DE911621C - Schaltungsanordnung zur Steuerung von Fernschreib-Entzerrern fuer die UEbertragung von Wahlkriterien - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Steuerung von Fernschreib-Entzerrern fuer die UEbertragung von WahlkriterienInfo
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04L—TRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
- H04L12/00—Data switching networks
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Description
(WiGBL S. 175)
AUSGEGEBEN AM 17. MAI 1954
S 25469 VIIIa j 21 αϊ
Friedrich Kreuzer, München
ist als Erfinder genannt worden
Patenterteilung bekanntgemacht am 8. April 1954
Die Fernschreibnetze, insbesondere die Teilnehmernetze
mit Wählbetrieb, haben eine so große Ausdehnung angenommen, daß aus Gründen erhöhter
Sicherheit für die Nachrichtenübermittlung die Notwendigkeit des Einsatzes von Fernschreib-Entzerrern
im Zuge der Über tr agungs wege immer mehr in den Vordergrund rückt.
Für den Einsatz in Fernschreibnetzen mit Wählbetrieb ist es dabei technisch vorteilhaft und wirtschaftlich,
wenn der Fernschreib-Entzerrer neben seiner allgemeinen Aufgabe der Entzerrung von
Fernschreibzeichen, die aus einem Anlaufschritt, mehreren die Nachricht kennzeichnenden Schritten
und einem Sperrschritt bestehen, auch die Übertragung der notwendigen Wahlkriterien übernimmt
und diese nach Möglichkeit ebenfalls entzerrt, damit für die Entzerrung der Wahlkriterien keine
besonderen Mittel aufgewendet werden müssen.
Die Mitentzerrung der Wahlimpulse durch den Fernischreib-Entzerrer ist ohne weiteres sicher- ao
gestellt, wenn als Wahlkriterien normale Fernschreibkodezeichen benutzt werden. Auch Nummernscheibenwahlimpulse
vermag der Fernschreib-Entzerrer bei entsprechender Ausbildung zu übertragen.
Werden nach diesen Gesichtspunkten durchgebildete Entzerrer in Amtsverbindungsleitungen
oder in Verbindungswege innerhalb eines Wählamtes geschaltet, so läuft bei Auslösung djeser
Verbindungen der Entzerrer durch, wenn das
Schlußzeichen durch Übergang des Betriebszustandes der Übertragungsmittel von der Trennlage
in die Dauerzeichenlage gegeben wird. Der Entzerrer tastet bei diesem Vorgang während des
Sperrschrittes stets den die Zeichenlage darstellenden, also dem Anlaufschritt entsprechenden Stromzustand
ab, so daß er nach jedem Zeichentakt ohne Anhalten erneut auslöst. Wird der Verbindungsweg,
in dem ein derart dauernd durchlauf ender ίο Entzerrer liegt, erneut belegt (Übergang von
Dauerzeichenlage in Dauertrennlage), so kann sich der Entzerrer im Augenblick der erfolgten Leitungsbelegung
in einer beliebigen Ablaufphase eines Zeichentakteis befinden. Trifft z. B. im ungünstigsten
Fall der Belegungsvorgang zeitlich unmittelbar auf den Anfang eines gerade ausgelösten Zeichentaktes,
so wird, bezogen auf den Beginn, des Belegungskriteriums, die Zeitdauer fast eines ganzen Umlaufes
verstreichen, bis der Entzerrer erstmalig angehalten wird. Die Wahlvorgänge im Femschreibwählverkehr
lassen es aber zu, daß nach Belegung der Leitung der erste Wahlimpuls bereits zu einer
Zeit eintreffen kann, bevor der Entzerrer auf Grund des Belegungskriteriums erstmalig angehalten
worden ist. Solche in der Zeit bis zum erstmaligen Anhalten des Entzerrers ankommende Wahlimpulse
sind mit dem umlaufenden Entzerrer nicht in Gleichlauf und können infolgedessen vom Entzerrer
verstümmelt werden.
Aus dem Gesagten geht hervor, daß zur Vermeidung derart verursachter Wahlverstümmelungen
der Gleichlauf zwischen dem Fernschreib-Entzerrer und den zu übertragenden Wahlkriterien gesichert
sein muß. Diese Bedingung ist aber nur dann erfüllt, wenn die unmittelbar nach der Belegung der
Leitung ausgesandten Wahlkriterien von Beginn ihres ersten zeitlichen Einsatzes an den in dieser
Verbindung liegenden Fernschreib-Entzerrer im Ruhezustand antreffen.
Gemäß diesen Überlegungen können derartige Wahlverstümmelungen z. B. dadurch vermieden
werden, wenn man dafür sorgen würde, daß bei Belegung der Leitung der Beginn des Wahlvorganges
frühestens nach der einen Entzerrerumlauf bestimmenden Zeit erfolgt, da sich dann mit Sicherheit
der Fernschreib-Entzerrer im Ruhezustand befindet. Diese notwendige Wartezeit für die Aussendung
der Wahlkriterien bedeutet jedoch eine Verlustzeit, die bei den verschiedenen, in der Praxis
eingeführten Wahlsystemen nicht immer tragbar ist.
Die Erfindung ermöglicht es, bei der Steuerung
von Fernschreib-Entzerrern der beschriebenen Art die vorstehend geschilderten Nachteile zu vermeiden.
