellen und mit diesen
verbundene Teile, weggelassenzsind, Fig. 2 die Seitenansicht von rechts der Fig.
I, in der verschiedene Einzelheiten der Stapelvorrichtung weggelassen sind, Fig.
3 die Seitenansicht links der Fig. I, bei der verschiedene Einzelheiten der Stapelvorrichtung
weggelassen sind, Fig. 4 die Vorderansicht der rechten Stapelvorrichtung der Fig.
I, in Richtung der Pfeile 4, 4 in Fig. 2, im vergrößerten Maßstab, Fig. 5 einen
Teil eines Schnittes längs der Linie 5-5 der Fig. 4, Fig. 6 einen Teil eines Querschnittes
längs der Linie 6-6 der Fig. 4, wobei jedoch die verschiedenen Teile in einer anderen
Stellung gezeigt sind, Fig. 7 eine teilweise Draufsicht auf die Stapelvorrichtung
nach der Fig. 4, in Richtung der Pfeile 7, 7 der Fig. 2, im vergrößerten Maßstab,
Fig. 8 einen Teil eines waagerechten Schnittes längs der Linie 8-8 der Fig. 5, Fig.
g einen Teil eines senkrechten Querschnittes längs der Linie 9-9 der Fig. 4, Fig.
10 eine Teilansicht der Vorderseite der Antriebs- und Steuervorrichtung für den
in den Fig. 4 und 7 dargestellten Stapel im vergrößerten Maßstab, Fig. II einen
Teil eines senkrechten Querschnittes längs der Linie 11-11 der Fig. I, jedoch unter
Weglassung verschiedener Teile.
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Allgemeiner Aufbau Unter Bezugnahme auf die Fig. I, 2, 3 besteht
die Maschine aus einer Grundplatte I0, auf der das Hauptrahmenwerk errichtet ist,
das in verschiede-
ner Weise ausgestaltet sein kann, nach dem Ausführungsbeispiel
vorzugsweise aus drei senkrechten Querplatten I2, 14 und I6 besteht, die in Längsrichtung
in gewissem Abstand voneinander angeordnet und durch Längsstangen I8, 20, 22 und
23 miteinander verbunden sind. Die Maschine umfaßt eine Mehrzahl von Stapelvorrichtungen,
deren Anzahl verschieden sein kann; im allgemeinen sind zwei ausreichend und mit
24 und 26 bezeichnet.
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Diese Stapelvorrichtungen können vollkommen gleich ausgeführt sein,
und so sind sie auch dargestellt. Jede Stapelvorrichtung kann einen Stapel von Lagen,
Vorsatzblättern oder anderen Buchbestandteilen aufnehmen. So kann z. B. in der in
Fig. I rechten Stapelvorrichtung 24 ein Stapel von Lagen stehen und in der linken
Stapelvorrichtung 26 ein soIcher von gefalteten Vorsatzblättern, die mit den Lagen
vereinigt werden sollen. Der Ausdruck »Buchbestandteil« wird in der Beschreibung
und den Ansprüchen als allgemeine Gattungsbezeichnung gebraucht und umschließt sowohl
einzelne Buchlagen als auch gefaltete Vorsatzblätter oder andere ähnliche Bestandteile
von Büchern.
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Die Bezeichnungen »Lagen« und »Vorsatzblätter « werden auch nur zur
Erleichterung des Verständnisses verwendet, aber selbstverständlich soll dadurch
die Erfindung in keiner Weise etwa beschränkt werden auf die Verarbeitung von »Lagen«
und »Vorsatzblättern«. Es kann z. B. die Erfindung auch verwendet werden zum Ankleben
von Karten, Tafeln oder anderen Bucheinlagen an die einzelnen, aus gefalteten Druckbogen
gebildeten Lagen.
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Jede dieser Stapelvorrichtungen ist vorzugsweise ausgestattet mit
besonderen Mitteln, die dazu dienen, die Oberfläche des Stapels im wesentlichen
auf der gleichen, vorher bestimmten Höhe zu halten, so daß an der Rückseite des
Stapels einzelne Stücke nacheinander leicht herausgezogen werden können Vorzugsweise
ist jede der Stapelvorrichtungen 24 und 26 um einen bestimmten Winkel nach rückwärts
geneigt, einmal, um eine gleichmäßige Lagerung des Stapels zu sichern, und andererseits,
um die Entnahme aufeinan,derfolgender Stücke von der Oberseite jedes Stapels zu
erleichtern. Insofern jede Stapelvorrichtung die Entnahme einzelner Stücke von der
Oberseite des Stapels gestattet, ist auch die Maschine geeignet zur Verarbeitung
sehr verschiedenartiger Buchbestandteile, z. B. auch von ungefalteten einzelnen
Blättern. Wenn dagegen jede Stapelvorrichtung von der Art ist, bei der die einzelnen
Stücke von der Unterseite des Stapels entnommen werden, so ist die Maschine nicht
geeignet zur Verarbeitung einzelner Blätter.
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Mit jeder Stapelvorrichtung sind zwei ähnliche Vorrichtungen zum
aufeinanderfolgenden Entnehmen einzelner Stücke von der Oberfläche der Stapel und
zum vorzugsweise Rückwärts- und Abwärtsführen der entnommenen Stücke verbunden.
