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DE911903C - Dampf- oder Warmwasserkessel, Ofen od. dgl. fuer hohe Gasgeschwindigkeit - Google Patents

Dampf- oder Warmwasserkessel, Ofen od. dgl. fuer hohe Gasgeschwindigkeit

Info

Publication number
DE911903C
DE911903C DEA13430A DEA0013430A DE911903C DE 911903 C DE911903 C DE 911903C DE A13430 A DEA13430 A DE A13430A DE A0013430 A DEA0013430 A DE A0013430A DE 911903 C DE911903 C DE 911903C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gas
pressure
wheel
furnace
cells
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA13430A
Other languages
English (en)
Inventor
John Anders Rydberg
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Gustavsbergs Fabriker AB
Original Assignee
Gustavsbergs Fabriker AB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Gustavsbergs Fabriker AB filed Critical Gustavsbergs Fabriker AB
Priority to DEA13430A priority Critical patent/DE911903C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE911903C publication Critical patent/DE911903C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23LSUPPLYING AIR OR NON-COMBUSTIBLE LIQUIDS OR GASES TO COMBUSTION APPARATUS IN GENERAL ; VALVES OR DAMPERS SPECIALLY ADAPTED FOR CONTROLLING AIR SUPPLY OR DRAUGHT IN COMBUSTION APPARATUS; INDUCING DRAUGHT IN COMBUSTION APPARATUS; TOPS FOR CHIMNEYS OR VENTILATING SHAFTS; TERMINALS FOR FLUES
    • F23L17/00Inducing draught; Tops for chimneys or ventilating shafts; Terminals for flues
    • F23L17/16Induction apparatus, e.g. steam jet, acting on combustion products beyond the fire
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23LSUPPLYING AIR OR NON-COMBUSTIBLE LIQUIDS OR GASES TO COMBUSTION APPARATUS IN GENERAL ; VALVES OR DAMPERS SPECIALLY ADAPTED FOR CONTROLLING AIR SUPPLY OR DRAUGHT IN COMBUSTION APPARATUS; INDUCING DRAUGHT IN COMBUSTION APPARATUS; TOPS FOR CHIMNEYS OR VENTILATING SHAFTS; TERMINALS FOR FLUES
    • F23L5/00Blast-producing apparatus before the fire

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Air Supply (AREA)

Description

  • Dampf- oder Warmwasserkessel, Ofen od. dgl. für hohe Gasgeschwindigkeit Ein in einem Gehäuse rotierendes Zellenrad wird bei Gasturbinen, Wärmepumpen usw. benutzt, um Gas von einer niedrigeren Druckstufe heraufzufördern, das Gas zu verdichten und in einer höheren Druckstufe gegen Gas in einem anderen Zustand und in anderer Menge auszutauschen. Dieses Gas wird dann unter Ausdehnung nach der unteren Druckstufe zurückgeführt, von welcher es im Austausch gegen das erstgenannte Gas abgegeben wird. Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art, wobei vor allen Dingen an einen Dampfkessel, Warmwasserkessel, einen Ofen od. dgl. gedacht ist, deren Feuerraum unter Druck steht, rotiert ein Zellenrad in einem Gehäuse, welches mit zwei Paar Öffnungen versehen ist. Das Zellenrad kann so ausgeführt sein, daß das Gas veranlaßt wird, radial durch die Zellen des Rades zu strömen; doch können diese auch so angeordnet sein, daß das Gas axial oder in anderer Weise hindurchströmt. Durch die eine Öffnung des einen Offnungspaares des Rades strömt Luft in die Zellen ein, wobei die Luft das Gas verdrängt, das sich schon in den Zellen befindet, und dieses strömt dann durch die andere Öffnung des öffnungspaares aus. Bei seiner Drehung führt das Zellenrad die in die Zellen hineingekommene Luft nach einer Öffnung des anderen öffnungspaares, in der heiße Verbrennungsgase durch eine Leitung von dem Feuerraum hineinkommen. Die aus der letztgenannten Öffnung kommenden Verbrennungsgase drängen die Luft durch die andere dazugehörige Öffnung hinaus und nehmen die Stelle der Luft im Zellenrad ein. Die Luft strömt darauf durch eine Leitung nach dem Feuerraum, in dem sie als Verbrennungsluft dient. Die in das Zellenrad eingetretenen heißen Gase gehen mit dem Zellenrad nach dem vorgenannten öffnungspaar und strömen dort durch einen Kanal nach einer wärmeaufnehmenden, z. B. aus wassergekühlten Kanälen bestehenden Heizfläche.
