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DE911512C - Anordnung zur Verbesserung des Leistungsfaktors bei der Spannungsregelung von Stromrichtern - Google Patents

Anordnung zur Verbesserung des Leistungsfaktors bei der Spannungsregelung von Stromrichtern

Info

Publication number
DE911512C
DE911512C DEA9617D DEA0009617D DE911512C DE 911512 C DE911512 C DE 911512C DE A9617 D DEA9617 D DE A9617D DE A0009617 D DEA0009617 D DE A0009617D DE 911512 C DE911512 C DE 911512C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
arrangement according
systems
anodes
zero
voltage
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA9617D
Other languages
English (en)
Inventor
Richard Troeger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AEG AG
Original Assignee
AEG AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by AEG AG filed Critical AEG AG
Priority to DEA9617D priority Critical patent/DE911512C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE911512C publication Critical patent/DE911512C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02MAPPARATUS FOR CONVERSION BETWEEN AC AND AC, BETWEEN AC AND DC, OR BETWEEN DC AND DC, AND FOR USE WITH MAINS OR SIMILAR POWER SUPPLY SYSTEMS; CONVERSION OF DC OR AC INPUT POWER INTO SURGE OUTPUT POWER; CONTROL OR REGULATION THEREOF
    • H02M7/00Conversion of AC power input into DC power output; Conversion of DC power input into AC power output
    • H02M7/006Conversion of AC power input into DC power output; Conversion of DC power input into AC power output using discharge tubes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Control Of Electrical Variables (AREA)

Description

  • Anordnung zur Verbesserung des Leistungsfaktors bei der Spannungsregelung von Stromrichtern Bekanntlich besitzt die Regelung der Gleichspannung von Stromrichtern durch Gittersteuerung sowohl bei Gleichrichter- als bei Wechselrichterbetrieb den Nachteil, daß dabei die Phasenlage des Wechselstromes (Grundwelle) gegenüber der Wechselspannung um den Steuerwinkel a vergrößert wird und der Stromrichter infolgedessen eine mit der Aussteuerung steigende Blindleistung verbraucht. Dies ist besonders nachteilig bei Anlagen, die mit einem großen Regelbereich arbeiten und dazu noch, wie z. B. elektrische Bahnen, Fördermaschinen, Walzwerksantriebe od. dgl., zum Anlaufen, also bei kleinen Spannungen, erhebliche Überströme verlangen. Die bekannte Kompensation der Blindleistung durch Kondensatoren ist kostspielig und bedeutet außerdem eine Erschwerung des Betriebes, weil die hierzu notwendige Regelbarkeit der Kondensatorleistung verwickelte Schalteinrichtungen erfordert. Eine andere bekannte Lösung, den Blindleistungsverbrauch bei der Spannungsregelung zu verkleinern, besteht darin, Stufentransformatoren zu verwenden, also die Gleichspannung durch Regelung der Wechselspannung zu verändern und die Gittersteuerung nur zum Feinregeln zwischen den einzelnen Transformatorstufen zu verwenden. Die durch die Steuerung der Entladungsstrecken zu regelnde Spannung beträgt dann nur i,"zz, wenn der Stufentransformator von Null bis Voll regelbar ist und n gleiche Stufen besitzt. Unausgesteuert ist der Blindstromverbrauch bei jeder Stufeneinstellung Null. Bei dieser Regelung, die ohnehin praktisch nur für mäßige Leistungen in Frage kommt, wird jedoch die Anwendung der Gittersteuerung wesentlich eingeschränkt und damit einer der Hauptvorteile des Stromrichterbetriebes geopfert.
  • Die vorliegende Erfindung löst nun die Aufgabe, eine Stufenregelung der Spannung, wie sie der eben erwähnte Stufentransformator vorsieht, rein durch die Steuerung der Stromrichterentladungsstrecken zu erzielen, dabei den Blindleistungsverbrauch ebenfalls entsprechend der Stufenzahl zu vermindern und in den Ausgangsstellungen der einzelnen Stufen, in denen die Arbeitsanoden voll beaufschlagt sind, zu Null zu machen, dort also jeweils mit cos (p = i zu arbeiten.