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Jede Überführungsvorrichtung umfaßt eine im allgemeinen mit 32 bezeichnete
Vorrichtung zum Erfassen und Festhalten eines Buchbestandteiles an der Oberseite
des zugehörigen Stapels, die während je eines Umlaufes der Maschine auf einer vorzugsweise
sich nach hinten und von der Oberseite des Stapels aus nach abwärts erstreckenden
Bahn hin und her bewegt werden kann. Die von dieser Vorrichtung von der Oberseite
der Stapel abgenommenen Buchbestandteile werden auf entsprechenden, in verschiedenen
Höhen angeordneten Ablagen 34 und 36 niedergelegt. Die Anzahl der Ablagen entspricht
der Anzahl der Stapelvorrichtungen, und wenn zwei Stapelvorrichtungen vorgesehen
sind, so sind auch zwei Ablagen 34 und 36 zugeordnet, nämlich eine obere Ablage
36, die viel kürzer ist als die untere Ablage 34. Der auf der oberen kürzeren Ablage
36 abgelegte Buchbestand teil (bzw. das Blatt) wird von da aus mittels einer Bewegungsvorrichtung
38, die aus einer endlosen Kette mit daran sitzenden, an der hinteren Kante der
Buchbestandteile angreifenden Stiften besteht, erfaßt und nach dem linken Ende der
Ablage weiterbewegt. Bei dieser Bewegung wird nun auch der auf der unteren Ablage
36 liegende Bestandteil erfaßt. Die beiden registerhaltig einander gegenüberstehenden
Bestandteile werden nun unter Aufrechterhaltung ihrer gegenseitigen Lage gemeinsam
weiterbewegt, wobei der auf der oberen Ablage liegende Bestandteil über das Ende
seiner Ablage hinausgleitet und unmittelbar auf den anderen Bestandteil zu liegen
kommt, mit dem er somit registerhaltig vereinigt ist.
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Ist hierbei einer der beiden Bestandteile mit Leim bestrichen, so
haften sie nun im Bereich des Leimauftrages aneinander. Die zusammengefügten Bestandteile
können noch gepreßt werden, um das Aneinanderhaften im Bereiche des Leimauftrages
zu verbessern, worauf die zusammengefügten und geleimten Bestandteile auf ein Transportband
40 auf der linken Seite gelangen, das sie nach dem vorderen Ende der Maschine bringt.
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In geeigneten Lagern des Hauptgestells ist eine längs verlaufende
Antriebswelle 42 mit der Riemenscheibe 44 gelagert. Ein Riemen 46 läuft über die
Scheibe 44 und auch über die Riemenscheibe 48 des Motors 50. Die Riemenscheibe 44
ist drehbar auf der Welle 42 gelagert und kann mit dieser mittels einer vom Handhebel
54 oder Fußhebel 56 zu bedienenden Kupplung 52 fest verbunden werden.
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Auf der Antriebswelle 42 sitzt ein Zahnrad 58, das in das Leerlaufrad
60 eingreift, welches seinerseits mit dem Zahnrad 62 der Hauptwelle 64 im Eingriff
steht. Die Hauptantriebswelle läuft in geeigneten Lagern des Hauptgestells. Die
zeitliche Zuordnung der Bewegungen ist so eingestellt, daß die Welle 6q eine Umdrehung
macht für einen Arbeitsgang der Maschine. Auf der Welle 42 kann ein Handrad 65 vorgesehen
werden, um die Maschine während des Aufbauens und Einrichtens in Bewegung zu setzen.
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Die Stapelvorrichtungen Wie bereits erwähnt, werden von der Oberseite
der Stapel A der beiden Stapelvorrichtungen 24 und 26 fortlaufend Stücke entnommen,
so daß die Höhe der Stapel zum Absinken neigt, die aber durch eine weitere und noch
zu beschreibende
Vorrichtung von Zeit zu Zeit wieder auf ihre ursprüngliche
Höhe gebracht werden. Eines der wichtigsten Kennzeichen der Erfindung ist eine Vorrichtung
zum gelegenilichen Wiederauffüllen der Stapel ohne Betriebsunterbrechung.
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Die Stapelvorrichtung umfaßt eine Vielzahl von Tragevorrichtungen
sowie Mittel, um diese nacheinander aufwärts zu führen, wobei diese Mittel zum Bewegen
vorzugsweise aus von Niaschinenkraft angetriebenen endlosen Ketten hestehen. Zwei
ähnlich gebaute Stapelhalteplatten sind vorgesehen. die übereinandergelelgt und
auswe chsebar sind.
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Jede dieser Platten kann von der Bewegungsvorrichtung erfaßt und von
ihr aufwärts geführt werden. Beim Ausführungsbeispiel sind zwei Stapel von Blättern
oder Buchbestandteilen auf den entsprechenden Platten gelagert. Geeignete Mittel
sind zum Abheben aufeinanderfolgender Blätter oder Bestandteile von der Oberseite
des Stapels vorgesehen, und die Mittel zum Bewegen der Trägervorrichtung werden
selbsttätig so gesteuert, daß die Oberseite des oberen Stapels im wesentlichen auf
der gleichen vorher bestimmten Höhe gehalten wird. Wenn der obere Stapel teilweise
abgetragen ist, so wird die untere Platte, die den unteren Stapel trägt, verhältnismäßig
schnell nach oben bewegt, und zwar so weit, bis die Oberseite des unteren Stapels
mit der Unterseite der oberen Platte in Berührung kommt. In dieser Stellung ist
die untere Platte in Berührung mit einer der Tragevorrichtungen, und die obere Platte
wird dann in Ouerrichtung von ihrer Tragevorrichtung und unter ihrem Stapel herausgezogen.
Die beiden Stapel sind dann vereinigt und werden daraufhin gemeinsam durch die untere
Platte aufwärts bewegt. Die bisher obere Platte wird nun unter die den Stapel tragende
Platte gelegt, wo sie von einer anderen, nach oben laufenden Tragevorrichtung erfaßt
wird. Ein anderer Stapel wird nun auf die ursprünglich obere und nunmehr untere
Platte gelegt, worauf sich der Vorgang wiederholt.
