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DE917020C - Einrichtung zur Verbesserung der Kommutierung bei Kommutatormaschinen - Google Patents

Einrichtung zur Verbesserung der Kommutierung bei Kommutatormaschinen

Info

Publication number
DE917020C
DE917020C DESCH1585A DESC001585A DE917020C DE 917020 C DE917020 C DE 917020C DE SCH1585 A DESCH1585 A DE SCH1585A DE SC001585 A DESC001585 A DE SC001585A DE 917020 C DE917020 C DE 917020C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
winding
main
turns
auxiliary
windings
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DESCH1585A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Benno Schwarz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE917020C publication Critical patent/DE917020C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K23/00DC commutator motors or generators having mechanical commutator; Universal AC/DC commutator motors
    • H02K23/26DC commutator motors or generators having mechanical commutator; Universal AC/DC commutator motors characterised by the armature windings
    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K27/00AC commutator motors or generators having mechanical commutator
    • H02K27/02AC commutator motors or generators having mechanical commutator characterised by the armature winding

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Windings For Motors And Generators (AREA)
  • Dc Machiner (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Verbesserung der Kommutierung bei Kommutatormaschinen Die Erfindung bezieht sich auf Mittel zur Verbesserung der Kommutierung von dynamoelektrischen Maschinen der Kommutatorbauart einschließlich Kommutatormotoren und -generatoren.
  • Da die Verwendung von Hilfspolen als Mittel zur Verbesserung der Kommutierung von Wechselstromkommutatormaschinen im allgemeinen aus verschiedenen Gründen nicht möglich ist, sind für diesen Zweck bereits andere Anordnungen vorgeschlagen worden, die jedoch fast durchweg mit gewissen Nachteilen verbunden sind.
  • Bei der Konstruktion von Kommutatormaschinen muß das Vorhandensein von mehr als einem magnetischen Fluß in Betracht gezogen werden.
  • Da ist zunächst der Hauptfluß, der die Leiter des Ständers und die Ankerwicklungen verkettet und eine Energieübertragung von einer Wicklung, als der Primärwicklung, auf die andere, als die Sekundärwicklung, bewirkt.
  • Zweitens gibt es noch einen Streufluß der Spulen, die eine Kommutierung erfahren, wobei der Weg dieses Streuflusses ein geschlossener Weg um jedes Paar Ankernuten, in das die jeweils eine Kommutierung erfahrenden Spulen untergebracht sind, und um unmittelbar benachbarte Nuten ist.
  • Nur ein kleiner Teil dieses Streuflusses überquert den Luftspalt und verläuft zu und durch den benachbarten Zahn des Ständers, so daß durch diesen Fluß praktisch keine Verkettung der Ständer- und Ankerwicklungen besteht.
  • Gerade durch diesen Streufluß wird die Kommutierung nachteilig beeinflußt, da er eine Kommutierungs -Reaktanz-Spannung induziert infolge der Veränderung seiner Richtung entsprechend dem Richtungswechsel des Stromes in den eine Kommutierung erfahrenden Windungen. Diese Spannung ruft eine Funkenbildung an den Bürsten hervor, wobei die durch das Feuern verbrauchte Energie die in diesem Streufluß enthaltene potentielle Energie darstellt.
  • Zur Verminderung der Wirkung der Reaktanzspannung der Kommutierung wurde in dem Patent 7o2 452 vorgeschlagen, eine zur Ankerhauptwicklung parallel geschaltete Ankerhilfswicklung vorzusehen, welche durch eine Transformatorwirkung eine Kommutierung erfahrende Windung oder Windungen mit anderen Windungen verkettet, die nicht gleichzeitig eine Kommutierung erfahren, wodurch die wirksame Reaktanz des Kommutierungssystems vermindert wird, so daß die im Streufluß enthaltene Energie der eine Kommutierung erfahrenden Windungen auf andere Windungssysteme übertragen werden kann, wodurch ihre Entladung durch Funkenbildung an den Bürsten vermieden wird.
  • Diese Hilfswicklung bewirkt einen weiteren Streufluß, der unabhängig von dem vorerwähnten Streufluß der eine Kommutierung erfahrenden Hauptspule ist, wobei der Weg dieses weiteren Streuflusses ein geschlossener Weg durch diejenigen Zähne und über diejenigen magnetischen Brücken in den Nuten des die Hilfswindungen enthaltenden Ankers ist, die die primären und sekundären Transformatorwicklungen bilden, und wobei dieser weitere Streufluß, von dem ein kleiner Teil zum Ständer gehen kann, die vorerwähnten Hilfswindungen verkettet und so eine wirksame Transformatorwirkung gewährleistet.
  • In dem Patent 7o2 452 ist jedoch die Anordnung und die Verteilung der Haupt- und Hilfswicklungen solcher Art, daß die durch den Hauptfluß in den parallel geschalteten Windungen dieser Wicklungen induzierten Spannungen nicht den Zustand vorfinden, der nach einem der Hauptmerkmale der vorliegenden Erfindung angestrebt wird, nämlich einen Zustand, bei dem diese Spannungen gleich hoch sind und dieselbe Phasenlage haben.
  • Die durch das Patent 7o2 452 bekanntgewordene Anordnung bringt in der Praxis entsprechend ihrem Prinzip unvermeidliche Verluste mit sich, die durch Ausgleichströme verursacht werden, welche durch die zwei Wicklungen gehen und durch die verschiedenen Phasenlagen der durch den Hauptfluß in den parallel geschalteten Windungen der zwei Wicklungen induzierten Spannungen erzeugt werden. Diese Ausgleichströme und die damit verbundenen Verluste bedingen in vieler Beziehung ernste Beschränkungen in der Konstruktion solcher Maschinen. So ist es zur Verminderung solcher Verluste z. B. notwendig, eine große Anzahl von Nuten je Pol zu verwenden, wodurch der Phasenwinkel zwischen den Vektoren, die die in den in benachbarten Nuten untergebrachten Windungen erzeugten Spannungen darstellen, vermindert wird; ferner ist es notwendig, einen verhältnismäßig hohen Widerstand je Windung der Hilfswicklung zu wählen.
