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Schleudergut-Behälter für Zentrifugalschleudereinrichtung Zusatz zum
Patent 816 932 Die Erfindung betrifft eine Verbesserung der im Patent 8 16
932 beschriebenen Schleudergut-Behälter zur Verwendung in einer Zentrifugalschleudereinrichtung
mit einem um eine zentrale Achse drehbaren Teil, an welchem in Distanz von der zentralen
Achse ein die schmelzflüssig metallisierten und zu schleudernden Metallteile aufnehmender
Behälter drehbar gelagert ist, der Drehbewegungen um seine eigene Achse ausführt.
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Bei bekannten Schleudergut-Behältern für obige Verwendung werden die
zu schleudernden Metallgegenstände lose eingefüllt, und bei Wahl entsprechender
Drehzahlen der Schleudergut-Behälter wird den Metallgegenständen im Behälter selber
eine Umwälzbewegung erteilt. Durch diese Umwälzbewegung können im überzugmetall
an den Oberflächen der Metallgegenstände Beschädigungen auftreten.
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Es sind bereits Schleudergut-Behälter für zu trocknende Metallteile
bekannt, welche mit besonderen einsetzbaren Haltevorrichtungen versehen sind, an
welchen das Trockengut vor dem Einsetzen in die Zentrifuge so befestigt werden kann,
daß eine gegenseitige Reibung und dadurch bewirkte Beschädigungen vermieden werden.
Es ist ferner bekannt, derartige Schleudergut-Behälter mit festen Deckeln zu versehen.
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Gemäß der Erfindung wird bei Schleudergut-Behältern nach dem Hauptpatent
der obenerwähnte Nachteil der gegenseitigen Reibung des Schleudergutes dadurch beseitigt,
daß der Behälter mit einem
Deckel versehen ist, der zum Zwecke des
Festhaltens der in der Einfüllstellung befindlichen Metallgegenstände dem Füllungsgrad
des Behälters angepaßt, also mehr oder weniger weit in den Behälter eingeschoben
werden kann. Vorzugsweise kann die Anordnung so getroffen werden, daß der Deckel
mit Hilfe einer Spindelführung bzw. eines Schraubgewindes in einfacher Weise verstellbar
ist.
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In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des die Erfindung
bildenden Behälters dargestellt. Es zeigt Fig. i einen Vertikalschnitt durch eine
Z.entrifugalschleudereinrichtung nach der Schnittlinie I-I in Fig.2. Fig.2 diese
Schleudervorrichtung in der linken Hälfte in Draufsicht und in der rechten Hälfte
im Horizontalschnitt nach _ der Schnittlinie II-II in Fig. i, Fig.3 einen Schleudergut-Behälter
im Vertikalschnitt nach der Schnittlinie III-III in Fig. ¢ und Fig, q. einen Horizontalschnitt
des Behälters nach der Schnittlinie IV-IV in Fig.3.
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In Fig. i und 2 bezeichnet i einen vertikalen runden Behälter; der
an der Oberseite mit zwei einander diametral gegenüberliegenden und in gleichen
Abständen von der Mittelachse des Behälters i angeordneten Einfüllöffnungen 2 versehen
ist. Die Einfüllöffnungen 2 sind durch um Gelenkachsen 3 schwingbare Abschlußdeckel
q. abgeschlossen. Der Boden 5 des Behälters i ruht auf einem als Hohlzylinder ausgebildeten
Traggestell 6. Im Hohlraum des Traggestelles 6 ist eine vertikale, hohle Welle 7
drehbar gelagert, die koaxial zur Mittelachse des Behälters i angeordnet ist. Am
oberen Ende der hohlen Welle 7 ist ein horizontaler Träger 8 befestigt. Im Träger
8 sind zwei in gleichen Abständen von der Mittelachse und einander diametral gegenüberstehende,
nach aufwärts gerichtete vertikale Wellen 9 drehbar gelagert. Die Abstände der Einfüllöffnungen
2 und die Abstände der Vertikalwellen 9 von der Mittelachse des Behälters i stimmen
miteinander überein. Die Vertikalwellen 9 durchdringen einen im Boden 5 vorgesehenen
Ringspalt i o, und es sind an den oberen Enden derselben am Umfang gelochte, zylindrische
und nach oben offene Behälter i i befestigt. Die Behälter i i umschließen gelochte
Behälter 12, welch letztere bei geöffneten Deckeln q. von oben in die Behälter i
i eingeführt werden können. Die Behälter 12 sind bestimmt für die Aufnahme von durch
ein Tauchverfahren mit einem überzugmetall versehenen Metallgegenständen.