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Vorzugsweise besteht jede Tragevorrichtung aus einem Paar im Abstand
voneinander angeordneter eigentlicher Träger, die mit den Seitenkanten der Platten
zum Eingriff kommen können, und diese Träger können leicht durch ein Paar miteinander
in Verbindung stehender und mit einem Kraftantrieb ausgestatteter endloser Ketten
bewegt werden. Die verschiedenen Vorrichtungen zum Tragen oder die Paare von eigentlichen
Trägern werden vorzugsweise in Gruppen angeordnet, wobei die zu einer Gruppe gehörigen
mit den zur anderen Gruppe gehörigen abwechseln. Wenn zum Bewegen der Trägerpaare
Ketten verwendet werden, so sind die zu einer Gruppe gehörigen Träger mit einem
Kettenpaar, die zu einer anderen Trägergruppe gehörenden mit einem anderen Kettenpaar
verbunden. Jedes Paar von Ketten kann dem anderen relativ vorauseilen, um eine Bewegung
der mit ihnen verbundenen Träger herbeizufüren und um dadurch die untere Platte
mitsamt ihrem Stapel aufwärts zu bewegen. Wenn die obere Platte aus ihrem Trägerpaar
herausgenommen wird, so wird sie mit einem anderen Trägerpaar derselben Gruppe verbunden.
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Die beiden Stapelvorrichtungen 24 und 26 können in ihrer Bauweise
völlig übereinstimmen, so daß eine ins einzelne gehende Beschreibung der einen ausreichend
ist. Der Beschreibung wird hierbei die Stapelvorrichtung 24 auf der rechten Seite
der Fig. 1 zugrunde gelegt. Die Stapelvorrichtungen sind vorzugsweise geneigt aufgestellt;
eine solche Aufstellung ist jedoch nicht in allen Fällen erforderlich. Deshalb werden
auch Ausdrücke wie »senkrecht« und »waagerecht« der Einfachheit halber auch für
geneigte Teile verwendet.
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Bei der ins einzelne gehenden Beschreibung einer Stapelvorrichtung
wird besonders auf die Fig. 4 bis g verwiesen. Jede Stapelvorrichtung besteht aus
zwei Rahmen 66 und 68, die an den Längsstangen I8 und 20 des Hauptgestells befestigt
sind. Nahe dem unteren und dem oberen Ende des Rahmenteils 66 sind zwei Querwellen
70 und 72 gelagert.
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Auf der oberen Welle 70 sind in Abständen voneinander vier ähnliche
Kettenräder 74, 76, 78 und 8o befestigt. Auf der unteren Welle 72 sind in gleichen
Abständen vier Kettenräder 82, 8ß, 86 und 88 gelagert, wie es in Fig. 5 gezeigt
ist. Über die einander entsprechenden Paare von Kettenrädern 74 und 82, 76 und 84,
78 und 86 sowie 8o und 88 laufen die endlosen Ketten go, 92, 94 und 96. Wie in Fig.
g dargestellt ist, kann die Welle 72 absatzweise im Uhrzeigersinne gedreht werden
mit Hilfe des an ihrem hinteren Ende sitzenden Kegelrades 98, das in ein auf der
Längswelle -I02 sitzendes Kegelrad 100 eingreift. Die Welle 102 wird von einem am
Rahmen 66 befestigten Träger 104 gehalten. Die Welle 102 trägt ein Zahnrad Io6 (Fig.
5 und 8), in das ein auf der sich nach vorn erstreckenden Welle 110 sitzendes Schneckenrad
I08 eingreift. Die Welle 110 wird abschnittsweise gedreht durch eine nun zu beschreibende
Vorrichtung, und es ist daraus zu ersehen, daß eine abschnittsweise Drehung der
Welle 110 auch eine abschnittsweise Drehung der Welle 72 hervorruft. Zwei der Kettenräder
82, 84, 86 und 88,so z. B. die Kettenräder 82 und 86, sind mit der Welle 72 fest
verbunden, und somit erzeugt eine abschnittsweise Bewegung der Welle 72 auch eine
abschnittsweise Bewegung der entsprechenden Ketten go und 94.
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Unmittelbar über der Welle 72 ist in dem Rahmenglied 66 eine Welle
112 drehbar gelagert. Wie in Fig. g dargestellt ist, kann die Welle 112 entgegen.
dem Uhrzeigersinne und abschnittsweise gedreht werden mittels des an ihrem hinteren
Ende sitzenden Kegelrades II4, das in ein auf der Längswelle 1 I8 sitzendes Kegelrad
1 t6 eingreift. Die Welle 118 ist ebenfalls in dem Träger 104 gelagert.
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Die Welle 1 I8 trägt ein Schneckenrad 120 (Fig. 5 und 8), in das ein
Schneckenrad I22 eingreift, welches auf dem hinteren Ende der waagerechten Querwelle
124 sitzt, die sich bis zur Vorderseite der Maschine erstreckt. Die Querwelle 124
wird abschnittsweise gedreht, und zwar derart, daß das abschnittsweise Drehen der
Ouerwelle 124 eine abschnittsweise Umdrehung der Welle 112 bewirkt.
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Die Kettenräder 84 und 88 sind hierzu nicht fest mit der Welle 72
verbunden, sondern drehbar darauf gelagert. Mit den Kettenrädern 84 und 88 sind
Zahnräder I26 bzw. I28 verbunden, die in auf der Welle II2 festsitzende Zahnräder
I30 bzw. I32 eingreifen. Wenn die Welle 112 abschnittsweise gedreht wird, so werden
die Kettenräder 84 und 88 und die auf ihnen laufenden Ketten 92 und 96 ebenfalls
abschnittsweise in derselben Richtung gedreht wie die Ketten go und 94. Jedoch bewegen
sich die zwei Ketten 92 und 96 notwendigerweise nicht immer gemeinsam mit den Ketten
go und 94, und da die entsprechenden Paare von Ketten durch die Wellen I24 und 110
angetrieben werden, so können sie auch unabhängig voneinander bewegt werden, wie
aus dem folgenden hervorgeht.
