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DE912727C - Verfahren zum Abtrennen einer Komponente von gegebener Phasenbeziehung aus einem Wechselstromsignal, insbesondere zur Feststellung von Metallkoerpern - Google Patents

Verfahren zum Abtrennen einer Komponente von gegebener Phasenbeziehung aus einem Wechselstromsignal, insbesondere zur Feststellung von Metallkoerpern

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Publication number
DE912727C
DE912727C DESCH7351A DESC007351A DE912727C DE 912727 C DE912727 C DE 912727C DE SCH7351 A DESCH7351 A DE SCH7351A DE SC007351 A DESC007351 A DE SC007351A DE 912727 C DE912727 C DE 912727C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
signal
phase
component
tube
voltage
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DESCH7351A
Other languages
English (en)
Inventor
Henri-Georges Doll
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Schlumberger Overseas SA
Original Assignee
Schlumberger Overseas SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schlumberger Overseas SA filed Critical Schlumberger Overseas SA
Priority to DESCH7351A priority Critical patent/DE912727C/de
Priority to FR1044840D priority patent/FR1044840A/fr
Application granted granted Critical
Publication of DE912727C publication Critical patent/DE912727C/de
Expired legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01VGEOPHYSICS; GRAVITATIONAL MEASUREMENTS; DETECTING MASSES OR OBJECTS; TAGS
    • G01V3/00Electric or magnetic prospecting or detecting; Measuring magnetic field characteristics of the earth, e.g. declination, deviation
    • G01V3/08Electric or magnetic prospecting or detecting; Measuring magnetic field characteristics of the earth, e.g. declination, deviation operating with magnetic or electric fields produced or modified by objects or geological structures or by detecting devices
    • G01V3/10Electric or magnetic prospecting or detecting; Measuring magnetic field characteristics of the earth, e.g. declination, deviation operating with magnetic or electric fields produced or modified by objects or geological structures or by detecting devices using induction coils
    • G01V3/104Electric or magnetic prospecting or detecting; Measuring magnetic field characteristics of the earth, e.g. declination, deviation operating with magnetic or electric fields produced or modified by objects or geological structures or by detecting devices using induction coils using several coupled or uncoupled coils
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R17/00Measuring arrangements involving comparison with a reference value, e.g. bridge

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
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  • Remote Sensing (AREA)
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  • Electromagnetism (AREA)
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  • Geology (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geophysics (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Materials By The Use Of Magnetic Means (AREA)
  • Geophysics And Detection Of Objects (AREA)

Description

  • Verfahren zum Abtrennen einer Komponente von gegebener Phas enbeziehung aus einem Wechselstromsignal, insbesondere zur Feststellung von Metallkörpern Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Abtrennen einer Komponente von gegebener Phasenbeziehung aus einem Wechselstromsignal, das sich aus verschiedenen Phasen zusammensetzt, insbesondere zur Feststellung von Metallkörpern und zur Erforschung von magnetischen Adern in der Umgebung eines Bohrlochs.
  • In verschiedenen Wechselstromkreisen besteht die Forderung zur Trennung von Wechselstromkomponenten einer gegebenen Phase von Wechselstromkomponenten einer anderen Phase. Zum Beispiel bei Mehrfachnachrichtenverbindungen werden häufig zwei Nachrichtenkanäle von derselben Frequenz, aber von unterschiedlichen Phasen benutzt.
  • Andererseits muß auf der Empfangsstation einer solchen Anordnung der Stromkreis so angeordnet sein, daß er die beiden Phasen in der Weise trennt, daß die beiden Kanäle unabhängig voneinander demoduliert oder gleichgerichtet werden können.
  • Als weiteres Beispiel sei die Auffindung bzw.
  • Feststellung von Metallkörpern in Abfallstoffen oder anderen Materialien aufgeführt, die bisher durch die Beobachtung der Verstimmung einer vorher abgeglichenen Wechselstrommeßbrücke erfolgte.
  • Eine Wechselstrommeßbrücke ist ein besonderes Vierklemmenisystem, wobei zwei Eingangsklemmen und zwei Ausgangsklemmen, in welchen Anderungen in den Eigenschaften der Brückenzweige angezeigt werden, vorgesehen sind. Diese Brücken, welche im allgemeinen auf der Veränderung der gegenseitigen Induktion beruhen, um eine Verstimmung oder eine Anzeige im Ausgangskreis zu er- halten, sind .\bwalldlungen der Wheatst. neschen Brücke, welche bisher dazu benutzt wurde, unbekannte Größen durch Feststellung einer Verstimmung durch eine solche unbekannte Größe nach der vorherigen Abgleichung der Brücke zu bestimmen.
  • Da der Ausgang dieser Brücken im allgemeinen ein Wechselstromsignal von verschiedenen Phasen enthält, von denen nur eine einzige Phase malAgeblich ist, ist bei diesen leßhrücken im \usgangskreis eine Schaltungsanordnung mit Phasenauswahl notwendig. Diese bekannten Brücken waren nicht immer ganz zufriedenstellend. da sie meist sehr empfindlich sein müssen und aus diesem Grunde unter den üblichen Bedingungen von Temperaturänderungen und Feuchtigkeits schwankungen schwierig in ihrer Gleichgewichtslage zu halten sind.
  • Aus diesem Grunde schwanken auch die elektriedlen Eigenschaften und insbesondere die gegenseitigen Induktivitäten, so daß die Brücke aus dem ç lleichgewicht gerät. Derartige Ungleichheiten können dadurch in üblicher Weise korrigiert werden, daß man geeignete. vorsichtig von Hand betätigte Reguliermittel vorsieht. Daher würde eine Scha!-tungsanordnung, welche eine besondere Phase aus dem Ausgang einer solchen Brücke auswählt, um so die Größe der Verstimmung anzuzeigen, sehr wertvoll sein.
  • Ein anderes Anwendungsgebiet für Phasenselektionskreise liegt in der elektrischen Untersuchung von durch ein Bohrloch durchteuften Erdschichten.
  • Hierbei ist es häufig notwendig. eine von zwei Komponenten, die miteinander in einer gewissen Phasenbeziehung stehen. zu unterdrüclien. und zwar im Hinblick auf ein anderes Signal. das von einer Impedanzmeßbrücke erhalten wird. Bei der Erforschung von magnetischen Adern in der Umgebung eines Bohrlochs durchHerablassen einer3Ießbrücke kann das Wasser in dem Bohrloch, das mitunter sehr leitend ist, eine bedeutendeWiderstandskomponente zur Folge haben, die abzusondern ist. damit die charakteristischen Reaktions- oder induktiven Signalkomponenten der magnetischen Ader beobachtet werden können. Auch wenn nichtmamagnetische leitende Massen gesucht werden, so lassen sich Störungen durch unbedeutende magnetische Erdmaterialien feststellen, die eine ausgesprochen induktive Signalkomponente zur Folge haben. Die letztere muß abgetrennt werden, damit die leitenden Massen bestimmt werden können und die Variationen in der Leitfähigkeit der geologischen Schichten, die von dem Bohrloch durchteuft werden, gemessen werden können. Für die weiteren Betrachtungen sei eine elektromotorische Kraft, wie sie an den beiden Ausgangsklemmen eines Vierklemmensystems in Erscheinung tritt, als induktive Komponente bezeichnet, wenn ihre Phasenverschiebung in bezug auf den Eingangsstrom jeweils go oder 270 beträgt. Sie soll als Widerstandskomponente bezeichnet werden, wenn ihre Phasenverschiebung gegenüber dem Eingangsstrom o oder I800 beträgt. Die obigen Bezeichnungen Widerstandskomponente und induktive Komponente wurden gewählt, weil sie mit dem Vorgang bei Meßbrücken mit gegenseitigen Impedanzen vergl ei dibar sind, Rie sie später beschrieben werden sollen.
  • Wenn z. B. ein rein induktives Material, wie Eisen. in das magnetische Feld einer solchen Impedanz brücke gebracht wird, so erzeugt es ein Signal voll induktiver Phase. Da diese elektromotorische Kraft durch ein induktives Material erzeugt wird, ist es naheliegend. sie als die induktive Komponente des Signals zu bezeichnen. Ebenso wird, wenn ein reines Widerstandsmaterial in das magnetische Feld hineingebracht wird, ein Signal der Widerstandsphase erzeugt.
  • Im allgemeinen kann gesagt werden, daß bei den üblich verwendeten Frequenzen die meisten metallischen Gegenstände sowohl induktive wie auch Widerstandskomponenten in Erscheinung treten lassen, die von der gleichen Größenordnung sind, so daß jede für die Messung ausgewertet werden kann. Die meisten der. anderen hlaterialien, die irgendwelche Effekte hervorrufen, ergeben Signale nur von der einen der beiden Komponenteil. So ergibt z. B. Meerwasser Signale von im wesentlichen reinem Widerstandscharakter, während ein magnetischer Untergrund im wesentlichen rein induktive Signale zur Folge hat. Auf diese Weise ist es mit Hilfe eines geeigneten Phasenselektionskreises möglich, Massen. die lediglich einen ohmschen Widerstand besitzen, in im wesentlichen induktiven Medien mittels einer Impedanzmeßbrücke festzustellen, die in die Umgebung derartiger nassen gebracht wird.
  • Temperaturschwankungen längs eines Bohrlochs bewirken eine mechanische Störung in dem Spulensystem. wodurch die gegenseitige Induktivität zwischen den Sende- und Empfangsspulen geändert wird, die zu Meßzwecken in entsprechendem Abstand in das Bohrloch hinabgesenkt werden. Hierdurch wird zuweilen eine Verstimmung hervorgerufen, welche eine Verschiebung des Bezugsnullpunktes des Systems zur Folge hat. Um diese Ver schiebung zu vermeiden, ist es wünschenswert, das Signal, das diese Verstimmung hervorruft, auszuschalten. Auch andere irreführende Signale, die sich aus der relativen mechanischen Bewegung zwischen der Sende- und Empfangsspule ergeben können, wären zu unterdrücken.