  • Die erstere Maßnahme führt zu größeren und teureren Maschinen, während die zweite die Wirksamkeit der Hilfswicklung als Mittel zur Verbesserung der Kommutierung selbst vermindert.
  • Außer ihrem nachteiligen Einfluß auf den Wirkungsgrad bringen diese zusätzlichen Verluste Kühlungsprobleme mit sich, besonders bei niedrigen Drehzahlen, bei welchen diese Verluste gewöhnlich höher sind und die Lüfterwirkung am wenigsten wirksam ist.
  • Der Hauptzweck der Erfindung ist, bei Maschinen mit einer parallel zur Hauptwicklung geschalteten Hilfswicklung die einer solchen Hilfswicklung innewohnenden Nachteile vollkommen zu beseitigen.
  • Durch die Anwendung der Erfindung lassen sich alle zusätzlichen Verluste ausschalten und außerdem der Wirkungsgrad der Hilfswicklung für die Verbesserung der Kommutierung nicht nur bei Wechselstromkommutatormaschinen, sondern auch bei Gleichstromkommutatormaschinen erhöhen.
  • Gemäß der Erfindung ist bei Dynamomaschinen der Kommutatorbauart, die zur Verbesserung der Kommutierung mit einer Ankerhilfswicklung versehen sind, deren Windungen mit den Windungen der Ankerhauptwicklung zu einem gemeinsamen Kommutator parallel geschaltet sind, die Hilfswicklung so angeordnet und auf die Ankernuten verteilt, daß ihre Windungen durch einen magnetischen Weg verkettet werden, der praktisch unabhängig sowohl vom Hauptfluß als auch von dem Streufluß ist, der mit den parallel geschalteten Hauptwindungen verkettet ist. Dabei sind zwischen benachbarten Kommutatorsegmenten mindestens zwei in Reihe geschaltete Windungen der Hilfswicklung angeschlossen und Hilfswindungen, die mit der Hauptwicklung parallel geschaltet sind, in mindest zwei in bezug auf ihre relative Lage zum Hauptfluß benachbarten Nutenpaaren so angeordnet, daß die in den Hilfswindungen durch den Hauptfluß oder dessen mit den Hilfswindungen verketteten Teil sich ergebende induzierte Spannung im wesentlichen von der gleichen Größenordnung ist und dieselbe Phasenlage hat wie die durch den Hauptfluß induzierte Spannung derjenigen Windungen der Hauptwicklung, die mit den erwähnten Hilfswindungen parallel geschaltet sind.
  • Die Erfindung besteht aus einer Anordnung, bei welcher die aufeinanderfolgenden Windungen der in verschiedenen oder teilweise verschiedenen Nuten gelegten Hauptwicklung mit Windungsgruppen der Hilfswicklung parallel geschaltet sind, die in anderen Nuten untergebracht sind, welche entweder zum gleichen Nutensystem gehören oder einem besonderen System im Hauptanker oder in einem Hilfsanker. Die Nuten sind in jedem Falle so angeordnet, daß ein magnetischer Fluß entwickelt werden kann, der die verschiedenen Systeme von Hilfswindungen miteinander verkettet und gleichzeitig wenigstens teilweise unabhängig von dem mit den parallel geschalteten Systemen der Hauptwindungen verketteten Streufluß ist.
  • Außerdem sind gemäß der Erfindung die Windungen der Hilfswicklung, die praktisch die Primär- und Sekundärwicklungen von Transformatoren bilden, welche Hauptwindungen in verschiedenen oder teilweise verschiedenen Nuten koppeln, mindestens zum Teil in verschiedenen Nuten untergebracht, so daß die Transformatoren ein System von primären und sekundären Windungen oder Leitern von lockerer Verkettung enthalten, d. h. nur durch den gemeinsamen Fluß benachbarter Nuten verkettet sind. In diesen Windungen oder Leitern, die mit Windungen oder Leitern, welche durch ihre Lage in genau denselben Nuten eng verkettet sind, in Reihe geschaltet sind, werden Spannungen von solch einer Phasenlage induziert, daß sie durch Summierung eine resultierende Spannung ergeben, die in ihrer Höhe der Spannung der parallel geschalteten Hauptwindungen bei gleicher Phasenlage gleich ist. Außerdem sind diese Hilfswindungen, die eine lockere Verkettung mit Windungen eines benachbarten Hilfssystems haben, eng mit den Windungen des anderen benachbarten Hilfssystems auf der anderen Seite desselben verkettet. Auf diese Weise können alle Hilfswindungen eng mit den Windungen eines oder des anderen der benachbarten Systeme verkettet werden, so daß sich dadurch die Primärwicklungen von Transformatoren mit mindestens je zwei Sekundärwicklungen ergeben.
  • Weiterhin können gemäß der Erfindung die Windungen der Hilfswicklungen, welche die Wicklungen der obenerwähnten Transformatoren bilden, auch unter verschiedenen Polpaaren verteilt werden, in welchem Falle sie eine Wellenwicklung bilden und mit der Wellen- oder Schleifenhauptwicklung parallel geschaltet werden können.
  • Gemäß der Erfindung kann das Hilfssystem gleichzeitig dazu verwendet werden, in wirksamster Weise Ausgleicher zu ersetzen und so die Konstruktion der Maschine zu vereinfachen und zu verbilligen. Im Vergleich zur bekannten Anordnung von Hilfswicklungen, bei denen Hilfswindungen in einem Paar von Nuten angeordnet und mit Windungen der Hauptwicklung in anderen Nuten parallel geschaltet sind oder umgekehrt und welche daher notwendigerweise verschiedene Phasenlagen der Spannungen der parallel geschalteten Systeme aufweisen, hat die erfindungsgemäße Anordnung diesen Nachteil nicht, so daß die entsprechenden Maschinen ohne die obenerwähnten Beschränkungen gebaut werden können.
