DE929126C - Verfahren zur Erzeugung staubfreien, grobkoernigen und abriebfesten Chlorkaliums - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung staubfreien, grobkoernigen und abriebfesten ChlorkaliumsInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C01D3/00—Halides of sodium, potassium or alkali metals in general
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- C01D3/24—Influencing the crystallisation process
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Description
- Verfahren zur Erzeugung grobkörnigen und abriebfesten Chlorkaliums Das Patent 926 183 hat ein Verfahren zum Gegenstand, mit dem es möglich ist, durch Rückführung unterkornfreier Kristallisate zu heißen, aus dem Löseprozeß von Kalirohsalzen anfallenden Lösungen unter geeigneten Abkühlungsbedingungen bei relativ hoher Abkühlungsgeschwindigkeit von beispielsweise i bis 3° C/min ein grobkörniges Kristallisat zu gewinnen, während etwa io und 15 % des abgetrennten Unterkorns für sich aufgearbeitet und untergebracht werden müssen.
- Es wurde nun gefunden und das ist Gegenstand dieser Erfindung, daß durch Kristallisation der heißen Lösung wiederum unter Zusatz von unterkornfreien kubischen Saatkristallen jedoch in Gegenwart von löslichen Bleisalzen bei einem pH-Wert von 7,5 oder weniger ein grobkörniges Kristallisat erhalten wird, das. praktisch bedeutungslose Mengen an Unterkorn enthält und das zudem im Gegensatz zu den ohne Bleizusatz erhaltenen Kristallisaten sich durch besondere Abriebfestigkeit auszeichnet.
- Während der Zusatz von Bleisalz zur heißen Lösung ohne die Rückführung von Saatkristallen oder auch bei Rückführung unterkornhaltiger Saatkristalle in dem genannten pH-Bereich zu keiner nennenswerten Kornvergrößerung oder isogar zu Kornverschlechterung führt, gelingt es bei Rückführung unterkornfreier kubischer Saatkristalle in Anteilen von vorzugsweise 2o bis 5oa/o des anfallenden gewinnbaren Kristallisats, also unter der Voraussetzung, daß Feinanteile der im Hauptpatent genannten Kornklassen durch einen besonderen Klassierer daraus entfernt wurden, den unerwünschten Unterkornanfall (unter o,i5 mm) auf praktisch bedeutungslose Werte abzusenken.
- In Abb. i ist die Wirkung des Bleisalzzusatzes bei Zugabe unterkornfreier Saatkristalle dargestellt. Kurve III zeigt die Kornverteilung bei Anwesenheit von o,2 g/1 Pb C12 im Vergleich zu Kurve. 1I, die ohne Zugabe löslicher Bleisalze jedoch unter sonst gleichen Versuchsbedingungen erhalten wurde.
- Es ist bekannt, daß Chlorkalium bei Anwesenheit geringer Mengen gelöster Bleisalze in den zur Kristallisation kommenden Lösungen in Form von Oktaedern oder oktae@drischen Agglomeraten kristallisiert. Bei er erfindungsgemäßen Verfahrensweise fällt das Kristallisat in der Tat ebenfalls je nach dem Bleisalzgehalt der Lösung (vorzugsweise o,o5 bis o,2 g/1 Pb C12) vorwiegend oder ausschließlich in oktaedrischer Form an. Es wurde nun weiterhin gefunden, daß die oktaedrischen Formen des Chlorkaliums sich als Saatkristalle nur schlecht oder bei den anzustrebenden hohen Abkühlungsgeschwindigkeiten überhaupt nicht eignen. Lediglich kubisch ausgebildete Kristalle, die man beispielsweise bei der Kristallisation aus Lösungen ohne Bleisalzzusatz oder aus solchen sehr geringen Bleigehalts erhält, ergehen als Saatkristalle bei Kristallisation aus bleihaltiger Lösung den gefundenen überaus günstigen Effekt des vollkommenen Abbaues des ohne Bleisalzzusatz erhaltenen Feinkornmaximums.
- Als weiterer Vorteil der Erzeugung grobgranularen Chlorkaliums aus Lösungen mit geringem Bleigehalt in Form von .oktae.drischen Kristallisaten ist hervorzuheben, daß die auf die oben beschriebene Art erhaltenen Produkte mechanisch ungewöhnlich stabil sind und sich durch erstaunlich große _4briebfestigkeit auszeichnen, eine Feststellung, die hier erstmals gemacht wurde und deren praktische Nutzbarmachung hier ausdrücklich_hervorgehoben werden soll und ebenfalls Gegenstand dieser Erfindung ist.
