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DE9110066U1 - Aus Schlüssel und Schloß bestehende Schließ-/Sperreinrichtung - Google Patents

Aus Schlüssel und Schloß bestehende Schließ-/Sperreinrichtung

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DE9110066U1
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DE
Germany
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key
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locking
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DE9110066U
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SCHULTE-SCHLAGBAUM AG 5620 VELBERT DE
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SCHULTE-SCHLAGBAUM AG 5620 VELBERT DE
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B47/00Operating or controlling locks or other fastening devices by electric or magnetic means
    • E05B47/0038Operating or controlling locks or other fastening devices by electric or magnetic means using permanent magnets
    • E05B47/0043Mechanical locks operated by cards having permanent magnets
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B35/00Locks for use with special keys or a plurality of keys ; keys therefor
    • E05B35/002Locks for use with special keys or a plurality of keys ; keys therefor for flexible keys

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Lock And Its Accessories (AREA)

Description

Aus Schlüssel und Schloß bestehende Schließ-ZSperreinrichtung
Herkömmliche Karten-Schlüssel z. B. an Sperren von Parkhäusern sind zwar meist biegbar, werden aber stets plan in das Schloß oder dergleichen eingeschoben und ermöglichen bei korrekter Schlüsselcodierung die Betätigung. Durch die meist magnetischen oder Loch-Codierungen wird ein verhältnismäßig hoher Schutz gegenüber eunberechtigten Schloßöffnungsversuchen erreicht. Auf- ~ grund des hohen Sicherheitsbedürfnisses, insbesondere hinsichtlich noch weiterer Erhöhung der Einbruchsicherheit, sind aber noch zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen stets wünschenswert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Einrichtung so auszubilden, daß ein erhöhter Sicherheitswert gegeben ist ohne zusätzliche Einzelteile.
Diese Aufgabe wird jeweils mit den in den Ansprüchen genannten Merkmalen gelöst.
Bei der Erfindung ist der flexible Schlüssel beim Einschieben in das Schloß elastisch verbogen. Dieses Elastizitätskriterium stellt eine zusätzliche Anforderung an den Schlüssel, über die Korrektheit der Codierungen hinausgehend, dar. Zu steife Schlüssel, die dem gekrümmten Führungskanal nicht ausreichend folgen können, lassen sich entweder überhaupt nicht vollständig in das Schloß einführen oder werden hierbei so stark gebogen, daß sie dauerhaft beschädigt bleiben. Das Schloß kann somit nur mit einem Schlüssel betätigt werden, der einerseits ausreichend elastisch ist, um den
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Krümmungen des Führungskanals im Schloß folgen zu können, und der andererseits dennoch steif genug ist, um z. B. einen im Schloß vorhandenen, bei korrekter magnetischer Schlüsselcodierung freigegebenen Schieber zu betätigen. Zu den sonstigen Codierungen tritt folglich noch ein weiterer Schlüsselparameter hinzu, der für eine korrekte Schloßbetätigung einzuhalten ist, und demzufolge den Bereich passender Schlüssel weiter eingrenzt. Damit ist die Sicherheit gegenüber nicht autorisierter Herstellung passender Zweitschlüssel deutlich erhöht. Darüber hinaus ist die Bruchgefahr des Schlüssels bei unsachgemäßer Handhabung, beispielsweise unbe-. absichtigter stärkerer Biegung, erheblich verringert, A so daß die Lebensdauer des Schlüssels verhältnismäßig hoch ist. Die Elastizität des flexiblen Schlüsselmaterials ist vorzugsweise so bemessen, daß sich der Schlüssel auch nach Verbiegungen um mehr als 70° bis 90° (Winkel zwischen den die Schmalseiten des gekrümmten Schlüssels schneidenden Tangenten) reversibel zurückstellt. Die Obergrenze der Elastizität des Schlüssels kann vorzugsweise so ausgelegt sein, daß der Schlüssel zwar um seine Querachse bis zur Berührung der beiden Schmalseiten zusammengerollt werden kann, eine Zusammenrollung um die Schlüssel-Längsachse aber nicht möglich ist. Hierdurch besitzt der Schlüssel noch ausreichende Steifigkeit, um eine zuverlässige Schloßbetätigung zu gewährleisten. Anders ausgedrückt, liegt der minimale Rollradius einer elastischen Rollung der Karte bei weniger als 15 mm, aber mehr als 6 mm. Um ausreichende Formstabilität des Schlüssels zu gewährleisten, ist der Schlüssel mit Verstärkungsmaterial versehen, das z. B. streifenförmig im Schlüssel eingebettet sein kann und Längs- und Querdehnungen des Schlüssels im wesentlichen sperrt. Durch diese Verstärkungen werden auch gegenseitige Abstandsverlagerung zwischen den einzelnen magnetisierten Partikeln des Schlüssels vermieden, so daß dessen magnetische Funkti-