  • Die durch die neue Anordnung erzielbaren Vorteile erschöpfen sich jedoch nicht in der Ausschaltung aller zusätzlichen Verluste und der sich aus diesen Verlusten ergebenden Erwärmung. Bei den erfindungsgemäßen Wicklungen besteht auch keine Notwendigkeit, sich auf einen hohen Widerstand der Hilfswindungen zu stützen, um die Ausgleichströme zu begrenzen. Der Widerstand dieser Windungen kann so gewählt werden, daß man eine maximale Wirkung für die Verbesserung der Kommutierung erhält.
  • Die einzigen Möglichkeiten, zur Vermeidung des Feuerns die Reaktanzspannung der Kommutierung unter dem zulässigen Wert zu halten, sind entweder den Kommutatorstrom innerhalb gewisser Grenzen zu halten oder den ohmschen Widerstand des Hilfssystems zu vermindern.
  • Da die letztere Möglichkeit durch die erfindungsgemäße Anordnung gegeben wird, besteht keine Notwendigkeit, den Betrag des kommutierten Stromes zu begrenzen. Das Hilfssystem kann auch dazu verwendet werden, einen Teil des Hauptstromes zu führen, besonders in jenen im nachstehenden beschriebenen Fällen, wo Hilfswicklungen verwendet werden. Weiterhin ist die erfindungsgemäße Wicklung nicht beschränkt auf Hauptwicklungen mit mehr als einer Spule je Nutenpaar, wodurch eine weitere Beschränkung der Konstruktion ausgeschaltet wird.
  • In der Beschreibung sind unter Bezugnahme auf die Zeichnungen die Wicklungen mit den Zahlen bezeichnet, die die Nuten angeben, in welchen die Leiter untergebracht sind.
  • In dem in Abb. I dargestellten Beispiel besteht die Ankerwicklung aus einer Hauptwicklung M, welche in dem oberen Teil der Ankernuten S (I bis I6) untergebracht ist, so daß ein Leiter je Lage und Nut vorgesehen ist, und einer Hilfswicklung A, die auf den Nutengrund gelegt ist.
  • Eine magnetische Brücke B, die zweckmäßig aus Eisenblech besteht, ist zwischen den zwei Wicklungen M und A angeordnet.
  • Die Hauptwicklung M ist eine eingängige Schleifenwicklung. Ihr Wicklungsschritt Pm, gemessen in Nutteilungen, ist in diesem Falle S I bis S I5 oder vierzehn Nutteilungen. Ihre erste dargestellte Windung I, I5, die aus dem Oberstab in der Nut SI und dem Unterstab in der Nut S I5 oberhalb der magnetischen Brücke B besteht, ist mit den Lamellen CI und C2 des schematisch dargestellten Kollektors mit Bürste Br verbunden.
  • Die nächste Spule 2, I6, die aus dem Oberstab in der Nut S2 und dem Unterstab in der Nut SI6 besteht, ist zwischen den Kollektorlamellen C2 und C3 geschaltet usw.
  • Die Hilfswicklung A ist ebenfalls eine Schleifenwicklung. Sie hat zwei Windungen je Kollektorlamelle und einen Wicklungsschritt Pa von nur fünf Nutteilungen. Infolge ihrer doppelten Windungen hat sie, wie in Abb. I gezeigt, zwei Leiter je Lage am Grunde der Nuten, z. B. SI und S2. Da der Schritt der Hilfswicklung A etwa ein Drittel der Hauptwicklung M beträgt, angenommen, daß die Zahl der Nuten fünfzehn oder etwa fünfzehn ist, so werden zwei Windungen der Hilfswicklung praktisch denselben, durch den gleichen Fluß induzierten numerischen Spannungswert haben wie die Spannung der einen Windung der Hauptwicklung. Jeder etwa auftretende geringfügige Unterschied hat nur eine geringe Differenz in dem durch die magnetische Brücke B gehenden Fluß zur Folge, was nur einen sehr niedrigen Wert des Magnetisierungsstromes in den zwei Systemen erforderlich macht.
  • Das zuerst dargestellte Paar in Reihe geschalteter Windungen 5, Io und 6, II der Hilfswicklung A ist zwischen die Kollektorlamellen Ci und C2 geschaltet. Diese zwei Windungen sind auf den Grund von zwei verschiedenen Ankernutenpaaren gewickelt, nämlich der Nuten S5 und S io für die erste Windung und der Nuten S6 und Sii für die zweite Spule. Das nächste Paar der in Reihe geschalteten Windungen 6a, ii a und 7, 12 der Hilfswicklung, die in die Ankernuten S6, Sii bzw. S7, S12 gewickelt sind, sind mit den Kollektorlamellen C2 und C3 verbunden usw. Jedes in Reihe geschaltete Windungspaar der Hilfswicklung A ist so mit einer Spule der Hauptwicklung M parallel geschaltet.
  • Die zwei Hilfswindungen, die mit jeder der Hauptwindungen parallel geschaltet sind, können als Primär- oder Sekundärwicklungen von Transformatoren betrachtet werden, die die Energie der mit der kommutierenden Hauptwindung gekoppelten Streuflüsse auf die benachbarten Hauptwindungen übertragen.
  • Wenn man die Hauptwindung I, I5 als Beispiel nimmt, die gerade kommutiert, wenn die Bürste Br die beiden Kollektorlamellen CI und C2 berührt, so findet die Kommutierung des Stromes in dieser Hauptwindung I, I5 mit der Richtungsänderung des Streuflusses der gerade kommutierenden Hauptwindung I, I5 statt, wobei der Weg dieses Streuflusses ein geschlossener Weg um die Nut SI und um die Nut SI5 ist.