  • Demgemäß ist der Hauptzweck der vorliegenden Erfindung, neuartige und verbesserte Wechselstrommeßanordnunben zu schaffen, die in bezug auf \\~echselstromsignalkomponenten der gleichen Frequenz, jedoch verschiedener Phasen, phasenselektiv sind.
  • Ein weiterer Zweck der vorliegenden Erfindung besteht darin, neue und verbesserte elektrische Schaltanordnungen der obigen Art zu schaffen, bei denen. eine Vektorkomponente vorausbestimmter Phase eines gegebenen Wechselstromsignals von den Komponenten anderer Phasen getrennt werden kann, um sie messen oder sonstwie auswerten zu können.
  • Weiterhin bezweckt die Erfindung, neue und verbesserte Phasenselektionskreise zu schaffen, bei denen eine unerwünschte veränderliche Komponente vorherhestimmter Phase eines gegebenen Wechselstromsignals fortlaufend unterdrückt wird, damit eine andere Signalkomponente von anderer Phase beobachtet oder gemessen werden kann.
  • Weiterhin bezweckt die Erfindung, Phasenselektioussysteme zu schaffen, bei denen eine oder mehrere Komponenten verschiedener Phasen eines veränderlichen Wechselstromsignals gegebener Frequenz fortlaufend unterdrückt werden und eine oder mehrere der unterdrückten Signale beobachtet oder gemessen werden.
  • Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß den Wechselstromsignalkomponenten gegebener Frequenz, bei denen die Phasenselektion angewandt werden soll, ein Wechselstromhilfssignal von solcher Phase und Intensität zugeordnet wird, daß die unerwünschte Komponente entweder eliminiert oder ihre Größe im Hinblick auf die gewünschte Komponente vernachlässigbar gering wird. Das Hilfssignal vorherbestimmter Phase wird vorzugsweise durch einen Stromkreis geliefert, der späterhin als Variometerröhrenkreis bezeichnet wird und eine Elektronenröhre steuerbarer Leitfähigkeit enthält. Der Variometerröhrenkreis ist erfindungsgemäß so ausgebildet, daß bei einem Eingangssignal gegebener Phase der Ausgangsstrom die richtige Phase für das Zusammengehen mit der Wechselstromsignalkomponente besitzt, um die erwünschte Phasenselektion durchzuführen. Auch die Amplitude oder Stärke des Wechselstromsignals aus dem Variometerröhrenkreis kann durch Einstellung der Steuerspannung am Steuergitter dieser Röhre, welche eine steuerbare Leitfähigkeit besitzt. geändert werden.
  • Um die Stärke oder Amplitude des Ausgangssignals aus dem Variometerröhrenkreis laufend zu regulieren, wird gemäß der Erfindung die an das Steuergitter der Röhre angelegte Spannung entsprechend den Änderungen in einer Vektorkom ponente einer vorausbestimmten Phase des Signals, für das die Phasenselektion Anwendung finden soll, automatisch geändert.
  • Bei einer Ausführungsform der Erfindung wird der Eingangsstrom von gegebener Phase für den Variometerröhrenkreis von der Eingangsseite einer üblichen \tierklemmenschaltung abgeleitet. Der Ausgang- des Variometerröhrenkreises wird dazu benutzt, ein unerwünschtes Signal von gegebener Phase in der Ausgangsseite der Schaltungsanordnung zu eliminieren. Die fortlaufende und automatische Eliminierung der Ausgangssignalkomponente unerwünschter Phase wird durch Benutzung eines Teils jener Signalkomponente, gegebenenfalls nach Verstärkung, erreicht, um die an das Steuergitter der steuerbaren Induktanzröhre in dem Variometerröhrenkreis angelegte Spannung zu steuern. Diese Unterdrückung der unerwünschten Signalkomponente ermöglicht die Beobachtung von Signalkomponenten anderer Phase, wenn dies erwünscht ist. Auch sind gemäß der Erfindung Mittel vorgesehen, um Anzeigen über die Stärke oder Anderungen in der Stärke der zu unterdrückenden Signalkomponente zu erhalten.
  • Bei einer zweiten Ausführungsform der Erfindung wird der Eingangsstrom von gegebener Phase für den Variometerröhrenkreis von der Eingangsseite eines üblichen Vierklemmensystems entnommen, wohingegen der Ausgangsstrom des Variometerröhrenkreises dazu benutzt wird, um die Stärke, d. h. die Amplitude der gewünischten Signalkomponente, auf der Ausgangsseite des Systems bedeutend zu vergrößern. Nachdem auf diese Weise die gewünschte Signalkomponente verstärkt worden ist, ist ein Kreis vorgesehen, in dem das gewünschte Signal nunmehr leicht von der schwachen unerwünschten Komponente getrennt werden kann, wie es später noch erläutert wird.
  • In der Zeichnung sind einige der möglichen Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes beispielsweise dargestellt, deren Wirkungsweise und Vorteile nachstehend eingehend erläutert werden.
  • Hierin bedeuten Fig. in bis 1 E Vektorendiagramme für die grundsätzliche Erläuterung der Erfindung, Fig. 2 ein Schaltschema einer grundsätzlichen Anordnung gemäß der Erfindung, Fig. 3 bis 7 Schaltschemata zur Erläuterung der ersten Ausführungsform der Erfindung, wobei Fig. 3 ein Schaltschema einer Anordnung zur elektischen Untersuchung der näheren Umgebung von Bohrlöchern oder für geophysikalische Feststellungen, Fig. 4 ein Schaltschema, welches eine Abänderung des Variometerröhrenkreises in Fig. 3 zeigt, das Anderungen in der Amplitude der zu unterdrückenden Signalkomponente zu messen gestattet, und Fig. 5 eine weitere Abänderung der ersten Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht, bei der zwei Signale verschiedener Phase laufend unterdrückt und Anzeigen über die Größe oder Änderungen in den Amplituden der unterdrückten Signale erhalten werden; Fig. 5 a ist ein Schaltschema einer Abänderung eines Teils des in Fig. 5 gezeigten Kreises; Fig. 6 und 7 veranschaulichen verschiedene Arten von Schaltanordnungen in den Variometerröbrenkreisen; Fig. 8 ist ein Schaltschema zur eingehenden Erläuterung der zweiten Ausführungsform der Erfindung, in der es sich um Apparate zur Untersuchung der Erdoberfläche oder anderer Materialien hinsichtlich ihrer verschiedenen Struktur handelt.
  • Wenn auch die Erfindung bei jedem elektrischen Vierklemmensystem Anwendung finden kann, soll sie hier in Verbindung mit gegenseitigen Impedanzmeßbrücken erläutert werden, wie sie zur Untersuchung von Bohrlöchern oder für Oberflächenuntersuchungen verwandt werden.
  • Gemäß Fig. in ist am Ausgang von Vierklemmenschaltungen, wie sie nach der Erfindung Verwendung finden sollen, ein Wechselstromsignal von der Amplitude oC und der Phasen im Verhältnis zum Eingangssignal festzustellen. Dieses Signal setzt sich aus zwei Komponenten oAundoB von senkrechter Phasenverschiebung zusammen, deren Resultierende durch das Signale dargestellt wird. Die Komponente oA, welche in Phase mit dem Signaleingang an der Vierklemmenschal- tung liegt, stellt die Widerstandskomponente dar. während die Komponente 0 B die induktive Komponente darstellt, deren Phase gegenüber der Widerstandskomponente um go0 verschoben ist. Das erfindungsgemäß gelöste Problem liegt in der Trennung jeder dieser beiden Komponenten voneinander, !So daß die eine oder andere oder beide unabhängig gemessen oder anderweitig verwandt werden können. Dies wird durch Anordnungen erreicht, welche sowohl eine zufällige Verstimmung des Vierklemmensystems korrigieren als auch die einzelnen Komponenten voneinander trennen. Zur Vereinfachung der Erklärung dieses Vorganges sei angenommen, daß die Messung der Widerstandskomponente oA gewünscht wird und die induktive Komponente 0 B unterdrückt werden soll.
  • Die erste Ausführungsform der Erfindung weist Einrichtungen auf, durch die eine in ihrer Amplitude laufend veränderbare Hilfsschwingung o gemäß Fig. 1 B dem Ausgangskreis des Vierklemmensystems zugeführt wird, wobei die Amplitude von oB' im wesentlichen zu allen Zeiten gleich der Amplitude von oB ist und die beiden Schwingungen genau um I800 in der Phase verschoben sind. Es ist klar, daß sich dann oB und oB' völlig aufheben, so daß nur die gewünschte Komponente Oa1 übrigbleibt, die gemessen oder anderweitig ohne Beeinträchtigung durch die unerwünschte Komponente oB ausgewertet werden kann.
