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DE919910C - Verfahren zum Herstellen von Formkoerpern von niedrigem spezifischem Gewicht und mitkompakter Huelle aus thermoplastischen Kunststoffen - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Formkoerpern von niedrigem spezifischem Gewicht und mitkompakter Huelle aus thermoplastischen Kunststoffen

Info

Publication number
DE919910C
DE919910C DEB18882A DEB0018882A DE919910C DE 919910 C DE919910 C DE 919910C DE B18882 A DEB18882 A DE B18882A DE B0018882 A DEB0018882 A DE B0018882A DE 919910 C DE919910 C DE 919910C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
preform
thermoplastics
production
low specific
specific weight
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB18882A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Fritz Stastny
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEB18882A priority Critical patent/DE919910C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE919910C publication Critical patent/DE919910C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C67/00Shaping techniques not covered by groups B29C39/00 - B29C65/00, B29C70/00 or B29C73/00
    • B29C67/20Shaping techniques not covered by groups B29C39/00 - B29C65/00, B29C70/00 or B29C73/00 for porous or cellular articles, e.g. of foam plastics, coarse-pored
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J9/00Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof
    • C08J9/34Chemical features in the manufacture of articles consisting of a foamed macromolecular core and a macromolecular surface layer having a higher density than the core

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)
  • Blow-Moulding Or Thermoforming Of Plastics Or The Like (AREA)
  • Manufacture Of Porous Articles, And Recovery And Treatment Of Waste Products (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen von Formkörpern von niedrigem spezifischem Gewicht und mit kompakter Hülle aus thermoplastischen Kunststoffen Es ist bekannt, aus thermoplastischen Kunststoffen poröse Formkörper herzustellen und sie als Schwimmkörper zu verwenden. Wegen der zu geringen Druckfestigkeit solcher Schwimmkörper ist aber ihre Verwendung auf Gebieten, bei denen hohe Druckbeanspruchungen der Formkörper auftreten, nicht möglich.
  • Es wurde nun gefunden, daß man Formkörper von niedrigem spezifischem Gewicht und mit einer kompakten Hülle aus thermoplastischen Kunststoffen herstellen kann, wenn man zunächst aus einem leichten Stoff einen Vorformling erzeugt, dessen spezifisches Gewicht zweckmäßig niedriger als 0,5 ist, in diesen Vorformling ein Treibmittel einbringt, das sich bei höheren Temperaturen unter Gasabspaltung zersetzt, dann auf dem Vorformling eine lose Hülle aus einem feinkörnigen thermoplastischen Kunststoff anbringt und ihn nun in einer geschlossenen Form auf Temperaturen oberhalb des Erweichungspunktes des feinkörnigen thermoplastischen Kunststoffes und der Zersetzungstemperatur des Treibmittels erwärmt. Bei diesem Verfahren erhält man leichte Formkörper, die hohen Druckbeanspruchungen gewachsen sind.
  • Die Vorformlinge können z. B. aus Schaumpolystyrol, porösem Polyvinylchlorid, porösem Kautschuk od. dgl. hergestellt werden; aber auch Papier, Korkschrot, Zellwolle od. dgl. sind zu ihrer Erzeugung geeignet. Als Beispiele für thermoplastische Kunststoffe, die sich mit Vorteil für die Herstellung der kompakten Hülle verwenden lassen, seien z. B. Polystyrol, Polyvinylchlorid, Polyvinylidenchlorid, Polyacrylnitril, Polyäthylen, Polyamide, Polyurethane und Acetylcellulose genannt.
  • Man kann den Kunststoffen auch Weichmacher, Pigmente, Farbstoffe od. dgl. zusetzen. Als gasabspaltende Treibmittel eignen sich z. B. Ammoniumbicarbonat, Natriumbicarbonat, Azoisobuttersäuredinitril, Diazoverbindungen od. dgl. Zur Fixierung der feinkörnigen thermoplastischen Kunststoffe auf dem Vorformling kann man z. B.
  • Kunststoffdispersionen, Kautschuklösungen oder andere Klebstoffe verwenden. Man kann aber auch so vorgehen, daß der feinkörnige Kunststoff mit einem Lösungs- oder Quellungsmittel oder illischungen davon oberflächlich angequollen wird, wodurch die Kunststoffteilchen auf dem Vorformling und untereinander haften.