  • Die Luftmenge, die vom Zellenrad nach dem Feuerraum geleitet wird, ist gleich der Gasmenge, die durch das Zellenrad von dem Feuerraum hinweggeführt wird. Da jedoch die aus dem Feuerraum kommenden Gase eine höhere Temperatur und infolgedessen bei demselben Druck ein niedrigeres spezifisches Gewicht als die zugeführte Luft haben, steigt der Druck im Feuerraum, bis das spezifische Gewicht der entweichenden Gase und der zugeführten Luft gleich wird. Bei den in Frage kommenden Temperaturen erhält man dabei einige Atmosphären überdruck in dem Feuerraum.
  • Bei dem Austausch von Luft gegen Verbrennungsgase, der im Zellenrad an den mit dem Feuerraum in Verbindung stehenden Öffnungen erfolgt, wird die Luft auf den Druck im Feuerraum verdichtet.
  • Das Gas, das durch die mit den wärmeaufnehmenden Kanälen in Verbindung stehende Öffnung ausströmt, hat teils eine hohe Geschwindigkeit, teils einen Druck, der etwas höher als der atmosphärische Druck ist. Man kann nach dem Ausströmen auch in einem Diffusor einen Teil der Geschwindigkeit in Druck umsetzen. Die indem Gas enthaltene Kraft kann ausgenutzt werden, um mit hoher Geschwindigkeit das Gas durch die Rauchkanäle zu treiben, die eine Heizfläche bilden. Hierbei erhält man eine hohe Wärmeübertragung und für eine gewisse Wärmeleistung eine billige Heizfläche. Die erwähnteVorrichtung ist jedoch, hauptsächlich weil die Verluste sehr groß werden und die beabsichtigte Leistung im großen und ganzen ausbleibt, nicht zur Anwendung für den hier angegebenen Zweck gekommen. Bei Wärmepumpen und Gasturbinen ist sie ebenfalls bekannt und auch angewendet worden.
  • Die Erfindung bezieht sich auf einen Dampfkessel, Warmwasserkessel, Ofen oder eine ähnliche Vorrichtung, bei denen die Verbrennungsgase im Feuerraum einen höheren Druck als in den wärmeaufnehmenden Teilen haben. Der Druckunterschied wird durch ein drehbares Zellenrad bewirkt, dessen Zellen während der Drehung heißes Gas aus dem Feuerraum bei höherem Druck aufnehmen, dieses heiße Gas gegen dieselbe Menge kälteres und schwereres Gas bei niedrigerem Druck austauschen und dieses kältere Gas zu der höheren Druckstufe zurückführen. Hier wird der Gasinhalt der Zellen von neuem gegen das heiße Gas aus dem Feuerraum ausgetauscht, so daß von der niedrigeren Druckstufe nach der höheren eine größere Gewichtsmenge Gas als in umgekehrter Richtung übergeführt wird. Der Gasüberschuß, der im Feuerraum durch die Förderung von Gas von der niedrigeren zur höheren Druckstufe entsteht, wird unmittelbar von dem höheren Druck im Feuerraum auf den niedrigeren Druck in den wärmeaufnehmenden Teilen der Anlage zurückgebracht. Nach der Erfindung ist die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, daß der Gasüberschuß als treibendes Mittel in einer Strahlpumpe benutzt wird, um die von dem Zellenrad kommenden heißen Gase anzusaugen und zu verdichten. Die gesamte Gasmenge wird dann mit hoher Geschwindigkeit durch die Gaskanäle in die wärmeaufnehmenden Teile der Anlage gedrückt.