  • Die zweite Ausführungsform der Erfindung zeigt eine Anordnung, bei der ein Hilfsdauersignal oD gemäß Fig. 1 D in Reihe mit dem Ausgangskreis der Vierklemmenanordnung eingeführt wird, wobei die Amplitude von oD bedeutend größer ist als jede induktive oder Widerstandskomponente, oD jedoch in Phase mit der gewünschten Komponente oA liegt. Wie aus Fig. I D zu erkennen ist, werden Amplitudenänderungen der Widerstandskomponente oA entsprechende Änderungen in der Gesamtamplitude des Widerstandssignals im Ausgangskreis verursachen, da eich, vektoriell ausgedrückt, Signale gleicher Phase unmittelbar addieren. Ferner kann man aus Fig. IE ersehen, daß die induktive Komponente, wenn sie vektoriell zur DauerhilfsschwingungoD addiert wird, nur einen fast vernachlässigbaren Betrag zu dem Gesamtsignal in dem Kreis hinzufügt. Somit wird das sich im Ausgangskreis des VierklemmensystemJs endgültig ergebende Signal ein verhältnismäßig mächtiges Signal darstellen, welches sich unmittelbar und bedeutend mit der gewünschten Widerstandskomponente ändert, ohne daß sich eine merkbare Änderung bei der induktiven Komponente ergibt. Wenn dann später das Dauerhilfssignal von dem resultierenden Gesamtsignal abgezogen wird, bleibt im wesentlichen lediglich die gewünschte Widerstandskomponente übrig.
  • Eine Anordnung zur Durchführung der in den Fig. 1 A bis I E veranschaulichten Vorgänge ist in Fig. z schematisch dargestellt. Bei der dargestellten Schaltungsanordnung I mit vier Anschlußklemmen sind die Eingangsklemmen mit I a und I b und die Ausgangsklemmen mit 1 c und 1 d bezeichnet. Sie besitzt eine Sendespule 2 und eine Empfangsspule 3. Zur Speisung der Sendespule 2 dient ein Wechselstrom bestimmter Phase und Frequenz, der durch den Oszillator g erzeugt wird. Dieser Strom wird auch in den Variometerröhrenkreis 4 gespeist.
  • Für den Fall, daß sich keine Medien in der Nähe befinden, wird sich an den Ausgangsklemmen 1 und 1 d des Vierklemmensystems kein Ausgangsstrom ergeben, da die Meßbrücke völlig ausgeglichen ist und die Achsen der Spulen 2 und 3 senkrecht zueinander liegen. Wenn dagegen die Schaltungsanordnung in die Nähe von störend einwirkenden Medien gebracht wird, so wird ihr Gleichgewicht gestört und hierdurch in der Spule 3 eine Spannung erzeugt, die Aufschluß über die die Gleichgewichtsstörung verursachenden induzierten Ströme gibt. Diese Spannung setzt sich aus zwei Komponenten gemäß Fig. iA, und zwar einer Widerstandskomponente oA, welche als die erwünschte Komponente angenommen wurde, und einer induktiven Komponente oB, welche unterdrückt werden soll, zusammen.
  • Bei der ersten Ausführungsform der Erfindung wird der Ausgang des Variometerröhrenkreises 4 zum Transformator 5 hin eine Hilfsspannung aufzeigen, welche sich ständig in ihrer Amplitude in Abhängigkeit von der unerwünschten induktiven Komponente ändern wird und genau um iSo0 in der Phase verschoben ist. Daher wird am Eingang zum Verstärker 6 nur die gewünschte Widerstandskomponente in Erscheinung treten, da die unerwünschte Komponente unterdrückt worden ist.
  • Die Phasenlage dieser Hilfsspannung wird durch die Eingangsspannung an der Variometerröhre von -dem Oszillator g her gesteuert und die Amplitude durch den Rückkopplungskreis 7, und zwar beide in einer später noch beschriebenen Weise. Die gewünschte Widerstandskomponente wird mittels eines Wechselstrommeß instrumentes 8 gemessen, jedoch können auch beliebige andere Einrichtungen benutzt werden, um die erwünschte, so abgetrennte Komponente auszuwerten.
  • Bei einer zweiten Ausführungsform der Erfindung kann der Ausgang des Variometerröhrenkreises 4 zum Ausgang. des Schaltsystems 1 ein dauerndes Hilfssignal einführen, das in Phase mit der gewünschten Wi derstandskomponente liegt, jedoch wesentlich stärker ist als die unerwünschte induktive Komponente, wie es in Verbindung mit den Fig. 1 D und 1 E ausgeführt worden ist. Der Verstärker 6 kann so beeinflußt werden, daß das Dauersignal nicht hindurchtreten kann, sondern lediglich das zusätzliche Signal, das im wesentlichen der Widerstandskomponente entspricht, verstärkt wird, womit die unerwünschte induktive Komponente unterdrückt wird. Die Phase des Variometerröhrenkreisess wiederum wird durch den Oszillator 9 gesteuert, wobei der Rückkopplungskreis 7 die Röhre 4 beeinflußt und so die Amplitude des Dauer&ignals geändert wird, um die dauernden Abweichungen vom Gleichgewichts zustand der Meßanordnung auszugleichen.
  • I)ie erste Ausfiihruiigsform der Erfindung soll an Hand der Fig. 3 bis 7 im einzelnen beschrieben werden.
  • Gemäß Fig. 3 besitzt das Untersuchungsgerät für Bohrlöcher ein Meßspulensystem 1o mit einer Sendespule II und einer Empfangsspule 13, die induktiv gekoppelt sind. Das Spulensystem 10 kann beliebiger Art sein, wobei seine mechanische Form l>esonders dadurch bestimmt ist, ob es in Bohrlöchern oder zur Messung an der Oberfläche oder auch zu anderen Untersuchungen bestimmt ist.
  • Für gewisse Zwecke werden die Sende- und die Empfangsspule in keinen feststehenden Abstand zueinander gebracht, sondern beweglich zueinander angeordnet, wie es insbesondere für Oberflächenuntersuchungen in Frage kommt. Die Sendespule 1 1 wird mit Wechselstrom von einem geeigneten Oszillator 14 über die Leitungen 15 und i6 gespeist.
  • Die Empfangsspule I3 ist durch die Leitungeti 17 und I8 mit den Eingangsklemmen eines Verstärkers I9 verbunden, in dessen Ausgangskreis irgendeine geeignete Anzeigeeinrichtung oder auch z. B. ein Kopfhörerpaar eingeschaltet ist. Die direkte gegenseitige Induktion zwischen der Sendespule II und der Empfangsspule 13 wird vorzugsweise auf irgendeine passende Art, wie z. B. durch das Variometer 21, aufgehoben.
  • Wenn der Teil des Untersuchungsgeräts, der zuvor beschrieben worden ist, unter Strom gesetzt wird und das Spulensystem 10 in die Nähe von magnetischen Erdschichten gebracht ist, so läßt sich feststellen, daß eine starke R eaktionssignalkomponente auftritt, welche von einer solchen Größe ist, daß andere wünschenswerte Signale, die durch leitende Massen oder Schichten hervorgerufen werden können, überdeckt werden, deren Lage oder Leitfähigkeit aber gerade festgestellt werden soll. Für jede gegebene Lage des Spulensystems 10 gegenüber den magnetischen Erd schichten können hierdurch verursachte Signale durch entsprechende Einstellung der Variometer21 und 22, wie es bekannt ist, vollständig ausgeschaltet werden.
  • Das Variometer 21 dient dazu, in den Kreis der Em,pfangsspule I3 eine Spannung zu liefern, welche zu jedem aufgenommenen Reaktionssignal entgegengesetzt gerichtet ist. Es kann beispielsweise eine Primärwicklung 23, die in Reihe mit der Zuführungsleitung 15 liegt, und eine Sekundärwicklung 24 besitzen, die in Reihe mit der Leitung I7 liegt, wobei übliche Mittel vorgesehen sind, um die gegenseitige Induktivität zwischen den Wickungern 23 und 24 zu ändern. Das Variometer 22 ist so ausgebildet, daß es eine gegenseitige Induktanz etwa vom Nullwert besitzt und in den Empfangsspulenkreis I3 eine Widerstandsspannung entgegengesetzt zu jedem Widerstandssigual, das aufgenommen werden könnte, einspeist. Es besitzt eine Primärwicklung 25, die in Reihe mit der Zuführungsleitung 15 liegt, und eine Sekundärwicklung 26, die in Reihe mit der Zuführungsleitung I7 liegt. Ein Widerstandssignal kann dadurch hervorgerufen werden, daß man für die Wicklungen 25 und 26 einen leitenden Kern, wie einen Messingstab beispielsweise, vorsieht.
  • Wenn die gegenseitige Impedanz zwischen der Sendespule II und der Empfangsspule 13 infolge ihres Abstandes gering ist, kann man das eine oder auch heide Variometer 21 und 22 fortlassen und das Gleichgewicht in erster Linie mit Hilfe des Variometerröhrenkreises herstellen.
  • Es ist jedoch festgestellt worden, daß, wenn auch das System für jede gegebene Lage des Spulensystems 10 durch entsprechende Einstellung der Variometer 21 und 22 ausgeglichen werden kann, es sofort aus dem Gleichgewichtszustand kommt, wenn das Spulensystem 10 in eine andere Lage im Verhältnis zu den magnetischen Erdschichten gebracht wird.
  • Gemäß der Erfindung wird nun vorgeschlagen, dadurch das System fortlaufend im Gleichgewichts. zustand zu halten, indem in den Kreis der Empfangsspule I3 eine Spannung geeigneter Phase und Größe eingespeist wird, um jede unerwünschte Signalkomponente gegebener Phase oder Größe (in diesem Fall eine Reaktionssignalkomponente), die durch das Empfangsspulensystem I3 aufgenommen werden könnte, zu unterdrücken. Dies wird mittels des Variometerröhrenkreises 27 erreicht.
  • Gemäß der Fig. 3 besitzt dér Variometerröhrenkreis 27 eine übliche Elektronenröhre 2E, welche eine Pentode mit einem Schutzgitter 29 sein kann, das mit der Kathode 30 verbunden ist. Das Steuergitter 31 der Pentode 28 liegt in Reihe mit einem Kondensator 32 an einer Klemme eines Widerstandes 33, welcher in Reihe mit der Zuführungsleitung 16 verbunden ist. Die andere Klemme des Widerstandes 33 ist bei 34 geerdet.
