[go: up one dir, main page]

DE927294C - Hartmetallegierungen und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents

Hartmetallegierungen und Verfahren zu ihrer Herstellung

Info

Publication number
DE927294C
DE927294C DEK2860D DEK0002860D DE927294C DE 927294 C DE927294 C DE 927294C DE K2860 D DEK2860 D DE K2860D DE K0002860 D DEK0002860 D DE K0002860D DE 927294 C DE927294 C DE 927294C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
carbide
hard metal
metal alloys
hard
alloys
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEK2860D
Other languages
English (en)
Inventor
Josef Dr Phil Hinnueber
Franz Dr Koelbl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Aktiengesellschaft fuer Unternehmungen der Eisen und Stahlindustrie
Original Assignee
Aktiengesellschaft fuer Unternehmungen der Eisen und Stahlindustrie
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Aktiengesellschaft fuer Unternehmungen der Eisen und Stahlindustrie filed Critical Aktiengesellschaft fuer Unternehmungen der Eisen und Stahlindustrie
Priority to DEK2860D priority Critical patent/DE927294C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE927294C publication Critical patent/DE927294C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C29/00Alloys based on carbides, oxides, nitrides, borides, or silicides, e.g. cermets, or other metal compounds, e.g. oxynitrides, sulfides
    • C22C29/02Alloys based on carbides, oxides, nitrides, borides, or silicides, e.g. cermets, or other metal compounds, e.g. oxynitrides, sulfides based on carbides or carbonitrides
    • C22C29/06Alloys based on carbides, oxides, nitrides, borides, or silicides, e.g. cermets, or other metal compounds, e.g. oxynitrides, sulfides based on carbides or carbonitrides based on carbides, but not containing other metal compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Powder Metallurgy (AREA)

