Das Patent 895 195 bezieht sich auf einen Regeltransformator,
bei dem ein oder mehrere Regelarme an blank gemachten Teilen der auf winkelig zueinander
angeordneten geraden Blechpaketen des Tiansformatorkerns sitzenden Wicklungen einen
beliebigen Winkelweg zurücklegen kann bzw. können. Bei derartigen Regeltnainsformatoren war
die Lagerung des Regelarms, dessen Achse durch das offene Fenster des Transformatorkerns hindurchreichte,
schwierig, da die Achse mittels außen am Transformator angebrachter Lagerschilde oder
Tnagteile gehalten werden mußte. Wegen ihrer weit ausladenden Lagerteile war diese Bauweise sperrig
und benötigte daher viel Platz. Dies war an raumbeschränkten Aufstellungsorten, beispielsweise auf
Bühnen, wo vielfach eine größere Anzahl solcher Transformatoren als Regler benutzt werden, recht
nachteilig. Hier schafft die Erfindung Abhilfe.
Erfindungsgemäß sind dler oder die Regelarme in
einer im Kernfenster des Transformators unter- ao gebrachten Nabe gelagert, und diese ist mittels
speichenartiger, an den Kermecken angreifender Spannteile befestigt. Dabei äst sowohl die Nabe als
auch der Regelarm aus niidbtmagnetischem Material,
insbesondere einer Leichtmetallegierung, hergestellt. «5
In der Zeichnung 1st ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung in Fig. 1 in Seitenansicht, und! zwar teilweise
im Schnitt, und in Fiig. 2 in Draufsicht gezeigt. Mit i, 2, 3, 4 sind die Blechpaketschenkel
des beispielsweise quadratisch ausgebildeten Transformatorkerns bezeichnet. Diese sind alle gleichgestaltet
und tragen aiuch gleichartige Wicklungen,
nämlich due Wicklungen 5, 6, 7 und 8. Mittels der
durch die freien Schenkelenden hindurehgesteckten Schraubbolzen 9 sind die einzelnen Schenkel miteinander
zusammengehalten. Wenn der Transformator, wie im Auefuhrungsbeispiel, in Sparschaltung
betrieben wird, sitzt auf jedem Schenkel nur eine einzige Wicklungslage. Die Wicklungen sind
alle hintereinandergeschaltet. Dies ist mit Hilfe der in dem von Wicklungen freien Zwickelraum
untergebrachten Füllstücke 10 erreicht, die mit den jeweilig benachbarten Wicklungsenden verschweißt,
verlötet oder verschrauibt sein können. Auf der Stirnseite sämtlicher Wicklungen 5 bis 8
sowie auf den FüHstücken 10 ist durch Eindrehen,
Einfräsen od. dgl. der Wicklungsleiter eine kreisrunde blanke Kontakthahm 11 geschaffen. Auf dieser
gleitet der Regelkontakt, beispielsweise die Kohlerolle 12. Die Rolle selbst sitzt auf der"Achse 13 des
Regelarms 14. Der Regelarm ist mit Hilfe der Achse 15 in der Nabe 16 gelagert. Diese ist in das
freie Kernfenster des Transformators eingesetzt und ist ähnlich einer Fahrradnabe mit Hilfe von
speichenartigen Spannteilen, nämlich den Bolzen Vj, die an den Schraubbolzen, 9 eingreifen), gehalten
und verspannt. Die Lagernabe 16 und der Regelarm 14 sind! aus nichtmagnetischem Material, insbesondere
einer Leichtmetallegierung, gefertigt. Die Nabe 16 weist zweckmäßig so viel Arme 38 auf,
wie der Transformator Kernecken besitzt, im gezeichneten Ausfühpungsbeispiel also vier Arme.
Jeder Arm 38 ist an seinem freien Ende zu einer Platte r8 verbreitert. In dieser sind Löcher oder
Schlitze 19 vorgesehen, durch welche die Halsansätze 20 der Bundmuttern 21 hindurchreichen,
mittels denen die Spannbolzen 17 angezogen werden.
Die Spannbolzen sind ösenschrauben, deren Öse 22 in den mit einer Isolation 23 versehenen Schraubbolzen.
9 eingehängt ist. Für die Unterbringung
der Spannfoolzen 17 sind die einzelnen Transformatorschenkel
an ihren Ecken entsprechend ausgespart.
24 ist eine Seilrolle, die zum Antrieb des Regelarms!