  • Die an das Steuergitter 3I vom Widerstand 33 angelegte Spannung liegt in Phase mit dem Wechselstrom, der vom Oszillator 14 zur Sendespule 11 in delm Spulensystem 10 gespeist wird.
  • Das Schirmgitter 35 der Röhre 28 ist in Reihe mit den Ableitungswiderständen 36 und 37 und der Leitung 38 mit der positiven Klemme einer üblichen Wechselstromgleichricbteranordnung 4o verbunden, welche an das Wechselstromnetz 41 angelegt ist. Die der Schirmgitterelektrode 35 zugespeiste Spannung wird in der üblichen Weise mittels der Nebenschlußkondensatoren 42 und 43 ausgefiltert.
  • Die Anode 44 der Pentode 28 ist über die Primärwicklung 45 eines Transformators 46 mit einem gemeinsamen Punkt zwischen den Ableitwiderständen 36 und 37 verbunden, so daß die Anodenspannung vom Gleichrichter 40 zur Pentode 28 gelangt. Die Sekundärwicklung 47 des Transformators 46 ist in Reihe mit dem Leiter 17 verbunden, welcher im Kreis mit der Empfangsspule I3 liegt bzw. zu dieser hinführt.
  • Der Variometerröhrenkreis 27 ist vorzugsweise so ausgebildet, daß die Phasenverschiebung zwischen einem an das Steuergitter 31 angelegten Signal und dem Signalausgang an der Sekundärwicklung 47 des Transformators 46 im wesent- lichen frequenzunabhängig ist. Zu diesem Zweck ist der Transformator 46 so auszubilden. daß er eine verhältnismäßig niedrige Impedanz gegenüber dem Anodenwiderstand der Pentode 28 besitzt, und hat vorzugsweise einen Kern aus Permalloypulver, um die Verluste auf ein Minimum zu reduzieren. Ein fester Widerstand 48 und ein veränderbarer Widerstand 49 sind im Nebenschluß mit der Primärwicklung 45 des Transformators 46 verbunden, um gegebenenfalls die richtige Phasenbeziehung herstellen zu können.
  • Die Pentode 28 ist vorzugsweise eine Röhre mit veränderlichem innerem Widerstand. dessen Größe eine Funktion der dem Steuergitter 3I zugeführten Spannung ist. Durch Regulierung der Spannung an dem Steuergitter 31 der Röhre 28 kann eine Spannung in den Kreis der Empfangsspule 13 eingespeist werden, welche entweder in Phase mit der von der Sendespule II induzierten Spannung liegt oder um I800 in der Phase verschoben ist, was von der Phase des Eingangssignals am Steuergitter 31 der Pentode 28 und der Kopplung zwischen dem Variometerröhrenkreis 27 und dem Kreis der Empfangsspule 13 über den Transformator 46 abhängig ist. Es ist einleuchtend, daß bei geeigneter Einstellung der Spannung am Steuergitter 3I und bei entsprechenden Verbindungen jedes durch die Empfangs spule 13 aufgenommene Reaktionissignal vollständig eliminiert werden kann.
  • Die Unterdrückung des unerwünschten Reaktionssignals wird erfindungsgemäß dadurch automatisch erzielt, daß die an das Steuergitter 3I der Variometerröhre angelegte Spannung in Ubereinstimmung mit der Größe jeder Signalkomponente der unerwünschten Phase, die in dem Kreis der Empfangsspule I3 vorhanden ist, und infolgedessen verstärkt in dem Ausgang des Verstärkers 19 in Erscheinung tritt. Hierzu wird der Ausgangsstwm von der Endröhreso in dem Verstärker 19 über die Leitung und einen Sperrkondensator 52 zu einem Spannungsteiler mit den Widerständen 53 und 54 geleitet, wobei der Kondensator 55 einen geringen kapazitiven Widerstand gegenüber der Erde für Wechselströme aufweist. Ein Teil der Ausgangsspannung des Verstärkers 19 an dem Widerstand 54 wird zu einem Phasenselektions kreis 6I gespeist, welcher eine Gleichspannung für das Steuergitter 31 der Röhre 28 erzeugt. welche sich mit Änderungen der Größe jeder Signalkomponente von unerwünschter Phase, die in dem Empfangsspulenkreis auftritt und am Ausgang des Verstärkers Ig verstärkt in Erscheinung tritt, ändert.
  • Der Phasenselektionskreis 6I besitzt beispielsweise eine übliche Pentode60, deren Steuergitter 59 in Reihe mit der Sekundärwicklung j6 eines Transformators 57 mit dem gemeinsamen Punkt zwischen den Widerständen 53 und 54 verbunden ist. Die Primärwicklung 58 des Transformators 57 ist in Reihe mit der Zuführungsleitung I6 verbunden. Der Transformator 57 dient dazu, in den Gitterkreis der Röhre 60 eine Wechselspannung verhältnismäßig großer Stärke einzuspeisen, welche in der Phase gegenüber dem in dem Leiter Im fließenden Strom um go0 verschoben ist. Diese Spannung wird mit der vom Verstärker 19 gelieferten Spannung vereinigt, um die Phasenselektion, wie sie später noch beschrieben wird, zu bewirken. Das Schutzgitter 62 der Röhre 60 ist mit der Kathode 63 und die Schirmgitterelektrode 64 über einen Ableitwiderstand 65 mit der Leitung 38 verbunden, die zu dem Pluspol des Gleichrichters po führt. Ein Filterkondensator 66 ist zwischen der Schirmgitterelektrode 64 und der Erde ein geschaltet. Die Anode 67 der Röhre ist durch einen Leiter 6S mit dem Anodenwiderstand 69 ver hunden, der wiederum mit dem Leiter 38 verbunden ist, der über den Entkopplungswiderstand 110 zum Gleichrichter 40 führt. Der Ausgangsstrom der Röhre 60 wird über einen Sperrkondensator 70 zu einem am anderen Ende geerdeten Widerstand 7I geleitet, welcher durch einen üblichen Diodengleichrichter 72 im Nebenschluß liegt. Die gleichgerichtete Spannung am Widerstand 7I wird durch eine übliche AC-Kopplung gefiltert, die aus den in Reihe liegenden Widerständen 73 und 7+ und den Kondensatoren 75 und 32 besteht. Die resultierende Gleichspannung wird dem Steuergitter 3 1 der Pentode 28 aufgedrückt.
  • Die Spannung für die Phasenselektionsröhre 60 muß relativ groß gewählt werden. Sie wird in geeigneter Weise z. B. durch Gleichrichtung eines Teils der Ausgangsspannung des Oszillators 14 erzeugt. Somit ist ein Teil der Ausgangsspannung der Anode 76 der Oszillatorröhre77 über einen Gleichstromsperrkondensator III mit der Anode 78 eines anderen üblichen niodengleichrichters 77 verbunden. Die Widerstände79, 80 und 81 liegen zwischen der Anode 78 und der Erde. Der Widerstand so besitzt einen verschiebbaren Kontakt 81 a, der durch einen Leiter82 mit dem gemeinsamen Punkt zwischen dem Widerstand 54 und dem Kondensator 5n verbunden ist. Hierdurch wird eine einstellbare Gleichspannung dem Steuergitter 59 der Röhre 60 zugeführt.
  • Wenn der Variometerröhrenkreis 27 so angeschlossen ist, daß in den Kreis der Empfangsspule T3 eine Unterdrückungsspannung eingespeist wird, die gegenphasig zu der unerwünschten Signalkomponente liegt, so ist der Phasenselektionsgleichrichter 61 so anzuschließen, daß sich die unerwünschte Signalkomponente, wenn sie am Ausgang des Verstärkers 19 erscheint, von der Spannung subtrahiert, weiche durch den Transformator 57 in den Gitterkreis der Röhre60 eingespeist wird. Bei einem solchen Anschluß liefert der Phasenselektionskreis 6I dem Steuergitter 3I der Variometerröhre eine Gleichspannung, welche weniger negativ ist, je mehr sich die Amplitude der unerwünschten Signalkomponente in dem Empfangskreis vergrößert. Auf diese Weise wird fortlaufend eine vollständige Unterdrückung der unerwünschten Signalkomponente erzielt.
  • Wenn die Ausgangsspannung des Verstärkers 19 entsprechend der unerwünschten Komponente nicht die richtige Phasenlage besitzt, um eine Differenzwirkung zu ermöglichen, kann ihre Phase auf jede gewünschte Weise verändert werden, indem beispielsweise ein Kondensator 20 a entsprechend eingestellt wird, der parallel zum Ausgang des Verstärkers geschaltet ist. Alternativ kann die Phase der in den Gitterkreis der Röhre 60 durch den Transformator 57 eingespeisten Spannung durch übliche Mittel verändert werden, um sie in die geeignete Differenzbeziehung zur Ausgangsspannung des Verstärkers 19 zu bringen.
  • Es sei jedoch bemerkt, daß das System versagt, wenn die Größe der unerwünschten Signalkomponente vom Ausgang des Verstärkers I9, die dem Steuergitter 59 der Röhre 60 zugeleitet wird, größer wird als die vom Transformator 57 gelieferte kombinierte Spannung. Dem kann aber durch entsprechende Ausbildung des Spannungsteilerkreises vorgebeugt werden, der mit dem Ausgang des Verstärkers 19 verbunden ist und durch entsprechende Einstellung der Spannung am Gitter 59 der Röhre 60 und der Größe der durch den Transformator 57 gelieferten Spannung. Der Spannungsteilerkreis kann auch fortgelassen und die ganze Ausgangsspannung des Verstärkers 19 dem Gitter 59 der Röhre 60 zugeleitet werden, vorausgesetzt, daß beide Spannungen, nämlich die negative am Gitter 59 und die durch den Transformator 57 gelieferte groß genug sind, um das System unter allen Arbeitsbedingungen betriebs fähig zu halten.