  • Diese Vorrichtung kann mit Mitteln zum Abzapfen von Gas aus dem Zellenrad während der Bewegung der Zellen von der höheren zur niedrigeren Druckstufe versehen sein, so daß dieses Gas nach der Ausdehnung auf die niedrigere Druckstufe sich dazu verwenden läßt, mit einer Strahlpumpe das in einer niedrigeren Druckstufe aus dem Zellenrad ausströmende heiße Gas vorzuverdichten.
  • Die Vorrichtung kann so ausgeführt werden, daß der Druck im Feuerraum höher als der atmosphärische Druck ist und in den Rauchkanälen atmosphärischer oder etwa atmosphärischer Druck herrscht. Wahlweise kann auch atmosphärischer oder etwa atmosphärischer Druck im Feuerraum aufrechterhalten werden, während der Druck in den Rauchkanälen niedriger ist.
  • Es ist angebracht, daß der Teil der Verbrennungsgase aus dem Feuerraum, der am Zellenrad vorbeigeführt wird, eine höhere Temperatur hat als die Gase, 'die durch das Zellenrad geleitet werden.
  • Die Anordnung einer Strahlpumpe hat in diesem Zusammenhang wesentliche Vorteile. Aus dem Zellenrad kommt das Gas bei niedrigerem Druck, etwa bei atmosphärischem Druck, heraus und besitzt nur eine geringe Energie in Form einer gewissen Geschwindigkeit. Wird dieses Gas durch wärmeaufnehmende Teile, z. B. Rauchgaskanäle, in einen Kessel geleitet, so wird die Wärmeübertragung gering sein. Das unmittelbar vom Feuerraum kommende Gas hat eine weit höhere Energie und gibt an das vom Zellenrad kommende Gas Druck-bzw. Bewegungsenergie ab. Mittels der Strahlpumpe werden die Gase überdies miteinander gemischt und mit hoher Geschwindigkeit durch die Rauchgaskanäle des Kessels gepreßt, wobei die hohe Geschwindigkeit eine gute Wärmeübertragung sichert und die erforderliche Heizfläche vermindert.
  • Die Vorrichtung ist an einigen in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher beschrieben.
  • Fig. i zeigt ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung; Fig. -, zeigt eine andere Ausführungsform der Vorrichtung; Fig. 3 und 4 zeigen Einzelheiten des Zellenrades; Fig. 5 zeigt eine Ausführung des Zellenrades in einem Querschnitt längs dessen Welle; Fig.6 zeigt dasselbe Zellenrad in einem Querschnitt, winkelrecht zu der Welle.
  • Bei der in Fig. i gezeigten Vorrichtung dreht sich ein Zellenrad in einem Gehäuse z, welches öffnungen 3, 4, 5 und 6 aufweist. Das Zellenrad ist so ausgeführt, daß das Gas radial durch die Zellen des Rades strömen kann. Durch die Öffnung 3 im Gehäuse strömt Luft in die Zellen ein und verdrängt dabei das in den Zellen befindliche Gas durch die Öffnung 4. Das Zellenrad dreht sich in Pfeilrichtung und nimmt die in die Zellen eingetretene Luft mit zur Öffnung 5, durch welche heiße Verbrennungsgase vom Feuerraum 7 eintreten. Der Feuerraum kann wassergekühlt oder die Temperatur der Rauchgase einer dem Kessel nachgeschalteten Heizfläche angepaßt sein. Die von der Öffnung 5 kommenden Verbrennungsgase drängen die Luft durch die Öffnung 6 hinaus und nehmen die Stelle der Luft im Zellenrad ein. Die Luft strömt weiter durch die Leitung 8 zum Feuerraum 7, in dem sie als Verbrennungsluft benutzt wird. Die in das Zellenrad bei 5 hereinkommenden heißen Gase gehen im Zellenrad mit bis 4 und entweichen dort durch einen Kanal 9 nach einer wärmeaufnehmenden, z. B. aus wassergekühlten Kanälen bestehenden Heizfläche 1o.
  • Beim Austausch von Luft gegen Verbrennungsgase, der im Zellenrad bei den Öffnungen 5 und 6 erfolgt, wird Luft auf den Druck im Feuerraum verdichtet. Fig. 3 zeigt im einzelnen, wie diese Verdichtung durchgeführt werden kann. Wenn die Zellen nach der Kanalmündung 5 zu an der Kante 1 i geöffnet werden, strömt das unter Druck stehende Gas von 5 in die Zellen hinein und verdichtet die Luft.
