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DE910220C - Pressmasse - Google Patents

Pressmasse

Info

Publication number
DE910220C
DE910220C DER2990D DER0002990D DE910220C DE 910220 C DE910220 C DE 910220C DE R2990 D DER2990 D DE R2990D DE R0002990 D DER0002990 D DE R0002990D DE 910220 C DE910220 C DE 910220C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wire
molding compound
synthetic resin
wires
pieces
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DER2990D
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Albert Kuntze
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Roemmler H GmbH
Original Assignee
Roemmler H GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Roemmler H GmbH filed Critical Roemmler H GmbH
Priority to DER2990D priority Critical patent/DE910220C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE910220C publication Critical patent/DE910220C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J5/00Manufacture of articles or shaped materials containing macromolecular substances
    • C08J5/04Reinforcing macromolecular compounds with loose or coherent fibrous material
    • C08J5/06Reinforcing macromolecular compounds with loose or coherent fibrous material using pretreated fibrous materials
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29BPREPARATION OR PRETREATMENT OF THE MATERIAL TO BE SHAPED; MAKING GRANULES OR PREFORMS; RECOVERY OF PLASTICS OR OTHER CONSTITUENTS OF WASTE MATERIAL CONTAINING PLASTICS
    • B29B9/00Making granules
    • B29B9/12Making granules characterised by structure or composition
    • B29B9/14Making granules characterised by structure or composition fibre-reinforced

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Reinforced Plastic Materials (AREA)