  • Bei der Bedienung des Systems werden vorzugsweise die Variometer 21 und 22 zuerst eingestellt, um im wesentlichen alle unerwünschten Signale in dem Kreis der Empfangsspule 13 einschließlidi jedes Ausgangssignals des Variometerröhrenkreises 27 auszuschalten, wenn das Spulensystem 10 in eine bestimmte Lage zur magnetischen Erdoberfläche gebracht ist. Der Variometerröhrenkreis 27 wird vorzugsweise so angeschlossen, daß er in den Kreis der Empfangsspule 13 eine Spannung einspeist, welche um I800 verschoben ist gegenüber der unerwünschten Reaktionsspannung, die in dem Kreis auftritt. Die Pentode 6o in dem Phasenselektionskreis 6I wird vorzugsweise unter hoher negativer Spannung gehalten, so daß sie als Richtverstärker arbeitet. Die Verbindungen sind so hergestellt, daß ein anwachsendes Signal von unerwünschter Phase, das in dem Empfangskreis auftritt und durch den Verstärker 19 verstärkt wird, das Bestreben hat, die negative Gitterspannung des Steuergitters 3I der Pentode 28 herabzusetzen und so die Größe der Unterdrückungsspannung entgegengesetzter Phase, die in den Kreis der Empfangsspule 13 eingespeist wird, zu erhöhen.
  • Wenn die Anordnung, wie es zuvor angegeben ist, einreguliert ist, wird jede veränderliche Signalkomponente unerwünschter Phase, die in dem Empfangsspulenkreis I3 auftnitt, automatisch und fortlaufend mit Ausnahme eines geringen Teils, der etwa nur 0,2 0/o betragen kann, unterdrückt. Dieser geringe Teil ist notwendig, um die Änderung der Gleichspannung am 5 Steuergitter der Variometerröhre 28 zu ermöglichen. Daher werden nur Widerstandssignale, die im allgemeinen charakteristisch für leitende unterirdische Gesteinsschichten sind, das System aus dem Gleichgewicht bringen und ein Signal erzeugen, das in den Kopfhörern 20 gehört werden kann.
  • Es dürfte weiterhin verständlich sein, daß der Verstärker 19 nicht so ausgebildet zu sein braucht, daß er eine Phasenverschiebung aufweist, die gänzlich unabhängig von der Frequenz ist, da der Phasenselektionskreis 6I auch dann funktionieren wird, wenn die Phase der unerwünschten Signalkomponente von dem Verstärker um 30° gegenüber der theoretisch erforderlichen Phasenverschie; bung von I800 für eine Subtraktion von dem durch den Transformator 59 gelieferten Signal differiefen. Ein solcher Zustand würde sich lediglich in einer geringen Herabminderung der Wirksamkeit des Systems auswirken, so daß ein etwas groß jeder Anteil des Signals der unerwünschten Phase in dem Empfängerkreis verbleiben muß, um der Variometerröhre 28 die zusätzliche GIe.idhspannungsänderung zu liefern, die für eine annähernde Unterdrückung des unerwünschten Signals notwendig ist. Indessen muß die Phase des Signals, welches die Variometerröhre 28 in den Kreis der Empfangsspule einspeist, sehr genau eingehalten werden, d. h. innerhalb eines geringen Bruchteils eines Grades, bei bestimmten Untersuchungen, die einen hohen Grad der Unterdrückung erfordern, wenn auch ein Fehler von 300 in der Phasenbeziehung des Selektionskreises 6I, wie es vorher angegeben worden ist, hingenommen werden kann.
  • Es ist möglich, daß die Röhre 28 in dem Maria meterkreis 27 eine harmonische Oberschwingung in den Kreis der Empfangsspule I3 einbringen kann. Dementsprechend ist es wünschenswert, eine geeignete Siebkette im Verstärker 19 vorzusehen, um irgendwelche derartige harmonische Oberschwingungen zu unterdrücken. Der abgestimmte Kreis mit der Induktanz 83 und dem Kondensator 84 wirkt als Selektionsfilter, um solche harmonischen Oberschwingungen auszuschalten. Die Bandbreite dieses Filters kann, wenn erwünscht, durch entsprechende Größenausbi ldung des Widerstandes 85 verbreitert werden. Andere geeignete Filterkreise können zur Unterdrückung der harmonischen Oberschwingungen benutzt werden. Indessen sind diese so auszubilden, daß sie keine zu rasche Phasenverschiebung bei Frequenzänderung in der Nähe der Arbeitsfrequenz der Meßanordnung ergeben.
  • Alternativ kann das System, wenn erwünscht, so eingestellt werden, daß die in den Kreis der Empfangsspule I3 eingespeiste Spannung in Phase mit der unerwünschten Signalkomponente liegt, anstatt daß sie in Gegenphase zu ihr begt, wie es vorher beschrieben ist. Hier wiederum werden anfänglich die beiden Signale unter gegebenen Bedingungen durch entsprechende Einstellung der Variometer 2I und 22 und des Variometerröhrenkreises 27 im wesentlichen unterdlrüclot. Bei dieser Alternative ist das System so zu schalten, daß ein anwachsen- der Ausgangsstrom vom Verstärker I9, bedingt durch ein Signal unelrwünschter Phase, das Steuergitter 3I der Röhre 28 stärker negativ macht und so die Größe der in den Kreis der Empfangsspule 13 eingespeisten Spannung verringert wird.
  • Das zuvor beschriebene System ist im wesentlichen so ausgebildet, daß jede Reaktionssignalkomponente unterdrückt wird und nur Widerstandskomponenten durch die Empfangsspule I3 zur Erzeugung eines Signals in den Kopfhörern 20 aufgenommen werden. Ein System dieser Art ist insbesondere zur Feststellung von leitenden Erzadern oder anderen leitenden Materialien bestimmt, die von magnetischen Gesteinen oder Erde umgeben sind, oder kann auch zur Messung der Leitfähigkeit der Erde in der Nähe des Spulensystems dienen, olive daß Fehler auf Grund der magnetischen Permeabilität des Erdbodens hineingebracht werden.
  • Ein System dieser Art kann dazu dienen, um eine unerwünschte Slignalkomponente beliebiger Phase zu unterdrücken. Beispielsweise ergibt salzhaltiges Wasser, das sich in gewissen Bohrlöchern vorfindet, eine starke Widerstands signalkomponente, und es kann wünschenswert sein, Erdschichten mwit einer magnetischen Permeabilität, die unterschiedlich ist von jener des umgebenden Mediums, zu lokalisieren. Man kann dies durch eine Abänderung der Meßanordnung in der Weise erreichen, daß sie auf die induktive Komponente des Signals anspricht, während die Widerstandskomponente unterdrückt wird. Dafür wäre z. B. an Stelle des Widerstandes 33 ein Kondensator vorzusehen, so daß die unterdrückte Spannung in dem Kreis der Empfangsspule 13 eine Phasenverschiebung von 900 gegenüber der Reaktionskomponente aufweist, wodurch jegliche Widerstandskomponente ausgeschaltet wird.
  • Wenn es erwünscht ist, die Amplitude der unerwünschten Signalkomponente zu messen. so kann die Meßanordnung gemäß Fig. 4 abgeändert werden. Bei dieser abgeänderten. Ausführung ist die Ausgangsspannung des Var iometerröh renkrei ses 27 einem Signal feststehender Amplitude und gleicher Phase gleichzusetzen. Gemäß Fig. 4 ist die Primärwicklung 86 eines Transformators 87 in dem Anodenkreis der Variometerröhre 28 gelegen. Die Sekundärwicklung 88 des Transformators 87 ist durch die Leiter 89 und go mit den Klemmen eines üblichen Meßinstruments, z. B. einem Röhrenvoltmeter 91, verbunden. An den Leiter go ist die Sekundärwicklung 92 eines Transformators 93 angeschlossen, dessen Primärwicklung 94 mit der Zuführungsleitung I6 in Reihe verbunden ist.
  • Die Transformatoren 87 und 93 sind so ausgebildet, daß die Ausgangsspannung von dem Anodenkreis der Variometerröhre 28 im wesentlichen durch die Ausgangsspannung der Sekundärwicklung des Transformators 93 unter entsprechenden Bedingungen unterdrückt wird. Während sich die Ausgangsspannung der Variometerröhre 28 und diejenige der Sekundärwicklung 88 des Transformators 87 proportional der unerwünschten Komponente ändern, bleibt die Ausgangsspannung der Sekundärwicklung 92 des Transformators 93 konstant. Dementsprechend wird das Röhrenvoltmeter 91 fortlaufend derartige Änderungen registrieren.
  • Auf diese Weise werden für zu untersuchende Körper oder Schichten charakteristische Widerstandssignale ein Signal in den Kopfh&ern 20 (Fig. 3) erzeugen, während das Vakuumröhrenvoltmeter 91 Anzeigen über GröRenänderungen des unerwünschten Reaktionssignals aufzeigen wird, das unterdrückt werden soll. Wenn das Meßinstrument 91 entsprechend geeicht ist, kann die tatsächlichte Größe der unterdrückten Signalkomponente gemessen werden.
  • Bei der in Fig. 5 dargestellten Abänderung werden beide, nämlich die Reaktions- und die Wi derstandssignalkomponenten, die von der Empfangsspule I3 aufgenommen werden, unterdrückt und Anzeigen über die Gröflenänderungen der unterdrückten Signalko,mponenten erhalten. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung werden zwei Variometerröhrenkreise 27 und 27' der in Fig. + gezeigten Art verwandt. Da die Variometerröhrenkreise 27 und 27' im wesentlichen gleich sind, werden gleiche Teile in den letzteren mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet werden.