  • Eine Druckwelle entsteht, die, wenn die Zelle sich dreht, die punktierte Linie 11-12 entlang läuft. Wenn die Druckwelle an der Außenseite des Rades angelangt ist, öffnen sich die Zellen an der Kante 12. Nach der Druckwelle, die mit einer größeren Geschwindigkeit als die Schallgeschwindigkeit fortschreitet, strömt das Gas mit einer niedrigeren Geschwindigkeit als die Druckwelle ein. Die Umdrehungsgeschwindigkeit des Zellenrades und die Größe der Öffnung 6 sind so zur Strömungsgeschwindigkeit des Gases abgepaßt, daß, wenn das Gas durch die Zellen hindurchgegangen ist und die Luft vollständig verdrängt hat, die Ausströmseite der Zellen durch die Kante 13 geschlossen wird. Kurz bevor die Ausströmöffnung der Zellen durch die Kante 13 geschlossen wird, wird die Einströmöffnung durch die Kante 14 geschlossen. Dabei entsteht eine Verdünnungswelle, die die Linie 1d.-13 entlang läuft und die die Ausströmseite der Zellen gerade erreicht, wenn die Auströmöffnung geschlossen wird. Nachdem die Zellenausströmöffnung bei 13 geschlossen ist, befindet sich der Zelleninhalt in Ruhe bei einem Druck, der niedriger als der Druck im Feuerraum ist. Wahlweise kann auch Kante 13 vor Kante 14 schließen. Dann erhält man eine Verdichtungswelle, die das Gas in den Zellen verdichtet. In diesem Fall ist es gleichgültig, welchen Verlauf man wählt, wenn nur die Bewegungsenergie des Gases benutzt wird, bevor die Zellen sich ganz schließen. Beim Gasaustausch wird die Luft teils bis auf den im Feuerraum herrschenden Druck verdichtet, teils erhält die Luft die Bewegungsenergie, die zum Überwinden des Widerstandes im Kanal 8 und im Feuerraum erforderlich ist.
  • Nachdem das Gas ganz eingeschlossen ist, ereignet sich nichts, bevor die Zellen die Öffnungen 3 und 4 erreichen. Der Verlauf an diesen Öffnungen geht aus Fig. 4 hervor. Wenn die Zellen an der Kante 15 vorbeikommen, werden sie gegen den niedrigeren Druck hin in Öffnung 4 geöffnet. Eine Verdünnungswelle läuft durch die Zellen die Linie 15-r6 entlang, und das Gas strömt durch Öffnung aus. Wenn die Zellen an Kante 16 vorbei sind, ist der ganze Zelleninhalt in Bewegung gekommen, weshalb das Gas anfängt, die Zellen zu verlassen und durch Luft über Öffnung 3 ersetzt wird. Der Druck in Öffnung 4 ist etwas höher als in Öffnung 3, so daß das Gas allmählich verzögert wird. Bei der Kante 17 sind die Zellen ganz mit Luft gefüllt; deren Austrittsseite wird geschlossen. Wenn der Luftstrom plötzlich gebremst wird, entsteht eine Druckwelle, die an der Linie 17-18 rückwärts läuft. Bei 18 ist der ganze Zelleninhalt auf einen Druck verdichtet, der etwas höher als der atmosphärische Druck ist. Die Kante 18 schließt die Einströmseite der Zellen, und die Zellen bewegen sich weiter nach den Öffnungen 5 und 6, wobei der Vorgang sich wiederholt.
