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DE928686C - Vorrichtung zur Herstellung von Granulat - Google Patents

Vorrichtung zur Herstellung von Granulat

Info

Publication number
DE928686C
DE928686C DEH14985A DEH0014985A DE928686C DE 928686 C DE928686 C DE 928686C DE H14985 A DEH14985 A DE H14985A DE H0014985 A DEH0014985 A DE H0014985A DE 928686 C DE928686 C DE 928686C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gear
hollow cylinder
openings
cylinder
granules
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH14985A
Other languages
English (en)
Inventor
Emil Hutt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEH14985A priority Critical patent/DE928686C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE928686C publication Critical patent/DE928686C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B11/00Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses
    • B30B11/22Extrusion presses; Dies therefor
    • B30B11/28Extrusion presses; Dies therefor using perforated rollers or discs

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Processing And Handling Of Plastics And Other Materials For Molding In General (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Herstellung von Granulat Granulat, d. h. feste oder halbfeste Stoffe oder Stoffmischun-en in Form von Körnern beliebiger, unter sich gleicher oder ungleicher Größe, wird von der Industrie, insbesondere von der chemischen und der chemisch-pharmazeutischen Industrie, in großen und ständig steigenden Mengen benötigt Soweit spröde Stoffe in Betracht kommen, kann die Herstellung im allgemeinen durch mechanische Zertrümmerung größerer Stücke (z. B. durch Zerstampfen, Drechen, Reißen, Mahlen) erfolgen, soweit nötig mit nachfolgendem Aussieben der verschiedenen Korngrößen, wobei allerdings erhebliche Unterschiede in Korngröße und Kornform in Kauf ,genommen werden müssen. Die Herstellung von Granulat aus durch Druck verformbaren Stoffen, z. B. plastisch-en, thermoplastischen oder Schlämmstoffen, in großen Mengen bereitet dagegen technische Schwierigkeiten, denn sie müssen entweder in Einzelformen gepreßt oder zu Strängen verarbeitet und die Körner durch Zerteilen der Stränge gewonnen werden. Für die letztgenannte Herstellungsweise wurde bereits die Verwendung eines auf einer Seite offenen Hohlzylinders vorgeschlagen, dessen Mantel durchgehende radiale Durchbrechungen aufweist, in die der zu einem endlosen Strang verarbeitete Stoff zur Bildung kleiner Granulatteilchen hineingedrückt wird und aus denen die dadurch gebildeten Teilchen durch besondere Stempel oder durch Druckluft wieder ausgestoßen werden. Auch hier ist die vorangehende Herstellung eines Stranges Bedingung, so daß nur strangbildende (teigige) Stoffe verarbeitet werden können. Beide Herstellungsarten - Einzelpressung in Formen und Zerteilung eines vorgebildetei, Stranges - erfordern ziemlich komplizierte maschinelle Einrichtungen, insbesondere komplizierte Fördereinrichtungen, und die Leistung dieser Maschinen ist für den heutigen Bedarf viel zu gering.
  • Die Erfindung beseitigt diese Mängel durch eine konstruktiv -denkbar einfache, gegen Betriebsstörungen unempfindliche und leistungsfähige Vorrichtung. Sie besteht aus zwei miteinander kämmenden Stirn- oder Kegelrädern, die als auf einer Seite offene Hohlzylinder oder Kegelstümpfe ausgebildet sind und in deren Zahnlückengrund in das Innere der Zvlinder oder Kegelstümpfe. führende Durchbrechungen, z. B. Bohrungen, vorhanden sind. Die zu granulierenden Stoffe werden den beiden Zahnrädern durch einen Füllschacht oder Fülltrichter zugeführt.
  • In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung beispielsweise dargestellt.
  • Abb. i ist eine schematische Vorderansicht; Abb. 2 zeigt die beiden Zahnradzylinder iü horizontalem Schnitt.
  • Die beiden in einem Gehäuse c auf fliegenden Wellen f angeordneten und miteinander im Eingriff stehenden Zahnradzylinder a und b sind hohl und nach einer Seite offen. Die offenen Seiten liegen im dargestellten Ausführungsbeispiel auf derselben Seite. Sie können aber auch auf entgegengesetzten Seiten liegen. Über den Zahnradzylindern a und b ist ein Einfülltrichter d für das zu granulierende Material angeordnet. Das Gehäuse c ist an den offenen Seiten der Zahnradzvlinder so auszubilden, daß ihre öffnungen außer der Stelle des Eingriffs der Zähne frei liegen. Vom Grund der Zahnlücken aus führen Bohrungen in den Hohlraum der Zahnradzvlinder. Die Zahnradzylinder können in weiten Grenzen beliebig lang sein, und im Bedarfsfall können sie an ihrer offenen Seite gegen quer zur Drehachse wirkende Drücke gestützt bzw. geführt sein, z. B. durch ortsfest gelagerte Führungsrollen.
  • Die Wirkungsweise ist folgende: Die Zahnlücken der Zahnradzylinder a und b füllen sich über ihrer Eingriffstelle aus dem Fülltrichter d mit dem zu granulierenden Material an, das an der Eingriffstelle aus jeder Zahnlücke vom Zahn des eingreifenden Zahnradzylinders,durch die Öffnungen g in das Innere der Zahnradzylinder gedrückt wird. Dieser Vorgang wiederholt sich bei jeder Umdrehung fü£ jede Zahnlücke.
  • Das granulierte Material fällt dann durch die Bohrungen g in das Innere der beiden Zahnradzylinder und aus diesen durch die offenen Zylinderseiten nach außen. Um das Ausfallen zu erleichtern, können die Wellen geneigt sein. Bedarfsweise, insbesondere für die Verarbeitung von Stoffen, die unter Druck wieder zusammenbacken, können ortsfeste, die Innenseite der Zahnradzylinder berührende Abstreifer angeordnet sein, die gleichzeitig als Leitflächen für das ausfallende Granulat ausgebildet sein können.