  • Diese Änderung des Streuflusses induziert in der Windung I,I5 eine Spannung, die sogenannte Kommutierungs-Reaktanz-Spannung. Wenn diese Spannung einen gewissen Wert übersteigt, verursacht sie ein Feuern an den Bürsten, besonders wenn die Bürste den Kurzschlußstrom zwischen den Kollektorlamellen CI und C2 unterbricht, d. h. wenn sie die Kollektorlamelle CI am Ende der Kommutierungsperiode verläßt. Diese Spannung wird auch den in Reihe geschalteten Hilfswindungen 5, Io und 6, II mitgeteilt, welche mit denselben Kollektorlamellen CI und C2 verbunden sind wie die Hauptwindung I, I5. Diese Hilfswindungen 5, Io und 6, II können als die Primärwicklung eines Transformators betrachtet werden, dessen magnetischer Weg im wesentlichen der um die Nuten S5, S6, S7 und um die Nuten SIo, SII, SI2 geschlossene Weg eines Streuflusses ist, der den beträchtlichen Fluß einschließt, der durch die magnetischen Brücken B in diesen Nuten geht und unabhängig vom Hauptfluß und dem obenerwähnten Streufluß der kommutierenden Hauptwindung ist. Eine Sekundärwicklung dieses Transformators wird von den in Reihe geschalteten Hilfswindungen 6a, IIa und 7, I2 gebildet, welche mit den Kollektorlamellen C2, und C3 verbunden sind. Durch diese Transformatorwirkung wird auf diese Weise eine Spannung in der Sekundärwicklung 6a, IIa und 7, 12 induziert.
  • Da die beiden Hilfswindungen 6a, IIa und 7, I2, die mit den Kollektorlamellen C2 und C3 verbunden sind, ihrerseits mit der Hauptwindung 2, I6 parallel geschaltet sind, schließt diese Hauptwindung die Sekundärspannung des Transformators kurz, was bedeutet, daß die Reaktanz der Hauptwindung 2, I6 der Reaktanz der kommutierenden Hauptwindung I, I5 parallel geschaltet wird, so daß ihr Wert annähernd halbiert wird.
  • Mit anderen Worten, sobald sich die Reaktanzspannung entwickelt, ist die Folge der Transformator-Wirkung eine kurzgeschlossene Sekundärwicklung, die die Reaktanz des kommutierenden Systems dadurch vermindert, daß der in der Sekundärwicklung kurzgeschlossene Transformator mit seiner Primärwicklung parallel zur Reaktanz der kommutierenden Spule geschaltet wird, so daß die resultierende Reaktanzspannung unterhalb des zulässigen Betrages gehalten und so ein Feuern vermieden wird.
  • Es muß jedoch berücksichtigt werden, daß außer der Reaktanzspannung der Kommutierung, die wirksam durch die erfindungsgemäße Anordnung beeinflußt wird, die Parallelschaltung der Haupt- und Hilfswindungen vom Gesichtspunkt der in diesen Windungen durch den Hauptfluß induzierten Spannungen betrachtet werden muß, unter deren Einfluß sie ständig und nicht nur während der Kommutierungsperiode stehen.
  • Aus Abb. I der Zeichnungen ist ersichtlich, daß sowohl die Primärwicklung als auch die Sekundärwicklung des beschriebenen Transformators aus zwei Teilen besteht, nämlich aus den Teilen 5, Io und 6, II, die die Primärwicklung bilden, und den Teilen 6a, IIa und 7, I2, die die Sekundärwicklung bilden, und daß jeder Teil aus einer Windung der Hilfswicklung besteht.
  • Die zwei Hilfswindungen 6, II und 6a, IIa in den Nuten S6 und SII, die zu den Primär- und Sekundärwicklungen des Transformators gehören, sind eng verkettet. Da sie in denselben Nuten liegen, sind alle Haupt- und Streuflüsse, mit denen sie verkettet sind, welches auch immer ihr Weg sei, genau gleich.
  • Die Windungen 5, Io und 7, I2, die ebenfalls zu den Primär- und Sekundärwicklungen des Transformators gehören, sind jedoch nicht so eng miteinander verkettet. Außerdem ist die Primärwindung 5, Io z. B. eng mit einer anderen Spule in denselben Nuten verkettet, die einen Teil einer anderen Transformatorsekundärwicklung bildet, die durch die benachbarten Windungen der Hilfswicklung (in Abb. I nicht gezeigt) dargestellt ist, welche mit den Kollektorlamellen CI und Cn verbunden sind.
  • Die Reaktanz wird außerdem auf diese Weise durch die Parallelschaltung einer anderen Hauptwindung in benachbarten Nuten links von den Nuten SI, SI5 vermindert. Auf der anderen Seite ist die Hilfswindung 7, I2 eng mit einer anderen Windung (nicht gezeigt) in denselben Nuten verkettet, die zu dem mit den Kollektorlamellen C3 und C4 verbundenen Hilfssystem gehört, welches zu einer Hauptwindung (nicht gezeigt) in der Nut S3 und in der nächsten Nut über S I6 hinaus parallel geschaltet ist. Jedes als Transformatorprimärwicklung wirkende Hilfssystem ist daher eng mit den zwei benachbarten Systemen verkettet, welche auf diese Weise zwei Sekundärwicklungen des Kommutationstransformators bilden, außer der Verkettung mit den Leitern der anderen Lagen derselben Nuten, welche zu Windungen gehören, die um fünf Nuten verlagert sind. Auf diese Weise geht die stufenweise Verkettung aller Hauptwindungen und die Parallelschaltung ihrer Reaktanzen durch solche Transformatorsysteme über den ganzen Anker vor sich, woraus sich ein vernachlässigbarer Reaktanzbetrag für die jeweils kommutierende Hauptwindung ergibt.