  • Gemäß der Erfindung wird. dies dadurch- erreicht, daß mehrere unabhängig voneinander steuerbare Stromrichtersysteme gleichstromseitig in Reihe geschaltet sind, wobei ein, mehrere oder alle Stromrichtersysteme außer den Phasenanoden auch Nullanoden enthalten, so daß bei vollständiger Sperrung der Phasenanoden eines derartigen Systems dessen Spannungsanteil Null wird und der Gleichstrom allein über die zugehörige Nullanode fließt.
  • Die Erfindung sei nachstehend an Hand der Abbildungen näher erläutert.
  • Fig. i zeigt eine an sich bekannte zweiphasige Einwegschaltung mit den z. B. durch Gitter steuerbaren einanodigen Entladungsgefäßen i -und 2, dem Nutzwiderstand R" und der Nullanode o. Die Kathodendrossel D sei so groß, daß die Oberwelligkeit des Gleichstromes vernachlässigt werden kann. Die Nullanode übernimmt bei plötzlicher Sperrung der Gefäße den Gleichstrom, bis dieser völlig abgeklungen ist; sie bildet mithin für den Gleichstrom einen freien Stromdurchlaß, wenn man die Arbeitsgefäße des Systems sperrt, was gleichbedeutend ist mit der Abschaltung der zugehörigen Transformatorwicklung. Ein Gleichstromfluß über die Nullanode verursacht daher keinerlei Blindleistungsverbrauch auf der Wechselstromseite.
  • Wird die Nullanode eines als Gleichrichter arbeitenden Stromrichtersystems ungesteuert betrieben, so wird die Gleichspannung nicht bei der Aussteuerung a = T.;'2 entsprechend (p = Phasenzahl, a = Zündwinkel, gerechnet vom positiven Schnittpunkt der Phasen i und 2, also von zu Null, sondern erst bei der Aussteuerung ao - 2 + , also im Zeitpunkt Der Strom der arbeitenden Anode geht, auch wenn die Folgeanode noch gesperrt ist, beim Nulldurchgang der Phasenspannung i, also im Zeitpunkt n, auf Null zurück und wird von diesem Augenblick ab selbsttätig von der Nullanode übernommen, bis die Folgeanode freigegeben wird und zündet, d. i. im Zeitpunkt z9, = z7, -V- a. Istr > a also a > n - t%, so ist der Transformator in jeder Arbeitsperiode in der Zeit von @.T n bis stromlos, also praktisch abgeschaltet;- er verbraucht also während dieser Zeit weder Wirk- noch Blindstrom. Der Gleichstromkreis wird in dieser Zeit von der Feldenergie der Kathodendrossel D gespeist.
  • Diese ungesteuerte Nullanode verringert also, wie vorstehende Betrachtung zeigt, den Blindleistungsverbrauch verglichen mit einem System ohne Nullanode und bietet außerdem den Vorteil, daß der Blindleistungsverbrauch bei unverändertem Strom mit dem Spannungsrückgang nicht bis zum Schluß ansteigt, also im Grenzzustand U, = o seinen Höchstwert erreicht, sondern von einer bestimmten Spannung ab mit abnehmender Spannung zurückgeht und im Grenzzustand U, = o selbst Null wird. Andererseits verhindert aber die ungesteuerte oder freigegebene Nullanode die Umschaltung des Systems in den Wechselrichterbetrieb und somit das Rückarbeiten vom Gleichstromnetz in das Wechselstromnetz, weil sich dabei die Gleichspannung umkehrt und infolgedessen der Gleichstrom frei über die Nullanoden zurückfließen könnte. Will man einen Stromrichter mit Nullanode als Wechselrichter betreiben, so muß man auch die Nullanoden mit Steuereinrichtungen versehen. Wird die Nullanode völlig gesperrt, so arbeitet der Stromrichter naturgemäß normal mit der Gleichspannung Null bei der Aussteuerung Fig. z zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, und zwar eine Reihenschaltung von zwei z. B. gittergesteuerten Stromrichtersystemen I und II in zweiphasiger Einwegschaltung; jedes System- ist unabhängig von dem anderen steuerbar. Man erhält die volle Gleichspannung 2 U, (U9 = Gleichspannung jedes Systems), wenn die Gitter der Entladungsstrecken beider Systeme voll geöffnet sind; dabei ist der Blindleistungsverbrauch Null. Sperrt man eines der beiden Systeme, z. B. System I, so wird damit der Gleichstrom nicht unterbrochen; er kann über die Nullanode 1o ungehindert weiterfließen. Da in diesem Fall nur noch das System II arbeitet, geht die Gleichspannung auf die Hälfte zurück, wenn beide Systeme für die gleiche Spannung bemessen sind, was wir vorläufig annehmen wollen. In diesem Betriebszustand entsteht kein Blindleistungsverbrauch, weil das System II annahmegemäß mit voll geöffneten Gittern arbeitet. Werden beide Systeme gesperrt, so ist die Spannung Null. Diese Schaltung ergibt also bei gleicher Teilspannung der beiden Systeme eine Spannungsregelung durch Gitterbetätigung in zwei Stufen; bei denen der Blindleistungsverbrauch Null ist, wenn man von den Induktivitäten in den Anodenkreisen und deren Wirkung absieht.