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onsfähigkeit auch bei Verwindungen unbeeinträchtigt bleibt. Vorteilhaft ist es, an einer Längskante der Karte eine Kerbe anzubringen. Diese Kerbe kann durch den Benutzer ertastet werden und erlaubt somit auch im Dunkeln eine Erkennung der Schlüsselorientierung. Der Benutzer kann somit taktil erkennen, ob die Schlüsseloberseite oder -Unterseite nach oben weist. Wenn die Kerbe außerhalb der Mittellinie an der Längskante angebracht ist, kann zudem über die Kerbe auch noch in einfächer Weise die Information vermittelt werden, welches die Schlüsselvorderkante und welches die Hinterkante ist. Aufgrund der Flexibilität der Karte hat die Kerbe ekeine nachteiligen Auswirkungen auf die Stabilität des
*■ Schlüssels, d.h. die Kerbe wirkt nicht als unbeabsichtigte Sollbruchstelle. Selbstverständlich ist es auch möglich, herkömmliche steife Schlüssel mit einer solchen randseitigen Kerbe als Orientierungshilfe zur Erkennung der aktuellen Schlüsselorientierung zu versehen.
Mit der Erfindung wird auch ein für einen solchen biegsamen Schlüssel geeignetes Schloß geschaffen, dessen Führungskanal gekrümmt verläuft. Das Schloß läßt sich somit nur noch durch geeignete verformbare Schlüssei betätigen; die herkömmlichen, verhältnismäßig starren magnetischen Flachschlüssel sind folglich auf mechanische Weise gesperrt. Eine bogenförmige Krümmung des dem Schlüsselbenutzer zugewandten Führungskanalendes, d.h. des Einführschlitzes, signalisiert dem Schloßbenutzer bereits optisch, daß er einen Schlüssel geeigneter Elastizität verwenden muß. Als vorteilhaft hat sich aber auch herausgestellt, den Führungskanal im Inneren des Schlosses mit einer rampen- oder hügelförmigen Krümmung zu versehen, die vom Schlüssel überlaufen werden muß. Ein herkömmlicher, im wesentlichen starrer magnetischer Flachschlüssel ist für dieses überlaufen ungeeignet und kann somit nicht vollständig
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ins Schloß eingeführt werden, ohne daß der Benutzer aber von außen erkennen kann, worin dieses mechanische Hindernis besteht und wie dieses überwunden werden kann. Unberechtigte Öffnungsversuche mit nicht ausreichend flexiblem Schlüssel bleiben somit erfolglos, ohne daß der Benutzer einen Hinweis über die Art der zusätzlichen mechanischen Sicherung erhält. Die Krümmung des Schlüsselkanals kann insbesondere im Bereich der ersten Anschlagstellung ausgebildet sein, so daß lediglich die Schlüssel-Vorderkante umgewölbt werden muß. Vorteilhaft ist es, nahe bei der Biegung des Führungskanals einen durch den Schlüssel für eine Schloßbetätigung zu verlagernden Magnetstift oder auch mehrere Magnetstifte an- ~ zuordnen. Karten ungeeigneter Flexibilität werden nämlieh durch die Führungskanal krümmung, der sie nicht ausreichend zu folgen vermögen, relativ weit von den Magnetstiften abgehoben und vermögen diese aufgrund der zu großen räumlichen Entfernung nicht mehr funktionszuverlässig in die korrekte Entsperrposition zu bringen.
Damit ist erhöhte Sicherheit gegenüber unberechtigter Schloßbetätigung durch nachgemachte Schlüssel gegeben. Der Schlüssel kann auch als normaler Flachschlüssel (nicht als Schlüsselkarte) gestaltet sein mit Schlüsselschaft und Raide. Der Schaft besitzt dabei die üblichen Codierungs-Einschnitte zum Einordnen der Zuhaltungen eines Schließzylinders. Beim Einschieben in den Schlüsselkanal desselben wird der Schaft z. B. schraubgangähnlich verwunden, wobei dann das Maß der Verwindung sogar mitbestimmend ist für die Position der Codierungs-Einschnitte - also auch hier einen weiteren Schließungs-Parameter bildet.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
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Figur 1 einen Querschnitt durch ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Schlosses,
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Figur 2 ein abgeändertes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Schlosses,
Figur 3 eine Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel des flexiblen Schlüssels in flachem Zustand und
Figur 4 eine Seitenansicht des Schlüssels gemäß Figur 3 in halbkreisförmig gebogenem Zu
stand .