  • Dieses Ergebnis läßt sich ohne jeden Unterschied in. den Spannungen parallel geschalteter Haupt- und Hilfssysteme erzielen, wie sich aus dem in Abb. 2 dargestellten Vektordiagramm ergibt, das zeigt, daß die durch den Hauptfluß in parallel geschalteten Windungen induzierten Spannungen von derselben Größenordnung und Phase sind.
  • Das in Abb. 2 gezeigte Vektordiagramm stellt die vektorielle Lage der Spannungen in den Windungen der Haupt- und Hilfswicklungen dar. Die Vektoren sind mit je zwei Zahlen bezeichnet, die die zwei Ankernuten angeben, in welchen die die jeweiligen Windungen bildenden Leiter untergebracht sind.
  • Angenommen, die Spannung der Hauptrolle I, I5 hat die durch den Vektor I, I5 angegebene Phasenlage und Größenordnung, dann hat die Windung 2, I6 eine Spannung von derselben Größenordnung, wie durch den Vektor 2, I6 dargestellt, jedoch mit der Phasenverschiebung von einer Nut mit Bezug auf die benachbarte.
  • Jede der Hilfswindungen in den Nuten S6 und SII hat dann die durch den Vektor 6, II im Vektordiagramm wiedergegebene Lage, da ihre elektrische Achse sich genau in der Mitte zwischen den beiden vorerwähnten Hauptwindungen befindet. Die Größenordnung der Spannung jeder Hilfseinzelwindung beträgt dann etwa die Hälfte derjenigen einer Hauptwindung.
  • Die Phasenlage der Spannungsvektoren 5 bis Io und 7 bis I2 ist dann, wie im Diagramm gezeigt, jeweils in entgegengesetzten Richtungen mit Bezug auf die Vektoren 6 bis II verschoben, d. h. es liegt eine Phasenverschiebung von einer Nut vor.
  • Die in den zwei mit den Kollektorlamellen CI und C2 in Reihe geschalteten Hilfswindungen induzierte Spannung ist durch die Vektorsumme der Vektoren 6 bis II und 5 bis Io dargestellt, wobei die sich ergebende Gesamtspannung der durch den Vektor I bis I5 dargestellten Spannung in Größenordnung und Phasenlage gleich der Spannung ist, die von den Vektoren I bis I5 für die Hauptwindung dargestellt ist, die mit den gleichen Kollektorlamellen wie die vorerwähnten Hilfswindungen parallel geschaltet ist.
  • Die beiden Windungen 6a, IIa und 7, I2, die mit den Kollektorlamellen C2 und C3 verbunden sind, haben die durch die Spannungsvektoren 6 bis II und 7 bis I2 in Abb. 2 dargestellten Spannungswerte, wobei der Vektor 6 bis II die beiden Windungen 6 bis II und 6a bis IIa induziert, da diese Windungen in denselben Nuten S6 und SII untergebracht sind. Die beiden Windungen 6a, IIa und 7, I2 ergeben dieselbe Vektorsumme wie der Spannungsvektor der Hauptwindung 2, I6. Dasselbe trifft auf alle parallel geschalteten Haupt- und Hilfssysteme zu.
  • Die durch den Hauptfluß in parallel geschalteten Haupt- und Hilfswindungen induzierten Spannungen sind daher als ausgeglichen dargestellt, und auf diese Weise werden die im vorstehenden erwähnten Kreisströme und andere zusätzliche Verluste vermieden.
  • In den weiteren im folgenden beschriebenen Beispielen ist die Hilfswicklung A der besseren Übersicht halber schematisch unterhalb des Kollektors C, d. h. um I8o° aus ihrer wirklichen Lage verschoben, dargestellt, und in den Abb. 3 bis 6 sind zur Erleichterung des Verständnisses der Beschreibung die Ankernuten im Wicklungsbild schematisch mit gestrichelten Linien dargestellt.
  • In Abb.3 ist die Hauptwicklung eine Schleifenwicklung, die zwei Leiter je Lage hat, wobei der Schritt wechselweise zwölf und dreizehn Nuten beträgt und die Polteilung genau oder annähernd zwölfeinhalb ist.
  • Die Hilfswicklung A hat vier Leiter je Schicht (acht Leiter je Nut), und Windungspaare dieser Wicklung sind je nach ihrem Schritt (der etwa ein Drittel der Polteilung ausmacht) in Reihe zwischen benachbarten Kollektorlamellen geschaltet.
  • Die erste dargestellte Hauptwindung I, I3 ist mit den Kollektorlamellen CI und C2 verbunden. Zwei in Reihe geschaltete Windungen 5, 9 und 5a, 9a der Hilfswicklung A, beide in den Nuten S5, S9, sind ebenfalls mit den Kollektorlamellen CI, C2 verbunden und so in Parallelschaltung mit der erwähnten Hauptwindung.
  • Die nächste Hauptwindung Ia, I4 ist mit den Kollektorlamellen C2, C3 verbunden und zwei in Reihe geschaltete Windungen 5b, 9b und 6, Io der Hilfswicklung sind ebenfalls mit den Kollektorlamellen C2, C3 verbunden und daher in Parallelschaltung mit der Hauptwindung Ia, I4.
  • Die folgende Hauptwindung 2, I4a ist mit den Kollektorlamellen C3, C4 verbunden, mit welchen ebenfalls zwei in Reihe geschaltete Hilfswindungen 6a, Ioa und 6b, Iob verbunden sind usw.
  • Aus dem Vektordiagramm der Abb. 4 ist ersichtlich, daß die in der Windung I, I3 der Hauptwicklung induzierte und durch den Vektor I bis I3 wiedergegebene Spannung dieselbe Phasenlage hat wie die in den zwei in Reihe geschalteten Windungen 5, 9 und 5a, 9a der Hilfswicklung induzierte Spannung, welche durch die Vektoren 5 bis 9 dargestellt ist, so daß die Vektorsumme der Spannungsvektoren für die erwähnten zwei Hilfswindungen gleich ist der Vektorspannung für die Hauptwindung I, I3.