Description

  • Preßmasse Die zur Gewinnung widerstandsfähiger Preßstücke verwendeten Preßmassen enthalten als Füllstoffe irgendeinen organischen oder anorganischen Bestandteil, wie Textil-, Zellstoff- oder Asbestfasern, Bahnen, Streifen oder Stückchen aus Geweben, auch solchen aus Zellstoff oder Asbest, und als Bindemittel ein meist härtbares, also im Wege des bekannten Hitze-Druck-Verfahrens in einen unveränderbaren Zustand überführbares Kunstharz. Die Bindemittel üblicher Art werden als Kondensationsprodukte aus einem Phenol, aus Harnstoff oder Thioharnstoff oder Harnstoff und Thioharnstoff oder auch aus Dicyandiamid mit einem Aldehyd, insbesondere Formaldehyd, gewonnen. Man legt Wert darauf, daß der Füllstoff mit dem Bindemittel möglichst durch und durch getränkt wird.
  • Die Steigerung der an solche Preßstücke gestellten mechanischen Anforderungen führte zu dem Vorschlag, metallene Einlagen in Form von Drähten oder Blechen einzupressen. Dies begegnet aber deshalb Schwierigkeiten, weil das Bindemittel naturgemäß den Metallteil nicht durchtränkt und überdies nur wenig an ihm haftet. Es genügt also nicht, in eine Schichtung aus mit Kunstharz getränkten Papierbahnen Blecheinlagen einzufügen, weil dann der geschichtete Preßling alsbald aufspalten würde, und zwar auch dann, wenn man die Blechplatten zwecks Durchdringung mit Bindemittel durchlocht. Man hat daher vorgeschlagen, aus mit Metalleilllagen versehenen Asbestfäden, z. B. solchen, die eine Seele aus Messingdraht aufweisen, ein Band zu weben oder zu wirken, dieses auf die Größe des herzustellenden plattenförmigen Stückes zurechtzuschneiden, mit Kunstharz zu tränken und dann mehrere der in dieser Weise vorb2ereiteten - Stücke geschichtet zu beispielsweise Brems- oder Kuppelbelägen zu verpressen. Das Anfertigen anderer als plattenförmiger Gebilde aus solchen mit Kunstharz imprägnierten Asbestdrahtgeweben ist nicht möglich, weil bei Preßstücken, die ein höheres Fließvermögen der Preßmasse erfordern, der Preßdruck die Drähte zerreißen würde. Dabei löst sich dann die faserige Umhüllung vom Draht, an diesem haftet das Bindemittel nicht, es kommt zu einem Lockern des Gefüges im Innern und zu Rißbildungen an der Oberfläche des Preßlings, der dadurch unbrauchbar wird. Nach einem weiteren Vorschlag sollen Asbestfäden mit NIessingeinlage innig mit einer spirituösen Lösung eines Phenolglycerinkondensationsproduktes verknetet, die so erhaltene Masse auf Bleche ausgebreitet und in einem Ofen getrocknet werden; aus solcher Masse sollen sich Preßstücke verschiedenster Abmessungen und beliebiger Krümmungen im Hitze-Druck-Verfahren herstellen lassen. Aber gerade das Kneten der Masse, das offenbar dem Bereiten metallfreier künstlicher Massen entlehnt ist, wirkt sich bei Gegenwart von Metalldrähten schädlich aus. Die langen Drähte werden durch die Knetflügel mehrfach gebogen, schließlich gewaltsam auseinandergerisssen und dadurch von ihrer Umhüllung befreit, der gleiche Nachteil muB beim Aufteilen des getrockneten Massekuchens in die einzelnen Preßportionen in Erscheinung treten, so daß Riß- und Hohlraumbildungen im Preßling unvermeidlich sind.
  • Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Preßmasse aus mit Kunstharz getränktem Faserstoff umhüllten Metalidrähten zu schaffen, die weder bei ihrem Herstellen noch bei ihrer Verarbeitung die erwähnten Nachteile erkennen läßt, sondern zu Preßlingen höchster Festigkeit führt und sich im übrigen mittels der gleichen Einrichtungen und unter Ausnutzung der gleichen Erfahrungen weiterverarbeiten läßt, wie beispielsweise Preßmassen. die kunstharzgetränkte Leinenschnitzel oder Papierstreifen als Füllstoffe aufweisen. Die Preßmasse nach der Erfindung kennzeichnet sich dadurch, daß die umhüllten Metalldrähte eine Länge von etwa 2 bis 3 cm besitzen.
  • Eine solche Preßmasse läßt sich sowohl zu plattenförmigen als auch zu formgepreßten Werkstücken ohne Schwierigkeiten verarbeiten. Die kurze Länge der Drahtstücke gestattet diesen, sich ohne nennenswertes Verbiegen dem Verlauf der Preßformwandungen anzupassen, es erfolgt also auch bei scharfkantigen Wandungen kein Zerreißen der Drahtenden. Die Befürchtung, daß kurze Drahtstücke die mechanische Festigkeit des Preßstückes herabsetzen würden, erweist sich als irrig, denn gerade die geringe Länge der Drahtstücke führt unter der Einwirkung des Preßdruckes ohne große Umbiegungen zu einer ungeordneten Verkettung der Einzelteilchen mit besonders festem Zusammenhalt. Vorteilhaft ist auch, daß die Masse zufolge der geringen Länge der Drahtenden vor dem Einfüllen in die Preßform außerordentlich handlich ist, leicht aus -der Hand fließt, genau abgemessen werden kann, was bei den bekannten Preßmassen mit Drahteinlagen nicht der Fall ist. Auch ein Entmischen der Preßmasse tritt selbst bei längerem Lagern oder beim Versand nicht ein. Jedes Drahtstückchen ist und bleibt auf seiner ganzen Länge mit einer gleichmäßigen Schicht kunstharzgetränkten Faserstoffes umhüllt. Der fertige Preßling unterscheidet sich äußerlich kaum von solchen, die aus kunstharzhaltigem Faserstoff gewonnen worden sind.
