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DE918988C - Schriftsetzvorrichtung mit laengsverschiebbaren Typentraegern - Google Patents

Schriftsetzvorrichtung mit laengsverschiebbaren Typentraegern

Info

Publication number
DE918988C
DE918988C DEF5083A DEF0005083A DE918988C DE 918988 C DE918988 C DE 918988C DE F5083 A DEF5083 A DE F5083A DE F0005083 A DEF0005083 A DE F0005083A DE 918988 C DE918988 C DE 918988C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
characters
plate
type
line
opening
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEF5083A
Other languages
English (en)
Inventor
Bruno Fotschki
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEF5083A priority Critical patent/DE918988C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE918988C publication Critical patent/DE918988C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41BMACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
    • B41B1/00Elements or appliances for hand composition; Chases, quoins, or galleys

Landscapes

  • Manufacture Or Reproduction Of Printing Formes (AREA)

Description

  • Schriftsetzvorrichtung mit längsverschiebbaren Typenträgern DieErfindung betrifft eineSchriftsetzvorrichtung mit längsverschieblichen Typenträgern, z. B. Leisten, auf welchen sich ein Satz Schriftzeichen als Matrizen, Stempel oder Photographiervorlagen befindet.
  • Solche Schriftsetzvorrichtungen mit längsversdhieblichen Typenträgern sind bereits in mehrfachen Ausführungsformen, z. B. mit leisten- oder bandförmigen Typenträgern, vorgeschlagen.
  • Demgegenüber wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, die Typenträger, z. B. Leisten, keilförmig zu gestalten. Diese Neuerung bringt die folgenden wesentlichen Vorteile mit sich: Zunächst erhält man schon in typographischer Hinsicht den Vorteil, daß die Schriftzeichen unter Berücksichtigung ihrer eigenen Breite auf der keilförmig zulaufenden Leiste entsprechend verteilt werden können. Des weiteren lassen sich die keilförmigen Typenträger gemäß der Erfindung mit besonderem Vorteil im Satz verwenden, indem sie glatt aneinander vorbei verschoben werden, so daß die Schriftzeichenformen an die Stelle gebracht werden, an der sie gegossen, geprägt oder photographiert werden. Dabei ergibt sich wiederum auf Grund der Keilform der Stäbe die Möglichkeit, die Zeilen auszuschließen, d. h. das rechte Ende der Zeilen geradlinig auszurichten, indem z. B. zwischen je zwei Worten ein Keilstab mit einer typenfreien Stelle zwischengeschoben wird. Es ergibt sich ferner, ebenfalls auf Grund der Keilform, die Möglichkeit, Worte oder Wortgruppen in einfachster Weise zu sperren oder zu spationieren, indem man ebenfalls zwischen den zu sperrenden Schriftzeichen entsprechende keilförmige Leisten einschiebt.
  • Die besondere Ausbildung der erfindungsgemäß verwandten Leistenmatrizen und die Vorteile ihrer Anwendung sind aus der Zeichnung ersichtlich.
  • Fig. i zeigt zwei nebeneinanderliegende, erfindungsgemäß ausgebildete Typenleisten in beispielsweiser Ausgestaltung; Fig. 2 zeigt das Grundbrett .der neuen Setzvorrichtung mit aufgesetzten Typenleisten; Fig. 3 veranschaulicht die Rückseite des Grundbretts nach Fig. 2; Fig. 4 ist ein Teilschnitt nach der Linie A-B in Fig. 2 ; Fig. 5 ist ein Schnitt nach der Linie C-D in Fig. 2.
  • Im einzelnen ist zu den Zeichnungen folgendes zu bemerken: Die Typenleisten gemäß Fig. i bestehen au.s beliebigem, geeignetem Material, z. B. aus Stahl, 1lessing oder anderem zähem Material, ferner auch aus Kunststoffen von geeigneten mechanischen Eigenschaften. In diese Leiste sind auf der unteren Seite Schriftzeichen eingraviert. Auf der oberen Seite sind die den unteren Matrizen entsprechenden Schriftzeichen abgebildet. Die oberen Schriftzeichen ermöglichen eine ständige Kontrolle des auf der Unterseite bewirkten Satzes.