  • Es ist auch ersichtlich, daß der Spannungsvektor I bis I4 für die Hauptwindung Ia, I4 nur um die halbe Winkelverschiebung von zwei benachbarten Nuten gedreht ist und daß der Spannungsvektor 6 bis Io für die Hilfswindungen 6 a, io a und 6 b; io b in Phase mit dem Spannungsvektor 2 bis 14 für die Hauptwindung 2, 14.a ist.
  • Die Vektorsumme der Vektoren 5 bis 9 und 6 bis io ist daher, was Wert und Phasenlage betrifft, gleich dem Spannungsvektor i bis 1q..
  • In dem mit den Kollektorlamellen C3 und Cq. verbundenen Hilfssystem geben die zwei Hilfswindungen 6 a, io a und 6b, io b in den Nuten S 6, S io dieselbe Spannung wie die Hauptwindung 2, 1q.a in den Nuten S2, S1q..
  • Wenn man beispielsweise die Verkettung der Hauptwindung 1, 13 durch die Wirkung der Hilfswicklung betrachtet, sind die Hilfswindungen 5, 9 und 5 a, 9 a in den Nuten S 5, S 9, die mit der erwähnten Hauptwindung parallel geschaltet sind, als die Primärwicklung eines Kommutierungstransformators eng mit zwei in denselben Nuten liegenden Hilfswindungen verkettet, von denen eine zu dem mit den Kollektorlamellen C2, C3 verbundenen System und die andere zu dem mit den Kollektorlamellen Cn, CI verbundenen System gehört.
  • Sie sind weiterhin weniger eng verkettet mit den zweiten Windungen in den zu denselben Systemen gehörenden Nachbarwindungen und teilweise mit den Leitern in denselben Nuten in der anderen Schicht verkettet, d. h. in der Grundschicht in Nut S5 und in der oberen Schicht in Nut S9, die zu den nach jeder Seite um vier Nuten verlagerten Hilfswicklungssystemen gehören.
  • Weiterhin ist der Leiter I der Hauptwindung I, I3 in Nut SI magnetisch verkettet mit einem Leiter Ia (in derselben Nut) der Hauptwindung Ia, I4, während der andere Leiter I4 (in Nut SI4) dieser Hauptwindung Ia, I4 mit dem Leiter I4a (ebenfalls in Nut SI4) der Hauptwindung 2, I4a magnetisch verkettet ist. In den Hilfs- und Hauptwindungen besteht daher ein mehrfaches System magnetischer Verkettung.
  • Eine Schleifenhauptwicklung der mit Bezug auf Abb.3 beschriebenen Art ist unter gewissen Verhältnissen, was die Kommutierung anbetrifft, an sich vorteilhaft.
  • Im vorliegenden Falle jedoch, in welchem alle Spulen dieser Hauptwicklung mit Systemen von Hilfswindungen parallel geschaltet sind, wird eine neue Wirkung erzielt, da diese parallel geschalteten Hilfswindungen zur Parallelschaltung von weiteren Reaktanzen mittels Zwischentransformatoren führen, welche, wie im vorstehenden gezeigt, sich nicht nur auf einem, sondern auf zwei oder mehr Wegen durch die Haupt- und Hilfssysteme über den ganzen Anker in beiden Richtungen fortsetzt.
  • Ähnliche Anordnungen sind gemäß der Erfindung möglich, wenn die Hauptwicklungen als Wellenwicklungen oder Reihenparallelwicklung angeordnet sind und die Hilfswicklung eine Schleifen-, Wellen-oder Reihenparallelwicklung in verschiedenen Kombinationen ist.
  • Die Anordnung der Hauptwicklung als Reihenwicklung oder Reihenparallelwicklung zeigt bezüglich der magnetischen Verkettung mit benachbarten Windungen ein ähnliches Ergebnis, wie in Abb. 3 für die Leiter der Windungen einer Parallelwicklung mit wechselweise verschiedenem Wicklungsschritt gezeigt, da in einem Wicklungsgang, d. h. zwischen zwei benachbarten Kollektorlamellen einer Reihenwicklung, enthaltene Windungen in gemeinsamen Nuten mit zu verschiedenen Systemen gehörenden Spulen unter verschiedenen Polpaaren gelegt sind.
  • Einige der obenerwähnten Kombinationen ergeben Hilfswicklungen mit vollem Wicklungsschritt. Dies kann z. B. der Fall sein, wenn eine Wellenhauptwicklung mit einer Schleifenhilfswicklung kombiniert ist. In solchen Fällen muß die Hilfswicklung entweder einen übergroßen Wicklungsschritt haben in Kombination mit einer Hauptwicklung mit einem etwas verkürzten Wicklungsschritt oder umgekehrt, um die Lage der parallel geschalteten Haupt- und Hilfswindungen in verschiedenen Nuten und mit unabhängigen Streuflüssen beizubehalten.
  • Eine Reihenwicklung beliebiger Art ergibt bei Verwendung für die Hilfswicklung eine Anordnung, bei welcher die Wicklungen der Kommutierungstransformatoren über zwei oder mehr Polpaare verteilt sind mit einer engen und lockeren Verkettung der auf verschiedene Weise abwechselnden Primär- und Sekundärwicklungen je nach der Anzahl der Polpaare in der Maschine und der besonderen Ausführung der Wicklung.
  • Die Verwendung von Reihen- oder Reihenparallelwicklungen als Hilfswicklungen in Verbindung mit Schleifenhauptwicklungen ergibt weitere Vorteile der erfindungsgemäßen Anordnung, wie aus den in den Abb. 5 und 6 dargestellten Beispielen ersichtlich ist.