14 dient. Selbstverständlich kann dbr Antrieb auch auf jede andere Weise, beispielsweise mittels
Handkurbel oder durch Riemenscheiben oder sonstwie erfolgen. Auch kann ein motorischer Antrieb
vorgesehen sein, der auf die Seilrolle oder unmittelbar unter Zwischenschaltung eines entsprechenden
Getriebes auf die Lagerachse 15 wirkt. .Auf der
der Lagernabe zugekehrten Seite ist am Regelarm 14 ein Schleifring 25 angebracht. Über diesen wird
mit Hilfe eines Schleifkontakts 26, der an der Lagernabe; i6,jbeispiels>weise an einem Arm derselben befestigt
ist, der Strom zugeführt. Unter einer der Schleifiiing'befestigungssßhrauben:27 ist ein biegsamer
Leiter 28 untergeklemmt. Dieser ist mit seinem Ende 29 mit der Kohlerolle 12 auf deren
Achse gesteckt und mit Hilfe eiiner auf der Achse
sitzenden Spiralfeder 30 kraftschlüssiig gegen die Kontaktrolle, die mittels der Muttern 31 auf der
Achse gehalten wird, gepreßt. Dadurch ist ständig ein guter Stromübergang zur Kontaktrolle sichergestellt.
Um den erforderlichen. Kontaktdruck der
Rolle 12 auf der Kolltaktbahn 11 der. Wicklung zu
sichern, ist der vondere Teil 140 des Regelarms 14,
der die Kohlerolle trägt, gelenkig gegenüber dem übrigen. Teil des Regel-arme ausgeführt. Dabei ist
der Kontaktdruck mit Hilfe der Schraube 32 und
eines zwischengeschalteten Federgliedes einstellbar. ' Der Regelarnn 14 ist gegen die Nabe 16 zu eingebuchtet,
um so den Aufbau des ganzen Transformators besonders raumsparend zu gestalten.
Der Regelarm 14 ist nahezu um 3600 verdrehbar,
d. h, d'ie Spannung ist vom Wert Null bis zum
höchsten Wert regelbar. Um ein Überfahren der Endstellung zu vermeiden, ist ein Endaueschalter 33
an der Lagernabe vorgesehen. Der Armfortsatz 34 des Regelarms trägt eine nach der Lagernaibe zu
weisende Nase 35. Diese trifft auf den Endausschalter und betätigt diesen, bevor noch die Kontakt-
rolle die letzte Windung der Wicklung erreicht hat.
Der erfindungsgemäße Regeltransformator wird, um noch weiter an. Material sparen zu können, auf
einer Ecke seines Kerns aufgestellt. Im Ausführungsbeispiel dienen als Füße die Winkel 36, die mittels
der an den Transformatorecken bereits vorhandenen Schraubbolzen zu beiden Seiten des Kerns festgeschraubt
sind. Auf dein Fußwinkel kann eine Klemmenleiste 37 für den Leitungsanschluß vorgesehen
werden.
Wenn der erfindungsgemäße Transformator einen elektrischen Antrieb, z. B. durch einen Elektromotor,
erhält, kann dieser beispielsweise wie in Fig. 3 und 4 angebracht weiden. Bei der Ausführung
nach Fig. 3 ist ein kleiner Elektromotor samt dem entsprechenden Untersetzungsgetriebe1 in einem
Kasten 200 eingebaut. Dieser ist am Transformator seitlich angebaut und1 wirkt auf die Achse des Regelarms.
Dabei dient die Lagernabe als Grundplatte für den Antrieb·. Bei der Ausführung nach Fig. 4
ist der motorische Antrieb samt seinem Getriebe auf einem besonderen Fußgestell 201 untergebracht.
Dieses ist neben dem Transformator aufgestellt und ist mit der Regelarmachse in geeigneter Weise,
z. B. mittels der Scheibe 202, gekuppelt. Diese Ausführung ist besonders dann von Vorteil, wenn der
Transformator mit auf beiden Seiten angebrachten Regelarmen ausgerüstet ist. Unter Umständen
können auch mehrere Transformatoren gemäß der Erfindung, z. B. drei Transformatoren als Dreh-Stromeinheit
mittels eines einzigen Antriebs, angetrieben werden, wenn die einzelnen Transformatoren
miteinander entsprechend zusammengekuppelt
sind. In diesem Fall empfiehlt es sich, den mittleren Transformator mit dem elektrischen Antrieb auszurüsten.
Hierdurch ist es dann möglich, die beiden außenliegenden Transformatoren gleichmäßig anzutreiben',
da hierbei der unvermeidliche Totgang gleich groß gehalten werden kann. Um den Transformator
gegen allzu starke Verschmutzung zu schützen, kann er mit einem Schutzgehäuse versehen werdien.