  • Die stetige Spannungsregelung (Feinregelung) zwischen den (cos (p = i)-Stufen wird in der üblichen Weise durch Aussteuerung der Gitter bewirkt. Dabei kann man verschieden vorgehen, entweder in der Weise, daß man nur das System steuert, das beim Herunterregeln der Spannung als nächstes für die Sperrung in Frage kommt, oder indem man eines oder mehrere der übrigen Systeme gleichzeitig mit aussteuert. Zweckmäßig wird man bei der Feinregelung unter sonst gleichen Bedingungen die Steuerung der Systeme so ausführen, daß man bei jeder Zwischenspannung einen möglichst geringen Gesamtverbrauch an Blindleistung erhält.
  • Arbeitet man beispielsweise bei Wechselrichterbetrieb bis kurz vor Sperrung der Arbeitsanoden mit gesperrter Nullanode, so ist es unter Umständen zweckmäßig, um plötzliche Übergänge des Blindleistungsverbrauches zu vermeiden, nicht das System, das man als nächstes zu sperren wünscht, allein von Voll auf Null zu regeln, sondern gleichzeitig eines oder mehrere der anderen Systeme mit zu regeln. Sobald die Gesamtspannung den mit der nächsten (cos(p = i)-Stufe erstrebten Wert (bei der Schaltung Fig. 2 z. B. Ug) erreicht hat, geht man mit der Spannung des Systems 1 stetig auf Null zurück bei gleichzeitiger E höhung der Spannung von System II um den gleichen Betrag, so daß die Gesamtspannung U, während dieses Regelvorganges unverändert bleibt. Dabei geht der Blindstromverbrauch von seinem Höchstwert allmählich auf Null zurück entsprechend der Endstellung der Steuerwinkel a, = 9o° und a p = o bei dem Beispiel Fig. 2.
  • Es ist ohne weiteres zu erkennen, daß man durch derartiges Aneinanderreihen von Einzelsystemen mit Nullanoden eine Unterteilung der Gleichspannung in beliebig viele (cos 99 = i)-Spannungsstufen erreichen kann wie bei Regelung mittels Stufentransformatoren und daß der durch die Feinregelung bedingte Blindleistungsverbrauch um so kleiner wird, je feinstufiger die Unterteilung vorgenommen wird. Für sämtliche Systeme genügt ein Transformator mit einer gemeinsamen Primärwicklung. Sie ist der Einfachheit halber auf den Abbildungen fortgelassen. Jedes System erfordert eine eigene Sekundärwicklung, so daß sich bei n Stufen n Wicklungen ergeben. Wegen der Isolationsverhältnisse kann es in manchen Fällen jedoch zweckmäßig sein, mehrere getrennte Transformatoren zu verwenden.
  • Fig.3 zeigt den Erfindungsgegenstand für die Brückenschaltung. Hierbei ist der Mittelpunkt (Sternpunkt) der Transformatorwicklung herausgeführt; er dient zum Anschluß der Nullanoden, von denen je eine zur Plus- und Minusschiene führt. Man erhält zwei Einzelsysteme I und 1I und infolgedessen eine Spannungsregelung mit den Stufen i-1/2 und i/2 o wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2. Zum Unterschied von der Sternschaltung benötigt die Brückenschaltung für n Stufen nur Transformatorwicklungen; sie bietet außerdem den Vorteil einer wesentlich besseren Transformatorausnutzung. Die Wirkungsweise ist im übrigen ähnlich wie bei der Schaltung nach Fig. 2.