  • Indessen strömen nicht alle Verbrennungsgase vom Feuerraum 7 durch das Zellenrad 1 bei der Vorrichtung, sondern ein Teil der Gase strömt durch die Leitung 19 nach einer Strahlpumpe 2o, die aus einem Mundstück 21 besteht, durch das .sich die Verbrennungsgase bei Geschwindigkeitszunahme auf einen Druck ausdehnen, der dem atmosphärischen Druck nahe kommt. Ein Mischteil 22 und ein Diffusor 25 gehören ferner zur Strahlpumpe, die durch eine Leitung 24 die vom Zellenrad durch die Öffnung 4 ausströmenden heißen Gase ansaugt. Im Mischteil 22 werden die aus dem Zellenrad und unmittelbar aus dem Feuerraum kommenden Gase gemischt, und die Geschwindigkeit wird dann zum größten Teil im Diffusor 23 in Druck umgesetzt. Die Gase werden dann unter großer Geschwindigkeit durch die Kanäle 1o gedrückt, die die Heizfläche bilden.
  • Die Vorrichtung nach Fig. 1 weist mehrere Verbesserungen der bekannten Vorrichtung dieser Art auf. Bei dieser Vorrichtung gehen alle Verbrennungsgase durch das Zellenrad. Der Überdruck wird im Feuerraum hoch und bei einer Abgastemperatur von iooo° C zwischen 3 und 4 Atm. betragen. Dieser hohe Überdruck ist mit Rücksicht auf Leckverluste ungünstig. Bei der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung kann hingegen der Überdruck im Feuerraum verändert werden. Das günstigste Betriebsergebnis wird bei einem Überdruck von etwa 1 Atrn. erzielt.
  • Bei der bekannten Vorrichtung müssen die Gase beim Durchgang durch die Anlage Verdichtungs-oder Ausdehnungswellen viermal nacheinander durchlaufen. Bei einem Druckverhältnis von i : 4 ist der Druckverlust in jeder Druckwelle etwa 20°/0. Es muß außerdem mit bedeutenden Verlusten im Einlaß und Auslaß des Zellenrades und in den er forderlichen Diffusoren usw. gerechnet werden. Der Wirkungsgrad, den man mit dem bisher angewandten Verfahren erzielen kann, ist daher niedrig. Er wird etwa unter 400/0 liegen. Mit der Vorrichtung nach Fig. i werden bessere Ergebnisse schon deshalb erzielt, weil der Druck im Feuerraum niedriger ist. Das Druckverhältnis in den Verdichtungs- und Ausdehnungswellen wird kleiner, was die Verluste in diesen stark vermindert. Der hauptsächliche Gewinn liegt jedoch darin, daß nur ein kleinerer Teil der Gase durch das Zellenrad geht. Die übrigen gehen durch die Leitung i9 und in der Strahlpumpe unmittelbar in hohe Geschwindigkeit über. Strahlpumpen arbeiten in den meisten Fällen mit schlechtem Wirkungsgrad; doch liegen nach der Erfindung die Verhältnisse günstig, weil man mit verhältnismäßig hoher Geschwindigkeit bei dem durch die Leitung 24 ankommenden getriebenen Mittel rechnen kann. In der Annahme, daß die treibende und die getriebene Gasmenge gleich groß sind und daß das Verhältnis zwischen den Geschwindigkeiten des treibenden und des getriebenen Gases gleich zwei ist, was ungefähr den wirklichen Verhältnissen entspricht, wird der Wirkungsgrad der Strahlpumpe ausschließlich der Diffusorverluste über 70 (/o. Man kann also mit der Vorrichtung nach Fig. i einen bedeutend besseren Wirkungsgrad erhalten, als dies mit der früher benutzten Vorrichtung möglich ist. Wenn nur ein kleinerer Teil des Gases durch das Zellenrad geht, ist man nicht mehr davon abhängig, ob die Verdichtungs- und Ausdehnungswellen in richtiger Weise verlaufen. Es stellt sich heraus, daß man sogar ganz von diesem Verlauf absehen kann und gute Ergebnisse erhält, auch wenn das Zellenrad als einfache Gasschleuse arbeitet, die das heiße Gas von der höheren Druckstufe nach der niedrigeren und dieselbe Menge kaltes Gas in entgegengesetzter Richtung durchschleust.