  • In Abb. 5, die einen Teil der Ankerwicklung eines vierpoligen Ankers mit dreiundzwanzig Nuten zeigt, ist die Hauptwicklung M eine Schleifenwicklung mit drei Leitern je Schicht in der Nut, wobei der Kollektor C neunundsechzig Lamellen hat.
  • Die Hilfswicklung A ist eine Wellenwicklung mit verkürztem Wicklungsschritt, d. h. etwa ein Drittel der Polteilung, so daß zwei Windungen in Reihe dieselbe Spannung ergeben wie die Spannung einer Hauptspule mit vollem Wicklungsschritt.
  • Die Hauptwicklung M hat einen wechselnden Wicklungsschritt von fünf und sechs Nuten, die Hilfswicklung sodann einen Nutenschnitt von zwei Nuten. Aus dem Diagramm ist ersichtlich, daß der Kommutierungstransformator z. B. für die Hauptwindung 22, I7, welche zwischen den Kollektorlamellen CI und C69 geschaltet ist, eine Transformatorwicklung hat, welche aus zwei Hilfswindungen I, 3 und I2, I4 besteht. Die Hilfswindung I2, I4 ist eng mit den Windungen in denselben Nuten, die zu dem Hilfssystem zwischen den Kollektorlamellen C69 und C68 gehören, und ebenso eng mit einer weiteren Windung in denselben Nuten verkettet, die zu dem mit den Lamellen C68 und C67 verbundenen Hilfssystem gehören. Zu diesen Hilfssystemen gehören in den Nuten S23 und S2 liegende Windungen, welche eng mit einer Windung des mit den Kollektorlamellen C67 und C66 verbundenen Hilfssystems verkettet sind. Auf diese Weise erzielt man durch alle diese Transformatoren eine Parallelschaltung unmittelbar mit den Hauptwindungen 22a, I6 und 22b, I6a, die mit den Kollektorlamellen C69, C68 und C68, C67 verbunden sind, und unmittelbar mit der Hauptwindung 2I, I6b in den Nuten S2I, SI6, usw. Weiterhin wird eine lose Verkettung der vorstehend betrachteten Hauptwindung 22, I7 auch in der Hauptnut selbst erreicht durch die Leiter in der Nut S 22, nämlich die Leiter 22a und 22b, welche Teile der Hauptwindungen i6, 22a bzw. 16a, 22b sind. Außerdem ist die Hilfswindung i, 3 lose mit den Hilfswindungen in den Nachbarnuten S23, S2 verkettet, wodurch sich eine weitere Transformatorwirkung ergibt, die sich zu den bereits beschriebenen addiert. Dasselbe trifft auf die im Diagramm nicht gezeigten Windungen rechts des mit den Kollektorlamellen Ci, C69 verbundenen Systems zu.
  • Außer dieser fast völligen Reduzierung der wirksamen Reäktanz der Kommutierung auf einen vernachlässigbaren Betrag hat diese Anordnung noch den weiteren Vorteil, daß die Hilfswicklung auch als Ausgleichssystem für die Hauptschleifenwicklung wirkt. Jede Windung der Hilfswellenwicklung bildet gleichzeitig einen Ausgleicher zwischen den beiden Polpaaren.
  • Da die Hauptschleifenwicklung eine ungerade Zahl von Spulen hat und die Anzahl der Polpaare zwei ist, gibt es keine spannungsgleichen Punkte bei alleiniger Verwendung dieser Schleifenwicklung. Daher müßten bei alleiniger Verwendung einer Schleifenwicklung dieser Art Ausgleicher zwischen den Kollektorlamellen auf einer Seite und den vorderen Verbindungen der Windungen an dem anderen Polpaar angeordnet werden, aus welchem Grunde eine Schleifenwicklung der beschriebenen Art normalerweise nicht verwendet werden würde.
  • Die Potentialdifferenz zwischen den Kollektorlamellen an gegenüberliegenden Punkten des Kollektors von der halben Spannung einer Hauptwindung wird jedoch dadurch überwunden, daß der verkürzte Wicklungsschritt der Hilfswicklung, der eine Spannung je Spule von der Hälfte der vollen Spannung ergibt, eine solche Spule als Ausgleicher wirken läßt. Die Ausgleichwirkung ist sehr zufriedenstellend, da jede Kollektorlamelle mit der Hilfswicklung verbunden ist.
  • In dem in Abb.6 dargestellten Beispiel ist die Hauptwicklung M eine doppelte Schleifenwicklung mit dem Zwecke der Verminderung der Spannung zwischen benachbarten Kollektorlamellen auf die Hälfte des durch den vollen Fluß bestimmten Betrages. Die Wicklung ist eine in sechsundfünfzig Nuten S gelegte Sechspolwicklung mit vier Leitern je Nut und zwei Leitern je Schicht.
  • Die Hilfswicklung A ist eine Wellenwicklung mit derselben Zahl Leiter und erfordert daher einen Wicklungsschritt, der ein Sechstel der Spannung je Windung ergibt, verglichen mit derjenigen der Hauptwindung, welche in dem dargestellten Beispiel ein Wicklungsschritt von einer Nutteilung ist. Auf diese Weise geben drei in Reihe geschaltete Windungen der Hilfswicklung, z. B. die Windungen 56, I, I8, I9, und 37, 38, die mit den benachbarten Kollektorlamellen CIII und CIIo verbunden sind, die halbe Spannung einer Hauptwindung in dem in Frage stehenden Fall, wobei die Hauptwindung 43, 52 das Potential in gleichen Teilen zwischen den Kollektorlamellen CIIo und C 112 aufteilt, welche zu einem Kreis der doppelten Schleifenwicklung gehören und mit dieser Hauptwindung 43, 52 verbunden sind, und so die relative Spannung der zwei Kreise der Hauptwindung durch Festlegung des Potentials der Kollektorlamelle CIII gewährleistet, die zu dem anderen Kreis der doppelten Schleifenwicklung gehört, mittig zwischen den benachbarten Lamellen CIIo und CII2.