  • Fig. q. zeigt eine Doppelbrückenschaltung mit zwei in Reihe geschalteten Einfachbrücken oder vier Einzelsystemen. Sie ergibt bei gleichen Teilspannungen der Systeme die vier Spannungsstufen 4/4 3/4, 3I4 2/4, '/4--'/4 und '/4--0. In Fig. q. a ist ein ebenfalls an vier Einzelsystemen aufgebauter Stromrichter gezeigt, der aus der Reihenschaltung von vier Teilsystemen nach Fig. i bzw. 2 entsteht.
  • Fig. 5 zeigt eine Doppelbrückenschaltung, bei der die beiden Gefäßsysteme II und III der Schaltung nach Fig. q. zu einem System vereinigt sind und demnach für die gleiche Zahl von (cos 99 = i) -Stufen q. statt acht nur sechs Gefäße und statt vier Nullanoden nur drei benötigt werden. Um dies zu ermöglichen, sind die Wicklungen A und B so anzuschließen, daß die in ihnen induzierten Spannungen entgegengesetzt gerichtet sind (vgl. - die eingezeichneten Richtungspfeile) und demnach das System II in Fig. 5 eine Doppelstufe entsprechend 2 Up ergibt. Die Stufenregelung kann dann z. B. in folgender Weise erfolgen: I+II+III=4Ug, I+II oder II+III=3Ug, I +III oder II = 2 Up, I oder III --- i Up.
  • Die Fig. 6 und 7 zeigen Beispiele für dreiphasige Einfach- und Doppelbrückenschaltungen mit zwei und vier Regelstufen. Die Nullanoden werden dabei an die herausgeführten Sternpunkte angeschlossen, so daß auch für n Mehrphasensysteme beliebiger Phasenzahl nur n Nullanoden benötigt werden. Naturgemäß wird man bei Reihenschaltung mehrphasiger Systeme in bekannter Weise von der Möglichkeit Gebrauch machen, ihre Achsen gegeneinander zu schwenken, um hochphasige Welligkeit der Gleichspannung zu erzielen und die Oberwelligkeit des Wechselstromes zu verkleinern. Gegebenenfalls können in einem oder mehreren Systemen auch anTransformatoranzapfungen liegende Anoden (Anzapfanoden) verwendet werden.
  • Soll die gleiche Regelung für Wechselrichterbetrieb verwandt werden, so sind, wie bereits erwähnt, die Nullanoden steuerfähig, also beispielsweise auch mit Gittersteuerung auszuführen, da die Polarität der Gleichspannung sich bei Wechselrichterbetrieb umkehrt. Um eine Systemstufe abzuschalten, kann man entweder seine Spannung unter Aussteuerung der Nullanode stetig herunterregeln oder man verfährt in der Weise, daß die Steuerung der Phasenanoden des betreffenden Systems auf a - 9o° eingestellt und hiernach die zugehörige Nullanode freigegeben wird, wobei man, um plötzliche Schwankungen der Blindleistung zu vermeiden, das an früherer Stelle beschriebene Verfahren der gleichzeitigen Regelung von mehreren Systemen anwenden kann. Die Zuschaltung einer Systemstufe erfolgt sinngemäß in umgekehrter Reihenfolge.
  • Bisher ist unterstellt worden, abgesehen von Fig. 5 und 7, daß alle für die Abstufung benutzten Systeme die gleiche Klemmspannung besitzen und daher die (cos 99 = i)-Regelung in gleichen Spannungsstufen erfolgt. Dabei werden, um n Stufen zu erhalten, bei Sternschaltung n Systeme und bei normaler Brückenschaltung Systeme benötigt.