«.Das in Figur 1 gezeigte Schloß 1 besitzt einen türau- ~ ßenseitig montierten Schloßkasten 3, an dem eine Außendrehhandhabe 4 zum Betätigen eines nicht dargestellten Riegels oder einer Falle angebracht ist. Der Schloßkasten 3 weist einen internen Schlüssel-Führungskanal 30 zur internen Führung eines in den Figuren 3 und 4 näher ,
gezeigten Schlüssels 8 auf, der parallel zur Längsebene des Schloßkastens 3 verläuft, im Bereich eines Schlüssel-Einsteckschlitzes 7 aber in der dargestellten Weise gekrümmt ist. Beim Einführen der Schlüsselkarte 8 wird diese somit im Bereich des Einsteckschlitzes 7 bogenförmig gekrümmt und läuft dann anschließend geradlinig in dem Führungskanal 30 weiter.
Der Schloßkasten 3 umfaßt ein Gehäuse 9 mit einem Dekkel 13, der mittels Schrauben 16 mit dem Gehäuse 9 verschraubt ist. Am Deckel ist ein aus Kunststoff bestehender, plattenförmig gestalteter beweglicher Schieber 17 geführt, dessen andere Führungsfläche durch eine aus Messing bestehende Lochplatte 18 gebildet ist. In der in Figur 1 gezeigten Verriegelungslage des Schlosses 1 fluchten in der Lochplatte 18 vorhandene Löcher 20 mit entsprechenden Lagerausnehmungen 21 des Schiebers 17, in denen magnetische Zuhaltungsstifte 22 beweglich einliegen. Durch die Anzahl, die Lage und die Polarität
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der Zuhaltungsstifte 22 wird der jeweilige Schloß-Öffnungscode definiert.
Auf der Lochplatte 18 ist ein aus Kupfer bestehendes Leitblech 23 befestigt, dem eine bewegliche, durch Druckfedern in die dargestellte Position vorgespannte Ankerplatte 24 gegenüberliegt. Die ferromagnetische Ankerplatte 24 zieht die magnetischen zuhaltungsstifte 22 in die Löcher 20 der Lochplatte 18 ein, so daß der Schieber 17 gesperrt ist. Die Ankerplatte 24 und das Leitblech 23 bilden schloßintern die ober- und unterseitige Begrenzung des Führungskanals 20, der somit in .diesem Bereich plan verläuft. Seitlich kann der Füh- - rungskanal 30 durch entsprechende Wandteile begrenzt sein.
Eine Rückholfeder 33 ist zwischen einem Querzapfen 34 des Deckels 13 und einem Vorsprung 35 des Schiebers 17 angeordnet und spannt diesen in die Verriegelungslage vor. Der Schieber 17 weist eine Nase 36 mit einer Abschrägung 38 auf, die an der Schrägfläche 40 eines Stegs 42 einer federnden, über Schrauben 16 endseitig befestigten Zunge 43 anliegt. Die Zunge 43 greift mit ihrem freien Ende 44 in eine Ringnut 45 einer ein Zahnrad 47 umfassenden Kupplungshülse 46 ein. An das Zahnrad 47 schließt sich eine Lagerhülse 48 mit einem mit dem Türschloß gekoppelten Vierkantzapfen 49 an. Die Lagerhülse 48 ist drehbar in einer Schloßkastenbodenplatte 50 gelagert und über einen Kragen 48' abzugsgesichert. Die Zahnung eines dem Zahnrad 47 gegenüberliegenden Zahnrads 51 entspricht dessen Zahnung und ist der Innenzahnung der Kupplungshülse 46 angepaßt. Die drehbaren Zahnräder 47, 51 sind durch einen mittleren Stift 52 lagestabilisiert. Das Zahnrad 51 ist fest mit der Außendrehhandhabe 4 verbunden. In der Verriegelungsstellung sind die Kupplungshülse 46 und das Zahnrad 51 axial voneinander entfernt, so daß eine
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Drehung der Außendrehhandhabe 4 nicht auf die Kupplungshülse 46 übertragen wird.