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Die drehbare hohle Welle 7 erhält ihren Antrieb durch einen Elektromotor
14, der koaxial zur Hohlwelle 7 angeordnet sein kann. Der Elektromotor i q. kann
zweckmäßig als Motor mit regulierbarer Tourenzahl ausgebildet sein. In der Hohlwelle
7 ist eine gegen Verdrehung gesicherte Welle 15 vorgesehen, deren unteres Ende am
Fundament 16 der Schleudereinrichtung abgestützt ist. Am oberen Ende der Welle 15
ist der Teil 17 des Bodens 5 abgestützt, welcher durch den Ringspalt i o vom übrigen
Teil des Bodens 5 getrennt ist. Auf der nicht drehbaren Welle 15 sind zwei Kettenräder
18 vorgesehen, die mit der Welle 15 mittels einer schnell lösbaren Kupplung gekuppelt
werden können. Diese Kupplungseinrichtung ist, weil ohne weiteres verständlich,
in der Zeichnung nicht angegeben. Auf den drehbaren Vertikalwellen 9 ist je ein
Kettenrad i 9 befestigt. Die Kettenräder 18 stehen mit den Kettenrädern i 9 vermittels
Gelenkketten 2o in Verbindung. Durch diese getroffene Anordnung vollführen die Behälter
i i bei einer Drehung der Hohlwelle 7 für sich Drehbewegungen um ihre Wellen 9.
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Im Innern des Behälters i ist in desisen Mittelachse eine Heizvorrichtung
2 i vorgesehen, die beispielsweise als elektrische Heizvorrichtung ausgebildet sein
kann.
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Fig. 3 und q. zeigen die erfindungsgemäße Ausführungsform des in Fig.
i mit 12 bezeichneten Schleudergut-Behälters. Zur Führung des Behälters 12
im Behälter i i besitzt die gelochte Zylinderwandung 25 am Umfang einen Ring 26,
der den gleichen Außendurchmesser aufweist wie ein am unteren Behälterende befindlicher
Wulstring 27. In letzterem sind an der unteren Stirnseite (Fig. 3 und q.) am Umfang
gleichmäßig verteilt drei Segmentringe 28 mit je einem Anschlagblech 29 angeordnet.
In der ebenfalls gelochten oberen Stirnwand 3o des Behälters ist eine Öse 3 i vorgesehen
zum Einsetzen und Herausziehen des mit Schleudergut q.1 angefüllten Behälters 12
aus dem Behälter ii (Fig. i). Auf einer Gewindespindel 36 sitzt am einen Ende ein
Vierkant 38 und am anderen Ende ein gelochter Deckel 37, der in den zylindrischen
Teil 25 des Behälters paßt. Auf der Gewindespindel 36 sitzt ,eine Nabe 32
mit drei am Umfang gleichmäßig verteilt angeordneten Armen 33.
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Zum Einfüllen von Schleudergut 41 wird der Behälter 12 (Fig. 3 und
q.) mit der Öse 31 nach unten aufgestellt, und es werden die Metallteile eingefüllt
bis unterhalb des Wulstringes 27. Dann wird die Deckelpartie, bestehend aus den
Teilen 32, 33, 36, 37, aufgesetzt, wobei die Arme 33 der Nabe 32 durch die Aussparungen
3¢ eingeführt und nach Art eines Bajonettverschlusses bis zum Anschlag an die Anschlagbleche
29 verdreht werden. Mittels eines auf das Vierkant 38 der Gewindespinde136 aufgesetzten,
in der Zeichnung nicht dargestellten Schlüssels wird nun die Gewindespinde126 je
nach dem Füllgrad des Behälters mehr oder weniger weit in die Nabe 32 hineingeschraubt,
bis das Schleudergut 41, im dargestellten Beispiel Rohrverbindungsstücke, durch
den Deckel37 unverrückbar im Behälter festgehalten ist. Die gleiche Wirkung in bezug
auf Festhalten der im Schleudergut-Behälter eingefüllten Metallteile könnte indessen
auch erreicht werden durch Niederpressen des Deckels mittels Kniehebels, Exzenters
oder durch Federkraft.
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Der beschriebene Schleudergut-Behälter gestattet; auf einfache Weise
genügend Druck zu erzeugen, um gegenseitige Verschiebungen des Schleudergutes während
des Schleudervorgangs zu vermeiden. Dadurch wird- verhindert, daß am überzugmetall
Reibstellen
entstehen, wie dies der Fall war bei lose eingefüllten Metallteilen.