  • Die Anwendung einer Strahlpumpe nach Fig. i bringt jedoch noch andere Vorteile mit sich. Das Zellenrad hält nicht allzu hohe Temperaturen aus, so daß Gase von einem größeren Feuerraum nicht unmittelbar in das Zellenrad eingelassen werden können, ohne herabgekühlt zu sein. Es braucht dabei nur ein kleinerer Teil der Gase aus den angegebenen Gründen herabgekühlt zu werden. Die Tatsache, daß durch die Strahlpumpe Gase mit höherer Temperatur gehen können als durch das Zellenrad, ist ein weiterer Vorteil. Die ganze ausgewertete Energiemenge, d. h. der -Jberdruck, der vor der Heizfläche io zur Verfügung steht, steigert sich sehr schnell, wenn die Temperatur in Leitung ig steigt.
  • Bauliche und andere Schwierigkeiten können vorkommen beim Ausnutzen der Geschwindigkeit der vom Zellenrad durch die Öffnung 4 ausströmenden Gase. Dafür kann die.Energie des Gases in den ankommenden Zellen dadurch ausgenutzt werden, daß unter Ausgleich des Druckes Gas von den Zellen durch eine Leitung 25 abgezapft und über die Leitung 24 in eine Strahlpumpe ausgeblasen wird, die das bei 4 herauskommende Gas ansaugt und ihm eine gewisse Geschwindigkeit vor dem Eintritt in die Strahlpuznpe 2o gibt.
  • Die in Fig. 2 dargestellte Vorrichtung der Erfindung arbeitet in der gleichen Weise wie die Vorrichtung nach Fig. i mit einem höheren Druck im Feuerraum und einem niedrigeren Druck in den Rauchgaskanälen, die die Heizfläche bilden. Während aber bei der Vorrichtung nach Fig. i die Rauchgaskanäle mit der Außenluft verbunden sind, ist nach Fig. 2 der Feuerraum 7 durch eine Einströmöffnung 26 unmittelbar mit der Außenluft verbunden, so daß im Feuerraum atmosphärischer Druck und in den Rauchgaskanälen io Unterdruck herrscht.
  • Die Vorrichtung nach Fig.2 arbeitet in folgender Weise. Die Verbrennungsluft kommt durch die Einlaßöffnung 26 in den Feuerraum. Von hier geht ein Teil der Verbrennungsgase durch die Öffnung 5 nach dem Zellenrad i. Dabei wird das vorher im Zellenrad befindliche Gas durch die Öffnung 6 ins Freie verdrängt. Das Gas geht dann mit dem drehbaren Zellenrad nach Öffnung 4, von der es unter Ausdehnung auf den niedrigeren Druck ausströmt, der in den Rauchgaskanälen herrscht. Ein anderer Teil der Rauchgase strömt durch die Leitung ig nach der Strahlpumpe 2o. Mit Hilfe der in der Strahlpumpe 2o erzeugten Drucksteigerung wird das Gas mit hoher Geschwindigkeit durch die eine Heizfläche bildenden Kanäle io gedrückt, in denen das Gas auf niedrigeTemperatur, z. B. 15o-- C, abgekühlt wird. Das Gas strömt dann durch eine Leitung 27 und die Öffnung 3 nach dem Zellenrad, in dem es das bei 4 aus dem Zellenrad entweichende Gas ersetzt. Die abgekühlten Rauchgase gehen dann mit dem Zellenrad nach Stellung 5, 6, in der Gas mit höherem Druck eindringt und das Gas auf atmosphärischen Druck verdichtet und durch die Öffnung 4 ins Freie hinausdrängt.
  • Der eigentliche Unterschied zwischen den Vorrichtungen nach Fig. i und .2 besteht darin, daß die bei der ersten Vorrichtung bei 3 einströmende Luft in der letzten durch abgekühltes Rauchgas ersetzt wird. Wenn bei der Vorrichtung nach Fig.2 die Rauchgase in den Kanälen der Heizfläche auf die Temperatur der Außenluft herabgekühlt werden könnten, würden beide Vorrichtungen dieselbe Leistung hergeben. Dadurch, daß die Temperatur der durch die Öffnung 3 in das Zellenrad eintretenden Gase höher ist als die Temperatur der Außenluft, wird die nützliche Drucksteigerungsleistung bei der Vorrichtung nach Fig.2 etwas niedriger als bei der nach Fig. i. Mit angemessenen und brauchbaren Werten für die Gastemperaturen kann bei der Vorrichtung nach Fig. i für die Kanäle der Heizfläche ein Druck von jooo mm Wassersäule erreicht werden, während bei der Vorrichtung nach Fig. 2 der entsprechende Druck nur eine Höhe von iöoo mm Wassersäule erreicht.