  • Das Herstellen der Preßmasse nach der Erfindung geschieht wie folgt Man umspinnt lange Drähte aus' Eisen, Aluminium, Zink, Kupfer, Messing od. dgl. mit einem möglichst saugfähigen Faden, wie Baumwolle, Zell wolle, Asbestgespinst, oder umwickelt den Draht mit einem Papierband in ähnlicher Weise, wie z. B. die isolierten Drähte für den Bau elektrischer Maschinen hergestellt werden. Diese umsponnenen oder sonstwie mit faserigem Stoff umhüllten Drähte werden in der gleichen Weise mit Kunstharz behandelt, wie dies beispielsweise beim Herstellen von mit Kunstharz getränkten Papier- oder anderen Faserstoffbahnen bekannt ist. Man zieht also die mit Faserstoff umhüllten langen Drähte durch eine Tränklösung, z. B. eine Lösung von Kunstharz in Spiritus oder durch eine wäßrige Lösung des Kunstharzes. Man kann die Durchtränkung auch in der Harzschmelze vornehmen. Anschließend werden die so behandelten Drähte durch einen Trockenofen geführt, in dem das Lösungsmittel verdampft. Darauf werden die Drähte zerkleinert, zweckmäßig in Stücke von etwa 2 bis 3 cm oder auch länger oder auch kürzer, was je nach dem gewollten Verwendungszweck zu bestimmen ist. Die günstigste Länge hängt z. B. von der GröBe und Gestalt des Werkstückes ab.
  • Beim Anfertigen von kleineren Preßteilen mit scharfen Abbiegungen, vorspringenden Flanschen oder Rippen wird man kürzeren Drahtlängen von I cm und darunter den Vorzug geben, während für große Werkstücke mit regelmäßigerem Formverlauf hingegen nrahtlängen von mehr als 4 cm in Frage kommen werden. Hier gelten annähernd die gleichen Gesichtspunkte, wie beim Verarbeiten von beispielsweise Leinenschnitzelmasse. Die zerkleinerten Drahtstücke mit ihrer kunstharzhaltigen Umhüllung sind ohne weiteres als Preßmasse verwendbar. Man hat es in der Hand, das Verhältnis zwischen Metalleinlage und dem mit Kunstharz getränkten Füllstoff beliebig zu wählen. Man kann entweder dicken oder dünnen Draht, z. B. auch Litzen, umspinnen, man kann andererseits den Draht mit einer oder mehreren Lagen faserigen Stoffes umhüllen und auf die eine oder andere Weise den Anteil an metallenem und faserigen Füllstoff an der gesamten Preßmasse regeln. Es ist ferner auch möglich, die Umhüllung vor dem Aufbringen auf die Drähte mit Anlagerungen von feinverteilten, schmelzbaren Harzbestandteilen zu versehen, wie dies z. B. möglich ist, wenn man der Papiermasse zum Herstellen von Isolierfäden bereits im Holländer fein gepulvertes Harz zusetzt.
  • Es wäre auch möglich, das Tränken des faserigen Stoffes vorzunehmen, bevor er auf den Metalldraht aufgebracht wird. Das Verfahren des Herstellens der Preßmasse nach der Erfindung ist dann aber etwas umständlicher, weil es naturgemäß leichter gelingt, bereits umhüllte Metalldrähte durch die Tränklösung und anschließend durch den Trockenofen hindurchzuziehen als bloße Fasern. Man kann auch den Metalldraht nach dem Umhüllen mit faserigem Stoff zunächst zerkleinern und dann mit einer Kunstharz lösung tränken, dann ist es aber schwierig, ein Wiederabwickeln der Umhüllung zu verhindern, es wäre damit zu rechnen, daß der Draht an einigen Stellen bloßgelegt wird. Wenn man aber die Drähte zunächst umhüllt und alsdann, also vor dem Zerkleinern, zuerst tränkt und dann trocknet, so kann sich die Umhüllung nicht mehr vom Draht lösen, sie verklebt vielmehr in sich durch das Tränken und Trocknen und bildet eine feste, innig am Draht anliegende Hülle, die den Draht auch nach dem Zerkleinern allseitig umgibt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRUCH: Preßmasse aus mit Kunstharz getränkten, faserstoffumhüllten Metalldrähten, dadurch gekennzeichnet, daß die umhüllten Metalldrähte eine Länge von etwa 2 bis 3 cm besitzen.
  2. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 373 6I3, 538 583; Versuchsbericht Nur. 1 vom März I929 des Forschungs-Instituts für das Kraftfahrwesen über »Versuche mit Kupplungs- und Bremsbelägen«, S. 3, linke Spalte, letzter Absatz und rechte Spalte,
  3. 3. Absatz.
DER2990D 1940-03-21 1940-03-21 Pressmasse Expired DE910220C (de)

Priority Applications (1)

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DER2990D DE910220C (de) 1940-03-21 1940-03-21 Pressmasse

Applications Claiming Priority (1)

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DER2990D DE910220C (de) 1940-03-21 1940-03-21 Pressmasse

Publications (1)

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DE910220C true DE910220C (de) 1954-04-29

Family

ID=7396198

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DER2990D Expired DE910220C (de) 1940-03-21 1940-03-21 Pressmasse

Country Status (1)

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DE (1) DE910220C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1268362B (de) * 1956-01-18 1968-05-16 Armour Res Foundation Of Jllin Durch Metallfaeden verstaerkte Kunststoffe

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE373613C (de) * 1923-04-13 Rathnow & Trietschler Verfahren zur Herstellung eines Brems- und Kuppelbelages
DE538583C (de) * 1929-01-01 1931-11-14 Louis Blumer Chem Fab Verfahren zur Herstellung von Reibungskoerpern

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DE373613C (de) * 1923-04-13 Rathnow & Trietschler Verfahren zur Herstellung eines Brems- und Kuppelbelages
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1268362B (de) * 1956-01-18 1968-05-16 Armour Res Foundation Of Jllin Durch Metallfaeden verstaerkte Kunststoffe

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