DE926913C - Verfahren zum Haerten von Stahl auf elektroinduktivem Wege - Google Patents
Verfahren zum Haerten von Stahl auf elektroinduktivem WegeInfo
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Description
- Verfahren zum Härten von Stahl auf elektroinduktivem Wege Die bekannten Härteverfahren verlangen, daß die Erhitzung der zu härtenden Stahlsorte auf eine Temperatur erfolgt, die nur wenig über dem Umwandlun:gspunkt (Ac3) liegt. Bei einer höheren Härtetemperatur stellt sich nämlich eine starke Kornvergröberun:g ein., die mit einer Verringerung der Festigkeitseigenschaften verbunden ist. Auf der anderen Seite ist es bekannt, daß die Auflösung der Karbide und die Homogenität aller Stahlsorten um so größer ist, je höher die Temperatur der vorausgegangenen Erwärmung an und für sich war.
- Es ist ferner auch das Auftreten einer sogenannten Hysterese in bezug auf die Umwandlung von a- in ;-Eisen: bekannt, d. h. die Umwandlung erfolgt bei zunehmender Temperatur in einem höheren Temperaturbereich als bei der Wiederabnahme der Temperatur. je höher die Härtetemperatur ist, von der aus abgeschreckt wird, um so größer ist auch die rückbleibende Volumenvergrößerung des gehärteten Gefüges gegenüber dem ungehärteten. Es ist daher wünschenswert, den Stahl von eigner möglichst niedrigen Temperatur abzuschrecken.
- Dem steht gegenüber, daß bei sehr hoher Härtetemperatur die obengenannte Kornvergröberung einsetzt. Es hat sich nun gezeigt, daß bei Anwendung einer hohen Erhitzungstemperatur, aber einer niedrigen Abschrecktemperatur eine kleine Volumenvergrößerung erhalten wird, wenn mittels einer Induktionserwärmung die notwendige Wärmemenge dem zu härtenden Stahl zugeführt wird. Der Erfindungsgedanke hat dabei wahrscheinlich folgende physikalischen Gzundlagen zur Voraussetzung.
- r. Die Erhitzung erfolgt in so kurzer Zeit, daß eine Kornvergrößerung, d. h. ein Kornwachstum überhaupt nicht stattfinden; kann.
- 2. Die dabei in kürzester Zeit erreichte Temperatur ist so hoch, daß eine vollkommene Gleichmäßigkeit der Auflösung des Kohlenstoffes erfolgt. Irgendwelche Ungleichmäßigkeiten im Gefüge sind nicht mehr vorhanden.
- 3. Durch die Anwendung von Induktionserwärmung kommen .magnetische und Ultraschallkräfte zur Einwirkung auf das Staf:lgefüge. Dadurch setzt eine Gefügeauflockerung ein, die für die Ausbildung des flächenzentrierten Atomaufbaues das y-Eisens besonders geeignet ist.
- 4. Das Ablöschen, bzw. das Härten, vorgewärmter Stähle kann infolge der Ausnutzung der Hys-tere'seeigenschaft bei einer Temperatur erfolgen, die wesentlich niedriger als die bisher verwendete Härtetemperatur ist.
- Die Vorteile einer derartigen Härtung sind insbesondere die überraschende Steigerung der Festigkeitswerte, ferner die vollkommene Gleichmäßigkeit des Gefüges und; der erreichten Härtewerte, die nicht mehr von Zufälligkeiten der Vorbehandlung des Stahles abhängig sind. Der Verzug und die Rißbiddung von so gehärteten Werkstoffen aus Stahl (das Anwendungsgebiet ist auf keine besondere Stahlzusammensetzung beschränkt, wird jedoch besonders günstig bei der Härtung von Stabstahl angewendet) sind gegenüber den bisherigen Verfahren; geringer.
- Zwecks Vergütung deraxtig gehärteter Stähle wird eine Anlaßbchandlung vorgenommen, die zweckmäßigerweise auch mit der Induktionserwärmung durchgeführt wird. Beim Härten von großen Durchmessern wird durch das langsame Einwirken der Abschreckung häufig eüne Ungleichmäßigkeit dez Härtung über den Gesamtdurchmesser erhalten. Durch das Anlassen, auf induktivem Wege, wobei die Wärme in dem äußerem Schichten erzeugt wird, könneh diese Ungleichmäßigkeiten . wieder ausgeglichen werden.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zum Härten von Stahl auf elektroiaduktivem Wege, dadurch gekennzeichnet, daß der Stahl zunächst auf eine Temperatur erhitzt wird, die wesentlich über dem Ac3-Punkf liegt, und erst nach Abkühlung auf eine Temperatur, die kurz über dem Ara Punkt liegt, abgeschreckt wird.
- 2. Verfahren, nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß der gehärtete Stahl anschließend noch elekfiroinduktiv angelassen wird. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 337 $74; USA.-Patentsdhrnft Nr. 2a64 30i.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG2621D DE926913C (de) | 1944-06-08 | 1944-06-08 | Verfahren zum Haerten von Stahl auf elektroinduktivem Wege |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG2621D DE926913C (de) | 1944-06-08 | 1944-06-08 | Verfahren zum Haerten von Stahl auf elektroinduktivem Wege |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE926913C true DE926913C (de) | 1955-04-25 |
Family
ID=7116788
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG2621D Expired DE926913C (de) | 1944-06-08 | 1944-06-08 | Verfahren zum Haerten von Stahl auf elektroinduktivem Wege |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE926913C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1237684B (de) * | 1958-04-18 | 1967-03-30 | Albert Masseron | Gluehlampe fuer Scheinwerfer |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE337574C (de) * | 1916-06-09 | 1921-06-01 | Anonima Italiana Gio Ansaldo & | Waermebehandlungsverfahren von Gussstuecken aus Sonderstaehlen |
| US2264301A (en) * | 1934-03-29 | 1941-12-02 | Ohio Crankshaft Co | Heating and quenching apparatus |
-
1944
- 1944-06-08 DE DEG2621D patent/DE926913C/de not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE337574C (de) * | 1916-06-09 | 1921-06-01 | Anonima Italiana Gio Ansaldo & | Waermebehandlungsverfahren von Gussstuecken aus Sonderstaehlen |
| US2264301A (en) * | 1934-03-29 | 1941-12-02 | Ohio Crankshaft Co | Heating and quenching apparatus |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1237684B (de) * | 1958-04-18 | 1967-03-30 | Albert Masseron | Gluehlampe fuer Scheinwerfer |
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