- Zur Erzeugung des gewünschten groben Kornes mit besonders geringem Gehalt an Staubanteilen und gleichzeitig besonders hoher Abriebfestigkeit ist es also erfindungsgemäß erforderlich, .das Impfverfahren unter Bleisalzzusatz und Verwendung kubischer Impfkristalle durchzuführen. -Entscheidend ist außerdem, die für das Impfen notwendigen kubischen Saatkristalle durch Klassierung in geeigneter Kornzusammensetzung zur Anwendung zu bringen. Da, wie oben angeführt, bleihaltige Lösungen nur oktaedrische und daher für den genannten Zweck ungeeignete Saatkristalle liefern, müssen diese auf besondere Art und Weise gewonnen werden. Zur Durchführung des Verfahrens kann erfindungsgemäß die in Abb. 2 beispielsweise wiedergegebene Anordnung verwendet werden; wobei es möglich ist, aus der im Lösebetrieb anfallenden Rohlösung sowohl die kubischen Saatkristalle in ausreichender Größe und Menge als auch das oktaedrische, unter Bleisalzzusatz herzustellende grobgranulare, staubfreie und abriebfeste Endprodukt zu gewinnen.
- Die heiße Rohlösung wird zu diesem Zweck in zwei Teilströme unterteilt. Der zur Gewinnung der Saatkristalle zu verwendende Teilstrom durchläuft zunächst eine Kläranlage, vor der zwecks Ausfällung etwa in Lösung verbliebener restlicher Bleisalze beispielsweise lösliche Schwefelwasserstoffsalze, wie z. B. Natriumsulfid, zugegeben werden können. Auch eine Rückgewinnung des Bleis z. B. durch elektrolvtische Abscheidung ist möglich. Die geklärte und bleifreie oder genügend bleiarme Lösung durchläuft dann eine kontinuierlich arbeitende Kühlanlage im in dem Hauptpatent beschriebenen Sinne (z. B. vielstufige Rührwerksverdampfänlage) und arbeitet unter Rückführung von Saatkristallen so. wie in Abb. 3 des Hauptpatents oder in Abb.2 dieser Erfindung dargestellt und beschrieben. Das auf diese Weise gewonnene unterkornfreie kubische Kristallisat wird der zweiten parallel laufenden Kühlanlage, die unter Zusatz von vorzugsweise zwischen o,o5 und o,2 g/1 Bleisalz arbeitet, als Saatkristalle zugesetzt. Es entsteht auf diese Weise ohne Klassierung sofort das gewünschte Endprodukt.
- Die geringen Feinkornanteile des Klassierers der Saatkristallanlagekönnen nach Abtrennung von der Lauge entweder dem Fertigkristallisat zugegeben werden oder werden in einer besonderen Anlage gekörnt oder in den Löseprozeß zurückgeführt.
- Das Verteilungsverhältnis der Lauge auf die beiden parallel laufenden Anlagen wird zweckmäßigerweise entsprechend der Abkühlungsgeschwindigkeit nach den in der Beschreibung des Hauptpatents angegebenen Richtlinien so eingestellt, daß bei einer Abkühlungsgeschwindigkeit von. 3° C/min etwa 5o'% Saatkristalle zur Verfügung stehen, während bei einer Abkühlungsgeschwindigkeit von etwa i° C/min eine Saatkristallmenge von etwa 2o °/o des gewinnbaren Gesamtprodukts angewandt wird.
- Es wird hervorgehoben, - daß die für die Durchführung des Verfahrens erforderlichen Saatkristalle nicht in wie in Abb. 2 beispielsweise dargestellter und oben beschriebener kombinierter Anlage erzeugt zu werden brauchen; sie können selbstverständlich ebensogut aus einem Fremdbetrieb bezogen werden. Voraussetzung ist nur, daß sie die genannten Eigenschaften besitzen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von staubfreiem, grobkörnigem, abriebfestem Chlorkalium nach Patent g=6 783 unter wesentlicher Verringerung des Unterkornanfalls, dadurch gekennzeichnet, daß bei .der Abkühlung unter Zusatz von unterkornfreien kubischen Saatkristallen der zu kristallisierenden Lösung lösliche Bleisalze bei einem pH-Wert von 7,5 oder weniger in Mengen von vorzugsweisse o,o.5 bis o,2 g/1 zugegeben werden. Verfahren zur Herstellung von staubfreiem, grobkörnigem, abriebfestem Chlorkalium nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die Abkühlung der heißen Lösung in zwei parallel betriebenen Kühlanlagen geeigneter Bauart und Dimension durchführt, von denen die eine der Erzeugung kubischer und unterkornfreier Saatkristalle ohne Bleizusatz, gegebenenfalls unter teilweiser oder vollständiger Entfernung etwa in der Lösung vorhandener Bleisalze durch an sich bekannte Mittel dient und diese Saatkristalle in die zweite Anlage gemeinsam mit der restlichen heißen Lösung einführt, die unter Bleisalzzusatz dann direkt das grobkörnige, unterkornarme und abriebfeste Fertigkorn liefert.
Priority Applications (1)
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| DE929126C true DE929126C (de) | 1955-06-20 |
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1952
- 1952-07-10 DE DEK14784A patent/DE929126C/de not_active Expired
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