DE928991C - Verfahren und Anlage zum Konservieren von Milch und Milcherzeugnissen - Google Patents
Verfahren und Anlage zum Konservieren von Milch und MilcherzeugnissenInfo
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
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- A23B—PRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
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Description
- Verfahren und Anlage zum Konservieren von Milch und Milcherzeugnissen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Konservieren von Milch und Milcherzeugnissen in Flaschen oder anderen Behältern, so daß sie langfristig lagerfähig ist.
- Bisher ist es üblich, für diesen Zweck pasteurisierte Milch nach vorhergehender Homogenisierung in Flaschen zu füllen, die Flaschen unter Freilassen eines bestimmten Luftraumes für die spätere Wärmeausdehnung der Milch zu verschließen und die Milch dann durch Wärmebehandlung der Flaschen in einem Autoklav bei einer Temperatur von etwa ioo bis iao° zu sterilisieren. Nach dem Sterilisieren werden die gefüllten Flaschen gewöhnlich rasch mit Wasser auf etwa 5o bis 6o° gekühlt.
- Leistungsfähiger ist ein anderes bekanntes Verfahren, bei dem die Milch nach der Homogenisierung zunächst kurzfristig auf etwa 13o bis 135° erhitzt, dann auf 5o bis 6o° gekühlt, unter Freilassen eines Luftraumes in Flaschen abgefüllt wird und die verschlossenen Flaschen in laufender Förderung durch eine mit bestimmten Wärmezonen ausgerüstete Anlage bei einer Temperatur von etwa 115' während einer gewissen Zeit sterilisiert werden.
- In beiden Fällen wird also vorbehandelte Milch in Flaschen gefüllt und nach dem Verschließen der Flaschen durch anschließende Wärmebehandlung dieser Behälter bei Temperaturen über ioo° sterilisiert. Während die Wärmebehandlung der Flaschen in Hochdruckautoklaven den Nachteil eines erheblichen Arbeitsaufwandes für das Einbringen und Herausnehmen der Flaschen in den Hochdruckbehälter und demgemäß einer verhältnismäßig geringen Arbeitsleistung hat, benötigen die kontinuierlich arbeitenden Anlagen einen erheblichen Aufwand an Material- und Einrichtungskosten und überdies einen erheblichen Platzbedarf für die Unterbringung solcher Anlagen.
- Zum Haltbarmachen von Bier oder Most wurde auch schon ein kombiniertes Pasteurisier- und Abfüllverfahren vorgeschlagen, bei dem das Biet oder der Most auf Pasteurisiertemperatur von 6o bis 8o° erwärmt und bei dieser Temperatur auf Fässer abgefüllt wird. Zum Konservieren von Milch ist dieses Verfahren nicht geeignet, weil die Pasteurisiertemperatur nicht ausreicht, um die in der Milch enthaltenen pathogenen hitzeresistenten Bakterien abzutöten. Die hierfür notwendigen Temperaturen lassen sich bei Bier oder Most nicht verwenden, weil dies eine Ausfällung von. Eiweißteilen und eine damit verbundene Trübung und geschmackliche Beeinträchtigung der- Erzeugnisse nach sich ziehen würde.
- Die Erfindung ist auf ein Verfahren zum Konservieren von Milch gerichtet, das mit vermindertem Einrichtungsbedarf ein kontinuierliches Arbeiten mit großer Leistung ermöglicht und ein nochmaliges Erhitzen zum Sterilisieren der Milch nach dem Füllen der Behälter entbehrlich - macht. Erfindungsgemäß wird die Milch durch Erhitzen auf eine Temperatur von über ioo° sterilisiert und dann bei noch hoher Temperatur sogleich in steril angelieferte und vorzugsweise entsprechend vorerhitzte Behälter abgefüllt, wobei die Behälter im Unterschied zu den bisherigen Milchkonservierungsverfahren bis zum oberen Rand vollgefüllt werden. Sodann werden die Behälter mit der noch hocherhitzten Milch sofort geschlossen und ohne weitere Wärmezuführung gekühlt. In den zuvor randvoll gefüllten und verschlossenen Behältern zieht sich die hocherhitzte Milch beim Abkühlen zusammen, so daß im Behälter ein luftleerer bzw. luftverdünnter Raum entsteht, dessen Aufrechterhaltung durch einen luftdichten Verschluß die langfristige Haltbarkeit der Milch gewährleistet. Der luftdichte Verschluß wird durch das im Behälter beim Abkühlen entstehende Vakuum begünstigt, das die Verschlußscheibe od. dgl. auf den Behälterrand zieht und anpreßt.