Sie erreicht dies dadurch, daß der Fernschreib-Entzerrer bei Auslösung der Verbindung
■ abhängig von einem diesen Vorgang kennzeichnenden Kriterium aus dem Verbindungsweg herausgeschaltet
und gleichzeitig stillgesetzt und bei Leitungsbelegung abhängig vom Belegungskriterium
wieder in die Verbindungsleitung zurückgeschaltet wird. Eine nach diesem Grundgedanken arbeitende
Steuerungseinrichtung gewährleistet dabei nicht nur den zur Vermeidung von Wahlverstümmelufigen
grundsätzlich erforderlichen Gleichlauf zwischen dem Fernschreib-Entzerrer und dem zu
übertragenden Wahlkriterien, sondern hat anderen möglichen Ausführungen, gegenüber auch den Vorteil
einer praktisch wartezeitlosen Wahlübertragung.
Die Figur zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Das Empfangsrelais ER des Entzerrers Es
liegt als Abschlußrelais an der ankommenden Verbindungsleitung Li. Den Kontakten dieses Relais
ist der Plus- und Minuspol einer in der Mitte geerdeten Telegrafenbatterie TB zugeführt. Vom
Ankerkontakt Vr des Empfangsrelais des Entzerrers Es wird das Verzögerungsrelais A gesteuert.
Bei einer bestehenden Verbindung ist das ^-Relais erregt, da in diesem Betriebszustand der
Ankerkontakt er am Trennkontakt T liegt. Seine Kontakte al·, al·1 und αΙΠ befinden sich dann in entgegengesetzter
Lage zu der in der Figur gezeichneten Darstellung. Der Entzerrer Es ist damit in
den Verbindungsweg eingeschaltet und führt bei Übertragung der Nachricht bzw. der Wahlkriterien
die entzerrten Zeichen über den Relaiskontakt sr des Weitersenderelais SR der abgehenden Verbindungsleitung
L 2 zu. Das Verzögerungsrelais A, das beim Übertragen von Fernschreib- und Wahlzeichen go
impulsweise kurzgeschlossen wird, ist so bemessen, daß es mit Sicherheit über die Zeitdauer eines
Zeichentaktes für Fernschreib- bzw. Wahlzeichen hält.
Bei Auslösung der Verbindung (Übergang von Dauerplus in Dauerminus) geht der Ankerkontakt er
in die Dauer zeichen! age Z. Der Entzerrer Es überträgt
zunächst auch, dieses Auslösekriterium. Dann fällt das .4-Relais verzögert ab, schaltet mit seinen
Kontakten al· und α-11 den Fernschreib-Entzerrer Es
aus dem Verbindungsweg heraus und legt mit dem Kontakt dl· Plus an den Eingang E des Entzerrers
Es, so daß er angehalten wird.
Wird bei einer Neubelegung der Ankerkontakt er in die Trennlage T umgelegt, so läuft das Belegungskriterium
(Plus) während der Ansprechzeit des .^-Relais über den in der dargestellten Lage befindlichen Kontakt α11 durch. Das ansprechende A-Relais
schaltet den. stillstehenden Fernschreib-Entzerrer Es in den Verbindungsweg ein, so daß er,
ohne daß eine bestimmte Wartezeit nach Belegung der Leitung eingehalten werden muß, erstmalig
durch den ersten Wahlimpulseinsatz ausgelöst wird und so in Gleichlauf mit der nun folgenden Impulsserie
diese ohne Verstümmelung übertragen kann.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Schaltungsanordnung zur Steuerung eines in Verbindungsleitungen von Fernschreibwählnetzen geschalteten Fernschreib-Entzerrers, der neben der Entzerrung der aus einem Anlaufschritt, mehreren die Nachricht kennzeichnenden Schritten und einem Sperrschritt bestehenden Fernschreibzeichen auch Wahlkriterien inForm von Numrnernscheibenwahlimpulsen oder Fernschreibkodezeichen zu übertragen hat, dadurch gekennzeichnet, daß der Fernschreib-Entzerrer bei Auslösung der Verbindung abhängig von einem diesen Vorgang kennzeichnenden Kriterium aus dem Verbindungsweg herausgeschaltet und gleichzeitig stillgesetzt und bei Leitungsbelegung abhängig vom Belegungskriterium wieder in die Verbindungsleitung zurückgeschaltet wird.
- 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein vom Eingangsrelais des Fernschreih-Entzerrers unmittelbar gesteuertes Relais die vom Belegungs- und Auslösekriterium abhängige Umschaltung des Fernschreib-Entzerrers vornimmt.
- 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das den Fernschreib-Entzerrer unmittelbar steuernde Relais mit einer Abfallverzögerungszeit solcher Länge arbeitet, daß dieses während der Übertragung der Fernschreib- und Wahlzeichen impulsweise kurzgeschlossene Relais mindestens über die Zeitdauer eines Zeichentaktes angezogen, bleibt.
- 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2 oder 3,, dadurch gekennzeichnet, daß zum Stillsetzen des aus dem Übertragungsweg geschalteten Fernschreib-Entzerrers dem Eingang des Fernschreib-Entzerrers über einen Kontakt des abfallverzögerten Steuerrelais die den normalen Sperrschritt kennzeichnende Spannungspolarität zugeführt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 9502 S.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES25469A DE911621C (de) | 1951-11-03 | 1951-11-04 | Schaltungsanordnung zur Steuerung von Fernschreib-Entzerrern fuer die UEbertragung von Wahlkriterien |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1065826X | 1951-11-03 | ||
| DES25469A DE911621C (de) | 1951-11-03 | 1951-11-04 | Schaltungsanordnung zur Steuerung von Fernschreib-Entzerrern fuer die UEbertragung von Wahlkriterien |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE911621C true DE911621C (de) | 1954-05-17 |
Family
ID=25994990
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DES25469A Expired DE911621C (de) | 1951-11-03 | 1951-11-04 | Schaltungsanordnung zur Steuerung von Fernschreib-Entzerrern fuer die UEbertragung von Wahlkriterien |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE911621C (de) |
-
1951
- 1951-11-04 DE DES25469A patent/DE911621C/de not_active Expired
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