  • Bei der Erwärmung der mit einer losen Kunststoffhülle versehenen Vorformlinge in geschlossenen Formen verbinden sich die erweichenden Kunststoftkörner, und es entsteht infolge der Zersetzung des Treibmittels im Innern des Formkörpers ein hoher Druck, wodurch die Kunststoffhülle an die Formwandungen gepreßt wird. Durch Veränderung der Dicke der Kunststoffhülle kann die Druckfestigkeit solcher Formkörper innerhalb weiter Grenzen variiert werden.
  • Die Formkörper können nachträglich lackiert oder mit einem metallischen Überzug versehen werden. Man kann sie auch mit Geweben od. dgl. umhüllen.
  • Beispiel I Es wird ein kugelförmiger Formkörper mit einem Durchmesser von 7 cm aus porösem Polystyrol vom spezifischen Gewicht 0,07 hergestellt und bis zur Mitte angebohrt. In die Mitte des Formkörpers wird sodann I g Azoisobuttersäuredinitril eingebracht und das Bohrloch durch einen Pfropfen aus porösem Polystyrol wieder geschlossen. Dieser Vorformling wird nun mit einer etwa 10 mm dicken Schicht aus einem Gemisch, bestehend aus go Teilen feinkörnigem Polystyrol (Korngröße I bis 2 mm) und 10 Teilen einer 500/obigen weichmacherhaltigen Polystyroldispersion, versehen. Darauf wird der Vorformling in einer geschlossenen Form 15 Minuten auf 1800 erwärmt und sodann auf 250 abgekühlt.
  • Es entsteht ein Formkörper mit geschlossener kompakter Hülle vom spezifischen Gewicht o,4. Er eignet sich als Schwimmerkugel und hat eine Druckfestigkeit von über go Atm.
  • Beispiel 2 Es wird ein Gemisch von So Teilen Korkschrot und 20 Teilen einer wäßrigen 500/eigen Dispersion eines Mischpolymerisates aus Vinylacetat und Acrylsäurebutylester hergestellt und das Gemisch so lange getrocknet, bis der größte Teil des Wassers verdampft ist. Dann wird aus der klebenden, leicht verformbaren Masse ein kugelförmiger Vorformling mit einem Durchmesser von 7 cm erzeugt. Der Vorformling wird wie im Beispiel I angebohrt und ein Treibmittel eingebracht. Darauf wird der Vorformling mit einer 6 mm dicken Schicht von feinkörnigem Polystyrol, das mit einer Polystyroldispersion benetzt ist, versehen. Nach 15 Minuten langem Erhitzen in einer geschlossenen Form auf I800 und Abkühlen erhält man einen Leichtkörper mit kompakter Hülle vom spezifischen Gewicht 0,3, der als Schwimmerkugel bis zu Wassertiefen von etwa 600 m Verwendung finden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Herstellen von Formkörpern von niedrigem spezifischem Gewicht und mit kompakter Hülle aus thermoplastischen Kunststoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man zunächst aus einem leichten Stoff einen Vorformling erzeugt, dessen spezifisches Gewicht zweckmäßig niedriger als 0,5 ist, in diesen Vorformling ein Treibmittel einbringt, das sich bei höheren Temperaturen unter Gasabspaltung zersetzt, dann auf dem Vorformling eine lose Hülle eines feinkörnigen thermoplastischen Kunststoffes anbringt und den Vorformling anschließend in einer geschlossenen Form auf Temperaturen oberhalb des Erweichungspunktes des feinkörnigen thermoplastischen Kunststoffes und der Zersetzungstemperatur des Treibmittels erwärmt.
    Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 71 1 838.
DEB18882A 1952-02-01 1952-02-01 Verfahren zum Herstellen von Formkoerpern von niedrigem spezifischem Gewicht und mitkompakter Huelle aus thermoplastischen Kunststoffen Expired DE919910C (de)

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DE919910C true DE919910C (de) 1954-11-08

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DE (1) DE919910C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1090425B (de) * 1955-01-12 1960-10-06 Wills Pressure Filled Joint Ri Verfahren zum Herstellen von hohlen, mit einem komprimierten Gas gefuellten Dichtungsringen aus thermoplastischem Kunststoff
DE1254858B (de) * 1960-01-07 1967-11-23 Licentia Gmbh Verfahren und Spritzgiessmaschine zur Herstellung eines schaumstoffisolierten Kuehlbehaelters
FR2141982A1 (de) * 1971-06-15 1973-01-26 Bayer Ag

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE711838C (de) * 1939-06-03 1941-10-07 Continental Gummi Werke Akt Ge Verfahren zum Herstellen von Gegenstaenden komplizierter Gestalt aus poroesem Kautschuk mit porenfreier Aussenwandung aus waessrigen Kautschukdispersionen

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