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In dem Rahmen 68 sind weitere Querwellen 134, I36 und I38 gelagert,
die den Querwellen 70, 72 und II2 entsprechen. Auf den Querwellen I34 und I36 sitzen
weitere Kettenräder, deren Bauart und Verhältnis zu der Welle den auf den Wellen
70 und 72 sitzenden Kettenrädern entsprechen. Das untere innere Kettenrad ist in
Fig. 8 dargestellt und mit I40 bezeichnet. Eines der Zahnräder zum Antrieb des Kettenrades
I40 ist in der Fig. 8 dargestellt und mit I42 bezeichnet. Diese verschiedenen Kettenräder
sind in ähnlicher Weise angeordnet und angetrieben wie diejenigen auf den Wellen
70 und 72. Auf den Kettenrädern laufen Ketten I44, 146, 148 und 150, die den Ketten
go, 92, 94 und 96 entsprechen. Die Ketten I44 und 148 bewegen sich im Gleichlauf
mit der Drehung der Welle I36, und die Ketten I46 und I50 bewegen sich im Gleichlauf
mit der Drehung der Welle I38. Die Welle 138 wird im Gleichlauf mit der Welle 112,
aber in entgegengesetzter Richtung abschnittsweise gedreht.
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Hierzu ist die Welle II8 nach links verlängert, wie aus Fig. 8 zu
ersehen ist, wo sie nahe ihres linken Endes durch einen am Rahmen 68 befestigten
Träger 151 getragen wird. Am linken Ende der Welle 118 sitzt ein Kegelrad I52, welches
in ein am hinteren Ende der Welle 138 sitzendes Kegelrad I53 eingreift. Die Welle
I36 wird in ähnlicher Weise gemeinsam mit der Welle 72, aber in entgegengesetzter
Richtung angetrieben. Hierzu ist die Welle 102 ebenfalls nach links verlängert und
nahe ihres linken Endes in dem Träger 151 gelagert. Der linke Teil der Welle 102
liegt, wie in Fig. 8 zu sehen ist, unmittelbar unter der Welle 118 und ist deshalb
nicht sichtbar. Die Welle 102 ist an ihrem linken Ende mit dem rückwärtigen Ende
der Welle I36 durch Zahnräder verbunden, die den Zahnrädern 152 und I53 entsprechen.
Die Zahnräder zum Verbinden der Wellen 102 und 136 liegen, wie aus Fig. 8 zu ersehen
ist, unmittelbar unter den Kegelrädern 152 und I53 und sind deshalb nicht sichtbar.
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Jede der untereinander verbundenen Ketten, 144, 94 und 148 trägt
eine Anzahl in gleichen Abständen voneinander angeordneter Laschen 154, I54 und,
wie man in Fig. 4 sieht, sitzen zwei derartige Laschen auf jeder Kette. Diese Laschen
sind so angeordnet, daß sich vier von ihnen, die zu einem Satz gehören, jeweils
in gleicher Höhenlage befinden und daß die vier anderen, einen anderen Satz bildenden
Laschen auch wieder immer auf gleicher Höhe sind. Vorzugsweise werden je zwei der
Laschen 154, 154 auf jeder Seite durch quer verlaufende Trägerstangen 156 miteinander
verbunden. Die Trägerstangen 156, 156 je eines Paares liegen in derselben Höhe und
bilden zusammen eine Tragevorrichtung für die Stapelplatten.
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Jede der miteinander verbundenen Ketten 92, I46, 96 und I50 trägt
außerdem noch eine Anzahl in gleichen Abständen voneinander angeordneter Laschen
I58, I58 ähnlich den Laschen I54, 154.
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Die Zahl der Laschen 158, 158 ist gleich der Zahl der Laschen I54,
I54 auf den anderen Ketten. Die Laschen I58, I58 sind so angeordnet, daß je vier
von ihnen einen Satz bilden und sich immer auf gleicher Höhe befinden, und das gleiche
gilt für einen weiteren Satz von vier Laschen. Je zwei Laschen I58, I58 auf jeder
Seite sind ebenfalls durch quer verlaufende Trägerstäbe I60 miteinander verbunden.
Die Trägerstäbe I60, I60 je eines Paares liegen auf derselben Höhe, und diese zwei
Träger bilden auch wieder eine Tragevorrichtung für die Stapelplatten.
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Die Trägerstangen 156, 156 bilden für sich eine Gruppe, und die Trägerstäbe
I60, I60 bilden eine andere. Die Träger in den zwei Gruppen sind abwechselnd angeordnet.
Die beiden Gruppen können hinsichtlich ihrer gegenseitigen Höhenlage in folgender
Weise verändert werden: Es sind zwei Stapeltrageplatten I62 und I63 vorgesehen,
von denen die eine auf dem von dem einen Satz miteinander verbundener Ketten ruhenden
Trägerpaar 156, 156 getragen, die andere von dem auf den anderen miteinander verbundenen
Ketten ruhenden Trägerpaar I60, I60 getragen werden kann. Hierbei werden normalerweise
alle Ketten gemeinsam bewegt, und wenn bei dieser Bewegung beide Stapeltrageplatten
von je einem Paar von Trägern gehalten werden, so bewegen sich beide Trägerplatten
gemeinsam aufwärts. In ihren oberen Stellungen können die Trageplatten von Hand
nach vorn herausgenommen werden.
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Vorzugsweise hat jede Stapeltrageplatte I62 und I63 eine seitlich
angeordnete Verstärkungsstange 164, 164 an ihrer Unterseite. Jede Platte hat einen
abwärts gerichteten Vorsprung I66 an der Vorderseite, der als Handgriff beim Herausnehmen
dient.
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Die Fig. 4 zeigt einen auf der oberen Stapeltrageplatte I62 aufgesetzten
Stapel A von Buchbestandteilen. Die Platte wird von einem Paar Trägerstangen 156,
156 auf den miteinander verbundenen Ketten go, 94, I44 und I48 getragen. Ein weiterer
Stapel B entsprechender Buchbestandteile ruht auf der unteren Platte 163, die von
einem Paar Trägerstangen I60, I60 auf den miteinander verbundenen Ketten 92, 96,
I46 und I50 gehalten wird.
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Diese Stapel A und B liegen mit ihren hinteren Seiten an rückwärts
geneigten Führungsschienen I68 und I70, die von den in Längsrichtung verlaufenden
Stangen 18 und 20 gehalten werden.