  • Die Leisten können z. B. einfach rechteckig gestaltet sein. Sie können auch die aus Fig. i ersichtliche, nach einem Ende hin verjüngt zulaufende Gestaltung besitzen. Diese konische Gestaltung der Leisten ermöglicht es, sie :gegeneinander um ein gewisses Maß zu verschieben, so daß die Buchstaben des Satzes genau zeilenfüllend werden. Dadurch erspart man also das Zwischenlegen von Abstandshaltern, Plättchen usw., die bei rechteckiger Gestaltung der Leisten eventuell erforderlich wären.
  • Zur Aufnahme der Typenleisten dient eine flache, z. B. aus Eisen bestehende Grundplatte i gemäß Fig.2. Diese Grundplatte ist an einer Seite mit einer der Höhe der Typenleiste entsprechenden Randleiste 2 versehen. Außerdem besitzt sie O_uernuten 3, in welche auf der Unterseite der Typenleisten angebrachte federnde Vorsprünge eingreifen. Die Typenleisten .4, 5 werden in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise nebeneinanderliegend, also versetzt gegeneinander, aufgeschoben.
  • In der Mitte der Platte i befindet sich ein der Höhe und Breite einer Druckzeile entsprechender Durchbruch 6, in welchem von oben gesehen das Schriftbild 7 der gesetzten Zeile erscheint. Dieses Schriftbild wird von oben gesehen durch eine auf die Platte aufgesetzte, aus Metall u. dgl. bestehende Brücke 8 umrahmt, unter der die Leisten., 5 durchgeschoben werden können.
  • Nach unten erweitert sich der Durchbruch 6 zu einer Ausnehmung 9, die genügend Raum für die Anordnung oder Einführung des Gießwerkes oder Prägewerkes bietet.
  • Die Vorteile der beschriebenen Einrichtung sind unter anderen folgende: Der Transport der Typenleisten zum Gießort gestaltet sich sehr viel einfacher als der Transport einzelner Matrizen bei den bisher üblichen Schriftsetzmaschinen. Bei der erfindungsgemäßen Anordnung handelt es sich lediglich darum, die ganze Typenleiste um ein gewisses Maß in .der Längsrichtung zu verschieben, so daß das gewünschte Schriftzeichen an die Stelle des Schriftbildes 7 kommt. Beim Transport einzelner Matrizen ist es dagegen erforderlich, bestimmte mechanische, komplizierte Verbindungen zu schaffen, um die Auswahl der Schriftzeichen aus ihren Behältern vermittels einer Hebelübertragung zu veranlassen, diese Schriftzeichen zu ergreifen, an den Gießort zu transportieren und dort einzusetzen oder fallen zu lassen. Dazu kommt der ebenso komplizierte Rücktransport .der einzelnen Matrizen nach erfolgtem Guß, während bei der erfindungsgemäß ausgeführtenAnordnung lediglich die ganzeTypenleiste in einer Richtung verschoben wird.
  • Weitere Vorteile ergeben sich bei der konischen Gestaltung der Typenleisten. Hier kann man zum Durchschießen der gesetzten Schriftzeilen den auf den konischen Typenleisten zwischen den einzelnen Schriftzeichen befindlichen Zwischenraum in der Weise verwenden, daß einzelne Typenleisten als Zwische,nraumleisten derart verschoben werden, daß durch wahlweises Benutzen schmalerer oder breiterer Zwischenräume die Zeile ordnungsgemäß gefüllt und auf die richtige Breite gebracht wird.
  • Die Vorsprünge auf der Unterseite der Typenleisten können, z. B. wie in Fig.4 angedeutet, aus in die Leisten eingelassenen Stiften io mit kugelförmigem Kopf i i bestehen, die durch eine Feder 12 in ihrer Stellung in der Typenleiste gehalten werden. Die Kugeln i i rasten beim Verschieben der Typenleisten selbsttätig in die Nuten 3 ein, so daß die Leiste in ihrer jeweiligen Stellung festgehalten wird. Der Stift io ist so angeordnet, daß bei jedesmaligem Einrasten in eine Ouernut 3 entweder ein Schriftzeichen oder ein Zwischenraum der Typenleiste in die exakte Stellung in der Gießzeile 7 gelangt.