  • Es ist aber ohne weiteres zulässig, die Klemmspannungen der Systeme gemäß einer Weiterbildung der Erfindung verschieden zu wählen und beliebig abzustufen, wenn man die zugehörigen Gefäße und Nullanoden entsprechend bemißt. Wir haben ferner gesehen, daß wir es durch Sperrung und Freigabe der Systeme und der Nullanoden in der Hand haben, die Zusammenarbeit der Systeme beliebig zu gruppieren. Wenn die Systeme alle gleiche Spannungen besitzen, ergeben sich nur vier Spannungsstufen. Bemißt man dagegen die Spannung der einzelnen Systeme verschieden, so ist es möglich, die Zahl der Spannungsstufen der Anzahl der möglichen Gruppierungen anzugleichen, also bei der Schaltung nach Fig. 4a die Zahl der Spannungsstufen von 4 auf 15 zu erhöhen. Dieses Ergebnis wird erzielt, wenn man die Gleichspannungen der vier Systeme wie folgt abstuft:
    System i 1 = Z Uy
    - II (r + 1) = 2u '7
    - 111 (1+2 +1) = 4 Un
    - IV (I+2+4+ 1) = 8 U,
    Volle Gleichspannung = 15 U9
    Hiermit ist es möglich, außer der Nullspannung bei gleichzeitiger Sperrung aller vier Systeme, 15 verschiedene Gleichspannungen herzustellen, die jeweils um den gleichen Spannungssprung, nämlich 1/r5 der vollen Gleichspannung, voneinander verschieden sind und wechselstromseitig überhaupt keinen Blindleistungsverbrauch erfordern. Bei dieser großen Zahl von (cos(p = i)-Stufen ist der durch die Feinregulierung anfallende Blindleistungsbedarf so gering, daß er kaum ins Gewicht fällt. Nach Möglichkeit wird man die Feinregelung mit dem System mit den niedrigsten Anodenspannungen durchführen. Vier in Reihe geschaltete Systeme mit der vorerwähnten Spannungsabstufung genügen daher bereits, um eine praktisch blindstromfreie Spannungsregelung durch Gittersteuerung über den vollen Spannungsbereich zu ermöglichen. In vielen praktischen Fällen wird man mit einer viel geringeren Stufenzahl und daher schon mit zwei oder drei Systemen auskommen. Wird nur eine Spannungsregelung in geringeren Grenzen, aber nicht bis auf die Spannung Null herab verlangt, so wird man die Anodenspannungen in den einzelnen Systemen so wählen, daß innerhalb dieses gewünschten Regelbereiches ein Höchstwert der möglichen Spannungsstufen ohne Blindleistungsverbrauch erreicht wird.
  • Bei dem Beispiel Fig. 3 ist in Reihe mit der Nullanode II ein Widerstand BW vorgesehen. Er kann u, a. dazu dienen, bei Rückarbeitung aus dem Gleichstromnetz, wie es z. B. im Bahnbetrieb vorkommt, die von den Bahnmotoren bei Verlangsamung ihrer Geschwindigkeit zurückgelieferte Energie aufzunehmen und dadurch den Zug abzubremsen. Der Widerstand kann also zur Bremsung von Motoren benutzt werden, wenn man aus irgendwelchen Gründen das Rückarbeiten ins Wechselstromnetz vermeiden will. Werden derartige Widerstände in mehreren Systemen verwendet, so bietet sich dabei zusätzlich die Möglichkeit, den gesamten Widerstand in Stufen zu regeln, indem man durch Sperren oder Freigabe der zugehörigen Arbeitsanoden die einzelnen Teilwiderstände nach Belieben zu- und abschaltet. Im normalen Stromrichterbetrieb können diese Widerstände zur Vermeidung von Wirkverlusten durch Schalter oder gesteuerte Entladungsstrecken überbrückt werden.
  • Werden ein oder mehrere Stromrichtersysteme nach dem Steuerplan für längere Zeit mit gesperrten Phasenanoden betrieben, so ist es unter Umständen zweckmäßig, die zugehörigen Nullanoden durch Schalter zu überbrücken, um die durch ihren Spannungsabfall sonst bedingten Verluste zu vermeiden und um ihre Lebensdauer zu erhöhen. Dieser Schalter muß dann nur rechtzeitig vor erneuter Inbetriebnahme des betreffenden Stromrichtersystems wieder geöffnet werden.
  • Die durch die Erfindung offenbarte Regelung kann wie jede andere Regelung sowohl von Hand als auch selbsttätig erfolgen unter Verwendung eines beliebigen Impulsgebers von bekannter Ausführung. Weiterhin ist es möglich, ebenfalls unter Anwendung bekannter Mittel, die Aufeinanderfolge der Zu- und Abschaltung der einzelnen Systeme und Nullanoden und ihre Feinsteuerung zwangsläufig so zu gestalten, daß eine einzige Betätigung (Walzenschalter, Druckknopfsteuerung od. dgl.) genügt, um jede beliebige Gleichspannung einzustellen und dabei die vom Standpunkt des Blindleistungsverbrauchs und der Blindleistungsänderung günstigste Gruppierung der Systeme und deren Feineinstellung durch Gittersteuerung zu erzwingen.