Description

  • Hartmetallegierungen und Verfahren zu ihrer Herstellung Die auf dem Markt befindlichen, vornehmlich für die spanabhebende Bearbeitung von Werkstoffen,der verschiedensten Art verwendeten Hartmetallegierungen bestehen bekanntlich in ,der Hauptsache aus Wolframkarbid, dem, falls es sich um Sinterlegierungen handelt, zur Erhöhung der Festigkeit und Verbesserung der Sinterbedingungen eine geringe Menge eines niedriger schmelzenden Hilfsmetaills, z. B. 6% Kobalt, zugefügt ist. Es ist bereits vielfach der Vorschlag gemacht worden, an Stelle des Wolframkarbids andere harte Karbide, z. B. Silizium-, Vanadin-, Titan-, Zi@rkon- und/oder Thoriumkarbid, als Grundlage für die Herstellung von Hartmetallegierungen zu verwenden, ohne daß sich jedoch bisher eine dieser Legierungen im Vergleich mit den Wolframkarbid als Grundlage enthaltenden Hartmetallen den Erfordernissen der Werkstattpraxis gewachsen gezeigt hätte. Es sind zwar bereits gesinterte Hartmetallegierungen mit verringertem Wolframkarbidgehalt, z. B. einem solchen von 35 0/0, für Sonderarbeiten, wie das Feinstbohren von Zylindern, d. h. für .geringste Spanabnahmen bei .höchster Anforderung an die Oberflächenbeschaffenheit des bearbeiteten Werkstücks eingesetzt worden. Jedoch isst .der prozentuale Anteil solcher Legierungen an der gesamten Hartmetallerzeugung so gering, daB._ er praktisch nicht ins Gewicht fällt. ' Die derzeitige Rohstofflage macht es notwendig, auf die Suche nach Hartmetaldegierungen zu gehen, die wolfrarnfrei und/oder nur einen geringen Anteil an Wolframkarbid enthalten und aus Rohstoffen hergestellt 'werden können., die im eigenen Wirtschaftsraum vorhanden oder uns zugänglich. sind. Diese Forderung wird, abgesehen von Silizium, das für Schneidenzwecke unbrauchbar ist, von Titan und Vanadin erfüllt. Ausgedehnte Versuche haben nun ergeben, daß gesinterte, aus Titankarbid, Vanadinkarbid und einer igeringen, vorzugsweise nicht mehr als 15 % betragenden Menge eines, niedriger schmelzenden Hilfsmetallis, wie Nickel, Kohalt, Eisen, bestehende Hartmetallegierunge.n überraschend gute Schneideigenschaften ergeben, wenn sie einen ganz bestimmten Gefügezustand, nämlich ein Verzahnungsgefüge, aufweisen. - Zur Herstellung solcher Hartmetallegierungen dient das .sogenannte Drucksii.nterverfahren, dessen charakteristisches Merkmal darin @besteht, da:ß die Sinterung unter Druck erfolgt. Die Tatsache, däß man erfindungsgemäß durch Anwendung der Drucksinterung Hartmetalle besseren Schnei.dverhaltens, insbesondere einer größeren- Zähigkeit erhalten kann, als bei der drucklosen S.interung in schutzg.as: durchströmten elektrischen Öfen oder in- Vakuumöfen, Ist insofern als eine Überraschung anzusehen, als sieden allgemeinen Erfahrungen .auf .dem Gebiet der Herstellung von Wolf.ramkarbidhartmetallen entgegensteht, =bei denen die D-rucksdnterung nur in Sonderfällen zur Anwendung gekommen ist, wie beispielsweise bei; der Herstellung von Ziehsteinen oder anderen, mehr .auf reibenden Verschleiß beanspruchten Formkörpern. Druckgesinterte Wolframkarbidlegierungen sind bekanntlich weniger zäh als normalgesinterte.
  • Wesentlich ist ferner die Feststellung, daß nicht die Drucksinterun@g schlechthin brauchbare Titankarbid-Vanadink:arbid-Hilfsimetall-Hartmetalle ergibt, sondern daß die Sinterbedingungen so gewählt und .aufeinander abgestimmt werden müssen, daß ein bestimmter Gefügezustand, nämlich ein Verzahnungsigefüge entsteht. Es :darf also keine Abrundung, sondern es muß eine Verzahnung der Kristalleerreicht werden, da nur in diesem Fall eine hohe Steifigkeit des Karbidgerüs:ts erreicht werden kann.. Die Sin@terbedingungen (Höhe der Sintertemperatur und Dauer der Sinterung) für das Erreichen des erstrebten Verzahnungsgeifüges sind bei den Legierungen verschiedener Zusammensetzung verschieden., können aber in jeidram .einzelnen -Fall leicht durch Proben und meatallographische'Untersuchungen ermittelt werden, Die zu°einem Karbidgerüst geringer Festigkeit führende und daher nicht erwünschte Abrundung der einzelnen Kristalle kann -sowohl durch Anwendung zu hoher Sintertemperaturen alis, auch durch zu langes Sintern bei an sich geeigneter Sintertemper:atur verursacht werden. Nur die Kenntnis dieser; Tatsache ermöglicht es, mit Sicherheit im fabrikationsmäßigen Umfang für Schn ei@daribeiten .geeignete Hartmetalle auf der Basis. Ti:tankarbi@d-Vanadinlcarb@id-Hil,fsmetall, z. B. solche aus io bis 50 0/0 Vanadinkarbid, 3 bis 150/0 Hilfsuvetall, Rest Titankarbid, herzustellen, die den starken Druck- und Stoßbeanspruchungen im Betriebe genügen. Solche Hartmetalle werden vornehmlich für die spanabhebende Bearbeitung von Rüstungsmaterial, wie Granaten, Geschützrohren, Bomben usw., gebraucht, wobei zu beachten ist, daß bei ihrer Anwendung Leistungen erreicht werden können, die beispielsweise beim Schnuppen von Granaten nur wenig unter denjenIgen der üblichen Wolfram,1earb:d-T.itankaribid-Hilfsmetall-Legierungen und beim Schlichten, also bei geringer Stoßbeanspruchung, sogar über den Leistungen -der letztgenaanten Legierungen liegen.
  • In der Abb. i der Zeichnung ist das erfindungs= gemäß erstrebte Verzahnungsgefüge einer druckgesinterten, aus 45 0M Titankarbild, 45 % Van.adinkarbid und io % Nickel bestehenden HartmetaM-legierung dargestellt. Die Abt: 2 und 3 zeigen das Gefüge von zwei ebenfalls druckgesinterten und in gleicher Weise zusammengesetzten Hartmetällegierunigen, die jedoch im'Gegensatz zu der das, Gefüge nach Abb. i. aufweisienden Legierung für Schneidzwecke ungeeignet sind. Das Gefüge .dieser beiden Legierungen ist durch abgerundete, nicht miteinander verzahnte Kristalle gekennzeichnet.
  • Die Legierungen gemäß der Erfindung können in einer Menge .bis zu etwa 15'/o auch noch andere harte Karbide, z. B. Chromkarbid, Thoriumkarbid und/oder Urankarbid, enthalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Gesinterte, auf der Basis Titankarbid-Vanadinkarbid-Hi.lfsmetall aufgebaute Hartmetallegier.ungcn, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein Verzahnungsgefüge aufweisen:. z. Hartmetalleigierungen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, ,daß sie aus io bis 5o % Vanadinkarbid, 3 bis 15 % Hilfsmetall (z. B. Nickel., IC-obalt, Eisen), Rest Titankarbid bestehen. 3. Hartmetallegierungen nach den An-Sprüchen i und 2, .dadurch gekennzeichnet, daß sie noch bis zu etwa 15 % andere harte Karbide, z. B. Chromkarbid., Thoriumkarbid und/oder Urankarbid, eritfhalten. 4. Verfahren zur Herstellung von Hartmetallegierunigen nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hersitellung auf .dem Wege der Drucksduteirunig erfolgt und das Verzahnungsgefüge durch die Wahl geeigneter Sinterbedingungen erzielt wird.. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr, 748 933-
DEK2860D 1944-03-10 1944-03-10 Hartmetallegierungen und Verfahren zu ihrer Herstellung Expired DE927294C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK2860D DE927294C (de) 1944-03-10 1944-03-10 Hartmetallegierungen und Verfahren zu ihrer Herstellung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK2860D DE927294C (de) 1944-03-10 1944-03-10 Hartmetallegierungen und Verfahren zu ihrer Herstellung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE927294C true DE927294C (de) 1955-05-05