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Vorzugsweise hat die Führungsschiene I68 einen nach vorn gerichteten
Flansch, an dem das entsprechende Ende des Stapels anliegt. Die Abwärtsneigung der
Stapelplatten I62 und I63 und die Rückwärtsneigung der Führungsschienen 168 und
I70 sollen eine Verformung der StapelA und B verhindern, indem die Schwerkraft den
Stapel nach rückwärts zieht. Die Führungsschienen 168 und I70 sind vorzugsweise
in Längsrichtung der Stangen I8 und 20 verstellbar zum Anpassen an Stapel verschiedener
Länge.
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Mit Hilfe einer weiteren Vorrichtung werden die Bewegungen der Ketten
und der Trägerstangen jeder Stapelvorrichtung so eingestellt, daß die Oberseite
des Stapels A im wesentlichen immer auf einer vorbestimmten Höhe gehalten wird,
die nur wenig unter dem oberen Ende der Führungsschienen I68 und I70 liegt. Vorzugsweise
wird hierzu eine besondere Vorrichtung zum Halten des Stapels an seiner vorderen
oberen Seite vorgesehen, um jede mögliche Aufwärts- und Vorwärtsverschiebung der
den oberen Teil des Stapels bildenden Buchbestandteile zu vermeiden und um einen
anderen, noch zu beschreibenden Zweck zu erfüllen.
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Die oberen Teile der Rahmen 66 und 68 tragen quer verlaufende Schienen
172, 172, in denen T-förmige Schlitze angeordnet sind. Längs der Schienen sind Blöcke
I74, I74 verschiebbar angeordnet, die mittels durch die T-förmigen Schlitze durchtretender
Kopfbolzen I76, I76 in ihren Einstellungen gehalten werden. Auf den Blöcken I74,
I74 sind um die Achsen I79, I79 schwenkbare Hebel I78, I78 gelagert. Die Hebel 178,
178 erstrecken sich abwärts und nach innen und tragen jeder an ihrem unteren Ende
normalerweise waagerecht verlaufende, mit Längsschlitzen versehene Stangen I80,
I80. Auf den Stangen I80, I80 sitzen in Längsrichtung verstellbare Blöcke 182, 182,
die durch Bolzen 184, 184 in ihrer Einstellung gehalten werden. Jeder Block I82
trägt ein nach rückwärts gerichtetes, vorzugsweise zylinderförmiges Glied 186, das
so gelagert ist, daß es auf der Oberseite des Stapels A aufliegt.
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Durch jedes Glied86 tritt eine Stange 188 hindurch, die so gelagert
ist, daß sie das obere Ende der Vorderseite des Stapels A berührt. Jede Stange I88
hat, wie aus Fig. 6 zu ersehen ist, einen Längsschlitz und eine durch den Schlitz
hindurchtretende Schraube 190. Die Stange I88 ist in Längsrichtung und nach Maßgabe
der Schlitzlänge verstellbar.
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Im allgemeinen befindet sich jede Stange I88 in der in Fig. 6 gezeigten
Stellung, aber sie wird aus dieser Stellung heraus und im Verhältnis zu dem zugehörigen
Glied 186 aufwärts bewegt, wenn sie von einer der beiden Stapelplatten 162 oder
I63 erfaßt wird.
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Die beiden zylindrischen Glieder I86, I86 ruhen auf der Oberfläche
des Stapels A und sind in senkrechter Richtung beweglich, indem sie kleineren Änderungen
in der Höhenlage der Oberfläche des Stapels folgen. Sie drücken auf die Oberfläche
des Stapels nahe dessen Vorderkante und setzen dem Herausziehen des nächstfolgenden
Buchbestandteiles Reibungswiderstand entgegen. Die Stangen ISS, I88 verhindern jedeVorwärtsverschiebung
des oberen Teiles des Stapels A.
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Es ist ersichtlich, daß vermittels der Blöcke 174, I74 die Glieder
I86, 186 und die Stangen I88, I88 vorwärts und rückwärts, je nach der Breite des
Stapels A, verstellt werden können. Die Glieder r86, I86 und die Stangen I88, 188
können außerdem in Längsrichtung der Stangen I80, 180 in Abhängigkeit von der Länge
des Stapels verstellt werden, Steuerung der Stapelvorrichtung Zum Steuern der beiden
Stapelvorrichtungen sind zwei besondere Steuervorrichtungen vorgesehen, von denen
die auf der rechten Seite der Fig. I für die Stapejvorrichtunig 24 be!sltimmt und
im einzelnen in den Fig. 10 und II dargestellt ist.
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Die Steuervorrichtung ruht auf einer Platte 192, die an der linken
Seite der benachbarten quer verlaufenden Rahmenplatte durch die Schrauben 193, beispielsweise
an der Rahmenpiatte I2, befestigt ist.
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Die Wellen 110 und I24 erstrecken sich durch die Platte I92 und die
darin angeordneten Lager. An den vorderen Enden der Wellen 110 und 124 sitzen Handräder
I94 und I96, die in Fig. 10 instrichpunktierten Linien dargestellt sind.
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Auf der Welle 110 sitzt neben der Platte I92 eine Ratsche 197. Auf
der Welle 110 sitzt weiter ein Hebel 198, der eine von einer Feder angepreßte, in
die Ratsche I97 eingreifende Klinke I99 trägt.
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Eine Feder 200 sucht dem Hebel I98 eine Bewegung entgegen dem Uhrzeigersinn
zu erteilen, die durch einen als Schraube ausgebildeten Anschlag 20I begrenzt wird.
Auf der Welle I24 neben der Platte I92 sitzt eine Ratsche 202. Auf der Welle I24
sitzt außerdem ein Schwinghebel 203, der eine unter Federdruck stehende, in die
Ratsche 202 eingreifende Klinke 204 trägt. Die zwei Schwinghebel 198 und 203 tragen
abwärts gerichtete Hebel, die durch die Schubstange 205 verbunden sind. Es ist ersichtlich,
daß die beiden Schwinghebel 198 und 203 gemeinsam bewegt werden können und daß bei
Bewegung im Uhrzeigersinn die beiden Klinken I99 und 204 dazu dienen, die Wellen
110 und I24 gemeinsam im Uhrzeigersinn zu drehen.