Zur Schloßbetätigung muß eine geeignet flexible Schloßkarte 8 über den gekrümmten Einsteckschlitz 7 in den Führungskanal 30 und durch diesen bis zu einer ersten Anschlagstellung eingeschoben werden, bei der ihre Vorderkante in Anlage mit einem Mitnehmervorsprung 69 des Schiebers 17 gelangt. Bei korrekter Codierung der Schlüsselkarte 8 werden durch diese die magnetischen Zuhaltungsstifte 22 aus den Löchern 20 der Lochplatte 18 verlagert. Damit kann die Schlüsselkarte 8 und damit
t der Schieber 17 entgegen der Rückstellkraft der Zugfe-
- der 33 weiter verlagert werden, wobei die Kupplungshülse 46 über die Zunge 43 angehoben wird und in Eingriff mit dem Zahnrad 51 gelangt. Durch Drehung der Außendrehhandhabe 4 läßt sich nunmehr das Türschloß betätigen. Zur Verrastung des Schlosses in der Entriegelungsstellung dienen Rastnocken 70, die von Rasthaken 41 gebildet werden, sowie eine Blattfeder 71. Beim Herausziehen der Schlüsselkarte 8 wird die Verrastung freigegeben und der Schieber 17 über die Rückholfeder 33 in die Grundstellung zurückgezogen. Dabei bewegt sich die Kupplungshülse 46 wieder in die Entkupplungsstellung zurück.
Das in Figur 2 gezeigte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich vom Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 in den nachfolgenden Punkten: Ein Einsteckschlitz T für die Schlüsselkarte 8 verläuft in geradliniger Fortsetzung eines Führungskanals 30' für die Schlüsselkarte 8, so daß diese während der anfänglichen Einführung in das Schloß 1 nicht gebogen wird. Dafür weist die - mit ihrer Unterseite die Führungsfläche für den Schieber 17 bildende - Lochplatte 18' im Bereich vor dem Anschlag 69 des Schiebers 17 an ihrer dem Führungskanal 30' zugewandten Seite einen quer verlaufenden hügelförmigen
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Vorsprung 18" auf. Das direkt auf der Lochplatte 18' aufliegende Leitblech 23' weist einen der Lochplatte 18' angepaßten Verlauf auf und besitzt somit im Bereich des Vorsprungs 18" eine formangepaßte Ausbeulung 23''. Auch die darüberliegende, federnd angedrückte Ankerplatte 24' besitzt formschlüssigen Verlauf, d.h. hat im Bereich des Vor sprungs 18" eine Ausbeulung 24".
Bei Einschieben einer magnetischen Schlüsselkarte 8 in den Einsteckschlitz 7' und den Führungskanal 30' stößt die Schlüsselkarte 8 somit im Verlauf ihrer Bewegung mit ihrer Vorderkante auf den hügelartigen Vorsprung
*18" bzw. 23" und muß diesen überwinden. Bei nicht ausreichender Schlüssenkartenflexibilität ist dies nicht möglich, so daß der Vorsprung 18", 23" wie eine Sperre wirkt, die ein vollständiges Einführen einer ungeeigneten Schlüsselkarte sperrt und damit ein Entriegeln des Schlosses unmöglich macht. Selbst wenn die Schlüsselkarte 8 geringfügig, aber nicht ausreichend flexibel sein sollte, kann sie zwar möglicherweise den Vorsprung 18", 23" überwinden, wird durch diesen aber derart aus ihrer Bewegungsbahn nach oben ausgelenkt, daß sie, bei geeigneter Dimensionierung der Höhe des Vorsprungs 69 des Schiebers 17, über diesen hinwegläuft, d.h. zwischen den Spalt zwischen der Oberkante des Vorsprungs 69 und dem gegenüberliegenden Wandbereich einläuft. Auch mit einer solchen Karte ist somit keine korrekte Schieberbetätigung möglich. Lediglich bei Einführung einer ausreichend flexiblen Schlüsseikarte 8 kann diese den Vorsprung 18", 23" überwinden und sich danach wieder - unter der Einwirkung der federvorgespannten Ankerplatte 24' - in die Ebene des Führungskanals 30' beschädigungsfrei zurückbiegen und nach Freigabe der Magnetstifte 22 in der ersten Anschlagstellung - den Schieber 17 vorwärts bewegen.