Claims (15)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Anordnung zur Verbesserung des Leistungsfaktors bei der Spannungsregelung von Stromrichtern durch die Steuerung ihrer Entladungsstrecken, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere unabhängig voneinander steuerbare Stromrichtersysteme gleichstromseitig in Reihe geschaltet sind, wobei ein, mehrere oder alle Stromrichtersysteme außer den Phasenanoden auch Nullanoden enthalten; so daß bei vollständiger Sperrung der Phasenanoden eines derartigen Systems dessen Spannungsanteil Null wird und der Gleichstrom allein über die zugehörige Nullanode fließt.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Nullanoden insbesondere für Wechselrichterbetrieb ebenfalls mit einer Steuerung versehen sind.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Phasenspannungen der einzelnen Stromrichtersysteme verschieden hoch sind, vorzugsweise derart, daß sich innerhalb des gewünschten Regelbereiches bei gegebener Systemzahl ein Höchstwert der möglichen Spannungsstufen ohne Blindleistungsverbrauch ergibt.
  4. 4. Anordnung nach Anspruch i oder den folgenden, dadurchgekennzeichnet, daßfürmehrere, gegebenenfalls für alle Systeme ein gemeinsamer Transformator mit entsprechender Anzahl von Sekundärwicklungen verwendet wird.
  5. 5. Anordnung nach Anspruch r oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß während des Betriebes die Anzahl und bei einer Anordnung nach Anspruch 3 auch die Größe der voll geöffneten und der voll gesperrten Stromrichtersysteme sowie die Aussteuerung des oder der übrigen Stromrichtersysteme stets derart gewählt wird, daß der gesamte Blindleistungsverbrauch aller Systeme ein Minimum ist.
  6. 6. Anordnung nach Anspruch 3 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Feinregelung nach Möglichkeit immer mit dem System mit den Phasenwicklungen niedrigster Spannung durchgeführt wird.
  7. 7. Anordnung nach Anspruch i oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung der Teilsysteme derart erfolgt, daß die Änderung des Gesamtleistungsverbrauchs bei der In- und Außerbetriebnahme eines Teilsystems möglichst stetig erfolgt. B.
  8. Anordnung nach Anspruch i oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die In-oder Außerbetriebnahme der einzelnen Teilsysteme und die Feinregelung durch Aussteuerung eines oder mehrerer Teilsysteme über den gesamten Regelbereich zwangsläufig in vorgegebener Reihenfolge durch Einwirken auf die Steuerungen der Teilsysteme erfolgt.
  9. 9. Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine selbsttätige Regelung der Gesamtanlage in Abhängigkeit von beliebigen Betriebsgrößen oder Betriebsvorschriften erfolgt. io.
  10. Anordnung nach Anspruch i oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anwendung mehrerer Systeme in Brückenschaltung je zwei benachbarte Hälften verschiedener Brückenanordnungen zusammengefaßt sind (Fig. 5). ii.
  11. Anordnung nach Anspruch i oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß in ein oder mehreren Systemen an Transformatoranzapfungen liegende Anoden vorgesehen sind.
  12. 12. Anordnung nach Anspruch i oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Anodenspannungen der verschiedenen Teilsysteme zur Erzielung geringer Welligkeit auf der Gleich-und Wechselstromseite in der Phase gegeneinander versetzt sind.
  13. 13. Anordnung nach Anspruch i oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß mit einer oder mehreren Nullanoden Widerstände in Reihe geschaltet sind, die bei gesperrten Phasenanoden und bei Energierücklieferung aus dem Gleichstromnetz als Energieverbraucher wirken. 1q..
  14. Anordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß Schalter zur Überbrückung der Widerstände vorgesehen sind.
  15. 15. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Schalter zur Überbrückung der Nullanoden vorgesehen sind.
DEA9617D 1942-04-28 1942-04-28 Anordnung zur Verbesserung des Leistungsfaktors bei der Spannungsregelung von Stromrichtern Expired DE911512C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE971965C (de) * 1952-06-28 1959-04-30 Siemens Ag Stromrichterschaltung mit einanodigen Ventilen in Drehstrombrueckenschaltung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE971965C (de) * 1952-06-28 1959-04-30 Siemens Ag Stromrichterschaltung mit einanodigen Ventilen in Drehstrombrueckenschaltung

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