Family

ID=7209629

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEK2860D Expired DE927294C (de) 1944-03-10 1944-03-10 Hartmetallegierungen und Verfahren zu ihrer Herstellung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE927294C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE937668C (de) * 1944-07-16 1956-01-12 Boehler & Co Ag Geb Durch Sintern erzeugte Hartmetallegierung aus Titankarbid und Vanadinkarbid mit niedriger schmelzenden Hilfsmetallen der Eisengruppe

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE748933C (de) * 1938-05-28 1944-11-14 Hartmetallegierung

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE748933C (de) * 1938-05-28 1944-11-14 Hartmetallegierung

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE937668C (de) * 1944-07-16 1956-01-12 Boehler & Co Ag Geb Durch Sintern erzeugte Hartmetallegierung aus Titankarbid und Vanadinkarbid mit niedriger schmelzenden Hilfsmetallen der Eisengruppe

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2621472C2 (de) Verwendung einer Hartlegierung für Schneid-,Scher-oder Verformungswerkzeuge
DE3418403C2 (de) Verfahren zum Herstellen eines Cermets mit hoher Zähigkeit zur Verwendung in Schneidwerkzeugen
DE3346873C2 (de)
DE2937724C2 (de) Pulvermetallurgisch hergestelltes Stahlerzeugnis mit hohem Vanadiumcarbid- Anteil
DE2407410B2 (de) Karbidhartmetall mit ausscheidungshärtbarer metallischer Matrix
DE1502019A1 (de) Werkzeuge und Werkzeugbestueckungen aus gesintertem Hartmetall
DE1298293B (de) Hochverschleissfeste, bearbeitbare und haertbare Sinterstahllegierung und Verfahren zu deren Herstellung
EP3409801B1 (de) Pulvermetallurgisch hergestellter, hartstoffpartikel enthaltender verbundwerkstoff, verwendung eines verbundwerkstoffs und verfahren zur herstellung eines bauteils aus einem verbundwerkstoff
DE2263576B2 (de) Verfahren zur Erzeugung eines M2 C-freien Gefüges in Schnellarbeitsstahl
EP0214679B1 (de) Korrosionsfeste Hartmetall-Legierung
DE4417799C2 (de) Cermet-Sinterkörper
DE2652392A1 (de) Sinterhartmetall und verfahren zu seiner herstellung
DE1242984B (de) Verwendung einer Elektrode aus gesintertem Hartmetall zur Panzerung von grossen Flaechen durch Schutzgas-Lichtbogenauftragsschweissung
DE3335341C2 (de)
DE1288791B (de) Verwendung einer Sinterhartmetallegierung zum Zerspannen von Gusseisen und Stahl
DE927294C (de) Hartmetallegierungen und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE3784754T2 (de) Drahtteil aus zementiertem karbid auf der basis von wolframkarbid.
DE1680437C2 (de) Gleitschutzstollen, insbesondere für Fahrzeugreifen
DE2630687C2 (de)
DE2157666A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Sinter-Hartmetall auf Basis Titancarbid und verschleißfeste Erzeugnisse daraus
DE608772C (de) Verfahren zur Herstellung von Hartlegierungen
DE751608C (de) Verwendung von gesinterten Hartmetallegierungen
DE6813510U (de) Rasierklinge.
DE1608190B1 (de) Verfahren zur erhoehung der haerte und abriebfestigkeit einer alznmg-legierung
DE1758923B2 (de) Oberflaechennitrierte, abriebbestaendige werkstuecke, insbesondere schneidwerkzeuge