  • Der Zweck des Variometerröhrenkreises 27 besteht darin. die Reaktionssignalkomponenten in dem Kreis der Empfangsspule 13 zu unterdrücken.
  • Zu diesem Zweck wird die Steaergitterelekfrode 3I der Pentode 28 durch eine Spannung erregt, welche in Phase mit den in dem Zuführungsleiter i6 fließenden Strömen liegt. Diese Spannung kann von einer Klemme des Widerstandes 33 über den Sperrkondensator 32, wie bei der in Fig. 3 gezeigten Abänderung, entnommen werden.
  • Der Variometerröhrenkreis 27' dient dazu, jegliche von der Empfangsspule 13 aufgenommene Widerstands signalkomponenten zu unterdrücken.
  • Deshalb muß die Steuergitterelektrode 3I' der Pentode 28' durch eine Spannung erregt werden., die um 900 in der Phase gegenüber dem in der Zuführungsleitung I6 flließenden Strom verschoben ist. Diese Spannung kann über einen Kondensator 98 a erhalten werden, der in Serie mit dem Leiter I6 liegt, welche Spannung dem Steuergitter 31' der Pentode 28' über den Sperrkondensator 32' aufgedrückt wird. Alternativ kann sie auch. von einem Transformator Io6 geliefert werden, der an die Stelle des Kondensators 98 a tritt, wie es in Fig. 5 a gezeigt ist. Die Speisespannungen für die Variometerröhrenkreise 27 und 27' kommen von den Phasenselektionsgleichrichterkreisen 6I und 61', die im wesentlichen lidentisch mit dem Phasenselektionsgleichrichterkreis 6-1 gemäß Fig. 3 sind.
  • Da es der Zweck des Variometerröhrenkreises 27' ist, die Widerstandssignalkomponente zu unterdrücken, muß die Variometerröhre 28' mit Gleichspannung gespeist we!rden, die eine Funktion der Widerstandssignalkomponente am Ausgang des Verstärkers 19 ist Infolgedessen ist die Steuerelektrode 59' der Pentode 60 mit einer Mischspannung zu speisen, die die gleiche Phase hat wie die dem Steuergitter 59 der Röhre 60 aufgedrückte Spannung. H iermdt wird die Ausgangsspannung des Verstärkers 19 kombiniert, welche um go0 in der Phase verschoben ist, bevor sie zur Mischspaniiung hinzutritt, so daß dieWiderstandskomponente, wenn sie in dem Ausgang des Verstärkers 19 in Erscheinung tritt, entweder in Phase oder außer Phase mit der Mischspannung, die dem Steuergitter 59' zugeführt wird, liegt. Die Mischspannung kann durch eine andere Wicklung 56' des Transformators 57 erzeugt werden, welche mit dem Gitter 59' der Röhre 60' in Reihe verbunden ist. Die Gleichspannung für das Steuergitter 59' kann von einem Spannungsteiler mit den Widerständen 80' und 8I' geliefert werden, welcher in Parallelschaltung mit dem Spannungsteiler mit den Widerständen 80 und 8I verbunden ist.
  • Die Spannung vom Verstärker 19 wird dem Steuergitter 59' der Röhre60' von der Sekundärwicklung 97 eines Transformators 98 zugefFührt, dessen Primärwicklung 99 mit den Widerständen 53 und 54 in Reihe liegt. Die durch die Sekundärwicklung 97 gelieferte Spannung steht in senkrechter Phasenbeziehung zu dem Ausgangsstrom des Verstärkers 19 und daher in gleicher Beziehung zu dem Signal von dem Verstärker I9, welches dem Steuergitter 59 der Röhre 60 zugeführt wird. Der Kondensator 55' dient zur umleitung von Wechselströmen an den Widerständen 80' und 8I' zur Erde.
  • Für die richtige Arbeit des Voltmeters 91' ist ein Widerstand 107 in den Anodenkreis der Variometerröhre 28' eingeschaltet, der über einen Blockkondensator Io8 eine Spannung liefert, die mit der Ausgangsspannung des Transformators 93' kombiniert und dem Voltmeter gr' zugeführt wird.
  • Wenn die Meßanordnung gemäß Fig. 5 zu Beginn so eingestellt wird, wie es in Verbindung mit der Fig. 3 beschrieben wurde, werden beide von der Empfangsspule 13 aufgenommenen Widerstands-und Reaktionssignalkomponenten im wesentlichen unterdrückt, mit Ausnahme der geringen Signale, die zur Betätirgung der Variometerröhren 28 und 28' benötigt werden, so daß weder Widerstandsnoch Reaktionssignalkomponenten, die nach der anfänglichen Einstellung auftreten, einen Ton in den Kopfhörern 20 erzeugen werden. Jedoch werden Änderungen in der Größe der beiden Komponenten, die unterdrückt werden, fortlaufend durch die Vakuumröhrenvoltmeter 91 und 9t' angezeigt.
  • Durch eine geeignete Eichung der Voltmeter 91 und 9I' können die absoluten Werte der Signalkomponenten erhalten werden.
  • Während die zuvor beschriebenen Phasenselektionssysteme in erster Linie zur Feststellung von geologischen Formationen und Metall adern bestimmt sind, können sie leicht auch für viele andere Zwecke verwandt werden. Zum Beispiel ist das in Fig. 5 dargestellte System insbesondere für die Feststellung fehlerhafter Gegenstände, z. B. der Risse in Kugeln aus magnetischem Material, geeignet. Wenn das Spulensystem IO in die Nähe einer solchen Kugel gebracht wird, würden die durch die Voltmeter 91 und gI' gemessenen Reaktions- und Widerstandskomponenten., oder auch nur eine von diesen, in ihren Werten von denjenigen abweichen, die von einer fehlerfreien Kugel erhalten wurden.
  • Die in Fig. 3 gezeigten. Schaltungen sind für drie Untersuchung verhältnismäßig flacher Löcher nutzteringenxl anzuwenden, bei denen die Leiter nur eine mäßige Länge zu besitzen brauchen.. Bei tieferen Löchern wäre die in Fig. 3 dargestellte Ausrüstung in ein wasserdichtes Gehäuse einzusciließen und in das Bohrloch hinabzulassen. Hiervon wären. die Kopfhörer 20 und die Kraftquel.leneinheit40 auszunehmen. Die Leitungen vom Ausgang der Kraftquelle und jene von den Kopfhörern 20 zu dem Verstärker 19 können in einem Mehrfachkabel liegen, das von der Erdoberfläche zu der Ausrüstung im Bohrloch läuft. Geeignete Spulensysteme für Untersuchungen in Bohrlöcher sind allgemein bekannt und brauchen. hier nicht im einzelnen beschrieben zu werden. Falls erwün.scht, kann der Ausgangsstrom des Verstärkers I9 in geeigneter Weise gleichgerichtet und ein entspreohendes Gleichstromsignal an. die Erdoberfläche zur Messung oder Registrierung gesandt werden..
  • Bei einem anderen Verfahren zur Untersuchung eines Bohrlochs kann die in Fig. 5 beschriebene Ausrüstung verwandt werden. Die Ablesungen des einen der Anzeigegeräte 91 und 9I' oder auch beider können gleichzeitig und fortlaufend erfolgen, wie das Spulensystem 10 längs dem Bohrloch bewegt wird. Wenn erwünscht, können auch Registriergeräte benutzt werden. Das Meßinstrument 91 ergibt Anzeigen über Änderungen in der elektrischen Leitfähigkeit der das Bohrloch umgebenden Erdschichten, während das Meßinstrument 9I' die relativen magnetischen Eigenschaften der Schichten in verschiedenen Tiefen anzeigt.
  • Wenn flache Löcher untersucht werden sollen., kann sich die gesamte Ausrüstung mit Ausnahme des Spulensystems IO an der Erdoberfläche befinden.
  • Wenn tiefere Bohrlöcher zu untersuchen sind, so ist die Ausrüstung mit Ausnahme der Ausgangsskalen der Röhrenvoltmeter 91 und 9I' und der Kraftquelle, die entweder eine Gleichstrombatterie oder ein Wechselstromgleichrichter sein kann., in das Bohrloch hinabzusenken.
  • Bei der Erforschung von Erzadern gemäß der Erfindung ist die Wahl, ob das Widerstands- oder das induktive Signal ausgenutzt werden soll oder nicht, von den relativen Widerstands- un.d. Reaktionseigenschaften der festzustellenden Ader und dem Medium abhängig, in das sie eingebettet ist.
  • Im Falle von Massen, die eine hohe Leiltfáhigkeit besitzen., z. B. bei Kupferverbindungen un.d Ma.-gnetkies, die in. wenig leitender Umgebung eingebettet sind, wird es im allgemeinen wünschenswert sein, die induktive Komponente zurückzudrängen und sich auf die Widerstandskomponente zu stützen. Indes ist in einem solchen Fall die Frequenz miedfig genug zu wählen, um sicherzustellen, daß das Verhältnis zwischen dem der festzustellenden Ader entsprechenden Widerstand.ssignal und dem der umgebenden Schicht entsprechenden Widerstandssignal so groß wie möglich ist. Es läßt sich nachweisen, daß dieses Verhältnis so lange befriedigend sein wird, wie die Frequenz eine derartige ist, daß die induktive Reaktanz der zu erforscbenden Ader kleiner ist als ihr Widerstand.
  • Wo es hingegen erwünscht ist, eine leitende Ader in einer mäßig leitenden, im wesentlichen nicht magnetischen Flüssigkeit, wie Meerwasser beispielsweise, zu erforschen, wird es im allgemeinen wünschenswert sein, die Widerstandskomponente zu unterdrücken und sich auf das induktive Signal zu stützen. In diesem Fall sollte vorzugsweise die Frequenz von einer Größenordnung sein, daß die induktive Reaktanz der stark leitenden Ade!r größer a.ls ihr Widerstand wird.