  • Diese Hilfswicklung wirkt daher nicht nur als Ausgleicher zwischen den verschiedenen Polpaaren, sondern auch als sonst notwendige Ausgleicher zur Festlegung der Bezugsspannung der zwei Teile der doppelten Schleifenwicklung gegeneinander.
  • Die Wirkung auf die sich ergebende Reaktanz der Kommutierung ist ähnlich der vorbeschriebenen. Die Verkettung der verschiedenen Systeme ist auf drei Polpaare und mittels verschiedener Nachbarsysteme von Hilfswindungen auch von einem Kreis der Doppelschleifenwicklung auf den anderen ausgedehnt. Die Gleichheit der Werte der in parallel geschalteten Spulen der Haupt- und Hilfswicklung induzierten Spannungen beruht in allen jenen Fällen, wo sie in denselben Ankernuten untergebracht sind, auf einer sinusförmigen Verteilung des Feldes auf den Umfang des Ankers insoweit, als verkürzte Wicklungsschritte der Hilfswicklung verwendet werden.
  • Diese Anordnung hat anderseits das Ergebnis, daß höhere Harmonische der Felder nicht gleiche Spannungsbeträge in den parallel geschalteten Spulen induzieren, so daß Ausgleichströme mit von der Hauptfrequenz verschiedener Frequenz in Reihe durch die parallel geschalteten Windungen fließen, ohne durch den Kollektor auf die Bürsten zu gehen, wobei diese Ströme die höheren Harmonischen des Feldes entmagnetisieren. Das verbleibende Feld wird im wesentlichen sinusförmig sein mit dem Ergebnis, daß die nachteiligen Wirkungen der Transformatorspannungen höherer Frequenz völlig vermieden werden. Das Vorhandensein dieser Spannungen, die durch die Bürsten kurzgeschlossen sind, in den jeweils eine Kommutierung erfahrenden Windungen ist neben der Reaktanz und der Transformatorspannung ein weiterer Grund für die Kommutierungsschwierigkeiten von Wechselstromkommutatormaschinen.
  • Bei Gleichstrommaschinen, bei welchen das Hauptfeld im allgemeinen nicht sinusförmig ist, werden zweckmäßig erfindungsgemäße Anordnungen mit Hilfswicklungen mit vollem Wicklungsschritt verwendet.

Claims (8)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Einrichtung zur Verbesserung der Kommutierung bei Kommutatormaschinen unter Verwendung einer Hilfswicklung, deren Windungen mit den Windungen der Ankerhauptwicklung parallel geschaltet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfswicklung so angeordnet und so in den Nuten des Ankers verteilt ist, daß ihre Windungen durch einen magnetischen Pfad verkettet sind, der praktisch unabhängig sowohl vom Hauptfluß als auch von jenem Streufluß ist, der mit den parallel geschalteten Hauptwindungen verkettet ist, wobei zwischen benachbarten Kommutatorsegmenten mindestens zwei in Reihe geschaltete Windungen der Hilfswicklung angeschlossen sind und Hilfswindungen, die mit einer Hauptwindung parallel geschaltet sind, in mindestens zwei in bezug auf ihre relativ eelektrische Lage zum Hauptfluß benachbarten Nutenpaaren so angeordnet sind, daß die durch den Hauptfluß oder durch den mit den Hilfswindungen verketteten Teil desselben in den Hilfswindungen induzierte Spannung im wesentlichen die gleiche Größe und die gleiche Phasenlage hat wie die durch den Hauptfluß in den mit den erwähnten Hilfswindungen parallel geschalteten Windungen der Hauptwicklung induzierte Spannung.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptwicklung eine Schleifen-, Reihen- oder Reihenparallelwicklung ist und die Hilfswicklung aus einer Schleifenwicklung mit einem von demjenigen der Hauptwicklung verschiedenen Wicklungsschritt besteht und ihre mit benachbarten Kollektorlamellen verbundenen Windungen mindestens teilweise in verschiedenen Nutenpaaren angeordnet sind.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptwicklung Windungen hat, die abwechselnd von verschiedenem Wicklungsschritt sind.
  4. 4. Einrichtung nach einem der Ansprüche I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfswicklung eine Wellen- oder Reihenparallelwicklung ist, deren Windungen unter von denjenigen Polpaaren, unter welchen die parallel geschaltete Hauptwindung gelegt ist, verschiedenen Polpaaren untergebracht sind und sich in den gleichen Nuten befinden, die die Windungen aufnehmen, die zu verschiedenen, aber benachbarten Hilfssystemen gehören, deren Windungen mit den benachbarten Kellektorlamellen verbunden sind.
  5. 5. Einrichtung nach einem der Ansprüche I bis 4 für Maschinen mit einer Schleifenhauptwicklung, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfswicklung so angeordnet und verteilt ist, daß ihre Windungen als Ausgleichsverbindungen für die Hauptwicklung dienen.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 4 für Maschinen mit einer doppelten oder mehrgängigen Schleifenhauptwicklung, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfswicklung so angeordnet und verteilt ist, daß sie die Funktion von Ausgleichsverbindungen ausübt, um das erforderliche Potential der Parallelkreise der Hauptwicklung zu sichern.
  7. 7. Einrichtung nach einem der Ansprüche I bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfswicklung abwechselnd Windungen von verschiedenem Wicklungsschritt hat, so daß zwei zu einer von mindestens einem Teil der Windungen gehörende Leiter in denselben Nuten untergebracht sind, die Leiter verschiedener Windungen oder Gruppen von. Windungen aufnehmen.
  8. 8. Einrichtung nach einem der Ansprüche I bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Haupt- und Hilfswicklungen in demselben Nutensystem mit einer magnetischen Brücke zwischen den beiden Wicklungen untergebracht sind. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 663 oo=, 66o 431, 456 113; britische Patentschrift Nr. 462 g74.
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