- Die Erfindung bringt das nachträgliche Sterilisieren der Milch in den -Behältern in Fortfall. Autoklaven und sonstige Anlagen zur nachträglichen Erhitzung der gefüllten Behälter sind daher entbehrlich. Zum ,Erhitzen der Milch äuf die Sterilisierungstemperatur vor dem Einfüllen iri die Behälter können Hochdruckerhitzer, z. B. Röhrenerhitzer, Plattenerhitzer oder Trommelerhitzer, oder andere Vorrichtungen benutzt werden, denen die Milch im Maße des Abfüllens ständig zufließt. Das Abfüllen der Milch in die Behälter erfolgt zweckmäßig mit einem Vakuumfüller, der.die Luft aus den leeren Behältern vor dem Füllen absaugt und ein steriles Füllen gewährleistet. Soweit die Behälter nicht schon bei der Anlieferung völlig steril sind, werden etwa noch vorhandene Bakterien durch die hocherhitzt eingefüllte Milch getötet. Bei Flaschen werden die Verschlüsse zweckmäßig nicht mit Einlagen aus Kork und anderen porösen Stoffen, sondern mit Einlagen aus hitzefestem, geschmeidigem Kunststoff hergestellt und können ebenfalls durch vorherige Erhitzung steril gemacht sein. Das nachträgliche Abkühlen der verschlossenen Behälter kann durch Behandlung mit Kühlwasser oder Kühlluft beschleunigt werden, beispielsweise dadurch, daß die Behälter auf ihrem Förderweg mit Kühlwasser von abnehmender Temperatur besprüht oder im Gegenstrom zum Kühlwasser durch Kühlrinnen gefördert werden.
- Die Erfindung ist nicht auf Einzelheiten der Verfahrensausführung beschränkt. Die Milch kann beispielsweise vor dem Sterilieieren entlüftet und entgast werden. Das Verfahren nach der Erfindung arbeitet kontinuierlich mit hoher Leistung und benötigt für seine Ausführung nur einen verhältnismäßig geringen Anlagen- und Raumbedarf. Versuche haben ergeben, daß nach der Erfindung behandelte Milch eine lange Haltbarkeit aufweist und noch nach Monaten als frisch verwendet werden kann.
- Die Erfindung ist auch auf die zur Ausführung des Verfahrens erforderliche Anlage gerichtet. Als Behälter können z. B. Flaschen, Dosen oder Tuben sowie Eimer oder Tonnen verwendet werden.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Konservieren von Milch und Milcherzeugnissen, bei dem die Milch vor dem Abfüllen in Behälter auf eine erhöhte Sterilisierungstemperatur erhitzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Milch zunächst sterilisiert, dann bei .noch hoher Temperatur sofort randvoll in die steril angelieferten Behälter eingefüllt, die Behälter bei randvoller Füllung verschlossen und dann nur noch gekühlt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Abfüllen der sterilisierten Milch in die Behälter bei erhöhter Temperatur von et-,va ioo° oder darüber erfolgt.
- 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälter und ihre Verschlüsse unmittelbar vor dem Füllen und vor dem Verschließen einer sterilisierenden Behandlung unterworfen werden. ¢.
- Anlage zur Ausführung des Verfahrens nach jedem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlage eine Fördervorrichtung für Behälter und, in ihrer Förderrichtung hintereinanderliegend, eine Sterilisiervorrichtung für die leeren Behälter, einen Hochdruckmilcherhitzer mit Abfüllvorrichtung, eine Verschließvorrichtung und eine Kühlvorrichtung für die Behälter- enthält und die Fördervorrichtung mit den anderen Teilen der Anlage derart zusammenwirkt, daß die Behälter auf ihrem Förderweg zunächst sterilisiert, dann der Abfüllstelle des Hochdruckmilcherhitzers zugeführt und dort bis zum Rande mit erhitzter Milch gefüllt, sodann luftdicht verschlossen werden und darauf nur noch die Kühlvorrichtung durchlaufen.
- 5. Anlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dafi zur Kühlung der Behälter am Ende ihres Förderweges eine Kühlrinne angeordnet ist, die im Gegenstrom zur Förderrichtung der Behälter von Kühlwasser durchflossen wird. Angezogene Druckschriften: »Phönix-Handbuch über Neuzeitliche Einrichtungen für die Getränkeindustrie«, S.288 bis 29i, i947
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Non-Patent Citations (1)
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