  • Die Vorrichtung gemäß der Erfindung arbeitet sehr gleichmäßig. Sie ist gegen Abnutzung oder Betriebsstörungen unempfindlich, weil sie in allen Teilen robust gebaut werden kann lind weil immer nur jeweils ein verhältnismäßig kleiner Teil der Masse verarbeitet wird, nämlich der, welcher eine Zahnlücke gerade füllt, allenfalls noch der inder nächstfolgenden Zahnlücke, während z. B. bei Verwendung von Schneckenpressen mit Lochscheiben und Abstreifern immer eine volle Schneckenfüllung unter Druck steht und infolge des langen Weges der zu verarbeitenden Masse sehr hohe Reibungswiderstände auftreten. Der Hauptvorteil der Erfindung liegt in der hohen Leistung bei denkbar geringem Kraftverbrauch. Die Leistung hängt hier insbesondere von der Arbeitsbreite der Zahnradzylinder und von ihrer Drehzahl ab. Die Arbeitsbreite kann in weiten Grenzen gesteigert werden; ,die Drehzahl kann so hoch gewählt werden, daß die Zähne das zu verarbeitende Material gerade noch erfassen, ohne daß, wie etwa bei' der Schneckenpresse, hohe Reibungswiderstände und als deren Folge Verdämmungen des verarbeiteten Materials auftreten.
  • Bei einer besonderen Ausführungsform können die etwa vorgesehenen Abstreifer in jedem Zylinder mehrfach angeordnet sein, so daß durch den ersten Abstreifer zunächst nur einige der durch die Durchbrechungen g gedrückten Stränge abgenommen und weitere Stränge durch einen oder mehrere andere Abstreifer abgenommen werden.
  • Durch die Anordnung der Bohrungen g in zueinander parallelen und zur Zylinderachse senkrecht liegenden Ebenen in den Zahnlücken der Zahnradzylinder (s. Abb. 2) ist es ferner möglich, das,durch sie ausfallende Granulat unmittelbar den Rillen einer im Innern -der Zalmradzylinder oder nur eines Zahnradzylinders angeordneten oder in sie hineinragenden Rillenwalze einer bekannten Kugelformmaschine zuzuführen. Die Anwendung der Erfindung in dieser Weise bewirkt einen Fortfall der bisher für die Herstellung von Kugeln aus plastischen Massen erforderlichen Strangpresse, der Strangfördereinrichtung, der Strangteilmaschine und der Einwurfvorrichtung für die Strangteile in die Kugelformmaschine.
  • Die Durchbrechungen g in den Zahnlücken der Zahnradzylinder sind in der Zeichnung der Deutlichkeit wegen in relativ geringer Anzahl und in großen Abständen dargestellt. Sie können aber bedarfsweise auch enger angeordnet sein.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zur Herstellung von Granulat aus verformbaren Stoffen, vorzugsweise plastischen, thermoplastischen und Schlämmstoffen, mit Hilfe eines sich drehenden, auf einer Seite offenen Hohlzylinders, dessen. Mantel durchgehende radiale Durchbrechungen aufweist, in die der Stoff zur Bildung kleiner Granulatteilchen hineingedrückt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlzylinder (a) als Zahnrad ausgebildet ist und die Durchbrechungen (g), z. B. Bohrungen, vom Grund der Zahnlücken aus iris Innere #des-Hohlzylinders führen und daß dieser Hohlzylinder mit einem zweiten Zahnrad (b) kämmt, das den zu granulierenden Stoff, der dem Einzugsspalt zugeführt wird, in die Durchbrechungen drückt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Zahnrad (b) ebenfalls als Hohlzylinder mit vom Grund der Zahnlücken ins Innere führenden Durchbrechungen ausgebildet ist. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch Abstreifer, die die Innenwand der Zahnradzvlinder (a" b) berühren und ortsfest oder verstehbar angeordnet sind. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstreifer als Leitflächen zur Ableitung des gebildeten Granulats nach außen ausgebildet sind. 5. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch die Anordnung von an sich bekannten Kugelformmaschinen mit Rillenwalzen im Innern der Zahnradzylinder (a, b). Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 597 751-
DEH14985A 1953-01-10 1953-01-10 Vorrichtung zur Herstellung von Granulat Expired DE928686C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH14985A DE928686C (de) 1953-01-10 1953-01-10 Vorrichtung zur Herstellung von Granulat

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DEH14985A DE928686C (de) 1953-01-10 1953-01-10 Vorrichtung zur Herstellung von Granulat

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE928686C true DE928686C (de) 1955-06-06

Family

ID=7147623

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DEH14985A Expired DE928686C (de) 1953-01-10 1953-01-10 Vorrichtung zur Herstellung von Granulat

Country Status (1)

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DE (1) DE928686C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1042225B (de) * 1955-07-18 1958-10-30 Wacker Chemie Gmbh Vorrichtung zum Granulieren von plastischen Massen
DE1144305B (de) * 1961-02-09 1963-02-28 Albert Ag Chem Werke Verfahren zur Granulierung von Torf oder aehnlichen Humusduengemitteln

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE597751C (de) * 1931-01-27 1934-06-02 William Sumner Vorrichtung zum Herstellen von Pillen o. dgl.

Patent Citations (1)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1144305B (de) * 1961-02-09 1963-02-28 Albert Ag Chem Werke Verfahren zur Granulierung von Torf oder aehnlichen Humusduengemitteln

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