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Der Schwinghebel I98 trägt einen mit einer Lasche 206 versehenen
Hebel, der normalerweise mit dem oberen Arm eines Winkelhebels 208 in Verbindung
steht. Eine Feder sucht den Winkelhebel 208 im Uhrzeigersinn zu drehen, so daß dessen
oberer Arm normalerweise in der Bahn der Lasche 206 steht. Eine quer verlaufende
Schwingwelle 210 trägt an ihrem vorderen Ende einen nach oben gerichteten Hebel
2I2. Das obere Ende des Hebels 212 trägt eine schwenkbar gelagerte Schubstange 214
mit einem in Längsrichtung verlaufenden Schlitz, in den ein am Schwinghebel I98
sitzender Bolzen 2I6 eingreift. Die Welle 210 und die Schubstange 214 werden hin
und her bewegt, aber die Amplitude dieser Bewegung ist so gewählt, daß der Schwinghebel
I98 normalerweise nicht bewegt wird, da der geschlitzte Teil des Hebels 214 sich
gegenüber dem Bolzen 2I6 so bewegt, daß er dem letzteren keine Bewegung erteilt.
Wie aus Fig. II
zu ersehen ist, ist die Schwingwelle 210 iiber ein
Kegelradsegment 2I8 und ein Kegelrad 220 mit einer Längswelle 222 verbunden, die
in Fig. I weggelassen ist, um andere Teile klarer hervortreten zu lassen. Die Welle
222 trägt einen Hebel 224, der mit seiner Rolle 226 in eine Nut 228 der auf der
Hauptwelle 64 sitzenden Steuerscheibe 230 eingreift. Es ist ersichtlich, daß bei
einer Drehung der Steuerscheibe 230 der Hebel 224 hin und her bewegt wird, der diese
Hinundherbewegung nun auf die Welle 210 und den Hebel 2I2 überträgt. Die Welle 222
erstreckt sich in Fig. I nach links und ist dort in ähnlicher Weise mit der Welle
210 der auf der linken Seite liegenden Steuerung der linken Stapelvorrichtung 26
verbunden.
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Wie deutlicher aus Fig. 7 zu ersehen ist, ist an der Stange 20 neben
dem Oberteil des entsprechenden Stapels ein Halter 232 angeordnet. Dieser Halter
trägt eine kurze in Längsrichtung ver-]aufende Schwingwelle 234, an der ein nach
vorn gerichteter Hebel 236 sitzt. Der Hebel 236 trägt einen Bolzen 238, der zwischen
zwei auf einer zum Stapel parallelen Stange 244 sitzende Stellringe 240 und 242
greift. Die Stange 244 kann auf und ab bewegt werden, wobei sie von an den Stangen
20 und I8 sitzenden Lagern 246 und 248 geführt wird.
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Die Schwingwelle 234 trägt einen Taster 250, der so gestaltet und
so gelagert ist, daß sein vorderes Ende die Oberseite des Stapels A berühren kann,
wie in den Fig. 4 und II gezeigt ist. Eine Feder oder eine andere gleichartig wirkende
Vorrichtung sucht die Welle 234 und die mit ihr verbundenen Teile entgegen dem Uhrzeigersinn
zu drehen, so daß der Taster 250 und die Stange 244 das Bestreben haben, sich abwärts
zu bewegen. Diese mögliche Bewegung der Teile wird begrenzt, indem der Taster 250
die Oberfläche des Stapels A berührt.
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In der Nähe der Steuerscheibe 230 ist in geeigneter Weise eine kurze
Schwingwelle 252 gelagert. Diese Welle trägt einen Hebel 254, dessen Rolle 256 in
eine Nut 258 der Steuerscheibe 230 eingreift. Auf der Schwingwelle 252 sitzt außerdem
ein nach vorn und oben gerichteter Hebel 260.
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An seinem vorderen Ende trägt dieser Hebel 260 einen Bolzen 262, der
so gelagert ist, daß er unter einen auf der auf und ab bewegbaren Stange 244 sitzenden
Stellring 264 greifen kann. Es ist ersichtlich, daß bei einer Drehung der Steuerscheibe
230 die Schwingwelle 252 und mit ihr der Hebel 260 hin und her bewegt werden. Mittels
des Bolzens 262 und des Stellringes 264 dient der Hebel 260 dazu, die Stange 240
auf und ab zu bewegen, indem er sie aus der in Fig. II gezeigten Stellung aufwärts
bewegt und dadurch den Taster 250 aufwärts schwingt, annähernd bis in die gestrichelt
gezeichnete Stellung. Wenn die Stange 244 sich wieder abwärts bewegt, schwingt auch
der Taster 250 so weit abwärts, bis er die Oberseite des Stapels berührt und dadurch
eine weitere Abwärtsbewegung verhindert wird. Ist die Oberseite des Stapels auf
normaler Höhe, so kehren die Teile in die Lage der Fig. II zurück. Ist jedoch die
Höhe des Stapels niedriger, so bewegen sich die Teile weiter, als in Fig. II gezeigt
ist. Die Gestalt der Steuernut 258 ist derartig ausgebildet, daß der Taster 250
nur für einen Augenblick den Stapel berührt und während des größten Teiles eines
Arbeitsganges in seiner oberen Lage gehalten wird.
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Ein Schwinghebel 266 ist vorgesehen, der um einen in Längsrichtung
der Maschine verlaufenden Bolzen 268 geschwenkt werden kann. Der Hebel steht unter
einer Einwirkung, die ihn entgegen dem Uhrzeigersinn zu drehen sucht. Das hintere
Ende des Hebels 266 trägt eine einstellbare Schraube 272, die von dem unteren Ende
der Stange 244 erfaßt werden kann. Am vorderen Ende des Hebels 266 ist eine einstellbare
Schraube 274 angeordnet, deren oberes Ende, wie aus Fig. 10 zu ersehen ist, gegen
den waagerechten Arm des Winkelhebels 208 drückt. Eine Feder 275 hält den waagerechten
Arm des Schwinghebels 208 im Eingriff mit der Schraube 274.