  • DiePlatte i wird zweckmäßig auf einem besonderen Tisch 13 angeordnet, der mit einer .dem Durchbruch 6 entsprechenden Öffnung versehen ist. Das Gießwerk oder Prägewerk kann in diesem Falle unter der Tischöffnung angeordnet und durch die Tischplatte 13 mit der darüberliegenden Grundplatte i lösbar verbunden werden, so daß die Grundplatte gegebenenfalls gegen eine Grundplatte mit Typenleisten einer anderen Schriftart ausgewechselt werden kann.
  • Es lassen sich auch mehrere Setzvorrichtungen der beschriebenen Art mit Schriftzeichen verschiedenen Charakters oder anderer Größe reihenweise nebeneinander auf einer Tischplatte vereinigen und mit einem einzigen unter der Tischplatte verschiebbar angeordneten Gießwerk oder Prägewerk verwenden.
  • Werden die Typenleisten des Setzapparates statt mit vertieft gravierten Schriftzeichen (Matrizen) mit erhaben stehenden Schriftzeichen (Stempeln) versehen, so ergibt sich durch die vorliegende Erfindung die Möglichkeit, Textzeilen direkt zu prägen. Es können Matern für ganze Zeitungsspalten direkt hergestellt werden, wenn die gesetzten Textzeilen einzeln in Maternpappe gedrückt werden, die beispielsweise über eine Druckwalze jeweils nach jeder Prägung um eine Zeilenhöhe weitertransportiert wird.
  • Die Druckwalze (Zylinder usw.) zum Andrücken der Maternpappe an die gesetzten Textzeilen kann an Stelle eines Gießwerkes unter dem Durchbruch der Grundplatte bzw. der Tischplatte angeordnet werden. Sie kann aber auch über der Öffnung der Grundplattenüberbrückung angebracht werden. Im letzteren Fall müssen die Schriftzeichen auf der oberen Seite der Typenleisten erhaben, d. h. als Stempel ausgebildet sein.
  • Zur direkten Herstellung von negativen oder positiven Kopiervorlagen von Schrifttext für den Flach- oder Tiefdruck wird bei der vorliegenden Erfindung über der Öffnung der Grundplattenüberbrückung eine Photokamera angebracht mit Rollkassette, die einen Film jeweils um eine Zeilenhöhe weitertransportiert. Dabei wird eine gesetzte Textzeile, die aus den aneinandergereihten Schriftzeichen der Typenleisten besteht, nach der anderen photographiert, so daß z. B. kopierfähige Filme von ganzen Zeitungsspalten erhalten werden können.
  • Die vorbeschriebenen Typenleisten können gleichmäßig breit sein. Es ergibt sich dann für jedes Schriftzeichen desAlphabets, für das schmale i genau so wie für das breite M, die gleiche Raumbreite innerhalb der gesetzten Schriftzeile (wie bei einem mit der Schreibmaschine geschriebenen Text).
  • Sind die Typenleisten nicht parallel, sondern konisch, keilförmig ausgebildet, 'kann man die schmalen Schriftzeichen am schmalen und die breitlaufenden Schriftzeichen am breiten Ende der Schiebeleiste anordnen. Es beansprucht dann innerhalb der gesetzten Zeile jedes Schriftzeichen nur den Raum, der seiner wirklichen Breite entspricht. Es entsteht zwischen zwei Schriftzeichen ii kein breiterer Zwischenraum als zwischen zwei Schriftzeichen mm.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schriftsetzvorrichtung mit längsverschiebbaren Typenträgern, z. B. Leisten, auf welchen sich ein Satz Schriftzeichen als Matrizen, Stempel oder Photographiervorlagen befindet, dadurch gekennzeichnet, daß die Typenträger keilförmig gestaltet sind. a. Schriftsetzvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die keilförmig gestalteten Typenträger über eine Platte verschoben werden, um die Schriftzeichenformen an den Ort zu bringen, an dem sie gegossen, geprägt oder photographiert werden. 