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Zur weiteren Erhöhung der Sicherheit können direkt im Bereich vor und/oder nach dem Vorsprung 18'', 23'' Magnetstifte 22 angeordnet sein. Lediglich dann, wenn die Schlüsselkarte 8 ausreichende Flexibilität besitzt, liegt sie dann vor und/oder nach dem Vorsprung 18'', 23" ausreichend nahe an der Auflagefläche des Leitblechs 23' an, um die magnetischen Zuhaltungsstifte 22 in die Entsperrposition zu verlagern.
Die den Führungskanal 30' quer überziehende hügelartige Welle (Vorsprung 18'', 23") kann auch rampenförmig ausgebildet sein und/oder direkt im Bereich vor dem ^Vorsprung 69 (in dessen Verriegelungsstellung) liegen.
~ Alternativ ist es auch möglich, sowohl eine "Bodenwelle" im Führungskanal 30' als auch einen gekrümmt verlaufenden Einsteckschlitz 7' vorzusehen.
Bei den Ausführungsbeispielen gemäß den Figuren 1 und 2 wird die Schlüsselkarte 8 bei der Einschubbewegung Iediglich um ihre Querachse gebogen. Alternativ oder zusätzlich ist es auch möglich, den Einsteckschlitz 7' und/oder den Führungskanal 30' so zu krümmen, daß die Schlüsselkarte 8 auch um ihre Längsachse verbogen wird.
In Figur 3 ist eine Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Magnetschlüssels 8 gezeigt. Der ungefähr im Maßstab 1:1 wiedergegebene Magnetschlüssel 8 weist im wesentlichen rechteckförmige Gestalt auf und besitzt an seiner dem Benutzer beim Einsatz zugewandten Seite (Griffbereich) eine abgerundete Schmalkante. In der Nähe des Übergangs der gerundeten Schmalkante in eine der beiden Längskanten des Schlüssels 8 ist in der Längskante eine Einkerbung 11 vorhanden, die mechanisch tastbar ist. Die Einkerbung 11 gibt dem Benutzer einen tast- und sichtbaren Hinweis auf die Orientierungslage des Schlüssels und ermöglicht somit
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eine korrekte Einführung des Schlüssels auch z. B. bei Dunkelheit.
Der Schlüssel 8 weist weiterhin eine ihn vollständig durchsetzende öffnung 12 auf, in die beim Einschieben des Schlüssels 8 über die erste Anschlagstellung hinaus ein mit dem Schieber 17 in Verbindung stehender Stift eingefahren wird. Dieser Stift dient beim Herausziehen der Schlüsselkarte 8 als mechanische Rückstellhilfe für die Rückstellung des Schiebers 17 in dessen in den Figuren 1 und 2 gezeigte Neutralstellung. Diese Rückstellhilfe ist insbesondere dann wirksam, wenn die ^. Rückzugfeder 33 die erforderliche Schieber-Rückstell- ~ kraft wegen Beschädigung, Alterung und dergleichen nicht mehr aufbringen kann. Gestrichelt sind im Schlüssel 8 vorhandene Magnetpunkte 14 veranschaulicht, deren Anzahl, Lage und Polarität mit der des Magnetschlosses 1 übereinstimmen muß, um dieses öffnen zu können. Die Einschubrichtung des Schlüssels 8 in das Schloß 1 ist mit "X" bezeichnet.
Aus dem Querschnitt gemäß Figur 4 ist ersichtlich, daß der Schlüssel 8 hochflexibel ist und beispielsweise beschädigungsfrei zu einem Halbkreis gebogen werden kann.
Die Flexibilität des Schlüssels ist dergestalt, daß dieser um seine Querachse so weit zusammengerollt werden kann, daß sich die Schlüssel-Schmalseiten berühren und der Schlüssel anschließend selbsttätig wieder reversibel in die flache Ausgangslage zurückkehrt. Eine derartige Voll-Rollung um die Längsachse ist aber nicht möglich, dies überschreitet die Elastizität des Schlüssels 8. Der minimale Rollradius des Schlüssels, in dem noch eine elastische Rollung möglich ist, liegt bei weniger als 15 mm, vorzugsweise weniger als 10 mm. Die Untergrenze der elastischen Rollung des Schlüssels liegt bei einem minimalen Rollradius von mehr als 6 mm. Auf jeden Fall sollte die Elastizität des Schlüssels so
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groß sein, daß Verbiegungen um minimal 70° bis 90° problemlos möglich sind.