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Nach Fig. II wirken die Teile derartig zusammen, daß der Stellring
264 den Bolzen 262 nicht erfaßt, wenn der Hebel 260 in seiner unteren Stellung ist
und wenn die Oberseite des Stapels A auf normaler Höhe steht. Die Stange 244 berührt
bei einer Abwärtsbewegung normalerweise nicht die Schraube 272, um den Hebel 266
zu bewegen.
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Steht jedoch die Oberseite des Stapels unterhalb ihrer Normalhöhe,
so bewegt sich die Stange 244 tiefer abwärts als normal, und bei einer derartigen
Bewegung erfaßt sie die Schraube 272, um den Schwinghebel 266 im Uhrzeigersinn zu
schwenken.
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Darauf geht das Vorderende des Hebels 266 nach oben, und die auf ihm
sitzende Schraube 274 bewegt den unteren Arm des Winkelhebels 208 entgegen dem Uhrzeigersinn,
und zwar genügend weit, um das obere Ende des Winkelhebels 208 von der Lasche 206
zu lösen. Wenn dies geschieht, dreht die Feder 200 die Schwinghebel 198 und 203
entgegen dem Uhrzeigersinn, wobei eine derartige Bewegung in der schon beschriebenen
Weise von der Einstellschraube 201 begrenzt wird. Bei der nächstfolgenden Bewegung
der Schubstange 214 nach rechts (Fig. io) werden die Schwinghebel I98 und 203 im
Uhrzeigersinn gedreht und kehren in die in Fig. 10 dargestellte Lage zurück. Bei
einer solchen Bewegung erfaßt die Klinke I99 die Ratsche I97 und dreht die Welle
110, während die Klinke 204 die Ratsche 202 erfaßt und die Welle I24 dreht.
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Mit Hilfe der in Fig. 5 dargestellten Übertragungsmittel setzen die
Wellen 110 und 124 alle Ketten in Bewegung und bewegen zwei Paare der Tragstangen
156, 156 und I60, I60 aufwärts, gegebenenfalls mitsamt den Stapelplatten I62 und
I63. Wie in Fig. 4 dargestellt ist, wird die Platte I62 von den Trägerstangen I56,
I56 gehalten, und somit schiebt die Platte I62 den oberen Stapel A aufwärts und
versucht, dessen Oberseite wieder auf normale Höhenlage zu bringen.
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Bei einer durch Federdruck bewirkten Drehung entgegen dem Uhrzeigersinn
des Hebels 266 wird der Winkelhebel 208 gelöst, und am Ende der Bewegung des Schwinghebels
198 im Uhrzeigersinn
kehrt der Winkelhebel in die Stellung der
Fig. 10 zurück, so daß er wieder die Lasche 206 sperrt.
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Wenn eine einzige Bewegung der Ratsche ausreicht, um den Stapel A
wieder auf Normalhöhe zu heben, so betätigt die nächste Abwärtsbewegung der Stange
244 nicht den Hebel 266, und der obere Arm des Winkelhebels 208 sperrt weiterhin
die Lasche 206.
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Bleibt jedoch die obere Höhe des Stapels unterhalb der Normalstellung,
so wiederholt sich der geschilderte Vorgang so oft, bis die Normalhöhe wiederhergestellt
ist. Es ist zu bemerken, daß eine zweite gleichartige Steuerung wie die für die
Stapelvorrichtung 24 auch für die Stapelvorrichtung 26 vorgesehen ist. Die verschiedenen
Teile der zweiten Steuerung werden ebenfalls durch die Schwingwellen 222 und 252
angetrieben.
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Der schon mehrfach erwähnte Stapel B wird getragen von der unteren
Stapelplatte und besteht aus Buchbestandteilen, die denen des Stapels A entsprechen.
Die untere Stapelplatte ist mit 163 bezeichnet, und sie kann anfangs auf feststehenden
geneigten Trägern 276, 276 lagern, wie in Fig. I und 4 gezeigt ist. Während von
der Oberseite des Stapels A Buchbestandteile entnommen werden und während die Platte
I62 absatzweise durch die Stangen 156, 156 aufwärts bewegt wird, legt der Arbeiter
einen Stapel B auf die untere Platte 163.
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Zur Entlastung des den Stapel B auflegenden Arbeiters ist an der Vorderseite
der Maschine eine auf den Trägern 276, 276 angeordnete Ablage 278 vorgesehen, auf
der die Buchbestandteile aufgestoßen werden können, um sie in dem Stapel 1? in genaue
Paßlage zu bringen. Nachdem die Buchbestandteile auf diese Weise aufgestoßen und
in Paßlage gebracht sind, werden sie auf die Platte I63 gelegt, wie in Fig. 4 dargestellt
ist.
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Geht die Bewegung der Ketten weiter, so wird auch das nächste Paar
von Trägerstangen I60, I60 an dem anderen Satz miteinander verbundener Ketten in
Bewegung gesetzt, die Platte 163 wird von den Stangen erfaßt, von den Trägern 276,276
abgehoben und absatzweise um gleiche Strecken aufwärts bewegt, wie die Platte I62.
Wenn die Höhe des Stapels so so weit abgenommen hat, daß die dazugehörige Tragplatte
die Stangen I88,I88 berührt, wie es in Fig. 6 gezeigt ist, so wird die Platte 163
mitsamt dem Stapel B schnell bewegt, so daß die Oberseite des Stapels B mit der
Unterseite der oberen Platte I62 in Berührung kommt.
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Diese schnelle Aufwärtsbewegung kann durch das eine oder das andere
Handrad 194 oder I96 bewirkt werden. Aus Fig. 10 geht hervor, daß sowohl die Welle
110 als auch die Welle 124 mittels ihrer Hand räder im Uhrzeigersinn frei gedreht
werden können, wobei die entsprechenden Ratschen über die zugehörigen Klinken laufen.