3. Schriftsetzvorrichtung nach den Ansprüchen i und z, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (i) mit Quernuten (3) versehen ist, in welche die Typenträger mit einem in ihnen angebrachten Vorsprung, z. B. einem abgefederten Stift (io), einrasten, der so angeordnet ist, daß jede Raststelle einem bestimmten Schriftzeichen oder einem Schriftzeichenzwischenraum auf dem Typenträger entspricht und diese an der richtigen Stelle innerhalb der Satzzeile arretiert. q.. Schriftsetzvorrichtung nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (i) mit einem der Zeilenhöhe und Zeilenbreite entsprechenden Durchbruch (6) versehen ist, der sich nach unten zwecks Anbringung eines Gießwerkes oder Prägewerkes erweitert. 5. Schriftsetzvorrichtung nach den Ansprüchen i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß auf der Oberseite der Platte (i) eine das Zeilenbild (6) umgebende Brücke (8) angeordnet ist, unter der die Typenträger (q., 5) durchgeschoben werden können. 6. Schriftsetzvorrichtung nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (i) lösbar mit einem besonderen, ebenfalls mit einem dem Durchbruch (9) entsprechenden Durchbruch versehenen Tisch (13), der ein Gießwerk oder Prägewerk trägt, verbunden ist. 7. Schriftsetzvorrichtung nach den Ansprüchen i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Setzapparate nach den Ansprüchen i bis 6 mit verschiedenartigen Schriftzeichen reihenweise nebeneinander auf einer Tischplatte vereinigt sind, wobei ein einziges unter der Tischplatte verschieblich angeordnetes Gießwerk oder Prägewerk vorgesehen ist. B. Typenträger nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger auf der Oberseite mit den den Schriftzeichen auf der Unterseite entsprechenden Bezeichnungen (Lesemarken) versehen ist. 9. Schiebeleiste nach den Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe anstatt mit vertieft gravierten Schriftzeichen mit erhaben stehenden Schriftzeichen versehen ist. io. Schriftsetzvorrichtung nach den Ansprüchen i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine Walze nach Art der Walze einer Schreibmaschine mit zeilenweisem Weitertransport zum Andrücken einer Maternpappe an die gesetzte Textzeile an Stelle eines Gießwerkes unter dem Durchbruch der Platte (i) oder der Tischplatte (13) angebracht ist. i i. Schriftsetzvorrichtung nach Anspruch io, dadurch gekennzeichnet, daß bei erhabenerAusbildung der auf der Oberseite der Schiebeleiste angeordneten Schriftzeichen ein Prägewerk oder eine Druckwalze über der Öffnung der Plattenüberbrückung (8) angeordnet wird. 12. Schriftsetzvorrichtung nach den Ansprüchen i bis i i, dadurch gekennzeichnet, daß über der Öffnung der Plattenüberbrückung eine Photokamera, gegebenenfalls mit Rollkassette, angebracht ist. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 220 250, 801 5 1q..
DEF5083A 1950-11-28 1950-11-28 Schriftsetzvorrichtung mit laengsverschiebbaren Typentraegern Expired DE918988C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF5083A DE918988C (de) 1950-11-28 1950-11-28 Schriftsetzvorrichtung mit laengsverschiebbaren Typentraegern

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DEF5083A DE918988C (de) 1950-11-28 1950-11-28 Schriftsetzvorrichtung mit laengsverschiebbaren Typentraegern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE918988C true DE918988C (de) 1955-07-11

Family

ID=7084434

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEF5083A Expired DE918988C (de) 1950-11-28 1950-11-28 Schriftsetzvorrichtung mit laengsverschiebbaren Typentraegern

Country Status (1)

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DE (1) DE918988C (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE220250C (de) *
DE801514C (de) * 1948-10-05 1951-01-11 Hugo Tetzner Matrizensystem an Zeilensetzmaschinen

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE220250C (de) *
DE801514C (de) * 1948-10-05 1951-01-11 Hugo Tetzner Matrizensystem an Zeilensetzmaschinen

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