Um diese Elastizität zu erreichen, besteht der Schlüssei 8 aus elastomerem Material, das durch ein Verstärkungsgewebe, z. B. in Form von Streifen oder eines Netzes, verstärkt ist, um Dehnungen des Schlüssels in Längs- oder Querrichtung (ohne Rollung) zu sperren.
Die in der vorstehenden Beschreibung, den Zeichnungen und den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung der Erfindung von Bedeutung ~ sein. Alle offenbarten Merkmale sind erfindungswesentlieh. In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich miteinbezogen.
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Claims (12)

Ansprüche
1. Aus biegbarem Schlüssel und Schloß bestehende Schließ-ZSperreinrichtung, bei welcher der mit Codierungen ausgestattete Schlüssel in einen Schlüssel-Führungskanal einschiebbar ist, gekennzeichnet durch einen im gekrümmt verlaufenden Führungskanal (30; 30') elastisch verbogenen Schlüssel.
2. Schließ-ZSperreinrichtung, insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbiegung die Position der Codierungs-Bereiche bestimmt.
3. Schließ-ZSperreinrichtung, insbesondere nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß er aus flexiblem Material besteht, dessen Elastizität so groß ist, daß er sich auch nach Verbiegungen um mehr als 70° bis 90° wieder, ohne bleibende Deformation, in die Ausgangslage zurückstellt.
4. Schließ-ZSperreinrichtung, insbesondere nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Elastizität des Schlüsselmaterials so groß ist, daß der Schlüssel um seine Querachse, nicht aber um seine Längsachse, so weit gerollt werden kann, bis seine beiden einander gegenüberliegenden Kanten aufeinanderstoßen, und der Schlüssel anschließend wieder in seine flache Ausgangslage zurückgeht .
5. Schließ-ZSperreinrichtung, insbesondere nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Elastizität des Schlüsselmaterials so groß ist, daß eine elastische Rollung des
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Schlüssels (8) mit einem minimalen Rollradius von weniger als 15 mm, vorzugsweise weniger als 10 mm, mit einer Untergrenze von vorzugsweise mehr als 6 mm, möglich ist.
5
6. Schließ-ZSperreinrichtung, insbesondere nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlüssel ein Verstärkungsmaterial umfaßt, das Längs- oder Querdehnungen des Schlüssels (8) im wesentlichen sperrt.
7. Schließ-ZSperreinrichtung, insbesondere nach eignem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an einer Längskante des Schlüssels (8) eine Kerbe (11) angebracht ist.
8. Schließ-ZSperreinrichtung, insbesondere nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kerbe (11) außerhalb der Mitte der Längskante angeordnet ist.
9. Schliefi'/Sperreinrichtung, insbesondere nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der magnetische Codierungen tragende Schlüssel in den Schlüssel-Führungskanal des Schlosses bis zu einer ersten Anschlagstellung einführbar und bei korrekter Schlüsselcodierung noch weiter in das Schloß unter Einbringung des Schließwerks in Freigabestellung einbringbar ist.
10. Schließ-ZSperreinrichtung, insbesondere nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das dem Schlüsselbenutzer zugewandte Ende des Führungskanals (30) bogenförmig gekrümmt ist.
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20 658 DS Ro/Ac
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11. Schließ-/Sperreinrichtung, insbesondere nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungskanal (30') im Inneren des Schlosses (1) eine rampen- oder hügelförmige Krümmung (18'', 23'', 24") besitzt.
12. Schließ-ZSperreinrichtung, insbesondere nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die rampen- oder hügelförmige Krümmung (18'', 23", 24") im Bereich der ersten Anschlagstellung ausgebildet ist.
■* 13. Schließ-ZSperreinrichtung, insbesondere nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß vor und/oder nach der rampen- oder hügelförmigen Krümmung (18", 23", 24") zumindest ein durch den Schlüssel (8) für eine Schloßbetätigung zu verlagernder Magnetstift (22) des Schlosses (1) angeordnet ist.
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DE9110066U 1991-08-14 1991-08-14 Aus Schlüssel und Schloß bestehende Schließ-/Sperreinrichtung Expired - Lifetime DE9110066U1 (de)

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DE9110066U DE9110066U1 (de) 1991-08-14 1991-08-14 Aus Schlüssel und Schloß bestehende Schließ-/Sperreinrichtung
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PCT/EP1992/001758 WO1993004251A1 (de) 1991-08-14 1992-08-03 Aus schlüssel und schloss bestehende schliess-/sperreinrichtung

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AU2426492A (en) 1993-03-16

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