Wenn eines der beiden Handräder gedreht wird, so bewegen sich die Ketten des entsprechenden
Satzes vorwärts und bewirken die Aufwärtsbewegung der die untere Platte haltenden
Trägerstangen. Wie man sieht, werden die Trägerstangen i6o, I60 und die von ihnen
gehaltene Platte 163 auf diese Weise durch das Handrad I94 bewegt. Die Ratsche und
die Klinke halten die Träger und die Platte in der Lage, bis zu der sie bewegt worden
sind, wobei eine Rückwärtsbewegung durch das Schnechenradgetriebe 106, 108 und 120,
122 verhindert wird.
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Sobald der Stapel B mit seiner Oberseite die Unterseite der oberen
Platte 162 berührt, wie in Fig. 6 gezeigt ist, wird die obere Platte I62 von Hand
von ihren Trägern 156, 156 nach vorn abgezogen, wodurch die beiden Stapel,4 und
B vereinigt werden. Die Stangen I88,I88 verhindern jedes Vorwärtsgleiten des unteren
Teiles des StapelsA beim Herausziehen der Platte 162. Darüber hinaus verhindern
die Glieder 186, 186 durch ihr Aufliegen auf der Oberseite des Stapels jede Aufwärtsbewegung
der Halteplatte bei deren Herausziehen. Da die beiden Stapelhalteplatten, ausgenommen
während der von Hand bewirkten Bewegung der unteren Platte, immer gemeinsam bewegt
werden, werden die Stapel auch stets eine fest verbundene Einheit bilden, selbst
dann, wenn in der Entfernung der oberen Platte durch den Arbeiter eine Verzögerung
eintritt.
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Das Herausnehmen der oberen Platte I62 bewirkt ein geringes Absinken
der oberen Höhe des Stapels, was aber nicht ausreicht, um die fortgesetzte Entnahme
von Buchbestandteilen von der Oberseite zu stören. Darüber hinaus wird auch die
Höhenlage der Oberseite des Stapels durch die hierzu vorgesehene Vorrichtung sogleich
wiederhergestellt.
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Die herausgezogene Platte I62 wird daraufhin auf die Träger 276,276
gelegt, wie in Fig. 4 dargestellt ist, und ein neuer Stapel B wird auf der unteren
Platte aufgesetzt, die nunmehr die Platte I62 und nicht die Platte 163 ist. Die
Platte 162 wird von den Trägern 276, 276 durch das nächstfolgende Trägerstangenpaar
I56, I56 abgehoben.
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Wenn die Höhe des Stapels A, der nunmehr auf der Platte I63 sitzt,
genügend abgenommen hat, wird der Vorgang wiederholt, so daß die Platte I62 wieder
die obere und die Platte 163 wieder die untere Platte wird.
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Es ist zu beachten, daß die Stapelplatte I62 immer getragen und bewegt
wird von den Tragstangen I56, I56 des einen Satzes und daß die andere Platte I63
immer getragen und bewegt wird von den Tragstangen I60, I60 des anderen Satzes.
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Diese Sätze von Tragstangen werden von den verschiedenen, Sätzen gleichlaufender
und einander zugeordneter Ketten bewegt von denen der eine Kettensatz mittels des
Hand rades 194 und der andere Rettensatz von dem Handrad I96 in Bewegung gesetzt
werden kann. Daher muß der Arbeiter die rasche Aufwärtsbewegung der nachfolgenden
unteren Platte einmal mit dem einen, das andere Mal mit dem anderen Handrad vornehmen.
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Um dem Arbeiter die Wahl des jeweils zu drehenden Handrades zu erleichtern,
können die beiden Stapelplatten I62 und I63 verschiedenartig gekennzeichnet sein,
beispielsweise durch verschiedene Färbung der vorderen Flansche I66. Ebenso können
die beiden Handräder 194 und I96 durch Farben gekennzeichnet werden. Sind beispielsweise
die
Flansche der Platten I62 und I63 rot bzw. blau, so sind die
Handräder I96 und I94 in entsprechender Weise rot und blau zu färben. Wenn die blaue
Platte 163 unten ist, wie in Fig. 4 dargestellt ist, so kann der Arbeiter die schnelle
Aufwärtsbewegung der Platte durch Drehen des blauen Handrades, d. h. des Handrades
194, bewirken. Ist dagegen die rote Platte I62 unten, so kann der Arbeiter deren
rasche Aufwärtsbewegung durch Drehen des roten Handrades I96 erreichen.
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PATENTANSPROCHE: I. Vorrichtung zum ununterbrochenen Zuführen von
aufgestapelten Blättern oder Buchbestandteilen, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung
(74bis 96) zum aufeinanderfolgenden Aufwärtsbewegen einer Mehrzahl von Tragevorrichtungen
für eine Stapelplatte (I62) zum Tragen eines Stapels von Blättern oder Buchbestandteilen,
die von einer der Tragevorrichtungen erfaßt, mit ihrem Stapel aufwärts bewegt und
nach vorn von der Tragevorrichtung und unter dem Stapel hervorziehbar ist, und für
eine zweite, unterhalb der ersten angeordnete Stapelplatte (I63) zum Tragen eines
zweiten, dem ersten entsprechenden Stapels von Blättern oder Buchbestandteilen,
die relativ zur ersten Stapelplatte schnell aufwärts bewegbar ist, bis zu einer
Stellung, in der die Oberseite ihres Stapels die Unterseite der darüber befindlichen
Stapelplatteberührt und somit unmittelbar und registerhaltig unter dem zuerst genannten
Stapel steht, wobei die zweite Stapelplatte in dieser Stellung von einer der Tragevorrichtungen
erfaßt wird, derart, daß nach dem Herausziehen der ersten Stapelplatte die beiden
Stapel vereinigt sind und gemeinsam von der jeweils unteren Stapelplatte aufwärts
bewegt werden.