  • Wenn die zu untersuchende Ader eine große Leitfähigkeit besitzt und in einem Medium eingebettet liegt, das mäßig leitet und gleichzeitig magnetisch ist, wie z. B. magnetischer Sand, so kann für die Messung entsreder die induktive oder die Widerstandskomponente verwendet werden, was davon abhängt, welche günstigere Arbeitsbedingungen ergibt, wobei hier an den relativen Widerstand und die Reaktionseigenschaften der zu erforschenden Ader und des Mediums gedacht ist. Wenn im allgemeinen bei einer Frequenz, bei der die induktive Reaktanz und der Widerstand der Ader gleich sind, die Widerstandskomponente des unerwünschten Signals, bedingt durch das Medium, geringer ist als die induktive Komponente des unerwünschten Signals, wird es gewöhnlich erwünscht sein, auf die Widerstandskomponente zurückzugreifen und in einem Frequenzbereich zu arbeiten, der die ininduktive Reaktanz der Ader niedriger macht als ihren Widerstand. Wenn auf der anderen Seite die Widerstandskomponente des Bodensignals größer ist als seine induktive Komponente, wird es gewöhnlich vorzuziehen sein, die induktive Komponente auszunutzen und mit einer Frequenz zu arbeiten, welche die induktive Reaktanz der Ader größer macht als ihren Widerstand.
  • Es ist einleuchtend, daß die zuvor beschriebenen speziellen Kreise im Rahmen der Erfindung ganz wesentliche Abänderungen erfahren können. So kann an Stelle eines Transformators 46 in dem Variometerröhrenkreis 27 ein Anodenwiderstand IOO verwandt werden, um eine Ausgangsspannung zu entwickeln, welche über einen Blockkondensator 101 und einen Widerstand 102 einem Kondensator 103 zugeführt wird, der in Reihe mit dem Kreis der Empfangsspule I3 liegt, wie es in Fig. 6 gezeigt ist Die gleiche Wirkung kann dadurch erhalten werden, daß der Kondensator 103 durch einen. Widerstand 104 ersetzt und ein Kondensator 105 für den Widerstand 33 der Fig. 6 eingeführt wird, wie es in Fig. 7 gezeigt ist. Auch andere äquivalente Kreise sind hier anwendbar, wie sie jedem Fachmann. geläufig sind.
  • Es dürfte weiterhin. einleuchtend sein. daß die in den obenerwähnten Abänderungen des ersten Ausführun.gsbeispieles verwendeten Kreise zur Erregung der Variometerröhre und zur Kopplung ihres Ausganges innerhalb des Empfangsspulenkreises weseufliche Abänderungen innerhalb des Rahmens der vorliegenden Erfindung erfahren können. Wenn z. B. eine Reaktionskomponente zu kompensieren ist (vgl. Fig. 3, deren Abänderung), kann die Variometerröhre durch eine Wechselstrompoteutialdifferenz erregt werden, die einem Kondensator im Sendekreis entnommen wird, oder über einen Transformator, dessen Primärwicklung im Sendekreis liegt und dessen Sekundärwicklung eine Eingangsspannung an das Gitter der Variometerröhre liefert. In jedem Fall ist der Ausgang der Variometerröhre im Kreis der Empfangsspule mittels einer Widerstandsschaltung zu koppeln. so daß eine Reaktionskomponente zu dem Kreis der Empfangsspule gespeist wird. Durch geeignete Wahl der Erregung und der Ausgangskopplung für die Variometerröhre kann eine Ausgangsspannung von erwünschter Phase leicht hergestellt werden.
  • Darüber hinaus ist der erwähnte Gleichrichter lediglich als ein Beispiel für ein typisches Phasenselektionsgleichrichtersystem anzusehen, das für den Zweck geeignet ist Wenn es gewünscht wird, können auch andere Arten von phasenempfindlichen Gleichrichtersystemen verwandt werden.
  • Die andere Ausführungsforrn der Erfindung, bei der die Phasenselektion nicht durch Unterdrückung der unerwünschten Phase mittels einer Hilfsschwingung wie bei der ersten Ausführungsform, sondern durch Benutzung der Hilfsschwingung um sie zu der gewünschten Phase hinzuzufügen, ga schicht, soll jetzt näher beschrieben werden. In Rig. 8 ist eine Vierklemmenschaltung gezeigt, die eine Meßbrücke mit einer Primär- oder Sendespule I26 und einer Sekundär- oder Empfangsspule 112 aufweist. In dieser Brückenschaltung sind die beiden Spulen I26 und 112 rechtwinklig zueinander in der gleichen Weise wie bei der in Verbindung mit Fig. 2 beschriebenen Brückenanordnung angeordnet, so daß normal keine Spannung in der Empfangsspule II2 induziert wird.
  • Die Sendespule 126 wird von einem Oszillator 121 erregt, während der Sendekreis durch einen Kondensator 115 abgestimmt wird. Die Empfangsspule 112 ist mit einem Verstärker 119 verbunden, dessen Ausgangsspannung durch einen Gleichrichter I20 gleichgerichtet wird. Der Ausgang des Gleichrichters 120 ist über eine Batterie 124 an einen Spannungsmesser I25 angelegt. Der Ausgangsstrom des Gleichrichters I20 fließt über eine übliche Widerstandskapazitätsanordnung bzw. Verzögerungskette, welche beispielsweise Widerstände 116 und 117 und einen im Neben schluß liegenden Kondensator 118 aufweisen kann. Hinter dieser Anordnung wird die Gleichspannung dem Steuergitter einer Variometerröhre II3 zugeführt, welche beispielsweise von der um Zusammenhang mit den Fig. 3 bis 7 beschriebenen Art sein kann. Das Steuergittelr der Röhre II3 wird auch durch die Wechselspannung erregt, welche vom Kondensator 115 her kommt, während der Gleichstrom durch den Kondensator 114 blockiert wird. Die übrigen Teile der Gleich- stromverbindungen zur Röhre 1 13 sind die üblichen.
  • Die Anode der Röhre II3 ist über einen Blockkondensator I22 mit der Primärwicklung eines Transformators 123 verbunden, dessen Sekundärwicklung zwischen dem einen Ende der Spule 112 und dem Verstärker 119 liegt.
  • Bei der Erläuterung der Wirkungsweise dieses Phasen se lektionskrei ses ist davon ausgegangen worden, daß die induktive Komponente des Ausgangssignals gemessen und die Widerstandskomponente unterdrückt werden soll.
  • Im Betrieb speist der Oszillator 121 die Selllde spule I26, wobei der Kreis durch den Kondensator II5 abgestimmt wird. Die über den Kondensator II5 fließende Wechselspannung wird über den Blockkondensator 114 an das Steuergitter der Röhre II3 angelegt. Die Ausgangsspannung der Röhre 113 wird so in Übereinstimmung mit der Wechselspannung am Kondensator 115 geändert.
  • Die Gleichspannung am Steuergitter reguliert die Verstärkung der Röhre. Die Variometerröhre II3 liefert daher stets einen Wechselstrom, der über einen Blockkondensator 122 und den Transformator I23 zum Eingang des Verstärkers 119 gelangt. Die Reaktanz des Kondensators I22 ist so klein, daß sie vernachlässigbar ist. Die Eigenimpedanz der Primärwicklung des Transformators 123 ist im Vergleich zum Widerstand des Kathoden -Anode n-Kreises der Röhre II2 ebenfalls klein, wohingegen die Eingangsimpedanz des Verstärkers 119 im Vergleich zu den Impedanzen in seinem Eingangskreis groß ist. Auf diese Weise ist die Phase der an den Eingang des Verstärkers angelegten Spannung um go0 gegenüber dem in dem Sender fließenden Strom verschoben.
  • In diesem Zusammenhang sei darauf hin.-gewesen, daß die Phase der an den Verstärker 119 von der Röhre 113 her angelegten Spannung eine Phase,nverschi ebung von 2700 aufweisen. könnte, wenn die Verbindungen an. der Eingangsseite des Transformators 123 umgepolt würden. Es wurde jedoch festgestellt, daß dann ein permanentes Signal zur induktiven Komponente des Ausgangssignals hinzugefügt werden mußte, weshalb zur Veranschaulichung eine Phasenverschiebung von go0 gewählt wurde.
  • Die Wirkung der Röhre 113 besteht also darin, eine induktive Komponente der Signa.lspannung in den Empfangskreis einzuführen, wobei die Größe dieses zusätzlichen Signals durch die Cleichspannung an dem Steuergitter überwacht wird. Die Wirkung dieser Variometerröhre ist somit eine ähnliche wie diejenige der in dem Zusammenhang mit den Fig. 3 bis 7 zuvor beschriebenen Variob meter röhren.
  • Die Achse der Sendespule 126 steht senkrecht zur Achse der Empfangsspule II2, so daß normal keine elektromotorische Kraft in der Empfangsspule II2 als Ergebnis eines in der Sendespule I26 fließenden Stromes induziert wird. Wenn zu dieser Zeit keine äußeren Einflüsse auf die Impedanzmeßbrücke erfolgen, so ist die einzige am Eingang des Verstärkers 119 auftretende Spannung die induktive Komponente, die auf die Kopplung der Varioe meterröhre 112 im Eingangskreis des Verstärkers 119 zurückzuführen ist. Der Verstärker 119 ist nun so eingestellt, daß nur ein kleiner Teil dieser starken dauernden induktiven Komponente hindurchtreten wird. Wie bereits in den Fig. ID und IE veran schau licht wurde, wird diesem verhältuismäßiig starken induktiven Dauersignal vom Transformator I23 ein zusätzliches induktives Signal von der Empfangsspule 1 12 hinzugefügt. Der Ausgangsstrom des Verstärkers 119 wird sich somit in Abhängigkeit voll dem induktiven Signal aus der Spule 112 ändern. Indes wenn der Ausgang der Spule 112 auch ein unerwünschtes Widerstandssignal enthält, das natürlich in seiner Größe im Verhältnis zum Dauersignal klein sein dürfte und um go0 in der Phase verschoben ist, so wird dieses Widerstandssignal einen so geringen Wert zum Dauersiignaleingang am Verstärker 119 hinzufügen, daß sich der Ausgahgsstrom des Verstärkers nur unbeachtlich mit der unerwünschten Widerstandskomponente ändert.