  • Die Strahlpumpen, die Leitungen, das Gehäuse um das Zellenrad usw. können luft- oder wassergekühlt sein. Das Zellenrad kann aus feuerfestem Werkstoff hergestellt und ganz oder wenigstens die Welle durch durchströmendes Wasser oder Luft gekühlt sein.
  • Fig. 5 und 6 zeigen eine Ausführungsform der Zellenradvorrichtung. In dieser ist i das drehbare Zellenrad, 2 das Gehäuse mit Einström- und Ausströmöffnungen 3, 4, 5 und 6; 28 sind mit umlaufendem Kühlwasser gefüllte Hohlräume.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Dampf- oder Warmwasserkessel, Ofen oder ähnliche Vorrichtungen, bei denen die Verbrennungsgase im Feuerraum einen höheren Druck haben als in den wärmeaufnehmenden Teilen und der Druckunterschied durch ein sich drehendes Zellenrad erreicht wird, dessen Zellen während der Drehung heißes Gas aus dem Feuerraum bei höherem Druck aufnehmen, gegen dieselbe Menge kälteres Gas bei niedrigerem Druck austauschen und dieses kältere Gas nach der höheren Druckstufe zurückführen, in der der Gasinhalt der Zellen von neuem gegen heißes Gas vom Feuerraum ausgetauscht wird, so daß von der niedrigeren Druckstufe nach der höheren eine größere Gewichtsmenge Gas als in umgekehrter Richtung übergeführt und der Gasüberschuß, der im Feuerraum durch die Förderung von Gas von einer niedrigeren nach einer höheren Druckstufe entsteht, unmittelbar von dem höheren Druck im Feuerraum auf den niedrigeren Druck in den wärmeaufnehmenden Teilen der Vorrichtung zurückgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Gasüberschuß als treibendes Mittel in einer Strahlpumpe (2o, 21) verwendet wird, um die vorn Zellenrad (i) als treibendes Mittel in einer Strahlpumpe kommenden heißen -Gase anzusaugen und zu verdichten. Die gesamte Gasmenge wird dann mit hoher Geschwindigkeit durch Gaskanäle in die wärmeaufnehmenden Teile der Anlage gedrückt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch Mittel, z. B. Leitung (25), zum Abzapfen von Gas vom Zellenrad (i) während der Bewegung der Zellen von der höheren nach der niedrigeren Druckstufe, so daß dieses Gas nach der Ausdehnung zur niedrigeren Druckstufe dazu verwendbar ist, mit einer Strahlpumpe (24, 25) das in einer niedrigeren Druckstufe aus dem Zellenrad (i) ausströmende heiße Gas vorzuverdichten.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rauchgaskanäle (io) mit der Atmosphäre unmittelbar verbunden sind, während der Druck im Feuerraum höher als der Atmosphärendruck ist (Fig. i).
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Feuerraum (7), z. B. durch Leitung (26), mit der Atmosphäre unmittelbar verbunden ist, während der Druck in den Rauchgaskanälen (io) niedriger als der Atmosphärendruck ist (Fig. 2).
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die vom Feuerraum (7) durch das Zellenrad (i) geleiteten Verbrennungsgase durch eine dem Zellenrad vorgeschaltete Kühlanordnung (28) strömen (Fig. 5).
DEA13430A 1951-05-30 1951-05-30 Dampf- oder Warmwasserkessel, Ofen od. dgl. fuer hohe Gasgeschwindigkeit Expired DE911903C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1061476B (de) * 1951-06-25 1959-07-16 Jendrassik Developments Ltd Dynamischer Druckaustauscher
DE1218104B (de) * 1958-09-19 1966-06-02 Dudley Brian Spalding Kesselanlage mit Verbrennungsluftzufuhr unter Druck

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