  • Im praktischen Gebrauch wird die Spulenanordnung über die Oberfläche der zu untersuchenden Gegend geführt. Hierbei soll angenommen werden, daß magnetische Gegenstände festgestellt werden sollen, welche eine starke induktive Spannung in der Empfangsspule II2 erzeugen. Bei der Untersuchung von Abfällen ist es häufig erwünscht, magnetische Gegenstände, wie z. B. Nägel, ausfindig zu machen. In diesem Fall würde das Spulensystem an den Abfällen vorbeigeführt, und die Bedienungsperson hätte die Anzeigen am Meßinstrument I25 zu beobachten.
  • Das Meßinstrument wird durch einen geeigneten Spannungskreis I24 auf den Nullpunkt eingestellt Wenn z. B. ein metallischer Gegenstand entdeckt wird oder ein Signal in der Empfangsspule 112 infolge eines Stromflusses in der Sendespule 126 induziert wird, so erfährt die Eingangsspannung am Verstärker 119 eine Änderung. Aus Gründen der Erläuterung sei angenommen, daß das durch die Fes ts teilung des metallischen Gegenstandes erzeugte Signal in Phase mit dem Dauersignal liegt, das durch die Röhre II3 erzeugt wird. Demgemäß steigt die Eingangsspannung am Verstärker 119 plötzlich an, und auch derAusgangsstrom des Gleichrichters I20 erhöht sich. Wenn aber der Ausgangsstrom des Gleichrichters 120 infolge des durch den metallischen Gegenstand erzeugten Signals ansteigt, so ist ein entsprechender Ausschlag an dem Meßinstrument I25 festzustellen. Die Ausgangsspannung des Gleichrichters I20 wird über die Verzögerungskette zu dem Steuergitter der Röhre II3 weitergeleitet, so daß die Gleichspannung an dem Steuergitter entsprechend stärker negativ wird, wodurch wiederum die Verstärkung der Röhre II3 herabgemindert und so die Stärke des in den Verstärkerkreis IIg eingeführten induktiven Signals verringert wird. Diese Wirkung setzt sich so lange fort, bis die resultierende Signalstärke etwa gleich ist dem ursprünglichen Dauersignal und der Zeiger des Meßinstruments qn seine Ursprungslage zurückgeht.
  • Die Wirkung der Ve.rzögerungskette geht absichtlich langsam vor sich und kann einige Sekunden erfordern, um die ursprüngliche Ausgangslage wieder zu erreichen. Die Zeitspanne dient dazu, Zeit zu gewinnen, um die durch den metallischen Gegenstand erzeugten Signale beobachten zu können.
  • Gewöhnlich werden die Spulen 126 und II2 parallel über die Erdoberfläche geführt, so da, wenn sie über einen metallischen Gegenstand hinweggehen, ein plötzliches Signal erzeugt wird. Auf der anderen Seite vollziehen sich die Ausschläge gewöhnlich allmählich, und die langsame Wiederherstellung des Gleichgewichts der Anordnung ist ausreichend, um diese Ausschläge ohne Erzeugung eines festzustellenden Signals auszugleichen.

Claims (9)

  1. Die Erfindung ist nicht etwa auf die einzelnen beschriebenen Ausrführungsformen beschränkt, sondern läßt zahlreiche Anderungen, zu, die im Rahmen der Erfindung liegen: PATENTANSPRUCHE: I. Verfahren zum Abtrennen einer Komponente von gegebener Phasenbeziehung aus einem Wechselstromsignal, das sich aus verschiedenen Phasen zusammensetzt, insbesondere zur Feststellung von Metallkörpern und zur Erforschung von magnetischen Adern in der Umgebung eines Bohrlochs, dadurch gekennzeichnet, daß eine Hilfsschwingung in bekanntem Phasenverhältnis zu jener Komponente von gegeben.er Phasenbeziehung erzeugt, die Amplitude dieser Hilfsschwingung entsprechend einer Funktion des Wechselstromsignais geändert, die Hilfsschwingung und das Wechselstromsignal vereinigt und jene Komponente gegebener Phase aus der Vereinigung der Kilfsschwingung und des Wechsels.tromsignals ausgesondert wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch ge kennzeichnet, daß die Hilfsschwiingung in Phase mit der Wechselstromkomponente erzeugt wird.
  3. 3. Verfahren nach AnspruchI, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsschwingung in senkrechter Phasenbeziehung mit der Wechselstromkomponente erzeugt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Amplitude der Hilfsschwingung umgekehrt wie die Amplitude der Wechselstromkomponente verändert wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch I oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Amplitude der Hilfsschwingung unmittelbar mit der Amplii tu de einer zweiten Signalkomponente verändert wird, die sich in senkrechter Phasenbeziehung zu jener Komponente gegebener Phasenbeziehung befindet.
  6. 6. Verfahren zur Untersuchung der von einem Bohrloch durchteuften Erdschichten, dadurch gekennzeichnet, daß Sende und Empfangsspulen.anordnungen in das Bohrloch hinabgesenkt werden, deren Sendespulen mit Wechselstrom gespeist werden, wobei. aus dem Ausgang der Empfangsspulen eine Signalkomponente gegebener Phase hinsichtlich des zur Speisung dienenden Wedhselstromes ausgewählt, in jene Empfangsspulen ein Signal geeigneter Phase und Größe eingespeist wird, um jede Signalkomponente gegebener Phase in den genannten Empfangs spulen zu unterdrücken, die Einspeisung jenes Signals in Übereinstimmung mit jedem Signal gegebener Phase in den Empfangsspulen gesteuert wird. um im wesentlichen eine Unterdrückung jenes Signals gegebener Phase in den Empfangsspulen zu bewirken und Anzeigen über die Ausgangsspannung der Empfangsspulen zu erhalten.
  7. 7. Verfahren zur Untersuchung der von einem Bohrloch durchteuften Erdschichten, dadurch gekennzeichnet, daß Sende- und Empfangsspulenanordnungen in das Bohrloch hinabgesenkt werden, deren Sendespulen mit Wechselstrom gespeist werden, wobei von jenen Empfangsspulen ein Signal empfangen wird, das sich aus verschiedenen Phasenkomponenten der du.rchteuften Erdschichten zusammensetzt, dieses empfangene Signal mit einem Hilfssignal in Phase mit einer jener Komponenten vereinigt, die Amplitude jenes Hilfssignals umgekehrt zu der Amplitude jener einen Komponente, jedoch mit Ztitverzögerung, verändert und jene eine Komponente aus der Vereinigung des empfan,genen oder aufgenommenen Signals und des Hilfssiguals ausgesondert wird.
  8. 8. Schaltanordnung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen I bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Signalsendekreis mit einer Elektronenröhre von veränderlicher Leitfähigkeit und mit einem Steuergitter vor gesehen ist, der mit Mitteln zur Velrein.igung des Ausganges jenes Kreises mit dem Ausgang einer Vierklemmenschaltung, um dem Steuergitter ein Signal von der Art zuzuspeisen, daß das Ausgangssignal jenes Kreises von passender Phase und Größe ist, um jedes Signal ger geben Phase in bezug auf den Eingangsstrom in die Vierklemmenschaltung im wesentlichen zu unterdrücken, und mit Mitteln ausgerüstet ist, um die Gitterspannung der Röhre in Abhängigkeit von jedem Signal gegebener Phase im Ausgang der Vierklemmenschaltung zu steuern, damit nahezu eine fortlaufende Unterdrückung jenes Signals gegebener Phase erzielt wird.
  9. 9. Schaltanordnung zur Durchführung des Verfahrens n.ach den Ansprüchen I bis 7 in Verbindung mit einer Wechsel strommeßbrücke, dadurch gekennzeichnet, daß ein Sender mit einem Oszillator und einem dadurch gespeisten Spulensystem, um ein Spannungsfeld in. einer gewissen Umgebung zu erzeugen, ein Empfänger mit einem anderen, Idem ersteren benachbarten. Spulensystem, ein Verstärker, der mit dem anderen Spulensystem zur Verstärkung der in ihm durch das Spannungsfeld induzierten Spannungen verbunden ist, und ein Anzeigen gerät für dessen Ausgang vorgesehen sind, wobei Mittel eingeschaltet sind, die einen Röhrenvariometer einschließen, um dem Empfänger eine Stromkomponente bestimmter Phase und Größe aufzudrücken, sowie Mittel für den Ausgang des Verstärkers zur Veränderung der an dem Variometer angelegten. Spannung, um die Größe jener Komponente zu verändern und den Ausgangsstrom im wesentlichen wieder auf eine. bestimmte Höhe zurückzuführen.
    IO. Schaltanordnung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen I bis 7 und 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß eine Gleichrichteranordnung zur Gleichrichtung des ausgewählten Signals und Mittel zur Weiterleitung des gleichgerichteten Signals zum Steuergitter der Röhre vorgesehen sind, um im wesentlichen eine fortlaufende Unterdrückung des Signals von gegebener Phase zu bewirken.
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